Led Zeppelin iBook: Sound, Fury And Multimedia

Neal PrestonEin wenig außer der Reihe hier der Hinweis auf den E-Book gewordenen Prachtband “Led Zeppelin: Sound And Fury”, der ausschließlich als Apple iBook vertrieben wird. Denn erstens ist er ein schönes Beispiel dafür, was mit Apples Authoring-Lösung iBooks Author alles möglich ist, wenn halt der Input stimmt. Zweitens sind Led Zep ja nun mal nicht von ungefähr eine der berühmtesten Bands des Planeten. Und drittens … naht schließlich gerade das Wochenende, der Sommer, die Festivalsaison… ;-)

Der gefeierte Rock-Fotograf Neal Preston hat die britische Rock-Legende Led Zeppelin immer wieder begleitet und sich einen Status als “Hoffotograf” erarbeitet, dem die teils doch leicht kapriziösen Stars rundum vertrauten. Leser dieses digitalen Buches profitieren von diesem Umstand noch heute durch die phantastischen Bilder die vor, neben und hinter der Bühne aufgenommen wurden und auch andere Stationen des Rock’n Roll-Zirkus wie den Band-eigenen Flugzeugen, leidgeprüften Hotelzimmern u.v.m. zeigen.Galerie vergrößerbarer Thumbs

Die über 250 Bilder – 100 davon erstmals veröffentlicht – ergeben ein wahres Augenfest, das durch die zahlreichen Hintergrundinformationen sowie den sinnfällig hinzugefügten multimedialen Content noch intensiver wird: Da gibt es ein Vorwort von Stevie Nicks (Fleetwood Mac); Interviews mit handelnden Personen wie z. B. leitenden Mitarbeitern von Atlantic bzw. Led Zeps eigenem Label Swan Song; Testimonials von Musikern, die sich als von der Band beeinflusst outen, z. B. von John Petrucci, Dream Theater, es gibt Setlists u.v.m.

Das nur für das iPad erhältliche iBook setzt iBook 2.0 oder neuer sowie iOS 5 oder höher voraus. Auf einem iPad 1 lief es akzeptabel, aber mit teils spürbarem Ruckeln bzw. Wartezeiten. “Sound And Fury” kostet für dieses Angebot fair erscheinende 6,99 Euro.
Fazit: ****

Ausführliche Rezension von “Sound And Fury”

“Sound And Fury” auf iTunes

PS 12.05.: Wieder mal Wochenende, wieder mal Zeit für eine exzellente Musik-App (iPad) aus dem Hause Rhino/Warner Music, die diesmal den Doors gewidmet ist. Fazit: ****
Ausführliche Rezension von The Doors hier

Die beliebtesten Apps aller Plattformen

distimo_packshotDer jüngste Report von Distimo widmet sich den erfolgreichsten Apps aus den div. Mobile App Stores, darunter Apple App Store, BlackBerry App World, Android Market, Nokia App Store, Palm App Catalog und Windows Marketplace. Die Daten entstammen dem dritten Quartal und dem US-Markt. Zentrale Ergebnisse:

  • Die populärsten Free Apps in den jeweiligen Stores waren in Q3 2010: iBooks (iPad App von Apple), Type n Talk (iPhone App von Jirbo), BlackBerry Messenger (BlackBerry App von RIM), Pandora (Android App von Pandora; ZumZum (Symbian App von innerActive), Facebook (Palm App, Facebook) sowie Microsoft My Phone (Windows Mobile App von Microsoft Corp.).
  • Die populärsten Paid Apps sind Pages (iPad App von Apple), Angry Birds (iPhone App von Clickgamer.com), BeBuzz – LED Colors and Audible Reminders (BlackBerry App vom deutschen App-Systemhaus Bellshare), , Beautiful Widgets (Android App von LevelUp Studio), ToonWarz (Symbian App von Polarbit), , mCraig – Mobile Craigslist Browser (Palm App von SplashData Inc) und Meon (Windows Mobile App von Manbolo) .
  • Die meisten Spiele unter den Top 100 finden sich im Apple App Store for iPhone (55% free, 55% paid) , gefolgt vom Windows Marketplace for Mobile (23% free, 45% paid) und dem Apple App Store for iPad (25% free, 40% paid). Spiele schaffen es am seltensten bis ganz nach oben in der BlackBerry App World (12,5% free, 28% paid) und dem Palm App Catalog (33% free, 16% paid).
  • Lupis Labs Software ist im Android Market ein besonders erfolgreicher Spieleproduzent – ihr Robo Defense zählt dort zu den erfolgreichsten Free (Nr. 7) wie auch Paid Apps (Nr. 1). Beide Versionen verzeichnen über 250.000 Downloads.

