Lesetipp: Mobile Threat Report
Malware macht mobil und tarnt sich dabei immer besser: Bisweilen kommt sie sogar im Bundle mit populären Apps wie Angry Birds Space daher. Das Hauptmotiv für die Malware-Entwickler wird dabei immer mehr der wirtschaftliche Betrug, dessen Anteil gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel gestiegen ist. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Mobile Threat Report Q1 2012 von F-Secure – interessant für Endanwender und Pflichtlektüre für jeden, der für Mobiles in Unternehmen verantwortlich ist.
Der Report zeigt die Tendenzen der Bedrohungsszenarien nach Auswertung der weltweiten Daten der F-Secure Response Labs auf. Die Zahlen belegen die zunehmende Notwendigkeit, auch Smartphone, Tablet und Co proaktiv zu schützen.
“Die Bedrohungsszenarien für mobile Endgeräte entwickeln sich in erschreckenden Maße, sowohl hinsichtlich der Menge und Qualität der Angriffe. Auffällig ist, dass bösartige Android-Applikationen immer mehr nun auch an bekannte Applikationen wie etwa Rovio’s Angry Bird Space gekoppelt werden”, erläutert Sean Sullivan, Security Advisor bei den F-Secure Labs. “In einem ersten Schritt manipuliert der Entwickler den Anwender, damit er einen Premium-Dienst bucht. Dann erhält der Anwender tatsächlich eine Kopie der Spiele-App. So gibt es zunächst keinen Grund, Verdacht zu schöpfen, denn der Spieler hat das Spiel ja wie versprochen erhalten. Angesichts solcher Verhaltensweisen ist es dann aber nur noch eine Frage der Zeit, bis die Opfer den Angriff realisieren.”
Android – Mit dem Marktanteil wächst auch die Bedrohtheit
Android hat sich bei den mobilen Betriebssystemen die Marktführerschaft erobert. Die Statistiken von F-Secure zeigen folgerichtig auch einen dramatischen Zuwachs der auf Android zielenden Angriffsraten. F-Secure verzeichnete im ersten Quartal 2011 zehn neue Familien und Varianten. In Q112 hat sich dieser Wert mit 37 neuen Familien und Varianten fast vervierfacht. Zwischenzeitlich waren im dritten Quartal 2011 sogar 52 neue Familien oder Varianten entdeckt worden. Für Symbian stieg die Zahl der Neuentdeckungen nur von 6 auf 12, während für Pocket PC und (J2ME)-Plattformen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres keine neuen Familien entdeckt wurden. Noch erschreckender ist der Anstieg böswilliger Android Application Packages (APK): Hier stieg die Anzahl von 139 im ersten Quartal 2011 auf 3.063 im ersten Quartal 2012.
Mobile Business
Die geschäftliche Ausrichtung wird dabei immer wichtiger. Denn immer öfter installiert sich die überwiegende Mehrheit der Malware mit dem Ziel, Profit über den Versand von SMS-Nachrichten auf Premium-Diensten zu generieren. So stieg die Zahl solcher Profit-motivierter Bedrohungen von 13 Prozent in Q1 2011 auf 34 Prozent in Q1 2012. Der Schurke “RootSmart.A” zum Beispiel lädt einen Root Exploit herunter, um mit den so erhaltenen Privilegien weitere Anwendungen herunterzuladen. Eine Bot-Komponente der Malware empfängt von einem Server Kommandos und führt unberechtigte Telefonate durch, sendet Nachrichten über Premium-SMS-Nachrichtendienste oder greift ungefragt auf Pay-per-View Videos zu.
App- und Marketplace-Trojanisierung
Immer besser tarnt sich Malware hinter scheinbar ungefährlichen Apps. So gibt sich der Trojaner “FakeToken.A” als Token-Generator für mobiles Banking aus. Malware-Programmierer gestalten ihre Anwendungen auch zunehmend mit trojanisierten Applikationen. So gibt sich die “Boxer.H”-Variante als Google Play aus. Meistens sind solche Applikationen auf 3rd Party- Marktplätzen zu finden. Manche konnten sich aber auch schon auf dem offiziellen Android- Marktplatz einschleusen, der nun in Google Play integriert ist.
Den F-Secure-Report downloaden
Übrigens: Die Security-Spezialisten von Symantec stoßen ins nämliche Warnhorn.
