Flach verlangt flott: Tablet User wollen schnell surfen
Weltweit stellen Nutzer von Tablet-PCs hohe Anforderungen an die Performance von Websites: 70 Prozent erwarten, dass eine URL innerhalb von maximal zwei Sekunden größtenteils geladen ist. 40 Prozent hatten jedoch bereits Probleme, wenn sie Webseiten von ihrem Tablet-PC angesteuert haben. Rund ein Drittel tätigt Online-Einkäufe nicht auf Seiten, mit denen schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Langsame Ladezeiten sind mit 66 Prozent die am häufigsten genannte Schwierigkeit, gefolgt von Abstürzen (44 Prozent) und Problemen mit Website-Funktionen (42 Prozent) oder -Formaten (40 Prozent). Abhilfe können auf Tempo und für mobile optimierte Webseiten schaffen. Oder man setzt auf die Segnungen der App-Programmierung, wodurch ein Teil der ladeintensiven Inhalte schon beim App-Download installiert werden, was inkrementelle Aktualisierungen natürlich nicht ausschließt.

Dies sind zentrale Ergebnisse einer Erhebung zur Erwartungshaltung der Nutzer von Tablet-PCs hinsichtlich der Performance von Websites. Der Grund dieser recht hohen Erwartungshaltung der mobilen Surfer laut dem Beauftrager der Studie CompuWare: Die Nutzer sind durch jahrelange Erfahrungen mit leistungsstarken Desktop-PCs auf schnellen Internetseiten wie Amazon oder Google geprägt bzw. verwöhnt. Die Umfrage zeigt, dass Tablet-User mindestens genauso schnell online zugreifen möchten, wie am stationären PC am Arbeitsplatz oder am Laptop zu Hause.
Weitere Ergebnisse:
- 46 Prozent der Nutzer von Tablet-PCs, die schlechte Erfahrungen mit einer Website gemacht haben, wechseln auf die Website eines Konkurrenten (interessant wäre hier noch, wie sie diesen identifizieren, d. Red.).
- Bei 35 Prozent der Anwender ist es unwahrscheinlich, dass sie diese Website jemals wieder besuchen werden – auch nicht von einer anderen Plattform aus!
- 33 Prozent halten es für eher unwahrscheinlich, dass sie bei diesem Unternehmen in irgendeiner Form einen Einkauf tätigen. Denn fast die Hälfte aller Internetnutzer, die einen Tablet-PC verwenden, wiederholen den Vorgang auf einer Website nur ein- oder zweimal, wenn er nicht funktioniert.
Für die Studie “Engaging the Tablet User: What They Expect From Websites” befragte das Marktforschungsunternehmen Equation Research Anfang des Jahres weltweit über 2.000 Tablet-PC-Nutzer, davon 200 allein aus Deutschland. Unter der Marke Gomez betreibt Compuware eine Plattform zur Performanceanalyse und Optimierung von mobilen und stationären Web-, Streaming- und Cloud-Anwendungen. Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse ist hier verfügbar.
News+Smartphones=Megakombi
Die Mobil-Spezialisten von comScore sind in einer aktuellen Ausgabe ihrer MobiLens-Analysen der mobilen Nutzung von Nachrichten-Angeboten in den fünf führenden europäischen Märkten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) nachgegangen. Die Studie zeigt, dass fast 37 Prozent der Smartphone-Besitzer in diesen fünf Ländern im Januar 2012 via App oder Browser Nachrichten-Angebote aufgerufen haben. Das entspricht einer Steigerung von 74 Prozent gegenüber Januar 2011. Die Zahl der Personen innerhalb der EU5-Region, die fast täglich per Smartphone Nachrichten-Angebote aufrufen, ist mit 82 Prozent sogar noch stärker gestiegen. Dabei weist Großbritannien mit 46,8 Prozent die größte Reichweite von Nachrichten-Inhalten über das Smartphone auf. Mit einem Zuwachs von 127 Prozent bei “mindesten einmal im Monat” und einem Plus von 160 Prozent bei “fast täglich” weist das krisengebeutelte Spanien dabei die größten Steigerungsraten auf.
