Apps: 2016 ist die Hälfte hybrid
Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden hybride Apps, die ein Gleichgewicht zwischen HTML5-basierten Web-Apps und ursprünglichen Apps halten, bis zum Jahr 2016 mehr als 50 Prozent der mobilen Apps ausmachen. Dafür sei u.a. der BYOD-Trend verantwortlich und der erhöhte Druck auf Unternehmen, mobile Business Apps bereitzustellen, um den mobilen Arbeitsstilen von Mitarbeitern gerecht zu werden.
“Die hybride Architektur ist dabei außerordentlich gut für Anwendungwearen geeignet, die Unternehmen ihren Mitarbeiter bereitstellen können,” ist Van Baker, Research VP bei Gartner überzeugt. Zwar bieten native Apps in den meisten Fällen noch das Optimum an Performance und User Experience, zu ihren Nachteilen im Unternehmenseinsatz zählen jedoch die durch sie bedingte fragmentierte Landschaft aus Entwicklungsumgebungen und Werkzeugen sowie (zu) viele zu pflegende App-Versionen für die Bereitstellung von meist ein und derselben Funktionalität.
Die versprochenen Offline-Fähigkeiten von HTML5 haben bei Web-Apps laut Gartner oft enttäuscht, daher stehen nun hybride Apps vielfach im Mittelpunkt des Interesses. Besonders, wenn es um business-to-employee (b2e)-Apps geht, aber durchaus nicht nur dann: Bekannte aktuelle Beispiele für Hybrid-Apps stammen beispielsweise von Facebook, LinkedIn, Microsofts Bing-App, Netflix oder auch XING (vgl. hierzu auch die besonders nützliche Einführung von Brightcove).
Wie funktioniert das eigentlich?
Hybrid Apps werden nicht in plattformspezifischen Sprachen wie Java oder Objective-C geschrieben. Es werden hierbei viel mehr HTML5-basierte Web-Apps mit einem nativen Container zu einer hybriden mobilen Architektur verbunden, wodurch diese in die jeweiligen Stores wie App Store oder Google Play eingestellt werden können. Der Container gestattet solchen Apps überdies vollständigen Zugang auf die Geräteperipherie wie Sensorik (Kamera, Mikrofon, Beschleunigungssensor, Kompass etc.) aber auch auf Dienste wie Telefonie oder Kontakte.
Warum überhaupt dieser Aufwand?
Weil “mobile” die Voraussetzung für und Grundanforderung an alles wird – sowohl im Consumer- wie im Enterprise-Bereich. Gartner prognostiziert, dass bereits gegen Ende des laufenden Jahres Mobitelefone PCs als Hauptzugriffsmittel auf das Internet abgelöst haben werden. Weiterhin soll bis Ende 2016 der PC-Markt nach Stückzahlen nur noch die Hälfte der kombinierten Absatzzahlen von Tablets und Smartphones ausmachen. “Spätestens dann ist das Zeitalter der durch Windows-PC dominierten Unternehmens-IT vorbei,” verdeutlicht Van Baker.
Gleichzeitig wird sich Zahl und Beschaffenheit der theoretisch zu unterstützenden Plattformen voraussichtlich weiter ausweiten und ausdifferenzieren: Set Top Boxen, Smart-TV Sets und andere connected devices sowie wearable devices (Brillen wie Google Glass, Uhren/SmartWatches) kommen vermehrt hinzu etc. Trotz aller Priorisierungsbestrebungen dürfte dieser Trend durchgängige native Unterstützung schwer bis unmöglich machen.
Während also im Unternehmensbereich hybride Apps das Rennen machen sollen, glaubt Gartner aber an den Durchbruch von beispielsweise rein HTML5-basierenden Web-Applikationen im Nicht-Unternehmensumfeld bis 2015. In zwei Jahren wird sich nach dieser Prognose das Feld wie folgt aufteilen:
Consumer Apps: 40% nativ, 40% hybrid, 20% Web
Business Apps: 10% nativ, 60% hybrid, 30% Web .
