10 Mobil-Gebote
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat auf der Branchenmesse “Mobile World Congress” (MWC)in Barcelona zehn Thesen zur Zukunft des Mediums Mobile in 2012 vorgestellt. Die Experten der BVDW-Fachgruppe erkennen Veränderungen aus Unternehmens- und Anwendersicht insbesondere bei den Unterthemen Mobiles Internet, Mobile Advertising, Mobile Business Solutions, Mobile Creation und Mobile Commerce:
1. Das mobile Internet erobert den Massenmarkt.
2. Die Claims im Ökosystem Mobile sind noch nicht abgesteckt.
3. Mobile Dienste müssen nutzwertig und relevant sein.
4. Sprache revolutioniert die Steuerung von Apps.
5. Social Network-Kampagnen müssen mobil funktionieren.
6. Mobile gehört in einen intelligenten Media-Mix.
7. Reichweite für Mobile Advertising wächst stark.
8. QR-Codes gewinnen für Unternehmen an Relevanz.
9. Mobile Commerce stimuliert E-Commerce.
10. Mobilität als Vorteil für Arbeitgeber.
Über 1/4 d. Deutschen nutzt Smartphones
Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz (BMELV) nutzen 26 Prozent der deutschen Verbraucher ein internetfähiges Smartphone. Bei den unter 30-Jährigen sind es mit 58 Prozent sogar bereits mehr als die Hälfte aller Verbraucher.
Gleichfalls 26 Prozent der Nutzer sorgen sich allerdings um die Sicherheit im mobilen Internet bei der Nutzung von Apps. 36 Prozent stört es, dass Smartphones über die Ortungsfunktion jederzeit den Aufenthaltsort feststellen können – nach willentlicher Aktivierung dieser Location Based Services seitens des Nutzers (LBS).
Laut Forsa-Umfrage besitzt ein Drittel der 30- bis 44-Jährigen und gut jeder Fünfte der 45- bis 54-Jährigen ein internetfähiges Smartphone. Unterschiede gibt es auch zwischen Ost und West: In Ostdeutschland nutzen 19, in Westdeutschland 27 Prozent ein Smartphone. Nur jede fünfte Frau ist Smartphone-Nutzerin, wogegen fast ein Drittel der Männer ein Smartphone nutzt. Die beliebtesten Funktionen bei Smartphones sind E-Mails lesen und Nachrichten über soziale Netzwerke austauschen. Zudem ergab die Umfrage, dass 79 Prozent der Nutzer schon einmal Apps auf ihr Smartphone heruntergeladen haben!
zur Pressemitteilung des Verbraucherschutzministeriums
UPDATE:
Nach u.a. vom Handelsblatt referierten GfK-Zahlen war sogar fast jedes zweite 2011 neu gekaufte Handy in Deutschland ein Smartphone. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz dieser Geräte um 88 Prozent auf 14,6 Millionen Stück. Gleichzeitig sank die Zahl der nicht App-fähigen Feature Phones um 26 Prozent auf 15,2 Millionen. Deutschland ist damit laut GfK weiterhin der europaweit zweitgrößte Absatzmarkt für Smartphones, hinter Großbritannien. In Europa stieg die Nachfrage nach Mobiltelefonen um 3,2 Prozent, davon bei Smartphones um 67 Prozent. Ihr Anteil an allen verkauften Handys nahm von 22 auf 36 Prozent zu.
Event: MobileTechCon 2012
Der Verlag Software & Support Media veranstaltet im März zum vierten Mal die MobileTech Conference (MobileTechCon). Vom 26. bis 29. März 2012 soll im Holiday Inn Munich Center Hotel “das Beste rund um die Themen Mobile Development und Business” aufgefahren werden. Die Hauptkonferenz am 27. und 28. März 2012 bietet auf sechs thematische Tracks verteilte Sessions und Keynotes. Diese decken jeweils die Themen Android, iOS, Mobile Web sowie “Marketing-, Business- und Trend-Themen” ab. Die “Special Days” widmen sich jeweils einem Schlüsselthema. Moderiert von einem Experten des jeweiligen Themengebiets, sollen sie “mit ihren zahlreichen Vorträgen umfassendes Wissen” vermitteln.
Für die während der Veranstaltung verliehenen MobileTech Awards sind Preise im Gesamtwert von Euro 20.000 ausgelobt. Die in sechs Kategorien ausgezeichneten App-Entwickler erhalten über den reinen Geldpreis hinaus ein Leistungspaket, das sie beim Vermarkten ihrer App unterstützen soll. Bewerbungsschluss ist der 20. Februar 2012.