App Usage
comScores Mobile Benchmark für Januar 2012 gibt auch einen Überblick über das Nutzungsverhalten und die Geräte-Durchdringung in den fünf betrachteten Ländern. So haben 39,2% der EU5-Nutzer Apps verwendet (34,7% in Deutschland), 39,2% nutzten mobile Browser (32,2%), 28,1% haben Spiele gespielt (25,9%), 26,4% besuchten Social Networks oder Blogs (19,9%).
TV schaut gegen Mobile in die Röhre
Eine Untersuchung von Mobile-Ads-Spezialist InMobi analysiert die Mobile Mediennutzung Q4/11 und ihre Auswirkungen auf das Konsumverhalten von Nutzern – insbesondere via M-Commerce. Die ausgewerteten Daten stammen aus InMobis Ad Network sowie (online/mobil durchgeführten) Befragungen unter 20.000 Konsumenten aus 18 Nationen bzw. Märkten. Aus den Ergebnissen:
- Mobile zieht am Fernsehen vorbei, was die eingesetze Zeit angeht: Nutzer des mobilen Internet wenden 27 Prozent ihrer mit Mediennutzung verbrachten Zeit auf “Mobile” und nur noch 22 Prozent aufs Pantoffelkino.
- Als Hauptvorteil von Mobile werden Verfügbarkeit, Bedienungskomfort und Datenschutz (!) angegeben.
- Die drei populärsten Mobile-Aktivitäten sind die Nutzung von Soziale Netzwerken bzw. Medien, Entertainment (Spiele) und Search (mobile Suche).
- 76 Prozent der Befragten planen M-Commerce-Aktivitäten (mobile Einkäufe) im kommenden Jahr (d.h. 2012).
- 42 Prozent gaben an, dass sie durch Mobile Werbung “etwas Neues” kennengelernt haben.
- 66 Prozent der Nutzer des mobilen Internet stehen mobiler Werbung genau so gegenüber wie sonstiger Online- oder TV-Reklame.
- 23 Prozent glauben, dass Mobile-Anzeigen Zeit und Geld sparen (wem?
). - 14 Prozent der Antwortenden signalisierten, dass Mobile Ads sie dazu bewegt haben, auch etwas über den mobilen Kanal zu kaufen (M-Commerce, M-Purchase).
MobiLens: 41% d. Über 100 Mio. US-Smartphone-Nutzer
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von November bis Dezember 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen wie schon länger gewohnt Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 25,4 Prozent an der Spitze, gefolgt von LG (19,7%), Motorola (weiter schrumpfend, 13,2%), Apple (12,8%) und schließlich RIM (6,6%).
Android fehlt nicht mehr viel zu 50% Marktanteil
Beim jetzt über 101 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones (+13 Prozent seit Oktober!) liegt weiterhin Android mit bis Oktober nochmals kräftig auf jetzt 48,6 Prozent (+1,2 Prozentpunkte) geklettertem Marktanteil vor iOS (29,5%), BlackBerry OS (RIM; 15,2; -2 Prozentpunkte!). Für Microsoft und Windows Phone 7 bleiben nur um einen weiteren Prozentpunkt geschrumpfte 4,4% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,5%; -0,1 Prozentpunkte).
Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Oktober 74,6% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 48,5%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 48,6% (+4,8 Prozentpunkte!). Mocial: Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 35,7 Prozent über ihr Smartphone (+3,4 Prozentpunkte). Games gezockt haben 31,8% der US-Smartphone-Nutzer.
2016 15% d. Deutschen m. Tablet?
