Dock Reverie II: Augenschmeichler
Mobile Pros kennen das Problem: Da hat man sich schon aus guten Gründen für das derzeit gerade designtechnisch attraktivste Smartphone entschieden. Doch was für den Anwendungsfall “daheim gediegen Musik hören u. dabei das iPhone laden” angeboten wird, hat häufig die Anmutung (und oft auch den Klang) eines 15 Jahre alten “Kofferradios”. Auluxe (AuluxeAcoustic.com) stellt mit dem Reverie II ein iPhone Dock vor, das diesen Notstand beseitigen will. Aus diesem Grund werden die Reverie-II-Docks in 197 Arbeitsschritten handgefertigt und mit einem Holzgehäuse aus Pinienholz mit Ahorn- oder Kirschholz-Furnier an der Frontseite versehen. Die verwendeten Hölzer werden laut Anbieter übrigens ausschließlich aus “Recycling-Prozessen” gewonnen, entstammen also einer denkbar nachhaltigen Produktion.
Für die Beschallung sorgen zwei 3” Bass/Mid Range Speaker sowie zwei 1” Dome Tweeter. Um Energie zu sparen, setzt das System auf Schaltkreise, die als “low-power, aber high-performance (Endstufe 2×15 Watt) Class D digital audio” beschrieben werden. Mit Abmessungen von 401 x 130 x 138 Millimeter soll das Dock edel, aber nicht klobig wirken. Der Adapter für iPhone oder iPod touch findet sich oben am Gerät.
Das gute Stück wird auf der IFA gezeigt (Halle 1.2, Stand 113) und soll ab November 2010 in den Handel gehen – zu einem Preis, über den noch eisern Stillschweigen bewahrt wird. Besagte 197 Arbeitsschritte lassen allerdings das deutlich obere Segment erwarten. Die Distribution wird voraussichtlich über NTP, Amazon sowie all4living.com erfolgen.

Nun auch Android-Sessions im 4010

Während der IFA dreht sich in Berlin wieder alles um Unterhaltungselektronik, speziell die neuesten Trends und Anwendungen. Auch im 4010 – dem Telekom-Shop in Mitte: Dort sollen am 3.09. ab 20 Uhr das Samsung-Smartphone Galaxy S I9000 und weitere neue Mitglieder der Galaxy Familie während der Premiere einer Android-Session im Rampenlicht stehen. Zudem werden Entwickler Android Apps wie PressMatrix, KaufDA oder friendticker vorstellen. Die Veranstaltung für “Technik-Fans, Smartphone-Besitzer und Experten” wird moderiert von Fabien Röhlinger (AndroidPIT.de) und Sebastian Erdbories (Android-Hilfe.de). Der Eintritt ist frei.
iZone: Apps erobern sich IFA-Halle
Schon in vergangenen Jahren ließ sich auf der Internationalen Funkausstellung (03.-08.09.2010, Berlin) stets mehr Zubehör für Apple-Geräte und hier insbesondere für iPhone und iPod touch entdecken. Auf dieses Ausstellerengagement und Besucherinteresse reagiert jetzt die Messe Berlin mit der iZone, einem eigenen Ausstellungsbereich für Hersteller und Distributoren Apple-affiner Produkte und Apps.
Zu den Ausstellern gehören u.a.: Artwizz, B&W Group, Carl Zeiss AG, Gravis, Hypermac, iFrogz, iSkin, Kaspersky Labs, Otterbox, Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Sonoro Audio, Tobit.Software, Yamaha.
Gleichfalls neu ist 2010 der Bereich eLibrary, der sich dem Thema iPad sowie eReader/E-Book Reader wie Kindle & Co. widmet. Hier konzentrieren sich die Messeauftritte von Geräteherstellern und Verlagen.
Apps per Drag&Drop?
Auf der IFA 2010 wird die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik (Fraunhofer ESK) ihren E-Composer einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen: Mit diesem Editor soll es möglich sein, mobile (Web-?)Applikationen ohne eigentliche Programmierung “zusammenzuklicken”. Input für die App können Text-, XML-, Audio- und Video-Dateien sein. Diese werden in einem Baukastensystem individuell zu einer Anwendung zusammen gestellt. Dabei können laut Fraunhofer ESK auch die vom Smartphone bereitgestellten Sensordaten wie z.B. der jeweilige Standort in die App einbezogen werden. Der E-Composer generiert die eigene Applikation wahlweise in Flash (z.B. für Android ab V. 2.2) oder HTML5 (z.B. für Safari/iOS) und macht sie damit kompatibel für die meisten gängigen Smartphones. unklar ist, ob der entstandene Code auf dem Smartphone oder auf einem Web-Server residiert.

