M-Commerce zwischen Media-Hype u. täglicher Praxis

Mit der zunehmenden Nutzung von Smartphones nicht nur als Kommunikationsmedium, sondern auch als Informations- und Transaktionsdienst, werden mobile Applikationen auch für Online-Händler immer interessanter. Der aktuelle ECC-Shopmonitor Spezial, der vom ECC Handel in Zusammenarbeit mit der Managementberatung Mücke, Sturm & Company erstellt wurde, zeigt für die zwanzig umsatzstärksten Online-Shops, inwiefern das Mobiltelefon von den Konsumenten bereits als Vertriebskanal genutzt wird. Die resutierenden Zahlen interpretiert Mücke-Sturm als “momentan noch ernüchternd”. Sie machten deutlich, dass Mobile Shopping in der Praxis noch nicht bei den Konsumenten angekommen sei: Denn von den zwanzig umsatzstärksten Online-Shops böten bisher lediglich acht Unternehmen eine Applikation für mobile Endgeräte an. Außer den Apps von Apple und Amazon sind diese jedoch eher unbekannt und werden bisher kaum für Mobile Shopping genutzt. 70 Prozent der befragten Konsumenten haben sogar angegegeben, überhaupt kein Interesse an Apps von Online-Händlern zu haben.

Für den ECC-Shopmonitor werden monatlich vom E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) online 1.000 Teilnehmer befragt.

Der Einsatz von Apps kann sich laut Mücke-Sturm aber trotzdem lohnen, denn sie bieten abseits vom Shopping noch andere Funktionen: Eine App kann dazu beitragen, das Image des Händlers zu verbessern, die Kundenbindung zu erhöhen oder einen Kauf in einem anderen Vertriebskanal vorzubereiten. So geben immerhin zehn Prozent der befragten Konsumenten an, dass die existierenden Apps bei ihnen zu einer Steigerung der Bestellhäufigkeit führen und rund 20 Prozent bekunden, Interesse an zukünftig angebotenen Apps zu haben.

20 Mio. Handynutzer aus D, F, UK, Italien u. Spanien haben in 0311 ihr Konto mobil gecheckt
Laut der aktuellen Ausgabe von comScore MobiLens haben 20 Millionen Handynutzer aus Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland im März 2011 mit dem Mobiltelefon ihr Bankkonto gecheckt. Dies entspricht laut horizont.net einem Zuwachs von 15,4 Prozent bei Nutzern von Mobile Banking.

Weiteres Ergebnis: Von 16,7 Mio. US-Mobilfunkkunden, die im März LBS-basierte “Check-in”-Dienste wie Facebook Places, Gowalla oder Foursquare genutzt haben, taten dies 12,7 Mio. oder 76,3 Prozent via Smartphone! Mit 34,7% hat Android hier den höchsten Anteil vor BlackBerry OS (27,1%) und iOS (25,5%). Diese Nutzer haben laut Studie besonderes Interesse an Shopping- und Handels-Seiten sowie Einkaufsführern. Auch für Mobile Werbung sind sie überdurchschnittlich empfänglich. Die Ergebnisse im Detail

Mobile Shopping liegt im Trend

Bereits jeder Vierte deutsche Internetnutzer kauft auch per Smartphone ein! Diesen Megatrend im Mobile Business ermittelt eine repräsentative Umfrage des E-Business-Dienstleisters Novomind, welche die Werberprawda horizont.net zitiert: “Etwa 40 Prozent nutzen mobile Endgeräte, um nach Produkten zu suchen oder sich zu informieren. Anbieter vom mobilen Shops wollen den Boom ausnutzen und ihre Gewinne in den Ausbau von M-Commerce reinvestieren.”

Mobiles Internet legte 2010 stark zu

Handy und Smartphone nehmen als Zugangsweise zum Internet schnell an Bedeutung zu. So griffen im Jahr 2010 rund 16 Prozent der Internetnutzer über ihr mobiles Endgerät auf Dienste wie das WWW zu. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 78 Prozent, wie das Statistische Bundesamt meldete.

via horizont.net

Autor: klaus, veröffentlicht am: 27. 02. 2011

Kategorien: Android Programmierung, iPhone Programmierung

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Studien malen Tablet-Sturm an die Wand

2011 wollen sich in Deutschland nur noch halb so viele Verbraucher einen herkömmlichen PC kaufen wie noch 2011. Auch Handys ohne Internetanschluss, DVD-Player und HDTV-Fernseher fallen in Ungnade bei den Konsumenten. Stattdessen liegen 3D-Fernseher sowie vor allem Smartphones und Tablet-PCs im Trend, so eine von horizont.net zitierte Accenture-Studie.

