PocketGear übernimmt Handango: Konzentration im App-Großhandel
PocketGear, Inc. gibt soeben die Übernahme von Handango bekannt. Handango ist laut PocketGear der “weltweit führende Anbieter von Smartphone-Applikationen”. Durch die Fusion entsteht laut Pressemitteilung der “weltweit größte plattformübergreifende und unabhängige Marktplatz mit einem Katalog von mehr als 140.000 kommerziellen und kostenlosen Applikationen für die weltweit mehr als 4 Milliarden Anwender von Mobiletelefonen, die auf entweder Android, Symbian, BlackBerry, Windows Mobile, WebOS (Palm), Linux oder Java basieren.”
PocketGear und Handango bieten den nach eigener Einschätzung weltgrößten unabhängigen App Store, denn sie haben bis dato gemeinsam einen Umsatz von mehr als 400 Millionen US-Dollar mit Kunden aus mehr als 175 Ländern erzielt. Verkauft wurden dabei Apps für über 2.000 verschiedene Mobiltelefon-Modelle.
Mit der Übernahme soll der PocketGear-Marktplatz nun mehr als 32.000 Entwickler aus dem PocketGear-Entwicklerprogramm mit mehr als 40 von PocketGear unterstützten Webshops und Distributionspartnern vernetzen, darunter “4 der 5 weltgrößten Mobiletelefonhersteller, 4 der 5 größten Mobilfunkbetreiber der USA und 3 der 10 größten Mobilfunkbetreiber weltweit”.
Handango.com erweitert PocketGear eigenes “App Store-Netzwerk”, zu dem unter anderem die Sites PocketGear.com, Mobile2Day.de, SymbianGear.com, AndroidGear.com, RIMGear.com, Smartphone.net, und PalmGear.com gehören. Darüber hinaus nutzen nun weltweit über 1.000 Entwickler PocketGears Shop-System um Ihre Applikationen direkt auf ihren eigenen Webseiten zu vermarkten. Jud Bowman bleibt auch nach der Übernahme Präsident und CEO von PocketGear, während Alex Bloom, bislang CEO von Handango, die Aufgabe des COO von PocketGear übernimmt.
Kürzlich hatte sich mit der Wholesale Applications Community (WAC) bereits eine interessante Mobile App Store-Allianz gegen Apple aus Providern und Geräteherstellern formiert.
Endlich: Android Merch
Open Source-Freunde haben es mit Tux ja schon vorgemacht, wie sich ein Betriebssystem-Wappentier vermarkten lässt. Spielzeughersteller Dyzplastic versucht diesen Erfolg jetzt mit Android-Figürchen in zwölf verschiedenen Geschmacksrichtungen zu wiederholen.
Um ein Überraschungsmoment zu wahren und um die Sammelleidenschaft zu kitzeln, werden die Droiden in Pappkartons (Blind Boxes) verkauft, die keinen Rückschluss auf das jeweils enthaltene Modell erlauben. Einen schlumpfblauen konnten wir leider noch nicht entdecken.
via recombu
VNC Viewer für iPhone und iTouch
RealVNC stellt den VNC Viewer als App für iPhone und iPod touch vor. Die Anwendung gestattet das Starten von Anwendungsprogrammen auf Desktop PCs, den Zugriff auf Dokumente und das Ändern von Einstellungen auf Rechnern mit den Betriebssystemen Mac OS X, Windows, Linux oder Unix. Die App soll auch die Betrachtung Flash-basierter Websites gestatten sowie den Copy/Paste-Austausch zwischen den Apps auf ihrem mobilen Gerät und einem entfernten Computer. Die neue Applikation eignet sich laut Hersteller auch ideal für Systemadministratoren, die unabhängig von ihrem gegenwärtigen Aufenthaltsort Desktops und Server auf Fehlfunktionen überprüfen und verwalten, Protokolle abfragen oder auch ganze Anwendungsprogramme installieren, deinstallieren und testen können.
Als Alternative zur Multitouch-Bedieung mit Fingerbewegungen verfügt der VNC Viewer auch über einen Maustastenmodus. Dabei werden virtuelle Maustasten (links, Mitte und rechts) und ein imaginäres Scrollrad auf dem Desktop überlagert, was dem Benutzer präzise Steuerbewegungen ermöglichen soll. Texte lassen sich über die In-Screen-Tastatur des iPhone oder des iPod touch eingeben und über Preview-Funktionen darstellen. Daneben enthält der VNC Viewer auch spezielle Tasten für Nicht-Buchstabentasten wie z.B. die Cursortasten sowie die Umschalt-, Steuerungs-, Alt- und Entfernen-Taste.