Hieraus leiten die Berater die Empfehlung für Firmen ab, Kompetenzen im Bereich hybrider App-Entwicklung aufzubauen bzw. ihre Dienstleister danach auszuwählen – aber auch die Web-(App-)Entwicklung weiterzuverfolgen. Mehr zur Thematik bietet der Report “Predicts 2013: Portal and Web Technologies” der hier erworben werden kann.
Glanzkinder, die Softwarespezialisten für mobile Applikationen, beobachtet heute bereits Ansätze der beschriebenen Trends bei seinen Kunden: Während es noch 2008 (natürlich) ein reines iOS-Business war, hatten die Anfragen und Beauftragungen zum Apple-Betriebssystem bis ca. Mitte 2012 überwogen. Nach kräftiger Zunahme des Interesses an Android in den vergangenen zwei Jahren lassen im laufenden Jahr Interessenten im Bereich Business Apps immer häufiger hybride Lösungen mit Ausprägungen für ein oder mehrere Plattformen anbieten.
Jüngstes Beispiel ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS), für den Glanzkinder eine App zum IGel-Monitor entwickelt hat. Die M-Health-Lösung verschafft schnellen Überblick über beim Arzt angebotene individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), indem ihr Nutzen und Schaden wissenschaftlich bewertet, gegeneinander abgewogen und in einer abschließenden Bewertung seitens des MDS zusammengefasst werden. Die Bewertung reicht dabei von negativ über tendenziell negativ, unklar, bis hin zu tendenziell positiv und positiv.
Darüber hinaus informiert die App über die Preisspanne von IGeL zu den alternativen Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angeboten werden. Alle Informationsangebote werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. IGeL-Leistungen werden auf der Grundlage der Evidenz-basierten Medizin (EbM) beurteilt. Das IGES (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung) hat noch Anfang 2013 attestiert, dass der “IGeL-Monitor des MDS das derzeit umfassendste und auch hinsichtlich der Bewertungskriterien beste Informationsangebot” zur verständlichen Darstellung von Nutzen, Risiken und Unsicherheiten ist.
Die mobile Lösung wurde von Anfang an hybrid entwickelt. Bislang wurden auf dieser Grundlage Free Apps für Android und iOS/iPhone im Bereich Gesundheit u. Fitness veröffentlicht. Die technologische Basis bilden in diesem Fall PhoneGap und das jQuery Mobile Framework. Für iOS und Android kann zu 95 Prozent die identische Code-Basis verwendet werden, Anpassungen wurden nur für die Retina-Unterstützung erforderlich.
Bei allen offensichtlichen Vorteilen dieser synergetischen Programmierweise tauchten zunächst auch kleinere Nachteile auf: Da im Vergleich zu nativen Apps eine Schicht mehr verarbeitet wird, war bei “touch-events”, also Eingaben über den Touchscreen zunächst eine kleine Verzögerung zu beobachten. Doch auch dafür wurde inzwischen ein Workaround gefunden.
Glanzkinder hat auf die oben dargestellte Marktsituation reagiert und inzwischen ein eigenes “Hybrid-Labor” eingerichtet.
Die Computerwoche zur Zukunft mobiler Anwendungen
Bei mobile CRM dominiert iOS
Apfel der Erkenntnis: Laut Frank Naujoks‘ Erhebungen im Rahmen seiner besonders lesenswerten “CRM-Zufriedenheitsstudie” für intelligent systems solutions i2s haben 74 Prozent der Nutzer von Mobile CRM iOS-Geräte im Einsatz, 54 Prozent nutzen Windows-Laptops und 49 Prozent Geräte mit Android-Betriebssystem (n= 206 Antwortende/Mehrfachnennungen).
