M-Shopping: They Never Come back

Crowdtesting via @TestHub TestHub (ehem. UI-Check) ist ein Berliner Anbieter von Crowd-Testing für Software einschließlich Apps. Im Mai 2013 wurde unter 437 Mitgliedern der Testcommunity eine Erhebung zum Thema “Mobile Commerce” durchgeführt. Die resultierende lesenswerte Studie behandelt Themen wie Nutzer- bzw. Kaufverhalten mit mobilen Endgeräten, Benutzerfreundlichkeit im M-Commerce und Mobile Payment-Systeme. Aus den Ergebnissen:

  • Das durchschnittliche monatlich ausgegebene Budget für digital getätigte Einkäufe beträgt bei den Befragten: 15 € via Smartphone vs. 77 € via PC.
  • 85% der Befragten nutzen ihr Smartphone zum Aufsuchen von Informationen zu sie interessierenden Produkten, 36 Prozent auch regelmäßig zum Abschluss des Kaufs.
  • 47% geben an, schon einmal unterwegs mit dem Smartphone eingekauft zu haben.
  • Allerdings sind Online Shops sind in vielen Fällen noch nicht optimal an die Anforderungen von Smartphones (geringere Bildschirmgröße, fehlende Tastatur etc.) angepasst.
  • Weitere Hinderungsgründe: Langsame Internetverbindung/Mobile Bandbreiten, Sicherheitsbedenken, Unübersichtlichkeit des Angebots, mangelnde Vergleichsmöglichkeit.
  • Diese Gründe können auch zum Abbruch des Bestellvorgangs führen. In diesem Fall kehren 60 Prozent nie zu diesem Mobile Shop zurück.
  • Nur ca. 1% der Befragten würden zu Hause das Smartphone zum Einkauf verwenden, wenn ein PC vorhanden ist.
  • Am häufigsten genannte Einkäufe: Amazon, eBay, Veranstaltungstickets (Konzert, Sport, Theater etc.) oder Essen.
  • Alle Befragten kennen PayPal, dennoch wird es nur von maximal der Hälfte zumindest zeitweise benutzt.

Download der 21-seitigen Ergebniszusammenfassung nach Registrierung

M-Banking erreicht gerade die Jüngeren

tns-infratest.comFür 76 Prozent der Smartphone- oder Tablet-PC-Besitzer in Deutschland, die älter als 14 Jahre sind, ist die Welt ohne das mobile Internet kaum noch vorstellbar. Auch in der Generation 50plus ist dies mit rund 70 Prozent Zustimmung unter allen Mobile Device-Nutzerndie vorherrschende Sichtweise.

Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Internet sind in der älteren Generation der über 50-Jährigen (64%) ausgeprägter als in der jungen Generation der 14- bis 29-Jährigen (44%). Dies sind zentrale Ergebnisse einer Studie von TNS Infratest für die im Rahmen der monatlichen und repräsentativen “Mobile Club“-Erhebung von März bis April 2013 insgesamt 641 Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer zu ihren Einstellungen rund um Online-Trends befragt wurden.

Knapp ein Drittel der deutschen Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer kann sich bereits heute mit dem Gedanken anfreunden, Finanzdienstleistungen mobil in Anspruch zu nehmen. Unter den 14- bis 19-Jährigen ist es sogar bereits jeder Zweite, der Mobile Banking cool findet. Für die Generation der 14- bis 19-Jährigen gehören der Umgang mit mobilen Endgeräten sowie die Nutzung sozialer Netzwerke bereits zum Alltag.

APPrechnung: Business Apps lohnen sich auch für Anwender

#ClickSoftwareVon wegen Daddelkram: 97 Prozent aller Smartphone-Besitzer in den USA, die darauf Apps einsetzen, sparen so nennenswert Zeit und letztlich auch signifikante Werte – mithin Geld. Die von Harris Interactive für die Spezialisten für Business Apps ClickSoftware durchgeführte Studie “Value Of Smartphones – As measured by price, time savings through app usage, and overall productivity” quantifiziert diese Effekte ausführlich. Aus den Ergebnissen:

  • Durch Nutzung ihrer Top-Apps sparen die Anwender laut eigener Einschätzung (!) bis zu 88 Minuten täglich im Vergleich zu einem angenommen Arbeitstag ohne App-Nutzung. Dies entspricht laut den Studienautoren 553 Stunden oder bis zu 22 freien Tagen im Jahr oder einem geldwerten Vorteil von 12.000 US-Dollar pro Jahr (11.777 Dollar – Basis der Berechnung ist das durchschnittliche US-Einkommen von 45.790 Dollar und der durchschnittiche Stundenlohn von 22 Dollar.
  • Die Autoren legen Wert auf die Feststellung, dass diese Formel nicht linear zu nutzen ist (noch mehr App-Nutzung ergibt mehr Ersparnis), sondern dass optimale App-Nutzung auf eine Balance hinausläuft.
  • Die Befraten hatten im Schnitt 174 Dollar für die Beschaffung ihres aktuellen Smartphones ausgegeben. 17 Prozent der Befragten hatten nichts für ihr aktuell genutztes Smartphone ausgebegen (Dienstwaffe, Geschenk).
  • E-Mail (50%), SMS/Messaging (42%), Social Networking (39%), Webbrowsing & Mobile Search (25%), Wetter (21%), Karten/Navigation/LBS (14%) und Kalender (10%) führen die Produktivitäts-Hitliste an. “Utilities” (Rechner, Timer, Notizen) kommen noch auf 8% (Mehrfachnennungen).
  • Interessant ist die Work-Life-Balance der Intention der jeweiligen App-Nutzung: Beispielsweise bei den E-Mail-Nutzern teilt sich dies so auf: 21% meist für den Job, 47% meist privat, 32% beides etwa gleich.
  • Auch bei der Zeitersparnis landen SMS und E-Mail-Client ganz vorne, auf Platz 3 folgen Mobile Suche/Browser-Nutzung.
  • Besonders spannend: Die Befragten fühlen sich in teilweise besonders hohem Maße produktiv, wenn sie die besagten Apps nutzen.
  • Trotz emsiger Nutzung haben viele der Befragten den Eindruck, das Potenzial der von ihnen installierten Apps und ihres Smartphones insgesamt noch lange nicht voll auszuschöpfen.

Die Erhebung fand Anfang April unter 2.120 über 18-jährigen Befragten statt, von denen erstaunlicherweise nur 971 ein Smartphone besaßen

Blogbeitrag zum Thema

kostenloser Download der 17seitigen Studienergebnisse – spannende, im Detail wohl zu hinterfragende Lektüre

Asien-Pazifik rockt den Handymarkt

Gartner.comLaut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner war für den weltweiten Anstieg der Verkaufszahlen von Mobiltelefonen im ersten Quartal 2013 allein die Region Asien-Pazifik verantwortlich. Insgesamt wurden in 1Q13 knapp 426 Millionen Mobilfunkgeräte an Endnutzer verkauft. Dies entspricht einem leichten Anstieg um 0,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012. Im ersten Quartal 2013 wurden weltweit 210 Millionen Smartphones verkauft, ein Anstieg um 42,9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012. Allein der asiatisch-pazifische Raum verbuchte ein Wachstum von 6,4 Prozent mit dem Verkauf von Mobilfunkgeräten in diesem Quartal im Vergleich zum Vorjahr, während beispielsweise in EMEA die Absätze im gleichen Zeitraum um 3,6 Prozent sanken.

Der Handy-Markt nach Herstellern
Gartner sieht Samsung mit 13 Prozent Wachstum im Vergleich zu 4Q12 und einem Marktanteil von jetzt 30,8 Prozent unangefochten auf Platz eins, gefolgt von Nokia, Apple (38,3 Mio. iPhones, davon 7 Mio. allein in China), LG und ZTE.

Bei den Smartphone-Betriebssystemen liegt BlackBerry OS laut der Gartner-Zählung auf Platz 3 nach Android und iOS und vor Windows, Bada und Symbian. Nach abweichenden Zahlen sieht IDC erstmals Windows Phone vor BlackBerry OS auf Rang 3.

Nach Smartphone-Herstellern und nicht nach OS sortiert sieht die Gartner-Reihung so aus: 1. Samsung, 2. Apple, 3. LG Electronics, 4. Huawei, 5. ZTE.

Mehr zur Thematik bietet der Report “Market Share Analysis: Mobile Phones, Worldwide, 1Q13″ der hier erworben werden kann.

Amazon in den Top 10 der Android-Geräte

Soeben erschien die Ausgabe zum ersten Quartal des Marktforschungsformats Mobile Mix der Spezialisten für mobile Werbung und Kampagnen bei Millennial Media (MM). Sie beschäftigt sich – mit Fokus auf Android – mit Top-Endgeräten, -Herstellern und -Betriebssystemen im Mobile Business. Aus den Ergebnissen:
#Android Spotlight Infographic

