Abhörschutz: Mobile Security für Unternehmen
Milliardenverluste durch Wirtschaftsspionage – mehr denn je ist Unternehmen anzuraten, sensible Firmendaten durchgängig zu sichern. Das gilt laut Secusmart GmbH (CeBIT, H12, Stand B66) auch und gerade für die mobile Kommunikation. Das Düsseldorfer Unternehmen hat Secure Voice- und Messaging-Lösungen entwickelt, die plattformübergreifend (= für Android, BlackBerry u. iOS verfügbar), “Abhörschutz auf sehr hohem Sicherheitsniveau” bieten sollen, die sogar “exakt auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten” sind. Diese werden Anwenderunternehmen ebenso angeboten wie Mobile Network Operators MNOs bzw. Mobile Virtual Network Operators MVNOs.
Die SecuVoice-Technik sichert laut Anbieter auch SMS vor Lauschangriffen. Seit 2009 wird die Verschlüsselungstechnik von deutschen Bundesbehörden genutzt. Auch Kanzlerin Angela Merkel telefoniert mit der abhörsicheren SecuVOICE-Lösung. Die verwendete Verschlüsselung) orientiert sich am Standard für die “Sichere Netzübergreifende Sprachkommunikation” (SNS) des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Gartner: Social Mobile Services stay on top
Laut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden in den nächsten zwei Jahren Soziale Netzwerke für die mobile Nutzung, Stores für mobile Anwendungen und lokal basierte Dienstleistungen die drei mobilen Services mit der größten Akzeptanz sein. Entscheider im digitalen Marketing, die bisher noch keine Strategie zur Nutzung dieser Möglichkeiten haben, sollten sich laut Gartner zügig darum bemühen, diese zu entwickeln.
Insbesondere sollten dabei die folgenden drei Schlüsseltechnologien im Auge behalten werden: Mobile Marketing via Barcodes, Mobile Advertising und Mobile Couponing.
Überdies glaubt Gartner daran, das Mobile Advertising in den nächsten zwei bis fünf Jahren zum Mainstream werden wird.
Mobile Social Networks (“Mocial”)
Die Analysten gehen davon aus, dass Soziale Netzwerke bis 2014 mit einer Milliarde Anwender absoluter Mainstream sein werden – eine Nutzerzahl, die allein Facebook bereits heute für sich reklamiert. Laut Gartner-eigenen Erhebungen nutzen heute bereits fünfzehn Prozent der Handybesitzer ihre Mobiles, um social networks zu besuchen. “Mocial Networking” wird insbesondere für Sektoren, Unternehmen und Organisationen relevant werden, die entweder mit großen Kundengruppen interagieren müssen (Gartner hebt Handel, Ausbildung, Gesundheitswesen sowie die öffentliche Hand – M-Government – hervor) bzw. die nennenswerten mobilen Außendienst mit Kundenkontakt haben.
Mobile Application Stores
Apps können u.a. durch mobilen Mehrwert zur Kundenbindung beitragen, Marketing-Kampagnen tragen bzw. begleiten oder kostbares Konsumenten-Feedback einsammeln. Daher ist es entscheidend, in den wichtigsten Mobile App Stores vertreten und gut auffindbar zu sein – durch App Store Optimization oder ASO, wie Glanzkinder sie seit Jahren schon anbietet (PDF).
Von Location-Based Services zu Contextual Services
Location Based Services (LBS) können die Qualität und Geschwindigkeit von Support und anderen Dienstleistungen verbessern. Gartner hält es für wahrscheinlich, dass LBS-Funktionalität mit Mocial, News und mobiler Suche) zusammenwachsen wird. Bereits am Jahresende 2012 soll es weltweit 800 Mio. Nutzer von LBS geben – im Jahr 2015 erwarten die Marktforscher einen LBS-generierten Umsatz von 13,5 Mrd. US-Dollar, wobei der Großteil auf Navigation, Suche und “Friend Finder”-Funktionalität entfallen soll.
Augmented Reality sieht Gartner bis 2010 noch als Hype, binnen fünf bis zehn Jahren aber als den Mainstream erreichende Technologie. Mehr Infos gibt der Report “Consumer Applications and Services to Keep on Your Radar”, der hier geordert werden kann.
M-Government bewegt sich endlich
Die öffentlichen Verwaltungen in Deutschland investieren verstärkt in Mobile Government. 42 Prozent haben bereits Vorhaben für die Entwicklung von Smartphone-Anwendungen angestoßen. Das Entwickeln von Apps und mobiler Dienste für Bürger und Unternehmen geht dabei nach Erkenntnissen der Studie “Branchenkompass 2012 Public Services” von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut für Management-, Markt und Medieninformationen über die reine Imagewirkung hinaus. Ein Hauptziel der M-Government-Vorhaben sei vielmehr eine Steigerung der Servicequalität und mehr Effizienz im Verwaltungsbetrieb.
