Entwickler: Android bald beliebter als iOS?
Big Screen zitiert Umfrageergebnisse von Ovum: “Googles Mobilbetriebssystem Android wird im Laufe dieses Jahres zur bevorzugten Plattform für App-Entwickler und am bisher dominierenden Konkurrenten iOS vorbeiziehen. Davon geht das britische Marktforschungsunternehmen Ovum aufgrund einer Entwicklerumfrage zur Programmierung von mobilen Apps aus. Das werde aber nicht bedeuten, dass die Entwickler Apples iOS den Rücken kehren werden, führt Ovum weiter aus. Die Marktforscher erwarten, dass nahezu alle Entwickler zukünftig beide Plattformen bedienen werden (wie Glanzkinder dies seit Jahren tut, d. Red.).
iOS gelte aber nach wie vor als lohnenswertere Lösung für Entwickler, um Geld zu verdienen. So erschienen Apps in der Regel zunächst für iOS und erst dann für andere Plattformen. Allerdings würden auch Entwickler, die sich bisher auf das iPhone konzentrierten und Android wegen der geringeren Einnahmemöglichkeiten außer Acht ließen, künftig nicht mehr am steigenden Marktanteil der Google-Plattform vorbeikommen, erläutert Ovum.
Insgesamt haben Android und iOS im Smartphone-Markt eine deutliche Vorrangstellung gegenüber anderen Plattformen. Laut der Umfrage zeigen App-Entwickler aber zunehmend auch Interesse an Windows Phone und BlackBerry OS. Sowohl Microsoft wie auch Research in Motion (RIM) bemühen sich bereits seit längerem, App-Entwickler für ihre Plattformen zu gewinnen. Die Anstrengungen tragen offenbar die ersten Früchte. Nun müssten die Unternehmen aber auch noch Kunden überzeugen, so Ovum.
Die Umfrage der Marktforscher ergab außerdem erstaunlicherweise, Entwickler würden zunehmend auf Cross-Platform-Entwicklungsumgebungen und -Tools verzichten. So spielten etwa Java, WAP oder Flash (kein Wunder, nach dessen Abkündigung seitens Hersteller Adobe, d. Red.) eine immer kleinere Rolle. Stattdessen gehe der Trend nun zu webbasierten Standards wie etwa HTML5.”
zur Ovum-Pressemitteilung
“Sicheres Social Networking im Unternehmensnetz”
IBM macht laut eigener Aussage seine Social-Networking und Collaboration-Software “im großen Stil für Mobilgeräte verfügbar”. Insgesamt acht neue Tools für Echtzeit-Zusammenarbeit, Social-Networking, Online-Meetings und anderes stehen laut Pressemitteilung “ab sofort in den bekannten App Stores zum Download bereit. Mit ihnen können Business-Anwender die IBM Software auch jenseits der Firewall sicher mit dem eigenen Tablet oder Smartphone nutzen.”
Dieses neue Angebot von IBM springt auf den “Bring your own Device”-Zug auf (BYOD), bei dem die Mitarbeiter auch mit ihren Privatgeräten im Unternehmensnetz arbeiten. Laut einer IBM-Studie erlauben 73 Prozent der Geschäftsführer weltweit die Nutzung eigener Geräte im Unternehmen.
Die neuen Apps sollen u.a. ff. ermöglichen:
- Social Networking mit dem iPad: Kunden der kostenpflichtigen IBM Connections können mit einer Free App auf ihrem iPad Dokumente bearbeiten.
- LotusLive Meetings dient Online-Meetings via Tablet. Diese App ist neben iOS auch für Android und BlackBerry OS erhältlich. Nutzer können damit Präsentationen anschauen und mit anderen teilen, chatten und sich zu Wort melden. Nutzer von Sametime-Nutzer sollen außerdem browserbasierte Meetings von ihrem iPad oder Android-Tablet aus führen können.
- Anwender von Lotus Symphony Viewer sollen mit der neuen App ODF-basierte Dokumente, Tabellen und Präsentationen auf ihrem iOS- oder Android-Gerät einsehen können.