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In App Purchase: Das Prinzip Ergänzungslieferung

Der jüngste Report von Distimo widmet sich speziell dem Vertriebskanal in app purchase in mehreren Mobile App Stores.

Verteilung von Apps m. in app purchase auf App Store-Kategorien - Quelle: Distimo 0710

Verteilung von Apps m. in app purchase auf Kategorien - Quelle: Distimo 0710


Zentrale Ergebnisse:

  • Der Anteil von Apps mit in app purchase-Option liegt bei iPad Apps mit 10% ganz erheblich höher als bei iPhone Apps (2%). Die meisten Apps mit Nachkauf-Möglichkeit finden sich in den Kategorien Spiele und Soziale Netze.
  • Die erfolgreichste Refinanzierung von Free iPad Apps über in app purchase im App Store (USA, Juni 2010) gelang mit den Apps MobiTV (MobiTV), ESPN 2010 FIFA World Cup (ESPN) und Tap Fish (BayView Labs).
  • Die erfolgreichste Refinanzierung von Free iPhone Apps über in app purchase im App Store gelang mit den Apps Guitar Hero (Activision Publishing, Inc.), TomTom U.S.A. (TomTom International BV) und Call of Duty: World at War: Zombies II (Activision Publishing, Inc.).
  • Wie schon im Juni-Report von Distimo (beruhend auf Mai-Daten) waren auch im Juni wieder die Apple-Apps Pages und iBooks für das iPad die erfolgreichsten Paid und Free Apps im App Store.
  • Erstaunliche drei von zehn der populärsten iPhone Apps im App Store sollen von nur einem Entwickler stammen: Electronic Arts (z.B. Tetris, Trivial Pursuit, Cluedo).
  • Quickoffice Connect Mobile Suite for iPad ist im Juni auf Platz 6 der Top 10 Charts “Meistgekauft” eingestiegen und war die umsatzstärkste App nach Pages.
  • Neun von zehn der meistgekauften (Paid) iPhone Apps sind Spiele, aber nur zwei von zehn der meistgeladenen (Free) Apps. Zum Vergleich: In Nokias Ovi Store sind sieben von zehn der meistgekauften Apps Spiele, aber nur drei von zehn der meistgeladenen Apps.

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Report: Chartsgerangel nach Kategorien

distimo_packshotDer jüngste Report der Marktforscher und Mobile App Store-Spezialisten von Distimo widmet sich den Mobile App Stores Apple App Store, BlackBerry App World, Google Android Market, Nokia Ovi Store, Palm App Catalog und Microsoft Windows Marketplace for Mobile. Die Zahlen entstammen der Periode zwischen November 2009 und April 2010. Zentrale Ergebnisse:

  • Wenn es eine kostenpflichtige App der Kategorien Spiele, Wirtschaft oder Unterhaltung in die Top 100 ihrer Kategorie oder auch unter “Meistgekauft” geschafft hat, dann bleibt sie in Apples App Store durchschnittlich 39, 59, 38 bzw. 27 Tage. Diese Verweildauer ist bei den besonders hart umkämpften Gratisapps signifikant kürzer: Hier halten sich die Apps im Schnitt nur 21, 39 bzw. 19 Tage in den Top 100 der Charts.
  • Im App Store gehört die Mehrzahl der Paid Apps, die im Zeitraum von 0909 bis 0410 in den Top 100 “Meistgekauft” waren, zu den Kategorien Spiele und Unterhaltung.
  • Die Mehrzahl der zehn am höchsten in den Charts rangierenden Paid Apps fanden sich im April 2010 in den folgenden Kategorien: Produktivität (Apple App Store for iPad), Spiele (Apple App Store for iPhone), “Themes” (BlackBerry App World), “News & Weather” (Google Android Market), Spiele (Nokia Ovi Store u. Windows Marketplace for Mobile), “Productivity & Utilities” (Palm App Catalog).

