Event: “Mobile IT”, 22.-23.02.
Die Unternehmens-IT wird zunehmend mobil und drahtlos. Studien zufolge werden im Jahr 2015 bereits knapp 30 Millionen Smartphones verkauft werden, Tablet-PCs schätzt man auf über sieben Millionen verkaufte Exemplare und bei Notebooks rechnet IDC mit zweistelligen Wachstumsraten. Durch den als unaufhaltbar geltenden Trend zur Einbindung privater Endgeräte in die Unternehmens-IT – bekannt als “Bring Your Own Device” (BYOD) – erhoffen sich zunehmend mehr Unternehmen zwar Vorteile, doch notwendige Sicherheitsmaßnahmen und eine kritische Kostenbetrachtung bleiben oft auf der Strecke.
Zu dieser Debatte möchte die Konferenz “Mobile IT”, die vom 22. bis 23. Februar 2012 in Wiesbaden stattfindet, einige kritische Punkte beitragen (Best Practice des IT-Managements wird auf “auf den Kopf gestellt”; Wer trägt künftig die Verantwortung für die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter?). Weitere Themen der Euroforum-Fachkonferenz sind neben der Integration mobiler Endgeräte auch eine aktuelle Marktübersicht von Lösungen für das Mobile Device Management (MDM), Sicherheitskonzepte und Risiken, Nutzung sozialer mobiler Netzwerke sowie das neue Thema Business-to-Employee-Apps (b2e) im Unternehmen. Praxisberichte von Henkel und der Deutschen Post IT Services sollen das Programm abrunde. Am 24. Februar kann ein zusätzlicher Workshop-Tag zur Umsetzung von MDM-Projekten (Workshop-Leitung: Bechtle AG) separat gebucht werden. Die Preise beginnen bei 1.299 Euro zzgl. MwSt.
Infos u. Anmeldung
Mobile Security – das 10-Punkte-Programm
Laut Prognosen der IDC wird die mobile Workforce 2013 weltweit bereits aus 1,2 Mrd. Mitarbeitern bestehen. In bereits zwei Jahren sollen also 35 Prozent der gesamten berufstätigen Bevölkerung zumindest teilweise Mobile Professionals sein. Die Yankee Group sagt sogar für Ende dieses Jahres voraus, dass weltweit mehr als 57 Prozent aller Mitarbeiter „ein Smartphone am Arbeitsplatz einsetzen“.
Eindeutig ist, dass Mobile Computing rasant an Fahrt gewinnt. Im gleichen Tempo sollte auch das Thema Mobile Sicherheit an Wichtigkeit für Unternehmen zunehmen. Denn neben den Vorteilen von mobilen Endgeräten im Unternehmenseinsatz (Steigerung von Effizienz und Arbeitsmoral, Verbesserung der Datengenauigkeit und -verfügbarkeit sowie mögliche Reduzierung der Betriebskosten) bestehen auch etliche zusätzlich entstehende Risiken, wie beispielsweise Abhören/Abfangen des Datenverkehrs, Datenverlust einschließlich Passwörter fürs Unternehmensnetzwerk durch verlorene Smartphones/Tablets/Notebooks oder auch Malware-Befall.
Remote Management und Datenschutz stellen daher ITK-Abteilungen vor deutliche Herausforderungen. Die Mobile-Spezialisten der SAP-Tochter Sybase empfehlen, Sicherheitsrichtlinien und -funktionen im mobilen Bereich einzuführen, Tools für das von Mobile Device Management einzusetzen und folgende zehn Punkte besonders zu beachten:
- 1. Wahrnehmung aller Sicherheitsbedrohungen durch mobile Geräte wie Verlust, Malware, Bugs oder überholte Betriebssystem-Versionen.
- 2. Einführung und Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien für mobile Geräte, Sensibilisierung der Mitarbeiter.
