Potenziale für M-Payment
Schon bald könnten Smartphones und sogar auch Feature Phones bargeldloses Bezahlen in breiterer Front als bislang ermöglichen. TNS Infratest geht davon aus, dass sich noch in diesem Jahr erste mobile Bezahldienste in Deutschland etablieren. Sowohl auf Konsumentenseite als auch bei Akzeptanzstellen gibt es bedeutende Zielgruppen, die sich mobilen Bezahlverfahren gegenüber aufgeschlossen zeigen. Dies hat das “TNS mPayment Sonar” ergeben, eine von den Marktforschern gemeinsam mit Industriepartnern durchgeführte Studie zum deutschen Bezahlmarkt. 40 Prozent der befragten Konsumenten fallen in diese affinen Segmente, die durch die Studie näher beschrieben werden. Von den untersuchten Bezahlverfahren finden insbesondere die sogenannten Wallet-Ansätze Zuspruch, d.h. das Bezahlen mittels einer Geldbörsen-App. Mehr als ein Viertel der Verbraucher geht davon aus, dass mobiles Bezahlen in zwei Jahren bereits eine relevante Bezahlmethode für sie persönlich sein wird.
Wer wünscht sich was
Während Konsumenten Bedarf an Premiumservices, Bonusprogrammen und smarter Einkaufsunterstützung (z.B. Store Locator/Filialfinder, Preisvergleiche, Produktinformationen) haben, wünschen sich Akzeptanzstellen vor allem Prozesserleichterungen und smarte Services für den Kunden, beispielsweise die automatische Mitnutzung von Coupons, Kundenkarten für Kundenbindungsprogramme oder von digitalen Quittungen. Die Studie zeigt großes Potenzial für die neuen mobilen Bezahlverfahren, wenn es gelingt, die identifizierten Bedürfnisse der Kunden durch passende smarte mobile Lösungen zu adressieren und die notwendige flächendeckende technische Infrastruktur zu etablieren. Insgesamt könnten zukünftig bis zu zehn Prozent der Transaktionen mithilfe mobiler Bezahlverfahren durchgeführt werden.
Für einen umfassenden Blick auf die Bezahlwelt in Deutschland wurden ergänzend die technischen Rahmenbedingungen für das mobile Bezahlen analysiert. So zeigt die Studie bei den Konsumenten neben der Akzeptanz und Kenntnis von M-Payment-Schlüsseltechnologien wie NFC oder QR-Codes auch Eigentum und Nutzung mobiler Endgeräte und entsprechender Datentarife. Bei den Akzeptanzstellen wurde ein Schwerpunkt auf die Terminalausstattung und die genutzten Payment-Provider gelegt. Hier zeigen die Analysen den aktuell noch geringen Kenntnis- und Verbreitungsstand von zentralen Mobile Payment-Technologien in der Bevölkerung auf. Nur zehn Prozent der Deutschen kennen beispielsweise den Begriff Near Field Communication/NFC.
Unterdes hat die Vieles versprechende Mobile Business-Zukunft aber längst begonnen: Beispielsweise Twitter kooperiert ab sofort mit American Express in einem Testprojekt, bei dem Kartennutzer ausgewählte und speziell beworbene Produkte mit Hashtag (#) und per Retweet an @AmexSync erwerben und bezahlen können. Laut “Wall Street Journal” gehört Amazon mit dem Kindle Fire zu den Partnern dieses Piloten, der sämtliche Vorteile mobiler Technologie vereinen könnte.
via silicon.de
Das Berliner Start-up SumUp hat gestern in London ein ähnlich elegantes mobiles Bezahlsystem vorgestellt. Kunden können über ein laut heise.de.de nicht näher bezeichnetes Drahtlosverfahren (WLAN oder Bluetooth) in einem Stammlokal automatisch erkannt werden und ebenso automatisch empfangene Leistungen bezahlen. Das Verfahren erfordert eine geöffnete SumUp-App auf dem mobilen Endgeräte des Kunden sowie auf einem Tablet beim Anbieter. So könnten Nutzer beispielsweise ihr oft besuchtes und am SumUp-Verfahren teilnehmendes Café im Voraus für Zahlungen für ihren Verzehr bis zu einer Höchstgrenze freischalten.