Forrester: Der Boom bei iPad & Co. geht weiter

1 year iPad: Zusammenfassende Infografik von onswipe.com

1 year iPad: Zusammenfassende Infografik von onswipe.com

Über zehn Millionen Tablet-PCs wurden bislang in den USA verkauft, vorläufig prangt auf den meisten davon ein Apfel-Logo. Laut Apples eigener Pressemitteilung sind im Weihnachtsquartal über sieben Millionen iPads verkauft worden (7.330.000; die Zahl der verkauften iPhones beziffert Apple auf über 16 Mio. [16.240.000], iPods – keine separate Ausweisung des iPod touch – kamen auf über sieben Millionen). Forrester Research erwartet, dass allein in den USA bis 2015 mehr als 80 Millionen Menschen Tablets besitzen werden. Von Gartner hingegen stammen folgende Zahlen: 450.000 verkaufte Tablets 2010 in Deutschland, 10 Mio. weltweit. Prognose für 2011: 55 Mio. Tablets, davon 10 bis 15 Mio. ohne Apple-Zeichen. Forrester sieht Tablets übrigens (eindeutiger als etwa Smartphones) vorwiegend als Lifestyle-Geräte. Die Zyklen für Neuanschaffungen seien für Tablets kürzer als bei Smartphones, vermuten die Marktforscher und rechnen überdies damit, dass sich eine große Zahl der iPad 1-Käufer auch ein iPad 2 kaufen werde – und das iPad 1 dann in der Familie weiter reichen ( via horizont.net).

iPad dominierte Tablet-Markt 2010 noch deutlich
Die Zahl verkaufter “Media-Tablets” ist nach Angaben von IDC vom zweiten zum dritten Quartal 2010 um 45,1 Prozent auf 4,8 Millionen Geräte gestiegen. Davon entfielen 87,4 Prozent auf das iPad. Die Zahl der 2010 insgesamt verkauften Media-Tablets schätzen die Marktforscher auf 17 Millionen. Zusätzliche Impulse erwarten die Marktforscher von der in Q410 erfolgten Einführung des Samsung-Modells Galaxy Tab, des Blackberry PlayBook sowie des Motorola Xoom in diesem Jahr. Überdies arbeitet HP nach der Übernahme von Palm an WebOS-basierenden Tablets – Bilder eines 7-Zoll- und eines 9-Zoll-Prototypen kursieren. Für 2011 sagt IDC einen Absatz von 44,6 Millionen Media-Tablets weltweit voraus. 2012 soll er 70,8 Millionen betragen. 40 Prozent davon sollen jeweils auf Lieferungen in den USA entfallen. Als “Media-Tablets” bezeichnen die Marktforscher Geräte mit Farb-Displays in einer Größe zwischen 5 und 14 Zoll, die ein “leichtgewichtiges Betriebssystem” wie iOS oder Android sowie x86- oder ARM-Prozessoren einsetzen. Die x86-basierten “Tablet-PCs” hätten dagegen ein “volles PC-Betriebssystem” (via heise.de).

Angriff der platten Androiden
Hersteller wie Acer, Motorola, HTC, LG, Samsung oder Toshiba haben konkrete Modelle für die neue Android-Version 3.0 (Honeycomb) angekündigt. Honeycomb wird für Tablets optimiert sein und soll neben neu entwickelten On Board-Apps, Tabs im Browser, Google Maps im neuen Gewand und zahlreiche weitere Neuerungen bringen: hier z. B. das LG G-Slate für T-Mobile mit Android 3.0 im Video. Viele der kommenden Tablets werden mit dem Nvidia Tegra 2 eine neue Generation von Mobilprozessoren nutzen, ein 3D-fähiger Tegra-Chipsatz ist bereits angekündigt. Preislich werden von der Android-Riege voraussichtlich mehr Segmente bedient als beim den oberen Rand markierenden iPad.