- 3. Einsatz einer Mobile Management Platform, die es der IT erlaubt, eine Vielfalt an Geräten und Betriebssystemen zentral zu implementieren, zu konfigurieren und zu managen (idealerweise sowohl private als auch unternehmenseigene Geräte).
- 4. Nutzen von Mobile Management Tools, die Einblick in den Gerätestatus liefern, so dass Sicherheitslücken schnell identifiziert und automatisch behoben werden können.
- 5. Einschränkung bekannter Schwachstellen, z. B. im Zusammenhang mit Applikations-Download, Location-spezifischer Kamera-Restriktion (vgl. Kamera-Verbot in Banken) etc.
- 6. Einführung eines Portfolios an Device-Security-Lösungen, die alphanumerische Passwörter, Authentifizierung, Verschlüsselung und Remote Wipe (Fernlöschung)
umfassen. - 7. Kontrolle von Download, Installation und Konfiguration jeglicher Apps, die Nutzern Zugang zu Unternehmensinformationen verschaffen.
- 8. Abwägung von Server Software vs. Managed Mobility Services, wobei letztere eine schnellere, günstigere und flexiblere Art der Gerätekontrolle bieten.
- 9. Anbieten einer breiten Gerätepalette, da es die Akzeptanz mobiler Lösungen steigert, wenn Mitarbeiter ihr bevorzugtes Gerät einsetzen können.
- 10. Dialogfreie Wartung und Kontrolle von Geräten – entweder “Online”/Over The Air (OTA) per Mobilfunk – oder durch integrierte Regeln zur Offline-Ausführung.
2015: 1 Mrd. Smartphones?
Smartphones sind weltweit auf dem Vormarsch und setzen sich im traditionellen Handy-Markt immer mehr durch. Der Markt der leistungsfähigen Mobiltelefone wird nach einer von heise.de ausgewerteten IDC-Studie noch in 2011 um 55 Prozent auf 472 Millionen Geräte wachsen: “Bis 2015 erwartet IDC, dass sich der Absatz noch einmal auf 982 Millionen Geräte verdoppelt. Damit werde der Markt der Smartphones viermal schneller zulegen als der traditionelle Handy-Markt. [...]
Die Verbraucher achten derzeit besonders darauf, was die einzelnen Betriebssysteme an Funktionen und Möglichkeiten bieten. Das Google-System Android dürfte seine führende Position im Markt weiter ausbauen und dank der zahlreich verfügbaren Geräte in diesem Jahr 38,9 Prozent Marktanteil erreichen um bis 2015 mit dann knapp 44 Prozent den Smartphone-Markt klar zu dominieren.
Nachdem Microsoft mit seinen Mobil-Betriebssystemen (“Windows Mobile”) lange komplett den Anschluss zu verlieren drohte, soll der Softwarekonzern nach Ansicht der Marktforscher nun auf der Überholspur fahren. Noch rangiert Microsoft mit einem Anteil von 3,8 Prozent weit abgeschlagen auf dem fünften Platz. Bis 2015, so die Erwartungen der [in diesem Punkt allerdings ziemlich allein stehenden Analysten, d. Red.] werden Windows Mobile und das neue Windows Phone 7 mit einem Marktanteil von 20,3 Prozent Apples iPhone-Betriebssystem iOS (16,9 Prozent) vom zweiten Platz verdrängt haben.
Vor rund einem Monat hatten auch die Marktforscher bei Gartner dem iOS ein leicht schwächeres Wachstum prognostiziert. Als Grund nannte Gartner das Interesse von Apple, statt unbedingt Marktanteilen lieber hohe Margen erzielen zu wollen.”
Laut IDC könnten die weiteren Stücke vom Smartphone-Kuchen in vier Jahren wie folgt verteilt sein: BlackBerry OS 13,4% (2011: 14,2%); Symbian 0,10% (20,6%).
weiterlesen
Tablet(ten)-Sucht: Vom iPad 2 über Galaxy, Touchpad bis zum Xoom
Plattrechner sind in wie nie: Die Marktforscher von IDC
sagen vorher, dass 2011 4,08 Tablets in Deutschland verkauft werden – also fast vier Mal
so viele wie 2010 (1,15 Mio.). Nennenswerte Marktanteile erzielen dabei bislang nur Apple und Samsung. Doch neue Anbieter und Geräte sind schon in den Startlöchern, auch wenn sich der von Markteintritt der Tablets von Dell, Acer und Sony verzögert.