Fast 100% der Technikversierten haben Smartphones
Sicherheits-Spezialist Kaspersky hat Nutzer befragt, die ein Smartphone oder Tablet und gleichzeitig PC oder Notebook besitzen. Laut der nicht-repräsentativen Erhebung greift diese technisch gut ausgestattete Personengruppe mittlerweile “mit Vorliebe zum Smartphone”: 92 Prozent davon besitzen ein intelligentes Handy – nur knapp ein Drittel (30 Prozent) nennt ein Tablet sein Eigen. Spitzenreiter bei der Smartphone-Verbreitung sind die deutschen Nutzer. In der Befragung gaben 96 Prozent der Teilnehmer an, ein Smartphone zu besitzen, 79 Prozent der befragten Deutschen nutzen einen Desktop-Rechner.
Mobiles Internet wird Normalzustand
Weiteres Ergebnis: Wer ein Smartphone besitzt, geht damit auch regelmäßig online. Bei 65 Prozent der europäischen Befragten gehört regelmäßige Internet-Nutzung ganz selbstverständlich zum Smartphone dazu. Mit 64 Prozent liegt nach diesen Ergebnissen der Internet-Zugriff via Desktop bereits knapp dahinter! In der Praxis zeigt sich also eine Dreiteilung für den Internet-Zugriff: Notebook, Smartphone und PC. Internet-Zugriff via Spielekonsole (Connected Devices; 25 Prozent) oder Smart-TV (11 Prozent) liegen derzeit deutlich dahinter.
Die Umfrage wurde im Auftrag von Kaspersky Lab vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGovdurchgeführt. Insgesamt wurden 2.478 Nutzer aus Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und Großbritannien befragt, davon 401 Deutsche. Alle Befragten sind über 18 Jahre alt und per Vorauswahl Besitzer eines mobilen Geräts (Smartphone oder Tablet) und eines konventionellen Rechners (PC, Laptop oder Mac).
Kaspersky bietet mit Kaspersky Mobile Security Lite eine Free Security App und mit Kaspersky Mobile Security (6,95 Euro) eine Paid App im Android Market an. Funktionalität der Vollversion: “Echtzeitschutz vor Viren, Spam, Schadprogrammen, unerwünschten Anrufen und SMS-Nachrichten sowie direkte, cloudbasierte Überprüfung heruntergeladener Apps. Mit unserem neuen Datenschutzmodus kontrollieren Sie den Zugriff auf Ihre Kontakte und Kommunikation. Der erweiterte Diebstahlschutz deaktiviert und bereinigt Ihr abhanden gekommenes Smartphone und sucht es über Google Maps, selbst wenn die SIM-Karte ausgetauscht wurde.”
iPads im Unternehmenseinsatz verdrängen PCs
Von IDG Connect veröffentlichte Zahlen belegen, dass Mobile Pros, die ein iPad besitzen, es auch fast ausschließlich zu beruflichen Zwecken einsetzen: Rund 91 Prozent der weltweit befragten iPad-Besitzer nutzen den tastaturlosen Flachrechner in erster Linie beruflich. Etwa ein Viertel der iPads wurden vom beschäftigenden Unternehmen bereitgestellt, der Rest beruht auf Bring Your Own (BYOD).
Volle 72 Prozent der iPad-Nutzer geben überdies an, ihre Notebooks seltener zu nutzen, seit sie auch das Tablet zur Verfügung haben. Erstaunliche 66 Prozent sagen sogar, das iPad habe ihren Mobil-PC zumindest teilweise ersetzt. 16 Prozent der Antwortenden weltweit haben das Notebook komplett durch ihr iPad ersetzt, diese Zahl liegt für Europa mit 23 Prozent nochmals höher. Diese doch etwas hoch wirkenden Zahlen werden verständlicher bei der Aufreihung der Haupteinsatzzwecke: Surfen, News, Chat und E-Mail-Check wurden in erster Linie angeführt, nicht aber die Arbeit mit Textdokumenten, Tabellen sowie Präsentationen oder das SCHREIBEN von E-Mails…
Auch der Punkt Markentreue wurde abgefragt: 83 Prozent derjenigen, die bereits ein iPad hatten, wünschen dabei zu bleiben und interessieren sich wenig für Android-, BlackBerry oder Windows-basierende Tablets (vgl. hierzu auch den “Mobile Monitor 2011″ von Goldmedia Custom Research und respondi: 63% Marktanteil im deutschen Tablet-Markt und ein Zufriedenheitswert von weit über 80 Prozent f. Apple).