Zu den wichtigsten mobil genutzten Funktionen gehören
- Adressmanagement 62%
- Kalender 75%
- Besuchsdokumentation 42%
- Bewertung von Abschlusschancen 36% und andere
- Business Intelligence (BI-Funktionalität 23%
(n=256, Mehrfachnennungen)
Die komplette Studie umfasst über 100 Seiten und kostet ab 999 Euro. Bestellmöglichkeit am Ende der Zusammenfassung der Ergebnisse (PDF).
In einem Vortrag auf der diesjährigen CeBIT hat Naujoks überdies die diesbezüglichen Investitionspläne nach Branchen für das laufende Jahr wie folgt vermittelt:
Dienstleistung
Prio 1: Mobile CRM, Prio 2: BI, Prio 3 Social CRM
Fertigung
Prio 1: Mobile CRM, Prio 2: BI, Prio 3 Service
Handel
Prio 1: Mobile CRM, Prio 2: Marketing Automation, Prio 3: E-Commerce / M-Commerce.
Das IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner schätzt den weltweiten Umsatz, der im laufenden Jahr mit BI-Software erzielt wird, auf 13,8 Mrd. US-Dollar (+7% im Vergl. z. Vorjahr). Ein aktueller Report betont die Bedeutung von “personal BI” für dieses Wachstum, ein Trend, der von Mobile BI, BI via Cloud Computing sowie BI for Social Network Information getrieben wird.
G-Me – gibt jetzt auch fünf!
G-Me (“get me”) ist mehr als ein guter Reader für QR-Codes (Quick Response-Codes) – die pfiffige App dient dazu, um Kontakte auszutauschen. Denn mit G-Me lassen sich Kontaktdetails mit Kollegen oder Freunden schnell, problemlos und vor allem ohne Erfassungsfehler teilen: Dazu generiert G-Me aus den jeweiligen Kontaktdaten einen QR-Code der sofort und auch von allen anderen Readern gelesen werden kann. So soll der erste Kontakt frei von Zahlen- oder Buchstabendrehern oder sonstigen Erfassungfehlern bleiben. Die Erstellung erfolgt offline. Als zusätzliches Feature kann man QR-Code verschicken – und den eigenen beispielsweise auf die Visitenkarte drucken lassen. G-Me ist denkbar einfach zu bedienen und gerade darum zuverlässig. Version 1.2 unterstützt jetzt auch das iPhone 5 – gib mir fünf!
Die von Glanzkinder umgesetzte Freemium-Lösung ermöglicht kostenlos den zehnfachen Export von erzeugten QR-Codes, danach wird ein In-App-Purchase zu 89 Cent fällig.
kostenloser Download von G-Me im App Store
“Appzug” vom iPhone-Foto gefällig?
Stets besser werdende Smartphones-Kameras (und eine Vielzahl von Foto-Apps) haben dazu geführt, dass immer häufiger die “richtige” Kamera nicht mehr mitgenommen wird. Ein Nebeneffekt ist aber auch, dass so einige der Lieblingsmotive im Fotoalbum beispielsweise des iPhone liegen. Und früher oder später will man die dann ja doch mal nicht nur auf dem Display herumzeigen sondern auch mehr oder weniger großformatig auf- oder einkleben, in die Brieftasche einlegen etc. Kein Problem mit der Free iPhone App Fotomailo. In wenigen Schritten werden die Wunschfotos zusammengestellt und die benötigte Größe (von 9er bis zum 30er Posterformat) und Qualität (matt/glänzend) gewählt. Die Lieferadresse kann eingegeben oder bequem dem Kontakte-Ordner entnommen werden.
Mit diesem Gesamtpaket aus Free App und Dienstleistung will Fotomailo das Überspielen auf den Mac oder PC sowie den Ausdruck am eigenen Farbdrucker bzw. den Gang zum Printshop ersparen. Apropos sparen: Bilder im 9er Format gibt es bei Fotomailo ab dem ersten Abzug bereits ab 0,07 Euro, das 20er Bild für nur 0,55 Euro, der Versand kostet ab 0,99 Euro.
