Entwickler: Android bald beliebter als iOS?
Big Screen zitiert Umfrageergebnisse von Ovum: “Googles Mobilbetriebssystem Android wird im Laufe dieses Jahres zur bevorzugten Plattform für App-Entwickler und am bisher dominierenden Konkurrenten iOS vorbeiziehen. Davon geht das britische Marktforschungsunternehmen Ovum aufgrund einer Entwicklerumfrage zur Programmierung von mobilen Apps aus. Das werde aber nicht bedeuten, dass die Entwickler Apples iOS den Rücken kehren werden, führt Ovum weiter aus. Die Marktforscher erwarten, dass nahezu alle Entwickler zukünftig beide Plattformen bedienen werden (wie Glanzkinder dies seit Jahren tut, d. Red.).
iOS gelte aber nach wie vor als lohnenswertere Lösung für Entwickler, um Geld zu verdienen. So erschienen Apps in der Regel zunächst für iOS und erst dann für andere Plattformen. Allerdings würden auch Entwickler, die sich bisher auf das iPhone konzentrierten und Android wegen der geringeren Einnahmemöglichkeiten außer Acht ließen, künftig nicht mehr am steigenden Marktanteil der Google-Plattform vorbeikommen, erläutert Ovum.
Insgesamt haben Android und iOS im Smartphone-Markt eine deutliche Vorrangstellung gegenüber anderen Plattformen. Laut der Umfrage zeigen App-Entwickler aber zunehmend auch Interesse an Windows Phone und BlackBerry OS. Sowohl Microsoft wie auch Research in Motion (RIM) bemühen sich bereits seit längerem, App-Entwickler für ihre Plattformen zu gewinnen. Die Anstrengungen tragen offenbar die ersten Früchte. Nun müssten die Unternehmen aber auch noch Kunden überzeugen, so Ovum.
Die Umfrage der Marktforscher ergab außerdem erstaunlicherweise, Entwickler würden zunehmend auf Cross-Platform-Entwicklungsumgebungen und -Tools verzichten. So spielten etwa Java, WAP oder Flash (kein Wunder, nach dessen Abkündigung seitens Hersteller Adobe, d. Red.) eine immer kleinere Rolle. Stattdessen gehe der Trend nun zu webbasierten Standards wie etwa HTML5.”
zur Ovum-Pressemitteilung
Event: OOP, 23.-27.01.12
“Mobile” gehört zu den Kernthemen der diesjährigen OOP, die vom 23.-27.01.2012 im International Congress Center München (ICM) stattfindet. Opitz Consulting besetzt beispielsweise mit einem Vortrag das Thema “Mobile Lösungen & BPM“.Weitere Schwerpunktthemen der vom Fachverlag Sigs Datacom (BIspektrum, JAVAspektrum, OBJEKTspektrum) veranstalteten Konferenz: Embedded Development, Domain Specific Language (DSL), Model-driven Design / Architectures (MDD), Open Source, People & Soft Skills, Requirements Engineering, “Hardcore Software Architecture”, “Modern Web & Cloud Architecture”, aber auch Methodiken der agilen Softwareentwicklung wie Scrum.
Zu den 70 Ausstellern der begleitenden Fachmesse gehören u. a. Adobe Systems, IBM, Intel, Microsoft oder Oracle. Zielgruppe des Events sind primär Software-Architekten oder IT-Projektleiter auf Systemhaus- oder auch auf Seite des auftraggebenden Unternehmens.
CES-Events 2012
Andere interessante Termine und Themen auf der CES sind voraussichtlich:
- Steve Ballmers Keynote, am heutigen 9. Januar, 18:30 Uhr Ortszeit (Pacific Standard Time, Abweichung zu unserer Zeit neu Stunden).
- Weitere Keynotes kommen von u.a. Dr. Dieter Zetsche (sic, Daimler AG), Paul Otellini (Intel) oder Hans Vestberg (Ericsson).
- Sehenswert vermutlich auch wieder die alljährlichen Wettbewerbe Last Gadget Standing und Mobile Apps Showdown.
- Aaron Rubensons Vortrag, 13.01., 9 Uhr Ortszeit, The Venetian Meeting Rooms, Veronese 2404. Rubenson ist verantwortlich für den Amazon Appstore for Android und wird u.a. über die Zulassung von Apps für den Kindle Fire sprechen.
