M-Payment: Durchbruch 2013?
Das Potenzial von E-Payment und von elektronischen Zahlungssystemen am deutschen Markt ist weiter “ausbaufähig”. Zwar besitzen E-Commerce und E-Payment für deutsche Unternehmen kontinuierlich hohe Bedeutung, jedoch gelten Sicherheitsbedenken der Nutzer und die noch fehlende Technologie auf Anbieterseite als bislang größte Hemmnisse für den Erfolg von E-Payment. Dies geht aus der Umfrage “Aktuelle E-Payment Trends” durch die Fachgruppe E-Commerce im im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor.
Die befragten Mitglieder rechnen dennoch insgesamt mit einem deutlichen Anstieg der Bedeutung von E-Commerce in den kommenden zwei Jahren. Gerade für Mobile Commerce (M-Commerce, M-Payment, Mobile Wallets) und Social Commerce bzw. Mocial Commerce werden starke Zuwächse erwartet. Als den wohl wichtigsten Trend im E-Payment identifizierten die Umfrageteilnehmer die Zahlungsmöglichkeit In-App Payment über moderne Smartphones.
Als Teildisziplin des E-Commerce besitzt Mobile Commerce laut zwei Dritteln der Befragten (64,8 Prozent) eine derzeit eher geringe bis mittlere Bedeutung. Jedoch gehen drei Viertel der Befragten (74,1 Prozent) von einer deutlichen Steigerung der Bedeutung in den nächsten zwei Jahren aus. Beim Thema Social Commerce zeigt sich die stärkste Differenz zwischen der aktuellen und zukünftigen Lage. Während aktuell die Bedeutung von den Befragten vorwiegend noch als sehr gering bis mittel eingeschätzt wird (74 Prozent), geht die Mehrzahl von einer weitaus höheren Bedeutung im Jahr 2013 aus (61,1 Prozent).
Bei der Einschätzung zur Akzeptanz von Mobile Wallets lässt sich weder für Anbieter noch Nutzer eine klare Meinung ablesen. Tendenziell liegt die Akzeptanz in beiden Fällen eher im Mittelfeld. Virtuelle Währungen werden dagegen in beiden Fällen sehr kritisch beurteilt. Die Bezahlung auf Basis von QR-Codes stufen die Befragten als eher mäßig ein, so dass sich die Höhe der Akzeptanz mehrheitlich von “gering” bis “mittel” verteilt. Trotz einiger abweichender Meinungen geht die Mehrheit der Befragten davon aus, dass QR-Codes aktuell eine Brückenfunktion darstellen, welche in naher Zukunft durch den internationalen Übertragungsstandard Near Field Communication (NFC), einem kontaktlosen Datenaustausch über kurze Strecken, abgelöst wird.
Event: iPhone developer conference 2011
Vom 29 bis 30. November 2011 trifft sich wieder die App-Welt in Köln, wenn zum bereits vierten Mal die iPhone Developer Conference beginnt. Dieses Jahr bekommt sie erstmals Verstärkung seitens einer Schwesterveranstaltung, der mobile business conference, die im Untertitel “Mobile Marketing, Mobile Commerce, Apps und Co. für mobile Business Entscheider” heißt. Beide werden inhaltlich von den Fachmagazinen mobile-developer und Internet World Business aus dem Hause Neue Medienges. Ulm (NMG) bestritten. Die Konferenzen finden parallel statt und teilen sich einen gemeinsamen Ausstellungsbereich.
Im Radisson BLU Hotel Köln werden rund 250 Mobile- und App-Entwickler, IT-Entscheider, Agenturen, Online-Shopbetreiber, Online Marketing Manager, Onlineagenturen, Marketingleiter, E-Commerce Leiter etc. erwartet.
Die mobile business conference stellt sich folgende thematische Aufgaben:
Mobile Markenführung, Mobile Kampagnen, Mobile Analytics, Mobile Advertising, Mobile Search, rechtliche Aspekte (Mobile Marketing); Daten & Fakten zum mobilen shoppen, Store-Konzepte, Mobile Payment, Mobile Couponing & LBS (M-Commerce) sowie App-Marktüberblick, App-Store-Strategien, Contentmanagement für Apps.
