Studie: Mobiles Internet wird zur Regel
In Deutschland boomt das mobile Internet wie nie zuvor: Durch zunehmend günstige Tarife und Endgeräte surfen immer mehr Deutsche immer länger von unterwegs im Netz. Dies zeigt die von der European Interactive Advertising Association (EIAA), dem Branchenverband pan-europäischer Online-Vermarkter und Technologiedienstleister, in Auftrag gegebene Studie “Mediascope Europe 2009″. Über 5 Mio. Menschen in Deutschland (Europa: 71 Mio.) nutzen das mobile Internet demnach durchschnittlich eine Stunde am Tag. Mit sieben Stunden die Woche (Europa: 6,4 Stunden) verbringen die deutschen Mobile-User inzwischen sogar deutlich mehr Zeit im mobilen Netz als mit dem Lesen von Zeitungen (Deutschland: 4,6 Stunden; Europa: 4,8 Stunden) oder Magazinen (Deutschland: 3,6 Stunden; Europa: 4,1 Stunden). Europaweit liegt Deutschland bei der mobilen Internetnutzung damit auf einem Spitzenplatz unter den ersten fünf Ländern.
Die Generation der über 55-jährigen deutschen Mobile-User liegt mit einer Verweildauer im mobilen Internet von 7,2 Stunden weit über dem EU-Durchschnitt dieser Altersklasse (4,7 Stunden). Die 25- bis 34-jährigen Deutschen, die unterwegs im Internet surfen, kommen mit einer mobilen Nutzungsdauer von neuen Stunden sogar sehr dicht an die allgemeine deutsche Internetnutzung von 10,7 Stunden heran. Auf europäischer Ebene sind es vor allem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Mobil-Trend vorantreiben. 23 Prozent der 16- bis 24-jährigen und 21 Prozent der 25- bis 34-jährigen Europäer nutzen das mobile Internet jede Woche für 7,2 bzw. 6,6 Stunden.
Wie wichtig den deutschen Nutzern das Thema Mobilität ist, zeigen auch die Zahlen zur Verbreitung schnurloser Breitbandanschlüsse. Etwa 16 Millionen Deutsche (Europa: 121 Millionen) surfen bereits über eine kabellose Breitbandverbindung im Internet. Die Verbreitung schnurloser Breitbandanschlüsse ist damit in Deutschland im Vergleich zur letzten Mediascope-Studie um 15 Prozentpunkte gestiegen. 57 Prozent aller deutschen Breitbandanschlüsse übertragen die Daten kabellos (Europa: 52 Prozent). Welche Bedeutung der Mobilitätsgedanke für die Deutschen hat, zeigen auch die 49 Prozent der Befragten deutschen User, die einen tragbaren Computer wie Notebook, Netbook oder Tablet PC besitzen (2008: 42 Prozent).
Im europäischen Vergleich belegt Deutschland mit durchschnittlich sieben Stunden bei der wöchentlichen mobilen Internetnutzung den fünften Rang. Polen liegt mit 10,3 Stunden an der Spitze aller untersuchten Länder. Dahinter folgen Italien mit 7,9 Stunden und Portugal und Belgien mit jeweils 7,7 Stunden. Russland belegt mit einer wöchentlichen mobilen Internetnutzung von 7,1 Stunden den vierten Platz. In der Türkei greifen interessanterweise bereits heute mehr Menschen mobil auf das Internet zu als über den PC (21 Prozent vs. 20 Prozent).
Neben der mobilen Nutzung liegt vor allem Online-Shopping bei deutschen Nutzern voll im Trend. Die Ausgaben für im Internet erstandene Artikel liegen in Deutschland durchschnittlichen bei 662 Euro. Dabei werden in einem Zeitraum von sechs Monaten neun Produkte online gekauft. Im Vergleich zur letzten Mediascope-Studie 2008 tätigen sie zwar durchschnittlich einen Einkauf weniger, dafür zahlen sie knapp 20 Prozent mehr für die gekauften Produkte (Mediascope 2008: 556 Euro). Nach einer Online-Recherche werden vor allem die folgenden Produkte direkt im Internet eingekauft: Bücher (85 Prozent), Spielsachen (82 Prozent), Konzertkarten (80 Prozent) und Kleidung (79 Prozent).
