Enterprise-Mobility-Strategien
Nach Prognosen des US-Marktforschers Forrester Research werden bis 2014 weltweit 85 Prozent der Beschäftigten geschäftliche Aufgaben mobil per Smartphone oder Tablet-PC erledigen. Dabei geben häufig die Fachbereiche und Führungskräfte eines Unternehmens das Tempo der Einführung des Mobile Business vor. “Der CIO und die IT-Organisation müssen genau deshalb eine unternehmensweite Enterprise-Mobility-Strategie etablieren. Andernfalls umgehen die Mitarbeiter die vorgegebenen IT-Standards und nutzen ihre privaten Mobilgeräte für Businesszwecke”, rät Tobias Wahner, Geschäftsführer der ITML GmbH und verweist damit auf den BYOD-Effekt (Bring Your Own Device .
ITML ist ein SAP-Systemhaus, das seinen Kunden Komplettservices für “Enterprise Mobility” anbietet. Vor allem erarbeiten die Experten von ITML in enger Kooperation mit den Fachbereichen und dem Management des Kunden eine unternehmensweit einheitliche Mobility-Strategie. Diese soll laut Anbieter exakt auf die individuellen Anforderungen des Kundenunternehmens zugeschnitten sein und auch in die Geschäfts- und IT-Strategie eingebettet werden. Gemeinsam mit dem Kunden werden zunächst die bewertbaren Business-Ziele für den Mobility-Einsatz festgelegt. Dann werden die Geschäftsprozesse ermittelt, für die mobile Lösungen einen konkreten geschäftlichen Mehrwert bringen, und die Abläufe für die geplanten mobilen Szenarien werden spezifiziert. Ein klassisches Beispiel ist dabei natürlich der mobile Direktzugriff auf Informationen zur aktuellen Auftragslage oder zur Umsatzentwicklung aus dem Business Warehouse von SAP für das Management oder Zugriff auf die Kundenhistorie in SAP ERP für den Vertrieb.
ITML berät darüber hinaus bei der Auswahl der passenden mobilen Endgeräte, Plattformen (Betriebssysteme) und Lösungen (Apps) und liefert Hilfestellung bei der Entscheidung für das Betriebskonzept. Der Kunde kann den Betrieb und das Management seiner mobilen Geräte und Lösungen in Eigenregie übernehmen oder diese Leistungen als (Mobility as a) Service beziehen.
MDM “Out of the Box”?
IT-Verantwortliche stehen bekanntlich derzeit vor einer weiteren großen Herausforderung dadurch, dass Mitarbeiter ihre privaten Mobilgeräte nach der Devise “Bring Your Own Device” (BYOD) auch für geschäftliche Aufgaben nutzen. Das Thema bringt neue Sicherheitsrisiken, zudem fehlen in der IT-Organisation häufig die erforderlichen personellen Kapazitäten, um den Aufbau mobiler Geschäftsprozesse rasch genug umzusetzen. Eine Antwort kann Mobile Device Management (MDM) sein, das nun auch vom SAP-Systemhaus ITML angeboten wird. Die Pforzheimer offerieren “mobile Lösungen – von der Beratung über die Strategie bis hin zum Betrieb – und umfassende “Out-of-the-Box”-Services für die Verwaltung mobiler Endgeräte”. Dabei ist natürlich u.a. auch an mobilen Zugriff auf Daten und Prozesse aus den zentralen EPR-Systemen gedacht.
Das ITML-MDM übernimmt laut Anbieter die Verwaltung der mobilen Endgeräte (Smartphones und Tablet-PCs) sowie der darauf installierten Business-Anwendungen (Apps) und stellt um die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien (Policy Management) und Compliance-gerechten mobilen Standards sicher. Unterstützt werden die mobilen Betriebssysteme Windows Mobile, iOS und Android. Technisch wird MDM in einem Service-Rechenzentrum mit der Administrationslösung Afaria von Sybase (SAP) umgesetzt. Hier werden zunächst alle Mobilgeräte, die die Endanwender für geschäftliche Zwecke einsetzen, automatisch erfasst und registriert (Asset Management).
Bei Security-Problemen können die betroffenen mobilen Devices per Remote-Zugriff sofort gesperrt und – falls nötig – die darauf gespeicherten Daten gelöscht werden. Das ist der Fall, sollte ein Gerät verloren gehen oder gestohlen werden oder wenn gravierende Sicherheitslücken auftreten, etwa durch die Aufhebung von Nutzungsbeschränkungen wie einem (Jailbreak). Das Paket kann auch als Software as a Service (SaaS) bezogen werden.
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