In App Purchase: Das Prinzip Ergänzungslieferung
Der jüngste Report von Distimo widmet sich speziell dem Vertriebskanal in app purchase in mehreren Mobile App Stores.

Verteilung von Apps m. in app purchase auf Kategorien - Quelle: Distimo 0710
Zentrale Ergebnisse:
- Der Anteil von Apps mit in app purchase-Option liegt bei iPad Apps mit 10% ganz erheblich höher als bei iPhone Apps (2%). Die meisten Apps mit Nachkauf-Möglichkeit finden sich in den Kategorien Spiele und Soziale Netze.
- Die erfolgreichste Refinanzierung von Free iPad Apps über in app purchase im App Store (USA, Juni 2010) gelang mit den Apps MobiTV (MobiTV), ESPN 2010 FIFA World Cup (ESPN) und Tap Fish (BayView Labs).
- Die erfolgreichste Refinanzierung von Free iPhone Apps über in app purchase im App Store gelang mit den Apps Guitar Hero (Activision Publishing, Inc.), TomTom U.S.A. (TomTom International BV) und Call of Duty: World at War: Zombies II (Activision Publishing, Inc.).
- Wie schon im Juni-Report von Distimo (beruhend auf Mai-Daten) waren auch im Juni wieder die Apple-Apps Pages und iBooks für das iPad die erfolgreichsten Paid und Free Apps im App Store.
- Erstaunliche drei von zehn der populärsten iPhone Apps im App Store sollen von nur einem Entwickler stammen: Electronic Arts (z.B. Tetris, Trivial Pursuit, Cluedo).
- Quickoffice Connect Mobile Suite for iPad ist im Juni auf Platz 6 der Top 10 Charts “Meistgekauft” eingestiegen und war die umsatzstärkste App nach Pages.
- Neun von zehn der meistgekauften (Paid) iPhone Apps sind Spiele, aber nur zwei von zehn der meistgeladenen (Free) Apps. Zum Vergleich: In Nokias Ovi Store sind sieben von zehn der meistgekauften Apps Spiele, aber nur drei von zehn der meistgeladenen Apps.
Weekend-Fun: MoveColors
Der aktuelle Spieletipp für Mobile Professionals, die sich gerne auch mal beispielsweise mit dem Brettspiel Continuo oder – auf dem iPhone – mit Tetris, Blocks Drop, Bejeweled, Luxor oder anderen Farbensortier-Spielen vom harten Arbeitsalltag erholen: MoveColors von zuuw.com wirkt auf den ersten Blick simpel – Es gilt, farbige Quadrate so zusammenzuschieben, dass sie den Rand des Würfels links und rechts oder oben und unten verbinden (dabei darf es auch um die Ecke gehen) – worauf sie verschwinden und Platz schaffen. Allerdings erscheinen permanent und in steigender Geschwindigkeit neue Farben und sorgen so für Nachschub, aber auch Handlungsbedarf…
Zusätzliche Würze kommt durch Würfel mit speziellen Funktionen bzw. Eigenschaften wie “Mauer” (Fels in der Farbenbrandung), “Bombe” (Obacht), “Joker” (nimmt jede gewünschte Farbe an, wie die FDP
), “Gewitter” (sic) ins Spiel. Ein wenig überraschend, aber gut gemacht, ist bereits der rasante Spieleinstieg. MoveColors kann jederzeit abgebrochen und am letzten Punkt wieder aufgenommen werden.
Die App ist kostenlos und kann bis zum 5. Level gespielt werden. Das ist nach einiger Übung kein Hexenwerk. Weitere 45 Levels lassen sich per in-app-purchase für 79 Cent freischalten. Das wird in aller Regel auch passieren, denn das Spiel macht Spaß – vor allem durch die Steigerung von leicht bis fast nicht hinzukriegen. Fazit: ***
Kassensturz: App m. Barcode-Scanner für die Inventur
In Behörden, in Unternehmen und in Vereinen ist es Pflicht oder Sitte, eine exakte Buchführung über Anschaffungen und vorhandenes Inventar zu unterhalten. Die kostenlose App Inventory Scanner von ACT Smartware GmbH verwandelt das iPhone in einen Barcode-Leser, der überdies noch ergänzende Fotos machen und Texte erfassen kann. Die eingesammelten Daten können mit einer – kostenpflichtigen – Zusatzkomponente via WLAN oder E-Mail auf den PC übernommen.
In Unternehmungen reicht es meist einfach nicht, z.B. einfach nur “PC” zu schreiben, wenn es zehn nahezu identische Geräte in der Firma gibt. Da ist es natürlich vorteilhaft, die exakte Seriennummer zu scannen zu können, die idealerweise als Barcode direkt am Gerät vorhanden ist.
