Apps: 2016 ist die Hälfte hybrid
Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden hybride Apps, die ein Gleichgewicht zwischen HTML5-basierten Web-Apps und ursprünglichen Apps halten, bis zum Jahr 2016 mehr als 50 Prozent der mobilen Apps ausmachen. Dafür sei u.a. der BYOD-Trend verantwortlich und der erhöhte Druck auf Unternehmen, mobile Business Apps bereitzustellen, um den mobilen Arbeitsstilen von Mitarbeitern gerecht zu werden.
“Die hybride Architektur ist dabei außerordentlich gut für Anwendungwearen geeignet, die Unternehmen ihren Mitarbeiter bereitstellen können,” ist Van Baker, Research VP bei Gartner überzeugt. Zwar bieten native Apps in den meisten Fällen noch das Optimum an Performance und User Experience, zu ihren Nachteilen im Unternehmenseinsatz zählen jedoch die durch sie bedingte fragmentierte Landschaft aus Entwicklungsumgebungen und Werkzeugen sowie (zu) viele zu pflegende App-Versionen für die Bereitstellung von meist ein und derselben Funktionalität.
Die versprochenen Offline-Fähigkeiten von HTML5 haben bei Web-Apps laut Gartner oft enttäuscht, daher stehen nun hybride Apps vielfach im Mittelpunkt des Interesses. Besonders, wenn es um business-to-employee (b2e)-Apps geht, aber durchaus nicht nur dann: Bekannte aktuelle Beispiele für Hybrid-Apps stammen beispielsweise von Facebook, LinkedIn, Microsofts Bing-App, Netflix oder auch XING (vgl. hierzu auch die besonders nützliche Einführung von Brightcove).
Wie funktioniert das eigentlich?
Hybrid Apps werden nicht in plattformspezifischen Sprachen wie Java oder Objective-C geschrieben. Es werden hierbei viel mehr HTML5-basierte Web-Apps mit einem nativen Container zu einer hybriden mobilen Architektur verbunden, wodurch diese in die jeweiligen Stores wie App Store oder Google Play eingestellt werden können. Der Container gestattet solchen Apps überdies vollständigen Zugang auf die Geräteperipherie wie Sensorik (Kamera, Mikrofon, Beschleunigungssensor, Kompass etc.) aber auch auf Dienste wie Telefonie oder Kontakte.
Warum überhaupt dieser Aufwand?
Weil “mobile” die Voraussetzung für und Grundanforderung an alles wird – sowohl im Consumer- wie im Enterprise-Bereich. Gartner prognostiziert, dass bereits gegen Ende des laufenden Jahres Mobitelefone PCs als Hauptzugriffsmittel auf das Internet abgelöst haben werden. Weiterhin soll bis Ende 2016 der PC-Markt nach Stückzahlen nur noch die Hälfte der kombinierten Absatzzahlen von Tablets und Smartphones ausmachen. “Spätestens dann ist das Zeitalter der durch Windows-PC dominierten Unternehmens-IT vorbei,” verdeutlicht Van Baker.
Gleichzeitig wird sich Zahl und Beschaffenheit der theoretisch zu unterstützenden Plattformen voraussichtlich weiter ausweiten und ausdifferenzieren: Set Top Boxen, Smart-TV Sets und andere connected devices sowie wearable devices (Brillen wie Google Glass, Uhren/SmartWatches) kommen vermehrt hinzu etc. Trotz aller Priorisierungsbestrebungen dürfte dieser Trend durchgängige native Unterstützung schwer bis unmöglich machen.
Während also im Unternehmensbereich hybride Apps das Rennen machen sollen, glaubt Gartner aber an den Durchbruch von beispielsweise rein HTML5-basierenden Web-Applikationen im Nicht-Unternehmensumfeld bis 2015. In zwei Jahren wird sich nach dieser Prognose das Feld wie folgt aufteilen:
Consumer Apps: 40% nativ, 40% hybrid, 20% Web
Business Apps: 10% nativ, 60% hybrid, 30% Web .
Hieraus leiten die Berater die Empfehlung für Firmen ab, Kompetenzen im Bereich hybrider App-Entwicklung aufzubauen bzw. ihre Dienstleister danach auszuwählen – aber auch die Web-(App-)Entwicklung weiterzuverfolgen. Mehr zur Thematik bietet der Report “Predicts 2013: Portal and Web Technologies” der hier erworben werden kann.