Mit nahezu 44 Millionen Onlinern verfügt Deutschland zahlenmäßig nach wie vor über die größte Nutzerschaft in Europa. Die regelmäßige Internetnutzung unter den befragten Studienteilnehmern ist bei ihnen leicht auf 62 Prozent gestiegen (2008: 61 Prozent). Der TV-Konsum dagegen ist hierzulande mit 12,8 Stunden weiterhin rückläufig (2008: 14,5 Stunden). Im Vergleich zur Mediascope 2008 schauen mittlerweile aber doppelt so viele User Fernsehen im Internet (16 Prozent; 2008: 7 Prozent).
Zu den EIAA-Mitgliedern zählen derzeit Adconion Media Group, AD Europe, AOL Advertising Europe, BBC.com, CondéNast International Digital, Disney, eBay International Advertising, EyeWonder, Gruner+Jahr, Hi-media Group, LinkedIn, Microsoft Advertising, MTV Networks International, Orange Advertising Network, Premium Publishers Online, smartclip, Specific Media, Vodafone, wunderloop und Yahoo Europe.
Perfekt ergänzt wird die Mediascope-Studie von den besonders unter demographischen Aspekten interessanten Ergebnissen einer Umfrage der Professur für Kommunikationswirtschaft der Fakultät Verkehrswissenschaften “Friedrich List” an der TU Dresden: Hiernach hat die Nutzung des Internets per “Handy” in den letzten sechs Monaten deutlich zugelegt. Schon 17,9 Prozent aller befragten Handybesitzer haben bereits mit ihrem Handy im Internet gesurft. Weitere 7,8 Prozent gaben an, dies schon auf Geräten Dritter probiert zu haben. “Es ist damit eine deutliche Steigerung gegenüber unserer Erhebung im Sommer 2009 festzustellen,” so René Pessier, Leiter der Studie und Mitarbeiter an der Professur für Kommunikationswirtschaft. Die letzte Erhebung im Juni/Juli 2009 ergab einen Anteil von nur 9,3 Prozent mobiler Internetnutzer. Zu der Steigerung hat auch das Weihnachtsgeschäft beigetragen, welches traditionell die Hochzeit für Vertragswechsel und -verlängerungen, verbunden mit neuen Endgeräten, ist, so die Forscher.
Im Segment der 15- bis 24-Jährigen liegt der Anteil von Nutzern des mobilen Internets mit fast 30 Prozent am höchsten. Mit zunehmendem Alter sinkt dabei der Anteil bis auf ein Prozent in der Altersgruppe der über 64-Jährigen. Ein deutlicher Geschlechterunterschied ist über alle Altersgruppen festzustellen. Etwa 27 Prozent aller Männer haben im Gegensatz zu acht Prozent der Frauen mit ihrem Mobilfunkgerät bereits mobil das Internet genutzt. Der größte Unterschied findet sich in der Altersgruppe von 45 bis 54 Jahren, in dem der Anteil der Männer 24,6 Prozent und der der Frauen 2,2 Prozent beträgt.
“Die Nutzungsintensität steigt zunehmend an”, so Pessier. Mittlerweile nutzt fast jeder Zweite täglich und fast 70 Prozent mindestens einmal in der Woche das mobile Internet. Bezogen auf die Gesamtzahl aller Handybesitzer nutzte jedoch trotzdem nicht mal jeder Zehnte täglich das Internet per Handy. Daraus ergibt sich ein enormes Potenzial im Vergleich zum stationären Internet von zu Hause, so die Forscher.
Hinsichtlich konkreter Dienste ist die höchste Nutzungsintensität bei E-Mail-Diensten zu verzeichnen. Hohe Anteile sind auch bei Nachrichten und Lexika festzustellen. Soziale Netzwerke liegen mit 29,3 Prozent vor Instant Messaging mit 20 Prozent. In der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre liegt der Anteil der sozialen Netzwerke mit 44,6 Prozent am höchsten. Über alle Altersgruppen nutzen Frauen soziale Netzwerke mobil deutlich intensiver (51,9 Prozent, Männer: 23,2 Prozent).