Die Bilder werden laut Fotomailo auf hochwertigem Fotopapier von Kodak entwickelt und der Versand soll innerhalb von “2-3 Tagen” erfolgen. Die App und der Fotomailo-Service sollen konsequent ausgebaut und um neue Features erweitert werden – Anwender-Feedback dazu ist willkommen. Langfristig soll Fotomailo auf allen mobilen Plattformen präsent sein.
NB: Es ist erforderlich, der App Zugriff auf Ortsinformationen (GPS) zu gestatten, da ansonsten kein Zugriff auf die Fotoalben möglich ist. Der Grund hierfür ist, dass das iPhone zu den Fotos Geotags speichert. Fotomailo benutzt oder speichert diese Daten allerdings nicht.
Sicherer Mobilzugriff auf Unternehmens-Mail etc.
Rund um die Uhr Zugriff auf geschäftliche E-Mails per Smartphone – das wünschen sich mittlerweile viele Führungskräfte für sich selbst und ihre mehr oder weniger begeisterten Mitarbeiter. So oder so wird dies zunehmend zur gelebten Praxis in deutschen Unternehmen. Nicht immer werden hierfür dezidierte Diensthandys benutzt, immer häufiger kommen private mobile Endgeräte zum Einsatz – mit allen negativen Konsequenzen und Risiken, etwa bei Verlust des Smartphones. Der hier-Spezialist HOB GmbH & Co. KG stellt alternativ seine Software-Lösungen vor an: Mit der iOS-App HOBLink Mobile soll der Wunsch nach “24/7″ und ortsunabhängiger Verfügbarkeit von E-Mails und andere Unternehmensressourcen wie Kontakte, Termine etc. auch “äußerst sicher” realisiert werden können.
HOB zitiert Studien nach denen “rund 25% aller Mitarbeiter in naher Zukunft ein Smartphone verlieren werden, auf dem sich sensible Unternehmensdaten befinden oder die Zugang zu selbigen verschaffen” können. Für eine gesicherte bzw. verschlüsselte Übertragung von Daten sorgen laut Anbieter mittlerweile viele Unternehmen.
Die Frage, wie man Daten bei Verlust des Smartphones schützen kann, gestaltet sich jedoch schwieriger. Die Fernlöschung halten die Connectivity-Experten für “zeitaufwändig und wenig komfortabel”. Darüber hinaus können wertvolle Daten bereits in falsche Hände geraten sein, bevor das Remote Removal durchgeführt wird, etwa wenn der Verlust zunächst unbemerkt bleibt.
Der Vorteil von HOBLink Mobile sei nun, dass sämtliche Untrnehmensdaten, wie z.B. Kontaktdaten, Kalendereinträge, E-Mail-Texte einschließlich Attachments zu keiner Zeit lokal auf das Smartphone heruntergeladen oder dort gespeichert werden. Alle Daten verbleiben sicher auf dem zentralen Unternehmensserver. Zudem biete HOBLink Mobile die bequeme Wiederherstellung von letzten Sitzungen, gewährleiste eine optimale Bandbreitenausnutzung und verringere so die Verbindungszeiten. Möglich werde all das durch die zentrale Komponente der Lösung, den im Unternehmensnetz installierte HOBCOM Universal Server.
HOB zeigt die Lösung vom 25.-28.09.12 auf der Security Essen 2012, zu der es übrigens auch wieder eine von Glanzkinder realisierte iOS Messe-App gibt.
Lesetipp: MDM in der Unternehmenspraxis
Wir haben für Sie wieder mehrere Artikel zusammengestellt, deren Lektüre besonders für alle nützlich sein dürfte, die für (das Management von) Apps und Tablets im Unternehmenseinsatz verantwortlich sind bzw. die sich für dieses im eigenen Unternehmehen anstehende Thema interessieren.
