Medizinisches Bulletin M-Health

In einem lesenswerten Rückblick auf die Medica referiert heise.de (u.a. c’t, Mac & i, iX) den aktuell in Düsseldorf gezeigten Stand der Technik bei Mobile Health: Nie gab es mehr medizinisch relevante Apps für Smartphones und Tablets. Besetzte Themen sind dabei etwa die Kontrolle von Atemfrequenz, Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur des Anwenders. Die erhobenen Daten werden je nach Situation zunächst selbst oder gleich vom Arzt kontrolliert und ausgewertet. Auch die Krankenhausinformationssysteme (KIS) machen mobil und können jetzt typischerweise auch via iPad oder sonstiges Tablet benutzt werden – vor allem für die Dateneingabe, beispielsweise auf Visite. Sogar Apps, die den Narkoseverlauf simulieren, gibt es bereits.

Das App-Systemhaus Glanzkinder hat schon seit mehreren Jahren teils enorm erfolgreiche iOS-Apps der App Store-Kategorie “Medizin” für seinen Kunden realisiert, darunter beispielsweise Kinderwunsch (eine der bislang erfolgreichsten GlanzApps überhaupt: Auch nach weit über einem Jahr noch in den Top 40 dieser Kategorie), ZAK (= Datenbank “Zugelassene Arzneimittel für Kinder, eine Initiative von Hexal), Broteinheiten, Aporabatt (bis zu 70% beim Medikamenteneinkauf sparen), IKK classic (Services für Versicherte, oder die es werden wollen) oder ganz aktuell iMamaiPapa HD, die iPad App für werdende Eltern.

MM: Android m. 2/3 der Ad Impressions

millenial media logoMillennial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Unlängst wurde der aktuelle Mobile Mix-Report mit Juli-Daten veröffentlicht. Aus den Ergebnissen:

  • Android wächst weiter stark – derzeit um 15 Prozent von Monat zu Monat. Bei den von Smartphones ausgehenden Ad Impressions im MM-Netzwerk liegt der Anteil bereits bei 61 Prozent.
  • Bei auf Anwendungen heruntergebrochenen Werbeausgaben im MM-Netz hat Android mit 48 Prozent iOS (43%) hinter sich gelassen.
  • Samsung wächst als Einzelhersteller derzeit um monatlich 28 Prozent und liegt damit schon auf Rang 2 hinter Apple.
  • Motorola liegt auf Platz 5 der Hersteller-Charts und hat drei Endgeräte in den Top 11 der MM-Gerätecharts.
  • Impressions, die auf Windows Phone 7 (WP7) zurückführbar sind, verzeichneten einen Sprung um 71 Prozent!
  • Die Impressions im MM-Netzwerk schlüsselten sich im Juli wie folgt auf: 53 Prozent von Smartphones, 42 Prozent von Connected Devices (z. B. iPad, iTouch, Samsung Galaxy Tab, PSP etc.) und die restlichen fünf Prozent von Dumb Phones (Feature Phones). 33 Prozent aller Zugriffe erfolgte nicht via Mobilfunknetze, sondern über Wi-Fi-Zugänge.
  • Seit März 2009 haben sowohl Apple wie auch HTC und Huawei ihren Anteil bei MM-Ad Impressions verdoppelt.
  • Spiele stellen derzeit 29 Prozent der aus Apps stammenden Impressions. Gesundheit und Fitness legten von Juni bis Juli um 13 Prozent zu, Favoriten sind hier Kalorienzähler und Rezpte-Apps.

zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen Mobile Mix

Meine IKK: erfolgreiche Health App

Die Vereinigte IKK mit Sitz in Düsseldorf ist eine Innungskrankenkasse. Bei ihrer erste iPhone App hat sich die Organisation für einen Ansatz entschieden, der trotz des derzeitigen Wettbewerbs unter den Krankenkassen ganz auf reinen Mehrwert für den App User setzt und auf das ansonsten vielfach zu beobachtende Marketinggetöse völlig verzichtet.
"Meine IKK" App: Facharztsuche
Nach Herunterladen der kostenlosen App mit nur 0,3 MB Footprint steht die Online-Suche nach Apotheke, Arzt oder Heilpraktiker jedermann zur Verfügung. Alle Suchen können nach Postleitzahl/Ort oder auf Wunsch mit der “Around Me”-Funktion unter Nutzung des GPS-Sensors erfolgen. Bei der Heilpraktikersuche können Psychotherapeuten ein- oder ausgeschlossen werden.