Kostenloser Download des iPad Business Survey von IDG (PDF; 1,2 MB)
Leitende Mitarbeiter werden zunehmend mit iPad und Mac ausgestattet
Forrester Research hat andere Zahlen, die den generellen Trend aber bestätigen: Aus ihrem “Global Tech Market Outlook” für 2012 und 2013 lassen sich “hervorragende Zukunftsaussichten für Apple im Business-Bereich ausmachen. Der Grund: Immer mehr Mitarbeiter setzen auf das iPad. Die Studie weist auf die wachsende Akzeptanz von iPad und Mac im Unternehmensbereich hin, was beweise, dass Apple dem traditionell von Microsoft, Dell, Lenovo und HP dominierten Unternehmens-Markt gefährlich werden könnte. [...] In diesem Jahr, so zeigen die Schätzungen, könnte Apple Macs im Wert von rund 9 Mrd. US-$ und iPads im Wert von rund 10 Mrd. US-$ im Business-Bereich verkaufen. Schon 2010 und 2011 zeigten die Verkaufszahlen von iOS-Geräten und Tablets, dass Apple Macs und iPads im Wert von jeweils 6 Mrd. US.$ im Business-Bereich verkauft habe. Forrester erwartet, dass sich diese Zahlen bis 2013 verdoppeln. Dazu wird laut Studie – in der das iPad in der PC-Kategorie geführt wird – beitragen, dass die 500 größten Unternehmen ihre leitenden Mitarbeiter zunehmend mit MacBooks und iPads ausstatten oder ihnen einen Kauf nahelegen.
Der Trend zum Zweit-Tablet nimmt zu
“Die Zahl der verkauften Tablets wird sich innerhalb der kommenden vier Jahre in Deutschland vervierfachen. Diese neuen Endgeräte-Kategorien und zusätzliche Medienangebote treiben das Datenvolumen drastisch in die Höhe.”, ist Dr. Andreas Gentner von Deloitte überzeugt. Hinzu komme ein weiteres Phänomen: Viele Verbraucher schaffen sich laut Deloitte ein zweites Tablet an. Dabei neigen die Nutzer zur Differenzierung, denn zusätzlich zum beliebten 10 Zoll Tablet kaufen sich viele ein kleineres Modell mit Fünf- oder Sieben-Zoll-Display. Insgesamt 5 Prozent aller verkauften Tablets im Jahr 2012 werden an Käufer gehen, die bereits eines besitzen.![]()
Zum kostenlosen Download der Technology, Media and Telecommunication Predictions (TMT) von Deloitte geht es hier
Mobile Web Access Knackpunkt beim Autokauf?
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat teils interessante Vorhersagen über vertikale Märkte im Jahr 2012 “und darüber hinaus” getroffen:
- Viele in vertikalen Märkten anzutreffende Geschäftsmodelle werden durch die weitere Adaption des digitalen Lifestyle (“always-connected”) und die fortschreitende Vernetzung der Kunden auf den Prüfstand gestellt.
- Cloud Computing und Social Media stellen vielversprechende Wege zu effektiver Kundenkommunikation bereit. Dabei werden die ständigen Fortschritte beim Mobile Computing generell und insbesondere Tablets auch störende Einflüsse auf manche Branchen haben und die Anpassung zahlreicher Prozesse erforderlich machen.
- Bis 2013 wird die iPad-Sättigung bei Pharmareferenten 85 Prozent erreichen.
- Bis 2014 wird mindestens ein soziales Netzwerk zum dezidierten Vertriebskanal für Versicherungen.
- Bis 2015 werden neue Social Web- und Cloud-basierende Dienstleistungen 25 Prozent des Konsumenten-getriebenen Umsatz von Banken und Finanzdienstleistern ausmachen.
- Bis 2016 werden über fünf Prozent sämtlicher Internet-Suchen Video-, Audio- oder andere Sensoren mobiler Endgeräte anstatt eingetippter oder gesprochener Suchwörter verwenden.
- Bis 2016 wird in entwickelten Märkten Internet-Zugang im Automobil ein Schlüsselkriterium beim Fahrzeugkauf sein.
Risiken durch “BYOD”
Eine aktuelle Studie von Vanson Bourne im Auftrag von CompuWare zeigt, dass der Trend, private (mobile) IT-/TK-Geräte und Services auch im Büro zu nutzen, Lücken in die Überwachung der IT-Services reißt. Zum Beispiel erwarten 77 Prozent der befragten CIOs (Chief Information Officers) deutlich höhere Geschäftsrisiken durch die IT-Konsumerisierung (Consumerization). Aktuelle Entwicklungen wie die Nutzung privater Endgeräte (Bring Your Own Device, BYOD), des mobilen Internets, von Cloud Computing, Software as a Service (SaaS) und Social Media am Arbeitsplatz erzeugen zahlreiche neue Herausforderungen für das IT-Management. Doch aufgrund von Geschäfts- und Nutzer-Anforderungen müssen IT-Abteilungen diese unterstützen, so Compuware.
