iFleetwork: GPS-Ortung, Zeiterfassung u. Messaging via App
Die iPhone App iFleetwork von Arealcontrol dient der Steuerung und Ortung mobiler Mitarbeiter wie z. B. mobile Salesforce, denen auch Messaging und Zeiterfassung zur Verfügung gestellt wird. Das Produkt war bislang schon für PDA mit Windows Mobile (in drei Ausbaustufen für Tracking, Messaging u. Zeiterfassung), für Symbian sowie für BlackBerry erhältlich.
Zielgruppe der jetzt auch für das iPhone verfügbaren App sind Unternehmen mit mobilen Arbeitskräften aus Handwerk (Arbeitszeit, Leistungszeiten, Ortung/Noteinsatz), Sicherheit, Service (Dokumentation Routen, Touren), Transport, Logistik (Tracking, Messaging), Fertigung u. Handel (Live-Ortung, Service-Koordination) sowie Freiberufler, Berater (Leistungszeiten für Abrechnungen).
User nutzen je nach betrieblicher Anforderung entweder nur eine Teilfunktion von iFleetwork oder auch den gesamten Umfang. Über die Serverkomponente auf arealcontrol.net haben sowohl Außendienstler wie auch die Zentrale per Login Zugriff auf die Ergebnisse beispielsweise der Zeiterfassung und können diese weiterverarbeiten. Die Positionen aller Fahrzeuge können online auf Kartenmaterial angezeigt werden. Einsatzleiter können sich online jederzeit informieren und zeitnah reagieren.
Die hoch interessante Lösung ist mit knapp 140 Euro pro iPhone App allerdings relativ hochpreisig.
iTunes-Link
Mineralöl-Branchenlösung m. iPhone-Integration
SAP OGSD (SAP Oil & Gas Secondary Distribution) ist eine von Implico entwickelte Branchenkomplettlösung für Unternehmen der Mineralölindustrie, deren Prozesse für das Tankstellen-, Großhandels- und Endverbrauchergeschäft sie abbildet. Noch in diesem Jahr wird Release 6.1 der Branchenlösung vorgestellt, für die der Anbieter “eindeutige Performance-Gewinne” verspricht. Beispielsweise unterstützt die neue Version ptvX-Server für Map&Guide.
Im Kontext von Rel. 6.1 werden auch funktionale Erweiterungen rund um SAP OGSD vorgestellt: Web-Transportplanung, Web-Rückerfassung, Onboard-Computer sowie iPhone-Integration über eine native iPhone App inkl. Location Based Services. Diese Funktionalitäten sind Add-Ons zu Rel. 6.1 und können direkt über Implico bezogen werden. Der Lizenzpreis von OGSD ist abhängig von der Anzahl der eingesetzen Fahrzeuge und der damit ausgelieferten täglichen Mengen. Die iPhone-App soll ab dem zweiten Quartal 2010 verfügbar sein, es wird ein Preis von knapp 300 Euro pro User erwartet.
infoware setzt aufs iPhone
infoware feiert in diesen Tagen 25-jähriges Bestehen. In den letzten fünf Jahren hat sich das Bonner IT-Unternehmen ganz auf Software zur Arbeit mit digitalen Straßenkarten spezialisiert. In dieser Zeit konnten Umsatz und Zahl der Mitarbeiter verdreifacht werden. Auch im zurückliegenden Jahr ist infoware deutlich gewachsen. infoware sieht sich heute als ein europaweit führendes Unternehmen im Bereich der professionellen GPS-Navigation und im Bereich Internet-Mapping: Die Navigationssoftware “maptrip” hat sich laut Anbieter besonders im Bereich LKW-Navigation zu einem Standard entwickelt. Für die Nutzung in Internetportalen liefert infoware auf Basis der hauseigenen Technologie “mapsuite” Karten-, Routen- und Luftbildfunktionen die in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Map and Route entwickelt und betrieben werden. Diese Funktionen kommen zusammen mit der neu entwickelten intelligenten Kartensuche in www.gelbeseiten.de, www.dastelefonbuch.de und www.dasoertliche.de zum Einsatz.
Just diese Themen sollen auch künftig den Schwerpunkt der Arbeit von infoware darstellen, bald sollen auch mobile Endgeräte nativ unterstützt werden, allen voran iPhone und Android. Derzeit findet sich noch keine infoware-App im App Store.
Smartphones als Datenquelle für das Verkehrsmanagement
Wem sagen wir das: Smartphones haben sich weltweit zu einem ständigen Begleiter vieler Menschen entwickelt. Das Verbundprojekt Do-iT (Datenoptimierung für integrierte Telematik) macht sich dies zunutze. Im Autobahnviereck Mannheim-Heilbronn-Karlsruhe-Stuttgart wurde getestet, ob sich diese “mobilen Sensoren” dazu eignen, die Straßenverkehrslage optimal zu erfassen. Mit an dem Projekt beteiligt sind Wissenschaftler des Lehrstuhls für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik und des Instituts für Anwendungen der Geodäsie im Bauwesen der Uni Stuttgart.
Warum soll man mit den Millionen Mobiltelefonen im deutschen Markt nicht auch den Verkehr erfassen können? In rund 60 Prozent der Fahrzeuge fährt heute schon ein Mobilfunktelefon mit, mithin ein mobiler Sensor. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts Do-iT wurden von Juli 2008 bis März 2009 im Autobahnviereck Mannheim-Heilbronn-Karlsruhe-Stuttgart sowie auf Umleitungsstrecken und Teilen des Hauptstraßennetzes der Städte Karlsruhe und Stuttgart die Verkehrsdaten aller Teilnehmer des Netzbetreibers T-Mobile genutzt, die telefonierten oder ihre Mobiltelefone zumindest eingeschaltet hatten. Unter den anonymisierten Daten, die keinen Rückschluss auf einzelne Handynummern zulassen, galt es, die Daten der aktiven Verkehrsteilnehmer zu extrahieren, diese den Fortbewegungsmitteln Auto, Bus oder Zug zuzuordnen und deren Position mittels sogenannter Map-Matching-Algorithmen auf eine digitale Karte zu projizieren.
Die zu klärenden Fragen waren: Eignen sich die sogenannten Floating Phone Data zur Verkehrslageerfassung und -prognose? Kann die Routenwahl der Verkehrsteilnehmer erkannt werden? Und lassen sich aus den Mobilfunkdaten Ausgangs- und Endposition der Verkehrsteilnehmer so bestimmen, um daraus Instrumente für die Netzsteuerung und für Planungszwecke ableiten zu können? Noch ist die Datenauswertung nicht abgeschlossen, klar ist aber schon: In den Floating Phone Data schlummert das Potenzial, in naher Zukunft die Vollerfassung der aktuellen Verkehrsdaten in allen relevanten Straßennetzen zu ermöglichen – das Verkehrsmanagement würde auf ein neues Qualitätsniveau gehoben.
Professor Markus Friedrich, der Leiter des Lehrstuhls für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Uni Stuttgart, spricht von “extrem spannenden Ergebnissen”. Mittels der Floating Phone Data ist es den Wissenschaftlern erstmals gelungen, die Routenwahl der Verkehrsteilnehmer und deren tatsächliches Fahrverhalten zu erfassen. Besonders interessant ist dies für die Planung des Verkehrswegenetzes, bei der bislang nur auf statistische Verkehrsmodelle zurückgegriffen werden konnte. Und schließlich ermöglichen es die Floating Phone Data auch, auf Straßen mit einem ausreichenden Anteil an “Fernverkehr” (Fahrtweite über 20 Kilometer), die Verkehrslage zu erfassen und Staus zu erkennen.
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