Um vom VNC Viewer aus eine Verbindung zum entfernten Computer aufzubauen, muss diesem eine VNC-kompatible Technologie installiert und in Betrieb sein. Die empfohlene VNC Enterprise Edition stellt laut RealVNC robuste und leistungsstarke Verbindungen her. Verbindungen zur VNC Enterprise Edition bieten zudem den Vorteil zusätzlicher Leistungsmerkmale wie 128-Bit-AES-Verschlüsselung. Die App kostet knapp acht Euro.
iTunes-Link
Adobe tritt der LiMo Foundation bei
Adobe Systems hat heute seinen Beitritt zur Linux Mobile (LiMo) Foundation bekannt gegeben. Die Mitglieder dieser “Allianz führender Unternehmen im Markt für mobile Anwendungen und Geräte” sollen so als Flash-Verbündete gewonnen werden. Die Flash-Unterstützung innerhalb der LiMo Platform versetzt Entwickler und Inhalte-Anbieter in die Lage, mit u.a. Adobes Creative Suite Applikationen zu erstellen, die auf Linux-basierten Betriebssystemen für Mobiltelefone ablaufen. Als Mitglied der LiMo Foundation unterstützt Adobe die Entwicklung eines unabhängigen, gemeinschaftlich entwickelten Betriebssystems für mobile Geräte, das von branchenführenden Netzbetreibern und Geräteherstellern unterstützt wird. Darunter sind: LG, NEC, NTT, DoCoMo, Orange, Panasonic, Samsung, SK Telecom, Telefonica, Vodafone sowie Verizon Wireless.
MeeGo: Maemo und Moblin verschmelzen
Nokia und Intel planen, ihre jeweiligen Linux-basierenden Mobilplattformen Maemo und Moblin zusammenzuführen. Die entstehende Betriebssystem-Basis MeeGo soll die Kräfte in einem vorläufig zersplitterten Markt bündeln, in dem gerade das ebenfalls auf Linux beruhende Android derzeit gewaltige Zuwachszahlen verzeichnet. Die Open Source-Plattform MeeGo soll für Handys, Smartphones, PDAs, Netbooks, Tablets bis hin zu Kfz-Systemen beflügeln und von der Linux Foundation gehostet werden. Eine erste Betriebssystemversion wird bereits für Q210, erste Geräte mit dem OS im Laufe des Jahres erwartet. Entwickler sollen Nokias Entwicklungsumgebung QT für die Erstellung von MeeGo-Anwendungen benutzen. Die Nokia-eigenen MeGoo-Apps werden über den Ovi Store vertrieben. Nokia verkauft bislang weit mehr auf dem ebenfalls als Open Source Software veröffentlichten Symbian beruhende als mit Maemo betriebene Handys und Smartphones.
MWC: FlashFind – blitzschnelle Suche für Mobiles
Technologien für schnellere und vereinfachte Suche auf mobilen Endgeräten präsentieren Fraunhofer-Forscher auf dem morgen beginnenden dem GSMA Mobile World Congress (MWC) in Barcelona in Halle 2 an Stand E 41. Bei bisherigen Geräten ist laut Fraunhofer die gezielte Suche nach gespeicherten Informationen jedoch kompliziert, der Suchvorgang langwierig und die Bedienung über Tastatur oder Touchscreen oft gar ein Grund zum Ärgernis. Mit Flashfind hingegen will das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) in Berlin nun Suchtechnologien zeigen, die für die Nutzung auf Mobilgeräten optimiert sind. Sie sollen eine schnelle, intuitive Volltextsuche in lokal gespeicherten digitalen Daten auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten ermöglichen – etwa Mobiltelefonen, Smartphones, Navigationsgeräten, Media-Playern oder E-Readern.
Innovative mobile Plattformen verfügen bereits über inkrementelle, präfixbasierte Suchfunktionen wie Spotlight auf dem iPhone oder QuickSearchBox auf Android-Handys. Hier müssen nur wenige Buchstaben eingegeben werden, und die Suchergebnisse werden unmittelbar bereits während des Suchvorgangs angezeigt. Doch die Funktionen durchsuchen bisher nur recht überschaubare Datenmengen, wie z. B. die Kontaktdatenbank des Telefons. FlashFind soll erstmals eine ähnlich komfortable Suche in sehr großen Datenbeständen ermöglichen, wie sie aufgrund der raschen Entwicklung der Speichermedien heute auch auf Mobilgeräten vorliegen.
