Handynutzer: Jeder 4. nutzt auch Apps
Mehr als jeder vierte Deutsche Nutzer eines Mobiltelefons hat schon einmal eine App heruntergeladen. Mit genau 28 Prozent liegt Deutschland damit im europäischen Durchschnitt von 30 Prozent. Acht Prozent der User haben zehn oder mehr Apps auf ihr Mobiltelefon geladen. Apps werden von 19 Prozent der Nutzer in Deutschland täglich verwendet. Von allen heruntergeladenen mobilen Apps in Deutschland waren 82 Prozent kostenlos, davon wiederum rund ein Viertel werbefinanziert.
Diese für die App Programmierung interessanten Ergebnisse entstammen dem aktuellen “Mobile Consumer Briefing”-Report zum Thema mobile Apps, das die Mobile Marketing Association (MMA) in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungspartner Lightspeed Research erstellt und die der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) jetzt veröffentlicht hat. Befragt wurden im August 2010 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden jeweils 1.000 erwachsene Mobiltelefonnutzer. Diese Briefings sind für Mitglieder der MMA sowie der Fachgruppe Mobile im BVDW kostenlos erhältlich.
28% der Nutzer des Mobile Internet planen Nutzung mindestens 1x wöchentlich

Das jüngste Mobile Consumer Briefing der Mobile Marketing Association (MMA) widmete sich gemeinsam mit Partner Lightspeed Research der mobilen Internet-Nutzung in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Aus den Ergebnissen:
- 28% der befragten Anwender gehen davon aus, dass sie im kommenden Jahr das mobile Web mindestens einmal pro Woche oder häufiger nutzen werden.
- Als Top-Themen bei der Nutzung wurden angegeben: Nachrichten, Wetter, Social Networks und mobile Suche.
- Als wichtigster Content in Deutschland wurden Schlagzeilen angegeben (in UK u. Frankreich: Karten/Navigation)
- Durchschnittlich 30% der Nutzer können sich vorstellen, Alerts/Benachrichtigungen auf ihrem obiltelefon zu erhalten, Dabei würden 38% das Format SMS der MMS vorziehen (Push Notifications nicht abgefragt).
- Die populärsten mobilen Zugangsweisen zu Internetseiten sind in allen drei Ländern 1. Mobile Search, 2. Bookmarks, 3. Alerts
- Bullet point
Bestätigt werden die Lightspeed-Ergebnisse vom aktuellen TNS Convergence Monitor von TNS: Hiernach gehen im deutschen Markt heute bereits 21 Prozent der 14- bis 64-Jährigen privaten Handybesitzer mit ihrem mobilen Endgerät auch online – sei es um E-Mails abzurufen oder um im Netz zu surfen. Dies bedeutet gegenüber dem vergangenen Jahr einen Zuwachs von 3 Prozentpunkten. Treiber dieser Entwicklung sind laut Bericht die zunehmende Verbreitung internetfähiger Handys und die sinkenden Kosten für die Datenübertragung.
Aktuell sind es 17 Prozent der Handynutzer, die Gebrauch von der E-Mail-Funktion ihres Mobiltelefons machen, 13 Prozent besuchen Webseiten im Internet. Besonders gerne gehen die 14- 29-Jährigen mobil online: In dieser Altersgruppe sind es 29 Prozent der Handynutzer, die mehr oder weniger häufig mit ihrem Handy im Internet surfen, ihre E-Mails checken oder mobile suchen. Bei den abgerufenen Inhalten ist eine Annäherung des mobilen Surfverhaltens an die stationäre Internetnutzung zu beobachten.
Das Potenzial für die mobile Internetnutzung sei damit aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft: 40 Prozent der Handynutzer besitzen bereits ein Smartphone, nahezu jedes hierorts neu erhältliche Handy ist internetfähig.
Mobiles Shoppen etabliert sich in Deutschland
Der Einkauf inklusive Bezahlung per Mobiltelefon etabliert sich in Deutschland: Schon jetzt führt jeder zehnte Handynutzer in Deutschland mobile Transaktionen durch. Verglichen mit Großbritannien (19 Prozent) und Frankreich (neun Prozent) liegt Deutschland (13 Prozent) damit auf Platz zwei im direkten Vergleich. Treiber des Mobile Commerce sind in allen drei Ländern vor allem 18 bis 34-jährige – hier liegt die Kaufbereitschaft in Deutschland bei 21 Prozent. Dies geht aus den “Mobile Consumer Briefing”-Reports der Mobile Marketing Association (MMA) in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungspartner Lightspeed Research hervor. Die Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist der German Council der MMA. Befragt wurden im April 2010 in Großbritannien, Deutschland und Frankreich jeweils 1.000 erwachsene Mobiltelefonnutzer. Die “Mobile Consumer Briefing”-Reports sind für Mitglieder der MMA sowie Fachgruppe Mobile im BVDW kostenlos unter www.mmaglobal.com und www.bvdw.org erhältlich.

Mark Wächter: Steigender Anteil nicht digitaler Produkte am M-Commerce
An erster Stelle der Verkäufe stehen Inhalte für Handys oder Smartphones wie Anwendungen (Apps) und Klingeltöne. Aber auch Produkte und Dienstleistungen werden mobil geordert. Ausschlaggebend für den mobilen Einkauf ist für viele Befragte eine schnelle und einfache Abwicklung der Bestellung.