  • Täglich werden laut Googles Eric Schmidt 1,5 Millionen neue Android-Geräte aktiviert.
  • Nach Ad Impressions im MM-Werbenetzwerk hat Android bereits im Dezember 2010 iOS überholt. Im Vergleich zu 1Q12 stiegen die Impressions von Android-basierten Tablets in 1Q13 um 96 Prozent. Volle 26 Prozent dieser Impressions stammen von Amazons Kindle Fire.
  • 25 Prozent der iPad-Nutzer besitzen auch ein unter Android betriebenes Smartphone.
  • Im Google Play Store werden bereits über 700.000 Apps angeboten und es sieht so aus, als würde Google die Milliarden-Grenze vor Apple überspringen.
  • Nach Impressions ergeben sich folgende Hersteller-Top-10: Apple, Samsung, BlackBerry, HTC, LG, Motorola, Amazon, SonyEricsson, Nokia, Huawei. Die Top 3 der Geräte sehen so aus: iPhone, Samsung Galaxy S, BlackBerry Curve.

zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen Mobile Mix

Apple dominiert US-Smartphonemarkt

comScore LogoDie Mobil-Spezialisten von comScore haben in einer aktuellen Ausgabe ihrer MobiLens-Reports den derzeit knapp 137 Millionen Einheiten umfassenden Smartphonemarkt in den USA untersucht. Die Ergebnisse beruhen auf der Periode von Januar bis März 2013:

  • Apple ist der erfolgreichste Hersteller mit einem Marktanteil von 39 Prozent (+2,7 Prozentpunkte seit Dezember 2012).
  • Auf Rang 2 folgt Samsung: 21,7% MA (+0,7)
  • HTC behauptet mit 9% Platz 3 knapp vor Motorola (8,5%) und LG (6,8%).
  • Nach Betriebssystemen betrachtet, behauptet Android mit 52% (-1,4) den ersten Platz vor iOS (39%), BlackBerry OS (5,2%) und allen Mobil-Betriebssystemen von Microsoft.

mehr über MobiLens

Google Play vs Amazon Appstore

In ihrem jüngsten Report haben sich die Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo auf die beiden Großen im Android-Bereich konzentriert. Der Report “App Downloads: Amazon Appstore vs. Google Play” untersucht, wie sich Amazons Android-basierende Third Party-Plattform inzwischen gegen den Wettbewerb schlägt. Die Informationen zu Downloadzahlen entstammen Distimos AppIQ-Dienst und dem US-Markt (März 2013). Aus den Ergebnissen:

  • Das Original Google Play (ehemals Android Market) ist in etwa zehn mal so groß wie Amazons Gegenangebot und sein Anteil von Free Apps ist erheblich höher.
  • Auf der anderen Seite werden in Amazons Store knapp doppelt so viele Paid Apps erworben wie bei Google.
  • Die erfolgreichsten 200 Apps wurden im betrachteten Monat in den USA 16 Mio. mal heruntergeladen – dies entspricht einem Umsatz von 3 Mio. US-Dollar (nur einmalige Umsätze – kein in app purchase. Die erfolgreichste Kategorie war Games/Spiele, das Top-Spiel war Temple Run 2″.

Übrigens hat Amazon gerade mit den Amazon Coins eine virtuelle Währung für den Appstore eingeführt – u.a. zum Erwerb von Paid Apps.

zur Registrierung zwecks Download von Distimo-Veröffentlichungen

2012 doppelter App-Umsatz in Deutschland

bitkomDer Kernmarkt von Glanzkinder boomt weiter: Mit dem Kauf von Apps wurden 2012 in Deutschland 430 Millionen Euro umgesetzt, mehr als doppelt so viel wie 2011. Damals hatte der Umsatz 210 Millionen Euro betragen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance. “Apps sind zu einem echten Wirtschaftsfaktor geworden“, sagt Tobias Arns, App-Experte beim BITKOM. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 1,7 Milliarden Apps heruntergeladen. Das sind 80 Prozent mehr als 2011.

Getrieben wird der Markt vom Boom bei Smartphones und Tablet Computern zurück. 2013 werden in Deutschland voraussichtlich 28 Millionen Smartphones verkauft. Das ist ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zu 2012. Bei den Tablet Computern sieht es ähnlich aus: Für dieses Jahr wird mit einem Absatz von fünf Millionen Geräten gerechnet. 2012 waren es noch 4,4 Millionen. “Mit der zunehmenden Anzahl an Mobilgeräten steigt das Interesse an Apps, auch an kostenpflichtigen,” betont Arns.

Deutsche Smartphone User: Always On(line)

www.bvdw.org49 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer älter als 14 Jahre nutzen ihr mobiles Endgerät stets und überall. 58 Prozent der iPhone-Besitzer sind immer und allerorten online. 60 Prozent der Social Networker legen ihr Endgerät höchstens zum Schlafen aus der Hand. Für 67 Prozent der 20- bis 29-jährigen gilt ebenfalls die Devise “always on”. Dies sind zentrale Ergebnisse einer von TNS Infratest Infratest gemeinsam mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. durchgeführten Studie, für die 557 Smartphone-Besitzer zu ihren mobilen Aktivitäten befragt wurden.

