Evernote launcht KMU-Service
Die “Digitale Merkzettel”-Company Evernote stellt “Evernote Business” vor. Für das neue Produkt wurde der Evernote-Dienst nach eigener Aussage für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen optimiert. Aufbauend auf der Kernfunktionalität von Evernote ermöglicht Evernote Business die Zusammenarbeit und den effizienten Austausch von Informationen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Evernote Business wird ab Dezember 2012 “in ausgewählten Ländern” verfügbar sein. Die monatliche US-Gebühr beträgt 10 US-Dollar pro Nutzer für die ersten 50 Nutzer und 5 US-Dollar pro Nutzer für jeden weiteren Nutzer.
Evernote ist für viele Desktop-, Mobile- und Tablet-Plattformen – darunter Android, BlackBerry OS, iOS, WP7 u. WebOS – verfügbar und hat bereits knapp 40 Millionen Anwender. Ihre Funktionalität zur Speicherung, Synchronisierung und Suche von Informationen auf verschiedenen Geräten soll nun auch bald von kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden.
Evernote Business ermöglicht Anwender die Erstellung, den gemeinsamen Zugriff und das Abrufen ihrer Dokumente und Projekte – “unabhängig vom verwendeten Endgerät”. Evernote Business ist mit sämtlichen Funktionen von Evernote Premium ausgestattet, wie einem größeren monatlichen Upload-Kontingent, dem Offline-Notizbuchzugriff auf Mobilgeräten, einer erweiterten Notizsuche und folgenden Features:
- Sharing u. Cooperation: Erstellung eines Verzeichnisses der gemeinsamen, für alle Mitarbeiter zugänglichen Notizbücher.
- Administrationskonsole: zentrale Konsole für Administratoren zur einfachen Überwachung und Verwaltung der Konten und Zugriffsrechte aller Nutzer des Unternehmens.
- Copyright Policy: Daten in den eigens eingerichteten Business-Notizbüchern sind Eigentum des Unternehmens, Daten in persönlichen Notizbüchern gehören dem jeweiligen Nutzer.
- Dedizierter Support: Unterstützung durch einen dedizierten Customer Success Manager bei Fragen und Problemen mit Evernote Business.
- Einfache Abrechnung: Gebührenzahlung für das gesamte Unternehmen mit nur einer Kreditkarte oder Rechnung.
Evernote Smart Notebook
Ein weiteres neues Produkt beruht auf einer Kooperation mit dem bekannten Hersteller nicht-digitaler Notizbücher und kalender, Moleskine: In Kombination mit den Evernote Apps für iPhone, iPad und iPod touch sollen Ideen vom Papier in die digitale Welt transportiert werden. Mit der Kamerafunktion werden im Evernote Smart Notebook handgeschriebene Texte und Skizzen in dauerhafte digitale Dokumente umgewandelt, die in Evernote auch durchsucht und mit anderen geteilt werden können. Die Seitenkamera soll dabei automatisch die Perspektive korrigieren und den Kontrast zwischen Tinte oder Graphit und den Seiten des Smart Notebook verbessern.
Smart Sticker
Jedes Notizbuch ist mit einem Set mehrfarbiger Moleskine Smart Sticker ausgestattet, die mit einem nutzerdefinierbaren Evernote-Schlagwort verknüpft sind. Wird eine Seite mit einem oder mehreren Smart Stickers fotografiert, erkennt die Kamerafunktion der App diese Sticker und kategorisiert die digitalisierte Seite automatisch entsprechend.
Das Evernote Smart Notebook von Moleskine enthält als Bundle ein dreimonatiges Evernote Premium-Abonnement im Wert von 15 US-Dollar. Evernote Smart Notebook wird ab dem 1. Oktober 2012 im Großformat (29,95 Dollar) sowie im Taschenformat (24,95 Dollar) verfügbar, kann aber schon jetzt hier vorbestellt werden.