Die höchst platzierte Bezahl-App für das iPad im April war Pages, gefolgt von GoodReader for iPad und Pinball HD. Die höchst platzierte kostenlose App fürs iPad im April war iBooks, gefolgt von The Solitaire und Break HD Free.
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iPad schafft in D. neuen Millionen-Markt

Statista LogoDie aktuelle Studie des Statistikportals Statista zur Markteinführung des Apple iPad prognostiziert für Deutschland einen iPad-Absatz von 500.000 Geräten in 2010. Im Vergleich dazu nannte der BITKOM aktuell BITKOM-Umfragen, die aufe eine halben Mio. Tablet-PCs in Deutschland überhaupt hindeuten, also nicht nur iPads.

EARSandEYES LogoUnstrittig ist: Das iPad wird der Tablet-Marktführer und wenige Monate nach Verkaufsstart wohl auch der meistverkaufte “E-Reader” in Deutschland sein. Den Umsatz mit E-Books, E-Mags, E-Paper und Apps für das iPad prognostiziert die Studie auf 16 Millionen Euro in 2010. Den größten Umsatz werden Software und Spiele gefolgt von E-Books erzielen.

Laut Statista wird der Verkaufsstart für das iPad in Deutschland moderaterer verlaufen als in den USA. Dennoch prognostizieren die Statistik-Experten in Summe zwei Millionen verkaufte iPads im deutschen Markt bis Ende 2012. Unter den E-Readern wird das iPad mit einem Marktanteil von deutlich über 50 Prozent eine dominierende Stellung hierzulande einnehmen. Die Hochrechnungen der iPad-Studie basieren auf Erhebungsdaten des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES vom April 2010, für die 1.000 Personen befragt wurden.

Die monatlichen Ausgaben für Textmedien wie elektronische Zeitungen oder Bücher sollen hiernach bei iPad-Besitzern in den kommenden drei Jahren durchschnittlich bei rund 6 Euro im Monat liegen. Damit würde das iPad bereits im kommenden Jahr einen neuen Markt für (Printerzeugnissen entsprechenden) Paid Digital Content mit rund 40 Millionen Euro Umsatz generieren. In den nachfolgenden Jahren ist laut Studie ein deutlich weiter wachsendes Marktvolumen zu erwarten. E-Books sollen dabei interessanterweise umsatzstärker sein als E-Paper und E-Mags, die elektronischen Pendants zu Zeitschriften und Zeitungen. Grund ist laut den Autoren der Studie das breite kostenlose Angebot an journalistischen Inhalten im Internet. Im Jahr 2012 sollen 0,7 Prozent der Umsätze des deutschen Buchmarkts auf E-Books für das iPad entfallen.

Auch spannend: Der Markt der Anbieter von E-Books und E-Papern scheint derzeit noch nicht durch einen Platzhirschen dominiert. Fast 67 Prozent der Onliner können bei offener Fragestellung keinen Shop für E-Books und schon gar keine App-Spezialisten in diesem Bereich nennen (während sich beispielsweise textunes in Pressemitteilungen als “Marktführer für deutschsprachige mobile Literatur” positioniert). Auch innerhalb der zukünftigen iPad-Nutzerschaft besteht bei der Hälfte der Befragten noch keine Präferenz für einen bestimmten E-Book-Shop. Zu den bekanntesten Shops im Segment von E-Books und E-Paper zählen Amazon und iTunes.

iPetting: Geplante Nutzung des iPad

Die meisten Besitzer eines iPad in spe möchten laut einer von Horizontstats zitierten Erhebung mit der Wunderflunder am liebsten im Internet surfen, E-Mails checken, E-Books und Magazine lesen sowie Videos anschauen. Klassische Office-Anwendungen tauchen über den E-Mail-Wunsch hinaus bislang nicht auf.
zur Umfragestatistik von Horizont (mit Material von ChangeWave u. AppleInsider)

