Selbstmanagement – der Kompakt Coach

Die App “Selbstmanagement – der Kompakt Coach” von sueddeutsche.de und Haufe will Anwender auf spielerische Art entdecken lassen, wie man mit Aufgabenplanung & Co. weiterkommt.

Mobile Professionals kennen ihn vielleicht sogar noch mehr als andere Beschäftigte: ein komplett mit Arbeit zugeschütteter Schreibtisch. Auch nach ‘zig E-Mails, Telefonaten und Besprechungen kann sich dann das Gefühl einstellen, nichts “wirklich” oder nicht genug erledigt zu haben.

Die vorliegende App hat den Anspruch, als “Kompakt Coach” zu vermitteln, wie man sich besser organisiert. Dazu werden folgende fünf Themen aufgeboten: “Ordnung schaffen”, “Aufgaben planen”, “Zeitfresser besiegen”, “Nein sagen” und “Ziele setzen”. Vor allem letzteres soll zu mehr Balance und Zufriedenheit im Leben führen.

Entgegen so vieler anderer weniger gelungener Beispiele im App Store handelt es sich bei dieser App um keine Schmalspur-Umsetzung eines Fachbuchs (oder meist auch nur einer Checkliste). “Selbstmanagement” macht hingegen Ernst mit dem Ansatz, Inhalte durch interaktive spielerische Elemente erfahr- und lernbar zu machen. Man kämpft sich durch das konkrete Lösen von Aufgaben durch den Zeitfresser-Dschungel, erhält dabei sofort Feedback und Tipps und hat (lernbegünstigende) Erfolgserlebnisse.

Drei wichtige Formen der Wissensaneignung sind in der App verdrahtet: selbst ausprobieren (“Parcours”), lesen (“Wissen”) und überprüfen (“Test”).

Im Parcours findet sich der Nutzer in genau den Alltagssituationen wieder, die ihm auch tagtäglich zu schaffen machen können. Er sitzt zum Beispiel an einer wichtigen Aufgabe und wird dauernd unterbrochen. Etwa von Kollegen, die mit dem Klassiker “Hast du mal ‘ne Minute?” im Zimmer stehen. Soll er den Abgabetermin verschieben? Die Störer abwimmeln? Am Ende ist die “stille Stunde” das empfohlene Mittel der Wahl. An diese Situationen – insgesamt 15 – schließen sich in zehn Fällen Spielereien zum Üben der Technik an. So wird der Parcours zu einem zwar durchaus vergnüglichen, aber nicht zu unterschätzenden Hürdenlauf.

Im Bereich “Wissen” gibt es die elf wichtigsten Dinge zu einem Thema zu entdecken. Hier werden die Inhalte des Parcours vertieft und Methoden, Kniffe und häufige Fehler kurz und bündig erläutert – ein überschaubarer Lesestoff, mit dem sich Wartezeiten sinnvoll verkürzen lassen und der auch auf dem iPhone Display genossen noch Sinn macht.

Zuletzt hat der User Gelegenheit, sein Wissen in einem “Test” mit 30 Multiple-Choice-Fragen zu überprüfen. Dank einer detaillierten Auswertung kann er Lernfortschritte, aber auch Lücken identifizieren.

Wer im Test in einzelnen Bereichen nicht so gut abschneidet, kann im Parcours noch einmal gezielt die entsprechenden Techniken einüben oder das Wichtigste im Wissen nachlesen.

Gelungene Kooperation zwischen sueddeutsche.de und Haufe! “Selbstmanagement” für das iPhone kostet 2,99 Euro und ist diesen Preis auch wert. PRAXISTEST-Fazit: ****.
In der gleichen Reihe gibt es übrigens auch noch den Titel “Sich durchsetzen”.

iTunes-Link

Autor: klaus, veröffentlicht am: 27. 09. 2011

Kategorien: iPhone Programmierung

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Praxistest: Stress adieu?