Management-Herausforderungen durch Mobile Business
Aus dem wie prognostiziert fortgesetzten Siegeszug von Smartphones und Tablets liest Sempora Consulting sogar neue Herausforderungen ans Management ab. Denn Unternehmen würden im mobilen Internet neue Chancen für Marketing und Vertrieb eröffnet. Mobile Business oder M-Commerce stehe in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum bevor – mit Europa und insbesondere Deutschland als einem der Kernmärkte. Vor diesem Hintergrund führte Sempora von Oktober bis November 2010 zum zweiten Mal nach 2009 eine Befragung von Führungskräften durch. 2.000 Entscheidungsträger wurden branchenübergreifend befragt zu ihren Einschätzungen bezüglich strategischer Potenziale des mobilen Internet, der kommerziellen Relevanz des mobilen Kanals, Entwicklungen und Implikationen von Tablet-PCs, aber auch zu Anwendungsstand und Einsatzfeldern des mobilen Internet. Die breite Mehrheit (80%) der 189 antwortenden Führungskräfte ist davon überzeugt, dass das mobile Internet bereits in drei Jahren für Marketing und Vertrieb eine genauso wichtige Rolle einnehmen wird wie das stationäre Internet. Aus Sicht der befragten Entscheidungsträger bietet das mobile Internet insbesondere hohe strategische Potenziale zur Steigerung der Kundenbindung (75%), zur Verbesserung des Unternehmensimage (71%) sowie zur Erhöhung der Marketing-Effizienz (70%). Zwei Drittel (67%) der Befragten sind zudem überzeugt, durch die Nutzung des mobilen Internet die eigenen Unternehmensumsätze steigern zu können.

Deutliche Unterschiede sehen die befragten Führungskräfte hinsichtlich der relevanten Anwendungsfelder von stationärem und mobilem Internet für den Konsumenten. Das mobile Internet wird für die Anwendungsfelder Social Media, Location Based Services, E-Books kaufen und lesen sowie Couponing als geeigneter eingestuft als das stationäre Internet. Lediglich bei der Einschätzung der Bedeutung für das Online-Shopping liegt der mobile Kanal geringfügig hinter der Relevanz des “klassischen” Internet. Trotz der hohen Relevanz, die dem mobilen Internet beigemessen wird, berücksichtigt nur jedes zweite Unternehmen (51%) bislang diesen Kanal in der eigenen Online-Strategie. 43% der Befragten schätzen Ihren Kenntnisstand zu möglichen Auswirkungen des mobilen Internet auf das eigene Geschäftsmodell als nicht ausreichend ein. Darüber hinaus verfügen 32% der Manager noch über kein klares Bild der Chancen und Risiken des Mobile Business für das eigene Unternehmen – also hohes Potenzial für auf “Mobile” spezialisierte App-Systemhäuser wie Glanzkinder. Als wesentlichen Treiber der Marktentwicklung schätzen die Befragten Tablet-PCs wie etwa das iPad von Apple ein. 80 Prozent der Befragten sind sogar überzeugt, dass sich Tablet-PCs als eigenständiger Marketing- und Vertriebskanal etablieren werden.

Trendthema Enterprise Mobility – Mobiles im Unternehmenseinsatz
Dazu passen Ergebnisse der IDC-Studie “EMEA Enterprise Mobility Survey 2010″, wonach sich der Anteil der mobilen Arbeitnehmer in ganz Europa um etwa fünf Prozent bis zum Jahr 2013 erhöhen wird. Die verstärkte Nutzung von mobilen Unternehmensanwendungen bringt analog zu den App Stores so genannte Enterprise App Stores hervor, die von den IT-Abteilungen aufgebaut und gepflegt werden. Für die Kundenbindung und Kundenkommunikation gewinnt eine mobile Präsenz immer mehr an Bedeutung. Mobile B2B2C-Maßnahmen wie Shops, Zahlungssysteme und Kataloge verändern die das Mobile Business auf dem Weg vom E- zum M-Commerce nachhaltig. Eine bedeutende Rolle soll dabei auch laut IDC Android zufallen (via mac-developer.de).

Die britischen Marktforscher von Ovum zeigten sich soeben in einer Studie zuversichtlich, dass bis zum Jahr 2015 die verschiedenen Android-Versionen auf insgesamt 150 Millionen Geräten laufen werden. Voriges Jahr wurden 14,2 Millionen Exemplare in Betrieb genommen. Die Studie geht von einer jährlichen Wachstumsrate beim Google-OS von 60 Prozent aus. Speziell die neue Mode-Produktgruppe der Tablets/Pads werde bis 2015 klar von Android dominiert – vor Apple iOS, HP WebOS und BlackBerry OS, so Ovum. Überdies sehen die Briten beim Mobile Computing künftig eine Dominanz der Pad-Geräte (via v3.co.uk).