Mobile Geschäftsprozesse im Mittelstand angekommen
Unternehmen haben das Prinzip des “Mobile Business” verstanden: Entgegen früherer Umfragen sehen sie mobiles Arbeiten heute nicht mehr nur als Synonym für mobiles Internet und E-Mail. Für eine große Mehrheit von 70 Prozent bedeutet es den mobilen Zugriff auf die Unternehmensdaten für den Vertrieb oder aus dem Rechnungswesen. So lauten Ergebnisse einer Umfrage, welche die Kompetenzgruppe Mobile des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco durchgeführt hat. Unternehmen lernen hier von den eigenen Mitarbeitern: Mit knapp einem Drittel Smartphone-Anteil bei den Handys und intensiver Nutzung von Datendiensten (Apps) im Privatsektor bringen sie die “mobile Revolution” an den Arbeitsplatz (BYOD).
“Es kann endlich losgehen mit Mobile Enterprise, da die Unternehmen die Vorteile erkannt haben und die Kosten im Griff sind”, resümiert Dr. Bettina Horster, Vorstand bei der VIVAI Software AG und Direktorin Mobile bei eco. Trotzdem bestehen weiterhin Barrieren bei der Einführung mobiler
Geschäftsprozesse. Hier nennen die Befragten Sicherheit (53 %) und Probleme
bei der Konzeption einer mobilen Lösung (42 %). Hier bietet sich also für Spezialisten für Business Apps und Consulting im Mobile Business wie Glanzkinder noch ein weites Betätigungsfeld.
Ernüchterung könnte hingegen bei den Mobilfunkbetreibern Providern einkehren, die
stark auf das Thema Mobile Enterprise setzen, um ihre Umsatzeinbußen bei den
herkömmlichen Diensten zu kompensieren. Der eco-Umfrage zufolge ist der
wichtigste Lieferant für mobile Businessanwendungen nicht ein Mobilfunkanbieter mit branchenspezifischen Lösungen (28 %), sondern die Spezialanbieter/App-Entwickler (63 %).
Im b2b- und b2c-Bereich mobiler Geschäftsprozesse sehen die Befragten Anwendungen wie den mobilen Zugriff auf ERP- oder CRM-Daten, Machine-to-Machine (m2m oder automatische Identifikationslösungen in Logistikprozessen mit Bewertungen
zwischen 40 und 54 Prozent als relativ gleich wichtig an. Abgeschlagen mit nur 34 Prozent der Antworten liegt jedoch Mobile Marketing – Endkunden über deren Handy zu erreichen sehen sie bislang kaum als Trend.
In Bezug auf die Außenkommunikation von Unternehmen zeigte die Umfrage, dass 51 % der Befragten ihre Lösungen, Dienstleistungen und Informationen eher per App anbieten würden als auf einer speziellen, für mobile optimierten Website (37 %). “Trotz der mangelnden Planbarkeit, wann und ob überhaupt eine App erscheint, geben die Unternehmen hier den Mobile App Stores den Vorzug”, weiß Dr. Horster.
Bei der Frage, für welches Stores programmiert werden soll, halten nur noch 37 % der Teilnehmer das iOS und den Apple App Store für die maßgebliche mobile Plattform, während bereits 46 % auf Google Android setzen (Mehrfachnennungen). Microsoft/Nokia (12 %) und Samsung (Bada? 5 %) landen mit großem Abstand auf den hinteren Plätzen.
Die Umfrage “Mobile Geschäftsprozesse 2012“”hat die Kompetenzgruppe Mobile des eco bei der Veranstaltung “Mobile Trends 2012″ unter 80 “Experten” durchgeführt. Die Veranstaltung hat eco gemeinsam mit der IHK Düsseldorf ausgerichtet. Die Auswertung der Befragung steht hier zur Verfügung.
BYOD – Potenziale für Unternehmen
Citrix Systems hat die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Umfrage vorgestellt. Diese soll beleuchten, inwiefern eigentlich für Endverbraucher / Konsumenten gedachte mobile Endgeräte im Zuge der Nachfrage nach flexibleren Arbeitsmodellen auch Einzug in die Arbeitswelt halten. Diese Erhebung zum Thema “Bring Your Own” (BYO) wurde von den Marktforschungsunternehmen YouGov und Research Now zwischen Mai und August 2011 unter mehr als 1.100 Senior Executives und IT-Verantwortlichen in Australien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA durchgeführt.