Tablet PCs im Allgemeinen und Apples iPad im Besonderen haben sich fest auf dem deutschen Computermarkt etabliert. In den kommenden fünf Jahren dürften in Deutschland annähernd 20 Millionen Tablets verkauft werden, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers PWC prognostiziert. Im Jahre 2016 werden nach ihrer Prognose bereits zwischen 10 und 15 Prozent aller deutschen Konsumenten zu aktiven Tablet-Nutzern zählen, im Jahr 2011 waren es bereits zwischen drei und vier Prozent.
Besonders ausgeprägt ist das Interesse am iPad und verwandten Geräten bei den internetaffinen Konsumenten. Wie aus einer PWC-Befragung unter 1.000 Online-Nutzern im Januar 2012 hervor geht, haben derzeit nur 36 Prozent der Verbraucher derzeit gar kein Interesse am Erwerb eines Tablet-PCs. Ein Fünftel der Befragten würde ein Tablet kaufen, wenn es beim Anschaffungspreis günstiger wäre. Da die Gesamtzahl der verkauften Computer in Deutschland laut PWC-Schätzung in den kommenden fünf Jahren annähernd konstant bleibt, würde das prognostizierte Wachstum bei den Tablets zulasten anderer Computer-Arten gehen, insbesondere der Netbooks. Im Jahr 2016 könnte hiernach jeder dritte verkaufte PC ein Tablet sein, 2011 lag der Marktanteil erst bei rund 15 Prozent.
40 Prozent der Befragten haben bereits heute auch im Beruf mit dem Tablet zu tun – vgl. der Trend zu Bring Your Own Device (BYOD).
zur PWC-Pressemitteilung
Marktforschungen, die Ipsos für Kabel Deutschland durchgeführt hat, liefern abweichende Ergebnisse. Hiernach sind Tablet-Computer für viele Deutsche eher doch kein Ersatz für den PC: Nur 15 Prozent der hier Befragten würden einen herkömmlichen Rechner durch ein iPad oder anderes Tablet ersetzen. Das Marktforschungsinstitut hatte Anfang Februar 1.000 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt.
Die typischen Einsatzszenarien der Tablets unterscheiden sich dieser Erhebung zufolge nicht wesentlich vom Personal Computer: Vier von zehn Befragten (39 Prozent) sehen im Tablet-Computer ein Gerät, das sich zum Surfen im Internet und zum Kommunizieren über Instant-Messaging-Dienste wie Skype, Soziale Netzwerke wie Facebook oder per E-Mail eignet.
Mobiles Internet = Kernfunktionalität
Die mobile Internetnutzung erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Aktuell greifen bereits 26,5 Prozent der Bevölkerung von unterwegs auf das Internet zu. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären als es aktuell der Fall ist. Hier besteht noch großes Potenzial, denn 43,4 Prozent der Befragten können sich bereits heute vorstellen, das Internet ausschließlich über einen mobilen Zugang zu nutzen. Rein wirtschaftlich wäre dies sogar heute schon darstellbar, denn derzeit sind die Befragten bereit, durchschnittlich 22,30 Euro im Monat für ihren mobilen Internetanschluss zu bezahlen. Dies sind zentrale Ergebnisse der veröffentlichten Studie “Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?” der Initiative D21, für die TNS Infratest1.005 Telefoninterviews durchführte.
Smartphones und Tablet-Computer als Treiber der Entwicklung
Die Entwicklung hin zur mobilen Internetnutzung wird hauptsächlich durch die immer größere Verbreitung der neuesten mobilen Gerätegeneration begünstigt. Mittlerweile besitzen knapp 24 Prozent der Bevölkerung bereits ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer, obwohl diese erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt sind (Hallo?!? Und unser immer noch im Hause Glanzkinder befindliches 2007er iPhone 2G war ein Prototyp aus Cupertino oder stammte vom Raumschiff Enterprise?
). Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn in den nächsten zwölf Monaten wird sich die Zahl der Tablet-Besitzer voraussichtlich verdoppeln (4,4 Prozent planen eine Anschaffung).![]()
Wer bereits ein entsprechendes mobiles Gerät besitzt, der setzt es auch häufiger zur Internetnutzung ein. Über 57 Prozent der Befragten verbringen dadurch mehr Zeit online als zuvor. Gleichzeitig nutzen Besitzer mobiler Endgeräte bereits alle gängigen Anwendungen mobil, greifen dabei aber auf weniger datenintensive Apps zurück. Dazu gehören insbesondere E-Mails bearbeiten, Internetrecherche oder Nachrichten lesen.
Deutliche Unterschiede zwischen “digital wenig Erreichten” und “digital Souveränen”
Dies belegen auch die Ergebnisse der Studie, wenn auf die Unterschiede zwischen den “digital wenig Erreichten” und denjenigen eingegangen wird, die bereits souverän und sicher mit den digitalen Medien umgehen. Als solche “digital Souveräne” können laut der Studie Digitale Gesellschaft 2011 der Initiative D21 erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland aktuell stagniert, knüpft die vorliegende Studie an diese Ergebnisse an und zeigt auf, wie sich mobile Internetnutzung hier auswirkt. Wenig überraschend ist, dass die Souveränen das mobile Internet deutlich häufiger nutzen als die wenig Erreichten (47 Prozent zu 14 Prozent). Doch auch bei den weniger Erreichten hat der Besitz eines mobilen Endgerätes Effekte auf die mobile Internetnutzung: Jeder Zweite in dieser Gruppe, der ein Notebook, Smartphone oder einen Tablet-Computer sein Eigen nennt, ist häufiger online als zuvor. Überraschend ist der Betrag, den die Digital wenig Erreichten für einen solchen mobilen Internetzugang bereit sind, durchschnittlich zu bezahlen: 23,70 Euro wäre den aktiven und potenziellen Nutzern dieser Gruppe dies monatlich wert. Das legt den Schluss nahe, dass bei entsprechenden Angeboten diese Gruppe sehr wohl näher an die souveränen Nutzer herangeführt werden kann. Die Souveränen möchten hingegen 21,40 Euro monatlich für ihren mobilen Internetanschluss bezahlen.
Fast 1 Mrd. App-Downloads in Deutschland
Allein die deutschen Smartphone-Nutzer haben vergangenes Jahr rund 962 Millionen Apps auf ihre Mobiltelefone geladen. Der Zuwachs entspricht 249 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 386 Millionen Apps herunter geladen wurden. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance-com. Der Umsatz mit mobilen Apps hat im vergangenen Jahr in Deutschland 210 Millionen Euro erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 123 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (94 Millionen Euro Umsatz). Darin enthalten sind Umsätze mit App-Verkäufen und Werbeeinnahmen, die innerhalb der Apps erzielt werden (Freemium-Konzepte, In-App-Purchase).

Mit 88 Prozent ist der überwiegende Teil der Apps kostenlos verfügbar, zwölf Prozent sind kostenpflichtig. Aktuell sind nach BITKOM-Berechnungen weltweit rund 1 Million Apps für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme verfügbar. Treiber der Entwicklung ist die stark zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet Computern. Nach den Prognosen des BITKOM steigen die Smartphone-Verkäufe in Deutschland im Jahr 2012 um 35 Prozent auf 16 Millionen Stück. Der Absatz von Tablet Computern legt um 29 Prozent auf 2,7 Millionen Stück zu.
Neuer Rekord bei Mobilfunkanschlüssen in Deutschland
Dem Wachstum bei App-Programmierung und Endgeräteabsatz korrespondierend wächst auch die Zahl der Mobilfunkverträge kontinuierlich. Gegen Ende 2011 waren in Deutschland laut BITKOM erstmals mehr als 112 Millionen Mobilfunkanschlüsse geschaltet – ein neuer Rekord. Im statistischen Mittel liegt die Verbreitung von Mobilfunkanschlüssen damit bei 137 Prozent. D.h., Mehr als jeder dritte Bundesbürger verfügt über zwei oder mehr Verträge bzw. SIM-Karten.