Mpass bekommt Telekom-Unterstützung

mpass1Das mobile Bezahlsystem horizont.net zieht weitere Kreise: Nach den Gründungspartnern Vodafone und Telefónica O2 Germany setzt nun auch die Deutsche Telekom AG auf den Bezahlservice für Handy, Smartphone und Tablet und wird vollwertiges Mitglied bei der gleichnamigen Mobile Payment-Initiative.
via horizont.net

Handy- u. Smartphone-Werbung gehört fest zum Mediamix

Werbung auf mobilen Plattformen scheint vor dem endgültigen Durchbruch zu stehen, wie Emarketer aus Entwicklungen des US-Marktes ableitet: “Dort werden die Umsätze im Jahr 2010 auf 743 Millionen Dollar steigen [...]. Das wäre ein Plus von 79 Prozent.” Damit korrigieren die Marktforscher ihre Prognose deutlich nach oben. Ursprünglich war Emarketer nur von Werbeausgaben in Höhe von 593 Millionen Dollar ausgegangen.
via horizont.net

Phone 7: Rock Me Mozart

Windows Phone 7 Logo finalDer Deutschland-Start für erste Windows Phone-7(WP7)-Geräte wurde gestern von Microsoft per Pressekonferenz bestätigt. Der Claim dazu: “Windows Phone 7 ist das erste Smartphone (bzw. Smartphone-Betriebssystem, die Redaktion), das das komplette Angebot von Services wie Zune, Xbox Live, Windows Live, Office, Bing oder Facebook in einem Gerät vereint.”

In Deutschland werden HTC, LG und Samsung Electronics die ersten Windows Phone 7-Geräte anbieten. Ab November werden sukzessive weitere Windows Phone 7-Geräte auf den deutschen Markt kommen. Bei den ersten in Deutschland verfügbaren Geräten handelt sich um: HTC 7 Mozart (DTAG), HTC HD 7 (O2), HTC 7 Trophy (Vodafone), LG Optimus 7 (E-Plus, Vodafone) und Samsung Omnia 7 (DTAG. E-Plus).

Die neuen Windows Phone 7 Geräte sollen hinsichtlich der Hardwarekomponenten hohen Ansprüchen entsprechen: Alle Geräte haben mindestens acht Gigabyte Flash-Speicher sowie einen kapazitiven Multitouch-Bildschirm an Bord (darunter geht es aber heutzutage vermutlich auch nicht mehr). Ein GPS-Empfänger, Beschleunigungssensor, Kompass und Helligkeitssensor, sowie eine Kamera mit mindestens fünf Megapixeln und Blitz werden allen iOS- und vielen Android-Nutzern ebenfalls seit geraumer Zeit bekannt vorkommen.

Es ist Microsoft doch noch gelungen, einige deutsche Unternehmen, Verlage und Agenturen dazu zu bewegen, zum Launch-Termin ihre Apps auf WP7 zu bringen: Darunter Wirtschafts- und Finanznachrichten vom Handelsblatt oder Finanzen.net, Zugriff auf Telefonnummern und Adressen über Das Örtliche, Informationen rund ums Essen und Kochrezepte bei der Kochbar.de (RTL). Weitere App-Angebote: Handyporto (Deutschen Post), HRS, StudiVZ, neu.de, WeatherPro. Der Launch der neuen Microsoft-Mobilplattform wird laut Horizont.de von der “größten TV-Werbekampagne in der Geschichte des Mobile Business” begleitet (Todd Peters, Corporate Vice President bei Microsofts Mobile Communications Marketing Group).

mehr zu Windows Phone 7

deutscher MS-Blog zum Thema

700 Mio. Euro App-Umsätze in D bis 2013

Mücke Sturm Partner LogoDas Geschäft mit Mobile Apps brummt. Bis 2013 sollen die Umsätze allein in Deutschland bei einer jährlichen Wachstumsrate von 84 Prozent auf rund 700 Millionen Euro steigen, wie horizont.net die Managementberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C) zitiert. Angesichts der steigenden Verbreitung von Smartphones prognostiziert MS&C, dass bereits 2010 in Deutschland 112 Millionen Euro mit dem Verkauf von Apps und darin geschalteter Werbung umgesetzt werden können. Rund 100 Millionen Euro davon sollen auf den reinen App-Verkauf entfallen. Bis 2013 könnten diese Vertriebsumsätze auf 523 Millionen Euro anwachsen. Die Werbeerlöse sollen bis 2013 auf 176 Millionen Euro beziehungsweise 25 Prozent am Gesamtumsatz klettern.