Produktivitätssteigerungen von >30 Prozent
Die Umfrage erweist laut Citrix, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zunehmend dem Druck ausgesetzt sind, ihren Mitarbeitern den Einsatz von privaten Smartphones, Tablets und anderen Geräten auch im Arbeitsalltag zu ermöglichen. Ein Viertel der befragten Unternehmen unterstützt den Einsatz am Arbeitsplatz bereits, viele von ihnen profitieren dabei von mehr Mobilität und erheblichen Produktivitätssteigerungen bis zu 36 Prozent, da ihre Mitarbeiter nun von überall und von jedem Gerät aus ihrer Arbeit nachgehen können.
Nachholbedarf bei der Sicherheit
Die Bereiche Sicherheit und Vertraulichkeit der Daten kommen jedoch häufig noch zu kurz: so verfügen 62 Prozent der Unternehmen über keinerlei Regeln und Prozesse, die den Einsatz von privaten Endgeräten kontrollierbar machen. 45 Prozent der IT-Manager haben darüber hinaus keinen Überblick über alle Geräte, die von den Mitarbeitern für berufliche Zwecke eingesetzt werden. Seitens der IT-Manager ist der Einsatz privater Endgeräten am Arbeitsplatz daher mit Skepsis verbunden: 57 Prozent von ihnen sorgen sich in diesem Zusammenhang um die Datensicherheit.
Immerhin 38 Prozent der befragten Unternehmen verfügt über Policies, die den Umgang mit privaten Endgeräten verbindlich regeln. Diese Unternehmen unterstützen meist auch flexible Arbeitsmodelle und setzen Online-Support- und Monitoring-Tools ein. Wie die Umfrage belegt, können Betriebe, die sich dieser Entwicklung schnell anpassen, deutliche Produktivitätssteigerungen von bis zu 20 Prozent verzeichnen. 17 Prozent der Unternehmen erzielten sogar noch einen höheren Zuwachs.
Weitere Ergebnisse in der Zusammenfassung:
- Die Grenze zwischen beruflichen und privat genutzten Endgeräten verwischt zunehmend – in 56 Prozent der antwortenden deutschen Unternehmen nutzt die Belegschaft bereits private Geräte für den geschäftlichen Einsatz.
- Unternehmen, die den Einsatz von privaten Endgeräten unterstützen, verzeichnen eine Produktivitätssteigerung von bis zu 36 Prozent.
- BYOD etabliert sich schrittweise als Modell für KMU und Großunternehmen – bereits 25 Prozent der befragten Unternehmen unterstützen in irgendeiner Form den Einsatz von privaten Endgeräten im Geschäftsalltag.
- 35 Prozent der Befragten geben an, ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität bieten zu müssen, bezüglich der Nutzung von mobilen Endgeräten oder der Wahl des Arbeitsplatzes.
- 57 Prozent der Teilnehmer betrachten das Thema Sicherheit als größte Hürde für die Einführung von flexiblen Arbeitsmodellen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, von zu Hause oder unterwegs zu arbeiten.
- 62 Prozent der Unternehmen verfügen weder über Prozesse noch Werkzeuge, die den Einsatz von privaten Endgeräten im Unternehmen überwachen, beispielsweise Mobile Device Management/Asset Management.
- 59 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben keinen Überblick über alle Geräte, die ihre Mitarbeiter zu beruflichen Zwecken nutzen – von den darauf installierten Apps ganz zu schweigen.
Citrix bietet mit seiner “GoTo” Produktpalette Lösungen für die Verwaltung und Überwachung von Geräten, Fern-Zugriff, Online-Zusammenarbeit, IT Support sowie dem sicheren Versenden und Teilen von Dateien über mobile Endgeräte wie iPad, iPhone und Android Smartphones oder Tablets.
