MM: Mobile Ads im Unterhaltungsbereich
Millennial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Unlängst wurde der aktuelle S.M.A.R.T.-Report (Scorecard for Mobile Advertising Reach and Targeting) veröffentlicht, der einen Schwerpunkt zu Mobile Advertising in der Unterhaltungsbranche enthält. Aus den Ergebnissen:
- Mobile Kampagnen in diesem Teilmarkt hatten im Oktober 2011 ff. Ziele: Product Launch (50%), in Filialen locken (15%), auf Landing Page leiten (12%), [...] Brand Awareness (Markenbewusstsein schärfen, 8%), Lead Generation (direkte Verkäufe bzw. Registrierungen, 4%.
- Die beworbenen Produkte dieser Kampagnen waren: Kinofilm (42%), TV-Programm oder Sendung (26%), DVD-Veröffentlichung (19%), Theateraufführung (5%), Konzerttickets (5%).
- Die hauptsächlich angestrebten Aktionen (“Post-Click Campain Action Mix”) des mobil Umworbenen waren: Video betrachten (54% bei Unterhaltungskampagnen, im Vergl. zu nur 25% bei allen Kampagnen). Auf Rang zwei folgt Mocial (eine mobile Social-Network-Interaktion, 35% Entertainment Campaigns, 21% all Campaigns. Der App-Download hat sich in Entertainment-Kampagnen noch weniger als Aktion durchgesetzt: 15% für Entertainment Campaigns im Vergl. zu 40% für alle Kampagnen!
zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen S.M.A.R.T.-Reports
Mit Handy-Coupons Kunden gewinnen
Mobile Business verändert auch den Handel – Konsumenten können mit Smartphones und Tablets auf allen Stufen des Kaufentscheidungsprozesses das mobile Internet und/oder Apps nutzen – und sie tun dies auch. Um so wichtiger sind mobile Kaufanreize auf einem oder beiden dieser Kanäle. Die Studie “Mobile Couponing 2011 – Studie zum Einsatz und Potenzial mobiler Coupons und Coupon-Apps” wurde vom E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit GS1 Germany durchgeführt. Sie belegt, dass gerade der Einfluss von Handy-Gutscheinen auf das Kaufverhalten extrem vielversprechend ist: Für den Handel lohnt sich ein Einsatz von Coupons bislang vor allem im Bereich der Neukundengewinnung. Die Veröffentlichng zeigt, dass über zwei Drittel der Befragten schon einmal einen Coupon eingelöst haben und dass fast 90 Prozent der Coupon-Verwender ein Geschäft oder Restaurant erneut besucht haben.

Platz eins unter den Gutscheinen belegt heute mit knapp 87 Prozent aber ganz eindeutig der Print-Coupon, dicht gefolgt vom elektronischen Coupon. Von dort aus sei allerdings der Weg zum mobilen Coupon (den aktuell jedoch erst zehn Prozent der Befragten nutzen) nicht mehr weit – so zumindest die Pressemitteilung zur Studie. Von den Verwendern mobiler Coupons geben zwei Drittel an, hierdurch auf neue Geschäfte und Produkte aufmerksam geworden zu sein. Über 75 Prozent der Befragten sind wieder in das Geschäft zurückgekehrt, nachdem ein mobiler Coupon genutzt wurde. Darüber hinaus belegt die Studie, dass Handy-Gutscheine Impuls- und Zusatzkäufe auslösen können. Drei von vier Teilnehmern haben sich schon mindestens einmal aufgrund eines mobilen Coupons zu einem Spontankauf verleiten lassen. “Die Ergebnisse der Studie belegen das enorme Potenzial mobiler Coupons. Allein 30 Prozent derer, die bisher noch keine mobilen Coupons verwendet haben, gaben bei unserer Befragung an, zukünftig sicherlich eine Coupon-App auf ihrem Smartphone zu nutzen”, erläutert Aline Eckstein, stellvertretende Bereichsleiterin des ECC Handel.

Neben der Nutzung wurde in der Studie auch die Bekanntheit von mobile Couponing-Angeboten abgefragt. Das Ergebnis: Aktuell am bekanntesten sind mit 70 Prozent mobile Coupons über QR-Codes und Strich- oder Zahlencodes in Coupon-Apps (66 Prozent). Andere Empfangsarten wie SMS/MMS oder Bluetooths sind weniger bekannt. Bezogen auf Produktkategorien zeigt die Studie, dass mobile Coupons bislang am häufigsten in der Gastronomie oder bei Waren mit eher geringem Wert wie Kosmetik, Kino, Lebensmittel oder Bücher eingelöst wurden.