Der Verband glaubt, dass der Bedarf an Smartphones, Tablet-PCs und anderen mobilen Endgeräten mit Internet-Zugang (Connected Devices) “auch in Zukunft rasant wachsen” wird. 2011 wurden in Deutschland 2,1 Millionen Tablet-Computer verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Absatzplus von 162 Prozent. Die Geräte kosteten im Schnitt 534 Euro, was einem Preisrückgang um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Umsatz mit der Tablet-Harware stieg um 141 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.
Ebenfalls positiv bemerkbar mache sich, dass mobiles Breitband insbesondere in ländlichen Regionen den Internet-Anschluss per Festnetz ersetzt. Durch die neue Mobiltechnologie LTE werden Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde erzielt. Mehr als sieben Millionen Haushalte verfügen laut BITKOM bereits über Zugang zu LTE-Knoten.
OVK: Mobile Werbung legte in D zu
horizont.net berichtet: “Während die Mobile Facts der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AgOf) weiterhin auf sich warten lassen – ein sicherer Veröffentlichungstermin ist noch immer nicht kommuniziert worden – legt der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. nun erste Zahlen der Messung vom Oktober 2011 vor.
Demnach ist die Zahl der Unique Mobile User (UMU), also aller Nutzer ab 14 Jahren, die in den letzten 30 Tagen auf eine mobile Website oder App zugegriffen haben, seit 2010 deutlich angestiegen: 2011 surften bereits 16,95 Millionen Erwachsene mobil, während es 2010 noch 10,95 Millionen waren (plus 55 Prozent). Damit liegt die Reichweite mobiler Angebote bei 24,1 Prozent (2010: 15,5 Prozent). Soziodemografisch gesehen ist der Großteil der Nutzer männlich (60,2 Prozent), der Altersschwerpunkt liegt bei den 20- bis 29-Jährigen (28 Prozent), wobei auch in den Altersgruppen 14-19, 30-39 und 40-49 der Prozentsatz der UMUs über dem der Gesamtbevölkerung liegt. Zudem sind mobile Nutzer tendenziell besser gebildet als der Durchschnitt: 39 Prozent haben (Fach-)Abitur, in der Gesamtbevölkerung sind es nur 27,7 Prozent. Berufstätige (68,2 Prozent; Gesamtbevölkerung: 54 Prozent) und in Ausbildung befindliche Personen (22,5 Prozent; Gesamtbevölkerung: 11,8 Prozent) sind ebenfalls überdurchschnittlich stark vertreten.
Im AgOf Mobile Universum werden 61 mobile Websites und 75 Apps gemessen, die den Markt mit seinen großen Portalen und Medienmarken widerspiegeln sollen. Für die Mobile Facts, die ursprünglich mit ihrer zweiten Welle bereits zur dmexco 2011 erscheinen sollen, arbeitet die Sektion Mobile der Agof mit den entsprechenden Gremien des BVDW, der Unit Mobile Advertising im BVDW (MAC) und der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) zusammen. Grund für die Verzögerung der Veröffentlichung ist laut Arne Wolter, stellvertretender Vorsitzender des OVK, die unvorhergesehene Komplexität der App-Auswertung. Ausgewiesen werden Angebote von ausgewählten OVK-Vermarktern sowie sowie Anbietern wie YOC, O2 und Vodafone.”
BYOD ist bereits ein Massenphänomen
golem.de berichtet über eine interessante Accenture-Studie zum Bring Your Own Device-Phänomen (BYOD): “In Deutschland nutzen 67 Prozent bereits eigene Hardware am Arbeitsplatz. In Brasilien, Indien, Mexiko und China ist der Einsatz der privaten IT am Arbeitsplatz mit bis zu 93 Prozent der Befragten bereits sogar noch weiter fortgeschritten. Und Verbote und Richtlinien kümmern immer weniger. 67 Prozent der Beschäftigten in Deutschland verrichten berufliche Aufgaben zumindest gelegentlich mit eigenen Smartphones und Computern. Sie nutzen dabei zu 56 Prozent ihre eigenen PCs. 53 Prozent setzen ihr eigenes Notebook und 36 Prozent ihr eigenes Smartphone ein.