3. OS X Business Konferenz
Vom 8. bis 9. November findet im Münchner Hotel Golden Tulip die 3. OS X Business Konferenz zu IT-Lösungen und Geschäftsanwendungen für die Apple-Plattformen statt. Sie ist in erster Linie für kleine und mittelständische Anwenderunternehmen mit 10 bis 500 Arbeitsplätzen gedacht. Darüber hinaus sollen sich IT-Manager aus Großunternehmen angesprochen fühlen, die einen Informations- und Beratungsbedarf zu iPad- und iPhone-Lösungen für den Außendienst (CRM, Salesforce) und/oder das Management (Reporting, Business Intelligence) haben.
Laut Veranstalter SBG28 (auch Ausrichter des OS X Business u. iPhone Business Themenpark auf der CeBIT) hat sich die Veranstaltung generell als ein Treffpunkt von Anbietern, Herstellern und Systempartnern im OS X-Geschäftskunden- bzw. Enterprise-Marktumfeld etabliert. Die begleitende Expo hat über 30 Aussteller.
Der 8. November widmet sich dem Themenschwerpunkt “Server & Desktop Enterprise Solutions”, am 9. November stehen die “Mobile Enterprise Solutions” im Fokus. Am 8. November sind alle Konferenz-Teilnehmer zum “Macworking2gether” Dinner-Event eingeladen. Die Teilnahme kostet für Besucher ab 395 Euro. Für Aussteller bestehen Kombi-Buchungsmöglichkeiten mit dem OS X Business Park auf der CeBIT 2011.
Event: Haftungsfragen bei mobilen Geschäftsanwendungen
Der ‘Gold Rush’ auf die Mobile App Stores und der Boom bei Business-Anwendungen sind die eine, ihre rechtliche Absicherung die andere, gleich wichtige Seite der Goldmedaille. Am 8. Juli 2010 findet in Bad Honnef bei WIK-Consult daher ein SimoBIT-Workshop zum Thema “Haftungsfragen bei mobilen Geschäftsanwendungen“ statt. Rechtsanwältin und Datenschutzexpertin Sirin Torun von der SerNet GmbH wird in ihrem Vortrag “Welche Anforderungen stellt das Bundesdatenschutzgesetz in Bezug auf die Geschäftstätigkeit der Entwickler und Anbieter von innovativen mobilen Geschäftsanwendungen?“ auf Haftungsfallen aus dem jüngst novellierten BDSG eingehen und insbesondere die Datenauftragsverarbeitung und Folgen möglicher Datenpannen behandeln.
Rechtsanwalt Markus Keubke ist Experte für allgemeine Haftungsfragen sowie speziell Arzt- und Patientenrechte. Er wird in seinem Beitrag “Die Haftungsproblematik im Bereich Gesundheitswesen und mobile Geschäftsanwendungen” sowohl allgemeine Rechtsfragen wie Anforderungen aus dem Gesundheitsbereich vorstellen.
Die Veranstaltung dauert von 11 bis 16 Uhr, ist kostenlos und richtet sich mit dem Ziel des Wissenstransfers auch und gerade an KMU. Um Anmeldung bei Frau Barth wird gebeten unter v.barth at wik dot org.
zum Veranstaltungs-Programm
SAP Business One auf dem iPhone
Zur CeBIT stellte die coresystems AG ihre iPhone App coresuite mobile vor. Sie soll nun auch das ortsunabhängige und sichere Arbeiten mit zumindest einigen Funktionen der Mittelstandslösung SAP Business One ermöglichen.
