Studie: App Usage
Die von Google übernommenen US-Spezialisten für mobile Advertising AdMob haben den App-Gebrauch der Nutzer von unter iPhone OS, Android und WebOS (Palm) betriebenen Endgeräten in Ihrem Anzeigen-Netzwerk untersucht. Aus den Ergebnissen:
- Die Nutzer von Android und iPhone OS (iPhone, iPod touch) nutzen eine vergleichbare Anzahl von Apps und verwenden ähnlich viel Zeit auf diese. Allerdings investieren Apple-Nutzer weiterhin mehr Geld in Apps: 50% der iPhone/iToch User erwerben pro Monat mindestens eine Paid App, im Gegensatz zu 21% der Android- und 24% der WebOS-Nutzer.
- 73% der Android- und 58% der WebOS-Nutzer sind männlich, aber nur 57% der iPhone- und 54% der iTouch-Besitzer.
- 16% der iPhone-Nutzer bekundeten auf Befragen, ein iPad kaufen zu wollen, im Gegensatz zu 11% der WebOS- und nur 6% der Android-Fans. Ebenfalls 6% der Android-Nutzer erwägen die Anschaffung eines Amazon Kindle.
Zum aktuellen Report geht es hier, zum den Ergebnissen des Vorjahresberichtes hier.
Internationale iTunes-Charts auf einen Blick
Eine der Apps, bei denen man sich fragt, wie man es je ohne sie ausgehalten hat: Die britischen Spezialisten für User Experience/Usability ustwo haben mit PositionApp eine App vorgestellt, die internationale iTunes-Hitparaden präsentiert.
Die Datengrundlage laut ustwo: “PositionApp offers depth of information that the iTunes App Store does not, with historical data covering the last five months.” Die Quelle sind auch hier “nur” Apples RSS Feeds, allerdings hält ustwo bereits 28 GB historischer Daten vor.
Die ständig aktualisierten Charts lassen Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden Downloadzahlen zu. Der besondere Pfiff: besonders interessierende Apps (die eigenen, Lieblings-Apps, die Apps von Lieblingsfeinden
können in eine Favoriten-Liste aufgenommen werden und stehen dann nach dem Öffnen der App allesamt auf einen Blick zur Verfügung – säuberlich sortiert nach Veränderung in den Charts des Heimatmarktes (“+13″, “-144″) und inklusive Traffic Highlighting (Grün für Auf-, Rot für Abstieg). Acht Apps passen auf dieses “Dashboad” der Favourite Apps – diese Chartspositionen einzeln im (auf die Top 100 beschränkten) App Store nachzuschauen, würde viele Minuten dauern. Ein Tap auf eine Favoriten-App zeigt im Drill-down, wie sich die App in den App Stores anderer Länder schlägt – soweit sie in mehreren “Territories” angemeldet wurde.
Neben den Hitlisten internationaler App Stores werden auch die schnellsten “Aufsteiger” in den Charts markiert. Durch ein AdMob-Sponsoring bleibt diese faszinierende App-Dienstleistung zwei Monate lang kostenlos: Get it while you can!
Fazit: ****
iTunes-Link
Wirbel im mobilen Werbemarkt: AdLocal, AdMob, comScore, Flurry, Google, Opera, …
Der mobile Werbemarkt wird inzwischen vielfach als gewaltig erkannt. Beispielsweise die Kelsey Group sieht hier ein Wachstum von 160 Mio. US-Dollar im Jahr 2008 auf 3,1 Mrd. Dollar im Jahr 2013.
Diese Entwicklung beschleunigt die Konzentration dieses Marktes – teils durch Übernahme, teils durch den Versuch, Allianzen zu schmieden. Auch wenn Googles Aufkauf von AdMob bis heute Probleme aufwirft, dokumentiert er das Bemühen des Internetriesen, auch außerhalb der Suchmaschine – auf App-Ebene – den Werbemarkt zu dominieren. Opera hat sich mit AdMarvel einen zwar kleineren, aber interessanten Spezialisten für die Auslieferung von Werbung an Mobiles gegönnt.