34% aller Android-Malware stiehlt persönliche Daten
In der zweiten Jahreshälfte 2011 haben Cyberkriminelle verstärkt Smartphone-Nutzer mit neuen Betrugsmethoden ins Visier genommen. Laut Kaspersky Lab ist Android mittlerweile das Top-Ziel bei den mobilen Schadprogrammen, noch vor den plattformübergreifenden Java-Editionen (Java 2 Micro Edition, J2ME). Allein im September sei die Anzahl an neuer Android-Malware um 30 Prozent angestiegen. Mittlerweile vereint Android mehr als 46 Prozent – also knapp die Hälfte – der mobilen Schadprogramme auf sich, bei steigender Tendenz, so die Security-Spezialisten. Im September 2011 hatte laut den Security-Spezialisten noch “nur” jeder vierte Mobilschädling auf Android gezielt.
Weiterer Trend: Kaspersky Lab identifizierte in jüngster Zeit immer mehr schädliche mobile Apps, die es auf den Diebstahl persönlicher Daten abgesehen haben. Mittlerweile haben 34 Prozent der Android-Schadprogramme das Ziel, Daten des Nutzers zu stehlen. Derartig verseuchte Apps sind bereits im offiziellen Android Market aufgetaucht. Android Apps werden seitens Google derzeit bei der Verteilung noch relativ wenig kontrolliert, verglichen mit den iTunes Review Teams.
Update 17.11.:
Im Malware-Report für Oktober meldet Kaspersky Lab erneut einen nennenswerten Anstieg neuer Android-Malware. Zum ersten Mal richtet sich sogar die Mehrzahl aller mobilen Schädlinge gegen das Google-Betriebssystem. Es ergibt sich: 1. Android (46%), 2. J2ME (41%), 3. Symbian (9%).
Ein aktuelles Whitepaper von Wettbewerber Symantec (“Norton”) ergänzt die Kaspersky-Angaben: Hiernach können Cyberschurken mit Schadcodes für das Android-Betriebssystem bislang zwar noch wenig Ertrag “erwirtschaften”. Mit einem signifikanten Anstieg von Schadcode sei aber dennochzu rechnen, schon aufgrund der Zuwachsraten bei Smartphones mit dem mobilen Google-Betriebssystem. Zudem wickelten immer mehr Anwender Geldgeschäfte direkt über ihr mobiles Gerät ab. Das Whitepaper porträtiert insgesamt sieben verschiedene Methoden mit Fallbeispielen, mit denen Kriminelle Malware für mobile Geräte Geld zu erschwindeln versuchen:
- Betrug mit Rechnungsnummern,
- “Spyware”: Schadcodes zum Ausspionieren von Daten,
- “Search Engine Poisoning”: Infiltrieren von Suchmaschinen,
- Pay-per-click-Betrug,
- Pay-per-install-Betrug,
- Adware: Betrug mit Mobile Ads,
- Diebstahl von TAN-Nummern.
Das Whitepaper ist englischsprachig und ergibt einen lesenswerten Überblick. “Motivations of Recent Android Malware” kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Android u. Samsung in USA weiter top
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von Juli bis September 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen wie gewohnt Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 25,3 Prozent an der Spitze, gefolgt von LG (20,6%), Motorola (weiter schrumpfend, 13,8%), Apple (10,2%; +1,3 Prozentpunkte) und schließlich RIM (7,1%).
Android nähert sich 50% Marktanteil
Beim 87,4 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt weiterhin Android mit bis September nochmals kräftig auf jetzt 44,8 Prozent geklettertem Marktanteil vor iOS (27,4%), BlackBerry OS (RIM; 18,9; -4,6 Prozentpunkte!). Für Microsoft bleiben trotz Windows Phone 7 nur noch 5,6% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,8%).
Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Juli 71,1% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 42,9%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 42,5 Prozent (+3 Prozentpunkte). Mocial: Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 31,5 Prozent über ihr Smartphone.
M-Banking mit Apps wächst stetig
Eine weitere comScore-Auswertung ergibt, dass im zweiten Quartal 2011 32,5 Mio. US-Amerikaner Kontoinformationen über ihr mobiles Endgerät abgerufen haben. 12,7 Mio. US-amerikanische Smartphone-Nutzer verwenden hierfür Banking Apps. Dies stellt im Vergleich zu Q410 einen bemerkenswerten Zuwachs von 45 Prozent dar.