coresuite mobile ist laut Anbieter besonders für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet, die ihre Geschäftsprozesse in SAP Business One abbilden. Die standardisierten SAP-Module unterstützen die wichtigsten Geschäftsbereiche wie Verkauf, Einkauf, Finanzbuchhaltung oder auch die Abwicklung von Eingangs- und Ausgangszahlungen sowie Produktionsabläufe. So lassen sich beispielsweise Serviceabrufe, Alarmmeldungen, Mitarbeiterstammdaten und Geschäftspartner inklusive der integrierten “Social Networking-Anbindung” (?) abrufen. Die Informationen werden lokal auf dem iPhone gespeichert und gewährleisten den schnellen Datenzugriff bei optimaler Bedienfreundlichkeit – dank Offline-Nutzung entfallen so teure Roaming-Kosten. Daten zu Aufwand und Leistung (z.B. Servicetechniker) lassen sich unterwegs ebenfalls bequem erfassen und können jederzeit mit der SAP Business One-Datenbank synchronisiert werden.
Die Auswertung von Unternehmenskennzahlen mittels Dashboards runden coresuite mobile als mobiles CRM Tool ab. Autorisierte Anwender können sich auf diesem Weg auch unterwegs immer auf dem aktuellen Stand halten. Das Schweizer Unternehmen kündigte coresuite mobile “in naher Zukunft” auch für iPad und Android an. coresystems auf der CeBIT: Halle 2, Stand A20.
YouTube-Video zum Thema
Für den mobilen Zugriff auf SAP Business One hatte iTelligence dieser Tage bereits eine Lösung vorgestellt und SAPs eigener BusinessObjects Explorer verhilft schon länger zum Zugriff auf die Business Intelligence (BI)-Funktionaliät von SAP ERP.
Event: SimoBIT-Talk “IT-Sicherheit bei mobilen Anwendungen”
Mit beinahe 130 Mio. aktiven SIM-Cards im Mobilfunk wurde in Deutschland in weniger als zwei Jahrzehnten eine der bedeutendsten Erfolgsgeschichten der Marktpenetration moderner Kommunikationstechnologien geschrieben. Mit Blick auf die Aufrechterhaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen raten Experten dringend zu einem vermehrten Einsatz von Mobile Business-Solutions in Unternehmen und Verwaltungsorganisationen. Nach jüngsten Ergebnissen einer Erhebung durch WIK-Consult können hierdurch Effizienzsteigerungen von bis zu 20 Prozent erzielt und somit die Erfolgsgeschichte des Mobilfunks fortgeführt werden. Erste Schritte zur maßgeschneiderten Lösung können verblüffend günstig sein. Bei Interesse an iPhone- oder Android-basierenden Lösungen beraten die Spezialisten der App- und Ideen-Schmiede Glanzkinder Sie gerne!
Als Voraussetzung für den Einsatz mobiler Geschäftsanwendungen sind die Implementierung einer angemessenen IT-Sicherheit und die Gewährleistung des Datenschutzes unabdingbar. Entsprechend gilt auch der IT-Sicherheit besondere Aufmerksamkeit im Förderprogramm “Sichere Anwendung der mobilen Informationstechnik (SimoBIT) zur Wertschöpfungssteigerung in Mittelstand und Verwaltung” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). In dessen Rahmen fördert der Bund zwölf ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur beschleunigten Entwicklung und breitenwirksamen Nutzung von sicheren, mobil vernetzten Multimedia-Anwendungen in den Tätigkeitsfeldern von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen.
Im Rahmen einer Veranstaltung am 21. Januar 2010 in Karlsruhe werden die drei SimoBIT-Projekte ModiFrame, VitaBIT und M3V mit Umsetzungsschwerpunkt in Karlsruhe Einblick in ihre Forschungsergebnisse geben. Der SimoBIT-Talk stellt gleichzeitig auch die Abschlussveranstaltung des Projektes ModiFrame dar. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung per E-Mail an SimoBIT@aifb.org wird gebeten.
