Lesetipp: m – Das Magazin

Eigentlich ein Widerspruch in sich – Printmagazine rund um das per se digitale Mobile Business wachsen derzeit nicht mehr wie Apfelbäumchen, sondern schießen eher wie Pilze aus dem Boden. Besonders der App(le)-affine Markt boomt wie nie zuvor. Nun hat auch der Apple Premium Reseller mStore mit “m – Das Magazin” ein ebensolches am Start. Inhaltlich dreht sich dabei laut eigener Aussage “alles um die iProdukte, die in Text und Bild vorgestellt werden, sowie Tipps und Anwendungsbeispiele für die Praxis”.

m - Das Magazin Covershot Nr. 0211Nr. 1 war erstmals am 3. Dezember erhältlich. Für diese Besprechung lag uns Ausgabe 0211 vor, in deren Editorial Chefredakteurin Charlotte Erdmann (im Hauptamt Kommunikationsschefin mStore und parallel Marketing Consultant bei madvertise, ehem. Chefred. MacLife/Falkemedia) auf den heutigen 35. Geburtstag von Apple Inc. hinweist. Und den Charakter einer Festschrift für den Jubilar legt das Medium mit Steve Jobs auf klavierlackschwarzem Cover auch auf den ff. 100 Seiten selten ab – die redaktionellen Hände bleiben gewissermaßen an der Hosennaht, wenn sie nicht zum Jubeln gehoben werden. Doch das ist dem Kunden-Magazin einer Apple-Reseller-Kette kaum vorzuwerfen, um so weniger als die wenigsten seiner Leser die 4,90 € Copypreis gezahlt haben werden. Denn “m” wird mit 40.000 Exemplaren seiner Startauflage in mStores als kostenloses Goodie an die Kunden verteilt oder diesen zugeschickt.

Nur auf den Abdruck von Leserbriefen vom Kaliber “ich habe gerade Ihr Magazin gelesen und mir platzt die Brust vor Stolz, ebenfalls ein Apple-Fanatiker zu sein” hätte man ganz gut verzichten können. In diesem Umfeld heisst ein – lesenswerter – Rückblick auf 35 Jahre Unternehmensgeschichte dann eben auch “Alles Gute!” und den typischen Glastreppen in großen Apple Stores wie denen von New York, L.A., Paris oder München wird eine Doppelseite gewidmet.

Mut zum Todessprung über den Tellerrand verrät allerdings der Beitrag “Der iPhone Killer” über Michael Tompert und seine Verwandlung von iPhone, iPad oder Mac in Kunst, u.a., in dem er mit einer 9 Millimeter-Handfeuerwaffe darauf schießt. Die unvermeidliche Anwendungsgeschichte kommt aus dem akademischen Bereich (AWI), ansonsten geht es viel um mehr oder weniger offensichtlich mit der Apfelwelt verbundene Themen aus Kunst, Design, Fotografie. Apropos – das Layout ist großzügig, besonders bildlastig aber dabei recht konventionell, Druck und Papier deutlich überdurchschnittlich.

Lebenshilfe für Fans verspricht und liefert die Rubrik Mac-Praxis u.a. mit der Vorstellung der “Apple-Tastatur im Detail” oder “Tipps und Tricks zu Mac OS X”. Die Abteilung “Trendy Accessoires” stellt einen bunten Reigen von Gadgets und Peripheriegeräten rund um Apple-Produkte vor – bietet allerdings nur nett anzuschauende Katalogeinträge und keine Tests. Sonderthemen wie “App Dich Fit” (15 Sport u. Health Apps) oder “iGeneration” (Interessantes zu Kinder und Mobile Technik), Buchtipps und eine Terminübersicht runden eine interessante Bereicherung des Apple-nahen Printspektrums ab.

Das Heft wird von der Hamburger moremedia GmbH für die Apple-Händler produziert. mStore ist nach eigenen Angaben mit derzeit 17 Filialen hierzulande der größte Apple-Premium-Reseller. “m” erscheint vierteljährlich, das Jahresabo kostet 15 Euro.