Sie wissen es selbst am besten – Das Leben von Mobile Professionals ist oft reichlich stressige. Schon länger gibt es daher Apps, die gezielt beim Diagnostizieren eines Burnouts – oder noch besser bei der Vorbeugung assistieren wollen. Noch ein wenig früher versucht das vorliegende Angebot der Haufe Akademie anzusetzen: Mit ihr soll man die eigene Stress-Belastung feststellen können und vor allem die eigenen Stressauslöser identifizieren. Im Idealfall soll dies zu zu mehr Gelassenheit in Beruf und Freizeit führen. In die App sind laut Anbieter “die Ergebnisse hunderter Anti-Stress-Seminare” eingeflossen.

Der Schnelltest basiert auf 25 “wissenschaftlichen Fragen”, die per Picker-Rad nach den Kategorien “Häufigkeit” und “Wie störend” bewertet werden, z. B. “Meine Arbeitsumgebung ist störend”. Dabei wird der Fortschritt angezeigt. Die folgende Auswertung beruht auf einem Zahlenwert für die “Stressbelastung”, auf Wunsch noch unterlegt mit einer “Detailauswertung” (Grafische Darstellung der gegebenen Bewertungen).

Überdies offeriert die App in einer “Tipps”-Sektion folgende Kurzbeiträge: “Aufgaben priorisieren”, “Work-Life-Balance”, “Stressresistenz” (“Erfolge machen uns stressresistent”…) und “Delegieren, aber richtig!”.

 Die Sektion “Relax” bietet eine Einführung in die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen inklusive Podcast! Kursorische Erwähnung finden auch noch Atem-Mediation (ein weites Feld, bei dem man nach Meinung erfahrener Yoga-Lehrer beim DIY-Lernen allerdings ernste Schäden anrichten kann) sowie die Anti-Stress-Atmung – wieder mit einer Unterrichtung via Podcast.

Natürlich präsentiert eine eigene App-Sektion auch die Seminar-Angebote der Haufe-Akademie zum Thema.

Die aktuelle Version 1.0.0.1 von “Stress adieu!” (21,2 MB) kann
hier heruntergeladen werden. Sie steht für iPhone, iPod touch und iPad zur Verfügung und kostet jeweils stramme, angesichts des getriebenen Aufwands aber akzeptable 2,99 Euro. PRAXISTEST-Fazit: ***

Praxistest: Verhandlungen gewinnen

Diese App von Appinar transportiert Inhalte des Autors Friedhelm Wachs. Wachs ist Betriebswirt und Politologe und laut eigenen Aussagen “seit über 30 Jahren Praktiker auf dem internationalen Verhandlungsparkett, unterstützt Weltkonzerne, Regierungen und Privatpersonen in schwierigen Verhandlungssituationen”. Das vermag zu erklären, dass diese App das Thema wirklich umfassend behandelt und trotz der auf dieser Plattform erforderlichen Konzentration nichts Wesentliches auslässt (aber nicht, warum im Impressum der App lediglich Heinrich Kürzeder genannt wird – er ist Inhaber der 5 Sterne Trainer Agentur die u.a. Hrn. Wachs vermarktet.).

Warum überhaupt dieses Thema? “93% aller Verhandlungsergebnisse sind schlecht. Nur 7% der Verhandlungen erzielen ein optimales Ergebnis”, erläutert der Autor. Dies liege zum einen an einer ungenügenden Vorbereitung und zum anderen an einer mangelnden Selbstsicherheit am Verhandlungstisch. Beides aber sei erlernbar.

Nachvollziehbarerweise werden als zentral für den Verhandlungserfolg: klar definierte Verhandlungsziele (sowie ggfs. Alternativen, falls die Ziele nicht erreichbar sind) herausgearbeitet sowie möglichst gute Kenntnis des Verhandlungsgegners bzw. -partners (zu erlangen beispielsweise durch Social Network-Recherchen…).

Für die Info-Bedürfnisse von mobile Professionals wurde die App in 21 Artikel-Häppchen portioniert. Diese behandeln die Themen Verhandlungsvorbereitung, Werte (s.u.), Verhandlungsziele, Verhandlungsalternativen, Verhandlungsprofiling, Zeitplanung, Sitzordnung, Verhandlungspausen, Körpersprache (das allein viele eigene Bücher füllen könnte), Erscheinungsbild, Notizen und sogar ” Ethisches Verhandeln”.