- IBM Lotus Notes Traveler unterstützt ab sofort Widgets, mit denen Android-Nutzer auf ihrem Home-Bildschirm schnell auf Mail und Kalender zugreifen können. Personen, die im Kalender auftauchen, lassen sich einfach per Klick anrufen (CTI).
Zudem bietet IBM neue Tools für Entwickler: Die ab sofort auf der developerWorks-Website verfügbare Mobile Technology Preview soll wie folgt bei App-Programmierungen unterstützen: It “helps foster innovation and explores the capabilities that are needed to build mobile applications that extend and integrate into the Enterprise. Initial intentions are to focus efforts on open standards, such as HTML5, JavaScript and CSS3.”
Tablets, App-Programmierung u. Stores sind Top 10-Themen
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat erneut “die zehn wichtigsten strategischen Technologien und Trends für einen Großteil der Unternehmen” im kommenden Jahr aus seiner Sicht definiert. Als strategisch definiert Gartner dabei eine Technologie, die das Potenzial hat, in den kommenden drei Jahren signifikanten Einfluss auf die Unternehmen auszuüben. Signifikanterweise haben die Consulter Tablets, Apps und App Stores in den Top-10-Strategiekanon für 2012 aufgenommen.
- Media Tablets: Anwender können beim Mobile Computing unter einem wachsenden Angebot wählen – auch was den Formfaktor betrifft. Die Analysten glauben, dass auf absehbare Zeit keine Betriebssystemplattform, keine Größe und kein Hersteller allein dominant sein wird, so dass sich Unternehmen darauf einstellen sollten, bis 2015 ihre kritischen Anwendungen auf “two to four intelligent clients” zu unterstützen – prächtige Zeiten für die App-Programmierung! Allerdings wird auch HTML5 eine große Zukunft vorhergesagt. Die Hälfte der Lösungen, die 2011 als Native Apps realisiert werden, sollen bis 2015 als Web-Apps programmiert werden.
Organisationen benötigen laut Gartner zwei Mobil-Strategien: a) eine für Business-to-Employee (Mitarbeiter, b2e), b) eine für Business-to-Consumer (b2c). - Gartner prophezeit überdies, dass sich das Nutzerinterface-Paradigma fundamental ändern wird: Von Fenstern, Icons und tabellarischen Menüs hin zu Gestensteuerung, Touch, Sprachsteuerung (vgl. “Siri”), verbesserter Suche und Video.
- Mobile App Stores: Bis 2014 werden laut diesem Forecast pro Jahr über 70 Millarden mobile Anwendungen aus Mobile App Stores heruntergeladen. Dabei soll sich der Fokus zunehmend von einem reinen Endverbraucher- zu einem auch-Unternemens-Einsatz-Phänomen verschieben, woraus auch Unternehmens-App Stores resultieren.
Weitere Top 10 Technogies and Trends: “Internet of Things” (IoT; inklusive u.a. Near Field Communication [NFC] und Bilderkennung/-verarbeitung); Green IT; Cloud Computing.
Eine weitere interessante Gartner-Prognose besagt, dass Unternehmen bis zum Jahr 2015 50 Prozent ihrer Internetverkäufe über ihre Social Media-Auftritte und ihre mobile Apps generieren werden.
Adobe schließt Lücke mit PhoneGap
Adobe Systems hat im Rahmen der Adobe-Konferenz MAX 2011 eine Vereinbarung zur Übernahme von Nitobi Software bekanntgegeben, dem Erfinder von PhoneGap und PhoneGap Build. PhoneGap ist eine vielversprechende Open Source-Technologie zur einfachen Entwicklung mobiler “Cross-Plattform Apps” auf Basis von HTML5 und JavaScript. Die Akquisition wird voraussichtlich bis Ende Oktober 2011 abgeschlossen sein, Details der Übernahme wurden nicht bekanntgegeben.