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Lesetipp: t3n

t3n_no22_Cover“Mobile Hype!” – an diesem Kriegsruf auf dem witzig gemachten Cover bleibt man leicht hängen, selbst wenn man wie unsereins das Magazin dazu noch gar nicht kennen sollte. Willkommener Anlass also, dies umgehend nachzuholen.

In der aktuellen Ausgabe des Magazins widmet sich die Redaktion unter dem Motto “Mobile Hype! – Apps, Shopping, Check-In: Wir zeigen was wirklich geht” laut eigener Ausssage umfassend den weitreichenden neuen Möglichkeiten, die sich durch die Kombination aus immer leistungsfähigeren Smartphones mit GPS an Bord und günstigen Preisen für mobiles Surfen für Websitebetreiber, Shopbesitzer und Entwickler eröffnen. Insofern wird hier auch weniger ein Hype entlarvt, außer vielleicht in Jan Tißlers köstlicher Glosse zu “Location Based Zeitverschwendung”. Stattdessen werden wir bei bestmöglicher Lesbarkeit mit jeder Menge sofort umsetzbarem Hintergrundwissen versorgt.

Die News-Sektion (“Intro) ist typischerweise nicht eben die Stärke eines vierteljährlich erscheinenden Print-Produkts. Hier aber sind die Themen so sinnfällig ausgewählt (blekko, Google Boost, Scrumers, mikogo, ogone), dass dennoch etwas zur späteren Vertiefung hängenbleibt. Dies wird von “Links und Literatur” noch begünstigt, einer Link-Liste, welche jede News-Doppelseite abschließt.

Die Empfehlungen der “Blog-Highlights” werden ebenso gern genommen wie die “Hardware”-Rubrik, die in dieser Ausgabe neben Android-getriebenen iPad-Alternativen vor allem mit einem Interview mit den Verantwortlichen für Entwicklungs und Forschung bei Intel Deutschland glänzt. “Gadgets” dürfen bei diesem Titelthema natürlich auch nicht fehlen.

Die folgende Abteilung “Kommunikation” bietet ganz besonderen Mehrwert. Allein schon der Artikel über DOs and DON’Ts bei Facebook-Fanseiten kann lange Internet-Recherchen oder Buch-Lektüre ersparen. Weiter findet sich hier lesens- und lernenswertes über so verschiedene Themen wie Geotagging (inklusive eines Interviews mit Friendticker-Mitgründer Florian Resatsch), “Neuromarketing im Webdesign” oder “Social Media Monitoring”. Weitere Rubriken heben “Digitales Leben” auf den Schild oder “Technologie” (Web-Apps, viel Typo3- und Web-Programmierungsthemen). Der “Business”-Block hat naturgemäß vor allem Online Shops, Web Analytics aber auch wichtige Themen wie Recruitment im Fokus.

Ein umfänglicher Kleinanzeigenteil rundet das 164 Seiten starke Heft ab. Es unterstützt auch durch angenehme Typographie und gekonntes Layout Lesefreude, gar ein Genuss ist das prägeedruckte Zeitschriftencover. Zielgruppe des Magazins mit (nicht IVW-geprüfter) Auflage von 20.000 Expl. sind “Entscheider”, Marketing-Experten und Webworker. Die Einzelausgabe kostet 9,80 Euro, das Jahresabonnement (vier Ausgaben) 35 Euro. Falls – wie zu vermuten steht – sich das heutige redaktionelle Profil aus so etwas wie “Typo 3 News” entwickelt hat, kann man dem herausgebenden Verlag yeebase Media nur gratulieren. t3n ist eine erfreuliche Ausnahme im üblichen Fachpressemief (eine Anzeigenseite Anzeige korrespondiert stets mit einer Seite gekaufter Redaktion bzw. “Promotion” für das gleiche Unternehmen). Das Blatt wird erkennbar mit soviel Sachkenntnis wie Engagement gemacht. Fazit: *****

t3n – Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 22 u. Subskriptionsmöglichkeit