Flurry schließlich, direkter Wettbewerber von AdMob oder comScore, fusionierte einerseits mit Pinch Media, ging aber andererseits kürzlich eine Partnerschaft mit comScore ein, um auch deren Kunden die Flurry-SDK zur Integration in mobile Apps anbieten zu können. Dies konkurriert zumindest teilweise mit Flurrys AppCircle-Initiative, trägt aber dazu bei, hier das größte Netzwerk von Werbungsauslieferung und Nutzungsanalyse auf mobilen Endgeräten entstehen zu lassen.
Ein weiterer zu beobachtender Player ist AdLocal. Seit 2006 im japanischen Markt aktiv, bietet das US-Unternehmen seinen Kunden dort “location based advertising” an, die den Endanwender in Abhängigkeit von seiner tatsächlichen Position erreichen. AdLocal ist derzeit noch nicht in Europa aktiv.
Studie: iPhone hat noch die doppelten Android-Klickraten
Smaato Inc., Spezialist für mobile Werbung, stellte jetzt Mobile Advertising Metrics vor, die den Index für Klickraten (Click Through Rate, CTR) nach mobilen Betriebssystemen aufschlüsseln. Darüber hinaus zeigen die Smaato Metrics die “Fillrates” mobiler Werbevermarkter im weltweiten Vergleich und den USA. Die Metrics basieren auf 3 Milliarden Werbeanfragen aus dem Smaato-Netzwerk vom Dezember 2009. Ihnen zufolge sind Quattro Wireless (erst vor kurzen durch Apple erworben) und Millenial Media die Top Performer unter den mobilen Werbevermarktern in den USA. Gemäß den Smaato Metrics brachten es beide Netzwerke auf je 83% Fillrate im Smaato-Netzwerk
Ragnar Kruse, CEO und Co-Founder von Smaato: “Die Smaato Metrics liefern die Antworten auf Schüsselfragen des mobilen Werbemarktes: So sind die Klickraten auf dem iPhone und iPod touch um ein Zweifaches höher als auf Android-Geräten. Die höchste Klickrate liefern Symbian-Mobiltelefone, die doppelt so gut performen wie Feature Phones” (Feature Phone: oft Java- oder Brew-basierende NICHT-Smartphones).
“Was die Performance mobiler Werbenetzwerke angeht, so zeigen die Smaato Metrics auf, dass die Fillrate weltweit bei durchschnittlich 35% liegt. Das bedeutet, dass Betreiber mobiler Webseiten auf die Netzwerke mehrerer Werbevermarkter zurückgreifen müssen, um ihre Werbeflächen optimal zu vermarkten”, so Kruse weiter.
die Smaato Metrics im Kontext
Smaato Whitepaper zum Thema
Will Apple Mobile Ads m. Quattro ausbauen?
Möglicherweise will Apple Quattro Wireless für 275 Mio. US-Dollar übernehmen. Das berichtet jedenfalls “All Things Digital” (Wall Street Journal) unter Berufung auf mehrere Quellen. Quattro – Experte für die Auslieferung mobiler Handywerbung – ist ein Wettbewerber von AdMob, das Google kaufen will, dabei aber Schwierigkeiten mit dem US-Kartellamt bekommen hat. Eine offizielle Ankündigung durch Apple könnte schon heute erfolgen, heißt es bei All Things Digital. Quattro Wireless kann mit seinem Produkt Get Mobile personalisierte Werbung an Smartphones ausliefern. Dabei wird die Zielgruppe nach Endgerät, Standort und demografischen Daten ausgewählt. Die Parameter für diese zielgruppenspezifische Auslieferung holt sich Quattro Wireless nach eigenen Angaben aus sozialen Netzwerken.