Gartner: Apple iOS wird den Markt der Media Tablets bis 2015 dominieren und mehr als 50 Prozent Marktanteil in den nächsten drei Jahren haben
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird Apples iOS trotz erstarkender Konkurrenz von anderen Betriebssystemen den Tablet-Markt bis 2015 dominieren. Durch den Erfolg des iPad hat iOS im Markt für Media Tablet Betriebssysteme einen Marktanteil von 69 Prozent im Jahr 2011. 2015 soll der Marktanteil noch bei immerhin 47 Prozent liegen. Android OS kommt nach diesen Zahlen derzeit auf 20%, die der Prognose zufolge bis 2015 auf 39% ausgebaut würden. Die Zahl der nativen Apps für Android-3.0 (Honeycomb) Tablets soll übrigens aktuell erst bei etwas über 50 liegen, wie MacNews berichten. Apples iPad hatte bereits zum Start 1.000 native Apps – von den Universal Apps für alle iOS-Plattformen ganz zu schweigen. Noch wenig relevant als Tablet-Betriebssysteme bleiben vorerst MeeGo und WebOS (Palm/HP) oder QNX, das auch vom BlackBerry PlayBook genutzt wird. Laut Gartner werden Smartphone-Nutzer bemüht sein, sich – wenn überhaupt – ein Tablet mit dem gleichen Betriebssystem wie ihr Telefon zu sichern.
Weitere Infos im Report “Forecast: Media Tablets by Open Operating System, Worldwide, 2008-2015″, der hier erworben werden kann.
Media Tablets steigern die weltweiten IT-Ausgaben in 2011 um 5,6 Prozent
Laut einer weiteren Gartner-Vorhersage werden die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2011 3,6 Billionen (sic, Trillions) US-Dollar erreichen. Dies entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber 2010 mit 3,4 Billionen US Dollar. Gartner hat damit seine vorherige Prognose, in der mit einem Wachstum von 5,1 Prozent im Jahr 2011 gerechnet wurde, leicht angehoben. Tablets wie das iPad führen bereits im Jahr 2011 zu einer Erhöhung der IT-Ausgaben um 5,6 Prozent. Die IT-Ausgaben für Tablets im Unternehmenseinsatz steigen laut Gartner um 52 Prozent jährlich.
Weitere Infos im Report “Forecast Alert: IT Spending, Worldwide, 1Q11 Update”, der hier erworben werden kann. Gartner fordert CIOs hier ausdrücklich auf, Media Tablets im Unternehmen einzusetzen und eine entsprechende Strategie zu forcieren. Tips für die Einführung gibt der Gartner Special Report “iPad and Beyond: The Media Tablet in Business”, zu dem hier ein achtminütiger Podcast geboten wird.
“CIOs brauchen jetzt eine Tablet-Strategie” titelt denn auch silicon.de und zitiert eine entsprechende Studie von Forrester Research. Denn von den 15 Millionen iPads, die Apple schon 2010 verkauft hat, würden viele ins Büro mitgenommen.
Kann WP7 das iPhone abhängen?
IDC erhält derzeit einige mediale Aufmerksamkeit für gewagt klingende Prognosen. Diesen zufolge soll bereits im Jahr 2015 der globale Smartphone-Markt von unter Android (45,5 Prozent Marktanteil; soweit noch keine Überraschung) oder Windows Phone X (dann mit 20,9%, heute: 5,5%) betriebenen Endgeräten dominiert werden. Nach einer aktuellen Veröffentlichung der Marktforscher sollen Geräte mit diesen beiden mobilen Betriebssystemen in vier Jahren fast zwei Drittel des Marktes beherrschen. Apples iOS stagniert laut IDC währenddessen in etwa auf dem derzeitigen hohen Niveau (2015: 18,8%, 2011: 15,7%).
