Notes Business Apps via iPhone nutzen
IBM stellt eigene Groupware-Lösungen für sicheren Zugriff auf E-Mail, Kontakte und Kalender via Smartphones – u.a. auch per iPhone App – bereit. Doch bekanntlich haben Notes- und Domino-Anwender oft erhebliche Investitionen in ihre teils selbst entwickelten Geschäftsanwendungen auf dieser Plattform getätigt.
Ein als kostenlose iPhone App erhältlicher Connector des IBM Premium-Partners ebf sorgt dafür, dass immerhin Notes-basierte Prozesse wie Urlaubsanfragen, Bestellungen, Investitionsanträge oder Kundenmanagement nun auch über das iPhone laufen können. Projektmanager oder Außendienstmitarbeiter können diese dann bequem von unterwegs aus nutzen und sind auch ohne ihren Bürorechner stets handlungsfähig.
Das Haustechnik-Unternehmen Wilhelm Koch konnte auf diese Weise bereits seine Geschäftsprozesse beschleunigen. Bestellungen für den IT-Bedarf beispielsweise geben die Nutzer über eine Notes-Anwendung auf. Den für die Bearbeitung zuständigen Mitarbeiter erreicht diese auf seinem iPhone, mit dem er den Vorgang gleich weiter bearbeiten kann. Dadurch reduziert die Wilhelm Koch GmbH die Latenzzeiten, die dadurch entstehen, dass ein Mitarbeiter vorübergehend keinen Zugriff auf seinen Computer oder sein Notebook hat. Die Geschäftsprozesse können so schneller durchgeführt werden, der Gesamtbetrieb gewinnt an Effizienz. Auch Julitec, die Westfälische Provinzial Versicherung, die AOK oder die Intercontinental Gruppe nutzen den ebf.connector bereits.
Greift der Mitarbeiter mit seinem iPhone auf eine Lotus Notes-Anwendung zu, so wandert die Anfrage über das mobile Internet auf den ebf.connector-Server. Dieser tauscht über das DIIOP-Protokoll die entsprechenden Daten mit den IBM Lotus Notes-Anwendungen aus. Der Datenaustausch wird dabei durch mehrere Sicherheitsstufen wie VPN-Verschlüsselung und eine Firewall geschützt.
Der ebf.connector 5 verbindet Lotus Notes Anwendungen mit dem iPhone ab Firmware 2.2.1. Lotus Traveler 8.5.1 stellt die Lotus Notes PIM Daten, Termine, Kontakte und E-Mails auf dem iPhone zur Verfügung. Der ebf.connector verbindet neben Lotus Notes u.a. auch:
SAP ab Version R/3, IBM Lotus Domino, IBM DB2, Microsoft Exchange 2003/2007, MS SQL Server, MS-Dynamics, MySQL, Oracle, Siebel, Sybase etc.
Lotus: Sichere E-Mail f. Android, iPhone u. Nokia Smartphones
Zur Lotusphere hat IBM bestehende Angebote der Lotus Collaboration Software und sicherer E-Mail-Lösungen für Nutzer von Smartphones in Unternehmen erweitert. Als nach eigenen Angaben erstes Unternehmen unterstützt IBM “noch in diesem Jahr Android in den Versionen 2.0 und 2.1, also auch das neue Google Smartphone Nexus One”.
Die für Notes-Kunden kostenlose Software Lotus Notes Traveler wird dieses Betriebssystem in seiner nächsten Version unterstützen. Darüber hinaus ist die iPhone App Lotus Notes Traveler Companion ab sofort im App Store erhältlich. Sie bietet verschlüsselte E-Mail-Funktionalität für alle Nutzer, die ihre E-Mail, Kontakte und ihren Kalender über Lotus Notes Traveler in der Version 8.5.1 oder höher synchronisieren.
Voraussichtlich Ende 2010 wird es auch eine neue Version von Lotus Sametime für Nokia Symbian Smartphones geben, mit der die Nutzer Präsenzdienste sowie “Click-to-Call” von Lotus Sametime Unified Telephony aus dem Adressbuch heraus nutzen können.
iTunes-Link zum Traveler Companion
Event: i-meeting ’09
Auf der Veranstaltung “i-meeting ’09 – Die OS X Business Konferenz” werden namhafte Unternehmen wie Axel Springer Verlag, Focus Magazin Verlag und Serviceplan über den Einsatz von Apple OS X bzw. Mac und iPhone in der Praxis berichten. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei dem Beitrag von Axel Springer zuteil, da der Großverlag für das gesamte Unternehmen eine Migration zu Apple OS anstrebt. Experten-Vorträge und Produktvorstellungen ergänzen die drei Anwender-Beiträge.
Zum Start der Konferenz, am 9. November, wird mit knapp 20 Ausstellern und Programm-Partnern sowie einem über 15 Beiträge umfassenden Vortragsprogramm gerechnet. Zur Partner-Liste auf der OS X Business Konferenz 2009 gehören nicht nur Anbieter im Mac OS Markt wie z.B. brainworks, HSD, Intego, Kerio und der Hauptsponsor Parallels, sondern auch Key Player der globalen ITK-Branche wie IBM, Microsoft und T-Mobile sowie spezialisierte Systemhäuser, darunter der SAP Partner UNIORG. Veranstalter ist die Münchner SBG|28 GmbH, die 2007 im Auftrag von Expomedia Events GmbH die Messe “MacLive Expo” mit mehr als 10.000 Besuchern vermarktet hat.