M-Payment: NFC und die Alternativen
In einem Whitepaper hat die Managementberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C) verschiedene heute schon am Markt vertretene Lösungen für Mobile Payment neben Near Field Communication (NFC, oder auch Mobile Wallet genannt) untersucht und die Vor-und Nachteile evaluiert. Weiter beschäftigt sich das Dokument mit dem aktuellen Entwicklungsstand bei Anbietern von NFC-Lösungen, die ebenfalls miteinander verglichen werden.
Aus den Ergebnissen:
- Die Großen der Branche (Google, PayPal, MPass, Mobilfunkbetreiber, Payment Service Provider, Visa, Mastercard, aber auch die Sparkassen) haben mehrere M-Payment-Piloten erfolgreich abgeschlossen und stehen nach eigener Einschätzung kurz vor der Einführung am Markt.
- MPayment durch NFC, Smartphones und Apps “endlich” den lang erwarteten Durchbruch erzielen.
- NFC – gilt dabei als aussichtsreichste zukünftige Zahlungsmethode am Point of Sale.
- NFC-Alternativen sind: Bezahlung über Mobilfunkrechnung oder PrePaid-Guthaben, über Premium SMS o.Ä.; klassischer E-Commerce über mobil optimierte Seiten; E-Commerce
Transaktionen über InApp Payment. - Das “potenzielle Marktvolumen” von M-Wallet für das Jahr 2012 schätzt MS&C auf rund 7,4 Milliarden Euro.
Das lesenswerte Whitepaper kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden.
M-Payment: Google wallet & Co.
Der Markt für Mobile Payment entwickelt sich schneller, als manche erwartet hatten: Schon seit Mai 2011 Jahres steht ersten Handynutzern in New York und San Francisco mit Google wallet ein neuer Bezahldienst für Mobiltelefone des US-Suchmaschinengiganten zur Verfügung. Bis 2014 soll nach Ankündigungen des US-Konzerns jedes zweite Smartphone in den USA eine Bezahlfunktion besitzen. Für den deutschen Markt sind derartige Prognosen bislang nicht absehbar. Laut einer Marktanalyse der Berater von Steria Mummert Consulting werden vor allem “zeitraubende Abstimmungsprozesse zwischen den Partnern” als wichtigster Grund für die langsamere Marktentwicklung hierorts genannt. Um sich Marktanteile zu sichern, seien Telekommunikations- und Finanzbranche jetzt gefordert, tragfähige Partnermodelle zu entwickeln.
Die Einführung einer gemeinschaftlichen M-Payment-Strategie in Deutschland erfordert laut der Marktanalyse “ein ausgefeiltes Geschäftsmodell von den Partnerunternehmen”. Denn für das Bezahlen mit dem Handy fielen künftig nicht nur Kleinstbeträge beim Kauf von S-Bahn-Tickets oder Getränken aus dem Automaten an, sondern mit dem M-Payment werde eine vollwertige Bezahlalternative zu den bekannten EC- oder Kreditkarten geschaffen.
Derzeit vertrauen Kunden bei der Abwicklung ihres Zahlungsverkehrs noch in erster Linie ihrer Hausbank. Aus diesem Grund erwarten die Kunden auch beim M-Payment die nahtlose Anbindung an das Zahlungsverkehrsnetz ihres Instituts. Daher sollten laut Steria-Mummert deutsche Banken die Chance wahrnehmen, mittelfristig mit dem Handy eine Alternative zu EC- und Kreditkarten anbieten zu können. Allerdings werden entsprechende Paymentfunktionen ohne die Telekommunikationsbrache, also die Mobilfunkanbieter, nicht auf die Smartphones der Nutzer kommen. Eine enge Zusammenarbeit der Branchen bietet sich an. Noch fehle es aber an der erforderlichen Vernetzung der IT-Systeme samt verbindlicher Schnittstellen.
Eine gute Ergänzung liefert eine Expertenbefragung zum Thema Mobile Payment, welche der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco durchgeführt hat. Deren Ergebnissen zufolge drohen deutsche Banken die schnelle Reifung dieses Marktes zu verschlafen. Treiber für die Entwicklung werden hiernach nicht die Kreditinstitute sein, sondern Entwickler von Smartphone-Betriebssystemen und Internetdienstleister.