Auch bei anderen Diensten ergeben sich deutliche geschlechterspezifische Unterschiede. “Das unterschiedliche Nutzungsverhalten verschiedener Zielgruppen muss bei der Vermarktung berücksichtigt werden, um zum Beispiel den momentan geringen Nutzungsanteil bei Frauen zu erhöhen” so Pessier. Demnach müssen die nutzbaren Inhalte deutlicher gegenüber dem reinen technischen Zugang kommuniziert werden. Generell kann die einfache Nutzung durch native Programme – Apps - dabei ein Vermarktungsargument sein. Diese wurden schon von 44,7 Prozent der Befragten mobilen Internetnutzer mindestens einmal herunter geladen. Im Rahmen einer empirischen Erhebung mit persönlichen Interviews wurden im Januar 2010 mehr als 2.000 Personen ab 15 Jahren befragt.
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Event: Zweite Runde für die droidcon-Konferenz

Vom 26. bis 27. Mai findet in Berlin die zweite Auflage der Android-Konferenz droidcon statt. “Angesichts der rasanten Entwicklung bei Smartphones und den Apps wollen wir diesem Wirtschaftszweig eine adäquate Plattform zum Austausch bieten”, erläutert Mitinitiator Boris Jebsen. Im November 2009 konnte das droidcon-Team mit der ersten Auflage bereits einen Überraschungserfolg verbuchen: Die kombinierte Veranstaltung aus Barcamp und Konferenz vereinte die Fachszene und war mit über 500 Teilnehmern ausgebucht. “In diesem Jahr werden wir die thematische Bandbreite noch erhöhen”, berichtet Jebsen. Anwender-Unternehmen und Werbeagenturen sollen hier auf professionelle Entwickler treffen, die geeignete Apps für mobiles Marketing zur Verfügung stellen können.
Neben den Smartphones kommt Android bekanntlich auch zunehmend auf weiteren Geräten zum Einsatz: Tablet-Rechnern, Notebooks, Netbooks, Infotainment-Systeme fürs Auto sowie Industrieanwendungen wie solche für Roboter und Fertigungsstraßen sollen auf der Konferenz ebenfalls eine Rolle spielen – in einem umfassenden Gerätepark wird man sie anfassen und erleben können.
Der erste Tag der droidcon richtet sich im Rahmen des kostenlosen Barcamp und Hackathon primär an Entwickler. Keynotes und Vorträge für Unternehmen und Dienstleister zum technischen Stand der Android-Plattform sollen den Kern der Konferenz bilden, aber von Workshops und Live-Demonstrationen ergänzt werden. Die Teilnahme an der Business-Konferenz kostet bis zum 26. März (“Early Bird”-Kontingent) lediglich 99 Euro (inkl. MwSt.), danach 129 Euro. Neben der Berliner Konferenz ist die droidcon auch in anderen europäischen Städten wie London, Brüssel und Barcelona geplant.
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iSupply: 416 Mio. internetfähige Mobiles bis 2014
Die mobile Internetnutzung steigt rasant an. Für das laufende Jahr rechnet iSuppli mit 219 Millionen verkauften internetfähigen Endgeräten, 2012 sollen es bereits 416 Millionen sein, so ein kostenpflichtig auf horizontstats verfügbarer Forecast.
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Vorlieben von Mobile Pros: iPhone vor RIM, Smartphones vor Laptops, iPad vor Netbooks
iPass, Anbieter von Mobilitätslösungen für Unternehmen, hat seinen jüngsten Mobile Workforce Report vorgestellt. Der quartalsweise erscheinende Bericht enthält die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Erhebung bei 695 mobilen Mitarbeitern, die über ihre Geräte- und Zugangspräferenzen befragt wurden. Darüber hinaus listet der Bericht die Daten der Mobilnutzung über das gesamte iPass-Netz mit einer Kundenbasis von mehr als 3.500 Geschäftskunden auf. Der Bericht bestätigt den Trend zur Nutzung der neuesten Geräte bei gleichzeitiger Unbekümmertheit über die entstehenden Kosten für mobile Kommunikation.