Endlich iPetting: iPad ab Ende Mai in Deutschlandich

Apple gab gestern bekannt, was viele derzeit mehr interessiert, als die Lottozahlen: Ab Freitag 28.05. wird das iPad in neun weiteren Ländern in den Verkauf gehen – neben Deutschland sind dies Australien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Kanada, Schweiz und Spanien. Kaufwillige haben die Möglichkeit, in den lokalen Apple Online Stores dieser neun Länder ab Montag, 10. Mai alle Modelle des iPad vorzubestellen. In den USA hat Apple bereits über eine Million iPads abgesetzt.

iPad_heroDas iPad Wi-Fi ist in Deutschland als 16GB-Modell für einen Preis von 514 Euro inkl. MwSt., als 32GB-Modell für 614 Euro inkl. MwSt. und als 64GB-Modell für 714 Euro inkl. MwSt. erhältlich. Die Wi-Fi + 3G-Modelle des iPad kosten als 16GB-Modell 614 Euro inkl. MwSt., als 32GB-Modell 714 Euro inkl. MwSt. und als 64GB-Modell 814 Euro inkl. MwSt. Die iPads sind über den Apple Store , die Apple Retail Stores und ausgewählte Apple Fachhändler erhältlich. Die iBooks App für iPad, die Apples iBookstore enthält, wird als kostenloser Download ab dem 28. Mai aus dem App Store bereit stehen.

UPDATE 10.05.:
Die offiziell via PR-Agentur verkündeten Preise wurden eine halbe Woche später schon wieder revidiert! Zum Schnäppchen wird die Surf-Flunder damit immer noch nicht, doch etwas günstiger schon: WLAN, 16 GB 499 Euro; WLAN 32 GB 599 Euro, WLAN 64 GB weiterhin 714 Euro.
3G 16 GB 599 Euro, 32 GB 699 Euro, 64 GB weiterhin 814 Euro.

UPDATE 14.05.
Apple hat erneut die deutschen iPad-Preise revidiert: Auch die 64-GB-Modelle mit und ohne UMTS sollen nun 15 Euro weniger kosten – bis zur nächsten Anpassung…

Die passenden Tarife und SIM-Karten zu den UMTS-Geräten werden u.a. die Telekom, Vodafone und O2 anbieten.

Preise f. offizielles Zubehör:
Dock mit Tastatur: 69 Euro. iPad Case, Lade-Dock, Camera Connector u. VGA-Adapter 29 Euro.

Apple hat schon 1 Mio. iPads abgesetzt

iPad_flachmannApple hat heute bekannt gegeben, dass es am vergangenen Freitag – also 28 Tage nach der US-Markteinführung am 3. April – das einmillionste iPad verkauft hat.
 
“Eine Million iPads in 28 Tagen – das ist noch nicht mal halb so lang, verglichen mit den 74 Tagen, die es beim iPhone zur Erreichung dieses Meilensteins gedauert hat”, erinnert Apple-CEO Steve Jobs und ergänzt: “Die Nachfrage übertrifft weiterhin unsere bereitgestellten Mengen”. Daher war die Markteinführung in Nicht-US-Märkten bereits verschoben worden, in Europa wird der Verkaufsstart (noch?) für Ende Mai erwartet.

Entwickler haben bereits über 5.000 neue, speziell für das iPad designte Apps kreiert, welche die Möglichkeiten des großen Multi-Touch-Displays ausnutzen. iPad-Anwender haben bereits über 12 Millionen Apps aus dem App Store und über 1,5 Millionen E-Books aus dem neuen iBook Store heruntergeladen.

Autor: klaus, veröffentlicht am: 3. 05. 2010

Kategorien: iPhone Programmierung

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Vorschau auf iPhone OS 4

iPhone OS 4.0Apple hat gestern eine Vorschau auf iPhone OS 4 gegeben. Eine Beta-Version steht registrierten Entwicklern des iPhone Developer Programms ab sofort zur Verfügung. Die Beta-Version des Betriebssystems enthält ein aktualisiertes Software Development Kit (SDK) mit über 1.500 neuen Programmierschnittstellen (APIs) und über 100 neuen Funktionen, die Benutzern des iPhone und des iPod touch ab diesem Sommer zur Verfügung stehen werden. Neue Eigenschaften sind unter anderem Multitasking für Apps von Drittanbietern; Ordner zur besseren Organisation und besserem Zugriff auf Apps; weiterentwickeltes E-Mail mit vereinheitlichtem Posteingang, schneller Wechsel zwischen Posteingängen sowie kommentierten Nachrichten; eine erweiterte Unterstützung für den Einsatz im Unternehmen mit besserem Schutz der Daten, vereinfachtem Management mobiler Geräte, drahtloser Verteilung von Apps etc.; iAd, Apples neuer Plattform für mobiles Marketing; sowie iBooks, der eBook-Reader und Online-Buchladen, der kürzlich (bislang nur in den USA) mit dem iPad eingeführt worden ist.