Vier von fünf Experten für mobiles Internet sind sicher, dass Handys bereits in wenigen Jahren die Geldbörse ersetzen können. Mobile Zahlungsabwicklung gilt ihnen als Riesenchance in einem Milliardenmarkt. Aber nur zwei Drittel der Befragten glauben, dass Banken bei diesem Trend eine wichtige Rolle spielen werden. Als wesentlich bedeutender gelten die Entwickler von Smartphone-Betriebssystemen (92 Prozent Zustimmung) und Internetdienstleister (74 Prozent).
“Die letzte Innovation der Banken war die EC-Karte”
“Wir nehmen kaum Impulse aus dieser Richtung [den Banken; d. Red.] wahr“, erklärt Dr. Bettina Horster, Vorstand der VIVAI AG und Direktorin Mobile bei eco. “Seit der Einführung der ec-Karte haben die Banken ihren Kunden nur sehr wenig Neues geboten. Erst haben sie den Trend zur Internetzahlung verschlafen, jetzt verpassen sie die Einstiegschance beim Handy.” In diese Lücke stoßen nun andere Anbieter wie Google, Apple (das Micropayment via Smartphone wiederbelebt hat) sowie der beliebte Online-Bezahldienst PayPal. Google hat in den USA bereits in mehreren Testregionen den Einzelhandel mit Empfangsstationen ausgerüstet, s.o.
Prognosen von Gartner zufolge werden im Jahr 2011 bereits 141 Millionen Menschen weltweit mobil bezahlen, dabei werden 86 Milliarden Dollar umgesetzt – ein Zuwachs von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und das Marktpotenzial ist noch lange nicht erschlossen: 79 Prozent der Spezialisten für mobiles Internet sind sicher, dass M-Payment sich zu einer ganz alltäglichen Zahlungsart für jedermann entwickeln wird. Und jeder zweite Befragte geht davon aus, dass sich im Bereich M-Payment viel Geld verdienen lässt.
Handyzahlung in vier Jahren massenmarkttauglich
Die eigentlichen Spezialisten für Zahlungsabwicklung, also die Kreditinstitute, überlassen laut eco das Feld den “Quereinsteigern” im Zahlungsmarkt. Als ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung der Banken gilt, dass die Entwicklungs- und Investitionskosten sich erst mittelfristig rentieren: Bis M-Payment im Einzelhandel wirklich flächendeckend als Zahlungsart anerkannt ist, werden nach Ansicht der meisten Experten noch vier bis fünf Jahre vergehen. Zuvor müssen Mobiltelefone mit den technischen Voraussetzungen noch im Massenmarkt ankommen, und der Einzelhandel benötigt neue oder aufgerüstete Lesestationen für die drahtlose Handy-Zahlung.
Mobilgeräte: Wenig Risikobewusstsein
Eine im Frühjahr 2011 von Internet: BullGuard durchgeführte Umfrage unter 2.000 Briten weist auf ein mangelndes Bewusstsein bei der Absicherung mobiler Geräte hin. Noch scheint das nachvollziehbar, da für mobile Geräte noch weniger Malware existiert, als für PCs. Doch mit der wachsenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs steigt auch das Interesse der Hacker. So beobachteten Sicherheitsexperten für das Jahr 2010 bereits 250 Prozent mehr Attacken auf mobile Geräte als im Vorjahr.
49 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sich noch nie Sorgen um die Sicherheit ihres Devices gemacht zu haben, wenn sie mobil auf das Internet zugreifen. 32 Prozent hätten sich auch noch nie Gedanken um potenzielle Risiken gemacht, so die Studie weiter. Über der Hälfte der Befragten (55 Prozent) ist demnach auch nicht bewusst, dass Smartphones überhaupt von einem Schadprogramm infiziert werden können, und nur 47 Prozent wissen, dass es mobile Sicherheitslösungen gibt. Fast jeder Fünfte (21 Prozent) ist der Meinung, dass solche Programme überflüssig sind – so die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung. Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut OnePoll Ende April / Anfang Mai 2011 durchgeführt. Es nahmen 2.000 Briten teil.
Die überwiegende Mehrheit der Befragte meint, dass bei ihnen “sowieso nichts Interessantes zu holen sei”: 88 Prozent der Teilnehmer gaben an, keine sensiblen Daten auf ihren mobilen Geräten zu speichern. Dabei werden faktisch für viele Online-Dienste – E-Mail, Social Networking, mobiles Shopping und M-Banking sind nur einige Beispiele – Zugangsdaten in die mobilen Geräte getippt und oft auch dort gespeichert. In jedem dieser Fälle droht Mißbrauch und digitaler “Identitätsverlust”. Auch Nachrichten, Kontakte und Dateien können lohnende Ziele für Angreifer sein.