Künftig können Entwickler also zwischen zwei Adobe-Lösungen zur Entwicklung von nativen Cross-Plattform Apps wählen: der Umsetzung auf Basis von HTML5 und JavaScript mit PhoneGap oder dem Einsatz von Adobe Flash über Adobe AIR. Das PhoneGap Open Source Framework wurde bis dato schon über 600.000 Mal heruntergeladen und laut Adobe zur Erstellung “vieler Tausend Applikationen” genutzt, die in mobilen App Stores für Geräte auf Basis von iOS, BlackBerry und anderen Betriebssystemen erhältlich sind.
“Wir sind außerdem begeistert, bekanntgeben zu können, dass der PhoneGap-Code an die Apache Software Foundation übergeben wurde”, sagte auf der MAX Dave Johnson, Chief Technology Officer bei Nitobi. “Die Apache Software Foundation ermöglicht es den Teilnehmern an ihrem Modell, gemeinsam an der Entwicklung von Open Source-Produkten zu arbeiten.”
Lesetipp: smart developer
Schon erstaunlich, was sich im Markt der auf das Mobile und mithin Digitale fokussierten Printblätter derzeit tut. Man könnte ja meinen, dass sich gerade die Klientel der Entwickler über diesen vielleicht schnellsten aller Märkte primär online – und dies zunehmend auch mobil – informiert. Dennoch gibt es ab sofort für die Nische “Entwickler für Mobile” sogar eine Alternative zum Mobile Developer. Diese steht unter dem Namen “Smart Developer” im gut sortierten Zeitschriftenhandel und kommt aus dem Hause Linux New Media AG (vgl. u.a. Print: Linux_Magazin, Admin, Linux User UbuntuUser; Online: linux-community.de). Wir haben uns Ausgabe 02/11 zu Gemüte geführt.
Das 100 Seiten starke Magazin irritiert ein wenig mit seiner im Bereich News von anderen Heftteilen deutlich abweichenden Typo und 3spaltigem Layout. Die sonstige Gestaltung ist unauffällig und nur selten mißglückt (ein Info-”Kasten” füllt S. 51 fast kpl.). Druck und Papier sind gut. Die testgelesene Ausgabe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Trendthema plattformübergreifende Programmierung. “Programmieren Sie plattformunabhängig mit HTML5 & Co.” lockt denn auch die Titelzeile auf dem Cover. Im Schwerpunkt werden die GUI-Library Jo und die wirklich sehr interessante JavaScript-Library Phonegap im Detail und mit vielen Code-Beispielen vorgestellt (S. 12-18).
S. 20-23 gehören der Programmiersprache Monkeycoder, ein weiterer Beitrag von einem bei United Planet tätigen Autoren beschäftigt sich mit “Mobile Business Apps” nur aus dem Intrexx-Blickwinkel. Weitere vier Seiten verwendet die Ausgabe auf Smartphone Apps mit IBM EGL. Da hätten wir bei diesem Fokus-Thema Infos zu verbreiteten und vielversprechenden Ansätzen wie den von Sencha,
Appcelerator, Rhomobile,
MoSync oder natürlich Adobe vorgezogen.
In der Rubrik Hardware treten das Dell Venue Pro mit Windows Phone 7, Motorola Defy, HTC Desire HD, Huawei Ideos X5 sowie das Samsung Wave II ins Rampenlicht.
Sehr zielgruppenorientiert wirkt “Diese fünf iPad Apps sind Pflicht für Entwickler” aus der Rubrik Praxis, das beispielsweise iMockups empfiehlt. Dem Blick über den iOS- und-/oder Android-Tellerrand heben soll “Apps für MeeGo entwickeln” von einer Intel-Mitarbeiterin (S. 47-49). Warum dieser Artikel nicht in der Folgerubrik Entwicklung untergekommen ist, wird nicht ganz deutlich, zumal er auch Listings enthält. “Gesichtserkennung mit Bada” ist das Thema von S. 66-70, das deutlich über ein “Hello World” hinausgeht. Beiträge zur Programmierung mit ActionScript für das BlackBerry PlayBook, zur WebOS-Entwicklung mit Ares und 3D-Grafik mit OpenGL für Android runden die so inhalts- wie abwechslungsreiche Rubrik ab. Die Heft-DVD enthält SDKs zu Android, Bada (1.2.1), MeeGo (1.2) WebOS (2.1) sowie Qt-Nokia.
