MM: Samsung wächst weiter m. 7%

millenial media logoSoeben wurde der aktuelle Mobile Mix-Report der Spezialisten für mobile Werbung und Kampagnen von Millennial Media (MM) veröffentlicht. Er beruht auf Daten von Oktober 2011. Aus den Ergebnissen:

Q311: Smartphone-Absatz +42%

Gartner LogoLaut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wurden im dritten Quartal 2011 (Q311) weltweit 440,5 Millionen mobile Endgeräte verkauft. Das entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Nachfrage bei Feature oder Dumb Phones (Handys, die keine Smartphones sind), ist vor allem in Schwellenländern weiterhin hoch. In Q311 wurden allerdings mit 115 Millionen Geräten 42 Prozent mehr Smartphones verkauft als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Betrachtet man den Absatz über alle Mobiltelefone, so ergibt sich folgende Hitliste: 1. Nokia (23,9% Marktanteil in Q311, in Q310 waren das noch 28,2% gewesen); 2. Samsung (Q311 17,8%, Q310 17,2%); 3. LG Electronics (Q311 4,8%, Q310 6,6%); Apple (Q311 3,9%, Q310: 3,2%), 5. ZTE (Q311 3,2%, Q310 1,9%); 6. RIM (Q311 2,9%, Q310 3,0%); 7. HTC (Q311 2,7%, Q310 1,6%); 8. Motorola (Q311 2,5%, Q310 2,1%); 9. Huawei (Q311 2,4%, Q310 1,3%); 10. Sony Ericsson (Q311 1,9%, Q310 2,5%).

Werden nur Smartphones betrachtet, so hat Samsung mit einer Umsatzverdreifachung der weltweit abgesetzten Stückzahlen erstmals Nokia als Nummer 1 verdrängt.

Android OS läuft laut Gartner auf 52,5 Prozent aller in Q311 neu verkauften Smartphones. Die Verfolger: 2. Symbian (16,9%); 3. iOS (15,0%); 4. BlackBerry OS (11%); 5. Bada (Samsung: 2,2%); 6.Microsoft (Windows Mobile und WP7 zusammen mit nur 1,5%!); 7. Rest (0,9%). Erstaunlich ist das abrupte Verschwinden des ehedem sehr beliebten, inzwischen aber abgekündigten WebOS (Palm, Hewlett-Packard) aus den aktuellen Absatzzahlen.

Mehr Infos im Report “Market Share: Mobile Communication Devices by Region and Country, 3Q11″, der hier geordert werden kann.

Ergänzende SSI-Ergebnisse
Auch Survey Sampling International (SSI hat eine entsprechende Studie durchgeführt und die Ergebnisse aus neun Ländern hochgerechnet. Hiernach würden 95% der Weltbevölkerung Handys besitzen – wenn man vernachlässigen würde, dass etliche Menschen mehrere haben – und enorm viele natürlich gar keinen Zugang zu Elektronik-Geräten..! Hong Kong (99%), China (98%) und Schweden (98%) haben SSI zufolge den höchsten Anteil an Handybesitzern, während ausgerechnet die USA (89%) den niedrigsten Anteil aufweisen sollen.

Weitere Ergebnisse: 42% aller Handybesitzer haben bereits ein Smartphone. 58% der Handybesitzer ohne Smartphone planen, sich als nächstes Handy ein Smartphone anzuschaffen. Bei den Personen, die den Kauf eines Smartphones planen, sind Apples iPhones die beliebteste Gerätesorte. Wenn das Geld keine Rolle spielen würde, würden fast ein Drittel der Befragten weltweit ein Apple iPhone vorziehen. Samsung (12%), Nokia (10%), Sony Ericsson (8%) und BlackBerry (7%) zählen ebenfalls zu den Top 5 der beliebtesten Marken.

