M-Shopping wird Mainstream
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben heute eine Studie veröffentlicht, derzufolge bereits 38 Prozent der US-Smartphone-Nutzer mindestens einmal damit mobil eingekauft haben. Die am häufigsten mobil erstandenen Produkte waren im September 2011: 1. “digitale Waren” (47%, Musik, Klingeltöne, Filme); 2. Kleidung (37%); 3. Tickets (35%, Eintrittskarten f. Konzerte, Theater, Sportveranstaltungen); 4. allgemeine Tages(sonder)angebote (34%); 5. Geschenkgutscheine (34%); 6. “Elektronik” (32%; IT, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik); 7. Food (31%, Mahlzeiten: Take-away oder Bringservice); 8. Hotelübernachtungen/-reservierungen (29%), 9. Bücher (26%: gemeint sind wirkliche, gedruckte Bücher
; 10. Mietwagen (24%).
Untersucht wurde auch die Orte, an denen die mobilen Käufe vorgenommen wurden. Die – überraschende – Hitliste mit Mehrfachnennungen: 1. zu Hause (56%); 2. “unterwegs” (42%, z. B. im Restaurant); 3. auf der Arbeit (42%); 4. auf Reisen (37%); 5. in Geschäften (36%).
Europcar goes iPhone App
Nach dem Start des mobilen Europcar Portals im September 2009 erweiterte das europäische Mietwagenunternehmen sein mobiles Serviceangebot nun um die erste App. Auf Basis des Portals entwickelte CLANMO die passende iPhone App. Diese setzt 1:1 den Funktionsumfang des mobilen Portals als native App um. Das merkt man u.a. daran, dass im Test bei der Suche nach der nächstgelegenen Europcar-Station geschlagene dreimal die “Darf … Ihren aktuellen Ort verwenden”-Arie bestätigt werden muss und dass man im Folgenden dennoch “mindestens die ersten drei Buchstaben” des Ortes selbst eingeben muss.
Das kann es noch nicht sein, selbst wenn die App kostenlos ist. Bislang überwiegen auch herbe Bewertungen und Rezensionen auf iTunes…
Fazit: **
Event: Apps Summit 2010
Die “1. Mobile E-Commerce Conference – The Apps Summit 2010″ der Conference Group (Deutscher Fachverlag) findet vom 04. bis 05. Mai in Wiesbaden statt. Hier soll u.a. die Frage geklärt werden, ob Mobiles Einkaufen ein neuer Megatrend wird und wer die Gewinner des M-Commerce sein könnten. Hinweise darauf versprechen u.a. “Mobile Success Stories” von Otto, Deutsche Lufthansa, Deutsche Post, Axel Springer, Avis Autovermietung, HRS – Hotel Reservation, n-tv, FTD, VW.
Die Mobile-Commerce-Branche rechnet laut Veranstalter damit, dass 2010 der Markt fürs mobile Einkaufen via Smartphone endlich in Bewegung kommt. Die Teilnahme an der Konferenz kostet knapp 1.200 Euro (zzgl. MwSt.). Zum Event gibt es übrigens auch die passende, kostenlose iPhone App, gestaltet von ClanMo.
Praxistest: SplashTravel
Als “Schweizer Taschenmesser für Road Warriors bzw. für Mobile Professionals” beschreibt SplashData seine Reisenecessaire-App SplashTravel. Das ist nachvollziehbar, denn die App-Kombi verbindet Lösungen für die Reiseorganisation wie Flight Tracking, Reisekosten (als sehr schlichte Liste für den E-Mail-Export) und Währungsrechner, die andernorts einzeln besorgt und bezahlt werden müssen. Spontan überzeugend ist der Trip Organizer, über den eine Reise angelegt und mit weiteren Infos angereichert werden kann. Die App unterstützt die Recherche nach und Buchung von Hotels, Restaurants, Flügen, Zug- und Busfahrten sowie Mietwagen, ist allerdings nur eingeschränkt lokalisiert. So kennt die App zwar sowohl den Köln/Bonner wie den Düsseldorfer Flughafen, erkennt aber beispielsweise den Standort Bonn nicht. Die Fluginformationen umfassen – soweit verfügbar – Flugnummer, Gate und Flugstatus, vgl. das ganz erheblich teurere WorldMate.
Die Sektion “Calculators” umfaßt neben dem Währungsrechner auch eine Konvertierung von Meter in Inch/Feet und umgekehrt, den notorischen Trinkgeld-Kalkulator sowie eine nützliche Tabelle für Bekleidungsgrößen (USA, Europa, UK, Japan: Jackets, Hemden, Schuhe, Anzüge, Hosen). Endgültig zur virtuellen Mama wird das iPhone durch die enthaltenen Einpacklisten (“Nicht vergessen!” Fürs iPhone gibt es hier übrigens keinen vorbereiteten Listenpunkt). Eine Tabelle mit internationalen Vorwahlen sowie Kontaktinfos zu Airlines (leider nur US-based, beispielsweise keine Lufthansa), Autovermietern, Hotelketten und Dienstleistern wie beispielsweise Travelocity runden die im Praxistest überzeugende App sinnvoll ab. Da die Bündelung auch Platz auf dem Home Screen spart, scheint der Preis von knapp 4 Euro gerechtfertigt.
Konstruktive Kritik lässt sich auch in den iTunes-Rezensionen finden: Ein Nutzer verlangt nachvollziehbarerweise, dass Bestandteile einer angelegten Reise in der Reihenfolge, in der sie sich zeitlich ereignen werden, angezeigt werden und nicht – wie bislang – in der Reihenfolge, in der sie eingegeben wurden. Einem anderen ist aufgefallen, dass man in der Packliste zwar Elemente hinzufügen, aber keine löschen kann. Stimmt – aber es lässt sich ja für jeden Listenpunkt festlegen, ob er auf der Reise benötigt wird, oder nicht. SplashTravel gibt es auch in einer Version für Palms WebOS.
Fazit: ****