Als einzige Begründung für diese Vorhersage präsentiert IDC den auf der MWC verkündeten Pakt zwischen Microsoft, Marktführer bei Desktop-Betriebssystemen, und Nokia, bröckelnder Marktführer bei mobilen Betriebssystemen und Handys. Auch die Marktforscher von Ovum glauben – aus identischem Grund – an einen Durchstart von Windows Phone 7 (WP7). Dem Nokia-eigenen Mobile OS Symbian sollen bis 2015 nur noch 0,2 Prozent Marktanteil beschieden sein, RIMs BlackBerry OS noch 13,7 Prozent.
Der weltweite Smartphone-Markt soll nach der IDC-Prognose im laufenden Jahr um 50 Prozent auf 450 Millionen Einheiten wachsen – 2010 waren es 303 Millionen, 2009 174 Millionen.
Android m. fast 1.600% Wachstum in Westeuropa
2010 war bekanntlich ein gutes Jahr für Android. Wie gut, bestätigen aktuelle IDC-Zahlen: Von ca. 470.000 in Westeuropa abgesetzten Android-Smartphones im Jahr 2009 (4% Marktanteil) explodierte dieser Markt geradezu auf 7,9 Millionen Einheiten in 2010 (31% Marktanteil). Die Prognose bis 2015 liegt bei 37 Prozent Marktanteil für Googles mobiles Erfolgs-Betriebssystem für diesen Teilmarkt.
Doch auch für andere brummt es im Mobile Business: Der Gesamtmarkt für Mobiltelefone wuchs laut IDC in Westeuropa um 3,2 Prozent von Q409 auf Q410. Die Smartphone-Absätze kletterten im gleichen Zeitraum sogar um 99,4 Prozent auf 25,6 Millionen Einheiten.
Zu den derzeit verlierenden Herstellern gehören nach diesen Zahlen Nokia und LG, zu den Gewinnern Samsung, HTC, Apple und RIM. Sony Ericsson konnte nur sein Android-Geschäft ausbauen.
Android sitzt BlackBerry im US-Smartphone-Markt im Nacken
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben für die aktuelle Ausgabe ihrer MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2010 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen erneut Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 24,5 Prozent (+0,3 Prozentpunkte) an der Spitze, gefolgt von LG (20,9%), Motorola (16,7%), RIM (8,5%) und Nokia (7,0%).
Beim 63,2 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt BlackBerry OS (RIM) mit einem um 5,7 Prozentpunkte nochmals geschrumpften Marktanteil von 31,6 Prozent immer noch an der Spitze. Android (Google) hat ein Wachstum von 7,3 Prozentpunkten hingelegt und liegt weiter auf Platz 2 der Smartphone-Betriebssysteme: mit 28,7 Prozent Marktanteil und vor iOS (Apple) mit 25%. Nach aktuellen IDC-Zahlen hat iOS in Q4/10 im US-Smartphone-Markt BlackBerry OS sogar bereits abgehängt. Für Microsoft bleiben trotz Windows Phone 7 nunmehr nur noch 8,4% (-1,5 Prozentpunkte) und für Palm (HP) nur 3,7% vom Kuchen.
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Juli 68% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 36,4. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 34,4 Prozent (+1,3 Prozentpunkte). Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 24,7 über ihr Smartphone.