Lesetipp: iSuccess

iSuccess LogoDas pfiffige Logo, der Name und Untertitel (Unternehmensanwendungen im Apple-Umfeld) beschreiben das Berichtsspektrum dieses neuen Titels recht gut. Er erscheint im Berliner GITO Verlag für industrielle Informationstechnik und Organisation, der auch so renommierte Titel wie ProductivITy Management oder ERP Management verlegt. Die Chefredakteurin Corinna Fohrholz (wissensch. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik u. Electronic Government a.d. Univ. Potsdam) sieht eine Informationslücke bei kompetenten Entscheidungshilfen für einen teilweisen oder weitgehenden IT-Umstieg von Unternehmen auf Apple. Diesen soll das neue Medium schließen. Wohl auch daher wird dem Thema “Umstieg auf Apple” in der ersten Ausgabe ein Schwerpunkt gewidmet. Dessen zentraler Text ist die Zusammenfassung eines Fachbuches zum Thema (Der Mac im Unternehmen). Ein Beitrag zum wichtigen Thema “Nutzerakzeptanz als Erfolgsfaktor für die Mac-Migration” verrät allerdings seine Herkunft aus dem wissenschaftlichen Bereich allzu deutlich. Diesem vorgeschaltet ist ein mit sieben Einträgen denkbar knapper Messeführer zur Partnerveranstaltung it&business sowie eine Handvoll Produktnews.

Die Rubrik “Mobile Business” konstituiert sich aus Beiträgen zu “SAP und iPhone” sowie “ERP auf dem iPad” – flankiert von einer Marktübersicht zu “ERP-Systeme für den Mac”. Die Rubrik “Technologie” widmet sich u.a. den Möglichkeiten der Virtualisierung auf dem Mac. Success Stories dürfen in einer Fachzeitschrift dieses Namens nicht fehlen, hier heißen sie “Berichte aus der Praxis”, im konkreten Beispiel geht es um den FileMaker-Einsatz bei einem Unternehmen der Lebensmittelbranche.

Besonders interessant, wenn auch leider von Raum und Art der Darstellung arg begrenzt, ist die Rubrik “Vorgestellt – die besten Business Apps“. Unterkategorien sind hier ERP, Produktion, CRM, Alltagshelfer sowie “SAP Apps”.

iSuccess 1_2010 CoverDetailkritik: Dem leider recht altbackenen Layout gelingt es kaum, optische Verbindungen zum selbstgestellten Thema und dem nicht zuletzt aufgrund von Lifestyle-Aspekten wieder zurückgekehrten Apple-Boom herzustellen. Teilweise ist es sogar handwerklich missglückt (schlimme Blocksatz-Fehler ausgerechnet im Editorial, S. 3; Verzerrungen bei der Bildbearbeitung haben aus einem iPhone 3 eine Art iPad gemacht, S. 9) und auch bei der Schlußredaktion ist noch Optimierungspotenzial auszumachen, wenn beispielsweise “das App” aus Pressemitteilungen den Weg ins gedruckte Heft gefunden hat. Der Umfang von 68 Seiten ist angesichts des Preises von 25 Euro pro Ausgabe nicht üppig, wird aber sicher je nach Anzeigenvolumen ausgebaut. In Summe eine durchaus lesens- und beobachtenswerte Bereicherung der apfelaffinen Printszene. Das Jahresabo (2 Ausgaben) kostet regulär 50 Euro – derzeit gilt der vergünstigte Einführungspreis von 25 Euro.
Fazit: **(*)
iSuccess – mehr Infos und Subskriptionsmöglichkeit

Lesetip: Apps für iPhone-Fotografen

Fotografieren mit dem iPhone hat etwas von Lomographie, allerdings mit dem Vorteil, dass man die gewünschten Fotos sofort sieht und durch die Funktionen inzwischen recht zahlreicher Apps der Kategorie “Fotografie” in die gewünschte Richtung verändern kann. Oftmals entstehen so aus zunächst unspektakulären Schnappschüssen deutlich veredelte, ernstzunehmende Bilder. iPhonefotografie“Apps für iPhone -Fotografen – Fotografie und Bildbearbeitung” aus dem Verlag Markt+Technik will als Ratgeber für die Benutzung der iPhone-Cam solche Effekte noch öfter herbeizuführen helfen.