BullGuard-Technologiepartner Juniper Networks meldete kürzlich im Vergleich 2009 zu 2010 250 Prozent mehr Schadprogramme für mobile Geräte. Android-basierte Geräte scheinen laut Juniper besonders bedroht. Für dieses Betriebssystem bietet BullGuard sein Produkt Mobile Security 10 für die Plattformen Android, Symbian, Windows Mobile und BlackBerry OS an. Die Sicherheitssoftware verfügt laut Anbieter über Viren- und Spyware-Schutz, Backup-Funktionalität sowie Features zur elterlichen Kontrolle und umfangreiche Remote-Control-Funktionen zum Lokalisieren oder Löschen der Daten im Verlustfall.
BullGuard im Android Market (22,62 Euro)
Ein lesenswerter Beitrag zum unterschätzten Thema Mobile Malware des Deutschland- und Frankreich-Chefs von Doctor Web, Pierre Curien, findet sich auch in der Juni-Ausgabe des Chefbüro – IT- & Business-Magazin für Führungskräfte auf S. 27.
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Mobile Finanzdienste boomen
Die Zahl der Nutzer mobiler Finanzdienste ist vergangenes Jahr weltweit stark
gestiegen: Neue Technologien und der Ausbau der Mobile-Banking-Infrastrukturen führten zu einem rasanten Anstieg der globalen Nutzerzahlen, wie aus einer aktuellen Studie von TNS Infratest hervorgeht: Die Zahl der neuen Nutzer mobiler Bankdienstleistungen in Ländern wie China, Brasilien und Kenia hat sich in nur zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Entscheidend für diese Entwicklung ist laut Studie, dass die lokalen Banken die Einführung traditioneller Dienstleistungsmodelle übersprungen und sich unmittelbar auf die Entwicklung ihrer mobilen Finanzdienste konzentriert haben.
Doch nicht nur in den Schwellenmärkten sind die Nutzerzahlen gestiegen: Auch in Deutschland, den USA, Singapur, Südkorea und Schweden haben sich in den vergangenen zwölf Monaten immer mehr
Mobilfunknutzer für das Mobile Banking entschieden, wenn Banken ihren Kunden die neuen mobilen Anwendungen zur Verfügung stellten. So können Mobilfunknutzer heute per SMS oder Smartphone-App ihr Geld verwalten – beispielsweise ihren Kontostand prüfen, Überweisungen tätigen, Rechnungen zahlen und immer öfter auch mit ihrem Handy bezahlen (“Mobile Wallet”).
Diese Erhebungsergebnisse wurden im Rahmen von Mobile Life veröffentlicht, einer jährlich von TNS durchgeführten Studie, die untersucht, wie Konsumenten mobile Technologien nutzen. Gerade Anbietern mobiler Anwendungen
(Banken, Einzelhandel, Mobilfunkanbieter) bietet die global angelegte Studie laut TNS eine Vielzahl an Informationen, auf deren Grundlage Anbieter mobiler Finanzdienste Strategien entwickeln, um Neukunden zu gewinnen und Bestandskunden
zu halten.
USA: 54% mehr mobile Finanz-Services
Die Mobile-Spezialisten von comScore haben Ergebnisse ihres “Mobile Financial Advisor”-Reports veröffentlicht. Danach haben im letzten Quartal des Jahres 2010 29,8 Millionen US-Amerikaner Finanz-Services wie Online Banking, Kreditkarten-Dienstleistungen oder gemakelte Aktien-Geschäfte über ihr mobiles Endgerät getätigt bzw. abgerufen – via native Apps oder Web-Apps. Verglichen mit Q409 stellt dies einen Sprung von 54 Prozent dar.
Riskante Banking-Apps
Banking-Apps wie iControl, iOutBank und S-Banking weisen laut heise online Sicherheitslücken auf. Im schlimmsten untersuchten Fall wird sogar die TAN-Liste unverschlüsselt auf dem iPhone abgelegt.