Der Inventory Scanner nutzt natürlich die Fotofunktion des iPhones, um einen vorhandenen Barcode zu fotografieren. Die Scan-Funktion der App ist laut des Anbieters PR-Agentur “besonders stark” und “arbeitet auch noch im Halbschatten, auf runden PET-Flaschen, bei verwischten oder sehr winzigen Barcodes oder selbst dann, wenn der Barcode unter einer reflektierenden Plastikschicht verborgen ist”. Dabei erkennt der Inventory Scanner viele gängige Barcode-Formate, darunter UPC-A, UPC-E, EAN 8, EAN 13, ISBN 10, ISBN 13, 2/5 Interleaved (i25), Code 39, Code 128 und PDF 417. Sogar die quadratischen QR Codes und die Tracking-Nummern von UPS- und FedEx-Paketen werden laut Angaben unterstützt.
Vorteil des Barcode-Scans: Die Produktnummern sind in wenigen Sekunden erfasst und Abschreibfehler gehören ab sofort der Vergangenheit an. Ist am Inventar kein Barcode zu finden, so kann eine ausgewiesene Produktnummer übrigens auch von Hand in der App erfasst werden: Papier und Stift sind beim Einsatz des iPhones und der App Inventory Scanner nicht länger nötig. Ein weiterer Bonus sind die Produktfotos, die sich beim Inventarisieren gleich mit anlegen und anschließend den Einträgen zuordnen lassen.
Die App speichert die Daten in einer SQL-Datenbank und exportiert sie wahlweise via E-Mail oder WLAN auf den Desktop-Rechner. Dabei unterstützt die Software die Übertragungsformate .TXT (CSV), XML und ZIP.
App kostenfrei testen, Export-Funktion nachkaufen
Der Inventory Scanner 1.0 kann ab sofort im App Store (Kategorie Wirtschaft) kostenlos herunter geladen werden. Wen der kostenlose Test überzeugt hat, der kann die Exportfunktion als In-App-Purchase für 7,99 Euro freischalten. Am tollsten wäre noch eine korrespondierende Desktop-Komponente für Gestaltung und Ausdruck eigener Inventar-Barcodes…
Präsentationstraining via App
Die App Body Language ist laut Anbieter “die weltweit erste iPhone App, mit der man Körpersprache ‘just in time’ trainieren kann”. Sie beruht inhaltlich auf Erfahrungen und Veröffentlichungen der Körpersprache-Spezialistin Sabine Mühlisch. Die langjährige Schülerin von Samy Molcho hat sich auf Körpersprache & UnternehmensKöper (VitaC©) spezialisiert.
Der Theorie-Teil der App vermittelt kompakt die wichtigsten Grundregeln zur Anwendung von Körpersprache. Die im Joballtag besonders wichtigen Bereiche “Präsentation” und “Verhandlung” werden über fünfteilige Bildfolgen transportiert, die mit gesprochenen Worten erläutert werden. Kurz vor einer Präsentation oder in einer Verhandlungspause angesehen, wird man erinnert, welche mentale und körpersprachliche Haltung unterstützen kann. Nur zwei Minuten Zeiteinsatz pro Tool und man hat sich noch einmal selbst gecoacht.
Die App beruht auf Software-erzeugten Poser-Figuren, welche die jeweilige Körpersprache darstellen. Die Posen sind animiert und mit entsprechenden Hinweisen vertont. Das Startset Body Language kostet derzeit 0,79 Euro und beinhaltet den Theorieteil sowie das Tool Präsentation-Vorbereitung. Via in app purchase steht zur Wahl, weitere Tools für 0,79 Euro oder auch das ganze Set für 2,99 Euro zu erwerbenden. Derzeit besteht der Zusatz-Content aus acht Lerneinheiten.
Unsere APP OF THE MONTH ist eine wirklich interessante Mobilanwendung, die ein (natürlich weiterhin empfehlenswertes) Management- bzw. Rhetorik-/Präsentations-Training wieder in Erinnerung bringt und entsprechend handeln lässt .
Fazit: *****
Give-away-Aktion: Mit freundlicher Unterstützung von Sabine Mühlisch verschenkt mobileTicker drei Promo-Codes für Body Language an die/den ersten Leser(in), die sich dazu unter klaus at glanzkinder.com meldet. Einsendeschluss ist aufgrund des Hasenfestes erst am Dienstag, dem 06.04. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
iLitfass: Der schnellste Kleinanzeigenmarkt für kurze Zeit gratis
Über die Taschentrödel-App iLitfass lässt sich fast alles anbieten, suchen, finden und kaufen oder verkaufen! Jeder kann hier mitmischen und seinen Artikel vier Wochen lang anbieten. Ein iPhone und die kostenlos im App Store erhältliche App iLitfass ist derzeit schon wirklich alles, was man dazu benötigt. Normalerweise kostet das Einstellen auf iLitfass via in app purchase 79 Cent, doch als Osteraktion bietet die App-Schmiede Glanzkinder für begrenzte Zeit eine Version an, die kostenlose Veröffentlichungen gestattet.