E-Composer für die App-Entwicklung ohne Programmierkenntnisse (Quelle: Fraunhofer ESK)
Westerwelle wird Aufsichtsrats-Chef bei Mediola-Entwickler
Dr. Kai Westerwelle ist zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Frankfurter Technologie-Schmiede Tecnovum Technologies AG ernannt worden. Der Bruder des auch als “Schwätzerwelle” bekannten FDP-Vorsitzenden ist Partner bei der internationalen Rechtsanwaltskanzlei Taylor Wessing, Spezialist für Rechtsfragen in der Informationstechnologie und bereits im Aufsichtsrat verschiedener Technologie- und Wagniskapitalgesellschaften tätig. Tecnovum hatte erst zur IAA von sich reden gemacht, als man gemeinsam mit Telefunken das inzwischen Award-gekrönte Mediola-System vorstellte. Mediola soll das iPhone in eine Universal-Fernbedienung für sämtliche Unterhaltungs- und Hauselektronik verwandeln.
Autoladegerät mit Reserveakku
Anlässlich der diesjährigen IFA hatte Griffin Technology, Hersteller von Zubehör für das iPhone und den iPod, seine jüngsten Produktneuheiten vorgestellt, die demnächst auch auf den deutschen Markt kommen. Neben den neuen Schutzhüllen ElanForm Etch Vintage und iClear Sketch interessierte vor allem das neue Produkt PowerJolt Reserve, das die Verwendung von iPhone und iPod im Auto einfacher und angenehmer machen soll. PowerJolt verlängert durch einen abnehmbaren und wiederaufladbaren Akku für iPhone und iPod die Nutzungs- oder Standzeit.
Gleichzeitig erlaubt das Gerät, das iPhone oder den iPod über den Zigaretten-Anzünder im Auto aufzuladen. Während des Aufladens der internen Batterie des iPhones oder iPods wird zugleich auch der Reserveakku aufgeladen, der sich später einfach aus der Tasche holen, an iPhone oder iPod anschließen lässt, wenn deren Akku erneut leer ist. Laut Hersteller bietet das Peripheriegerät “eine zweimal so schnelle Ladegeschwindigkeit wie übliche Ladegeräte und kann ebenfalls zum Aufladen anderer USB-Geräte verwendet werden”. UVP: 39,99 Euro.
zum Griffin-Distributor Eminent Europe
IFA: iPhone als Universalfernbedienung
Telefunken stellt auf der IFA mit “Mediola” ein System vor, das Smartphones wie Apples iPhone und den iPod Touch in eine Universalfernbedienung (All-in-One-Remote) für die gesamte Medien- und Haustechnik im eigenen Heim verwandeln kann. Somit könnte das iPhone künftig abwechselnd Hifi-Anlage, Fernseher, Receiver, DVD-Player, Media Center, Heizung, Beleuchtung, Rollläden, Babyphone, Überwachungskameras oder auch die Gartenbewässerung bedienen. Natürlich ist für die Ansteuerung der via Funk, WLAN oder Infrarot Kommandos erwartenden Geräte ein zentrales Gateway erforderlich. Hierüber nicht erreichbare Geräte sollen über Funksteckdosen zumindest ein-/ausgeschaltet werden können. Auch Anwendungsverknüpfungen sollen möglich werden: So sollen sich beispielsweise iPhone-gesteuert auf einem PC gespeicherte Musik, Bilder und Videos über die Hifi-Anlage und den Fernsehschirm wiedergeben lassen. Mediola soll ab Anfang 2010 ab 500 Euro lieferbar sein; eine Profi-Edition für professionelle Medien- und Gebäudeprojekte wird ebenfalls vorbereitet. Mediola ist ein gemeinsames Projekt von Telefunken und der Tecnovum Technologies AG, einem in Frankfurt a.M. ansässigen Hightech-Unternehmen.
IFA: Universelle Ladestationen
IDAPT, Anbieter “innovativer Lösungen für den mobilen Lifestyle”, hat auf der IFA seine Ladestationen IDAPT2 und IDAPT3 präsentiert. Diese erlauben es, bis zu drei tragbare Geräte gleichzeitig aufzuladen – “ganz gleich welcher Marke und welches Modell”. Zu den Ladestationen gehören austauschbare Anschlüsse, mit denen über eine einzige Station unterschiedlichste Mobilgeräte aufgeladen werden können: Mobiltelefone (darunter wird ausdrücklich auch das iPhone genannt), Navigationsgeräte, MP3-Player, Spielekonsolen, Kameras, Batterien, PDAs und viele mehr. Das Konzept von IDAPT wurde auf der IFA bereits mit dem Plus X Award in der Kategorie “Innovation Bedienkomfort” ausgezeichnet.