Die Nutzung von Verwaltungsangeboten seitens der Bürger (Government to Citizen, g2c) sowie der Abruf von Informationen von unterwegs aus soll künftig Standard sein. Bislang reicht die Bandbreite der Anwendungen von aktuellen Statusmeldungen per SMS, über das Fotografieren und Melden von Straßenschäden per Smartphone bis zur mobilen Krisenkommunikation, bei der Behörden beispielsweise per Handy vor drohendem Hochwasser oder Lebensmittelrisiken warnen. “Die Erfahrungen in den Verwaltungen sprechen sich rum. Gleichzeitig fordern Bürger von ihren Kommunen verstärkt solche Werkzeuge”, weiß Christian Mohser, Experte für E- und M-Government bei Steria Mummert Consulting. Die Zahl mobiler Apps und Services wird deshalb in den kommenden drei Jahren weiter steigen. Jede vierte Verwaltungseinrichtung plant bis 2014, erstmals in M-Government zu investieren – vor allem auf Bundesebene und in Kleinstädten.
Die Entscheider in der Verwaltung versprechen sich von den mobilen Anwendungen zudem weitere Impulse für eine noch einfachere Nutzung des neuen Personalausweises in der Verwaltung. “Das Mobiltelefon kann zukünftig beispielsweise das Kartenlesegerät ersetzen, was noch einmal einen deutlichen Komfortsprung für die Nutzer bedeutet”, erläutert Mohser. Die von einigen Smartphones bereits unterstützte Near Field Communication-Technologie (NFC) ermöglicht die Nutzung der Online-Ausweisfunktion und somit die sichere Identifikation eines Bürgers für mobile Online-Services.
Denkbar und wünschenswert sei darüber hinaus ein zentraler Store für behördliche Apps in Deutschland. In diesem würden alle von und für öffentliche Organisationen entwickelten Anwendungen und zertifizierten Dienste auf einer Plattform gebündelt. (Und eine “0115-App” natürlich. Die hatte Glanzkinder der Deutschen Telekom schon vor mehreren Jahren vorgeschlagen – ergebnislos). Vorreiter sind hier die USA. Auf der Seite apps.usa.gov erhalten Nutzer mobiler Dienste einen schnellen Überblick, welche Online-Services der öffentlichen Verwaltung als native oder Web App für mobile Plattformen zur Verfügung stehen. In Deutschland fehlt bislang eine solche zentrale Plattform.
Datenquelle u. Methodik: Im Januar und Februar 2012 befragte a href=”http://app-programmierung.com/tag/forsa” rel=”nofollow” target=”_blank”>forsa für Steria Mummert Consulting 100 Entscheider aus 100 großen deutschen Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen zu den aktuellen Herausforderungen und den bis 2014 geplanten Maßnahmen, um die Effizienz in der Verwaltung zu erhöhen. Schwerpunkte waren Verwaltungsmodernisierung, IT und E-Government, Kooperationen mit der privaten Wirtschaft und Bürgerbeteiligung.
Studie: Display- wichtiger als Suchmaschinen-Werbung?
“Suchmaschinenwerbung hat eine hohe Konversionsrate, Displaywerbung ist weniger effizient”, so lautet ein gängiger Spruch im Online- und Mobile Marketing. Dass das ein Vorurteil sein könnte, hat nach eigener Darstellung jetzt Eyeblaster, ein führender Technologieanbieter integrierter Online-Marketinglösungen, mit einer Analyse von über 1.300 Kampagnen belegt. Die Untersuchung zeigt: Display-Werbung trägt zu 72 Prozent am Konversionserfolg jener Kampagnen bei, in denen Display- und Suchmaschinenwerbung eingesetzt werden. Der Beitrag der Suchmaschinenwerbung hingegen beträgt 28 Prozent.
Der Grund für die unterschiedliche Wirkung der beiden Werbemittel liegt in ihren Aufgaben für den “Purchase Funnel” (Trichter). Das ist der Weg, den Verbraucher vom ersten Interesse (“Awareness”) bis zur Konversion gehen: Displaywerbung weckt von Anfang an das Interesse der Konsumenten und sorgt so dafür, dass sie in den Trichter gelangen. Suchmaschinenwerbung hingegen entfaltet ihre Wirkung erst später, wenn eine Entscheidung naht (“Consideration”).
Untersucht man nun, über welche Werbemittel Verbraucher, die am Ende eine Konversion getätigt haben, in den Trichter gelangt sind, zeigt sich: 72 Prozent davon sahen zuerst Displaywerbung und suchten dann eventuell zu einem viel späteren Zeitpunkt den “Point of Purchase” (PoP) auf, zum Beispiel per Keyword-Suche oder durch den Klick/Tap auf den Banner.