Im Vordergrund des Konferenzprogramms steht die Migration von Microsoft Windows zu Apple OS X (“Snow Leopard”) bzw. von “BlackBerry” und Co. nach iPhone OS. Veranstaltungsort ist das Radisson Blu Hotel in unmittelbarer Nähe zur Messe Köln.
Am ersten Konferenztag dominiert das Thema Mac OS Client/Server die Agenda. Am 10. November geht es um die iPhone-Integration in Unternehmen sowie die Anbindung an bereits bestehende Connectivity- und Groupware-Strukturen beziehungsweise die Organisation neuer und verbesserter Konzepte. Unter dem Motto “Macworking 2gether” findet am 9. November eine Abendveranstaltung statt.
Zielgruppe der Konferenz sind IT-Verantwortliche bzw. Entscheidungsträger in Unternehmen sowie Anbieter, Berater und Handelspartner aus dem Apple-Umfeld in der D/A/CH-Region.
Programm u. Anmeldung
Lotus Notes fürs iPhone (Beta)
IBM hat eine Beta-Version der verbreiteten Collaboration-Software Lotus Notes und Domino 8.5.1 angekündigt. Dazu gehören Pläne für die Unterstützung von ActiveSync® in Version 8.5.1 von Lotus Notes Traveler. Dies wird die automatischen Synchronisationsfunktionen für E-Mails und Kalender in Lotus Domino für das iPhone erweitern.

iPhone-Nutzer konnten zwar bereits zuvor über das Produkt “Lotus iNotes ultra-light” auf ihre E-Mails in Notes zugreifen, die neue ActiveSync-Unterstützung bringt ihnen jedoch nun zusätzlich auch ohne Internet-Verbindung Push-Zugriff vom iPhone und anderen Smartphones auf die Software, inklusive der Möglichkeit, Notes-Mails, Kalender- und Kontaktdaten einzusehen.
Bei der Entwicklung von Lotus Notes 8.5.1 nutzte IBM nach eigenen Angaben auch Social Media wie Blogs und Twitter. Auf diese Weise konnten Hunderte von Verbesserungsvorschlägen von Anwendern, gesammelt und umgesetzt werden.
Diese Beta-Version enthält außerdem die neue Version von Lotus Symphony, der kostenlosen Dokumenten-, Tabellenkalkulations- und Präsentationssoftware von IBM und bringt die Entwickler-Technologie IBM XPages zur Offline-Nutzung auf den Lotus Notes-Client.
Zu IBM/Lotus
Sybase: Domino und Exchange fürs iPhone
Sybase hat eine neue Version von iAnywhere Mobile Office mit erweiterter iPhone-Unterstützung vorgestellt. Der Mobile Office iPhone-Client steht ab sofort kostenlos im App Store zur Verfügung (nach “iAnywhere” suchen). Das Vorhandensein der Server-Lösung vorausgesetzt, soll Mobile Office “sämtliche Daten innerhalb einer E-Mail- und PIM-Anwendung auf dem iPhone verschlüsseln, ohne die Anwender zu beeinträchtigen” (PIM: Personal Information Manager-Lösung, z. B. Apple iCal, IBM Lotus Organizer, MS-Outlook).
Ganz konkret heißt dies, dass Sybase hiermit iPhone-Anwendern abgesicherten Zugang auf Daten verschafft, die auf Lotus Domino oder MS Exchange residieren, z. B. E-Mail, Kalender, Aufgaben, Kontakte mit Suchfunktion. Integriert ist auch eine Funktion für das Löschen von Daten per Remote-Zugriff (falls ein Endgerät verloren oder gestohlen wird). Eine kostenfreie 30-Tage-Testversion steht auf www.sybase.com/iphone zur Verfügung.
Video-Produktdemo
Patent für biometrischen Zugriffsschutz
AppleInsider berichtet von einem Patentantrag Apples, bei dem es um die Nutzung biometrischer Verfahren zum Zugangsschutz auf elektronische Geräte geht. So könnte beispielsweise ein Nutzer von iPhone oder Apple Desktop-Rechnern auf diese nur noch nach erfolgreichem Betätigen eines Fingerabdruck-Sensors zugreifen, wodurch er sich als rechtmäßiger Besitzer ausweist. Ganz ähnlich also, wie Millionen Thinkpad-Nutzer weltweit das bereits täglich absolvieren. Das Besondere am Antrag: Da der oder die Sensoren beim iPhone in den Touchscreen integriert wäre, ließe sich die Freigabe sogar bis auf die Ebene von Einzelapps hinunter organisieren. So würde beispielsweise eine besonders sensible App erst starten, wenn der Icon vom “richtigen” Finger gedrückt wird. Weitere Bereiche des Antrags zielen beispielsweise auf Gesichtsmustererkennung via einer nach vorne gerichteten Kamera.
Zum AppleInsider-Beitrag