Und Smartphones machen DOCH smart..
Die Wissenschaft hat festgestellt: Smartphones im Unterricht verbessern die Lernleistung von Schülern und können sich sogar positiv auf das Klassenklima auswirken. Das zeigte eine Studie der Fachhochschule St. Pölten, die in Feldversuchen an Schulen spielerisch Smartphones in den Unterricht integriert hat. Das Smartphone-gestützte Lernen bietet vor allem zwei Vorteile, die sich zumindest teilweise auch auf Erwachsenenbildung und innerbetriebliche Fortbildung übertragen lassen sollten: Die Schüler beschäftigen sich aktiver mit dem Stoff und im Klassenverband entstehen neue soziale Gruppen, die zusammen lernen.
Welche konkreten Vorteile die Nutzung eines Smartphones im Unterricht bringt, erklärt Projektleiter Prof. Grischa Schmiedl vom Institut für Medieninformatik: “Jugendliche sind heutzutage so genannte Digital Natives. Das heißt, sie sind mit dem Internet aufgewachsen und können daher mit sog. Neuen Medien oft besser umgehen als mit analogen – wie zum Beispiel einem Lehrbuch. Dies sollte man sich auch in der Schule zunutze machen. Denn Smartphones erfüllen die wichtigsten Funktionen für das Arbeiten im Internet und werden im Gegensatz zu einem Laptop von Jugendlichen ständig und überall mitgenommen und angewendet. Das legt den Grundstein für mobiles Lernen und wirkt sich aktivierend und motivierend auf die Schüler und Schülerinnen aus.”
Darüber hinaus haben die Smart Phones noch einen anderen, überraschenden Effekt: Sie schaffen bei anonymer Nutzung innerhalb der Klasse ganz neue Arbeitsteams und tragen damit zu einem positiven Klassenklima bei. Normalerweise wählen SchülerInnen ihre TeampartnerInnen bekanntlich stets auf Basis von Sympathien innerhalb der Klasse. Mit den Mobiles können sie Aufgaben in virtuellen Teams lösen, ohne dabei ihre TeamkollegInnen zunächst zu erkennen. Damit finden plötzlich auch Schüler in Gruppen zusammen, die im “normalen” Umgang Probleme miteinander haben. Von dieser Durchmischung profitieren die Jugendlichen laut Studie im täglichen Umgang.
Studis hinlesen: “SDK Hero” gesucht
Die Deutsche Akademikerfinanz und der Fachverlag dpunkt laden Studierende ein, sich am Programmierwettbewerb “AppQuest 2010 zu” beteiligen. Teilnahmeberechtigt sind Studierende an Hochschulen, Fachhochschulen, Dualen Hochschulen. Prämiert werden iPhone Apps zu den beiden Themenbereichen 1. “WM 2010″ (interessante, clevere, nützliche Apps rund um die nächste Fußball WM) oder 2. “iCampus” (M-Campus, Studi-Apps, die das Leben und Arbeiten an der Uni erleichtern). Die Apps dürfen zuvor nicht veröffentlicht sein. Anmeldeschluss ist der 1. April 2010, prämiert wird am 1. Mai. In beiden Themenkategorien gibt es jeweils einen Hauptpreis: 1. MacBook, iMac oder vertragsfreies iPhone 3GS; 2. Drobo Storage Robot. Weitere Preise sind etwa dpunkt-Bücher (bei freier Auswahl)
zum Wettbewerb
La Sierra University: Nicht ohne mein iPhone
Nach dem die Fälle der Tokyoter Universität Aoyama Gakuin und der MU School of Journalism in Missouri oder der Pharmaziestudiengang der University of Florida bereits Furore gemacht hatten, sorgt seit diesem Sommer auch die US-Uni La Sierra dafür, dass jedes Erstsemester hier wahlweise den iPod touch oder ein iPhone (für das die Vertragskosten aber selbst zu tragen sind) erhält. Vorinstalliert sind einige Apps für den akademischen Alltag wie Campus Map, permanent aktualisierte Kalender sowie Messaging Tools.
Mahlzeit! Mensaspeiseplan via iPhone
Das Studierendenwerk Koblenz setzt an der Universität Koblenz-Landau seit über zwei Jahren erfolgreich das Hochschulinformationssystem CampusNews ein. Auf mehreren Multimedia-Bildschirmen und einem Beamer informiert CampusNews die Studis über Neuigkeiten an der Hochschule oder den Speiseplan der Mensa. Auch ein digitaler Busfahrplan ist enthalten, welcher die im aktuellen Zeitfenster relevanten Abfahrtszeiten der Haltestellen am Campus anzeigt. Die zweite Säule des Systems ist eine Nachrichtenplattform, die per Bluetooth Nachrichten kostenlos auf mobile Geräte wie Handys oder PDAs sendet. Dafür stehen auf dem Campus verteilt Bluetooth-Sendestationen, welche die Studierenden mit Informationen zu verschiedenen Themen wie Studienangelegenheiten, Veranstaltungen und natürlich dem Mensaspeiseplan versorgen. Entsprechende Nutzerprofile lassen sich online anlegen. Nun stehen die Mensaspeisepläne auch via iPhone App zur Verfügung.
Trotz Namensgleichheit mit iTunes-Angeboten u.a. der Universitäten von Otago und San José heißt auch die Koblenzer App nun “CampusNews”. Studenten wählen in der App aus, ob bspw. der gesamte Speiseplan oder nur die vegetarischen Gerichte abgerufen werden sollen. CampusNews basiert auf der “wizperZone”-Technologie der wizAI solutions. Mit der wizperZone-Produktreihe können Unternehmen einerseits Multimedia-Bildschirme mit flexiblen Präsentationsmodi nutzen, um ihre Kunden im Foyer, auf Messen oder Veranstaltungen über sich und ihre Produkte zu informieren. Andererseits können über Bluetooth-Sendestationen Informationen oder Gutscheine direkt auf das Handy geschickt werden.
iTunes-Link
Florida University: Nicht ohne meinen iTouch
Nachdem die Fälle der Tokyoter Universität Aoyama Gakuin und der MU School of Journalism in Missouri bereits Furore gemacht hatten, hat jetzt mit der Florida University eine weitere Alma Mater iPhone oder iPod touch verpflichtend vorgeschrieben – allerdings zunächst nur für Pharmaziestudenten.
via AppleInsider
iPhone Big (Brother) in Japan
Die Tokyoter Universität Aoyama Gakuin verteilt kostenlose iPhones als Bestandteil des Lehrplans an seine Studenten der “Social Informatics”. Allerdings werden die Geräte nicht nur genutzt, um Vorlesungen als Podcasts zur Verfügung zu stellen und Lernstandskontrollen bzw. Prüfungen abzunehmen. Nein, auch die Anwesenheit der Studenten bei Veranstaltungen bzw. auf dem Campus wird per iPhone kontrolliert. Im ersten Schritt wurden 550 Studenten und Uni-Mitarbeiter ausgerüstet.
Wäre das nicht auch ein Weg für den Bundestag? Parlamentarier könnten Debatten auch per Podcast verfolgen, an Tele-Abstimmungen teilnehmen (nein, lieber doch nicht) und man könnte ihnen bei zuviel Abwesenheitszeiten automatisiert die Bezüge kürzen…
via Crunchgear