Zwischen Faszinosum und Frustquelle: Smartphones
Auch wenn Smartphones beliebt und begehrt sind, können sie frustrierend sein. Siebenunddreissig Prozent der Befragten geben beispielsweise an, dass die Akkulaufzeit sehr oder sogar extrem frustrierend ist. Fast ein Viertel der Befragten sagt, dass Websites, die nicht für Smartphones optimiert wurden, sehr oder extrem frustrierend sind. Zudem sind 19 % der Befragten durch unerwartete Änderungen in der Displayausrichtung (Rotation) und die Bildschirmtastaturen, die sie als zu klein für ihre Finger empfinden, sehr oder extrem frustriert.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Umfrage, die über 4.500 Erwachsenen auf SSI-Online-Panels durchgeführt wurde.

MM: Android führend bei Ad Impressions

millenial media logoMillennial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Just wurde der aktuelle Mobile Mix-Report mit Daten für Q3/11 veröffentlicht. Aus den Ergebnissen:

  • Die auf unter iOS betriebenen Smartphones und Tablets rückführbaren Ad Impressions im MM-Netzwerk wuchsen um 60 Prozent im Vergleich zum Betrachtungszeitraum im Vorjahr. iPad Ad Impressions gesondert betrachtet legten um 456 Prozent im Vergleich zu 2010 zu.
  • Das iPhone als Einzelplattform generierte 54 Prozent der iOS Impressions im MM-Netzwerk, iPad und iPod Touch gemeinsam kommen auf die restlichen 46 Prozent.
  • Die nach Impressions führende Plattform bleibt aber Android: In Q311 stammten 56 Prozent der Smartphone und Connected Device (z. B. iPad, iTouch, Samsung Galaxy Tab, PSP etc.) Impressions von Android-Geräten.
  • Nach Gerätemodellen betrachtet, laufen 15 der Top 20-Mobiles im MM-Netzwerk unter Android – sechs davon stammen von HTC.
  • Nach Ausgaben für Apps separiert, erzielt Android einen Anteil von 49 Prozent im MM-Netzwerk. Dies entspricht 20 Prozent Zuwachs im Vergleich zu Q211.
  • Die beliebteste App-Kategorie bleibt Spiele/Games, sie legte im Vergleich zum Vorquartal nochmal um 26 Prozent zu.
  • zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen Mobile Mix

Android u. Samsung in USA weiter top

comScore LogoDie Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von Juli bis September 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen wie gewohnt Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 25,3 Prozent an der Spitze, gefolgt von LG (20,6%), Motorola (weiter schrumpfend, 13,8%), Apple (10,2%; +1,3 Prozentpunkte) und schließlich RIM (7,1%).

Android nähert sich 50% Marktanteil
Beim 87,4 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt weiterhin Android mit bis September nochmals kräftig auf jetzt 44,8 Prozent geklettertem Marktanteil vor iOS (27,4%), BlackBerry OS (RIM; 18,9; -4,6 Prozentpunkte!). Für Microsoft bleiben trotz Windows Phone 7 nur noch 5,6% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,8%).

Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Juli 71,1% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 42,9%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 42,5 Prozent (+3 Prozentpunkte). Mocial: Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 31,5 Prozent über ihr Smartphone.

M-Banking mit Apps wächst stetig
Eine weitere comScore-Auswertung ergibt, dass im zweiten Quartal 2011 32,5 Mio. US-Amerikaner Kontoinformationen über ihr mobiles Endgerät abgerufen haben. 12,7 Mio. US-amerikanische Smartphone-Nutzer verwenden hierfür Banking Apps. Dies stellt im Vergleich zu Q410 einen bemerkenswerten Zuwachs von 45 Prozent dar.

Mobile Ads +46% in Europa

Die Zahl der Mobile Ad Impressions in Europa ist in den letzten 90 Tagen um 46 Prozent gestiegen. Das ist ein Ergebnis des europäischen Quarterly Mobile Insights Report (Juli – September) von InMobi, dem nach eigenen ANgaben weltweit größten unabhängigen Netzwerk für Mobile Advertising. Insgesamt hat InMobi fast 15,5 Milliarden Impressions für Europa im vergangenen Quartal in seinem Netzwerk gezählt.