In einer schrittweisen Anleitung für den Aufbau mobiler Services empfiehlt MS&C, dass Unternehmen über die Apple-Plattform (iOS: iPhone, iPod touch, iPad) in das App-Geschäft einsteigen, um dieses dann zunächst um Anwendungen für Googles Android zu erweitern. Im Business-Bereich sei auch die Blackberry-Plattform sinnvoll.

via horizont.net

Studie: M-Commerce passiert auch daheim

80 Prozent der Smartphone-Nutzer informieren sich mobil über Produkte und jeder zweite davon hat bereits einmal einen Kauf getätigt. Die Agentur Denkwerk hat gemeinsam mit Phaydon und Interrogare die Studie “Mobile Commerce Insights 2010″ erstellt. Die Studie, so Daniel Schmeißer, Managing Director bei Phaydon, räume mit dem gängigen Vorurteil auf, Mobile Commerce-Angebote wären nur on-the-go relevant. Stattdessen zeige sich, wie häufig mittlerweile beim bequemen Surfen auf der Couch das Smartphone auch zum Shoppen genutzt wird und wie wichtig dabei der Austausch mit Freunden ist. Die Studie wird ab dem 15. September 2010 auf der dmexco in Köln vorgestellt.

via horizont.net

Autor: klaus, veröffentlicht am: 31. 08. 2010

Kategorien: Android Programmierung, iPhone Programmierung

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Paid Content kommt – auch bei Apps

simon-kucher_logo

Paid Content bekommt auch unter den Mediennutzern immer mehr Zuspruch. Laut einer Nielsen-Studie unter 27.000 Internetnutzern ist ein Drittel bereit, für hochwertigen, professionell erstellten Inhalt zu zahlen. Jedoch scheuen sich manche Verlage noch, Bezahlinhalte umzusetzen – während andere wie etwa Springer bei den Themen Paid Apps sowie frische Nutzergruppen durch iPad & Co. nachgerade zu sabbern beginnen. Sicher wird Paid Content zukünftig nicht die einzige Erlösquelle sein, und viele Inhalte wie Nachrichten bleiben frei zugänglich. Doch bei maßgeschneiderten Bezahlangeboten dominiert noch viel leerer Raum – Verlage sollten nach Ansicht der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners diesen weiter füllen, um Qualitätsjournalismus zu erhalten. “Die Zeitungsverlage müssen alles daransetzen, für ihre Online-Portale ein mindestens duales Erlösmodell aus Werbeeinnahmen und Content-Vermarktung durchzusetzen. Optimal wären weitere E-Commerce-Standbeine“, so Rainer Meckes, Partner bei Simon Kucher. Gelingt dies nicht, drohe ein Zeitungssterben und somit ein rapider Qualitätsverfall der Berichterstattung im Internet. Denn ‘subjektive’ Berichterstattung durch Twitter und unabhängige Blogs kann (und will, d. Red.) keinen vollumfänglichen, ‘objektiven’ Qualitätsjournalismus garantieren. Laut Medienexperte Meckes geht es jetzt darum, zu ermitteln, für welche Zielgruppe welcher Content echten Mehrwert liefert und wie diese Inhalte zu Paketen geschnürt werden können. “Je bequemer die verwendeten
Bezahlmodelle für die Nutzer sind, desto leichter wird die Umsetzung fallen.“

Fakt ist, dass im Mobilen Internet schon diverse Paid Content-Ansätze existieren und teils florieren. Die Zahl der kostenpflichtigen iPhone-Apps wächst stetig, auch im Medienbereich. Aber auch abseits der gehypten Apps zeigen Apple und Amazon mit iTunes und den zahlreichen E-Books und E-Papers, dass Paid Content möglich ist. Was im mobilen Internet zu funktionieren scheint, müssen Verlage auch auf das stationäre Internet übertragen.

Eine Paid Content-Offensive bedeutet nicht, alle Informationen kostenpflichtig zu machen. Nur eine Mischung aus frei zugänglichem und kostenpflichtigem Inhalt im Sinne des “Freemium”-Gedankens ist heute umsetzbar und sinnvoll, schon allein, um in Hinblick auf Werbeeinnahmen Reichweitenverluste zu begrenzen.