Autor Ronald Puhle stellt in dem Buch die Cams der bisherigen iPhonegenerationen (3G-4G, das 2G taucht nicht mehr auf), viele nützliche Apps vor und erklärt diese genau. Die Möglichkeiten des direkten Hochladens der jeweiligen Fotos und ihre Verwendung auf Blogs, sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Flickr & Co.) und Kommunikationsplattformen wie iChat, Skype und MSN werden ebenso in dem Buch herausgearbeitet.

Die Schnellebigkeit des App-Marktes, die Aktualisierung der jeweiligen Apps, Neuerscheinungen und Neuauflagen des iPhones machen es aber sehr schwer, einen aktuellen Stand zu vermitteln. Der Autor ist sich dieses Problems bewusst und stellt Lesern Aktualisierungen und Erweiterungen zum Buch in seinem Blog zur Verfügung – eine gute Sache!

Der Band ist mit viel Liebe und Sachkenntnis gemacht und erfüllt die selbstgestellte Aufgabe, die Cam, Apps und Möglichkeiten der jeweiligen iPhonegenerationen mit vielen Bespielen, Tips und Tricks genau zu erklären. Insofern das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Fotonarren mit iPhone und die, die es noch werden wollen.

Fazit: ****

Apps für iPhone-Fotografen – Fotografie und Bildbearbeitung
Buch, ISBN 978-3-8272-4671-4, 234 Seiten, 19,95 €
Erhältlich in jedem Buchladen oder auch via Amazon.

Lesetipp: “Android 2″

“Android – Grundlagen und Programmierung” ist ein erfolgreiches und daher auch bereits geraume Zeit vergriffenes Fachbuch, das übrigens auch den für Android programmierenden Glanzkindern die ersten Schritte in diese stets beliebter werdende Betriebssystem-und Anwendungs-Umgebung geebnet hat. Kein Wunder, dass der herausgebende dpunkt-Verlag nun eine erweiterte und überarbeitete zweite Auflage vorstellt.
dpunkt Android 2 Grundlagen und Programmierung
Es ist den Autoren Arno Becker und Marcus Pant (beide: Visionera GmbH) gelungen, ihr Lehrbuch so zu aktualisieren, dass man von einer allerersten Einführung bis zu ersten eigenen Anwendungen geführt wird, die weit über “Hello World!” hinausgehen. Dabei werden allerdings Grundkenntnisse in der Java-Programmierung vorausgesetzt.

Die Neuauflage wurde so überarbeitet, dass Neuerungen der Android-Versionen 2.x berücksichtigt werden. Neu sind die Themen Hierarchy Viewer (für die Layout-Optimierung; Seiten 108-110) SMS-Integration (mit griffigem Anwendungsbeispiel; 210-220), sowie Trace View (Test-Tool; 347-350).

Besondere Aufmerksamkeit wird sinnvollerweise dem Umgang mit den bei der App-Programmierung notorisch knappen Ressourcen CPU-Leistung und Storage gewidmet. Von einer ersten Definition von “Activities” unter Android ausgehend lernen wir den Systemaufbau des auf einem Linux-Kernel basierenden Systems kennen, soweit er für unseren Weg von der App-Idee und -Konzeption bis zur .apk-Datei (Android Package File – der fertigen App) erforderlich ist.

Auch relevante Unterschiede zwischen der Programmierung für die Zielsysteme iOS und Android werden herausgearbeitet, beispielsweise was die bei Android leicht ansprechbaren systemnahen Anwendungen Telefonie oder Kontakte angeht.

Services vs. Threads und die Priorisierung von Services sind ein weiteres Thema. Die in Android enthaltene relationale Datenbank SQLite wird ebenso eingeführt wie die Kommunikation zwischen Prozessen einer Anwendung versus der Kommunikation zwischen Anwendungen (Multitasking). Weitere aktuell wichtige Themen sind etwa die Integration von Location Based Services sowie Security – u.a. durch ein eigenes Kapitel nur zur Verschlüsselung. Auch das so wichtige wie häufig vernachlässigte Testen kommt hier nicht zu kurz (eine JUnit Testumgebung ist Teil der Android SDK), bevor es dann an den wichtigen Punkt Zertifikate und Signaturen geht.