Daten werden laut dem Bericht zwar verschlüsselt, allerdings sei es über Sicherheitslücken dennoch möglich, beispielsweise Überweisungen zu manipulieren. iPhone-Nutzern wird davon abgeraten, Überweisungen mit diesen Apps zu tätigen. Wenn überhaupt Mobile Banking, dann sollten sich iPhone-Nutzer auf das Abrufen der Kontodaten beschränken. Ein Verlust der PIN hat nicht so große Auswirkungen.
Die Software iOutBank legt TAN-Listen unverschlüsselt im Dateisystem ab. Auch iControl hat laut heise.de Probleme mit dem Verschlüsseln von Daten. S-Banking hat dieses Problem nicht, soll sich aber abhören lassen, da die Gegenstelle nicht überprüft wird. Verlorene TAN-Listen können schnell zu finanziellem Schaden führen. Von Herstellerseite wurde Abhilfe ankündigt, die aber noch nicht verfügbar ist.
via heise.de
BlackBerry schlägt iPhone knapp beim mobilen Zahlungsverkehr
Der aktuelle cogon-Report “Mobiler Zahlungsverkehr 2010/2011″, einer Umfrage unter 100 Fach- und Führungskräften aus den Finanzabteilung deutscher Unternehmen, zeigt: Bei der Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Zahlungsverkehrs vertrauen die deutschen Finanzmanager zurzeit eher RIMs BlackBerry als Apples iPhone.
61 Prozent stufen den BlackBerry als “besonders geeignet” ein, 59 Prozent auch das iPhone (Mehrfachnennungen waren erlaubt). Weit abgeschlagen ist Nokia: Lediglich 20 Prozent halten ihr Nokia-Smartphone für vertrauenswürdig genug als Basis für Zahlungsverkehr im Unternehmen. Selbst Smartphones, die mit Googles relativ neuem Betriebssystem Android arbeiten, liegen in der Gunst der Finanzmanager mit 34 Prozent deutlich vor Nokia. Tablet-PCs mit Android würden allerdings nur 7 Prozent der Befragten für den betrieblichen Zahlungsverkehr einsetzen. In diesem Segment liegt Apples iPad mit 55 Prozent weit vorne.
Als wichtigste Vorteile des schnellen Griffs zum Smartphone oder Smartpad unterwegs nennen die Finanzmanager laut cogon-Report die Beschleunigung (68 Prozent), die Optimierung (62 Prozent), die Flexibilisierung (55 Prozent) und die Automatisierung (51 Prozent) der Geschäftsprozesse. Für 65 Prozent ist vor allem die “bessere Transparenz der Finanzdaten immer und überall” das wichtigste Argument, um ihren BlackBerry oder ihr iPhone für die mobile Überwachung und Steuerung der Zahlungsverkehrsflüsse unterwegs aus der Tasche zu ziehen.
Dazu gehört, dass die Kontoinformationen “on the go” nicht nur einsehbar sind, was 92 Prozent der Befragten verlangen. 84 Prozent fordern zudem, anstehende Zahlungen am mobilen Gerät auch bearbeiten zu können. 77 Prozent wollen dabei nicht nur eine Bank im Visier haben, sondern erwarten eine Multibank-Lösung. Dazu passt, dass sich drei Viertel der Finanzmanager ohnehin eine “ganzheitliche Lösung”. wünschen. Diese soll neben der einfachen Bedienbarkeit (55 Prozent) und Flexibilität (50 Prozent) vor allem auch maximale Datensicherheit (85 Prozent) sowie Zugriffsschutz (82 Prozent) bieten.
Unabhängig vom Smartphone- oder Smartpad-Modell verlangen 45 Prozent der von cogon befragten Finanzexperten, dass keinerlei Daten auf dem mobilen Gerät gespeichert werden. Für weitere 46 Prozent ist wichtig, dass zumindest keine sensiblen Daten auf dem BlackBerry, iPhone, iPad oder Android-Handheld abgelegt werden. 72 Prozent fordern zudem eine verschlüsselte Datenübertragung, wie sie zwischen BlackBerry und BlackBerry-Server ohnehin erfolgt. Bei iPhone oder iPad soll die Verbindung über ein sicheres Virtual Private Network (VPN) ablaufen, ist die Ansicht von beinahe drei Viertel der Befragten laut cogon-Report.
Die stets wachsende Bedeutung von Mobile Payment zeigt sich auch daran, dass Presseberichten zufolge derzeit sowohl Apple wie auch Google das auf diesen Bereich spezialisierte Startup boku zu umgarnen versuchen.