Das Mobil-Jahr im Rückblick
Der jüngste Report der Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo versucht einen Rückblick auf das Mobile-Jahr 2011. Wie immer geht es darum, wie sich die Stores entwickelt haben (Umsätze, Downloads), welche Apps die erfolgreichsten waren etc. Die Daten stammen aus dem Zeitraum Januar bis November 2011 und dem US-Markt. Auszüge aus der Rückschau:
- Sowohl der Apple App Store für das iPhone wie auch der für das iPad liegen noch vor dem Android Market – wenn man den Umsatz der 200 kommerziell erfolgreichsten Apps betrachtet. In Summe generiert der App Store/iPhone noch den vierfachen Umsatz des Android Market.
- 2011 haben sich in app purchase und das “Freemium”-Geschäftsmodell (Free App + kostenpflichtige Zusätze) als erfolgreichste Strategien zur Absatzgenerierung via App erwiesen. Die Hälfte der 200 umsatzstärksten Apps im App Store/iPhone funktionieren nach dem Freemium-Modell. Im Android Market sind es sogar 65 Prozent.
- Die Anzahl der verfügbaren Apps hat sich in 2011 in fast allen App Stores verdoppelt. Das relativ größte Wachstum (auf niedrigstem Niveau) ließ sich im Windows Phone 7 Marketplace beobachten – seine App-Zahl kletterte um 400% im Vergleich zum Vorjahr.
- Alle sieben App Stores zusammen offerieren über eine Million verschiedene Apps.
- Der WP7 Marketplace liegt jetzt an vierter Stelle, was die Anzahl verfügbarer Spiele angeht. Er ist damit am Nokia Ovi Store und der BlackBerry App World vorbeigezogen (vgl. die Gerüchte, wonach Microsoft u. Nokia gemeinsam RIM übernehmen wollten). An fünfter Stelle liegt bereits der Newcomer Amazon Appstore.

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MDM für iOS-Geräte m. Push-Unterstützung
Pretioso hat unlängst die neue Version 3.5.2 von Datomo vorgestellt, einer Lösung für Mobile Device Management (MDM). Diese Version unterstützt nun auch die Apple Push Notification Services für das Management der iOS-Geräte iPhone, iPod touch und iPad. Hierdurch muss der Administrator sich nicht mehr notwendigerweise im Apple Enterprise Programm registrieren, um die iOS-Geräte zu verwalten, so Pretioso. Eine Registrierung im Apple Enterprise Programm sei zukünftig nur noch für die Anwender erforderlich, die eigene Anwendungen programmieren und verteilen wollen.
Das Pretioso Device Management unterstützt seit Release 3.5 einen Corporate iOS AppStore, wodurch die Endanwender von iOS-Endgeräten im Unternehmenseinsatz ausschließlich vom Administrator freigegebene und zugelassene Applikationen aus diesem App Store installieren können. Die Funktionalität unterstützt sowohl selbst entwickelte Apps als auch Anwendungen aus dem Apple App Store – und unabhängig davon, ob diese kostenlos oder kostenpflichtig sind.
Überdies reagiert Version 3.5.2 auf die Neuerungen, die iOS 5 mit sich gebracht hat. Die Funktionen im Einzelnen:
- verbesserte Anwendungsinstallation,
- Passwort-Policy für iTunes,
- automatische Ablehnung nicht vertrauenswürdiger Zertifikate,
- Kontrolle des iCloud-Backup,
- Kontrolle der kompletten iCloud-Synchronisation einschließlich Dokumente und Fotos,
- “Auto Join” im WLAN,
- Vorgabe der Proxyeinstellungen (keine, manuell, automatisch),
- Sperre der Funktion E-Mail-Verschieben (Exchange),
- Sperrung des Zugriffs auf E-Mail für nicht autorisierte Apps (Exchange)
Datomo Device Management wird laut Anbieter auch für die anderen unterstützten Plattformen (Android einschließlich extended API von Motorola und Samsung, Bada, BlackBerry, Symbian, Symbian UIQ, Java enabled feature phones, Windows Mobile (bis 6.5), Windows Phone 7 und WebOS) kontinuierlich weiterentwickelt. Einige in den letzten Wochen hinzugekommene Features sind: Business Phonebook, Geräteentsperrung, Push Support, Remote Access (Android), Applikationsschutz durch Passwort (Symbian) sowie Hard Restore-Funktionalität (Windows Mobile). mehr zum Thema MDM von Pretioso. Ein Whitepaper zum Thema “Sicherheit durch Device Management kann per E-Mail mit dem Betreff “Whitepaper Device Management” unter info at pretioso dot com angefordert werden.