“Sicher unterwegs” in Ausgabe 4 vom Chefbüro bietet eine lesenswerte Darstellung zu den Erfahrungen, welche die aus dem Werbeartikel-Bereich bekannte Berendsohn AG mit einer Mobile Device Management-Lösung (MDM) von Matrix 42 gemacht hat: “Um die Außendienstmitarbeiter bei ihren Verkaufsgesprächen optimal zu unterstützen, hat sich Berendsohn für den Einsatz von iPads im Außendienst entschieden, auf denen dem Kunden mithilfe einer speziellen nativen App die gesamte Produktpalette anschaulich vorgeführt werden kann” (Seite 44). Der MDM-Anbieter wurde vom Berater Huber S-Consulting ins Spiel gebracht. Seit Februar 2012 ist die Lösung mit bislang 150 Tablets im Einsatz. Ein bei der Implementierung auftretendes Problem bei der Verteilung von Proxy-Einstellungen via MDM konnte schnell gelöst werden. Bewährt hat sich das Gesamtpaket auch bereits: Zwei als gestohlen gemeldete iPads konnten sowohl ferngelöscht wie auch geortet werden.
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Zertifikate und Mobile IT
Ein besonders materialreicher Beitrag von Jürgen Höfling auf silicon.de beschäftigt sich mit der Verwaltung der Mobilen IT durch Zertifikate. Hier wird geschildert, wie sie beim Versicherungsverbund Continentale effizient eingesetzt werden. Als kritisch erwiesen sich hierbei die Kosten der Lösung, Kontrolle von Gültigkeit und Echtheit der Zertifikate sowie insbesondere das Thema “Bring Your Own Device” (BYOD) erlauben. Bei der Continentale in Dortmund kommt eine MDM-Lösung von MobileIron zum Einsatz. Hier sind überwiegend iOS-Geräte im Einsatz. Nur bei beruflich selbstständigen Vertriebsmitarbeitern ist Android zugelassen. Für die Synchronisierung der Kontaktdaten und Termine auf diesen Endgeräten wird Touchdown von Nitrodesk verwendet.
Mobilgeräte: Wenig Risikobewusstsein
Eine im Frühjahr 2011 von Internet: BullGuard durchgeführte Umfrage unter 2.000 Briten weist auf ein mangelndes Bewusstsein bei der Absicherung mobiler Geräte hin. Noch scheint das nachvollziehbar, da für mobile Geräte noch weniger Malware existiert, als für PCs. Doch mit der wachsenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs steigt auch das Interesse der Hacker. So beobachteten Sicherheitsexperten für das Jahr 2010 bereits 250 Prozent mehr Attacken auf mobile Geräte als im Vorjahr.
49 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sich noch nie Sorgen um die Sicherheit ihres Devices gemacht zu haben, wenn sie mobil auf das Internet zugreifen. 32 Prozent hätten sich auch noch nie Gedanken um potenzielle Risiken gemacht, so die Studie weiter. Über der Hälfte der Befragten (55 Prozent) ist demnach auch nicht bewusst, dass Smartphones überhaupt von einem Schadprogramm infiziert werden können, und nur 47 Prozent wissen, dass es mobile Sicherheitslösungen gibt. Fast jeder Fünfte (21 Prozent) ist der Meinung, dass solche Programme überflüssig sind – so die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung. Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut OnePoll Ende April / Anfang Mai 2011 durchgeführt. Es nahmen 2.000 Briten teil.
Die überwiegende Mehrheit der Befragte meint, dass bei ihnen “sowieso nichts Interessantes zu holen sei”: 88 Prozent der Teilnehmer gaben an, keine sensiblen Daten auf ihren mobilen Geräten zu speichern. Dabei werden faktisch für viele Online-Dienste – E-Mail, Social Networking, mobiles Shopping und M-Banking sind nur einige Beispiele – Zugangsdaten in die mobilen Geräte getippt und oft auch dort gespeichert. In jedem dieser Fälle droht Mißbrauch und digitaler “Identitätsverlust”. Auch Nachrichten, Kontakte und Dateien können lohnende Ziele für Angreifer sein.