Für die Studie wurden 1.091 Konsumenten befragt. Der 91seitige Report kostet 199 Euro und kann hier bestellt werden.
[Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH gegründet. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG)eingebunden.]
PowerCase – Da geht d. iPhone ein Licht auf
Bislang war es für iPhone-Nutzer doch so: Wenn man oft genug nicht zum Nachladen gekommen oder auf längerer Dienstreise ohne Auto(adapter) gewesen war, hatte man auf die harte Tour gelernt, künftig ein Battery Pack mit zu schleppen. Das waren relativ klobige, unansehnliche Gerätschaften ohne Zusatznutzen über die Batterielaufzeitverlängerung hinaus. Durch ihren Gebrauch bekommt das schicke iPhone entweder einen Buckel wie Zwerg Nase oder – wenn am Boden aufgesteckt – es wird auf die Breite eines Nokia Communicator aufgeblasen. Darum wurden sie nach dem Nachladevorgang auch so schnell wie möglich wieder entfernt. Insofern war aber auch meist eine zusätzliche Schutzhülle (Etui, Case oder Skin) erforderlich. Das wird jetzt anders…
Das hier bereits kurz vorgestellte PowerCase i1300 von Raikko überzeugte im mobileTicker-Praxistest vollkommen, ja begeisterte sogar in vielen Punkten.
Pluspunkte:
Das für iPhone 3G und 3GS passende Case besteht aus einer das iPhone aufnehmenden Schale sowie einem “Oberteil”, das auf den Führungsschienen der Unterschale solide fixiert wird. Hernach wirkt es wie aus einem Guss. Es stört die elegante Linie des iPhone-Gehäuses nicht, sondern unterstreicht diese noch. Sogar das Raikko-Logo am unteren Ende des PowerCase wirkt als attraktiver Eyecatcher. Bedienelemente wie Laut/Leise, Stumm, Aus bleiben hervorragend bedienbar – im “Blindflug” tatsächlich sogar besser als ohne Case.
Hinzu kommt ein echter Mehrwert durch die objektiv griffige, sich aber auch subjektiv “gut anfühlende” Caseoberfläche. Während andere Cases das teure Apfelphone sogar noch glitschiger machen, als es zumindest ab der Version 3G ohnehin schon ist, liegen die Apple-Geräte in diesem nur 55 Gramm wiegenden Case nunmehr sicher in der Hand.
Weiteres Plus: Der Ein-/Ausschalter ermöglicht es, gezielt zu bestimmen, wann das iPhone auf den Akku zugreift und wann nicht. Wozu das gut sein soll? Zum einen hilft es dabei, einen Memory-Effekt beim regelmäßig fast geleerten Akku zu vermeiden. Zum anderen: Auch ein Reservetank beim Motorrad bringt ja nichts, wenn er permanent leer genuckelt wird. Wird aber dieser PowerCase-Schalter nach einem vollständigen Ladevorgang auf “Aus” gesetzt, besteht absolute Klarheit darüber, wann der Original iPhone-Akku leer ist und wann man die Zusatzenergie ein- bzw. zuschaltet. Und somit auch darüber, wie viel Betriebszeit erfahrungsgemäß jetzt noch verbleibt. Apropos: Die 1.300 mAh Kapazität des PowerCase führen dazu, dass die begrenzte Leistung der iPhone-Batterie erstmals gefühlt überhaupt keine Rolle mehr spielt. Denn man hat einfach immer eine satte Reserve dabei (der Hersteller spricht von um bis zu 4,5 bzw. 8 Stunden verlängerter Sprechzeit mit 3G und bzw. 2G), die für 90 Prozent aller Vorfälle im Alltag von mobile Professionals reichen sollten.
Weiteres Plus: Die “Leuchte”. Die nach Studium von Datenblatt und Pressemitteilung zunächst noch etwas belächelte LED entpuppt sich als der Hit: Um etwa im schummrigen Kino die richtige Sitzreihe zu finden, muss nicht mehr erst fummelig eine passende App mit genügend Leuchtkraft hochgefahren werden – das übernimmt das PowerCase in nur 3 Sekunden auch bei ausgeschaltetem iPhone – durch längeren Druck auf den gut ertastbaren Knopf auf der Geräterückseite nämlich. Der resultierende Lichtstrahl ist für eine derart winzige Lichtquelle gut gebündelt und verblüffend hell – er blendet sogar beim direkten Hineinschauen. Der notorisch lichtschwachen Optik der iPhone-Kamera verhalf er bei uns sogar erstmals zu Nachteinsätzen (siehe die Vergleichsfotos – Finsterer geht nimmer als ein Motorradauspuff in dunkler Garage
), wobei diese LED natürlich keinen vollwertigen Blitz ersetzen kann.