Laut Bericht geben zwar 32 Prozent der Befragten an, ein BlackBerry einzusetzen, 54 Prozent dieser BlackBerry-Nutzer jedoch würden sofort zu einem iPhone wechseln, wenn ihr Unternehmen dies erlauben würde. Darüber hinaus sprachen sich – interessanterweise noch vor der offiziellen Verfügbarkeit – 24 Prozent der Befragten für die Nutzung eines iPad aus. Demgegenüber wollten elf Prozent lieber Android oder Netbooks (acht Prozent) nutzen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass 63 Prozent der Befragten lieber mit einem Smartphone als mit einem Netbook (37 Prozent) arbeiten wollen.
Schätzungen der weltweiten Anzahl mobiler Mitarbeiter bis zum Jahr 2012 schwanken zwischen 397,1 Million (Forrester) und einer Milliarde (IDC). Schon wegen dieser hohen Zahlen ist es unabdingbar, dass Unternehmen wissen, wie, wann und wo ihre Mitarbeiter ins Netz gehen, damit Sicherheitsrisiken minimiert werden. Auch müssen sie die Einhaltung von Regeln garantieren, Kosten effektiv kontrollieren und wenn möglich reduzieren können. Der iPass-Bericht zeigt, dass die meisten Mitarbeiter keine Ahnung haben, welche Mobilitätskosten sie verursachen. Lediglich 36 Prozent gaben an, diese Kosten zu kennen. Für 41 Prozent der Befragten waren die Kosten überraschend hoch und neun Prozent generierten Mobilitätskosten von mehr als 500 Dollar pro Monat.
Dabei handelt es sich bei den mobilen Arbeitern nicht ausschließlich um Geschäftsreisende. Die Tätigkeitsdefinition eines mobilen Mitarbeiters wird durch Aufnahme neuer Zugangswege und Endgeräte stetig breiter. Während Onlinemobilität früher Geschäftsreisenden vorbehalten war, kann heute beinahe jeder Mitarbeiter zu einem mobilen Mitarbeiter werden. Sowohl die Daten aus der Befragung, als auch die Nutzungsstatistiken von iPass zeigen deutlich, dass die Nutzung sowohl von zu Hause, als auch auf Reisen erfolgt. Laut Erhebungsdaten waren von den 32 Prozent der mobilen Mitarbeiter fünf Prozent im Quartal acht Tage oder länger unterwegs. Die Befragten gehörten zu den überdurchschnittlich viel Reisenden, von denen 56 Prozent erwarten, im Jahr 2010 mehr als 30 Tage beruflich unterwegs zu sein.
Die Daten zeigen auch, dass 68 Prozent der Mitarbeiter, die im Quartal nicht auswärtig tätig waren, von zu Hause aus online gingen. Und 45 Prozent der mobilen Mitarbeiter gingen mindestens zweimal monatlich von zu Hause online, während 16,8 Prozent mehr als zehn monatliche Online-Sitzungen unternahmen. Abgesehen von zu Hause und dem Büro waren die meistgenutzten Online-Zugänge in Hotels (42,6 Prozent), an Flughäfen (27,2 Prozent) und im Einzelhandel bzw. der Gastronomie mit 27 Prozent.
Die Daten wurden per Fragebogen vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2009 erhoben. Der Report umfasst auch die Ergebnisse einer Umfrage unter 695 mobilen Geschäftskunden. Die Daten wurden zwischen dem 8. und 18. Februar 2010 erhoben. Der komplette Report findet sich hier.