Weitere Ergebnisse der Studie:
- Einsicht in die Endanwender-Erfahrung bei der Nutzung dieser neuen Services helfen 86 Prozent der CIOs dabei, den Reifegrad der IT zu verbessern.
- Fehlende Transparenz der Performance von Cloud- und SaaS-Providern verschlechtert allerdings derzeit noch den IT-Reifegrad bei 64 Prozent der Unternehmen.
- 73 Prozent der befragten CIOs glauben, dass die Unterstützung für die mit IT Consumerization Konsumerisierung der IT verbundenen Trends durch den mangelnden Reifegrad ihres Application Performance Managements behindert wird.
- Für 64 Prozent der Befragten sind der Support für die mobile Internet-Nutzung der Mitarbeiter und die Kontrolle der Anwendungsperformance fast unmöglich, da sie sich auf das Funktionieren externer Netzwerke verlassen müssen.
- 64 Prozent der Unternehmen treiben Mobility-Projekte voran, ohne dass dabei die IT-Abteilung vollständig involviert ist.
- Die IT-Konsumerisierung erzeugt in 74 Prozent der Firmen bereits unrealistische Erwartungen an die Unternehmens-IT.
Die weltweite Studie richtete sich im September 2011 an 520 CIOs großer Unternehmen verschiedenster Branchen. Befragt wurden jeweils 100 CIOs in den USA, England, Frankreich und Deutschland sowie jeweils 30 in Italien, den Beneluxländern, Japan und Australien.
Registrierung zwecks kostenlosem Bezug der Studie
Mobiles Internet bleibt günstig
Mobiles Internet bleibt für die deutschen Verbraucher auch in Zukunft günstig und schnell. Die Bundesbürger profitieren von einem konstanten Preisniveau und schnelleren Übertragungsgeschwindigkeiten. Einzelne Provider ermöglichen ihren Kunden mit bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde, doppelt so schnell mobil zu surfen wie bei anderen Anbietern. Dies geht aus dem aktuellen “Mobile Monitor II/2011″ hervor, den der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in Kooperation mit dem Onlinemagazin teltarif.de veröffentlicht. Die Publikation weist die jeweils fünf günstigsten Internettarife für mobile Gelegenheits-, Tages- und Vielsurfer (wie beispielsweise mobile Pros) aus. Die Tarifübersicht kann als kostenloser PDF-Download bezogen werden, Link siehe ganz unten.
Die preiswerteste monatliche Datenflatrate für die mobile Internetnutzung liegt bei 14,99 Euro im Monat, die günstigste Tagesflatrate bei 1,99 Euro pro Tag sowie der billigste Volumentarif bei 19 Cent pro Megabyte. Im Vergleich zum letzten “Mobile Monitor I/11″ bleiben die Übertragungsgeschwindigkeiten für Upstream und Downstream weitestgehend gleich. Bei der mobilen Internetnutzung steht den Kunden ein Upstream von oft zwei Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Beim Download über mobile Endgeräte bieten viele Anbieter mittlerweile bis zu 7,2 Megabit Downstream pro Sekunde an.
US-Androiden: Apps vor Mobilem Internet
Smartphone- oder Tablet-Nutzer haben beim Abrufen von beispielsweise E-Mails, News, Wetterprognosen oder auch beim Besuch von Social Networks häufig die Wahl: mobil optimierte Webseite oder fest installierte mobile App? Zumindest was die Nutzungszeit angeht, haben hier die mobilen Apps deutlich die Nase vorn, wie Nielsen herausgefunden hat.
Nielsen Smartphone Analytics ist ein neuer Service der Marktforschungsspezialisten. Über On-Device Meter, die auf “Tausenden von iOS und Android Smartphones installiert sind”, erfasst und analysiert er deren Nutzungsdaten. Hiernach verbringt der durchschnittliche Androidnutzer in den USA täglich 56 Minuten mit dem mobilen Internet und Apps auf seinem Telefon. Zwei Drittel dieser Zeit wird für die Nutzung von mobilen Apps verwendet, gegenüber einem Drittel mobiler Internetanwendungen (was allerdings auch damit zusammenhängen könnte, dass das Gros der Spiele als native App angeboten wird; vgl. aktuell in den Top 5 des deutschen Android Market: Cut the Rope; Doodle Jump und X Construction).
