Umfragen: Den Nutzern aufs Tablet(t) geschaut
Das US-Medium Business Insider hat iPad-Nutzer online nach ihrem Nutzungsverhalten gefragt. Über 500 iPad-Nutzer haben geantwortet. Rund zwei Drittel der Befragten nutzen das iPad zwischen einer und fünf Stunden täglich, die meisten haben zwischen 20 und 50 Apps für das iPad heruntergeladen. Im Durchschnitt haben die befragten Nutzer für zehn Apps auf ihrem iPad auch bezahlt.
Die meisten iPad-Nutzer greifen aber nur auf unter zehn Apps regelmäßig zu. Viele Apps werden also geladen und danach kaum benutzt. 40 Prozent der Befragten haben angegeben, 20 bis 50 Apps geladen zu haben, knapp 17 Prozent haben sich mit über 50 Apps als Power-Nutzer geoutet. Bei den Tätigkeiten, die mit dem iPad ausgeführt werden, nimmt das Web-Browsing die Spitzenposition ein, gefolgt von Kommunikation via E-Mail, Twitter oder Facebook, danach folgen “andere Apps”, Videos und erst auf Rang fünf Spiele.
Viele der befragten Nutzer gaben an, dass sie primär das iPad zum Web-Surfen nutzen und erst an zweiter Stelle einen zusätzlich vorhandenen Laptop. Für knapp 30 Prozent der Nutzer hat das iPad den Laptop oder Desktop sogar als Primär-Computer verdrängt. Die durchschnittliche Nutzungsdauer des iPad nimmt bei den allermeisten Nutzern im Laufe der Zeit zu. 77,6 Prozent der Befragten gaben an, das iPad jetzt häufiger zu nutzen, als zu Beginn. Rund zwei Drittel befassen sich eine bis fünf Stunden pro Tag mit dem Gerät, knapp drei Prozent sind Power-Nutzer, die über acht Stunden täglich am iPad hängen (kein Wunder, dass da auch “erhöhte Produktivität am Arbeitsplatz” eines der Anliegen der Nutzer ist) und 15 Prozent nutzen es nur unter einer Stunde täglich.
Überaus beliebt auf dem iPad sind E-Books. 75 Prozent der Befragten gaben an, das iPad zum Bücherlesen zu nutzen. Die meisten E-Books auf dem iPad werden dabei aus Amazons Online Store geladen. Die meisten Nutzer konsumieren Nachrichten auf dem iPad über den Web-Browser (37 Prozent). Erst an zweiter Stelle (34,7 Prozent) folgen spezielle News Apps.
via Meedia.de
Krieg der Tablets – Infografik und Umfrageergebnisse
Der Tablet-Markt scheint sich zum umkämpfteste Technik-Schlachtfeld des nächsten Jahres zu entwickeln. Darum hat auch die Shopping-Webseite Gutschein-Codes.de zu diesem Teilmarkt des Mobile Business eine Erhebung gestartet – die nach eigenen Angaben bislang “größte Konsumenten-Umfrage” zum Thema. Die Ergebnisse sollen Einblicke in Apples Dominanz gewähren und Potenziale aufzeigen, wer Apples derzeitige Marktführerschaft angreifen könnte.
Aus den Ergebnissen:
- Dell und RIM genießen des größte Konsumtenvertrauen nach Apple;
- Für 117 Euro Ersparnis würde über ein Drittel des Marktes Apple den Rücken zukehren;
- Jede Altersgruppe gab an, das Gerät hauptsächlich für den sofortigen Internetzugang gebrauchen zu wollen, was nahelegt, dass eine clevere Zusammenarbeit mit den Netzwerken einen marktentscheidenen Vorteil liefern kann;
- Ältere Befragte bezeugten das größte Interesse am Kauf eines Tablet-Computers;
- Frauen sehen vor allem den Preis, während Männer mit höherer Wahrscheinlichkeit den Umfang und die Qualität der Ausstattung als kaufentscheidend betrachten.