Als Beispielanwendung wurde eine Suchfunktion für Navigationssysteme realisiert, mit der sich Straßen, Städte und Sonderziele (POIs) schnell finden lassen. Hierbei wird digitales Kartenmaterial von Westeuropa – mit etwa zehn Millionen Einträgen – durchsucht. Bei der Eingabe des Ziels muss sich der Nutzer nicht an vorgegebene Hierarchien (Land, Ort, Straße) halten. Wie bei einer modernen Web-Suchmaschine tippt er in ein einziges Eingabefeld alles ein, was ihm zum Zielobjekt in den Sinn kommt (Single Widget-Suche). Zum Beispiel: Siegessäule, Zoo, Berlin. Auch auf Geräten ohne Volltastatur soll FlashFind so eine komfortable Volltextsuche ermöglichen.
Die neue Suchmaschine benötigt keinen Netzwerkzugriff. Im Gegensatz zu Web- und Desktop-Suchmaschinen ist die Fraunhofer-Technologie in Hinblick auf CPU und Hauptspeicher für mobile Geräte optimiert. Der Prototyp wurde in C++ für Windows Mobile-Smart Phones und Linux-Geräte implementiert. Die zum Patent angemeldete Technologie kann lizenziert werden. Gegenwärtig wird sie in ein kommerzielles Navigationsgerät integriert.
Wissenschaftler des FIRST haben FlashFind im Kontext des Future Mobile Navigation Toolkit entwickelt, es ist aber auch separat nutzbar. Das Toolkit beinhaltet neben der Suche Technologien zu Indoor-Routing, Seamless Navigation, Kartenkomprimierung und TPEG-Services, die einzeln oder im Paket lizenziert oder in bestehende Anwendungen integriert werden können.
Event: mobiledevcamp Munich 2009
Das am 31. Oktober 2009 in Feldkirchen bei München stattfindende mobiledevcamp richtet sich primär an Software-Entwickler, die Anwendungen für den mobilen Markt konzipieren und programmieren. Hierzu gehören Apps, die auf Linux, Moblin (Intel) und anderen Betriebssystemen basieren. Es wird Beiträge zur Multi-Plattform-Entwicklung geben, aber auch eine Session des Namens “Das iPhone als Mobile Enterprise Plattform?”. Das mobiledevcamp Munich 2009 soll Trends aufzeigen, wohin sich der mobile Markt entwickelt, welche Anwendungen zu erwarten sind und wie sich das Ganze monetarisieren lässt. Wie bei Barcamps üblich, bestimmen die Teilnehmer das Programm, Gastgeber ist die Intel Deutschland GmbH.
Infos u. Anmeldung
zur XING-Gruppe “Android, LiMo, Moblin, Symbian – Open Source für mobile Plattformen
App: SourceForge Network News

iPhone-Nutzer, die beruflich oder qua Hobby mit Open Source-Aspekten der Softwareentwicklung zu tun haben, kommen kaum um diese App herum. Der kostenlose Feed-Reader bringt die jeweils jüngsten News ff. Seiten aufs iPhone: SourceForge.net, Linux.com, Slashdot.org, ThinkGeek.com, Freshmeat.net. Englischsprachig; simpel, aber gut gemacht; empfehlenswert.
iTunes-Link
Texterkennung für iPhone & Co.
Vom OCR (Optical Character Recognition)-Spezialist Abbyy Europe gibt es jetzt auch eine iPhone-Variante des “Mobile OCR Engine 3.0 Software Development Kit”. Bislang wurden bereits Windows (Mobile), Symbian, Linux und zuletzt Android unterstützt. Die SDK soll die Entwicklung von Anwendungen ermöglichen, die Text in Bildern erkennt, welche mit der jeweiligen Handy-Kamera aufgenommen wurden. Ein naheliegender Anwendungsfall ist etwa das automatisierte Übernehmen von Visitenkarten in die jeweilige Kontaktverwaltung (Business Card Recognition, BCR). Hierbei werden laut Hersteller 58 Sprachen unterstützt, 20 davon mit Wörterbuch-/Thesaurus-Funktion.
Programmierer können für ihre Entwicklungen auf Basis der Mobile OCR Engine die Programmiersprachen C/C++ und C# und .NET einschl. Microsoft Visual Studio 2005 nutzen. Der Anbieter stellt eine eingeschränkte Version für kostenlose Tests bereit. Vertrieb in Deutschland u. a. durch die Bechtle direkt GmbH.