Eine kurze Produktbeschreibung, Preis festlegen, Kategorie bestimmen, ein bis drei Fotos mit der Kamera des Smartphones machen, absenden – und schon ist die “Annonce” geschaltet und erreicht jeden Nutzer der App. Der Interessent sieht die Distanz zum Anbieter in Kilometern auf einen Blick und kann bei Interesse mit dem Verkäufer direkt aus der App per Mail oder Telefon Kontakt aufnehmen und alles weitere für den Kauf besprechen. Hol Dir den Kleinanzeigenmarkt auf Dein iPhone!
iTunes-Link
AutoScout24 mit Search Alert
Version 2.0 der App von AutoScout24 bietet ab sofort eine “Search-Alert”-Funktion: Anwender können individuelle Suchkriterien auswählen und erhalten automatisch eine Nachricht, sobald ein entsprechendes Fahrzeug inseriert wird. Die Funktion kann eine Woche lang kostenlos getestet werden. Nach der Testphase besteht die Wahl zwischen drei Preisvarianten: Die Basis-Ausgabe des Dienstes kostet 1,59 Euro bei einer Laufzeit von einer Woche, die Silber-Variante umfasst drei Wochen und kostet 3,99 Euro. Für die Gold-Variante mit einer Laufzeit von zwei Monaten zahlt der Nutzer 9,99 Euro. Die Anzahl der Search Alerts ist dabei bei allen Preismodellen unbegrenzt. Die Basisfunktionen bleiben weiterhin kostenlos. Bereits im Juli 2009 hatte das Online-Portal AutoScout24 die iPhone-App “AutoScout24 to go” gestartet. Mittlerweile wurde die App laut Anbieter über 200.000 Mal heruntergeladen. Ab März soll die AutoScout24-App nach Unternehmensangaben auch für das Android-Betriebssystem und als Web-Application bzw. mobile Browser-Lösung bereitstehen.
iTunes-Link
Studie: “App Economy” umfasst 2010 6,2 Mrd. $
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden Konsumenten im laufende Jahr 6,2 Milliarden US-Dollar in Mobile Application Stores ausgeben, während die Werbeumsätze auf 0,6 Milliarden US-Dollar geschätzt werden (2009: 4,2 Mrd. Gesamtumsätze). Die Gartner-Analysten prognostizieren, dass die Downloads in Application Stores im Jahr 2010 4,5 Milliarden überschreiten werden, wovon acht von zehn kostenlos sein werden. Spiele bleiben das erfolgreichste Genre, gefolgt von mobile shopping (M-Commerce), Social Networking, systemnahen Dienstprogrammen sowie “Productivity Tools”.
Gartner prognostiziert weiter, dass bis 2013 die weltweiten Downloads in Mobile Application Stores 29,5 Milliarden überschreiten werden. Kostenlose Downloads werden 82 Prozent aller Downloads in 2010 ausmachen und 87 Prozent in 2013. In die Gratis-Downloads sind Apps eingerechnet, bei denen Zusatzmodule Geld kosten (in app purchase) oder für innerhalb der App gekaufte Waren eine Provision erhoben wird. 2013 werden laut Gartner fast ein Viertel aller Umsätze in Mobile Application Stores mit werbefinanzierten Apps erzielt. Den gesamten Report “Dataquest Insight: Application Stores; The Revenue Opportunity Beyond the Hype” gibt es hier.
Während manche wie die Business Week aufgrund der dargestellten Trends bereits das Zeitalter der “App Economy” auszurufen geneigt sind, gibt es auch durchaus Gegenstimmen. Diese verweisen auf die großen Fortschritte beim browserbasierten Zugang, bei Web-Applikationen und Widgets. Eine solche Entwicklung könnte theoretisch – gemeinsam mit einer “always online”-Kultur – den Download-Apps das Wasser abgraben, jedenfalls immer dann, wenn keine mächtigen Datenbanken etc. benötigt werden
Die obenstehenden Gartner-Vorhersagen beziehen sich natürlich nicht nur auf den Vorreiter, Apples erfolgreiche iTunes-Abteilung “App Store”. Längst haben zahlreiche weitere Anbieter nachgezogen und für ihre Betriebssystem- und/oder Endgeräte-Plattformen eigene Mobile Application Stores eingerichtet oder vorbereitet:
Android (official: Open Handset Alliance, Google) – Android Market
Android (General Mobile) – Storeoid (geplant)
Palm – WebOS App Catalog (ab 0310 auch kostenpflichtige Apps)
Moblin – ?