Die iPhone DevCon ist eine Entwicklerveranstaltung und befasst sich ausführlich mit “allen relevanten Plattformen wie Apples iOS, Android, Windows Phone und BlackBerry”.
Amazon App Store revisited
Mit Opera und Amazon haben unlängst zwei Player Geräte- bzw. Hersteller-unabhängige App Stores eröffnet. Um den Erfolg sicherzustellen, müsste es Amazon gelingen, sein zu einem weltweiten Erfolgsrezept gewordenes Empfehlungskonzept (Kunden-Bewertungen und “Kunden, die X gekauft haben, haben sich auch diese Produkte angesehen: ..”) auf Apps zu übertragen.
Diese Erkenntnis ist eine der nützlichen Informationen, die dem Report “Mobile App Store Analysis” (MASA) von Canalys entnommen werden können. Dessen Zielgruppe sind Gerätehersteller, App Store-Besitzer, Provider sowie natürlich App-Entwickler wie Glanzkinder und deren Auftraggeber. Weitere, zumindest teilweise übertragbare Empfehlungen des Reports:
- Amazon muss seine bisherige Kundenbasis um App-Kunden und -Entwickler erweitern (und bislang macht das Antragsverfahren zur Aufnahme von Apps in den Stores wenig Freude, d. Red.);
- Amazon muss es gelingen, sich als “Safe Shopping”-Alternative zum manchmal noch etwas mißtrauisch beäugten Android Market zu etablieren.
Mobile Finanzdienste boomen
Die Zahl der Nutzer mobiler Finanzdienste ist vergangenes Jahr weltweit stark
gestiegen: Neue Technologien und der Ausbau der Mobile-Banking-Infrastrukturen führten zu einem rasanten Anstieg der globalen Nutzerzahlen, wie aus einer aktuellen Studie von TNS Infratest hervorgeht: Die Zahl der neuen Nutzer mobiler Bankdienstleistungen in Ländern wie China, Brasilien und Kenia hat sich in nur zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Entscheidend für diese Entwicklung ist laut Studie, dass die lokalen Banken die Einführung traditioneller Dienstleistungsmodelle übersprungen und sich unmittelbar auf die Entwicklung ihrer mobilen Finanzdienste konzentriert haben.
Doch nicht nur in den Schwellenmärkten sind die Nutzerzahlen gestiegen: Auch in Deutschland, den USA, Singapur, Südkorea und Schweden haben sich in den vergangenen zwölf Monaten immer mehr
Mobilfunknutzer für das Mobile Banking entschieden, wenn Banken ihren Kunden die neuen mobilen Anwendungen zur Verfügung stellten. So können Mobilfunknutzer heute per SMS oder Smartphone-App ihr Geld verwalten – beispielsweise ihren Kontostand prüfen, Überweisungen tätigen, Rechnungen zahlen und immer öfter auch mit ihrem Handy bezahlen (“Mobile Wallet”).
Diese Erhebungsergebnisse wurden im Rahmen von Mobile Life veröffentlicht, einer jährlich von TNS durchgeführten Studie, die untersucht, wie Konsumenten mobile Technologien nutzen. Gerade Anbietern mobiler Anwendungen
(Banken, Einzelhandel, Mobilfunkanbieter) bietet die global angelegte Studie laut TNS eine Vielzahl an Informationen, auf deren Grundlage Anbieter mobiler Finanzdienste Strategien entwickeln, um Neukunden zu gewinnen und Bestandskunden
zu halten.
VISA investiert 100 Mio. Euro in M-Payment
Lesetipp Financial Times Deutschland: VISAs Pläne für mobile Bezahlsysteme.
M-Payment: Googles NFC-Pakt m. Mastercard u. Citigroup
Google hat offenbar wichtige Partner gefunden, um seine erweiterte
NFC-Unterstützung in Android 2.3.3 zu vermarkten, wie u.a. der gerade von Computec Media übernommene News-Service golem.de berichtet: Google, Mastercard,
Citigroup und Verifone Systems wollen noch dieses Jahr eine diesbezügliche Kooperation an den Start bringen.
Mobile Payment: NFC dauert noch
Die nächste iPhone-Generation wird nach Informationen des Independent weiterhin auf die Funktechnik NFC (Near Field Communication) verzichten, wie u.a. heise.de berichtet: “Großen britischen Carriern habe Apple zu verstehen gegeben, keinen NFC-Chip im neuen iPhone (“iPhone 5″) zu integrieren, da es keinen eindeutigen branchenweiten Standard gebe.”