Die Multitasking-Fähigkeit in iPhone OS 4 bietet dem Anwender endlich die bislang Geräten mit Jailbreak vorbehaltene Möglichkeit, schneller zwischen Apps hin- und her zu wechseln und stellt Entwicklern sieben neue Multitasking-Services bereit, um ihren Apps “einfach” Multitasking-Eigenschaften hinzufügen zu können. Diese beinhalten unter anderem Background-Audio, so dass Apps wie beispielsweise Pandora Musik im Hintergrund abspielen können, und VoIP, so dass VoIP-Apps VoIP-Anrufe entgegen nehmen können, auch wenn das iPhone im Ruhezustand ist oder der Anwender eine andere App geöffnet hat.

Ordner unterstützt den Anwender bei einer besseren Organisation und einem besseren Zugriff auf seine Apps. Durch das Ziehen eines App-Icons auf ein anderes wird automatisch ein neuer Ordner erstellt. Dem Ordner wird automatisch ein Name, basierend auf der Kategorisierung im App Store, zum Beispiel ‘Spiele’, zugeordnet; dieser Name kann vom Anwender einfach geändert werden. Durch die Verwendung von Ordnern kann der Nutzer mehr als 2.000 Apps auf seinem iPhone organisieren und darauf zugreifen. Anwender können mit iTunes 9.2 ihre iPhone-Ordner auch auf dem Mac oder PC erstellen und verwalten.

iPhone OS 4 bietet laut Apple “das beste E-Mail-Erlebnis auf einem mobilen Gerät”. Dank dem vereinheitlichten Posteingang ist es dem Anwender möglich, Nachrichten verschiedener E-Mail-Accounts in einem einzigen Posteingang anzuschauen – also eine Disziplin, die Googlemail oder gängige Mailclients wie Outlook immer schon beherrschten.

iAd, Apples neue mobile Werbeplattform kombiniert die Emotion von TV-Werbung mit der Interaktivität von Online-Werbeanzeigen. Wenn heute die Nutzer auf mobile Anzeigen klicken, werden Sie fast immer aus der App in einen Webbrowser gebracht, der die Website des Werbenden lädt. Die Nutzer müssen danach wieder zur App navigieren und es ist oft schwer bis unmöglich wieder genau an die vorher verlassene Stelle zurückzukehren. iAd löst dieses Problem durch das Abspielen von Vollbild-Videos und interaktiven Inhalten ohne dabei jemals die Anwendung zu verlassen, und lässt den Nutzer zu jeder gewünschten Zeit wieder zur App zurückkehren. iPhone OS 4.0 ermöglicht es den Entwicklern, die Funktionalität von iAd einfach in ihre App zu integrieren. Die Anzeigen sollen so dynamisch und drahtlos auf das Gerät übertragen werden. Apple wird diese Anzeigen verkaufen sowie bereitstellen und die Entwickler erhalten branchenübliche 60 Prozent der über iAd erzielten Umsätze.

Die Beta-Version der iPhone OS 4 Software beinhaltet eine Entwickler-Vorschau von Game Center, Apples neuem sozialen Spielenetzwerk. Durch die Auswahl an enthaltenen APIs ist der Entwickler in der Lage Apps mit zusätzlichen Eigenschaften zu entwickeln. Dies sind unter anderem die Möglichkeit Freunde zu einem Spiel einzuladen, ein Multiplayer-Spiel mittels ‘matchmaking’ zu starten, Fortschritte zu verfolgen und aktuelle High-Scores zu vergleichen. Apps, die bisher mit GameKit APIs entwickelt wurden, werden auch unter Game Center laufen. Game Center wird im Laufe des Jahres für iPhone- und iPod touch-Anwender verfügbar sein.