Die Einzelausgabe kostet 7,90 Euro, das Jahresabo 26,90 Euro in der Print-Version (4 Ausgaben + 4 DVDs) oder 23,90 Euro als Digital Subscrition (PDFs). Fazit: Beobachtenswerte Bereicherung des Spektrums.
mehr Infos und Bestell-Möglichkeit
Studie: Mobile Ads
In einer aktuellen Sudie erklärt MediaMind (ehem. Eyeblaster), wie mit Mobile Display Advertising die Performance von Werbekampagnen gesteigert werden kann. Noch bis vor ein paar Jahren spielten laut Studienautoren mobile Endgeräte in der Kampagnenplanung keine große Rolle. Aber innerhalb kurzer Zeit hat sich Mobile Advertising vom vernachlässigten Rand zum Mainstream für Werber entwickelt, denn mit Mobile-Werbung erreichen werbetreibende Unternehmen bereits heute jeden dritten Verbraucher. Unterstützt wird die Aufmerksamkeit der jungen Disziplin auch durch die Erkenntnis, dass Mobile Advertising eine bessere Performance und einen besseren ROI erzielen kann. Daher mag es nicht überraschen, dass sich die Ausgaben für Mobile Advertising bis zum Jahr 2014 verdoppeln und dann mit über 2,5 Milliarden US-Dollar 7,5 Prozent der Gesamtausgaben für Online-Werbung ausmachen werden werden (so eine eMarketer-Studie). Laut eMarketer wird der Anteil der Smartphones unter den Handys von derzeit 31% auf 43% bis 2015 steigen. Laut comScore nutzen schon heute 34,4% der US-Amerikaner und 28,8% der Europäer ihr Handy für mobilen Internetzugang.
Mittlerweile erreichen werbetreibende Unternehmen bereits jeden dritten Konsumenten, der ein Smartphone besitzt, mit mobiler Werbung.
Wie in den ersten Jahren des Browser Display Advertisings, führen nun die Innovationen im Mobile Display Advertising zu höheren Response-Ergebnisse durch die Nutzer. Mobile erreicht die höchsten Performancewerte aus Displayanzeigen in Bezug auf die Klickrate und hängt damit Standardbanner weit ab. Mobile Display übertrifft auch browserbasierte Banner in Bezug auf die Branding-Effekte.

Mit der Studie will MediaMind die besten Wege aufzeigen, wie Werbetreibende den bestmöglichen Wert aus ihrer Mobile-Kampagne schöpfen können. Dazu werden Fragen gestellt – und beantwortet – wie:
- Wie schlagen sich Mobile Ads im Vergleich zu “normaler” Online-Werbung?
Antwort: Mobile-Anzeigen übertreffen bereits heute browserbasierte Standardanzeigen. - Welche Betriebssysteme erzielen die höchste Click Through Rate?
Eine Antwort: Die mit iOS-Geräten erzielte Klickrate ist fast doppelt so hoch,
wie die mit Android-Betriebssystemen. - Welche Konsumenten klicken öfter: iPhone- oder BlackBerry-Nutzer? Antwort: Das iPhone liefert die höchste Klickrate und BlackBerry die niedrigste.
- Wirkt Mobile-Werbung in den Abendstunden besser als in den Mittagsstunden? Antwort: Die Zeitspanne mit der höchsten Klickrate für Mobile-Werbung ist von 19 Uhr bis Mitternacht
- Welche Branchen sind besonders Mobile Ads-affin? Einzelhandel und Unterhaltung sind die Branchen mit der höchsten Klickrate.
- Was ist bei auf Tablets zielender Werbung zu beachten? Beim iPad müssen die Werbetreibenden die Leistungsfähigkeit des HTML5-Formats, statt Flash, voll
ausschöpfen, um wirksame visuelle Anzeigen zu erstellen.