BullGuard-Technologiepartner Juniper Networks meldete kürzlich im Vergleich 2009 zu 2010 250 Prozent mehr Schadprogramme für mobile Geräte. Android-basierte Geräte scheinen laut Juniper besonders bedroht. Für dieses Betriebssystem bietet BullGuard sein Produkt Mobile Security 10 für die Plattformen Android, Symbian, Windows Mobile und BlackBerry OS an. Die Sicherheitssoftware verfügt laut Anbieter über Viren- und Spyware-Schutz, Backup-Funktionalität sowie Features zur elterlichen Kontrolle und umfangreiche Remote-Control-Funktionen zum Lokalisieren oder Löschen der Daten im Verlustfall.
BullGuard im Android Market (22,62 Euro)
Ein lesenswerter Beitrag zum unterschätzten Thema Mobile Malware des Deutschland- und Frankreich-Chefs von Doctor Web, Pierre Curien, findet sich auch in der Juni-Ausgabe des Chefbüro – IT- & Business-Magazin für Führungskräfte auf S. 27.
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Skype for Symbian
Skype hat eine neue Anwendung für Symbian Telefone vorgestellt, die unter anderem die Geräte Nokia N8, C6, C7 und E7, unterstützt. Darüber hinaus wird das Update mit dem Skype Breitband Audio Codec SILK beworben. Dieser soll kristallklare Gespräche “in CD-Qualität” ermöglichen, selbst wenn Nutzer über eine Verbindung mit geringer Bandbreite sprechen. Zusätzlich soll die neue Version weitere Erleichterungen beinhalten, darunter Kontakte Hinzufügen, Hochladen eines Profilfotos oder die Aktualisierung der persönlichen Skype Mood-Message.
Wettbewerb f. mobileMe & Co.
TecArt stellt mit TecArt-Push einen geräteunabhängigen Push-Dienst vor. Dieser synchronisiert laut Anbieter “jederzeit und mobil von jedem Ort aus die Groupware-Funktionalitäten E-Mails, Kontakte, Termine und Aufgaben wechselseitig zwischen mobilen Endgeräten und dem CRM-System von TecArt”. Der integrierte E-Mail Client kann zudem mehrere POP3- und IMAP-Konten automatisch abrufen und unterstützt über “Öffentliche Ordner” (vgl. MS-Exchange/Outlook) die Arbeit im Team. Gerade Nutzern von Freemailern wie Googlemail, GMX, Web.de usw. will der neue Dienst komfortable Zusatzfunktionalität bereitstellen. Damit soll erklärtermaßen auch Branchengrößen wie Google Sync, Apples MobileMe oder Smartphone Sync von der Deutschen Telekom AG Konkurrenz gemacht werden.
Besonders interessant für Mitarbeiter im Außendienst mit großem Kontaktbestand ist die automatische Synchronisation der Kontaktdaten bevorstehender Termine auf das mobile Endgerät. Dies macht eine permanente Synchronisation aller Kontakte überflüssig, die mit einem unnötig hohen Datenvolumen verbunden sein kann. Zudem können in einem persönlichen Adressbuch alle Kontakte hinterlegt werden, die der Außendienstmitarbeiter stets verfügbar haben möchte.
Voraussetzung für die Datensynchronisation ist, dass das mobile Endgerät die Schnittstellentechnologie ActiveSync unterstützt. Hierzu zählen laut TecArt grundsätzlich alle Geräte mit den Betriebssystemen iOS, Android, Symbian oder Windows Mobile. Die Unterstützung für BlackBerry-Endgeräte ohne zusätzlichen BlackBerry Enterprise Server wird aktuell getestet.