Dass sämtliche gegebenen Codebeispiele zusätzlich auf der Webseite zum Buch androidbuch.de zum Download angeboten werden, ist ein wertvoller zusätzlicher Service. In diesem wirklich umfassenden Werk haben wir einzig im Kapitel “Anwendungen marktreif machen” einige einführende Hinweise zu den Themenkreisen Android Market (Optimization), Pricing sowie Support vermisst, die aber zugegeben das engere Feld der Programmierung fast verlassen.
Fazit: ****
[427 Seiten, Broschur ISBN 978-3-89864-677-2 39,90 Euro]

Mehr Infos zu “Android 2″ inkl. Links zu Leseproben

Microsoft visiert mit WP7 5-10% der Smartphone-Neukäufe an

GuJ Capital LogoLesetipp: Steve Ballmer erwartet vom neuen Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 keine schlagartige Verbesserung der Marktposition, wie er dem Wirtschaftsmagazin Capital verriet: “Zunächst geht es darum, fünf bis zehn Prozent derjenigen zu überzeugen, die sich ein neues Smartphone kaufen wollen”, sagte der Microsoft-Chef. Doch langfristig könne sich die Software dann durchaus gegen die derzeit übermächtige Konkurrenz (sprich: Apple & Co.) durchsetzen: “Wenn wir die Leute dazu bringen können, eines unserer neuen Handys in die Hand zu nehmen, dann können wir jeden Rivalen schlagen.” Aktuell kommt Microsoft laut Capital auf einen Marktanteil von etwa fünf Prozent bei Betriebssystemen für Mobiltelefone. Zweifel äußerte der Chef des weltgrößten Software-Herstellers am dauerhaften Erfolg des Betriebssystems Android vom Konkurrenten Google: “Ich weiß nicht, was ein Android-Handy ist, und die Verbraucher wissen es auch nicht. Android ist keine Marke”, sagte Ballmer. Android ist mit rund 200.000 neu registrierten Endgeräten pro Tag das derzeit mit Abstand am schnellsten wachsende System im Smartphone-Markt.

Um im immer wichtiger werdenden Mobilfunkgeschäft besser bestehen zu können, kann sich der Microsoft-Chef eine engere Zusammenarbeit mit dem Handy-Marktführer Nokia gut vorstellen. “Ich glaube, es besteht die Möglichkeit, künftig mehr gemeinsam zu machen”, enthüllte er im Interview (Ausgabe 11/2010).
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Anschautipp: Wo steht das iPhone wirklich?

Bill Shrink ThumbDie Spezialisten für Mobilfunktarife und ihre Reduzierung von BillShrink haben in nur eine wirklich betrachtenswürdige Infografik gepackt, wie sie die Position des iPhone im US-Markt für Mobiles und Smartphones sehen. Zur Grafik geht es hier

via mashable.com

Lesetipp: Mobile Developer Android

Mitte September ging die Erstausgabe von “Mobile Developer Android” (heute “Mobile Developer”, vereinigt mit Mac Developer) in den Vertrieb und auf Abonnentensuche. Das Fachmagazin für Developers, Projektmanager und Berater in und für Softwareentwicklungs-Projekten for Mobiles erscheint im Verlag Neue Mediengesellschaft Ulm mbH (NMG), der damit sein einschlägiges Portfolio aus u.a. MacDeveloper, dotnetpro, PHP-Journal, Toolbox sowie databasepro vervollständigt.

mDeveloper Android_Cover der ErstausgabeMobile Developer Android hat den Anspruch, vier mal im Jahr praxisnahes Wissen rund um Android zu vermitteln. Doch – nicht zuletzt im Sinne der Content-Mehrfachverwertung – auch die konkurrierenden mobilen Betriebssystem-Plattformen wie Apple (iOS), Microsoft (Windows Phone 7), RIM (BlackBerry OS) oder Samsung (bada) werden hier thematisiert, s.u.