Fehlen eindeutiger Standards bremst die Entwicklung
Dies deckt sich mit Ergebnissen einer weltweiten Umfrage zum Thema Mobile Payment, die Sybase 365 beauftragt hat. Aus den Ergebnissen:
- 40 % der befragten Personen gaben an, dass die größten Hemmfaktoren für eine Einführung mobiler Zahlungen auf einen Koordinationsmangel zwischen Providern, Händlern, Banken und App-Entwicklern zurückzuführen sind.
- Während NFC in Zukunft dabei helfen wird, mobile Zahlungsvorgänge zu ermöglichen, halten laut Sybase erfolgreiche und etablierte mobile Technologien einschließlich SMS und USSD bereits heute die Entwicklung dieses Ökosystems am Laufen – dies wird allerdings nicht durch irgendwelche Umfrageergebnisse erhärtet.
- Mobile Kanäle wie SMS, Browser und Applikationen werden bereits von Händlern weltweit angewendet. NFC steht laut Sybase 365 immer noch vor der Herausforderung, die Kundenerfahrung mit mobilen Zahlungen bedeutend schneller und einfacher gestalten zu müssen, als es sowieso schon der Fall ist.
- Von den über 250 befragten Mobile Insiders, die auf dem Mobile World Congress (MWC)an der Umfrage teilnahmen, glauben 76 Prozent, dass NFC-basiertes Mobile Payment noch mindestens zwei Jahre brauchen wird, um sich auf dem Markt durchsetzten zu können. Der Mangel an NFC-Nutzern am Point of Sale (26 %) und die teilweise unzureichende Ausstattung der Endgeräte (25 %) wurden als weiterer Hinderungsgrund für eine schnelle Weiterentwicklung des Mobile Payments genannt.
Bei Android geht es allerdings schneller voran: Mit Nexus S und dem Samsung Galaxy S2 sind bereits Geräte mit integriertem NFC-Chip verfügbar oder zumindest angekündigt.
Event: droidcon, 23.-24.03.11, Berlin
Die dritte Auflage der Android-Entwickler-Konferenz droidcon steht vor der Tür. Diesmal in der Urania Berlin wird ein aus drei Keynotes und rund 35 Vorträgen gegliedertes Programm geboten, das in die Themenbereiche Development, Augmented Reality, No-Java Development, Games, Android Framework, Markets and Monetization, Mobile Business (u.a. Bezahlmethoden) und Hardware gegliedert ist.
Am 23. März – dem Vortag der Konferenz – findet wie auf den bisherigen droidcons auch ein kostenloses Barcamp statt. Die Vorträge des Barcamps werden wie üblich nicht vorgegeben, sondern vor Ort abgestimmt. Ein Hackathon mit gemeinsamem Android-Programmieren wärmt bereits am 20. März für die droidcon auf.
“Honeycomb” – die u.a. für Tablets optimierte Android 3.0-Version – und die dazu gehörende Hardware bilden einen Schwerpunkt auf der droidcon. Blogger Sascha Pallenberg eröffnet folglich die Konferenz mit einem Vortrag über “Tablets, Superphones: the Coming Hardware Platforms”. Sparky Rhode – Android Advocat von Google wird die technischen Änderungen erläutern, die sich mit der Erweiterung von Android auf Tablets ergeben. Weitere Schwerpunkte sind wie gesagt Augmented Reality und das noch neue Feld der 3D-Benutzeroberfläche unter Android mit einer dazu passenden Keynote von Erik Hellmann, Research Manager bei Sony Ericsson.
Die Teilnahme an der Konferenz kostet 129 Euro inkl. Mehrwertsteuer.
Programm und Registrierung
Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft
Laut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.
Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:
- Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
- Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
- Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
- M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
- Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
- Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
- Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
- Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
- Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
- Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.
Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.
Mit dem Smartphome per NFC bezahlen
Auch die Deutsche Telekom kündigte jetzt Bezahllösungen für Handsets an. “Mobile Wallet” setzt auf Near Field Communication (NFC) und soll noch im laufenden Jahr angeboten werden.
via golem.de