TecArt-Push ist Teil der neuen TecArt-CRM Version 3.2. Die Cloud-Lösung für Kundenbeziehungsmanagement und Groupware ist erhältlich zum Kauf (Intranet-Lösung) oder zur Miete (Software as a Service bzw. SaaS, also als Internet-Lösung). Die Nutzung erfolgt via Browser bzw. Web-Applikation. Neben Mozilla Firefox und dem Internet Explorer unterstützt das System dabei nun auch Google Chrome und Apple Safari. Die Preise erstrecken sich von 9,95 Euro pro Monat bis zu rund 2.600 Euro für eine Unternehmenslizenz für das Intranet-CRM. Es werden kostenlose Testversionen angeboten.
Lesetipp: “Android 2″
“Android – Grundlagen und Programmierung” ist ein erfolgreiches und daher auch bereits geraume Zeit vergriffenes Fachbuch, das übrigens auch den für Android programmierenden Glanzkindern die ersten Schritte in diese stets beliebter werdende Betriebssystem-und Anwendungs-Umgebung geebnet hat. Kein Wunder, dass der herausgebende dpunkt-Verlag nun eine erweiterte und überarbeitete zweite Auflage vorstellt.

Es ist den Autoren Arno Becker und Marcus Pant (beide: Visionera GmbH) gelungen, ihr Lehrbuch so zu aktualisieren, dass man von einer allerersten Einführung bis zu ersten eigenen Anwendungen geführt wird, die weit über “Hello World!” hinausgehen. Dabei werden allerdings Grundkenntnisse in der Java-Programmierung vorausgesetzt.
Die Neuauflage wurde so überarbeitet, dass Neuerungen der Android-Versionen 2.x berücksichtigt werden. Neu sind die Themen Hierarchy Viewer (für die Layout-Optimierung; Seiten 108-110) SMS-Integration (mit griffigem Anwendungsbeispiel; 210-220), sowie Trace View (Test-Tool; 347-350).
Besondere Aufmerksamkeit wird sinnvollerweise dem Umgang mit den bei der App-Programmierung notorisch knappen Ressourcen CPU-Leistung und Storage gewidmet. Von einer ersten Definition von “Activities” unter Android ausgehend lernen wir den Systemaufbau des auf einem Linux-Kernel basierenden Systems kennen, soweit er für unseren Weg von der App-Idee und -Konzeption bis zur .apk-Datei (Android Package File – der fertigen App) erforderlich ist.
Auch relevante Unterschiede zwischen der Programmierung für die Zielsysteme iOS und Android werden herausgearbeitet, beispielsweise was die bei Android leicht ansprechbaren systemnahen Anwendungen Telefonie oder Kontakte angeht.
Services vs. Threads und die Priorisierung von Services sind ein weiteres Thema. Die in Android enthaltene relationale Datenbank SQLite wird ebenso eingeführt wie die Kommunikation zwischen Prozessen einer Anwendung versus der Kommunikation zwischen Anwendungen (Multitasking). Weitere aktuell wichtige Themen sind etwa die Integration von Location Based Services sowie Security – u.a. durch ein eigenes Kapitel nur zur Verschlüsselung. Auch das so wichtige wie häufig vernachlässigte Testen kommt hier nicht zu kurz (eine JUnit Testumgebung ist Teil der Android SDK), bevor es dann an den wichtigen Punkt Zertifikate und Signaturen geht.
Dass sämtliche gegebenen Codebeispiele zusätzlich auf der Webseite zum Buch androidbuch.de zum Download angeboten werden, ist ein wertvoller zusätzlicher Service. In diesem wirklich umfassenden Werk haben wir einzig im Kapitel “Anwendungen marktreif machen” einige einführende Hinweise zu den Themenkreisen Android Market (Optimization), Pricing sowie Support vermisst, die aber zugegeben das engere Feld der Programmierung fast verlassen.
Fazit: ****
[427 Seiten, Broschur ISBN 978-3-89864-677-2 39,90 Euro]