Das Apple iPhone 4 ist mit 7,2 Prozent Marktanteil auch weiterhin das beliebteste Endgerät in Europa – gefolgt vom Samsung Galaxy S (GT i9000) mit 4,9 Prozent und dem HTC Desire S mit 3,1 Prozent. Bei den Betriebssystemen liegt Android OS mit 33 Prozent der Werbe-Impressions jedoch klar vor Apples Betriebssystem iOS mit 14,9 Prozent.
Dies bestätigt den stetigen Android-Aufwärtstrend der vergangenen neun Monate. Allein in den letzten 90 Tagen konnte Googles mobiles Betriebssystem acht Prozentpunkte dazugewinnen, während Apple im selben Zeitraum Anteile verloren hat. Weltweit hat Android im dritten Quartal 2011 erstmals Nokias Symbian an der Spitze der Betriebssysteme abgelöst.

Die aktuelle Version des InMobi Mobile Insights Report kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Der Report kombiniert Daten aus Konsumenten-Umfragen via mobiler Endgeräte mit Daten aus InMobis Netzwerk in sechs Kontinenten und 200 Ländern.

“4S” – New iPhone on the block

Wie erwartet hat der neue Apple-CEO Tim Cook gestern ein neues iPhone-Modell vorgestellt. Statt gleich zwei Geräten, darunter eine neue “iPhone 5″-Gerätegeneration, von der die Gerüchteküchen übergekocht waren, ist es nun “nur” das optisch identische iPhone 4S geworden, dessen innere Werte jedoch beeindrucken (s.u.). Das “One More Thing” bei Cooks Keynote bzw. Stevenote war die persönliche Assistent-Funktion “Siri”, die sich per Sprache bedienen lässt. Siri hilft laut Cook Dinge zu erledigen, indem man einfach danach fragt. Zum Beispiel bei der Frage “Werde ich dieses Wochenende einen Regenschirm benötigen?” werde verstanden, dass nach einem Wetterbericht gesucht wird. Siri kann auch nach Personen in den Kontakten suchen und dies mit einer Aufgabe verknüpfen (“Erinnere mich an Direktor Kauffels’ Geburtstag”). Wir sind gespannt…

Laut Apple hat das iPhone 4S einen doppelt so schnellen Prozessor wie der direkte Vorgänger, das iPhone 4 (vgl. iPhone 3GS vs. 3G). Die Grafikleistung soll sich sogar versiebenfachen. Die US-Preise gibt Apple mit 199 US-Dollar (16 GB), 299 Dollar (32 GB) und 399 (64 GB) an, Deutschland-Preise folgen. Der Verkaufsstart in Deutschland ist am 14.10.2011, ab diesem Freitag kann vorbestellt werden.

Die neue 8-Megapixel-Kamera des 4S präsentierte Apple mit “der fortschrittlichsten Optik, die es jemals in einem Telefon gab” und “1080p Full-HD-Videos”. Die Startzeit der Kamera-App soll verbessert und die erforderliche Zeit zwischen zwei Aufnahmen halbiert worden sein. Endlich gibt es Zugriff auf die Kamera vom Sperrbildschirm aus und man kann den Lautstärke-Knopf nutzen um schnell einen Schnappschuß zu machen – wie Billigst-Handys das schon lange vormachen. Neue iOS 5-Funktionen beinhalten eine eingebaute Twitter-Integration und iMessage, um sofort Bilder über Twitter direkt aus der Fotos-App teilen zu können und Bilder über iMessage an Einzelne oder Gruppen zu senden.

iOS 5
Die “über 200 neue Funktionen” des parallel vorgestellten iOS 5 beinhalten neben dem von Android inspiriert wirkenden Notification Center auch iMessage für die Kommunikation zwischen iOS 5-Nutzern zu versenden. Der neue Betriebssystemstand wird außerdem als kostenloses Software-Update für iPhone 4- und iPhone 3GS-Kunden verfügbar sein.