Smartphones verdrängen EC-Karten
EC-Karten sind bald Schnee von gestern – jedenfalls laut der Trendstudie “Zukunft der Banken 2020″. Diese hat die Lünendonk GmbH (vgl. auch die berühmten Lünendonk-Listen) gemeinsam mit Steria Mummert Consulting erstellt. Im Jahr 2020 zücken die Kunden hiernach zum Bezahlen auch an der Supermarktkasse einfach ihr immer smarter gewordenes Mobiltelefon. Die Plastikkarten sind dann von Bezahlmöglichkeiten über Smartphones und andere mobile Endgeräte verdrängt. Das erwarten fast 90 Prozent der befragten Bankmanager.
Heute jedoch ist ist die EC-Karte noch der Deutschen liebstes bargeldloses Zahlungsmittel. Gemessen am Umsatz kommt sie bei 28,3 Prozent der nicht regelmäßigen Zahlungen zum Einsatz – nur Bargeld ist noch beliebter. Weitere 7,4 Prozent entfallen auf Kreditkarten, wie aus einer aktuellen Untersuchung der Bundesbank hervorgeht. Doch bis zum Jahr 2020 sollen sich die bargeldlosen Bezahlmethoden von den Plastikkarten weg hin zu Smartphones und anderen Mobile Devices wie Tablets verlagern. Dies halten 50,9 Prozent der befragten Banker für sehr wahrscheinlich, weitere 36,6 Prozent für wahrscheinlich. Nur 1,8 Prozent von ihnen erwarten diese Entwicklung nicht.
Der Wettbewerb in diesem boomenden Markt wird dabei laut Trendstudie auch vermehrt jenseits des engeren Bankensektors zu finden sein: Bargeldlose Bezahlmethoden werden sich bis 2020 immer mehr auf externe Dienstleister wie PayPal verlagern. Auf die ebenso drängende Frage, welches Abrechnungsmodell und welche zugrunde liegende Technologie sich für das Mobile Payment durchsetzen werden, gibt die Trendstudie leider keine Antworten. Kandidaten sind nach heutigem Wissensstand: Telefonrechnung (Operator Billing), Premium SMS, Mobile web payment/Wireless Application Protocol (WAP), NFC sowie natürlich die spezialisierten Online-Dienste von u.a. PayPal, Amazon oder Google (Google Wallet), vgl. auch Apples Passbook.
Event: MCTA, 28.-29.01.13
Die Forschungsgruppe wi-mobile in Augsburg befasst sich langjährig mit Themen rund um die Weiterentwicklung von Mobilmärkten. Bereits seit 2001 veranstaltet sie in diesem Kontext in Berlin die Konferenz “Mobile Communications – Technologien und Anwendungen” (MCTA). Sie steht unter dem Motto “Shaping the future of mobile markets”. Auch 2013 wird wieder ein Workshop Day (28.01.13) mit drei parallel gehaltenen Tracks wie beispielsweise “Die Legende vom sicheren mobilen Endgerät” (Compass Security) oder “Apple, Google, Facebook, eBay und Amazon — wohin werden die Kunden des stationären Handels gelenkt?” angeboten. Darauf folgt am 29.01. der Conference Day. Themen sind hier beispielsweise Compass SecurityMobile Social Media, M-Payment, mPOS, LBS und “Mobile Loyalty” sowie die alljährliche Verleihung des Mobile Innovation Award. Die Teilnahmekosten beginnen bei 540 Euro für beide Tage (Frühbucherrabatt bis 23.12.12), bei mehr als einem Teilnehmer pro Unternehmen wird 20 Prozent Rabatt gewährt.
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Multi Channel Payment Days
Die Roadshow “Multi Channel Payment Days” wird vom Veranstalter Deutsche Kongress als “eine branchenübergreifende Plattform für Mobile Business und Everywhere Commerce” positioniert. Nach Hamburg gastiert sie am 04.12. noch in Köln und am 06. Dezember in München. Themen sind unter anderem: Multi-Channel zu Cross-Channel – Payment im Wandel” und “Mobile Payment am Point of Sale” (POS). Vorträge kommen u.a. von CONTNET, Euro Kartensysteme, Giesecke&Devrient, Nordwest Handel, payleven, Metro Systems, Telefónica und Yapital.
Die Veranstaltung wird moderiert von Achim Himmelreich, Partner, Mücke, Sturm & Company und Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW. Die Teilnahme kostet jeweils 595 Euro zzgl. MwSt.