Jedes Heft wird von einer CD mit Quellcode, Bibliotheken und Werkzeugen begleitet. Im Falle der in Augenschein genommenen Erstausgabe ist hier beispielsweise enthalten: Das grundlegende Fachbuch zum Thema Android-Programmierung als E-Book (zwar nur die erste Auflage von 2009, aber immerhin! Eine Rezension der aktuellen findet sich hier); das Android SDK als Plug-in für die Open Source-Entwicklungsumgebung Eclipse; die Zupassung des Kommunikationsprotokoll WebSockets für Android jWebSocket in Version 0.10 sowie die Quellcodes zu sämtlichen Artikeln, die Listings enthalten. Der Redaktion um Chefred. Markus Stäuble ist es mit der ersten Nummer gelungen, einen Einstieg in die Materie zusammenzustellen, der für alte Hasen wie blutige Android-Novizen (mit zumindest Java-Vorkenntnissen) von Interesse sein dürfte. Obwohl es möglich ist, mDeveloper häppchenweise als (Fach-)Zeitschrift zu lesen, wird doch auch von Beitrag zu Beitrag eine erhebliche Menge Fachwissen aufgebaut – wie in einem guten Fachbuch.

Die aufmachenden News sind naturgemäß nicht die Stärke eines Printmediums mit Dreimonats-Frequenz. Doch bereits in der Rubrik “Android” werden Wissensfundamente gelegt – die beteiligten Player und ihre jeweiligen Eigenheiten/Interessen sind hier ebenso vorgestellt wie die Vor- (OSS; weitestgehende Freiheit bei Entwicklungswerkzeugen und App-Upload) und Nachteile (Betriebssystem-Stände, Gefahr der Marktfragmentierung). Hernach wird ein Überblick über die derzeit verfügbaren Entwicklungswerkzeuge und -plattformen gegeben und die Systemarchitektur von Android vorgestellt. Wer sich parallel die eigene Entwicklungsumgebung eingerichtet hat, wird hier bis zu einer allerersten eigenen App geführt – zwar “nur” eine Gedächtnisstütze für verliehene Gegenstände, aber immerhin weit mehr als “Hello World”.

Noch mehr ans Eingemachte geht die Rubrik “Android Expert”, diesmal in Richtung WebSockets (inkl. Beispielanwendungen für Foto-Übertragung) sowie Optimierungstipps im Bereich Speichermanagementgeht.

Über den Android-Tellerrand schaut die Rubrik “Mobile OS”. Kenntnisreich wird ein erster Eindruck von Möglichkeiten und Beschränkungen der Samsung-eigenen bada-Plattform gewährt. Die angesprochene Mehrfachverwertung einer auf Entwickler-Fachmedien spezialisierten Verlagsgruppe wird noch am ehesten bei einem Text zur Speicherbereinigung in Objective C-Anwendungen sowie bei einem – allerdings besonders starken und daher willkommenen – Beitrag zu Apples iAD-Werbeplattform spürbar. Schließlich ordnet ein Spezialist sogar noch das wie Android Java nutzende BlackBerry OS ein, erläutert wichtige Unterschiede (beispielsweise bei der Gestatltung von User Interfaces, bei Entwicklerzertifikaten und bei den möglichen Verbindungsarten inklusive dem Mobile Data System des BlackBerry Enterprise Server). Eine lesenswerte Zusammenfassung der wichtigsten Daten zu Symbian, immerhin noch Weltmarktführer bei mobilen Betriebssystenem, rundet diesen Teil ab.

Die erste Ausgabe hat 132 Seiten, der Einzelheftpreis beträgt 14,95 Euro. Wenn das Einstandsniveau gehalten werden kann, dürfte sich das Jahres-Abonnement für knapp 59 Euro wirklich lohnen.