Das ergab eine Studie des IT-Beratungsunternehmens Accenture mit dem Titel “The Genie Is Out of the Bottle”. Sie basiert auf einer Befragung von 4.000 Angestellten von Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern, 250 davon in Deutschland. Befragt wurden auch Beschäftigte in Australien, Brasilien, China, Frankreich, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Norwegen, Schweden, Singapur, Spanien, Südkorea und in den USA.
19 Prozent der deutschen Befragten tauschen sich mit Kollegen und anderen beruflichen Kontakten per Instant Messaging aus. In anderen Ländern sind es 45 Prozent. Verglichen mit Beschäftigten in anderen Ländern sind deutsche Arbeitnehmer noch zurückhaltend beim Einsatz ihrer eigenen IT-Ausrüstung. Laut der Befragung arbeiten dort 72 Prozent auch von eigenen Geräten aus: 45 Prozent mit PCs, 36 Prozent mit Notebooks und 28 Prozent mit Smartphones.
58 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, “mit privaten Geräten und Software zu arbeiten, macht mehr Spaß”. 50 Prozent geben an, ihre eigenen Geräte und Programme seien moderner und technisch auf einem neueren Stand als die des Arbeitgebers. “Gerade junge Mitarbeiter erleben die Ausstattung am Arbeitsplatz oft so, als führen sie privat Ferrari, in der Firma dagegen Pferdekutsche”, sagte Johannes Michel von Accenture.
Für Unternehmen sei die private Technologie problematisch. Passiert ihr Einsatz ungesteuert, sei die Sicherheit von Daten und IT-Systemen in Gefahr. Wenn Unternehmen rigide Verbote aussprechen, drohe Motivationsverlust bei Mitarbeitern und Ansehensverlust auf dem Arbeitsmarkt. Für 19 Prozent der Befragten in Deutschland ist neueste Technik am Arbeitsplatz ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. In anderen Ländern sind es 33 Prozent.
Verbote würden auch keinen wirksamen Schutz vor der privaten IT bieten: 18 Prozent der Befragten geben an, sich über entsprechende Vorschriften hinwegzusetzen und mit der Ausrüstung zu arbeiten, die sie als sinnvoll für ihre Arbeit erachten. “Der Geist ist aus der Flasche und lässt sich weder mit Laisser-faire noch mit Gewalt wieder einfangen”, sagte Michel.
Manche Firmen gewähren Mitarbeitern ein Budget, mit dem sie ihre Ausstattung – im Rahmen einer Vorauswahl bzw. eines Warenkorbs – selbst anschaffen können. In Ländern wie Brasilien, Indien, Mexiko und China ist der Einsatz der privaten IT am Arbeitsplatz mit bis zu 93 Prozent der Befragten bereits sehr viel weiter fortgeschritten. Gleichzeitig kümmern sich in vielen Ländern höchstens 63 Prozent der Arbeitnehmer um entsprechende Richtlinien und Vorschriften (Policies).
Mobile erreicht Konsumenten länger als TV
ibusiness zitiert interessante Marktdaten von InMobi: “Laut den Ergebnissen der weltweiten Mobile Media Verbraucherumfrage aus Q411 von InMobi hat Mobile das Fernsehen in Bezug auf die Zeit überholt, die der Nutzer vor den Geräten verbringt: Demnach verbringen die Konsumenten 27 Prozent ihrer Zeit mit ihrem mobilen Endgerät, verglichen mit 22 Prozent vor dem TV. Außerdem haben über die Hälfte der mobilen Nutzer (53 Prozent) schon einmal etwas über ihr mobiles Endgerät gekauft und dreiviertel (76 Prozent) planen etwas in diesem Jahr zu kaufen.”