Technicals Specs iPhone 4S

Broadcast zum Apple Event

Autor: klaus, veröffentlicht am: 5. 10. 2011

Kategorien: iPhone Programmierung

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Kritikpunkt mobile Webperformance

Deutsche Smartphone-Nutzer erwarten von mobilen Webseiten und Anwendungen die gleiche Performance wie an ihrem stationären PC und zeigen sich von den tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten folgerichtig enttäuscht. Das ist das zentrale Ergebnis der weltweiten Studie “What Users Want from Mobile” von Compuware, bei der auch 500 Smartphone-Nutzer aus Deutschland befragt wurden. Besonders beim Thema Schnelligkeit sind die Deutschen anspruchsvoll: 68 Prozent erwarten, dass sich eine Website in maximal drei Sekunden lädt. Im weltweiten Vergleich liegen sie damit an zweiter Stelle noch vor den Indern und US-Amerikanern (jeweils 58 Prozent), den Franzosen (57 Prozent), den Australiern (50 Prozent) und den Briten (48 Prozent). Nur die Chinesen sind mit einem Anteil von 73 Prozent noch ungeduldiger.

Weitere zentrale Ergebnisse der Umfrage:

  • Steigende Ansprüche – 71 Prozent der User erwarten, dass mobile Webseiten auf ihren Endgeräten genauso, fast genauso oder sogar schneller als auf ihren Desktop-PCs laden. 2009 waren das nur 58 Prozent.
  • Need For Speed - Die mobilen Sites bzw. Apps laden immer noch sehr langsam: Beim Laden einer Website hatten im letzten Jahr 57 Prozent Probleme und 47 Prozent beim Laden einer App auf ihrem iPhone. Lange Ladezeiten waren insgesamt das größte Ärgernis, dicht gefolgt von Webseiten oder Applikationen (Web-Apps) die Abbrüche oder eine Fehlermeldung produzierten.
  • Damage done – Der Imageschaden vollzieht sich schnell und ist dauerhaft: 46 Prozent der Smartphone-User planen nicht zu einer Seite zurückkehren, die Probleme beim Zugriff hatte. 57 Prozent würden diese Seite nicht weiter empfehlen. Mobile Webseiten oder Anwendungen, die langsam oder gar nicht laden, haben einen negativen Einfluss auf Umsatz und Marke.
  • Bleierne Realität – Die tatsächliche Performance hinkt den Erwartungen hinterher: 74 Prozent der mobilen Web-Anwender sind nicht bereit, länger als 5 Sekunden auf das Laden einer Website zu warten, bevor sie diese wieder verlassen. Diese Erwartung wird nicht erfüllt, wie die Daten für die USA zeigen: Dort haben 77 Prozent der relevantesten mobil erreichbaren Webseiten aus verschiedenen Branchen Ladezeiten über fünf Sekunden.

“Immer mehr Menschen surfen mobil im Internet. Das bietet gerade für Onlinehändler ein enormes Wachstumspotential. Laut ABI Research wird der Umsatz im Bereich M-Commerce weltweit bis 2015 auf etwa 87 Milliarden Euro steigen. Doch die hohen Erwartungen der Nutzer werden zu oft enttäuscht. Wer mobil surft, benötigt schnell Informationen, ob beim Einchecken am Flughafen, der Suche nach der nächsten möglichen Zugverbindung oder beim Preisvergleich im Elektronikladen. Performance-Probleme haben hier eine noch größere Wirkung als von einem festen Standort aus”, ordnet Amir Rozenberg die Ergebnisse ein. Rozenberg ist als Product Manager bei Compuware verantwortlich für Mobile Technology. “Nur wer hier nachlegt und dieselbe Performance-Qualität wie bei der stationären Internetverbindung bietet, wird das Wettrennen um neue Smartphone-Kunden gewinnen.”

9 Argumente pro Mobile Marketing

Jamie Turner ist vielgefragter Referent und Gründer von 60 Second Marketer. In einem lesenswerten Post auf dem HubSpot Blog liefert er “facts und figures”, die belegen sollen, warum Mobile Marketing – neben Cloud Computing und Social Media – das nächste ganz heiße Thema ist. Dies erweist gleichzeitig, warum die Potenziale von App-Programmierung derzeit noch kaum auslotbar sind. Seine neun Begründungen:

  • 1. Das Wachstum des Produktes iPhone war zehnfach schneller als das Wachstum des Dienstes AOL/America Online (laut Nielsen).
  • 2. Menschen benötigen im Schnitt 26 Stunden, eine verloren gegangene Geldbörse zu melden. Der entsprechende Wert für ein Mobiltelefon beträgt nur 68 Minuten (laut Unisys).
  • 3. Der Planet beherbergt derzeit 6,8 Mrd. Menschen. 5,1 Mrd. davon besitzen ein Mobiltelefon, aber nur 4,2 Mrd. eine Zahnbürste (laut Mobile Marketing Ass. Asia).
  • 4. In einigen Ländern und Gesellschaften gibt es mehr Mobilfunkverträge als Menschen (laut Mobile Marketing Ass.)
  • 5. Menschen benötigen im Schnitt 90 Minuten um auf eine E-Mail, aber nur durchschnittlich 90 Sekunden, um auf eine SMS zu reagieren (laut CTIA.org).
  • 6. 70 Prozent aller von Mobilgeräten aus angestoßenen Suchen (Mobile Searches) führen binnen einer Stunde zu irgendeiner Form von Handlung (z. B. Produktkauf; laut Mobile Marketer).
  • 7. Mobile Coupons werden zehnmal häufiger eingelöst als “normale Coupons (laut Borrell Ass.).
  • 8. Es gibt mehr Mobiltelefone als TV-Geräte auf dem Planeten (laut Jupiter).
  • 9. 91 Prozent aller US-Bürger haben ihr Mobiltelefon rund um die Uhr in Reichweite (sprich 24/7; laut Morgan Stanley).

MM: 23% aller Kampagnen zielen auf App Downloads

millenial media logoMillennial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Unlängst wurde der aktuelle S.M.A.R.T.-Report (Scorecard for Mobile Advertising Reach and Targeting) veröffentlicht, der zugleich den 50. Report des Hauses darstellt. Hier bot sich ein Vergleich mit dem ersten S.M.A.R.T.-Report vom März 2009 an. Aus den Ergebnissen:

  • 44 Prozent aller Kampagnen in Q211 nutzten “Local Market Targeting”. Im März 2009 traf dies auf weniger als zwei Prozent zu.
  • Die Anzahl der mobilen Nutzer von Video in den USA ist um rund 40 Prozent von Jahr zu Jahr gestiegen.
  • Die einzigen zwei Geräte, die sowohl im März 2009 wie in Q211 in den Top 20 der Geräte erscheinen, sind Apple iPhone und RIMs BlackBerry Curve.
  • Während heute 60 Prozent der Geräte im MM-Werbenetzwerk einen Touchscreen haben, waren dies 2009 erst 33 Prozent.
  • Heutzutage leiten 23 Prozent aller Kampagnen Konsumenten zu einem Mobile App Store oder einer anderen Seite für den App Download. Zu Zeiten des ersten S.M.A.R.T. Reports traf dies nur auf drei Prozent zu.

zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen S.M.A.R.T.-Reports

Lesetipp: Android Magazin

Der Strom der Print-Titel aus der “Mobile”-Abteilung reißt vorläufig nicht ab. Mit dem “Android Magazin” zielt der in Perg/Österreich ansäßige CDA Verlag durchaus hoch: Es gibt ein Redaktionsbüro in Berlin und das Mag wird in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg vertrieben (ließ sich allerdings bei mehreren grundsätzlich prächtig sortierten Köln/Bonner Reisepressebuchhandlungen nicht ausmachen). Das aus Sicht von Herausgeber Harald Gutzelnig “erste deutschsprachige, regelmäßig erscheinende Android-Magazin” ging bereits am 10. Juni mit der Juli-/August-Nummer an den Start. Diese lag uns auch zur Lektüre vor, bei der zunächst das frische, bildfreudige und lesefreundliche Layout auffiel.