Glanzkinder, die Softwarespezialisten für mobile Applikationen, beobachtet heute bereits Ansätze der beschriebenen Trends bei seinen Kunden: Während es noch 2008 (natürlich) ein reines iOS-Business war, hatten die Anfragen und Beauftragungen zum Apple-Betriebssystem bis ca. Mitte 2012 überwogen. Nach kräftiger Zunahme des Interesses an Android in den vergangenen zwei Jahren lassen im laufenden Jahr Interessenten im Bereich Business Apps immer häufiger hybride Lösungen mit Ausprägungen für ein oder mehrere Plattformen anbieten.
Jüngstes Beispiel ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS), für den Glanzkinder eine App zum IGel-Monitor entwickelt hat. Die M-Health-Lösung verschafft schnellen Überblick über beim Arzt angebotene individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), indem ihr Nutzen und Schaden wissenschaftlich bewertet, gegeneinander abgewogen und in einer abschließenden Bewertung seitens des MDS zusammengefasst werden. Die Bewertung reicht dabei von negativ über tendenziell negativ, unklar, bis hin zu tendenziell positiv und positiv.
Darüber hinaus informiert die App über die Preisspanne von IGeL zu den alternativen Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angeboten werden. Alle Informationsangebote werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. IGeL-Leistungen werden auf der Grundlage der Evidenz-basierten Medizin (EbM) beurteilt. Das IGES (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung) hat noch Anfang 2013 attestiert, dass der “IGeL-Monitor des MDS das derzeit umfassendste und auch hinsichtlich der Bewertungskriterien beste Informationsangebot” zur verständlichen Darstellung von Nutzen, Risiken und Unsicherheiten ist.
Die mobile Lösung wurde von Anfang an hybrid entwickelt. Bislang wurden auf dieser Grundlage Free Apps für Android und iOS/iPhone im Bereich Gesundheit u. Fitness veröffentlicht. Die technologische Basis bilden in diesem Fall PhoneGap und das jQuery Mobile Framework. Für iOS und Android kann zu 95 Prozent die identische Code-Basis verwendet werden, Anpassungen wurden nur für die Retina-Unterstützung erforderlich.
Bei allen offensichtlichen Vorteilen dieser synergetischen Programmierweise tauchten zunächst auch kleinere Nachteile auf: Da im Vergleich zu nativen Apps eine Schicht mehr verarbeitet wird, war bei “touch-events”, also Eingaben über den Touchscreen zunächst eine kleine Verzögerung zu beobachten. Doch auch dafür wurde inzwischen ein Workaround gefunden.
Glanzkinder hat auf die oben dargestellte Marktsituation reagiert und inzwischen ein eigenes “Hybrid-Labor” eingerichtet.
Die Computerwoche zur Zukunft mobiler Anwendungen
Developer Week, 24.-27.6.13
Vom 24. bis 27. Juni 2013 soll das NCC Ost in Nürnberg zum Mekka für (App-)Entwickler werden, wenn nämlich die “Developer Week” stattfindet. Die Veranstaltung formt ein organisatorisches Dach für die auch einzeln b(es)uchbaren Veranstaltungen .NET Developer Conference (DDC), Mobile Developer Conference (MDC) und Web Developer Conference (WDC). Federführend bei den MDC-Themen ist die Fachzeitschrift web & mobile developer.
Diese Nerd-Ballung drückt sich zumindest teilweise auch in den Kennzahlen aus:
- 250 Sessions an drei Tagen speziell zu .NET, Web und Mobile Entwicklung
- 200 Experten/Referenten
- 10 Workshops (am 27.06.)
- 25 Aussteller.
Das Programm besetzt Wissensgebiete wie Android, BlackBerry OS, iOS, HTML5, Windows Phone, Frameworks, Cross-Platform-Entwicklung – beispielsweise wird Frank Fischer über die Qualitätssicherung von Android-Apps à la Deutsche Telekom (Developer Garden) referieren. Die Preise für das Kombiticket beginnen bei knapp 1.600 Euro zzgl. MwSt. (Frühbucherpreis bis 15.04.13), 1-Tages-Tickets gibt es ab knapp 600 Euro.
Gartner: Bis 2016 50% aller Apps hybrid?
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner sollen bis zum Jahr 2016 über als 50 Prozent der mobil eingesetzten Applikationen hybride Apps sein – also Lösungen, die Elemente von nativen und Web Apps verbinden.