Motorola – SHOP4APPS (geplant)
RIM (official) – App World bzw. BlackBerry Application Storefront (rel. weit entwickelt)
RIM (div. Carrier) – BlackBerry Application Center
Sony Ericsson – PlayNow
Samsung – Samsung Apps (seit 0110)
Symbian (Nokia official) – Ovi Store
Symbian (Liquid Air Lab, AdPlace) – adtronic
Windows Mobile: Windows Marketplace (for Mobile) bzw. “SkyMarket”
iDay pusht gratis
Das iPhone-Entwicklerteam iHanWel bietet seinen Geburtstags- und Eventmanager iDay Deluxe für das iPhone künftig mit kostenlosem Push Service an. Der Push Service gewährleistet sowohl die automatische Aktualisierung der numerischen Anzeige der nächsten Ereignisse am App Icon selbst (also auch ohne Aufruf der App), wie auch die Benachrichtigung über anstehende Ereignisse zu einer frei einstellbaren Uhrzeit. Der Anbieter hatte diesen Push Service schon im Frühsommer integriert, bislang jedoch als kostenpflichtiges in app purchase-Modul angeboten. Seit Anfang Dezember und Update 3.4 bekommen nun alle iDay Deluxe User kostenlosen und dauerhaften Zugriff auf diesen Benachrichtigungsservice. iDay Deluxe kostet 3,99 Euro, es gibt auch eine kostenlose “Lite”-Version.
ihanwel bzw. Hanno Welsch (u.a. iDay, iBody, iLoseWeight, iENo) ist Initiator und Gründungsmitglied von Vieda, dem Verband der iPhone-Entwickler deutschsprachiger Apps.
iTunes-Link Deluxe
Navigon m. Stauwarner u. Autohalterung
Navi-Spezialist Navigon stellt für Version 1.3 seines Navigon Navigator for iPhone nun auch Verkehsinformationen per Mobilfunk bereit. Der Bezug der Infos als Paid Content ist als in app purchase realisiert. Der Einführungspreis beträgt bis Ende November knapp 20 Euro (nur für die Verkehrsinfos, die App selbst kostet beispielsweise mit DACH-Kartenmaterial knapp 70 Euro), danach knapp 25 Euro. Die Infos sollen laut Anbieter schnellere bzw. aktuellere Verkehrsinfos und Stauwarnungen bieten, als die via Traffic-Message-Channel-Dienst (TMC) bezogenen.
Überdies hat Navigon (wie auch TomTom) inzwischen mit dem sog. “iPhone Design Car Kit” eine Autohalterung vorgestellt. Für rund 40 Euro erhält man ein Ladegerät via Zigarettenanzünder und eine Halterung mit Saugnapf für die Windschutzscheibe. Hoch- oder Querformat-Betrachtung sind möglich. Das konkurrierende TomTom-Modell kostet rund 100 Euro, bietet aber dazu auch Lautsprecher und Mikrofon (Freisprechfunktion) sowie einen eigenen GPS-Empfänger.
News Push: App soll mehrere Zeitungen bündeln
Nach Informationen von werben&verkaufen (w&v) prüfen einige Tageszeitungen, einen gemeinsamen “Kiosk” auf dem iPhone einzurichten. In seiner letzten Ausbaustufe soll der digitale Kiosk Zeitungsinhalte aus ganz Deutschland vertreiben. Ein entsprechendes Konzept mit dem Arbeitstitel “News Push” präsentierte Marktwert.IT bislang einem runden Dutzend Verlagen, die sich in dieser Woche bei der Augsburger Allgemeinen trafen.
Zu den eingeladenen Verlagen gehören dem Vernehmen nach unter anderem die Schwäbische Zeitung, die Nordsee-Zeitung und die Rhein-Zeitung. Das w&v vorliegende Konzept sieht vor, dass jede Nachricht mit dem Namen bzw. Kürzel der jeweiligen Zeitung gekennzeichnet ist. Die Verlage erhalten eine Beteiligung am Verkauf und können den Umsatz jedes einzelnen Artikels in Echtzeit abrufen. Einem Rechenbeispiel zufolge kostet der Einzelabruf eines Beitrags 0,79 Euro. Daneben sollen auch ganze Channels abonnierbar sein, etwa die Gesamtausgabe oder bestimmte Ressorts.
Das Modell sieht eine Ausschüttung von 50 Prozent an die Verlage vor, 30 Prozent behält bekanntlich Apple ein, und 20 Prozent gehen an Marktwert.IT. Der TKP (Tausenderkontaktpreis) für den Verlag läge somit bei ca. 320 Euro netto. Marktwert.IT hält eine Million Downloads (vermutlich inklusive des in app purchase) bis Ende 2010 für machbar.
via w&v