Adobe AIR: Flash u. mehr für App-Entwickler
Adobe hat auf dem MWC AIR für mobile Geräte vorgestellt, eine konsistente Laufzeitumgebung für unabhängige Anwendungen, die aus dem Open Screen Project (OSP) hervorgehen. Das OSP ist eine von Adobe angestoßene Initiative, die inzwischen fast 70 Unternehmen, Organisationen und Dienstleister umfasst. Mit der noch in diesem Jahr geplanten Unterstützung der Android-Plattform durch AIR sollen Entwickler eine leistungsfähige Umgebung für die Erstellung hochwertiger nativer Apps erhalten. AIR profitiert laut Adobe von speziellen Funktionalitäten des Flash Player 10.1, ist für hohe Performance auf mobilen Geräten optimiert und so konstruiert, dass es durch die native Nutzung vorhandener Geräteressourcen reichhaltigere und umfassendere Anwendungen ermöglicht.
Adobe teilte ebenfalls an, dass die Beta des Flash Player 10.1 weltweit für Inhalteanbieter und Entwickler verfügbar gemacht wurde. Die allgemeine Verfügbarkeit des Flash Player 10.1 wird für die erste Hälfte 2010 erwartet. Damit handelt es sich um die erste konsistente Laufzeitumgebung des Open Screen Projects, die ein uneingeschränktes Interneterlebnis mit attraktiven Anwendungen, Inhalten und High-Definition (HD)-Videos sowohl auf dem Desktop als auch auf unterschiedlichen mobilen Geräten wie Tablets, Smartphones, Netbooks und Handys ermöglicht. Laut einer Analysten-Prognose aus dem Januar 2010 werden bis Ende 2012 mehr als 250 Millionen Smartphones mit Flash Player-Unterstützung auf dem Markt sein. Mobile Betriebssysteme wie Android, BlackBerry OS, Symbian, Palm webOS und Windows Mobile werden den Flash Player unterstützen.
AIR hat beim iPhone OS gut hingeschaut und soll jetzt Multitouch, Gestensteuerung oder Beschleunigungssensoren unterstützen. Auf Basis der Flash Platform und Adobes Creative Suite sollen sich Anwendungen und Inhalte mit einem Tool und einem API-Set erstellen, ausprobieren und über unterschiedliche Geräte sowie Betriebsysteme hinweg verteilen lassen. Zu den Erweiterungen von AIR für mobile Geräte gehört außerdem die Möglichkeit, Kontext-sensitive Applikationen zu generieren. Diese sind in der Lage, Darstellung und Leistung auf Basis eines einheitlichen Codes automatisch an die Besonderheiten des jeweiligen Gerätes anzupassen. Dazu können Displaygröße, spezielle Interaktionstechnologien, Eigenarten des verwendeten mobilen Betriebssystems oder unterschiedliche Netzwerkzugänge oder Bandbreiten gehören.
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MeeGo: Maemo und Moblin verschmelzen
Nokia und Intel planen, ihre jeweiligen Linux-basierenden Mobilplattformen Maemo und Moblin zusammenzuführen. Die entstehende Betriebssystem-Basis MeeGo soll die Kräfte in einem vorläufig zersplitterten Markt bündeln, in dem gerade das ebenfalls auf Linux beruhende Android derzeit gewaltige Zuwachszahlen verzeichnet. Die Open Source-Plattform MeeGo soll für Handys, Smartphones, PDAs, Netbooks, Tablets bis hin zu Kfz-Systemen beflügeln und von der Linux Foundation gehostet werden. Eine erste Betriebssystemversion wird bereits für Q210, erste Geräte mit dem OS im Laufe des Jahres erwartet. Entwickler sollen Nokias Entwicklungsumgebung QT für die Erstellung von MeeGo-Anwendungen benutzen. Die Nokia-eigenen MeGoo-Apps werden über den Ovi Store vertrieben. Nokia verkauft bislang weit mehr auf dem ebenfalls als Open Source Software veröffentlichten Symbian beruhende als mit Maemo betriebene Handys und Smartphones.