Apple hält Platz 5 der Mobiltelefonhersteller
Über 400 Millionen Mobiltelefone haben Hersteller im Weihnachtsgeschäft 2010 weltweit ausgeliefert. Mit diesen Q410-Zahlen zitiert heise.de die Marktforscher von IDC: Danach ist der weltweite Handy-Markt um knapp 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gewachsen. Im Gesamtjahr wurden laut IDC 2010 knapp 1,4 Milliarden Mobiltelefone abgesetzt – 18,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Apple konnte sich nach diesen Zahlen im Gesamtjahr 2010 mit einem Marktanteil von 3,4 Prozent den fünften Platz unter den weltweit größten Mobiltelefonherstellern sichern. Cupertino war erstmals in Q310 nach Einführung des iPhone 4 in IDCs globale Top 5 aufgerückt und hatte dabei den BlackBerry-Hersteller RIM überholt. Die iPhone-Auslieferungen wuchsen 2010 um knapp 90 Prozent. Das größte Wachstum konnte angeblich die Firma ZTE vorweisen, die hauptsächlich Einstiegs- und Mittelklassegeräte in Entwicklungsländern anbietet – inzwischen aber mit “Blade” und “Racer” auch Android-Smartphones im Programm führt. Damit schob sich das chinesische Unternehmen im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2010 vor Apple auf Platz 4.
Nokia hielt im Gesamtjahr weiterhin den ersten Platz und konnte knapp 5 Prozent mehr Geräte ausliefern als 2009 – zugleich sank der Marktanteil des finnischen Unternehmens laut IDC aber von 36,9 Prozent auf 32,6 Prozent. Auf Platz zwei und drei hinter Nokia folgen die Koreaner Samsung und LG Electronics. Samsung legte um 23,3 Prozent zu, während LG im vergangenen Jahr stagnierte. Motorola, Research In Motion und Sony Ericsson hätten das Potenzial, sich 2011 zurück in die Top 5 zu kämpfen, glaubt IDC – denn die drei Hersteller konzentrieren sich auf den schnell wachsenden Smartphone-Markt und liegen mit ihren Stückzahlen dicht hinter ZTE und Apple.
via heise.de
Betrachtet man nicht den gesamten Handy-, sondern nur den Smartphone-Markt, dann hat Android (32,9 Mio. Stück in Q410) Nokia (31 Mio. Exemplare) sogar bereits vom Thron gestoßen, jedenfalls nach Zahlen von Canalys via Reuters
Studien malen Tablet-Sturm an die Wand
2011 wollen sich in Deutschland nur noch halb so viele Verbraucher einen herkömmlichen PC kaufen wie noch 2011. Auch Handys ohne Internetanschluss, DVD-Player und HDTV-Fernseher fallen in Ungnade bei den Konsumenten. Stattdessen liegen 3D-Fernseher sowie vor allem Smartphones und Tablet-PCs im Trend, so eine von horizont.net zitierte Accenture-Studie.
Forrester: Der Boom bei iPad & Co. geht weiter

1 year iPad: Zusammenfassende Infografik von onswipe.com
iPad dominierte Tablet-Markt 2010 noch deutlich
Die Zahl verkaufter “Media-Tablets” ist nach Angaben von IDC vom zweiten zum dritten Quartal 2010 um 45,1 Prozent auf 4,8 Millionen Geräte gestiegen. Davon entfielen 87,4 Prozent auf das iPad. Die Zahl der 2010 insgesamt verkauften Media-Tablets schätzen die Marktforscher auf 17 Millionen. Zusätzliche Impulse erwarten die Marktforscher von der in Q410 erfolgten Einführung des Samsung-Modells Galaxy Tab, des Blackberry PlayBook sowie des Motorola Xoom in diesem Jahr. Überdies arbeitet HP nach der Übernahme von Palm an WebOS-basierenden Tablets – Bilder eines 7-Zoll- und eines 9-Zoll-Prototypen kursieren. Für 2011 sagt IDC einen Absatz von 44,6 Millionen Media-Tablets weltweit voraus. 2012 soll er 70,8 Millionen betragen. 40 Prozent davon sollen jeweils auf Lieferungen in den USA entfallen. Als “Media-Tablets” bezeichnen die Marktforscher Geräte mit Farb-Displays in einer Größe zwischen 5 und 14 Zoll, die ein “leichtgewichtiges Betriebssystem” wie iOS oder Android sowie x86- oder ARM-Prozessoren einsetzen. Die x86-basierten “Tablet-PCs” hätten dagegen ein “volles PC-Betriebssystem” (via heise.de).