Die Wirkung von Display- und Suchmaschinenwerbung hängt auch davon ab, in welcher Themenumgebung sie stattfindet: Besonders wirkungsvoll ist Displaywerbung in den Bereichen Goverment/Utilities (96%), Entertainment (92%) und Karriere (81%). Suchmaschinenwerbung hingegen ist stark bei News/Media (70%), B2B (68%) sowie Restaurant (56%).
Zum Download der Analyse “Search & Display: Reach Beyond the Keyword” geht es hier.
Kobil: App generiert Einmal-Passworte für hochsichere Logins
Fürs iPhone hat Security-Spezialist Kobil eine kostenlos erhältliche App entwickelt, die mittels Zwei-Faktoren-Authentifizierung hochsichere Login ermöglichen soll. Grundlage ist Kobils Einmal-Passwort-Technologie SecOVID. Der Nutzer muss lediglich seine PIN kennen, das Passwort generiert die Applikation auf dem iPhone.
SecOVID generiert einen achtstelligen Nummerncode, der anhand des 3DES-Algorithmus zufällig errechnet wird und nur einmal gültig ist. Je nach Individualisierung durch den Anbieter kann der Nutzer auch direkt über das iPhone auf das gewünschte Portal, z.B. sein Bankportal zu greifen. Zu den KOBIL-Kunden gehören u.a.: DTAG, Deutscher Bundestag, Swisscom, Arcor/Vodafone, DATEV, Commerzbank.
Event: Mobile IT-Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung
Im Rahmen der regionalen SimoBIT-Talks findet am 16.09. die Veranstaltung zum o.a. interessanten Thema in Aachen statt. Durch den Einsatz von mobilen IT-Anwendungen lassen sich laut Veranstalter die Wertschöpfungs- bzw. Fachprozesse in der öffentlichen Verwaltung spürbar effizienter gestalten und zudem eine größere Bürgernähe erreichen. Innerhalb der drei SimoBIT-Projekte Mobility@forest, Mobis Pro und simoKIM entstehen Anwendungen, die mobile Mitarbeiter der Forstverwaltung, der Feuerwehren und des kommunalen Infrastrukturmanagements situations- und ortsbezogene Informationen aus unterschiedlichen Quellen ubiquitär und sicher zur Verfügung stellen. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.
Infos und Anmeldung
Mobile IKT-Lösungen helfen dem Mittelstand
Mobile Datendienste werden im Jahr 2012 5,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit bereits ein Drittel der Mobilfunkumsätze insgesamt erbringen. Derzeit generieren die zunehmend auch im Unternehmensbereich eingesetzten mobilen Daten-Anwendungen bereits 2,3 Mrd. Euro an Umsätzen. Daher bieten Mobile Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wichtige Potenziale zur Erhöhung der Wertschöpfung gerade für mittelständische Unternehmen und Verwaltungen. So lauten zentrale Ergebnisse der Untersuchung “Mobilisierung von Wertschöpfungsprozessen durch innovative und sichere Informationstechnologie”, die Prof. Picot und Dr. Schmid vom Institut für Information, Organisation und Management (IOM) der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Begleitforschung des Projektes Sichere mobile Informationstechnik in Mittelstand und Verwaltung durchgeführt haben.
Die Studie zeigt, dass mobile IKT-Lösungen die Kosten und die Fehleranfälligkeit papierbasierter Prozesse reduzieren, mehr Markttransparenz schaffen, Prozesse beschleunigen und sowohl die Effizienz als auch die Effektivität der Wertschöpfung in Unternehmen und Verwaltungen steigern können. Dabei handelt es sich nach Einschätzung der Autoren um große Auswirkungen, vor allem in den vier Anwendungsfeldern Verwaltung, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft und Handwerk.
Durch Integration mobiler IKT-Lösungen werden Wertschöpfungsprozesse so umgestaltet, dass neue Geschäftsmodelle entstehen, die u.a. zu weit reichenden Kosten- und Zeitersparnissen sowie zu mehr Flexibilität und verbesserten Kundenbeziehungen führen. Beispiele sind neue mobilfunkgestützte Wartungsdienste, neue Formen der Online-Kooperation von KMU sowie verbesserte Assistenzsysteme für die Notfallmedizin, Pflegelogistik oder Feuerwehr. Andererseits stellen die mit mobiler IKT-Nutzung einhergehenden Veränderungen mit Blick auf die deutlich erweiterten Organisations- und Interaktionsmöglichkeiten ganz neue Anforderungen an Mitarbeiter und Management.
Gemäß den Ergebnissen der neuen BMWi-Studie werden im Jahr 2012 die mobilen Daten-Dienste 5,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit bereits ein Drittel der Mobilfunkumsätze insgesamt aufweisen. Derzeit bringen die zunehmend auch im Unternehmensbereich eingesetzten mobilen Daten-Anwendungen bereits 2,3 Mrd. Euro an Umsätzen ein.
Die Studie steht auf dem SimoBIT-Portal des BMWi zum Download bereit.