Sinnvoll: Der E-Mail-Export. Die auf iTunes angepriesene “Facebook”-Funktion hingegen haben wir zwar nicht gefunden, halten sie aber bei diesem Thema auch nicht für entscheidend
[Nachtrag: Mit freundlicher Hilfe des Entwicklers doch noch gefunden. Die Funktion dient allerdings lediglich der Empfehlung der App selbst u. nicht dem Teilen von Inhalten].

Soweit die Goodies, im Folgenden ein wenig Detailkritik:
- Vermittlung aller Inhalte nur durch Lesen;
- keine Fotos (außer dem einen, ostinat wiederholten Schmuckbild), nicht mal beim Punkt “Erscheinungsbild”, keine Graphiken, kein Bewegtbild;
- keine wie auch immer geartetete Lernstandsüberprüfung, keine zusammenfassende Wiederholung;
- Dafür, dass hier die Schrift das einzig vermittelnde Medium ist, scheint sie (ebenso wie der grob berechnete Blocksatz) wenig lesefreundlich gewählt und vor allem nicht variierbar, auch nicht in den fehlenden “Einstellungen”;
- Sequentielles Vorblättern durch “Nächster Artikel”-Button, leider KEIN “Zurück”-Button. Links oben geht es nur ins Inhaltsverzeichnis zurück;
- Keine Lesezeichen, daher geht der Lesefortschritt beim Kaltstart der App verloren;
- Im Kapitel “Werte” wird nicht zwischen persönlichen Werten und solchen aus dem Geschäftsleben unterschieden. Die App verbreitet die zumindest diskussionswürdige These, dass niemand erfolgreich entgegen seiner eigenen Werte (ver-)handeln könne. Der App-Nutzer wird folglich angehalten, seine drei wichtigsten Werte ohne diese Unterscheidung aus einer so langen wie krausen Liste auszusuchen. Diese enthält völlig disparate Kategorien – Werte wie “Sicherheit”, Eigenschaften wie “Durchhaltevermögen”, Aktivitäten/Antriebe wie “Sex” und phänomenale Konzepte wie “Glauben”.

Dennoch überwiegt das Licht bei dieser erfolgreichen App, die u.a. seitens Apple als “Neu & beachtenswert” hervorgehoben wurde. “Verhandlungen gewinnen | 5 Sterne Trainer” kostet 1,59 Euro. PRAXISTEST-Fazit: für “Fünf Sterne” hat es zwar nicht ganz gereicht, aber doch für ***.

“Verhandlungen gewinnen” auf iTunes laden

Andere Titel von diesem Entwickler: “Präsentation”, “Selbstmotivation”, “Zeitmanagment”, “Schneller lesen”, “Namen merken”, “Neukunden gewinnen”, “Erfolgreich führen”, aber “auch Gesund im Büro”.

62% riskieren Sicherheitslücken bei der Nutzung von Smartphones


Die Sicherheitsrisiken im Umgang mit dem Smartphone oder Tablet-Rechner sind der Mehrheit der Deutschen schlicht nicht bekannt. Daher halten wohl auch nur 38 Prozent eine Verschlüsselung von auf dem Endgerät abgelegten Daten oder von Mobilfunkkommunikationen für notwendig. Dies sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen Verbraucher-Umfrage “Mobile Geräte im Alltag” von Steria Mummert Consulting und dem Marktforscher Toluna. 1.000 Bundesbürger wurden dazu befragt.

Gut jeder Fünfte ist sogar der Meinung, es gebe keinerlei Sicherheitsmaßnahmen, die im Umgang mit den mobilen Geräten berücksichtigt werden müssten. Vielleicht am bestürzendsten für IT-Verantwortliche: 40 Prozent der Befragten zeigten sich davon überzeugt, auch bei der geschäftlichen Nutzung eines Smartphones oder Tablets ausschließlich alleine für die Sicherheit verantwortlich zu sein. Eine Einbindung in die IT-Sicherheitsstrategie des Unternehmens lehnen sie ausdrücklich ab, obwohl im beruflichen Umfeld durch den ungesicherten Austausch sogar Kundendaten gefährdet sind.