IKK-Kunden (und die es werden wollen) finden überdies eine komfortable Suchfunktion für das nächste IKK-Kundencenter. Gilt es vorab Fragen zu klären, beispielsweise zu mitzubringenden Unterlagen, kann eine kostenlose Service-Hotline direkt aus der App angewählt werden.
Vereinigte IKK-App: Suche nach dem nächsten Kunden-Center
Das ist alles so durchdacht wie aufgeräumt und übersichtlich präsentiert, dass die App bereits am Tag nach dem App Launch die Top 50 erreichte (App Store-Kategorie iPhone/Medizin/Meistgeladen) – aktuell auf Position 37.

App Store-Link zu “Meine IKK”

UPDATE 10.02.:
“Meine IKK” ist nun auch laut Apple “Neu und beachtenswert”!

Kinderwunsch App IconNach Broteinheiten und Kinderwunsch ist dies bereits die dritte besonders erfolgreiche vom App-Systemhaus Glanzkinder für Kunden aus dem Medizin-Bereich realisierte Health App. Speziell letztgenannte App hält sich auch Monate nach Ihrem Start noch in den Top 25 ihrer Kategorie, ihre bislang beste Position war 9.

19 Mio. Deutsche suchen online Gesundheits-Rat
Diese Zahlen gliedern sich ein in eindrucksvolle Ergebnisse einer vom BITKOM in Auftrag gegebenen Umfrage: Dieser zufolge informieren sich bereits 19 Millionen Bundesbürger online über Gesundheitsfragen, was 37 Prozent aller Internetnutzer entspricht. Es ist stark zu vermuten, dass die Ratio bei Nutzern des mobilen Internets und App-Angeboten nochmals günstiger ausfällt. Am intensivsten recherchieren übrigens nicht etwa “Best Ager”, sondern die besonders kaufkräftige Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen.

Event: Haftungsfragen bei mobilen Geschäftsanwendungen

simoBITDer ‘Gold Rush’ auf die Mobile App Stores und der Boom bei Business-Anwendungen sind die eine, ihre rechtliche Absicherung die andere, gleich wichtige Seite der Goldmedaille. Am 8. Juli 2010 findet in Bad Honnef bei WIK-Consult daher ein SimoBIT-Workshop zum Thema “Haftungsfragen bei mobilen Geschäftsanwendungen“ statt. Rechtsanwältin und Datenschutzexpertin Sirin Torun von der SerNet GmbH wird in ihrem Vortrag “Welche Anforderungen stellt das Bundesdatenschutzgesetz in Bezug auf die Geschäftstätigkeit der Entwickler und Anbieter von innovativen mobilen Geschäftsanwendungen?“ auf Haftungsfallen aus dem jüngst novellierten BDSG eingehen und insbesondere die Datenauftragsverarbeitung und Folgen möglicher Datenpannen behandeln.
 
Rechtsanwalt Markus Keubke ist Experte für allgemeine Haftungsfragen sowie speziell Arzt- und Patientenrechte. Er wird in seinem Beitrag “Die Haftungsproblematik im Bereich Gesundheitswesen und mobile Geschäftsanwendungen” sowohl allgemeine Rechtsfragen wie Anforderungen aus dem Gesundheitsbereich vorstellen.
 
Die Veranstaltung dauert von 11 bis 16 Uhr, ist kostenlos und richtet sich mit dem Ziel des Wissenstransfers auch und gerade an KMU. Um Anmeldung bei Frau Barth wird gebeten unter v.barth at wik dot org.
zum Veranstaltungs-Programm

CeBIT: Highlights für Mobile Pros

CeBIT 2010_logoMit 4.157 Ausstellern aus 68 Ländern startet morgen die weltgrößte Hightech-Messe CeBIT. Wichtigstes Thema ist aus Sicht des Bundesverbandes BITKOM das Zusammenwachsen unterschiedlicher Technik- und Lebenswelten durch das (mobile) Internet. “Mit dem Leitthema ‘Connected Worlds’ wird die CeBIT zu einem Zukunftskongress für das Leben und Arbeiten von morgen”, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Schwerpunkte sind unter anderem das mobile Internet, Super-Breitband, Cloud Computing, Web 2.0 und Sicherheit. Im Folgenden eine Auswahl an Empfehlungen des BITKOM für den diesjährigen Besuch des Luftkurorts Hannover:

- Zahlreiche Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Zukunft der Internetgesellschaft. Ein Schwerpunkt ist die “Webciety Area” als zentraler Treffpunkt für Web-2.0-Themen in Halle 6.