Management und Mitarbeiter haben stets vermehrt den Anspruch, dass Entwicklung und Einsatz mobiler Apps sowohl das mobile Arbeiten erleichtern und Arbeitsergebnisse verbessern als auch tatsächlich die Kundenbindung verbessern sollten. Hier versprechen laut Gartner Hybrid Apps Vorteile, da sie die relative Plattformunabhängigkeit von HTML5 Apps mit einem nativen Container verbinden, der den Zugriff auf Mobilgerätesensorik, Speicher etc. erleichtern kann. Die Marktforscher raten Unternehmen daher, sich mit Entwickungsumgebungen und Frameworks zu beschäftigen, die den Anspruch haben, native, Hybrid und Web-Applikationen zu unterstützen.
Zwei weitere Prognosen konnten die Consulter ihrer Glaskugel noch entlocken: 1. Noch in diesem Jahr werden wir die ersten vollwertigen 50-Dollar-Smartphones sehen – vermutlich aus chinesischer Produktion und zumindest in Schwellenmärkten.
2. Spätestens 2014 wird Apple von der Unternehmens-IT genau so akzeptiert sein, wie es Microsoft heute ist – u.a. ein Consumerization-Effekt
Mehr dazu im Report “Predicts 2013: Mobility Becomes a Broad-Based Ingredient for Change” der hier erworben werden kann.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Jahresprognosen von Gartner vermittelt ein webinar am 27.02.2013.
Mobiler Zugriff auf Host-Anwendungen
Attachmate stellt Verastream Host Integrator 7.5 vor. Diese Lösung zur Integration von Mainframesystemen soll zusammen mit dem Verastream Process Designer v5 direkten Zugriff auf Mainframe-Applikationen über mobile Geräte und Plattformen ermöglichen. Unternehmen finden hier laut Attachmate die Werkzeuge vor, um die gerade im Allfinanz-Bereich noch breit vertretenen “Legacy”-Anwendungen zu integrieren. Die Connectivity erfolge dabei direkt und ohne Eingriffe in den Applikations-Code über das HTML5-Protokoll.
Die wichtigsten Merkmale laut Hersteller:
- Integrierte HTML5-Unterstützung – “Der Zugriff erfolgt ebenso einfach, wie der auf eine Website, bietet aber die gesamte Funktionalität einer nativen Anwendung”.
- Design-Unterstützung für Tablets – “Ob Desktop- oder Tablet-PCs: Nutzer greifen immer über eine ähnliche Oberfläche auf die Anwendungen zu”.
- Konfigurierbare “Hotspots” – Host-Aktivitäten (oder Tastenfolgen) lassen sich automatisch ausführen und können als Schaltflächen oder Hyperlinks am Display des mobilen Endgeräts angeordnet werden. Mobile Anwender sollen so die Host-Anwendungen über Taps und Wischbewegungen steuern können.
Verastream ist eine zentrale Komponente von Attachmate MobileNow, der kürzlich von Attachmate vorgestellten Mobility-Strategie und Lösungsplattform. Verastream Host Integrator und Process Designer sind ab sofort verfügbar.
Mobility Moves Business 2013
Am 21. März 2013 findet an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt erstmals der Kongress “Mobility moves Business” statt. Die Veranstalter haben das hohe Ziel, mit diesem Event “mobile Softwaresysteme für Unternehmen ein Stück weit besser zu machen”. Dazu sollen Anwender, Anbieter, Wissenschaftler und Studierende zusammen gebracht werden.
Folgende teils leicht tautologisch formulierte Themen werden im Vordergrund stehen und in teilweise parallel ablaufenden Vorträgen und Workshops angeboten:
- Integration mobiler Systeme in ERP-Systeme
- Vorgehensmodelle zur Entwicklung mobiler Systeme
- Potenziale von mobilen Systemen
- Neue Trends und Innovationen.
Vortragstitel wie “Distributed Mobile Scrum – Agile Entwicklung mit Nearshore als strategische Chance”, “Native vs. HTML5 – Wohin geht die Reise der mobilen Entwicklung?” oder “Potenziale von Mobilität – Methodik zur Identifikation mobiler (Geschäfts-)Potenziale klingen allerdings recht vielversprechend. Die Teilnahme kostet 145 Euro (Rabatte für Studierende/Alumni).