Tablet Wars und Tablet-Nutzung | Quelle: Gutschein-Codes.de
Die Umfrageergebnisse basieren auf einer Befragung von 3.000 Menschen überwiegend in Großbritannien (daher sind die Ergebnisse für Deutschland nicht repräsentativ) und wurden zwischen dem 15. und 18. Oktober von dem Umfrageinstitut OnePoll durchgeführt.
Die folgende Grafik stellt recht übersichtlich dar, einer Tabelle, wie die neueste Generation von Tablets gegen Apples Ipad aufgestellt ist – darunter das Android-basierende Samsung Galaxy oder das Playbook mit BlackBerry OS von RIM. Hier fehlen allerdings noch die Tablets von Hersteller Acer, der unlängst ankündigte, kurzfristig nach der Marktführerschaft greifen zu wollen.

Tablet Wars - Produktvergleich | Quelle: Gutschein-Codes.de
APD ddp übernimmt Airmotion
Die Nachrichtenagenturgruppe DAPD ddp übernimmt die Mehrheit am Münchner Mobil-Spezialisten Airmotion GmbH News und Entertainment, wie u.a. meedia.de berichtet. Laut Unternehmensangaben bündelt Airmotion “Inhalte, Technik und Portalbetreuung für Web, mobiles Internet und weitere digitale Medien wie Digital Signage, Teletext, Ticker- und Infodienste sowie mobile Apps.” Neben dem Firmensitz in München gibt es eine Niederlassung in Köln. Zu den Airmotion-Kunden gehören unter anderem Vodafone, Deutsche Telekom, Pro7 und United Internet.
Die Airmotion-Gründer Alexander Bestle, Florian Petrich und Manfred Söntgen, bleiben bei ihrem Start-up und führen die Agentur weiterhin als Geschäftsführer. Über den Kaufpreis und die künftige Verteilung der Anteile wurde Stillschweigen vereinbart.
“Die Beteiligung an Airmotion ist eine strategische Erweiterung unserer Agenturgruppe: Mit innovativer Technik und exzellentem Know How werden wir unsere multimedialen Nachrichten-Inhalten künftig direkt auf Handy, Blackberry und iPhone bringen – genau dahin, wo die mobile Generation sie lesen will”, kommentierte DAPD ddp-Vorstand Martin Vorderwülbecke.
via meedia.de
iPhone wird weltweit Smartphone Nr. 1?
Dirk Manthey ist Herausgeber von Meedia (auch als App verfügbar). Er hat die Verlagsgruppe Milchstraße (“TV Spielfilm”, “MAX”, “Fit for Fun”) gegründet und lebt heute in Kalifornien. Im Folgenden Auszüge aus seinen “Medientrends für 2010″:
1. Paid Content wird viele Enttäuschungen bringen.
[...]
3. Der ganz große Trend heißt Mobiles Internet
In den USA geht man davon aus, dass in wenigen Jahren mehr Leute “mobile” ins Internet gehen als über ein Standgerät. “Ramping Faster than Desktop Internet, the Mobile Internet Will Be Bigger than Most Think” lautet die Zusammenfassung eines aktuellen Reports von Morgan Stanley. Dieser Trend wird vor allem von US-Companies wie Apple, Google und Amazon vorangetrieben. [...] Auch Handywerbung wird immer interessanter werden. Der Vorteil: hier kann man seine Zielgruppen (vor allem Jugendliche) punktgenau erreichen. Das funktioniert aber nur mit Einwilligung des Empfängers, die man sich vorher mit finanziellen Vorteilen erkaufen muss. Die Aussichten dafür sind rosig: In wenigen Jahren soll “mobile advertising” in den USA ein Zehn-Milliarden-Dollar-Markt werden.