Programm der Veranstaltung
Bis zu 20% Einsparpotenzial mit mobiler IKT
Unter dem Motto “Mobile Arbeit braucht sichere IKT” befassten sich während des SimoBIT-Jahreskongress’ am 02.11. in Köln rund 150 Experten mit aktuellen Ergebnissen des BMWi-Förderprogramms “Sichere Anwendung der mobilen Informationstechnik in Wirtschaft und Verwaltung”. Eine aktuelle im Rahmen der SimoBIT-Begleitforschung durchgeführte repräsentative Anwenderbefragung führt zu dem Ergebnis, dass bei größeren KMU, die komplexere mobile IKT zur Optimierung von Wertschöpfungsprozessen einsetzen, durchschnittliche Einsparungen bei den operativen Kosten von bis zu 20 % möglich sind. Die entsprechenden IKT-Anwendungen reichen dabei weit über die üblichen Massenanwendungen wie Sprachtelefonie, SMS und E-Mail hinaus. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Dr. Bernd Pfaffenbach betonte in diesem Zusammenhang: “Die SimoBIT-Leuchtturmprojekte machen deutlich, dass IT-Sicherheit die Basis für die Ausschöpfung der hohen Einsparpotenziale ist. Denn nur wenn Vertraulichkeit, Integrität und hohe Zuverlässigkeit gegeben sind, werden die neuen mobilen IKT-Systeme eingesetzt. Datensicherheit und Datenschutz sind damit eine maßgebliche Voraussetzung für die schnelle Verbreitung von mobilen IT-Geschäftsanwendungen.” Das BMWi fördert mit SimoBIT zwölf Leuchtturmprojekte, die mobile und sichere Geschäftsanwendungen entwickeln.
Mobile IKT-Lösungen helfen dem Mittelstand
Mobile Datendienste werden im Jahr 2012 5,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit bereits ein Drittel der Mobilfunkumsätze insgesamt erbringen. Derzeit generieren die zunehmend auch im Unternehmensbereich eingesetzten mobilen Daten-Anwendungen bereits 2,3 Mrd. Euro an Umsätzen. Daher bieten Mobile Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wichtige Potenziale zur Erhöhung der Wertschöpfung gerade für mittelständische Unternehmen und Verwaltungen. So lauten zentrale Ergebnisse der Untersuchung “Mobilisierung von Wertschöpfungsprozessen durch innovative und sichere Informationstechnologie”, die Prof. Picot und Dr. Schmid vom Institut für Information, Organisation und Management (IOM) der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Begleitforschung des Projektes Sichere mobile Informationstechnik in Mittelstand und Verwaltung durchgeführt haben.
Die Studie zeigt, dass mobile IKT-Lösungen die Kosten und die Fehleranfälligkeit papierbasierter Prozesse reduzieren, mehr Markttransparenz schaffen, Prozesse beschleunigen und sowohl die Effizienz als auch die Effektivität der Wertschöpfung in Unternehmen und Verwaltungen steigern können. Dabei handelt es sich nach Einschätzung der Autoren um große Auswirkungen, vor allem in den vier Anwendungsfeldern Verwaltung, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft und Handwerk.
Durch Integration mobiler IKT-Lösungen werden Wertschöpfungsprozesse so umgestaltet, dass neue Geschäftsmodelle entstehen, die u.a. zu weit reichenden Kosten- und Zeitersparnissen sowie zu mehr Flexibilität und verbesserten Kundenbeziehungen führen. Beispiele sind neue mobilfunkgestützte Wartungsdienste, neue Formen der Online-Kooperation von KMU sowie verbesserte Assistenzsysteme für die Notfallmedizin, Pflegelogistik oder Feuerwehr. Andererseits stellen die mit mobiler IKT-Nutzung einhergehenden Veränderungen mit Blick auf die deutlich erweiterten Organisations- und Interaktionsmöglichkeiten ganz neue Anforderungen an Mitarbeiter und Management.
Gemäß den Ergebnissen der neuen BMWi-Studie werden im Jahr 2012 die mobilen Daten-Dienste 5,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit bereits ein Drittel der Mobilfunkumsätze insgesamt aufweisen. Derzeit bringen die zunehmend auch im Unternehmensbereich eingesetzten mobilen Daten-Anwendungen bereits 2,3 Mrd. Euro an Umsätzen ein.
Die Studie steht auf dem SimoBIT-Portal des BMWi zum Download bereit.