mehr Informationen und Anmeldemöglichkeit
SAPs Windows (Phone) 8-Strategie
SAP hat sechs neue SAP-Mobilanwendungen für Windows 8 sowie weitere App-Entwicklungen für die Plattformen Windows RT und Windows Phone 8 angekündigt. Das bei ERP-Anwendungen marktführende Unternehmen gab außerdem bekannt, dass künftig die Entwicklung von Windows-8-Anwendungen auf der SAP Mobile Platform (ehem. “Sybase Unwired Platform”) unterstützt werde. So könne die weit verbreitete Entwicklungsumgebung Visual Studio genutzt werden, um Business Apps auf Basis von HTML5 und JavaScript statt C# zu entwickeln. Die Services der SAP Mobile Platform sollen außerdem verbesserte Sicherheits- und Authentifizierungsfunktionen, die Bereitstellung von Benutzern, Geräten und Apps sowie automatische Benachrichtigungen unterstützen. Um die Entwicklung von Apps mit erweiterten Sicherheitsfunktionen noch einfacher zu gestalten, will die SAP eine Bibliothek für Anmelde- und Authentifizierungsvorgänge unter Windows 8 bereitstellen, die Entwicklern die Unterstützung verschiedener Integrationsoptionen in ihren Apps ermöglicht. Durch die Nutzung der SAP Mobile Platform als Framework sollen die entstehenden Apps auf Anwendungen und Daten sowohl von SAP als auch von anderen Anbietern zugreifen können.
Auch die Sicherheits-Funktionalität der ebenfalls von der übernommenen Sybase stammenden Mobile Device Management-Lösung (MDM) Afaria für die Verwaltung mobiler Endgeräte soll erweitert werden.
Die Windows-8-Ankündigung umfasst folgende Apps:
- WorkDeck ist eine speziell für Windows 8 entwickelte App, sie soll rollenbasierte Workflows zur Verfügung stellen, mit denen Personalverantwortliche auch unterwegs Reise-, Urlaubs- und Beschaffungssanträge genehmigen können.
- Manager Insight soll Mitarbeitern im Personalwesen Einblick in Mitarbeiterprofile gewähren und die Auswertung von Kennzahlen wie Vielfalt der Belegschaft, Mitarbeiterzahlen oder Talente an den einzelnen Standorten ermöglichen.
- Learning Assistant soll Benutzern jederzeit und überall Zugriff auf Online-Schulungen verschaffen.
- SAP Interview Assistant soll Personalverantwortliche bei der Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen unterstützen: Die App bietet die Anzeige von Bewerbungsunterlagen, das Erstellen von Notizen, die Aufzeichnung von Gesprächsergebnissen und direkte Rückmeldungen an die Personalabteilung.
- Customer Financial Fact Sheet soll Vertriebsmitarbeitern und Kundenbetreuern mit der Anzeige von Kundenprofilen und dem Echtzeitzugriff auf Finanzdaten, Rechnungen und wichtigen Kundenaufträgen unterstützen.
- GRC Policy Surveysoll es Mitarbeitern ermöglichen, sich über Änderungen an für sie relevanten Richtlinien zu informieren. Durch die Beantwortung von Fragen können sie außerdem nachweisen, dass sie den Inhalt der Richtlinien verstanden haben (Lernstandsüberprüfung).
Die angekündigten Apps werden die Touch-Bedienung und die Funktionen der neuen Windows-Benutzeroberfläche wie Zoom, Kacheln und Snap-Modus unterstützen.
Registrierte Entwickler können hier hier eine Testversion der SAP Mobile Platform herunterladen.
zum SAP Mobile Apps Partner Center
aktuelle Darstellung zu SAPs In-Memory-Technik HANA und den CRM-Funktionen der SAP Business Suite
MS stellt WP8 vor
Kurz nach dem Marktstart von Windows 8 (Metrobasiertes MS-Angebot für Desktop-Rechner und Intel-basierte Tablets) hat Microsoft im Rahmen einer Pressekonferenz in San Francisco nun auch Windows Phone 8 vorgestellt. In Deutschland sind die neuen Windows Phone-Endgeräte der Hardware-Partner HTC, Nokia und Samsung noch im November unter anderem über die Carrier Deutsche Telekom, O2, Vodafone und E-Plus sowie im Handel verfügbar.
Käufer beispielsweise eines Nokia Lumia 900 mit Windows Phone 7.5 (Mango) erhalten kein Update auf WP8, höchstens ein derzeit noch nicht verfügbares “Feature-Update” 7.8, das einige Funktionen von WP8 auf aktuellsten Modellen nachrüsten soll. Beim Launch in Kalifornien wurden laut heise.de auch nur genau die fünf Smartphones gezeigt, die von HTC, Nokia und Samsung bereits angekündigt worden waren.