Die Universal-Ladestationen sind in mehreren Farben erhältlich – darunter auch Pink… In Deutschland sind die Stationen bereits bei ProIdee, ELV, Konrad sowie online über www.my-idapt.de oder www.idaptweb.com zu bekommen. Mit der Ladestation IDAPT3 können bis zu drei Geräte aufgeladen werden, und die Station kostet samt Zubehör 49,94 Euro. Das kleinere Gerät IDAPT2 (für zwei Geräte) wird ebenfalls mit sechs Adaptern ausgeliefert und kostet 34,95 Euro. Jede Station kann mit weiteren Adaptern ergänzt werden, die je 7,99 Euro kosten.
Event: IFA
Vom 4. bis 9. September findet in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA) statt. Unter dem Motto “Menschen begeistern. Märkte bewegen” kommen beim “Business Event Nr. 1 für Consumer Electronics und Home Appliances” auch wieder jede Menge Hersteller und Anbieter zusammen, die Produkte oder Dienstleistungen für iPhone und/oder iPod touch vorstellen. Dazu gehören neben – natürlich – DTAG/T-Mobile auch Tobit, Navi-Anbieter Navigon, Bluetooth-Spezialist LinTech, Griffin, Edifier (iPhone-Dock m. CD-Laufwerk), Artwizz (MirrorFilm, PowerPlug), Sonos (Controller), Cases von Beyzacases, SeeJacket Crystal, ScratchStopper, invisibleSHIELD, RockridgeSound, Onky, Logitech (Speaker), AEG (Dock), JVC, iPublish Ganske Interactive Publishing (Merian Scout Navigator), Vivanco (Earphones), Samsung, Vestel (TV m. Dock), TEAC, Aiino (Kfz-Ladegerät), Elgato (TV-Connectivity) u.v.m.
Auch im Unterhaltungsteil wird das iPhone unvermeidbar vorkommen: Der IFA-Künstlerpreis ist das kulturelle Highlight am Messe-Samstag. Wenn am 05.09. Profis aus der Kleinkunst-, Tanz-, Comedy-, Magier, Show- und Artistenszene ab 15 Uhr in Halle 15.1 im 8-Minuten-Takt das Messepublikum begeistern, soll laut Veranstalter auch das Apple-Kultphone im Mittelpunkt stehen. Die 8 Künstler stehen mit ihren 8-Minuten-Shows dabei im Wettstreit um 1.000 € Preisgeld.
Übrigens werden die AOL-Kollegen von Engadget live von der IFA berichten.
Event: Mobile Marketing Forum
Die Mobile Marketing Association (MMA) bestätigte jetzt zwölf der weltweit führenden Markenunternehmen als Referenten des jährlichen Mobile Marketing Forum, das vom 09. bis 10. September in Berlin stattfindet. Mit Unternehmen wie Pepsi, BMW, Deutsche Post, Lufthansa, Nestlé, Sony Ericsson und vielen mehr wird sich die diesjährige Veranstaltung auf das Thema “brand experience” fokussieren.
Anschauliche und interaktive Präsentationen, Fallstudien und Podiumsdiskusisonen von den Wegbereitern des Mobile Marketings sollen veranschaulichen, was Marken von “Mobile” erwarten und welche Praktiken derzeit in Europa und weltweit angewandt werden. Aus dem Programm: “Reaching out to sports fans through mobile media” (Nike); “What is the Coca-Cola global approach to mobile marketing?”; “BMW’s use of mobile as a part of its marketing strategy”; “How Publishers Approach the Mobile Channel” (BBC, hier dürfte auch die App BBCReader Erwähnung finden); “Deutsche Post goes mobile”; “Mobile Advertising Case Studies” (Wunderman).
Durch die teilweise zeitliche Überlappung mit der Internationalen Funkausstellung (IFA) wird der Berliner Event für Mobile Professionals nochmals interessanter. Interessenten, die es dennoch nicht einrichten können, wird hier die Registrierung für ‘interaktive’ – also auch das Stellen von Fragen erlaubende – Live Stream Webcasts angeboten. Der Event wird von der MMA gemeinsam mit Informa Telecoms and Media ausgerichtet. Die Teilnahme kostet von 75 Euro (halbtägiger Webcast) bis zu 2.495 Euro (“Gold Pass” für beide Forumstage).