Download der Studie (PDF)
Zusammenfassung der Studienergebnisse als Video
Verbandsarbeit macht mobil: ZVEI u. Storage Consortium
Der kräftige Rückenwind im Mobile Business hat auch für Verbände die Anforderungen verändert: die Präsenz in den wichtigsten Mobile App Stores und natürlich auf den Handsets relevanter Anwender ist unverzichtbar geworden u.a. zur Kanalisierung der Interessenlagen der Verbandsmitglieder, zur Information, aber auch um neue Mitglieder zu gewinnen. Gleich zwei wichtige Hightech-Verbände sind in diesen Tagen mit vom App-Systemhaus Glanzkinder entwickelten Apps zunächst für die iOS-Plattformen an den Markt gegangen. Beide Apps stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Die neue iPhone App des Storage Consortium richtet sich an mit “Storage” befasste IT-Professionals. Ihnen wird nun auch von unterwegs der direkte Zugriff auf aktuelle Informationen zu Produktankündigungen, Strategiepapieren, Podcasts und Videoaufzeichnungen von Fachkonferenzen geboten. Das Storage Consortium adressiert speziell das Thema “Speicher(Netzwerk-) Infrastrukturen für Rechenzentren”.
Zu den derzeitigen “Content- und aktiven Kooperationspartnern” gehören Bull, Cisco, Fujitsu, F5, IBM, NetApp, Quantum und riverbed.

Die Funktionsbereiche der App aus der Kategorie Nachrichten:
- News: Durch die Auswahl in der Newsübersicht gelangt man direkt zum selektierten Fachartikel auf storageconsortium.de;
- Podcasts: Hier lassen sich die aktuellen Podcasts des Storage Consortium in der Übersicht auswählen und als Audiodatei abspielen;
- Videos: Die App bietet direkten Zugriff auf die HTML5-Seite, in der die jeweils letzten Vorträge der Storage Consortium-Anwenderkonferenz als Bild- und Tondatei aufgezeichnet werden. Die Vorträge von Anwendern und Herstellern sind zwischen 30 und 45 Min. lang und geben einen kompakten Überblick zu Themen wie z.B. Speichervirtualisierung, Daten-DeDuplizierung oder kosteneffiziente Desaster Recovery-Maßnahmen; ferner besteht Zugriff auf die Vorträge der Referenten im PDF Format.
Die offizielle App des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. – lädt nun auch auf iPhone und iPad dazu ein, den Verband und sein Engagement für die deutsche Elektroindustrie näher kennenzulernen. Die ZVEI-App der Kategorie Wirtschaft liefert stets aktuell die entscheidenden Informationen, Publikationen, Videos und Meldungen über eine der größten und wichtigsten deutschen Branchen.

Integriert ist beispielsweise der ZVEI-Jahresbericht 2010/2011. Unter dem Titel “Vernetzt(e) Welten gestalten. Zukunft sichern” dokumentiert dieses Dokument die Leistungsstärke der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Weitere Bereiche:
- ZVEI-Mitteilungen – das Mitgliedermagazin des Verbands, erscheint allmonatlich – seit 1951! Neben der traditionellen Papierversion gibt es die Mitteilungen nun auch aufbereitet in dieser Universal App. Geboten werden Berichte aus dem Verbandsleben, Konjunktur- und Steuernachrichten, Messeberichte sowie Informationen und Kommentaren zu wichtigen technologischen oder politischen Veränderungen, ergänzt durch Reportagen oder Interviews;
- Presseinformationen;
- Video-Podcasts.
Der ZVEI ist einer der großen, bundesweit agierenden Wirtschaftsverbände. Er vertritt die wirtschafts-, technologie- und umweltpolitischen Interessen von rund 1.600 Mitgliedsfirmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.
Mobile BI Nr. 1: Information Builders
Business-Intelligence (BI)-Anwendungen, die bislang Workstations, PCs und Notebooks mit großen Bildschirmen vorbehalten waren, gelangen zunehmend auch auf mobile Endgeräte, vgl. etwa die hier bereits vorstellten Lösungen von MicroStrategy oder arcplan. Nun stellt auch Information Builders (IB) mit WebFOCUS Mobile BI ein Angebot für Smartphones und Tablets bereit, das “alle bedeutenden Smartphone- und Tablet-Plattformen” unterstützt. Die dazu benötigte Basistechnologie WebFocus Active Technology unterstützt die gerätespezifischen Bildschirmmenüs, Steuerelemente und HTML5 und soll so auf BlackBerry, unter Android betriebenen Smartphones und Tablets sowie unter iOS (iPhone, iPad) eingesetzt werden können. Auf dieser Basis sollen Entwickler “Berichte, Dashboards und Web-Applikationen” selbst erstellen können, die “sich problemlos an die jeweiligen Bedienoberflächen mit Touchscreens etc. anpassen lassen”.