- Das gesellschaftliche Potenzial der IT und Geschäftsmodelle der Zukunft sind Thema bei den “CeBIT Global Conferences” (CGC). An allen Messetagen sprechen weltweit führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zugesagt haben unter anderem Vorstände und Gründer bekannter Unternehmen wie Adobe, Amazon, Google, IBM, Microsoft, SAP, Skype und Sony Ericsson.

- Für im Bereich M-Health Tätige ist ein Besuch des vom BITKOM gemeinsam mit Partnern eingerichteten Gesundheits-Parcours “FutureCare” unverzichtbar. Dieser zeigt die IT- u. TK-unterstützte Patientenversorgung und erlaubt einen Blick in die Hightech-Medizin der Zukunft (Halle 8, Stände A 15 und C 15).

Gartner: Top 10 d. Mobilanwendungen

gartner_logoDas IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner glaubt die zehn Mobilanwendungen für Privatanwender identifiziert zu haben, die im Jahr 2012 am wichtigsten sein werden. Kriterien für das Ranking waren erwartete Umsätze, Geschäftsmodell, Anwendernutzen, Benutzertreue sowie die erwartete Marktdurchdringung.

Im Folgenden die Top 10: 1. “Money Transfer” (via SMS); 2. Location-Based Services (LBS); 3. Mobile Search; 4. Mobile Browsing/Mobile Internet; 5. Mobile Health Monitoring; 6. Mobile Payment; 7. Near Field Communications (NFC, hier geht es um Funktionalität, wie sie beispielsweise von Mover oder Bump bereitgestellt wird); 8. Mobile Advertising (die weltweiten Umsätze von 2008 betrugen 530 Mio. US-Dollar, dies sieht Gartner auf 7,5 Mrd. in 2012 steigen); 9. Mobile Instant Messaging; 10. Mobile Music. Weitere Informationen gibt der Gartner Report “Dataquest Insight: The Top Ten Consumer Mobile Applications for 2012″, der hier erhältlich ist.

Event: Mobile IT-Anwendungen in der Gesundheitswirtschaft

Im Rahmen der regionalen SimoBIT-Talks findet am 02.12. die Veranstaltung zum o.a. interessanten Thema in Rostock statt. Es werden drei Entwicklungsprojekte vorgestellt. Die im Rahmen des Förderprogramms “Sichere Anwendung der mobilen Informationstechnik (IT) zur Wertschöpfungssteigerung in Mittelstand und Verwaltung – SimoBIT” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie angesiedelten Projekte Med-on-@ix, OPAL Health und VitaBIT arbeiten an Anwendungen, die als beispielhaft für eine neue Generation von mobilen Gesundheitsanwendungen gelten können. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.
Infos und Anmeldung

Autor: klaus, veröffentlicht am: 19. 09. 2009

Kategorien: iPhone Programmierung

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Gesundheitsreform: Health Management fürs iPhone

Bereits seit Anfang Juli steht die gleichnamige App von Cencurio kostenlos im App Store bereit, mit der man laut Anbieter die wichtigsten Gesundheitsdaten der gesamten Familie archivieren sowie seine Arzttermine verwalten kann. Die App erinnert automatisch an Vorsorgeuntersuchungen und vergisst – soweit vorhanden – auch Haustiere nicht.

Die Cencurio-App ist dabei nur die Erste einer Reihe von Anwendungen, welche die Cencurio Software AG im Laufe des Jahres mit Dienstleister Kupferwerk der Öffentlichkeit vorstellen will. Bereits in Arbeit sind weitere Funktionen wie ein elektronischer Impf- und Röntgenpass sowie sogenannte Medipakete für spezielle Nutzerkreise wie Schwangere oder chronisch Kranke. Auch ein Webportal zum privaten Gesundheitsmanagement ist in Vorbereitung.
Zur App geht es hier.