Angriff der platten Androiden
Hersteller wie Acer, Motorola, HTC, LG, Samsung oder Toshiba haben konkrete Modelle für die neue Android-Version 3.0 (Honeycomb) angekündigt. Honeycomb wird für Tablets optimiert sein und soll neben neu entwickelten On Board-Apps, Tabs im Browser, Google Maps im neuen Gewand und zahlreiche weitere Neuerungen bringen: hier z. B. das LG G-Slate für T-Mobile mit Android 3.0 im Video. Viele der kommenden Tablets werden mit dem Nvidia Tegra 2 eine neue Generation von Mobilprozessoren nutzen, ein 3D-fähiger Tegra-Chipsatz ist bereits angekündigt. Preislich werden von der Android-Riege voraussichtlich mehr Segmente bedient als beim den oberen Rand markierenden iPad.
Management-Herausforderungen durch Mobile Business
Aus dem wie prognostiziert fortgesetzten Siegeszug von Smartphones und Tablets liest Sempora Consulting sogar neue Herausforderungen ans Management ab. Denn Unternehmen würden im mobilen Internet neue Chancen für Marketing und Vertrieb eröffnet. Mobile Business oder M-Commerce stehe in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum bevor – mit Europa und insbesondere Deutschland als einem der Kernmärkte. Vor diesem Hintergrund führte Sempora von Oktober bis November 2010 zum zweiten Mal nach 2009 eine Befragung von Führungskräften durch. 2.000 Entscheidungsträger wurden branchenübergreifend befragt zu ihren Einschätzungen bezüglich strategischer Potenziale des mobilen Internet, der kommerziellen Relevanz des mobilen Kanals, Entwicklungen und Implikationen von Tablet-PCs, aber auch zu Anwendungsstand und Einsatzfeldern des mobilen Internet. Die breite Mehrheit (80%) der 189 antwortenden Führungskräfte ist davon überzeugt, dass das mobile Internet bereits in drei Jahren für Marketing und Vertrieb eine genauso wichtige Rolle einnehmen wird wie das stationäre Internet. Aus Sicht der befragten Entscheidungsträger bietet das mobile Internet insbesondere hohe strategische Potenziale zur Steigerung der Kundenbindung (75%), zur Verbesserung des Unternehmensimage (71%) sowie zur Erhöhung der Marketing-Effizienz (70%). Zwei Drittel (67%) der Befragten sind zudem überzeugt, durch die Nutzung des mobilen Internet die eigenen Unternehmensumsätze steigern zu können.
Deutliche Unterschiede sehen die befragten Führungskräfte hinsichtlich der relevanten Anwendungsfelder von stationärem und mobilem Internet für den Konsumenten. Das mobile Internet wird für die Anwendungsfelder Social Media, Location Based Services, E-Books kaufen und lesen sowie Couponing als geeigneter eingestuft als das stationäre Internet. Lediglich bei der Einschätzung der Bedeutung für das Online-Shopping liegt der mobile Kanal geringfügig hinter der Relevanz des “klassischen” Internet. Trotz der hohen Relevanz, die dem mobilen Internet beigemessen wird, berücksichtigt nur jedes zweite Unternehmen (51%) bislang diesen Kanal in der eigenen Online-Strategie. 43% der Befragten schätzen Ihren Kenntnisstand zu möglichen Auswirkungen des mobilen Internet auf das eigene Geschäftsmodell als nicht ausreichend ein. Darüber hinaus verfügen 32% der Manager noch über kein klares Bild der Chancen und Risiken des Mobile Business für das eigene Unternehmen – also hohes Potenzial für auf “Mobile” spezialisierte App-Systemhäuser wie Glanzkinder. Als wesentlichen Treiber der Marktentwicklung schätzen die Befragten Tablet-PCs wie etwa das iPad von Apple ein. 80 Prozent der Befragten sind sogar überzeugt, dass sich Tablet-PCs als eigenständiger Marketing- und Vertriebskanal etablieren werden.