UPDATE 12.01.:
Update: Die Anwendungsvariante als gehostete Lösung nutzt Pretioso bei dem neuen Angebot eines kostenlosen “Sofort-Tests”: Der Interessent erhält seine Teststellung garantiert innerhalb von 24 Stunden, oft sogar binnen weniger Minuten. Die Teststellung ist keine reduzierte Demolösung, sondern die komplette Lösung, die Datomo Device Management gehosted bietet. Der Anwender erhält einen eigenen Zugang, mit dem er bis zu zehn Geräte verwalten kann. Auch hierbei gibt es keinerlei Beschränkungen, alle Gerätetypen und -klassen können verwaltet werden. Pretioso begleitet die Anwender bei der Teststellung auf Wunsch mit kostenlosem Hotline-Service.
Die Teststellung kann vom Anwender nach 45 Tagen problemlos weiter betrieben werden, wenn er sich für den Erwerb der gehosteten Variante von datomo Device Management entscheidet. Anwender, die sich statt der gehosteten Version für eine Inhouse-Installation entscheiden, erhalten kostenlose Unterstützung von Pretioso bei der Migration von Einstellungen aus der Teststellung zur endgültigen MDM-Lösung.
UPDATE 13.01.:
Der MDM-Administrator kann jetzt Anwendern mit vergessenem Passwort das Passwort mit der Funktion “Screen Unlock Code Reset” zurücksetzen. In die Security Policy für Android Geräte wurden folgende neue Parametrisierungen aufgenommen: Definition von Passwortalter und Passwort-History (Verbot der Nutzung bereits verwandter Passworte). Hiermit verbunden ist, dass die sich aus diesen Policies ergebenden Vorgaben bei bestehenden Nutzern ggf. die Eingabe eines neuen, den Policies entsprechenden Passwortes erzwingen und der Administrator dieses auch separat erzwingen kann. Für Android Geräte von Samsung mit den Firmwareständen 2.3.5 – 2.3.7 (Gingerbread) ist jetzt auch der Remote Access Client verfügbar, der über volle Gesture-Unterstützung verfügt.
Plattformübergreifendes MDM à la RIM
Nach Berichten von u.a. heise.de hat BlackBerry-Hersteller RIM mit Mobile Fusion eine Software-Lösung für das Mobile Device Management (MDM) im Unternehmenseinsatz angekündigt, mit der Firmen sowohl RIM-, wie auch Android- und iOS-Geräte verwalten können sollen: “Die Software ist für Unternehmen gedacht, in denen häufig ein ganzer Zoo von Mobilgeräten vertreten ist. Sie einzelnen Benutzern zuzuordnen, zu konfigurieren, Software zu installieren und aktuell zu halten sowie Daten bei Verlust zu löschen, ist die Domäne von Device-Management-Produkten, die in der Regel von herstellerunabhängigen Anbietern stammen. RIM wird nun mit Mobile Fusion in diesem Markt aktiv.
Mobile Fusion baut auf der von der deutschen Firma Ubitexx entwickelten Geräteverwaltung auf. RIM hatte Ubitexx im Mai dieses Jahres übernommen. Bei den auf den jeweiligen Plattformen möglichen Funktionen gibt es Unterschiede, da Mobile Fusion nur die jeweils vom Hersteller angebotenen Fähigkeiten ansprechen kann. Als entscheidenden Vorzug seines Produkt hebt RIM die einheitliche Bedienung per Weboberfläche hervor. Die Software befindet sich zurzeit im frühen Betastadium, Unternehmen können sich für eine im Januar beginnende geschlossene Betatestphase bewerben. Ende März 2012 soll Mobile Fusion allgemein verfügbar sein. Zu Preisen gab es noch keine Details. Sie werden sich am Marktüblichen orientieren, hieß es.”
Unterdes hat RIM auch die Zukunft der eigenen Plattformen konkretisiert: “Für die aktuellen Geräte mit BlackBerry OS 7 bleibt zunächst alles wie gewohnt. Sie lassen sich über den BlackBerry Enterprise Server 5.0.3 (BES) an Microsoft Exchange oder IBM Lotus Domino anbinden und werden über diesen Server auch administriert. Mit Mobile Fusion (s.o.) stellt RIM eine Administrationskonsole sowie einen zusätzlichen MDM-Server vor diesen BES. Damit wollen die Kanadier eine gemeinsame Sicht auf BlackBerrys, Android- und iOS-Geräte erzeugen. Anders als beim BES, der jedem Benutzer nur einen BlackBerry zuweisen kann, lassen sich mit Mobile Fusion zusätzlich auch iPads oder Android-Tablets zuordnen. Die 1:1-Beziehung zwischen Anwender und BlackBerry wird so aufgeweicht.