Kontext für App-Gebrauch
Danach gefragt in welchen Situationen bzw. an welchen Orten das Smartphone als Internetzugang oder zur Nutzung von Apps genutzt wird, geben 92 Prozent das eigene Zuhause an. Als Beifahrer im Auto nutzen es 74 Prozent. Auch an Bahnhöfen oder Haltestellen kommen die smarten Wegbegleiter zu 70 Prozent zum Einsatz. Fehlen darf das Smartphone auch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln (65 Prozent) oder im Restaurant (65 Prozent). Beim Einkaufen kommen die digitalen Wegbegleiter zu 60 Prozent zum Einsatz und am Arbeitsplatz wird zu 61 Prozent gesurft oder eine App aufgerufen. In der Natur oder beim Spazierengehen wird zu 51 Prozent nicht auf den digitalen Zugang verzichtet. Bars oder Nachtclubs sind zu 32 Prozent die mobile Verbindung zur virtuellen Welt. Auch beim Sport wird das mobile Endgerät sogar noch von 27 Prozent genutzt. 16 Prozent geben sogar an, (für alle anderen: lästigerweise) selbst im Kino mobile Services zu nutzen.

“Mobile Endgeräte in Kommunikation und Vertrieb einzubeziehen, wird immer wichtiger. Multi-Kanal ist nicht mehr länger das Thema, sondern es geht um Multi-Digital. Wenn Unternehmen heute sicherstellen wollen, ihre Zielgruppen zuverlässig zu erreichen, geht kein Weg mehr an mobiler Ansprache vorbei, denn insbesondere die jüngere Generation ist im Prinzip always on”, betont Katja Rick, Associate Director bei TNS Infratest.

Apps: 2016 ist die Hälfte hybrid

Gartner.comLaut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden hybride Apps, die ein Gleichgewicht zwischen HTML5-basierten Web-Apps und ursprünglichen Apps halten, bis zum Jahr 2016 mehr als 50 Prozent der mobilen Apps ausmachen. Dafür sei u.a. der BYOD-Trend verantwortlich und der erhöhte Druck auf Unternehmen, mobile Business Apps bereitzustellen, um den mobilen Arbeitsstilen von Mitarbeitern gerecht zu werden.

“Die hybride Architektur ist dabei außerordentlich gut für Anwendungwearen geeignet, die Unternehmen ihren Mitarbeiter bereitstellen können,” ist Van Baker, Research VP bei Gartner überzeugt. Zwar bieten native Apps in den meisten Fällen noch das Optimum an Performance und User Experience, zu ihren Nachteilen im Unternehmenseinsatz zählen jedoch die durch sie bedingte fragmentierte Landschaft aus Entwicklungsumgebungen und Werkzeugen sowie (zu) viele zu pflegende App-Versionen für die Bereitstellung von meist ein und derselben Funktionalität.

Die versprochenen Offline-Fähigkeiten von HTML5 haben bei Web-Apps laut Gartner oft enttäuscht, daher stehen nun hybride Apps vielfach im Mittelpunkt des Interesses. Besonders, wenn es um business-to-employee (b2e)-Apps geht, aber durchaus nicht nur dann: Bekannte aktuelle Beispiele für Hybrid-Apps stammen beispielsweise von Facebook, LinkedIn, Microsofts Bing-App, Netflix oder auch XING (vgl. hierzu auch die besonders nützliche Einführung von Brightcove).

Wie funktioniert das eigentlich?
Hybrid Apps werden nicht in plattformspezifischen Sprachen wie Java oder Objective-C geschrieben. Es werden hierbei viel mehr HTML5-basierte Web-Apps mit einem nativen Container zu einer hybriden mobilen Architektur verbunden, wodurch diese in die jeweiligen Stores wie App Store oder Google Play eingestellt werden können. Der Container gestattet solchen Apps überdies vollständigen Zugang auf die Geräteperipherie wie Sensorik (Kamera, Mikrofon, Beschleunigungssensor, Kompass etc.) aber auch auf Dienste wie Telefonie oder Kontakte.