IT-Abteilungen deutscher Unternehmen hinken laut den Consultern dieser Sicherheitslücke hinterher. Denn in den Management-Guidelines, die für Computer und andere technische Geräte vorgesehen sind, fehle häufig noch die Erfassung mobiler Geräte. Dabei wissen die wenigsten Anwender, dass sich Smartphones beispielsweise zum illegalen Abhören von Räumen missbrauchen lassen oder Aufenthaltsorte dank GPS verfolgbar sind. Speziell Führungskräfte setzen sich durch Unachtsamkeit rechtlichen Risiken aus. So stellt schon das Speichern von Mitarbeiterdaten im E-Mail-Ordner eines ungeschützten Geräts einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz dar. Für Unternehmen empfiehlt es sich daher dringend, die im Umlauf befindlichen mobilen Geräte der Mitarbeiter in das IT-Sicherheitskonzept zu integrieren. Dabei ist bei den Mitarbeitern allerdings zuvor erhebliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn nur jeder vierte Mobile Professional wäre derzeit bereit, die Zugriffssteuerung auf Bluetooth und andere Übertragungsfunktionen der IT-Abteilung zu überlassen. Restriktionen bei der Installation von Apps, laut Steria Mummert “einer der größten Gefahrenherde mobiler Kommunikation”, würden nur 20 Prozent der Anwender in Kauf nehmen.

Mobile Security – das 10-Punkte-Programm

Laut Prognosen der IDC wird die mobile Workforce 2013 weltweit bereits aus 1,2 Mrd. Mitarbeitern bestehen. In bereits zwei Jahren sollen also 35 Prozent der gesamten berufstätigen Bevölkerung zumindest teilweise Mobile Professionals sein. Die Yankee Group sagt sogar für Ende dieses Jahres voraus, dass weltweit mehr als 57 Prozent aller Mitarbeiter „ein Smartphone am Arbeitsplatz einsetzen“.

Eindeutig ist, dass Mobile Computing rasant an Fahrt gewinnt. Im gleichen Tempo sollte auch das Thema Mobile Sicherheit an Wichtigkeit für Unternehmen zunehmen. Denn neben den Vorteilen von mobilen Endgeräten im Unternehmenseinsatz (Steigerung von Effizienz und Arbeitsmoral, Verbesserung der Datengenauigkeit und -verfügbarkeit sowie mögliche Reduzierung der Betriebskosten) bestehen auch etliche zusätzlich entstehende Risiken, wie beispielsweise Abhören/Abfangen des Datenverkehrs, Datenverlust einschließlich Passwörter fürs Unternehmensnetzwerk durch verlorene Smartphones/Tablets/Notebooks oder auch Malware-Befall.

Remote Management und Datenschutz stellen daher ITK-Abteilungen vor deutliche Herausforderungen. Die Mobile-Spezialisten der SAP-Tochter Sybase empfehlen, Sicherheitsrichtlinien und -funktionen im mobilen Bereich einzuführen, Tools für das von Mobile Device Management einzusetzen und folgende zehn Punkte besonders zu beachten:

  • 1. Wahrnehmung aller Sicherheitsbedrohungen durch mobile Geräte wie Verlust, Malware, Bugs oder überholte Betriebssystem-Versionen.
  • 2. Einführung und Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien für mobile Geräte, Sensibilisierung der Mitarbeiter.
  • 3. Einsatz einer Mobile Management Platform, die es der IT erlaubt, eine Vielfalt an Geräten und Betriebssystemen zentral zu implementieren, zu konfigurieren und zu managen (idealerweise sowohl private als auch unternehmenseigene Geräte).
  • 4. Nutzen von Mobile Management Tools, die Einblick in den Gerätestatus liefern, so dass Sicherheitslücken schnell identifiziert und automatisch behoben werden können.
  • 5. Einschränkung bekannter Schwachstellen, z. B. im Zusammenhang mit Applikations-Download, Location-spezifischer Kamera-Restriktion (vgl. Kamera-Verbot in Banken) etc.
  • 6. Einführung eines Portfolios an Device-Security-Lösungen, die alphanumerische Passwörter, Authentifizierung, Verschlüsselung und Remote Wipe (Fernlöschung)
    umfassen.
  • 7. Kontrolle von Download, Installation und Konfiguration jeglicher Apps, die Nutzern Zugang zu Unternehmensinformationen verschaffen.
  • 8. Abwägung von Server Software vs. Managed Mobility Services, wobei letztere eine schnellere, günstigere und flexiblere Art der Gerätekontrolle bieten.
  • 9. Anbieten einer breiten Gerätepalette, da es die Akzeptanz mobiler Lösungen steigert, wenn Mitarbeiter ihr bevorzugtes Gerät einsetzen können.
  • 10. Dialogfreie Wartung und Kontrolle von Geräten – entweder “Online”/Over The Air (OTA) per Mobilfunk – oder durch integrierte Regeln zur Offline-Ausführung.