Das bisher nicht administrierbare PlayBook fügt sich mit der im nächsten Februar erwarteten Aktualisierung ebenfalls auf der MDM-Seite in die Mobile-Fusion-Lösung ein. Die auf QNX basierenden Geräte ähneln damit eher aktuellen Smartphones und Tablets als den bekannten BlackBerrys. Sie sollen sich mit dem Exchange-Server per ActiveSync unterhalten. Unklar ist bislang, wie die Verbindung dorthin gelöst wird. BlackBerrys arbeiten mit einer verschlüsselten Verbindung über RIMs Infrastruktur bis hinter die Firewall der Anwenderunternehmen. Im Gegensatz dazu sprechen iPhones etwa direkt mit der Exchange-Infrastruktur und benötigen dazu eingehende Ports in der Firewall. Die ambitionierten Pläne erklären auch die Verschiebung des 2.0-Releases für die PlayBook-Software. Mit PlayBook 2.0 will RIM auch auf den Tablets eine starke Trennung von privaten und geschäftlichen Inhalten bieten, wie sie mit BlackBerry Balance bereits für die Smartphones existiert. PlayBook 1.0 enthält nach diesem Modell bisher nur private Daten, während die geschäftlichen Daten auf dem Smartphone bleiben. Mit einem PlayBook 2.0 dagegen wird sich der Anwender nicht nur mit seinem Mailserver verbinden, sondern auch im Unternehmen anmelden können, um geschäftliche Anwendungen zu nutzen. Das kehrt das Design der bisher gefloppten PlayBook-Plattform komplett um.
Auch die unter dem Namen BBX angekündigte nächste Generation von BlackBerrys soll dem Administrationsmodell von PlayBook 2.0 folgen. RIM baut damit eine duale Strategie. Die alte BlackBerry-Plattform mit BES 5.x wird weiterbestehen, während eine neue Generation parallel hochgezogen wird. Es ist derzeit unklar, ob RIM auch nach dem Erscheinen von BBX-Geräten auf lange Sicht weitere BlackBerry-7-Geräte anbieten wird.”
MobiLens: Fast jeder 2. nutzt Apps
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von August bis Oktober 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen wie schon länger gewohnt Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von jetzt 25,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von LG (unverändert: 20,6%), Motorola (weiter schrumpfend, 13,6%), Apple auf Platz vier (10,8%; +1,3 Prozentpunkte) und schließlich RIM (6,1%; -1 Prozentpunkt).
Beim nunmehr 90 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt weiterhin Android mit bis Oktober nochmals kräftig auf jetzt 46,3 Prozent geklettertem Marktanteil vor iOS (28,1%), BlackBerry OS (RIM; 17,2; -4,5 Prozentpunkte!). Für Microsoft bleiben mit Windows Phone 7 nur erneut um 0,3 Prozentpunkte geschrumpfte 5,4% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,6%).
Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Oktober 71,8% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 44,0%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 43,8% (+3,2 Prozentpunkte). Mocial: Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 32,3 Prozent über ihr Smartphone. Games gezockt haben 29,2% der US-Smartphone-Nutzer.
1 Jahr WP7 Marketplace
Die jüngste Veröffentlichung der Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo blickt nach einem Jahr Windows Phone 7 (WP7) Marketplace zurück und vergleicht – dieser war im November 2010 in zunächst 17 und später, mit dem Mango-Update (7.5) in 18 weiteren Nationen eröffnet worden. Aus den Ergebnissen:
- Das relativ höchste Download-Volumen der nationalen Marketplaces erzielt WP7 in den USA – mit >101.000 free Downloads und 20.000 paid Downloads pro Tag allein in den Top 300 der beliebtesten Apps. Dennoch ist der Marketplace bezogen auf diesen Vergleichswert 39 mal kleiner als der Apple App Store/iPhone.
- Das Angebot an Paid Apps hat kontinuierlich um ca. 1.300 neue kostenpflichtige Applikationen zugenommen. Free Apps legten um rund 1.650 Anwendungen pro Monat zu.