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Lesetipp: Checkliste Mobile Marketing

Adage_logoJosh Lovison von IPGs Emerging Media Lab hat für die Werberbibel ‘Advertising Age’ das Hype-Thema Mobile Marketing auf die aktuell wirklich relevanten Punkte heruntergekocht. Aus dem Inhalt:
- Warum bislang zurückhaltend gebliebene Unternehmen JETZT einsteigen sollten
- Wie eilig ist der Einstieg?
(die drei Kräfte “Siegeszug der Smartphones”, “Nutzung des mobilen Internets” auf Smartphones u. Tablets, Netzwerkverbesserungen” wälzen den Markt total um)
- Brauche ich wirklich eine eigene App?
(Ja, immer dann, wenn ein mit dem oder den eigenen Produkten verbundenes Kundenbedürfnis wirklich via App zu befriedigen ist)
- Wie wichtig ist das iPhone als Zielplattform tatsächlich?
(Es ist einfach nicht zu vernachlässigen – gemeinsam mit iPod touch ist heute bereits von über 75 Mio. Endgeräten im Markt auszugehen – bei rasanten Wachstumsraten)
- Welche anderen Plattformen sind wichtig?
(Android, in den USA auch noch BlackBerry)

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Lesetipp: Spiegel-Leser vermissen mehr

Spiegel App_iconAm vergangenen Freitag wurde das lang erwartete iPhone-App des Nachrichtenmagazins ‘Der Spiegel’ von Apple freigegeben. Wie angekündigt kam die Digitalversion des morgen erscheinenden Heft 8 dann am Samstag um 22:00 Uhr heraus, zum “Einführungspreis” von 2,99 € (Preis der Printausgabe 3,80 €; geplanter Preis des iPhone-Papers 3,99 €). Doch was viele Leser auf ihrem Mobilgerät empfingen, war keinesfalls die versprochene komplette Ausgabe, wie der fontblog.de der fontshop AG in einem besonders lesenswerten Beitrag dokumentiert: es fehlten Abbildungen und Heftteile; ganz selbstverständlich fielen auch die Anzeigen unter den Tisch (und der Kultur-Spiegel ebenfalls). Inzwischen äußern Benutzer ihren Unmut per Kommentar im App-Store und werten die Applikation ab. Auch im Spiegel.de-Forum kommt das Programm nicht gut weg.

Dabei sah alles zunächst gut aus. Der ‘Spiegel’-E-Reader geht selbstbewusst einen anderen Weg als zum Beispiel das Magazin stern oder die Bild-Zeitung. Statt die aktuellen Inhalte des Internet-Portals handygerecht zu präsentieren (stern) oder eine Verkleinerung der Print-Version als PDF anzubieten (Bild), setzt ‘Der Spiegel’ auf den klassischen Reader, der die Inhalte der aktuellen Druckausgabe für das Lesen am Kleinbildschirm neu umbricht. Gekaufte Exemplare werden in einem Archiv abgelegt und sind dort jederzeit verfügbar. Auf Wunsch kann man sich zusätzlich die tagesaktuellen Seiten von Spiegel.de in der gleichen Applikation ansehen.

Mittels Demoheft, das zur Grundausstattung des kostenlosen ‘Spiegel’-Readers gehört (sowie einer recht gut gemachten Bedienungsanleitung für alle, die Scrollen und Swipen erst mit der Spiegel App lernen, KR) können sich neue Benutzer mit seiner Logik vertraut machen. Das Lesen beginnt durch das Aufrufen des einspaltigen, bilderlosen Inhaltsverzeichnisses (siehe Abb. oben rechts). Wie in der gedruckten Ausgabe stehen traditionell die Titelgeschichte an erster Stelle (auch wenn sie, je nach Schwerpunkt, irgendwo im Heft beginnt) und die “Briefe” (üblicherweise auf S. 6 ff anzutreffen) ganz am Ende, gemeinsam mit “Impressum”, “Register”, “Personalien” und anderen Rubriken. Die “Hausmitteilung” (andere Medien nennen das “Editorial”) steht nie im ‘Spiegel’-Inhaltsverzeichnis, also auch nicht in dem der E-Reader-Datei, mit der unangenehmen Folge, dass die Vorrede im digitalen ‘Spiegel’ unauffindbar bleibt – vielleicht ist sie da, aber es führt kein Weg zu ihr. Die Navigation irritiert all jene Stammleser, die das gedruckte Heft von vorne beginnen und sich langsam durcharbeiten – die iPhone-App erfordert hier radikales Umdenken…

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Autor: klaus, veröffentlicht am: 22. 02. 2010

Kategorien: iPhone Programmierung

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