Videokonferenzen via App steuern

BT Germany (British Telecom) stellt mit BT Engage Meeting Mobile die nach eigenen Angaben erste App für iPhone, iPad (Universal App) sowie Smartphones und Tablets mit Android OS vor, mit der Videokonferenzen geplant und gesteuert werden können. Damit soll der Initiator einer Videokonferenz von seinem mobilen Gerät aus die genutzten Video-Endgeräte steuern, Meetings planen, starten, beenden und bei Bedarf die Konferenzdauer verlängern können. Die Anwendung ist laut BT kompatibel mit Videokonferenztechnik von Cisco, LifeSize, Polycom oder Tandberg.

Die Applikation arbeitet in Verbindung mit dem Web-basierten Tool BT Engage Meeting Manager, das einen Konferenz-Agenten, Meeting-Templates, individuell anpassbare Teilnehmer-Verzeichnisse, die Integration des Apple-Kalender-Systems iCal sowie mehrere Online-Reporting-Tools umfasst. Auch die Planung und Steuerung von Unternehmens-übergreifenden Videokonferenzen soll hiermit möglich sein – sowohl aus dem Konferenzraum heraus als auch von unterwegs.

Mit dem “BT MeetMe Mobile Controller” war 2010 bereits ein Produkt für Audiokonferenzen vorgestellt worden. Die Apps sind kostenlos.

BT Engage Meeting Mobile for iOS / Universal App

BT Engage Meeting Mobile for Android

Tablets für Versicherungen

Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner verändert der Einsatz von Tablet-PCs die Geschäftsprozesse vieler Unternehmen. Gerade die Versicherungsbranche stehe vor zahlreichen neuen Herausforderungen durch veränderte Kundenerwartungen, neue regulatorische Anforderungen und den Einfluss neuer Technologien. Eines der Themen, die von vielen Versicherern derzeit intensiv diskutiert werden, seien Media Tablets und mobile Anwendungen sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf IT- und Geschäftsstrategie (etwa auf den Multichannel-Vertrieb). Im Fokus stehen dabei laut Gartner verschiedene Nutzergruppen: eigene Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, Agenten und Makler sowie Endkunden. Tablet-PCs lassen sich beispielsweise aufgrund ihrer hohen Benutzerfreundlichkeit sehr einfach im Beratungsgespräch einsetzen und werden von einigen Versicherungen auch wegen ihrer innovativen Außenwirkung auf Kunden und Vertriebspartner unter Image-Aspekten geschätzt.

Media Tablets und für diese entwickelte mobile Apps werden für verschiedene Elemente der Wertschöpfungskette in einer Versicherung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Neben Beratung und Vertrieb gehören dazu beispielsweise auch das Schadensmanagement oder die Vertragsverwaltung. Angesichts einer nachlassenden Kundenloyalität/höherer Wechselfreudigkeit und eines zunehmend gesättigten Marktumfelds können Tablet-PCs und mobile Anwendungen dazu beitragen, operative Prozesse zu optimieren oder die Kundenbeziehung zu vertiefen.

mehr von Gartner zur Versicherungsbranche

Gartner: iPad and Beyond – The Media Tablet in Business

App-Store Link zur App “Meine IKK” von Glanzkinder

iCloud am Horizont

Apple stellte iCloud als “bahnbrechende Zusammenstellung kostenloser Cloud-Services” vor, “die nahtlos mit allen Anwendungen auf iPhone, iPad, iPod touch, Mac oder PC zusammenarbeitet und automatisch und drahtlos alle Inhalte in der iCloud speichert und automatisch und drahtlos auf alle Geräte eines Anwenders pusht. Sobald sich irgendetwas auf einem Gerät des Anwenders ändert, werden all seine Geräte fast im selben Augenblick drahtlos aktualisiert.”