Obwohl bekanntlich mittlerweile über 510.000 Android-Apps zur Verfügung stehen, verteilt sich das Gros der Nutzungszeit auf eine relativ kleine Gruppe: 43 Prozent der Gesamtnutzungsdauer von mobilen Apps von US-Androidnutzern entfällt auf die Top 10 Android Apps und ganze 61 Prozent auf die Top 50 Apps.
mehr zum Thema von Nielsen
17% d. Deutschen surfen mobil
Zentrales Thema der diesjährigen Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA 2011) ist die mobile Internetnutzung. kress.de hat die zentralen Ergebnisse wie folgt aufgearbeitet: “Aktuell gehen laut ACTA 17% der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter von 14 bis 69 Jahren mit Handheld-Geräten wie Smartphones, Tablet-PCs oder anderen mobilen Geräten ins Internet. Das entspricht zehn Millionen Personen – Tendenz steigend. Denn 15% der Bevölkerung, also 7,31 Mio Menschen, wollen ein Smartphone kaufen, 7% einen Tablet-PC (3,41 Mio).

Möglichen Käufern von Telefonen und Tablet-PCs ist die mobile Internetnutzung sehr wichtig: 32% derer, die ein Handy kaufen wollen, 78% derer, die die Anschaffung eines Smartphones beabsichtigen und 39% derer, die sich ein Tablet-PC zulegen wollen, erachten das mobile Internet als wichtige Funktion. In der Studie von 2010 traf dies nur 17% der Handy-Käufer und 60% der Smartphone-Käufer zu.
E-Books sind Nischenthema
Erst 2% der Deutschen besitzen bereits einen Tablet-PC. Auch Lesegeräte für digitale Bücher (E-Books) sind noch eher ein Nischenprodukt: Nur 1,5% besitzen ein E-Book-Lesegerät, 3,0% wollen eines kaufen. Die Besitzer eines E-Book-Lesegeräts sind zu 60% männlich, die potenziellen Käufer mehrheitlich weiblich. Bildungsabschluss, Einkommen, und Technikaffinität sind bei Besitzern und möglichen Käufern überdurchschnittlich.
Mobile Content-Arten
An der Spitze der mobilen Nutzung steht die E-Mail-Kommunikation. 74% der mobilen Internetnutzer schreiben und empfangen E-Mails auf dem Smartphone oder einem anderen Handheld-Gerät. Es folgen die Nutzung von Wetterinformationen (53%) und die Routenplanung (48%). Aktuelle Nachrichten aus der Politik konsumieren 32% mobil, Sportnachrichten 30% und Wirtschaftsmeldungen 20%. 12% der mobilen Internetnutzer lesen Promi-News auf ihrem Handheld-Gerät.
Tablet-Nutzer sind Zeitungsleser
Nutzer von Tablet-PCs informieren sich stärker online und in Zeitungen als die Gesamtbevölkerung (aber vgl. diese, stark abweichende Ergebnisse liefernde GfK-Studie. So antworteten 56% der Tablet-PC-Nutzer auf die Frage, wo sich sich gestern informiert hätten, mit “Zeitung”. In der Gesamtbevölkerung gaben 44% diese Antwort. 52% der Tablet-Nutzer gaben an, sich im Internet informiert zu haben, doch nur 25% der Gesamtbevölkerung.
Kaum Zahlungsbereitschaft
Die Zahlungsbereitschaft für Inhalte ist gering. 47% der Internetnutzer und 37% der mobilen Internetnutzer gaben an, für kein Angebot Geld ausgeben zu wollen. Am ehesten sind Internetnutzer noch dazu bereit, für E-Mail-Dienste zu bezahlen. 30% der Internetnutzer und 36% der mobilen Internetnutzer bejahten dies. Es folgen Nachschlagewerke wie Wikipedia (kostenlos/spendenfinanziert: 17% bzw. 20%), Routenplaner (11% bzw. 13%) und Internettelefonie (11% bzw. 14%). Für Nachrichten wären nur 5% der Internetnutzer und 9% der mobilen Internetnutzer bereit, Geld zu zahlen, für Sportnachrichten lediglich 3% bzw. 5%.
Im Vergleich zur Studie aus dem Vorjahr entwickelte sich die Zahlungsbereitschaft der Deutschen eher rückläufig: Lediglich für Fernsehen via Internet legte sie zu (um 32 Prozentpunkte), interessanterweise ebenso für soziale Netzwerke (um 28 Prozentpunkte). Dagegen sank die Zahlungsbereitschaft für Nachrichten um 6 Prozentpunkte.”