WP8 basiert auf den Technologien und Kernkomponenten von Windows 8. Die Smartphones sollen sich daher besonders einfach mit PC, Notebook und Tablet synchronisieren lassen. Auch Daten und Services sollen komfortabel gemeinsam genutzt werden können.
Zu den wichtigsten Verbesserungen von WP8 gehören laut Microsoft die weitergehenden individuellen Einstellungsmöglichkeiten für Endanwender (vgl. Android), die Integration mit neuen und bestehenden Angeboten, wie Xbox Music, SkyDrive, Office Mobile oder Outlook sowie die Entwicklung neuer Funktionen, wie z. B. “Brieftasche” (ein mit separater PIN geschützer Speicherort für Bankdaten, Gutscheine, Finanz-Angebote etc.).
Neue Features von Windows Phone 8 im Überblick:
- Personalisierung
Verbesserte Live App-Kacheln (“Live Tiles”) und Startseite: Alle wichtigen Apps und Informationen lassen sich mit einem Blick erfassen. Der Nutzer kann die Größe und Anordnung der einzelnen Kacheln individuell bestimmen, es passen jetzt bis zu vier Kacheln nebeneinander. Auch wenn das Telefon gesperrt ist, sind individuell wählbare Informationen auf den ersten Blick auf dem Lock Screen sichtbar. - Windows Phone Store
120.000 Apps finden sich aktuell im Store, hunderte kommen täglich neu hinzu. Um die Suche nach neuen Apps zu erleichtern, erhält der Nutzer individuelle Vorschläge, basierend auf den bereits installierten Apps und den Vorlieben anderer Nutzer (vgl. Genius). - NFC
Visitenkarten, Bilder, Songs, Dokumente und andere Inhalte sollen sich zwischen zwei NFC-fähigen, unter WP8 betriebenen Geräten einfach drahtlos austauschen lassen. - Back-up und Wiederherstellung
Die wichtigsten Einstellungen und Nachrichten lassen sich automatisch in der Cloud sichern und wiederherstellen (vgl. iTunes, iCloud). - Integration in die Microsoft Welt
WP8 enthält eine Mobilversion des Browsers Internet Explorer 10 mit HTML5-Unterstützung und Hardwarebeschleunigung.
Die Integration des SkyDrive-Services unterstützt die Echtzeitsynchronisation von Musik, Videos und Dokumenten in der Cloud.
Integriert ist auch der Service Xbox Music mit 30 Millionen Titeln, die durchsucht, gestreamt und heruntergeladen werden können.
Gartner: Top-Thema Mobile
Laut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner zählen gleich drei Mobile Business-Themen zu den Top 10 Strategic Technology Trends for 2013:
- 1. Mobile Device Battles
Gartner prophezeit, dass schon im kommenden Jahr Mobiltelefone PCs als häufigstes Werkzeug für den Web-Zugriff überholen. 2015 sollen bereits 80 Prozent aller in reifen Märkten abgesetzten Mobiltelefone Smartphones sein. Dabei glauben die Auguren an einen Marktanteil von maximal 20 Prozent für Microsoft-Betriebssysteme (Windows Phone). 2015 soll laut dieser Prognose der Tablet-Absatz bereits die Hälfte des Absatzes von Mobil-PCs (Laptops, (Sub) Notebooks) erreichen. Auf diesen Tablets installiert sieht Gartner in dieser Reihenfolge a) iOS, b) Android und c) Windows 8, ohne sich auf konkrete Marktanteile festzulegen. Gartner spricht sich dafür aus, dass sich Unternehmen mit Windows 8 beschäftigen, glaubt jedoch aufgrund von Consumerization-Effekten nicht an eine schnelle Verdrängung des iPads durch Windows 8 (RT) Tablets. - 2. Mobile Apps und HTML5
Der Markt für Werkzeuge und Entwicklungsumgebungen zur Programmierung von Endverbraucher und Business Apps ist komplex und mit über 100 Anbietern unübersichtlich. Gartner glaubt nicht an die baldige eindeutige Dominanz eines Anbieters für alle Typen von Mobilen Anwendungen wie Nativ,
b) Hybrid, HTML5-basierende Apps bzw. Web-Applikationen. Auf lange Sicht erwartet Gartner einen mengenmäßigen Trend weg von Nativen hin zu Web-Apps, wobei Native Apps voraussichtlich auf absehbare Zeit die performantere Anwendererfahrung mit mehr Funktionalität bieten werden. - …
- 4. Enterprise App Stores
Auch die Welt der Enterprise App Stores wird absehbar vielgestalter und damit komplizierter was Authentifizierung, Lizenzmodelle und vor allem Bezahlprozesse angeht. Gartner sagt daher voraus, dass ab ca. 2014 Organisationen verstärkt auf eigene App Stores setzen werden.