Trendthema Enterprise Mobility – Mobiles im Unternehmenseinsatz
Dazu passen Ergebnisse der IDC-Studie “EMEA Enterprise Mobility Survey 2010″, wonach sich der Anteil der mobilen Arbeitnehmer in ganz Europa um etwa fünf Prozent bis zum Jahr 2013 erhöhen wird. Die verstärkte Nutzung von mobilen Unternehmensanwendungen bringt analog zu den App Stores so genannte Enterprise App Stores hervor, die von den IT-Abteilungen aufgebaut und gepflegt werden. Für die Kundenbindung und Kundenkommunikation gewinnt eine mobile Präsenz immer mehr an Bedeutung. Mobile B2B2C-Maßnahmen wie Shops, Zahlungssysteme und Kataloge verändern die das Mobile Business auf dem Weg vom E- zum M-Commerce nachhaltig. Eine bedeutende Rolle soll dabei auch laut IDC Android zufallen (via mac-developer.de).
Die britischen Marktforscher von Ovum zeigten sich soeben in einer Studie zuversichtlich, dass bis zum Jahr 2015 die verschiedenen Android-Versionen auf insgesamt 150 Millionen Geräten laufen werden. Voriges Jahr wurden 14,2 Millionen Exemplare in Betrieb genommen. Die Studie geht von einer jährlichen Wachstumsrate beim Google-OS von 60 Prozent aus. Speziell die neue Mode-Produktgruppe der Tablets/Pads werde bis 2015 klar von Android dominiert – vor Apple iOS, HP WebOS und BlackBerry OS, so Ovum. Überdies sehen die Briten beim Mobile Computing künftig eine Dominanz der Pad-Geräte (via v3.co.uk).
App-Entwickler favorisieren Android
Unter den Softwareentwicklern sehen, laut einer Umfrage von Appcelerator und IDC unter knapp 2.400 App-Entwicklern, etwa 60 % Android als Betriebssystem der Zukunft im Bereich mobiler Applikationen. Der Konkurrent Apple kommt hier mit seinem iOS auf vergleichsweise geringe 35 Prozent. Noch im Juni war bei einer vergleichbaren Umfrage die Kluft zwischen den beiden Plattformen um zehn Prozentpunkte geringer ausgefallen.
72 Prozent der Entwickler sehen Android am besten aufgestellt, wenn es darum geht, eine große Vielfalt an unterschiedlichen Geräten zu bedienen. Das iOS kann hier nur 25 Prozent verbuchen. Vorne liegt Apple weiterhin bei all jenen abgefragten Kategorien, bei denen es darum geht, über die Anwendungsentwicklung kurzfristig das meiste Geld zu verdienen. Andere Plattformen wie WebOS oder Windows Phone 7 spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Neu ist offenbar das Interesse der Befragten daran, Anwendungen für Google TV (44 %) oder Apple TV (40 %) zu entwickeln. Ebenfalls scheinen die Entwickler an der App-Entwicklung für Android-Tablets interessiert zu sein: 62 Prozent scheint ein recht hoher Anteil, ebenso wie die 58 Prozent an Programmierern, die im Januar dieses Jahres zu einem ähnlichen Zeitpunkt Interesse an der iPad-Entwicklung bekundet hatten. Abgeschlagen ist in dem Umfeld die Entwicklung für Tablets auf Basis anderer Betriebssysteme: WebOS- und BlackBerry-Tablets verbuchen 16 Prozent. Bedenken äußern die Befragten hinsichtlich der Fragmentierung bei Android. Hier punktet das iOS als das am wenigsten fragmentierte Betriebssystem (74 %), Android kommt auf gerade mal 11 Prozent.