- Die Zahl der veröffentlichenden Entwickler (“Publishers”) stieg um 700 pro Monat.
- Nahezu die Hälfte sämtlicher Apps wird in allen 17 “Start”-Nationen des WP7 Marketplace angeboten. Immer noch ein Drittel ist sogar in allen 35 Ländern verfügbar.
- Die Inhalte von Free Apps sind tendenziell mehr auf lokale Märkte zugeschnitten als die von Paid Apps – erstaunlich!
- Die populärsten Kategorien im Marketplace sind Games (Spiele), Tools & Productivity (Produktivität), Entertainment (Unterhaltung) sowie Travel & Navigation (Reisen, Navigation).
- Laut Distimo ist der WP7 Marketplace heute der fünftgrößte Mobile App Store nach 1. Apple App Store, 2. Google Android Market, 3. Nokia Ovi Store und 4. BlackBerry App World.
- Bei der Markteröffnung 1110 waren 70 Prozent der Angebote Paid Apps, seit 0611 überwiegen die Free Apps zahlenmäßig.
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zum (US) Windows Phone 7 Marketplace
Mobile Management à la Gartner
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat Consumerization als derzeit wichtigsten Treiber der mobilen Welt ausgemacht (Consumerization definiert Wikipedia als den Trend, wonach neue IT-Entwicklungen zunächst im Endverbraucher-Markt auftauchen und erst dann auf den Unternehmenseinsatz übergreifen. Dies führe mittelfristig zu einer Konvergenz zwischen Consumer und Business IT). CIOs müssten sich daher auf eine Reihe flexiblere Ansätze für ihre Mobil-Strategie einstellen. Dabei werden sich nach Überzeugung der Consulter mindestens vier neue Formen des Mobile Managements herausbilden und durchsetzen
Gartner prognostiziert, dass der Absatz von Smartphones 2011 nach Stückzahlen erstmals den von PCs (Desktops und Laptops/Notebooks: 364 Mio. Einheiten) überflügeln wird. Denn der weltweite Absatz von Smartphones an Endverbraucher im laufenden Jahr soll 461 Millionen Einheiten überschreiten und 2012 645 Millionen Geräte erreichen. 2012 würden hiernach die kombinierten Verkaufszahlen von Smartphones und Tablets dann schon 44 Prozent über denen von PCs und Notebooks liegen. Dies werde zu einer noch größeren Akzeptanz von Smartphones und Tablets in den Unternehmen führen – auch wenn es sich um von den Mitarbeitern selbst beschaffte und mitgebrachte Geräte handelt (BYOD: Bring Your Own Device). Gleichzeitig werden diese Angestellte sich als Nutzer zunehmend wie Endverbraucher verhalten und auch entsprechende Ansprüche an Corporate Apps sowie Business Apps allgemein stellen.
Gartner schätzt, dass 18 Mrd. Apps im Jahr 2011 heruntergeladen werden, was sich für 2012 bereits auf 31 Mrd. erhöhen soll.
Aufgrund dieser Entwicklungen erwartet das Unternehmen neue Ansätze für Mobile Management, darunter:
- “Control-oriented”: Der Kontroll-orientierte Ansatz fokussiert Quality of Service (QoS), Security/Sicherheit, Support und Kosten. Um Service Levels garantieren zu können, bemühen sich CIOs, sämtliche Aspekte der mobilen Endgeräte einschließlich der Apps zu kontrollieren.
- “Choice-oriented”: Das Auswahl-orientierte Modell setzt in erster Linie auf die Zufriedenheit der Anwender. Um dennoch ein Minimum an Sicherheitsstandards zu erhalten, könnten Unternehmen laut Gartner beispielsweise auf einen Thin Client setzen.
- “Innovation-oriented”: Der Innovations-orientierte Ansatz bemüht sich, Anwender weitgehend autonom zu machen. Diese können überwiegend frei mit Apps, Services und Prozessen experimentieren. Minimalanforderungen an Datenschutz und Datensicherheit würden nach diesem Modell eher via Policy verlangt als via Technologie sichergestellt.
- “Hands-off”: Beim Finger-weg-Ansatz übernimmt das Unternehmen praktisch keine Verantwortung für die BYOD-Mobiles der Mitarbeiter. “Any controls that are necessary will be applied in the cloud, in applications or by policies”, erläutert Gartner dies etwas rätselhaft.