Laut Chefredakteur Raphael Schön und Redaktionsleiter Andreas Gutzelnig hält sich die Redaktion besonders viel auf die über 100 App-Tests zugute, “da das volle Potenzial eines Android-Gerätes nur mit den richtigen Apps voll ausgereizt werden kann”. Zuvor aber gibt es lifestylige News, die Rubriken Report (Android 3; nichts, was nicht vor 3 Monaten schon auf heise.de gestanden hätte) sowie Technik: Zum einen mit Hardware-Tests zu Samsung Galaxy S2, LG Optimus Speed, Sony Ericsson Xperia Arc, Google Nexus S (Samsung), HTC Incredible S, die u.a. durch die Farbcodes auch Schnell-Lesern auf einen Blick zugänglich sind. Zum anderen mit dem Überblick “Die besten Android Smartphones”, der zusätzlich das Xperia Play, das Desire Z, das Wildfire S sowie von Motorola Defy und Milestone 2 würdigt. Der Versuchung, den Testpark mit den verschiedenen iPhone-Generationen ganz oder in einzelnen Referenzpunkten zu vergleichen, wird dabei komplett widerstanden. Nützlich, besonders für alle, die jetzt noch unentschlossen sind, ist der folgende Beitrag “Ausblick auf kommende Smartphones”, der auflistet, was die Hersteller für 2011 noch angekündigt haben – und mit welchen Spezifikationen.

Die nächste Strecke huldigt dem Breiten, Flachen und titelt “2011 – Das Jahr der Android Tablets” (hier gibt es allerdings Experten, die das noch ganz anders berurteilen. Aus Glanzkinder-Sicht lässt sich immerhin dazu sagen, dass auf die mobileTicker-App for Android bereits zu knapp 9 Prozent allein vom Samsung Galaxy Tab zugegriffen wird): Hier kommen neben besagtem Samsung-Flachmann das Motorola Xoom, Acer Iconia A500 und LG Optimus Pad zu Ihrem Recht. Wieder wird auch ein Ausblick auf kommende Tablets gegeben, darunter das Nexus-Tablet (LG).

Gadgets und Zubehör ist eine weitere Rubrik, die so spaßige Dinge wie eine Skibrille mit Head mounted display, eine Smartphone-Fernbedienung (Sony Ericsson LiveView) oder so erzpraktische wie externe Tastaturen (NoName/Amazon) aufführt.

Endlich ist nun auch die Rubrik Apps erreicht, mit ihrem Glanzstück “Die 100 besten Apps”. Weitgehend Market-analog gegliedert nach dem Saisonthema Urlaub, Navigation und Reisen, Büro & Finanzen (die üblichen Verdächtigen wie Documents To Go), Nachrichten & Wetter (schmerzlicherweise ohne mobileTicker ;-) ), Bildung & Wissen, Soziale Netze & Kommunikation, Sport, Gesundheit & Fitness, Shopping & Lifestyle, Musik & Unterhaltung, Grafik & Fotografie, Tools & Gadgets und natürlich Spiele. Vorgeschaltet ist ein kleines How-to (Apps installieren, löschen, QR Codes) für Newbies. Die Rezensionen sind auf den Punkt und inhaltlich sowie sprachlich deutlich über dem Niveau von Apps&Co. etc. Beispielsweise wird die schreckliche XING-App zurecht gegeisselt. Eine Note von bis zu fünf Androiden-Männlein gibt schnellen Überblick. Wer es noch schneller braucht, blättert gleich bis zu den Überblicksseiten 68-71.

Die fortgeschrittenen, freiheitsliebenden unter den Leser adressiert die Anleitung “Android Handy rooten” (vgl. Jailbreak) unter Tipps. Hier finden sich auch Hinweise auf App Stores für Endgeräte mit Root-Rechten sowie der Verweis auf die XDA-Community für Custom-ROMs. Allerwelts-Tipps zur Verlängerung der Akku-Standzeit oder zum Smartphone-Schutz runden eine gelungene Erstausgabe (84 Seiten) ab. Detailkritik: Eine Inhaltsangabe und Erläuterungen zur Heft-CD (die Tools für Smartphones und Tablets sowie Video-Reviews enthält) werden vermisst. Das Einzelheft kostet 5,90 Euro (kein Abo-Preis und keine Erscheinungsfrequenz angebeben, es sieht aber nach zunächst zweimonatiger Erscheinungsweise aus). Fazit: eine mehr als willkommene Bereicherung der Szene, ****.

Leseprobe Ausgabe 2 (ab morgen im Handel) u. Bestellmöglichkeit>

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