Seminar: “Next Finance”
Der empfehlenswerte News-Service mobilbranche.de veranstaltet am 17. Januar 2013 in Berlin das Seminar “Next Finance – der disruptive Einfluss von Mobile”, das die aktuellen Entwicklungen in Mobile Banking und Mobile Payment adressieren soll. Das Seminar wird geleitet von André M. Bajorat. Der freie Consultant berät u.a. MyTaxi, PayPal und die Sparkasse (“Wir machen das mit den Fähnchen”). Das Seminar will einen Überblick darüber geben, wie dank des Mobile Webs bisher dem Internet vorbehaltene Bezahlmethoden auch in die reale Welt wandern. Zugleich zeigt Bajorat, wie Square, iZettle oder SumUp dafür sorgen, dass auch kleinere Händler einfach Kreditkartenzahlungen akzeptieren können – und die Start-ups dabei im Hintergrund ihr eigenes Payment-Ökosystem aufbauen.
Einen Praxisbericht zum Seminarsthema steuert Rüdiger Weiß bei. Er ist aktuell COO der Smart Mobile Factory und war zuletzt bei Rocket Internet als Project CTO und Head of Mobile aktiv und begleitete dort u.a. maßgeblich den Aufbau von mobilen Start-ups wie z.B. Payleven.
Das Seminar findet zwischen 10 und 18 Uhr im “Co-working Space” Ahoy! in Berlin statt. Bis zum 30. November 2012 gilt ein Frühbucherpreis von 300 Euro (zzgl. MwSt.; sonst 400 € zzgl. MwSt.) Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.
Anmeldung per E-Mail an treiss@mobilbranche.de unter Angabe der Rechnungsanschrift
Event: NFC, Mobile Ticketing & Payment
Mobile Payment wächst rasant: 171,5 Mrd. US-Dollar Umsatz über mobile Bezahlverfahren bis Ende 2012 werden von Gartner prognostiziert. Near Field Communication, kurz NFC ist ein internationaler Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über Strecken von bis zu vier Zentimetern. Bislang wird diese Art der Datenübertragung vor allem beim generellen mobilen Bezahlen und speziell bei Ticketing-Prozessen angewendet. Über weitere Einsatzmöglichkeiten, “NFC-Ecosysteme”, Sicherheitsaspekte und NFC-Adaption in Massenmärkten will die WirtschaftsWoche Konferenz “Near Field Communication (NFC) – Mobile Ticketing & Payment” am 12. und 13. November 2012 informieren.
23 Praxisberichte aus Unternehmen bzw. Organisationen wie Bayer 04 Leverkusen, Deutsche Bahn, Deutsche Lufthansa, Infineon Technologies, Metro Systems, Telefónica Germany, Visa Europe und Vodafone Deutschland bringen den Teilnehmern Erfahrungen mit NCF-Lösungen nahe. Die Düsseldorfer NFC-Konferenz bietet weiterhin die Möglichkeit, sich vor Ort über erprobte Ticketing- und Payment-Modelle zu informieren. Zur Wahl für diesen Lokaltermin stehen die BayArena des Erstligisten Bayer 04 Leverkusen oder der Future Store der Metro Group. Die Teilnahme an der von Euroforum ausgerichteten Konferenz kostet knapp 1.295 Euro zzgl. MwSt.
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Event: Mobile Commerce Summit 2012
An nur einem Tag zum Mobile Commerce-Profi will der Mobile Commerce Summit ausbilden, der am 28.08.2012 in Wiesbaden stattfindet. Der Veanstalter Conference Group (u.a. “Apps Summit”, “Mobile Summit”) nennt ff. Schwerpunkte:
- Wie Mobile Commerce den E-Commerce stimuliert
- Wie lassen sich erste Umsätze erzielen?
- Die erfolgreichsten Mobile-Händler in Europa und weltweit
- Was sind die Strategien der Key Player?
- Mobile als Umsatztreiber für den stationären Handel – Was ist am POS alles möglich?
- Mobile Couponing and Mobile Payment.
Entsprechenden Profi-Input sollen Referenten von u.a. Baur, Burda, Demandware, eBay, nurago, Payback, SapientNitro (Saturn), Uniwire oder YOC vermitteln. Die Teilnahme kostet 1.190 Euro (zzgl. 19 % MwSt.) .
Event: Mobile Gipfel 2012,
Der vom Managementforum veranstaltete “Mobile Gipfel 2012″ findet vom 26. bis 27. Juni 2012 im Radisson Blu Scandinavia Hotel in Düsseldorf statt. Er will u.a. folgende Themen und Buzzwords besetzen: Smartphone und Tablet Apps, Augmented Reality, Multi-Device-Strategien, Mobile Couponing, Targeting, Gamification, Mobile Ads, M-Payment, QR Codes, Mocial u.v.m. Die Teilnahmegebühr beträgt 1.290 Euro zzgl. 19% MwSt. Es wurden Vortragende von u.a. folgenden Unternehmen und Organsiationen rekrutiert: Google, Gruner+Jahr, metaio, mStore (Charlotte Erdmann), Otto, Sellaraound, Nielsen, XING.