via golem.de
Christkind spezialisiert sich auf Smartphones (und iTouch)
Der Hightech-Verband BITKOM hat eine positive Bilanz des Weihnachtsgeschäfts mit hochwertigen Elektronikprodukten gezogen. Zu den Hightech-Rennern des Jahres 2009 gehörten vor allem Smartphones – neben Netbooks, Blu-Ray Player und digitale Bilderrahmen.” Bei diesen Geräten gverzeichneten die Hersteller dreistellige Zuwachsraten bei den verkauften Stückzahlen. Deutlich über Vorjahr liegen Multimedia-Handys mit Internetzugang und großen Displays. Deren Absatz ist im Jahr 2009 um 150 Prozent auf rund 4 Millionen Stück gestiegen. Die Zahlen des BITKOM beruhen auf Erhebungen von European Information Technology Observatory (EITO) und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
Eine andere Statistik deutet darauf hin, dass das Christkind letzte Weihnachten signifikant häufiger iPod touch gebracht hat: Nach Angabe der US-Spezialisten für “Mobile Apps Analytics” Flurry haben die von iTouch ausgehenden Downloads im App Store im Dezember erstmals die von iPhones ausgehenden überflügelt. Am ersten Weihnachtstag verzeichneten die Downloads für iPod Touch-Geräte der dritten Generation (in den USA) einen Sprung um 900 Prozent, womit sich auf diese Gerätegeneration kurzfristig 172 Prozent mehr Downloads als das iPhone zurückführen ließen. Weiteres Flurry-Ergebnis: Die App Store-Downloads stiegen im Dezember generell um 51 Prozent gestiegen, jene im Android Market um 22 Prozent.
(Paid) News: Springer, Stern, T-Mobile..
Wie angekündigt zielt die “Mobil-Offensive” von Springer in erster Linie auf die Geldbörse der Leser bzw. soll deren Schmerzgrenzen ausloten. Die Apps für “Bild” und “Welt” sind kostenpflichtig und werden über ein Abo-Modell vertrieben. Beide wurden mit Einführungspreisen versüßt. Die “Bild”-App kostet in den ersten 30 Tagen 79 Cent, die “Welt” auf dem iPhone zunächst 1,59 Euro. Danach können Bild-Leser zwischen zwei verschiedenen Abo-Modellen wählen: mit der Printausgabe des Folgetags ab 22 Uhr ist der Service für 3,99 Euro pro Monat erhältlich, ohne PDF kostet sie 1,59 Euro monatlich (Welt: PDF-Version für 4,99 Euro beziehungsweise 2,99 Euro pro Monat ohne PDF.
Vor einiger Zeit hat auch Der Spiegel angekündigt, die jeweilige vollständige Wochenausgabe ab Dezember als App anbieten zu wollen, wobei ein Preis von rund 3,70 Euro erwartet wird. Der App Launch scheint sich allerdings zu verzögern, genau wie bei der bereits geraume Zeit erwarteten Financial Times Deutschland.
Dass es auch kostenlos geht, zeigt u.a. die just als Version 3.1 überarbeitete Stern-App: Für diese konnte der Verlag jetzt 380.000 Downloads seit dem Start im Februar 2009 verkünden. Damit darf sich die stern.de iPhone-App immer noch “erfolgreichste Applikationen eines deutschen Nachrichtenmagazins” nennen. Gemeinsam mit den anderen mobilen stern.de-Plattformen (Android und mobiles WAP-Portal) erzielt die Nachrichten-Site eine mobile Reichweite von rund 20 Mio. PIs/Month.
UPDATE 08.05.2010:
Inzwischen verkündete der Stern 506.000 Downloads bzw. Unique Installs seiner kostenlosen iPhone-App. Davon entfielen 468.000 auf Deutschland, 38.000 aufs Ausland.
Die neue Version wurde besonders bei Darstellung und Verwendung des Livetickers zur Fußball-Bundesliga überarbeitet. Zudem gibt es mit den “Text-Fotostrecken” ein neues Artikelformat mit üppig bebilderten Beiträgen, bei denen die stern-typische Optik konsequent in das mobile Format eingebunden wurde. Generell konnte der Seitenaufbau innerhalb der App beschleunigt werden.
Seit dem 18.12. können News-Junkies auch zur kostenlosen App “News” der DTAG greifen. Wie beim T-Online.de-Portal gibt es hier Aktuelles aus den Bereichen Nachrichten, Sport, “Boulevard” , Wirtschaft oder “Ausland”. Irritierend ist der lange Zeitraum, den die App für den Programmstart und den Aufbau mancher Seiten benötigt.
Google kauft mobilen Werbevermarkter AdMob
Google erweitert seine Online-Werbeaktivitäten strategisch im Bereich “Mobile” und übernimmt den US-Spezialisten für mobile Advertising AdMob für rund 750 Millionen US-Dollar. Die Aufsichtsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.