Warum überhaupt dieser Aufwand?
Weil “mobile” die Voraussetzung für und Grundanforderung an alles wird – sowohl im Consumer- wie im Enterprise-Bereich. Gartner prognostiziert, dass bereits gegen Ende des laufenden Jahres Mobitelefone PCs als Hauptzugriffsmittel auf das Internet abgelöst haben werden. Weiterhin soll bis Ende 2016 der PC-Markt nach Stückzahlen nur noch die Hälfte der kombinierten Absatzzahlen von Tablets und Smartphones ausmachen. “Spätestens dann ist das Zeitalter der durch Windows-PC dominierten Unternehmens-IT vorbei,” verdeutlicht Van Baker.

Gleichzeitig wird sich Zahl und Beschaffenheit der theoretisch zu unterstützenden Plattformen voraussichtlich weiter ausweiten und ausdifferenzieren: Set Top Boxen, Smart-TV Sets und andere connected devices sowie wearable devices (Brillen wie Google Glass, Uhren/SmartWatches) kommen vermehrt hinzu etc. Trotz aller Priorisierungsbestrebungen dürfte dieser Trend durchgängige native Unterstützung schwer bis unmöglich machen.

Während also im Unternehmensbereich hybride Apps das Rennen machen sollen, glaubt Gartner aber an den Durchbruch von beispielsweise rein HTML5-basierenden Web-Applikationen im Nicht-Unternehmensumfeld bis 2015. In zwei Jahren wird sich nach dieser Prognose das Feld wie folgt aufteilen:
Consumer Apps: 40% nativ, 40% hybrid, 20% Web
Business Apps: 10% nativ, 60% hybrid, 30% Web .

Hieraus leiten die Berater die Empfehlung für Firmen ab, Kompetenzen im Bereich hybrider App-Entwicklung aufzubauen bzw. ihre Dienstleister danach auszuwählen – aber auch die Web-(App-)Entwicklung weiterzuverfolgen. Mehr zur Thematik bietet der Report “Predicts 2013: Portal and Web Technologies” der hier erworben werden kann.

Glanzkinder, die Softwarespezialisten für mobile Applikationen, beobachtet heute bereits Ansätze der beschriebenen Trends bei seinen Kunden: Während es noch 2008 (natürlich) ein reines iOS-Business war, hatten die Anfragen und Beauftragungen zum Apple-Betriebssystem bis ca. Mitte 2012 überwogen. Nach kräftiger Zunahme des Interesses an Android in den vergangenen zwei Jahren lassen im laufenden Jahr Interessenten im Bereich Business Apps immer häufiger hybride Lösungen mit Ausprägungen für ein oder mehrere Plattformen anbieten.

M-Health als Hybrid App gelöstJüngstes Beispiel ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS), für den Glanzkinder eine App zum IGel-Monitor entwickelt hat. Die M-Health-Lösung verschafft schnellen Überblick über beim Arzt angebotene individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), indem ihr Nutzen und Schaden wissenschaftlich bewertet, gegeneinander abgewogen und in einer abschließenden Bewertung seitens des MDS zusammengefasst werden. Die Bewertung reicht dabei von negativ über tendenziell negativ, unklar, bis hin zu tendenziell positiv und positiv.

Darüber hinaus informiert die App über die Preisspanne von IGeL zu den alternativen Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angeboten werden. Alle Informationsangebote werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. IGeL-Leistungen werden auf der Grundlage der Evidenz-basierten Medizin (EbM) beurteilt. Das IGES (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung) hat noch Anfang 2013 attestiert, dass der “IGeL-Monitor des MDS das derzeit umfassendste und auch hinsichtlich der Bewertungskriterien beste Informationsangebot” zur verständlichen Darstellung von Nutzen, Risiken und Unsicherheiten ist.IGeL-Leistungen im Überblick

Die mobile Lösung wurde von Anfang an hybrid entwickelt. Bislang wurden auf dieser Grundlage Free Apps für Android und iOS/iPhone im Bereich Gesundheit u. Fitness veröffentlicht. Die technologische Basis bilden in diesem Fall PhoneGap und das jQuery Mobile Framework. Für iOS und Android kann zu 95 Prozent die identische Code-Basis verwendet werden, Anpassungen wurden nur für die Retina-Unterstützung erforderlich.

Bei allen offensichtlichen Vorteilen dieser synergetischen Programmierweise tauchten zunächst auch kleinere Nachteile auf: Da im Vergleich zu nativen Apps eine Schicht mehr verarbeitet wird, war bei “touch-events”, also Eingaben über den Touchscreen zunächst eine kleine Verzögerung zu beobachten. Doch auch dafür wurde inzwischen ein Workaround gefunden.

Glanzkinder hat auf die oben dargestellte Marktsituation reagiert und inzwischen ein eigenes “Hybrid-Labor” eingerichtet.
Die Computerwoche zur Zukunft mobiler Anwendungen

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