M-Payment zahlt sich 2012 schon aus
Laut einer aktuellen Prognose des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird der weltweite Wert der Transaktionen im Mobile Payment im Jahr 2012 mehr als 171,5 Milliarden US-Dollar betragen. Das entspricht einem Anstieg von 61,9 Prozent im Vergleich zum Wert des Vorjahres 2011 mit noch 105,9 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Nutzer von Mobile Payment prognostiziert Gartner im Jahr 2012 auf 212,2 Millionen, im Vergleich dazu waren es 2011 noch 160,5 Millionen. Für das Jahr 2016 prophezeien die Analysten einen 617 Mrd. Euro schweren Markt mit 448 Millionen Anwendern/Teilnehmern.
Payment via SMS soll in Entwicklungsmärkten die dominierende Technologie bleiben, während Mobiles Internet/WAP in Nordamerika und den USA schon jetzt überwiege. Im Jahr 2016 sollen laut Gartner rund 88 Prozent der Transationen in den USA und ca. 80 Prozent in Westeuropa via Web/WAP geschehen. Bezahlvorgänge via Near-Field Communication (NFC) sollen bis 2015 noch wenig in Erscheinung treten, ab 2016 dann aber zu einer M-Payment-Größe werden. Gartner begründet dies weniger mit der Hardware-Entwicklung als vielmehr damit, dass sich auch Banken, Carrier, Kreditkartengesellschaften und vor allem der Handel selbst auf NFC noch einstellen müsse.
Mehr Informationen im Gartner Report “Forecast: Mobile Payment, Worldwide, 2009-2016″ der hier geordert werden kann.
Bricht NFC erst in 2-5 Jahren durch?
Sybase 365, ein Tochterunternehmen der zu SAP gehörenden Sybase, Inc. hat heute aktuelle Umfrageergebnisse zu den Wachstumserwartungen für den Mobile-Commerce-Markt vorgestellt. Schon zum zweiten Mal hat der M-Commerce-Anbieter zu Branchentrends wie beispielsweise der Near Field Communication (NFC) eine Befragung unter Experten aus aller Welt auf dem GSMA Mobile World Congress (MWC) in Barcelona durchgeführt.
Dabei trafen 81 Prozent der befragten Experten die Aussage, dass sich die NFC-Technologie frühestens in zwei bis fünf Jahren als effektiver Wachstumstreiber für den mobilen Zahlungsverkehr erweisen wird. Nicht einmal zehn Prozent gehen davon aus, dass sich NFC-basierte mobile Zahlungen bereits innerhalb der nächsten zwölf Monate als Mainstream etablieren werden. Weiter ging es in der Umfrage auch darum, wie die Experten den Einfluss einschätzen, den die Wahrnehmung der Verbraucher in puncto Sicherheit auf die Verbreitung und Annahme von Mobile Payment hat. 38 Prozent stuften dabei Befürchtungen hinsichtlich potenzieller Sicherheitsrisiken bei der Übertragung von persönlichen Daten während einer mobilen Transaktion als Haupthindernis für eine breit angelegte Akzeptanz des mobilen Zahlungsverkehrs ein.
Ebenso wichtig für die breite Akzeptanz mobiler Zahlungen ist jedoch die Abstimmung der wichtigsten mCommerce-Beteiligten und die Entwicklung von Standards für das mobile Zahlungswesen. Diese Ansicht teilen 38 Prozent der befragten Experten. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen der 2011 durchgeführten MWC-Umfrage, bei der Branchenstandards und Koordination von fast 50 Prozent der Befragten als zentrale Faktoren für den weltweiten Mobile-Payment-Durchbruch genannt wurden.
26 % der Umfrageteilnehmer sehen Mobilfunkbetreiber als Katalysatoren für die globale Akzeptanz, während 24 Prozent diese Aufgabe den Banken zuweisen und 19 Prozent der Ansicht sind, dass Firmen wie Amazon, PayPal und Groupon eine entscheidende Funktion übernehmen werden. Auch die NFC-Technologie wird laut Umfrage die Zukunft des mobilen Zahlungsverkehrs mit gestalten.