Die kostenlosen iCloud Services beinhalten:

  • Die früheren MobileMe-Services Kontakte, Kalender und E-Mail – jeweils mit einer völlig neuen Architektur und komplett überarbeitet, um nahtlos mit iCloud zusammenzuarbeiten. Anwender können Kalender mit Kollegen, Freunden oder Familie teilen, der werbefreie Push-E-Mail-Account wird auf ‘me.com’ gehostet. Der Posteingang und sämtliche Postfächer werden auf allen iOS-Geräten und Computern des Anwenders auf dem aktuellsten Stand gehalten.
  • App Store und iBook Store laden jetzt alle gekauften iOS Apps und Bücher auf alle Geräte des Anwenders herunter, also nicht nur auf das Gerät, von dem aus sie gekauft wurden. Darüber hinaus bieten App Store und iBookstore nun eine Einkaufs-Historie – ein einfacher Fingertipp auf das iCloud Symbol lädt alle Apps und Bücher auf jedes iOS-Gerät (bis zu 10 Geräte), ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.
  • iCloud Backup erstellt automatisch und sicher Backups der iOS-Geräte in der iCloud. Eine Datensicherung findet täglich über WLAN statt, sobald iPhone, iPad oder iPod touch aufgeladen werden. Gesicherte Inhalte umfassen gekaufte Musik, Apps und Bücher, Aufnahmen (Fotos und Videos), Geräteeinstellungen und Daten der Apps. Wird ein iOS-Gerät ersetzt, reicht die Eingabe der entsprechenden Apple ID und des dazugehörigen Passworts während des Einrichtungsvorgangs und iCloud stellt das neue Gerät wieder her.
    Gerade diese und die nachfolgend beschriebene Funktionalität ist sicher gerade auch für mobile Professionals u. OS-Geräte im Unternehmensseinsatz spannend – wenn die Sicherheitsproblematik dieser automatischen Back-ups geklärt ist.
  • iCloud Storage speichert nahtlos alle mittels iCloud Storage APIs erstellten Dokumente und pusht sie auf jedes Gerät des Nutzers. Wird ein Dokument auf einem der Geräte verändert, pusht iCloud diese Änderungen automatisch auf alle anderen Geräte des Anwenders. Die Apps Pages, Numbers und Keynote von Apple machen sich den iCloud Storage Dienst bereits zunutze. Anwender erhalten bis zu 5 GB an kostenlosem Speicherplatz für ihre E-Mails, Dokumente und Backups. Der Speicherplatz für Musik, Apps und Bücher, die bei Apple gekauft wurden und das Speichervolumen, das Photo Stream benötigt, wird nicht auf diese 5 GB Gesamtspeicherkapazität angerechnet. Anwender können zudem zusätzlichen Speicherplatz erwerben – Details dazu werden zum Start von iCloud bekannt gegeben.
  • Der Photo Stream Service von iCloud lädt automatisch sämtliche Fotos, die ein Nutzer mit einem seiner Geräte schiesst oder auf eines seiner Geräte importiert hoch und pusht sie zu allen Geräten und Computern des Anwenders.
    Um Speicherplatz zu sparen werden die neuesten 1.000 Fotos auf jedem Gerät gespeichert, um sie dort ansehen, oder in ein Album zur permanenten Speicherung verschieben zu können. Macs und PCs speichern sämtliche Fotos aus Photo Stream permanent, da sie über mehr Speicherplatz verfügen. iCloud speichert jedes Foto nur für 30 Tage in der Wolke.
  • iTunes in the Cloud ermöglicht das Herunterladen der bereits gekauften iTunes Musik auf sämtliche iOS-Geräte eines Nutzers, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Neue Musikeinkäufe können automatisch auf alle Geräte eines Anwenders heruntergeladen werden. Mit iTunes Match kann man die selben Funktionen zusätzlich auch für nicht in iTunes erworbene Musik nutzen. iTunes Match ist ein Service, der Musiktitel des Anwenders mit einer DRM-freien Version im AAC-Format und einer Datenrate von 256 KBit/s ersetzt, sofern der über 18 Millionen Songs umfassende iTunes Store ein entsprechendes Pendant bereithält. iTunes Match macht die entsprechende Musik binnen Minuten verfügbar (anstatt Wochen, die es bräuchte um die gesamte Musikbibliothek eines Nutzers hochzuladen) und lädt nur den kleinen Prozentsatz der Musik des Nutzers in die Cloud, zu dem kein entsprechendes Gegenstück im iTunes Store gefunden werden konnte. iTunes Match wird ab Herbst dieses Jahres zunächst nur in den USA für eine Jahresgebühr von 24,99 US-Dollar zur Verfügung stehen.