Ohne LED - Wie Sie sehen, sehen Sie .. NICHTS

Mit LED - gewinnt immer noch keinen Fotografie-Award, ist aber jetzt immerhin gut erkennbar
Dass man etwas länger drücken muss (bei kurzem Druck wird der Ladezustand vom Case durch drei schön gestylte Status-LEDs angezeigt) ist auch eine feine Sache – so leuchtet nicht ständig ungewollt Beinkleid oder Anzugtasche… Ist das Case leer, ist auch die “Taschenlampe” deaktiviert und saugt nicht etwa die Batterie des iPhone leer.
Ein weiteres Plus ist die Durchschleifmöglichkeit – gleichzeitiges Laden und Synchronisieren mit iTunes ist mit einer gewissen Einschränkung (s.u.) möglich. Das Preis-/Leistungsverhältnis kann bei einem UVP von 59,95 Euro als hervorragend bezeichnet werden, denn das PowerCase i1300 kostet weniger als Akkupacks, die geringere Kapazität und keinerlei Zusatzfunktionalität haben.
Minuspunkte/Verbesserungsvorschläge:
1. Wenn der Ladezustand des Zusatzakkus auf unter zwei LEDs sinkt, kann das Case nicht mehr “syncen”. Der Vorgang startet dann erst, wenn wieder 2/3 Ladung vorhanden sind. Stört nicht sehr, muss man aber wissen, falls eilig ein Foto geladen oder synchronisiert werden soll, etwa um via iTunes auf dem Desktop geladene Apps auf dem iPhone zu installieren.
2. Das Case schützt das iPhone überall – bis auf seine empfindlichste Seite, denn das Case ist bündig mit dem Touchscreen gefertigt und steht nicht über. Wenn das gute Stück also auf seine “Marmeladenseite” fallen sollte, sind trotz PowerCase weiterhin Splitterbrüche vorprogrammiert. Dies ist laut Herstellerauskunft allerdings keine Panne, sondern Absicht. Denn man fürchtete bei einem Höherziehen der Case-Abmessungen Schwierigkeiten bei der gleichzeitigen Benutzung von Display-Schutzfolien, die sich dann wölben oder ablösen könnten.
3. In der besten aller möglichen Welten funktionierte die Stromzufuhr fürs Raikko i1300 über den Original-Apple-Stecker und nicht via Mini-USB. So muss man das iPhone nämlich leider doch spätestens dann auspacken, wenn keine USB-Stromquelle wie Desktop oder Notebook zur Hand ist.
4. In der allerbesten aller möglichen Welten gäbe es eine App zum PowerCase, die prozentual den mit den drei LEDs nur grob angegebenen Ladezustand/-fortschritt des Zusatzakkus anzeigt.
Dennoch unser Fazit : *****, das iPhone bleibt künftig dauerhaft in diesem Case, das bereits heute als Accessory of the Month gewürdigt wird!
Rabatt-Aktion:
Exklusiv für die Leser von mobileTicker (presented by glanzkinder) spendiert Raikko freundlicherweise noch einen Gutscheincode über 10% Rabatt, wenn bei der Bestellung der code “glk10″ angegeben wird.
Apple übernimmt App-Systemhaus Siri
Die Jobs-Company auf Einkaufstour. Gleich nach der Übernahme von Chip-Hersteller Intrinsity wurde die von App-Entwickler Siri bekannt. Die Siri-App ist bislang nur im US-App Store erhältlich und dient der sprachgesteuerten Reservierung und Buchung von Restaurant-Tischen, Kinokarten, Taxis etc. Das System funktioniert nur mit der letzten Gerätegeneration (3GS) und momentan auch nur mit den Angeboten von Kooperationspartnern in den USA – derzeit 40 Unternehmen. Das ist also noch sehr ausbaufähig, hat aber immerhin Apple dazu bewogen, das Unternehmen mit derzeit 26 Mitarbeitern zu übernehmen, das bislang bereits Kapitalspritzen über insgesamt 23,5 Mio. US-Dollar erhalten hat.