4. Das iPhone wird weltweit Smartphone Nr. 1 – trotz Google
Das iPhone hat in den USA mittlerweile einen Anteil von über 30 Prozent am Markt der Smartphones, nur der BlackBerry liegt mit 40 Prozent noch besser. Aber alles spricht dafür, dass Apple im nächsten Jahr die Nr. 1 wird. Vor allem die vielen Apps geben dem iPhone einen enormen Wettbewerbsvorteil. Wenn Apple 2010 dann in den USA seinen Exklusivvertrag mit AT&T kündigt und zusätzlich über Verizon vertreibt, wie man es ähnlich bereits in Frankreich und England gemacht hat, dann wartet allein in den Staaten ein neuer Markt von 85 Mio. Kunden auf das iPhone.
Der Verlierer im Kampf dieser Giganten steht heute schon fest: es ist Nokia, mit 37 Prozent Marktanteil noch der führende Handy-Hersteller der Welt. Aber die Betonung liegt auf “noch”. Gegen Apple und Google dürfte Nokia chancenlos sein. In den USA heißen die Nokia-Handys inzwischen “Dumb-Phones”. Und die Nokia-Flagship Stores in New York und Chicago werden gerade geschlossen…
Alle zehn Trends im Zusammenhang lesen.
B.Z. App: Springer goes Paid Content
Wie vom Springer-Chef Mathias Döpfner mehrfach angekündigt, beginnt der Medienkonzern mit der Kommerzialisierung von redaktionellen Inhalten auf der Plattform iPhone App. Den Start macht das Berliner Boulevardblatt “B.Z.”. Das Mobilangebot macht alle News, Berichte und Fotogalerien von Berlins größter Zeitung jederzeit und überall abrufbar.
Als Highlight sieht die ausführende B.Z. Ullstein GmbH die “Floating Navigation”, mit der Nutzer in das pulsierende Leben der Hauptstadt eintauchen können. So können sie durch einzelne Bezirke navigieren und rund um die Uhr lokale News abrufen. Durch exakte Geo-Positionierung wird (nach erfragter Erlaubnis) der Aufenthaltsort des Users detailliert bestimmt und die Inhalte mit den attraktivsten Fotomotiven der aktuellen Umgebung begleitet – schöne Idee.
Als “Einstiegsangebot” wird die B.Z. App noch bis Ende des Jahres zum Preis von 79 Cent vermarktet. Im Frühjahr 2010 erfolgt die Umstellung auf ein Abo-Modell. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Akzeptanz dann entwickelt, derzeit findet sich die App auf Platz 1 der deutschen iTunes Charts (Rubrik Nachrichten/Meistgekauft).
In diese Paid Content-Strategie passt auch das kostenpflichtige e-Mag, das die “Welt am Sonntag” ab dem 22. November online vermarkten will. Es soll laut Meedia.de fortan monatlich erscheinen und pro Ausgabe 1,50 Euro kosten. Auf Flash basierend soll es neben Texten und Bildern auch Töne, Animationen sowie Videos umfassen. Geplant seien jeweils ein Inhalt aus den Ressorts Politik, Ausland, Sport, Wirtschaft, Finanzen, Panorama, Motor, Kultur, Wissen, Reise und Stil.
Auch die renommierte – und freilich nicht zu Springer gehörende – Süddeutsche Zeitung hat eine App angekündigt: Ab ca. Mitte des Monats soll eine kostenlose App das Interesse wecken und eine “Gold”-Variante für 1,59 Euro (monatlich?) ein höheres Servicelevel bieten.
UDATE 06.11.:
Auf Nachfrage des Medienmagazins DWDL.de bestätigte ein Springer-Sprecher am Donnerstagnachmittag, dass sich mit Erscheinen der neuen Bezahl-Applikation die regulären Internet-Angebote von “Bild” und “Welt” mit dem iPhone nicht mehr ansteuern lassen werden. Für andere Smartphones, zum Beispiel der Hersteller Nokia und Blackberry, gelte diese Beschränkung nicht, so lange es noch keine entsprechende Anwendung gebe. Eine Diskriminierung von Apple-Nutzern, die die Inhalte von “bild.de” und “welt.de” künftig kostenlos nur noch per Laptop oder über einen stationären Rechner lesen können, sieht man darin nicht.
iTunes-Link zur B.Z.-App