26. Medientage München
Im Fokus der 26. Medientage München (24. bis 26. Oktober) steht das Fernsehen in all seinen Facetten, also einschließlich der “Second Screen”-Thematik und den Interaktionsmöglichkeiten von Web und TV. Am zweiten Kongresstag werden insbesondere die Themen Apps on TV (werden Apps die TV-Szene genau so revolutionieren, wie sie das mit dem Mobilfunkmarkt getan haben?) bzw. Social TV Apps (auf Basis einer Untersuchung von Mücke, Sturm & Company) behandelt.
Eine ganze Reihe von Panels widmet sich “allen Aspekten des Connected TV”, dabei wird z.B. Christian Witt zu den neuesten Entwicklungen bei Google TV Stellung nehmen (“TV-Plattformen der Zukunft”).
Weitere Vorträge oder Panels fragen “Mobile First? – Die Kraft der mobilen Werbung” (moderiert von Heike Scholz), “iBooks, HTML5-Apps, Tabzines – Wohin entwickelt sich der Tablet Publishing Markt?” oder “Zukunftsmarkt Mobile Payment – Heißt das neue Zauberwort “Near Field Communiction” (NFC?”). Die Teilnahme kostet ab 200 Euro (1 Tag, zzgl. MWSt.)
Cortado: “MDM produktiv machen”
Der neue Corporate Server 6.0 kombiniert laut Anbieter Cortado die sichere Geräteverwaltung mit “produktiven Desktop-Funktionen inklusive Dateizugriff”. Die MDM-Lösung verwaltet mobile Endgeräte unter iOS, Android, BlackBerry OS sowie Windows Phone.
Wenn es um den Einsatz mobiler Geräte im Unternehmen geht, greifen aktuelle MDM-Systeme laut Cortado oft zu kurz, denn ihr Fokus liege im wesentlichen auf der Verwaltung, nicht jedoch auf dem effizienten Einsatz der Geräte. Einen anderen Ansatz verfolge ihr neues Produkt. Es liefere nicht nur ein MDM, sondern integriere Smartphones und Tablets zugleich so in die Unternehmens-IT, dass Mitarbeiter mit ihren Geräten produktiv arbeiten können. So biete die Lösung neben dem Dateizugriff unter anderem den Abruf von Datenbankberichten, umfangreiche Funktionen zur Dateiverwaltung, E-Mail-Versand sowie Druck- und Faxfunktionen. Da ein Großteil der Funktionen serverseitig ausgeführt wird, bleibe überdies der Datentransfer überschaubar.
Sicherheitsaspekte
Anders als abgeschottete Containerlösungen, die das Verlagern wichtiger Unternehmensdokumente in Cloud-Dienste wie Dropbox & Co. provozieren, ist der Cortado Corporate Server laut Anbieter so offen und Consumer-orientiert gestaltet, dass beim Nutzer kein Bedürfnis für einen Workaround und für eine Verlagerung in unkontrollierte Cloud-Dienste entsteht.
Ein End-to-End-Sicherheitskonzept ermöglicht – im Unterschied zu aktuellen VPN-Systemen – die lokale Verschlüsselung der Dokumente auf dem Endgerät und im Ernstfall das Löschen der Dateien.
Die neue Web-Management-Oberfläche beruht auf HTML5 und kann über einen aktuellen Browser quasi von überall aus bedient werden. Darüber hinaus soll die vollständige Integration in das Active Directory dafür sorgen, dass alle Benutzeraktivitäten so erscheinen, als wären sie vom normalen PC aus ausgeführt worden. Sie werden durch Audit-Trail protokolliert und erfüllen damit aktuelle Compliance-Anforderungen.
Pricing
Cortado Corporate Server für fünf Nutzer inklusive Update Service kostet 795 Euro, für jeden zusätzlichen Nutzer kommen 97 Euro hinzu. Alternative zum Kauf: Der Mietpreis für den Cortado Corporate Server beträgt inklusive Update Service pro Nutzer und Monat 3,97 Euro (Mindestlaufzeit: 12 Monate; Mindestabnahme: 30 Nutzer).