Autor: klaus, veröffentlicht am: 14. 09. 2009

Kategorien: iPhone Programmierung

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Mobile IKT-Lösungen helfen dem Mittelstand

Mobile Datendienste werden im Jahr 2012 5,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit bereits ein Drittel der Mobilfunkumsätze insgesamt erbringen. Derzeit generieren die zunehmend auch im Unternehmensbereich eingesetzten mobilen Daten-Anwendungen bereits 2,3 Mrd. Euro an Umsätzen. Daher bieten Mobile Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wichtige Potenziale zur Erhöhung der Wertschöpfung gerade für mittelständische Unternehmen und Verwaltungen. So lauten zentrale Ergebnisse der Untersuchung “Mobilisierung von Wertschöpfungsprozessen durch innovative und sichere Informationstechnologie”, die Prof. Picot und Dr. Schmid vom Institut für Information, Organisation und Management (IOM) der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Begleitforschung des Projektes Sichere mobile Informationstechnik in Mittelstand und Verwaltung durchgeführt haben.

Die Studie zeigt, dass mobile IKT-Lösungen die Kosten und die Fehleranfälligkeit papierbasierter Prozesse reduzieren, mehr Markttransparenz schaffen, Prozesse beschleunigen und sowohl die Effizienz als auch die Effektivität der Wertschöpfung in Unternehmen und Verwaltungen steigern können. Dabei handelt es sich nach Einschätzung der Autoren um große Auswirkungen, vor allem in den vier Anwendungsfeldern Verwaltung, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft und Handwerk.

Durch Integration mobiler IKT-Lösungen werden Wertschöpfungsprozesse so umgestaltet, dass neue Geschäftsmodelle entstehen, die u.a. zu weit reichenden Kosten- und Zeitersparnissen sowie zu mehr Flexibilität und verbesserten Kundenbeziehungen führen. Beispiele sind neue mobilfunkgestützte Wartungsdienste, neue Formen der Online-Kooperation von KMU sowie verbesserte Assistenzsysteme für die Notfallmedizin, Pflegelogistik oder Feuerwehr. Andererseits stellen die mit mobiler IKT-Nutzung einhergehenden Veränderungen mit Blick auf die deutlich erweiterten Organisations- und Interaktionsmöglichkeiten ganz neue Anforderungen an Mitarbeiter und Management.

Gemäß den Ergebnissen der neuen BMWi-Studie werden im Jahr 2012 die mobilen Daten-Dienste 5,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit bereits ein Drittel der Mobilfunkumsätze insgesamt aufweisen. Derzeit bringen die zunehmend auch im Unternehmensbereich eingesetzten mobilen Daten-Anwendungen bereits 2,3 Mrd. Euro an Umsätzen ein.

Die Studie steht auf dem SimoBIT-Portal des BMWi zum Download bereit.

Event: Telekommarkt Europa

Die großen europäischen Telekomkonzerne Deutsche Telekom, Telefónica, France Télécom und Telecom Italia haben 2008 gut verdient und dabei von der geringen Konjunkturabhängigkeit ihres Geschäfts profitiert. Für die nahe Zukunft verbreiten die Unternehmen ebenfalls Zuversicht. 2009 werde kein einfaches Jahr, aber man werde besser abschneiden als die Gesamtwirtschaft, melden die drei TK-Player einstimmig.

Auf der 15. Handelsblatt Jahrestagung “Telekommarkt Europa” (17. und 18. Juni 2009, Düsseldorf) wird Telefónica-CEO Jaime Smith Basterra die Strategien seines Unternehmens für das mobile Internet vorstellen. Smith Basterra sieht rasanten Zuwachs beim mobilen Internet und will sein Netz weiter aufrüsten. Für 2009 rechnet der Netzbetreiber mit einem deutlichen Wachstum bei der mobilen Internetnutzung von 165 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Rahmen eines Feldtests in München bietet Telefónica erstmals HSPA+ mit einer Download-Bandbreite von bis zu 28 MBit/s und einem Upstream von 5,7 MBits/s an. Telefónica und Vodafone kündigten kürzlich einen Ausbau ihrer Kooperationen an und wollen bereits existierende Übertragungstechniken gemeinsam nutzen.

Timotheus Höttges, seit März 2009 Vorstand Finanzen und Controlling der Deutschen Telekom, hatte kürzlich angekündigt, dass die Telekom ihr DSL-Netz ab Frühsommer 2009 für Wettbewerber öffnen werde: “Wir öffnen unser VDSL-Netz freiwillig für unsere Wettbewerber”. Es bietet mit 50 Megabit pro Sekunde wesentlich höhere Übertragungsraten als die bisherigen DSL-Verbindungen mit 16 Megabit. Verfechter argumentieren, dass Internet-Fernsehen mit steigenden Nutzerzahlen nur so stabil läuft und VDSL Voraussetzung sei für neue Dienste, wie Arztkonsultationen über den Computer oder Smartphone.
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