Umfrage: Hohes iPad-Marktpotenzial in Deutschland
Apples ab Ende März erhältlicher Tablet-Computer iPad wird sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreuen. Dies geht aus einer Studie des Kölner Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics hervor, für die in Deutschland repräsentativ mehr als 1.000 Internetnutzer befragt wurden. Demnach hat jeder fünfte deutsche Internet-User in diesem Jahr einen Kauf des iPads bereits fest eingeplant (vier Prozent) oder hält diesen zumindest für sehr wahrscheinlich (16 Prozent). Somit sind die Marktchancen des iPads in Deutschland sehr hoch, obwohl auch kritische Stimmen zum Sinn und Zweck des neuen Mini-Computers laut wurden. Dabei ist das Absatzpotenzial in der Gruppe der Personen, die bereits jetzt ein Apple-Produkt nutzen, besonders groß: Acht Prozent der Apple-Nutzer geben demnach an, auf jeden Fall ein iPad kaufen zu wollen. Etwa jeder dritte Nutzer eines Apple-Produkts hält dies immerhin für sehr wahrscheinlich.
Überraschend ist indes, dass die Mehrheit der iPhone-Nutzer über den Kauf eines iPads nachdenken, obwohl der Tablet-PC von Kritikern auch als „XL-iPhone“ bezeichnet wird. Ähnliches gilt zudem für die Besitzer von Netbooks: Auch Personen die bereits ein Mini-Notebook verwenden, spielen
häufiger mit dem Gedanken, sich ein iPad zuzulegen. Die Aufmerksamkeit, die Apple Apple-Chef Steve Jobs durch die Präsentation des neuen Produkts erreichen konnte ist hoch: So geben mehr als zwei Drittel der befragten Internetnutzer an, bereits vom iPad gehört zu haben. Allerdings herrscht unter diesen Personen offensichtlich in weiten Teilen Unklarheit darüber, welche Eigenschaften das Gerät vorweisen kann. Multitasking wird (fälschlich) von der Mehrheit vorausgesetzt, jeweils mehr als ein Drittel der Befragten glaubt zudem, dass eine Kamera, Telefonfunktion oder die Möglichkeit zur Videotelefonie zur Standardausrüstung gehören.
Als Verkaufshindernis könnte sich aber insbesondere der Preis des neuen Computers erweisen. Obwohl Steve Jobs von einem sehr guten Preis-/Leistungs-Verhältnis überzeugt ist, liegt die Zahlungsbereitschaft der potenziellen Kunden größtenteils unter den von Apple angekündigten Verkaufspreisen. Der ntersuchung zufolge sind nur gut 40 Prozent der potenziellen Käufer bereit, mehr als 400 Euro für das iPad zu bezahlen. Allerdings bevorzugt die Mehrheit der Befragten die Version mit UMTS-Funktion, die nochmals deutlich teurer ist als das Einstiegsmodell. Zum Vergleich: Nur etwa 10 Prozent der potenziellen Käufer würden für das iPad mehr als 600 Euro ausgeben. Zwar hat Apple die Verkaufspreise für Deutschland noch nicht bekannt gegeben, sie dürften jedoch umgerechnet eher über den US-Preisen liegen, die bei 499 bzw. 629 Dollar (mit UMTS-Funktion)
beginnen.
Studie: Smartphones erobern Massenmarkt
Das mobile Internet erobert dank neuer Geräte, günstiger Datentarife und attraktiver Anwendungen den Massenmarkt. Der Absatz von Smartphones wird in Deutschland im Jahr 2010 um 47 Prozent auf 8,2 Millionen Stück zulegen. Damit wird 2010 jedes dritte neue Mobiltelefon hierorts ein Smartphone sein, 2009 war es erst jedes fünfte.
Der Umsatz mit den vielseitigen Multimedia-Handys steigt 2010 voraussichtlich um 33 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO). “Die universell einsetzbaren Smartphones beflügeln den gesamten Handy-Markt”, erläutert BITKOM-Hauptvorstand Herbert Merz. Insgesamt wird der Verkauf von Handys in Deutschland im laufenden Jahr voraussichtlich um 4 Prozent auf 28 Millionen Stück steigen. Im Krisenjahr 2009 waren die Verkaufszahlen noch um 3 Prozent gesunken. Wegen des starken Preiswettbewerbs wird sich der Umsatz mit Mobiltelefonen bei rund 3,7 Milliarden Euro stabilisieren.