Die neuen Eigenschaften für den Unternehmenseinsatz in iPhone OS 4 beinhalten Verbesserungen in Sicherheit, Skalierbarkeit und Kompatibilität. Der neue Mobile Device Management-Service kann in die bestehende Server-Infrastruktur integriert werden, um angebundene iPhones drahtlos zu konfigurieren, zu durchsuchen und sogar zu sperren oder zu löschen. iPhone OS 4 ermöglicht es Unternehmen selbstentwickelte Apps sicher zu hosten und diese ihren Mitarbeitern drahtlos zu übermitteln. Die neue Data Protection-Funktion verwendet ein Nutzerkennwort zur Verschlüsselung um Emails und Anhänge, die auf dem iPhone gespeichert sind, zu sichern. Mit iPhone OS 4 können optional längere, komplexere Passwörter vergeben werden, die das iPhone und die sich darauf befindlichen Daten noch sicherer machen. iPhone OS 4 ermöglicht es den IT-Managern mehrere Exchange ActiveSync Accounts einzurichten, ist kompatibel mit Exchange Server 2010 und beinhaltet eine Unterstützung für kommende SSL VPN Anwendungen von Juniper Networks und Cisco.

iPhone OS 4 wird als Softwareupdate für iPhone- und iPod touch-Kunden diesen Sommer erhältlich sein. Eine Version von iPhone OS 4 für das iPad erscheint diesen Herbst. Einige Funktionen werden nicht auf allen Produkten verfügbar sein. Zum Beispiel setzt Multitasking ein iPhone 3GS oder einen iPod touch der dritten Generation voraus (im September 2009 auf den Markt gebrachte Modelle mit 32GB oder 64GB). Dem iPhone 2G bleiben die Segnungen von OS 4 wie Multitasking, iAd oder Folders leider komplett verschlossen.

TABLET(ten)SUCHT: Das iPad ist da

jobsPadWie angekündigt hat Apple gestern Abend das iPad vorgestellt, ein als “revolutionär” ausgerufenes Tablet für mobilen Internetzugang, E-Mail, Video- bis TV-Genuß, Musikhören, Spielen, Lesen von E-Books und E-Mags und vielem mehr. Zentral steht wie schon beim iPhone ein hier allerdings 9,7 Zoll großer Touchschreen – natürlich mit Multi-Touch. Der Flachmann kommt gerade einmal auf 13,4 Millimeter Dicke und bringt 680 Gramm auf die Waage. iPad verfügt ab Werk über “zwölf innovative Anwendungen”, die speziell fürs iPad entwickelt wurden, und – vielleicht am Wichtigsten – nahezu alle der bereits über 140.000 Programme aus dem App Store können auch auf der neuen Plattform ablaufen. Einmal gekaufte Apps stehen via iTunes auch auf dem iPad zur Verfügung. Für E-Books wird ein neuer “iBookstore” eingerichtet. iPad läuft zumindest derzeit unter iPhone OS 3.2 und wird Ende März ab knapp 500 US-Dollar verfügbar sein – in den USA.

Universal Apps – kleinste gemeinsame Nenner:
Jede der neuen Apple-Anwendungen unterstützt sowohl die Hoch- als auch Querformat-Ansicht (Portrait/Landscape) und animiert diese entsprechend der Richtung in die der Nutzer das iPad dreht. Allerdings hat Apple gestern auch ein neues Software Development Kit (SDK) für iPad veröffentlicht, mit Hilfe dessen Entwickler neue Anwendungen erstellen können, welche die erweiterten graphischen Möglichkeiten des iPad voll ausnutzen. Wie bei der iPhone-Version enthält das SDK einen Simulator, der es Entwicklern ermöglicht ihre iPad Apps auf einem Mac zu testen und zu “debuggen”. Außerdem können Entwickler sog. “Universal Applications” erstellen, die auf iPad, iPhone und iPod touch laufen.

iPad_hero
iPublishing:
Wie erwartet hat Apple mit dem Gerät auch die neue iBooks App für iPad vorgestellt. Diese basiert auf dem EPUB-Format und integriert den neuen iBookstore, “um künftig auf die beste Art und Weise mit einem mobilen Gerät” nach Büchern zu gesuchen, sie zu kaufen und zu lesen”. Der iBookstore wird Bücher von großen wie auch unabhängigen Verlagen führen.