Gartner geht davon aus, dass Unternehmen bis 2014 versucht sein könnten, mindestens drei Smartphone-Plattformen zu unterstützen – und dass Android für mehrere Jahre die Nummer eins unter diesen sein wird. Erstaunlicherweise halten die Berater es für möglich, dass die Nokia/Microsoft-Allianz Windows Phone 7 (WP7) bis 2015 iOS von Platz 2 auf 3 verdrängen könnte. RIM/BlackBerry sieht Gartner ab 2013 auf Rang 4.
5% des digitalen Medienkonsums in EU5 entfallen auf Mobiles
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben einen neuen Überblick über die Nutzung mobiler Endgeräte in den fünf führenden europäischen Märkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien veröffentlich. Die Ergebnisse zeigen, dass die plattformübergreifende Nutzung digitaler Inhalte in diesen Ländern steigt. Erklärt wird dies durch die zunehmende Akzeptanz von Smartphones, Tablets und anderen internetfähigen Endgeräten, den Connected Devices (z. B. iTouch, PSP etc.). Im August 2011 gingen in der EU5-Region bereits 4,6 Prozent der Seitenaufrufe von solchen mobilen Endgeräten aus, wobei der größte Teil auf Smartphones zurückführbar war.
Apple iOS überholt Symbian bei allgemeinem Marktanteil und Nutzung von Connected Devices
Im 3-Monats-Durchschnitt endend im August 2011 haben 91,4 Millionen Handy-Besitzer in der EU5-Region angegeben, dass sie ein Smartphone nutzen. Das ist ein Zuwachs von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl Symbian laut comScore nach wie vor den größten Anteil im Smartphone-Geräte-Markt aufweist, ist das Betriebssystem von Apples iOS überholt worden, wenn man Tablet-Computer und Handys gemeinsam betrachtet. Die wachsende Beliebtheit des iPad und die weiterhin nennenswerte installierte Basis des iPod Touch führen dazu, dass nach diesen Zahlen derzeit 30,5 Prozent aller genutzten Endgeräte (ohne Feature Phones/Dumb Phones und E-Book Reader wie Kindle etc.) in den fünf betrachteten Ländern auf dem Apple-Betriebssystem laufen. Im Ranking der Betriebssysteme steht Symbian mit 28,7 Prozent aller genutzten Endgeräte auf Platz 2 gefolgt von Googles Android (23,5%), RIM (8,1%) und Microsoft (leider nicht nach Windows Mobile und WP7 unterschieden: 3,7%).
Ein Blick auf die Geräte-Zusammensetzung bei den einzelnen Mobile OS offenbart interessante Unterschiede: Bei Symbian ist der Trafifc vorwiegend auf Symbian-Smartphones zurückführbar, während fast die Hälfte der iOS-Geräte iPads und iPod Touches waren. Bislang sind nur 16 Prozent der Endgeräte, die unter einem Android Betriebssystem betrieben werden, Tablet-Computer.
iOS-Geräte generieren >60% des Non-Computer-Traffics in Europa
Eine Analyse der Nutzung der einzelnen Betriebssysteme zeigt, dass Apples iOS mit mehr als 60 Prozent des Non-Computer-Traffics deutlich vor den anderen Betriebssystemen liegt. Obwohl iPads weniger als ein Viertel der genutzten iOS-Geräte ausmachen, sind sie mit 43 Prozent aller iOS-Seitenaufrufe für den deutlichen Vorsprung von Apple verantwortlich. Mit 20,9 Prozent des Non-Computer-Traffics in der EU5 Region steht Google Android auf Rang 2. RIM-Nutzer (BlackBerry OS, BBX) generierten 8,5 Prozent aller Seitenaufrufe während auf Symbian lediglich 2,7 Prozent entfallen. Der geringe Anteil von Symbian am Medienkonsum zeigt, dass Symbian-Handy-Besitzer nur vergleichsweise selten digitale Medienangebote nutzen. Windows-Endgeräte tauchen in den Top 5 wieder nicht auf.
App Usage
Auch das Nutzungsverhalten der Besitzer von mobilen Endgeräten wurde für den 3-Monats-Durchschnitt erstmals untersucht. Für den EU5-Raum zeigt sich: Textnachrichten versandten 82,4% (Nur Deutschland: 79,1%). Stark auch die Nutzung von zuvor heruntergeladenen Apps – also exklusive vorinstallierter Anwendungen – 33,5% (D: 29,8%). Mocial-Aktivitäten (Social Networks, Blogs) fielen bei 22,6% der Nutzer an (D: 16,8%).