Mit den Verkaufserfolgen von Smartphones und tragbaren Computern nimmt auch die mobile Internetnutzung enorm zu: Die drahtlos übertragene Datenmenge hat sich im vergangenen Jahr auf 40 Millionen Gigabyte nahezu vervierfacht. Von diesem Anstieg profitieren die Netzbetreiber: Der Umsatz mit mobilen Datendiensten wächst in Deutschland im Jahr 2010 nach der BITKOM-Prognose um 8 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.
Den Erfolg des mobilen Internets beflügeln die Datentarife der Netzbetreiber. Tagesflatrates für den mobilen Internetzugang gibt es inzwischen für unter drei Euro und Monatsflatrates für weniger als 20 Euro. Im internationalen Vergleich zieht das Geschäft in anderen Ländern sogar noch schneller an als in Deutschland. In Frankreich wächst der Umsatz mit mobilen Datendiensten 2010 laut BITKOM um 17 Prozent auf 5 Milliarden Euro, in China um 23 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro und in den USA um 25 Prozent auf 36 Milliarden Euro. Einen starken Schub wird in Deutschland die Versteigerung zusätzlicher Mobilfunkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur im zweiten Quartal 2010 bringen. „Mit der Frequenzauktion legen wir die Basis für die Mobilfunknetze der nächsten Generation“, sagte Merz. Die neuen LTE werden mobile Internetgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s zulassen. Merz: “Mit LTE werden die Mobilfunknetze eine echte Alternative zu DSL und Kabel.” Hinweis zur Datenquelle: Das EITO ist eine Tochter der Bitkom Research GmbH und arbeitet u.a. mit den Marktforschungsinstituten PAC, IDATE und GfK zusammen.
Megatrend Mobiles Internet
Laut dem Hightech-Branchenverband BITKOM wird der Verkauf von Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs im laufenden Jahr um 11 Prozent auf 9,7 Millionen Stück steigen. Das würde einem Absatzplus von einer Million Geräten im Vergleich zum Vorjahr entsprechen – und hier sind die Auswirkungen der “iPad-Craze” sowie der neuen Android-basierenden Tablets vermutlich noch nicht ansatzweise berücksichtigt…
“Die 10-Millionen-Grenze ist bei den Notebook-Verkäufen in greifbarer Nähe”, erläuterte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer: “Das mobile Internet ist einer der Trends des Jahres.” Gut ein Drittel – also ca. 3,5 Mio. Einheiten – der mobilen Computer sind Netbooks.
“Der Trend geht zu einer größeren Auswahl mobiler Endgeräte”, weiß Scheer. Neben Notebooks, Netbooks und Smartphones etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (E-Book-Reader) sowie Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Zu NETbooks werden die Geräte durch ihre Internetanbindung per WLAN und/oder UMTS. BITKOM erwartet, dass der Umsatz mit tragbaren Computern in Deutschland im Jahr 2010 um 2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro ansteigt.
Studie: Männliche Twens wollen mobil surfen
Ob mit Smartphones oder über das Notebook: Vor allem junge Männer mit hohem Bildungsgrad wollen das mobile Internet nutzen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von The Phone House (TPH) hervor. Demnach zeigten 56,8 Prozent aller Männer, die bisher das mobile Internet noch nicht nutzen, ernsthaftes Interesse an einer künftigen Verwendung. Der Umfrage zufolge, sei das Interesse besonderes bei den jungen “Nicht-Nutzern” sehr groß: Von den 20- bis 29-jährigen wollen 63,9 Prozent in Zukunft überall online gehen. Auch der formelle Bildungsgrad spielt beim Einstieg in die mobile Internet-Welt eine wichtige Rolle: 57,6 Prozent aller befragten Nicht-Nutzer mit Abitur interessieren sich für die Nutzung des mobilen Internets für private wie berufliche Zwecke. Bei Befragten mit geringerem Bildungsabschluss (Volks-/Hauptschule) liegt der Anteil der Interessierten dagegen nur bei 42,2 Prozent.