Mobiles Bezahlen im Kommen
Auch mit dem Mobiltelefon zu bezahlen wird immer gängiger. Der beliebteste Weg ist mit 54 Prozent in Deutschland die direkte Abrechnung über den Netzanbieter. Aber auch mobile Payment-Dienstleister wachsen derzeit und werden vor allem zum Bezahlen von nicht digitalen Inhalten genutzt. In allen drei Ländern gehen die Befragten der Studie davon aus, in den nächsten zwölf Monaten ihr Handy für mobile Transaktionen zu verwenden, um Rabatte und Coupons einzulösen sowie Bonuspunkten zu sammeln.
MMA: Mobiles Spenden im Aufwind
Im Nachgang des jüngsten Erdbebens in Haiti hat die Mobile Marketing Association (MMA) gemeinsam mit Marktforschungspartner Lightspeed Research in Deutschland, Frankreich und UK eine Erhebung durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden: 23,4 Prozent aller Befragten haben für die Erdbebenopfer gespendet. 28,4 Prozent von diesen haben dazu mobile Endgeräte verwendet, um entweder via Textbotschaft (21,4%) oder Besuch einer Internetseite (7%) zu spenden. Die MMA interpretiert diese Zahlen als klaren Trend für mobile als wichtige Plattform für spontane Hilfe.
Nach Nationen aufgeschlüsselt fand sich in Frankreich die höchste mobile Spendenaktivität, (30%), in Deutschland waren 26 Prozent mobil spendabel, gefolgt von UK mit nur 17,6 Prozent. Allerdings waren die Briten am optimischsten für die Zukunft. Befragt, ob sie sich mobil gewährte Spenden künftig vorstellen könnten, hielten 19 Prozent der befragten Briten dies für sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich, gefolgt von den Franzosen (16%) und Deutschen (11%).
Als zentrale Punkte für den Erfolg mobiler Spendenaufrufe hat die MMA-Erhebung u.a. ausgemacht: Garantie, dass die preisgegebene Mobilnummer (SMS) nicht ohne Erlaubnis weiter verwendet oder gegeben wird; Verdeutlichen, wie viel der gespendeten Summe tatsächlich die Opfer erreicht; Keine Vorgabe bei der Spendenhöhe.
Die Untersuchung befasste sich leider nicht mit nativen Apps. Im deutschen App Store wäre hier beispielsweise die Fun-App von Haribo zu nennen, die bis heute erfolgreich in den iTunes Charts ist und mitgeholfen hat, über eine Million Euro für die Springer-Initiative Ein Herz für Kinder zu sammeln. Bis zum 31.03.2010 wurde die App 168.000 Mal herunter geladen. Vergleichbare App-Ansätze gibt es etwa vom Förderwerk für Kinder oder von Brot statt Böller, wo bereits durch den Kauf der App gespendet wird.
Mobile Marketing stärkt deutsche Wirtschaft
Die Mobile Marketing Association (MMA) hat gestern im Vorfeld des Mobile Marketing Forum in Berlin eine exklusive Studie von Lightspeed Research veröffentlicht. Deren Ergebnisse zeigen u.a., dass auf Mobiltelefone zugeschnittenes Marketing 2009 in den letzten 12 Monaten zu Verbraucherausgaben von über 560 Mio. Euro geführt hat. In Großbritannien wurden im gleichen Zeitraum 450 Mio. Euro ausgegeben, so dass allein in diesen beiden Märkten in diesem Jahr durch Mobilfunk-Marketing insgesamt mehr als eine Milliarde Euro an Verbraucherausgaben generiert wurden.
18,1 % der volljährigen deutschen Verbraucher gaben an, dass “Handy-Marketing” sie zum Kauf eines Produkts oder Dienstes animiert hat. Dabei gaben sie in den letzten 12 Monaten im Durchschnitt 43,40 Euro aus. Die Studie wurde in Deutschland und Großbritannien durchgeführt. Dazu wurden Anfang September in jedem Land jeweils 1.000 Personen befragt.
Wie lukrativ ist der App Store?
Der VC-Beteiligungsgesellschaft Lightspeed ist plötzlich weltweite Aufmerksamkeit zuteil geworden. Denn ihr Managing Director Jeremy Liew hat in einer Analyse vorgerechnet, Apple habe sich bislang im App Store gar nicht so bucklig verdient, wie wir normalsterblichen Milchmädchen das angesichts eines nahezu vollautomatisierten Systems sowie der “30 Prozent-Regelung” bislang angenommen hatten. Liew aber kommt auf “nur” 20 bis maximal 45 Mio. US-Dollar seit Öffnung der App Store-Ladentür im Juli 2008 bis heute.
Zugrunde legte Liew hierfür die Milliarde App-Downloads bis April 2009 sowie die Annahme, dass nur zwischen 2,5 und 6,7 Prozent aller heruntergeladenen Anwendungen kostenpflichtig waren. Dies gemeinsam mit einem von O’Reilly kalkulierten Durchschnittspreis von 2,65 US-Dollar ergibt laut Liew einen Umsatz von 70 bis 160 Mio. Dollar. Die einbehaltenen 30 Prozent ergäben also einen App-Erlös in der o.a. Höhe. Verglichen mit den 13,7 Mio. im Jahr 2008 abgesetzten iPhones sei der Software-Umsatz bescheiden.
Zu Lightspeed
via Silicon.de