Office-Suite:
Apple hat ebenfalls eine neue Version von iWork für iPad vorgestellt, die erste Desktop-artige Softwaresuite, die speziell für Multi-Touch entwickelt wurde. Insofern will sich iPad durchaus auch für den Unternehmenseinsatz empfehlen. Mit Pages, Keynote und Numbers können attraktiv formatierte Dokumente, Präsentationen mit Animationen und Übergängen, wie auch Tabellen mit Diagrammen, Funktionen und Formeln kreiert werden. Diese drei Anwendungen werden separat im App Store für 9,99 US-Dollar angeboten.

Synchronicity:
iPad synchronisiert mit iTunes – genau wie das iPhone und der iPod touch – mittels des standardmäßigen 30-Pin-auf-USB-Kabels. So können alle Kontakte, Fotos, Musik, Filme, TV-Sendungen, Anwendungen und mehr mit einem Mac oder PC abgeglichen werden. Alle Anwendungen und Inhalte, die mit iPad aus dem App Store, dem iTunes Store und dem iBookstore geladen wurden, werden automatisch mit der persönlichen iTunes Bibliothek synchronisiert, sobald iPad das nächste Mal mit dem Computer verbunden wird.

Ansichtskarte:
Das 9,7″ Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung soll einen Betrachtungswinkel von 178 Grad ermöglichen. Die integrierte “Soft”-Tastatur (also ohne physische Tasten) macht sich das größere Display des iPad zunutze, um eine Tastatur im Maßstab von nahezu 1:1 zu bieten. Das iPad lässt sich außerdem mit einem neuen iPad Keyboard Dock mit einer traditionellen Tastatur in Normalgröße verbinden – endlich!

Ausdauer:
Die neue A4-CPU soll außergewöhnliche Prozessor- und Grafikleistung in Kombination mit einer langen Batterielaufzeit von bis zu zehn Stunden ermöglichen. Apple spricht von bis zu 1.000 Ladezyklen des nicht tauschbaren Akkus ohne signifikante Einbußen der Batteriekapazität über eine typische Lebensdauer von fünf Jahren.

Connectivity:
iPad gibt es in zwei Varianten – eine Version mit WLAN und eine sowohl mit WLAN als auch 3G. iPad integriert neueste 802.11n WLAN-Technologie und die 3G-Modelle unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbps in HSDPA Netzwerken. In den USA darf AT&T für die 3G-Versionen Pre-Paid Datentarife anbieten.

Preise & Verfügbarkeit:
iPad ist weltweit ab Ende März als 16GB-Modell für einen Preis von 499 US-Dollar, als 32GB-Modell für 599 US-Dollar und als 64GB-Modell für 699 US-Dollar erhältlich. Die WLAN + 3G-Modelle des iPad werden im April in den USA und ausgewählten Ländern als 16GB-Modell für einen Preis von 629 US-Dollar, als 32GB-Modell für 729 US-Dollar und als 64GB-Modell für 829 US-Dollar verfügbar sein. iPad wird in den USA über den Apple Store, die Apple Retail Stores und den Apple Fachhandel vertrieben. Die internationalen Preise und die weltweite Verfügbarkeit werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Der iBookstore ist in den USA bereits verfügbar.

Wunschliste:
Ob das Gerät die verursachte iPadMania (fast alle einschlägigen Webseiten waren gestern Abend platt wie ein Plätzchen) und die Bezeichnung Revolution rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Dass es den Markt für digital publishing aufmischen wird (E-Book, E-Paper, E-Mag) darf als wahrscheinlich angesehen werden. Unabhängig davon hätte man gerne auch einige der folgenden Features gesehen: Multitasking, Dateiverwaltung separat von iTunes, Flash-Unterstützung (!) oder wenigstens eine der dem Gerät von zahllosen “Insidern” bereits angerüchteten mehreren Kameras. Eine noch weit umfänglichere “Mängelliste” findet sich hier. On the bright side: Die Preise des iPad fallen günstiger aus, als vielfach vorab erwartet. Und etliche der obigen Mankos mag iPhone OS 4.0 richten.

Ausblick:
Die Investmentbank RBC Capital Markets erwartet, dass Apple allein im ersten Produktjahr bis zu fünf Millionen Tablet-PCs verkaufen wird.