Eine Automatic-Device-Detection-Funktion (vulgo: Browser-Weiche) soll sicherstellen, dass sich die Benutzeroberfläche automatisch an die jeweiligen mobilen Endgeräte und Browser anpasst: beispielsweise mobile Safari oder Opera. Mit den resultierenden Mobile-BI-Lösungen sollen Anwender online wie offline ortsunabhängig Businessinformationen auf ihren mobilen Endgeräten sichten, detailliert analysieren und ändern können. Ermöglicht wird dies laut Pressemitteilung durch eine standardmäßig in einer Applikation eingebettete Analyse-Engine. “Im Gegensatz zu anderen Mobile-BI-Lösungen werden dazu keine zusätzlichen Softwarelizenzen oder ein separater Mobile-Server benötigt”, heißt es weiter. Bedingt durch eine innovative Benutzeroberfläche können die Anwender laut IB mittels einer Chart Engine selbst auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm Grafiken aus den Geschäftsdaten erstellen, ohne auf vorgefertigte Schaubilder angewiesen zu sein. Mit Mobile Faves gibt es auch bereits eine Native App für iPhone u. iPad (Universal App) in Apples App Store.
IB Marktführer bei Mobile BI laut Dresner Report
Das Marktforschungsunternehmen Dresner Advisory Services hat in seiner aktuellen Studie Mobile Business Intelligence zum Einsatz von Business Intelligence auf mobilen Endgeräten das entsprechende Angebot von 20 Anbietern analysiert. Dabei wurde Information Builders u.a. aufgrund der “Unterstützung aller bedeutenden Smartphones und Tablets”, der “nahtlosen Integration in die mobilen Plattformen” und “das umfangreiche Spektrum von BI-Funktionen für mobile Endgeräte” als Marktführer bei Mobile BI eingestuft – auch wenn dies doch wohl sämtlich mehr Kriterien für eine Technologieführerschaft wären.
Dresner Advisory Services ist ein unabhängiges Marktforschungsunternehmen und Analystenhaus. Gründer und Inhaber ist Howard Dresner, ein ehemaliger Gartner-Analyst, der den Begriff “Business Intelligence” in den Neunziger-Jahren populär machte.
Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft
Laut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.
Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:
- Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
- Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
- Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
- M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
- Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
- Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
- Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
- Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
- Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
- Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.
Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.
HTML5 Entwickler Framework via M-Way
Unternehmen, die Apps einsetzen wollen, scheuen manchmal den mittlerweile durch die Vielzahl von unterschiedlichen Plattformen (iOS, Android, WP7, etc.) ständig steigenden Aufwand, für jedes mobile Betriebssystem entwickeln zu lassen. Sollen alle bedient werden, so treibt dies Aufwand und Kosten erheblich in die Höhe.
The-M-Projekt hat nun ein neues und offenes HTML5 Entwicklungs-Framework auf Java Script Basis vorgestellt. Innovativ dabei soll sein, dass sich das Framework komplett auf den Mobilen Kanal ausrichtet und somit eine Basis für die plattformübergreifende Entwicklung für mobile Applikationen ist. Die so entwickelten Apps sollen daher in Anwendung und Aussehen einer nativen Applikation gleichen.
Resultieren sollen browserbasierten HTML5- bzw. Web-Applikationen für alle Smartphone Segmente. Via HTML5 entstehen laut Anbieter Web-Apps, die nicht nur auf sämtlichen Smartphones und Tablet PCs optimale Inhalte anzeigen, sondern auch spezielle Design und Nutzungselemente liefern und mit Einschränkungen sogar offline genutzt werden können.