Eine Beta-Version von iCloud, sowie Cloud Storage APIs steht Mitgliedern des iOS und Mac Developer Program bereits jetzt zur Verfügung. Für Endverbraucher wird iCloud zeitgleich mit iOS 5 im Herbst erhältlich sein. Anwender können sich kostenlos für iCloud über ein iPhone, iPad oder iPod touch, auf dem iOS 5 läuft oder einen Mac mit Mac OS X Lion und einer gültigen Apple ID anmelden.

iTunes in the Cloud ist ab heute in den USA erhältlich und setzt iTunes 10.3 und iOS 4.3.3 voraus. Der automatische Download von Apps und Büchern ist ab heute verfügbar. Die Nutzung von iCloud mit einem PC setzt Windows Vista oder Windows 7 voraus. Outlook 2010 oder 2007 werden für den Zugriff auf Kontakte und Kalender empfohlen.

Keynote, Numbers & Pages go iPhone

Apples Produktivitäts-Suite iWork (bestehend aus Keynote, Pages und Numbers) ist ab sofort auch für iPhone und iPod touch verfügbar. Die ursprünglich für den Mac entwickelte Office-Standardsoftware war schon länger fürs iPad erhältlich – Keynote entspricht sozusagen PowerPoint und beherrscht animierte Diagramme u. Übergänge; Mit der separat erhältlichen Keynote Remote App kann mit iPhone oder iTouch eine Keynote-Präsentation auf jedem iOS-Gerät oder Mac ferngesteuert werden. Numbers ist die Apple-Ausgabe von eXcel, Pages ist im Obstgarten für die Textverarbeitung zuständig.

Der Austausch von Dokumenten mit iWork für den Mac soll ebenso unterstützt werden wie mit MS-Office-Dokumenten. Drahtlos gedruckt wird mit AirPrint . Das iWork-Update als Universal App ist für Nutzer der iPad-Version kostenlos. Für alle anderen kostet es 7,99 Euro pro App. Keynote Remote ist separat über den App Store für 79 Cent verfügbar.
mehr Infos zu iWork

WWDC
Weitere Neuigkeiten dürfen für Anfang kommender Woche erwartet werden, wenn Steve Jobs und andere die diesjährige Worldwide Developers Conference (WWDC) am 06.06. um 10:00 Uhr Ortszeit mit einer Keynote eröffnen. Neben Mac OS X “Lion” wird es auch um iOS 5 sowie Apples Cloud-Computing Services iCloud gehen.

Mehr Infos zur WWDC

Branchen-Special: Apps für Werber

Werben & Verkaufen stellt in einer kleinen Serie “Apps für Kreative” vor, also Apps, die Werbern im Job helfen sollen.

Teil 1 widmet sich “Apps, die Planung und Organisation erleichtern”, Teil 2 “Apps, die das Leben auf Dienstreisen erleichtern“.

Update 27.05., Teil 3: “Apps für die Recherche

Update 02.08., Teil 4: “Apps für die Kreativarbeit

Update 26.08., Teil 5: “Apps für die Kreativarbeit ii

Autor: klaus, veröffentlicht am: 7. 05. 2011

Kategorien: iPad Programmierung, iPhone Programmierung

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