Im Juni 2009 hatte Google bereits den eigenen AdSense-Service für Apps zugänglich gemacht.
iPhone vs. iTouch vs. Android
In ihrem monatlichen Report haben die Spezialisten für mobile Marketing AdMob sich auf die Verteilung von iPhone und iPod touch im von ihnen via integrierter Anzeigen betrachtbaren Netzwerk konzentriert. Verbunden mit den aktuellen Apple-Zahlen ergeben sich ff. Highlights:
1. Im Juni 2009 befanden sich 54% der iPhone und iTouch-Anwender im AdMob-Netzwerk in den USA. Im Januar d.J. waren noch 61% gewesen, was für zulegendes Wachstum außerhalb der Vereinigten Staaten spricht. Auf den Plätzen folgen England, Deutschland und Frankreich mit je 5%. Diesen Nutzungszahlen sollen ca. 13 Mio. iPhones i.d. USA und je ca. 1 Mio. iPhones in UK, D und F entsprechen.
2. Das Verhältnis iPhone zu iTouch betrug im Juni in etwa 2:1. Dieser Wert ist bereits seit mehreren Monaten stabil.
Ein weiteres spannendes Ergebnis: Mit einem Wachstum von 25 Prozent pro Monat (!) haben Android-basierende Plattformen inzwischen rd. 5% Anteil im AdMob-Netz und haben damit erstmal Windows Mobile überflügelt.
zum Report
Online-Werbung Teil 1: “Dwell Time”
Online-Nutzer setzen sich ausgiebig mit Online-Werbung auseinander – und das in der Regel deutlich länger als 30 Sekunden, der Länge eines klassischen TV-Spots. Diese und weitere interessante Erkenntnisse finden sich in der Studie “Trends of Time and Attention in Online Advertising”. Der Online-Marketingdienstleister Eyeblaster untersuchte hierfür die Nutzungsdauer von Online-Werbung. Mit führenden Werbetreibenden und Agenturen weltweit entwickelte Eyeblaster dazu das Messverfahren “Dwell Time” und analysierte damit über ein halbes Jahr lang 42 Mrd. Rich Media Impressions.
Die zentralen Erkenntnisse sind: 1. Es ist 25mal wahrscheinlicher, dass sich ein Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigt, als darauf zu klicken. 2. Wenn sich Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigen, dann tun sie das intensiv: im Durchschnitt eine Minute lang. 3. Die Nutzungsdauer steigt um 100 Prozent (global), wenn Video eingesetzt wird. 4. Die Länge der Nutzung hängt auch von der Tageszeit ab.
Zum Verfahren: “Dwell Time” soll aussagekräftigere Informationen über den Erfolg eines Werbemittels liefern als “Click Trough Rate” (CTR). Denn globalen Eyeblaster-Daten zufolge beträgt die CTR für Rich Media Ads nur 0,35 Prozent – eine zu niedrige Zahl, um generelle Schlussfolgerungen über den Werbeerfolg zu treffen. Die “Dwell Time” wird mit zwei Metriken gemessen: mit der “Dwell Rate” und der “Dwell Duration”. Die Dwell Rate zeigt, wie häufig ein präsentiertes Werbemittel von Online-Usern genutzt wurde. Der Prozentwert fasst alle Interaktionen mit einer Werbung zusammen, geteilt durch die ausgelieferten Ad Impressions. Die Dwell Duration misst, wie lange sich Online-Nutzer mit einem Werbemittel auseinandersetzen. Sie ist ein Durchschnittswert, der in Sekunden angegeben wird. Im Gegensatz zur CTR (0,35 Prozent) betrug die durchschnittliche Dwell Rate 8,71 Prozent. Das bedeutet: Bei 8,71 Prozent der angezeigten Werbemittel fand eine intensive Beschäftigung durch die Online-Nutzer statt. Dieser Wert ist 25mal höher als die CTR: Es ist also 25mal wahrscheinlicher, dass ein Online-Nutzer sich einige Zeit mit einer Werbung beschäftigt als darauf zu klicken.
Mediale Basis der Untersuchung waren Ad Impressions, die an die Top 300 der US-Publisher ausgeliefert wurden.
Besonders lange genutzt wird die Online-Werbung der Technik- und Internetbranche: Die Dwell Rate beträgt knapp zehn Prozent und die Nutzungsdauer im Durchschnitt stattliche 91,9 Sekunden. Die Studie steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.