“Ein Massenmarkt wird Paid Content nur, wenn die Qualität des kostenlosen Contents auf breiter Front deutlich absinkt – das ist kurzfristig eher unwahrscheinlich”, sagt Annette Ehrhardt, weitere Medienexpertin von Simon-Kucher. Bleibt der kostenfreie Content hochwertig, werden nur diejenigen Verlage erfolgreich vermarkten können, die noch höherwertige Bezahlinhalte anbieten wie exklusive Artikel, Hintergrundberichte oder Sonderthemen – natürlich Web 2.0-gerecht aufbereitet. Neben Exklusivität und Einzigartigkeit sind Einfachheit, Bequemlichkeit und Individualität erfolgsentscheidend. Für Dinge, die an anderer Stelle kostenlos gefunden werden können, ist oft Zahlungsbereitschaft vorhanden, wenn die ‘Suchkosten’ – also die Zeit und Mühe, Informationen zu finden – wegfallen und die Informationen ansprechend gestaltet und individuell zugeschnitten sind. “Mit einem durchschnittlichen Nachrichten-Einheitsbrei ist sicherlich kein Geld zu verdienen“, so Ehrhardt.

Heutzutage sind Verlage gezwungen, sich intensiv mit den Lesegewohnheiten ihrer Kunden zu beschäftigen. Es stellen sich Fragen wie: An welche Zielgruppe richtet sich ein Paid Content-Angebot? Sind es die Abonnenten der gedruckten Tageszeitung, die langsam in die Online-Welt überführt werden sollen, oder sind es internetaffine Nutzer, die die Zeitung nur online lesen? Für traditionelle Print-Leser sollte das Print-Abo Schritt für Schritt um exklusive kostenpflichtige Online-Inhalte erweitert werden. Für reine Online-Nutzer bieten sich Online-Pakete an, die mobile Applikationen und stationäres Internet verbinden. “Solche Bündelangebote sind vorteilhaft: Werden Komponenten, für die ohnehin eine Zahlungsbereitschaft besteht, mit bisher kostenlosen Elementen “verheiratet”, wird die Kostenlos-Mentalität eher überwunden”, erläutertEhrhardt. Die gleiche Taktik wenden übrigens auch die sehr pricing-versierten Mobilfunkanbieter an: Während Preise für Gesprächsminuten beständig sinken, wird für mobile Datenübertragung mehr bezahlt. Die Mobilfunker bieten Bündel aus Daten und Gesprächsminuten an, um die Kosten für die einzelnen Posten zu verschleiern. Der Ansatz vieler Verlage, kostenpflichtige Angebote zunächst als iPhone App zu entwickeln, sei daher ein erster Schritt in die richtige Richtung…

Laut einer von horizont zitierten Studie von Simon-Schuster zum Thema sind rund 80 Prozent der herunter geladenen iPhone-Apps kostenlos. Pro Quartal kauft hiernach ein Nutzer des App-Stores von Apple gerade mal zwei Bezahl-Apps. Für eine App zahlen diese Kunden im Durchschnitt 3,50 Euro. Bei BlackBerry wird nur eine kostenpflichtige App gekauft, die aber durchschnittlich 5 Euro kostet. Grundlage ist eine Online-Umfrage unter lediglich 200 Smartphone-Nutzern (deutlich abweichende Ergebnisse hat u.a. Distimo). Laut Umfrage schafft Apples App Store von allen Mobile App Stores derzeit noch die beste “Conversion” von Interessenten zu Nutzern. Über 90 Prozent der Besitzer eines iPhones oder iPod Touchs kennen den App Store, und fast 80 Prozent haben ihn schon besucht. Von der BlackBerry-Nutzern kennen nur knapp 30 Prozent der befragten Blackberry-Verwender dessen Store (App World bzw. BlackBerry Application Storefront), weniger als ein Viertel haben ihn schon einmal besucht, und noch weniger etwas heruntergeladen.

Zehn Apps haben die Teilnehmer der Studie in den vergangenen drei Monaten im Durchschnitt aus dem Apple App Store heruntergeladen, also rund drei Apps pro Monat. BlackBerry und der dazu gehörige App Store kommen mit rund fünf Apps nur auf die Hälfte der Downloads. Nokia-Smartphones sind in der vorliegenden Studie zwar unterrepräsentiert, doch Nokias Ovi-Store ist bei allen Nokia-Smartphone-Besitzern bekannt. Fast zwei Drittel haben ihn schon einmal besucht.

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