IDC zum Software-Markt 2012

Im gerade veröffentlichten Report Worldwide Semiannual Software Tracker untersuchen die Marktforscher von IDC den Software-Markt und die Auswirkungen von Markttreibern wie Big Data, Analytics und Cloud Computing. Generell wuchs der Gesamtmarkt für Software 2012 um 3,6 Prozent auf 342 Mrd. US-Dollar. In Richtung Mobile Business schreiben die Autoren: “Mobile, while not a direct enterprise applications driver, is however a contributing factor and driver for businesses moving to newer and more mobile device agnostic enterprise software.”

Besonders schnell wachsende Marktsegmente bei den Anwendungen sind laut Report: “Data Access, Analysis and Delivery, Collaborative Applications, CRM Applications, Security Software, and System and Network Management Software”, die im Beobachtungszeitraum zwischen sechs und sieben Prozent zulegten. IDC segmentiert den Gesamt-Software-Markt wie folgt: Applications, Application Development & Deployment (AD&D) und Systems Infrastructure Software.

Android Apps f. Admins

Die Computerwoche stellt hier Android Apps “nicht nur für Admins” in Kurztext und Bild vor, viele davon sind kostenlos: ActiveDirManager (LDAP-Kontakt zu Active Directory-Servern!), AndFTP, Android VNC Viewer, Cellica Database, ConnectBot, httpmon, Linux Commands, Linux Monitor, Overlook Fing, Pocket Cloud, Server Monitor, Sharesfinder, Router Passwords, Wifi Analyzer, Wyse Pocket Cloud. Lesens- und ausprobierenswert, genau wie diese früheren Beiträge aus dem Hause IDG: Office Apps (iOS), Apps für Netzwerk-Admins (iOS).

Mobile Management à la Gartner

Gartner LogoDas IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat Consumerization als derzeit wichtigsten Treiber der mobilen Welt ausgemacht (Consumerization definiert Wikipedia als den Trend, wonach neue IT-Entwicklungen zunächst im Endverbraucher-Markt auftauchen und erst dann auf den Unternehmenseinsatz übergreifen. Dies führe mittelfristig zu einer Konvergenz zwischen Consumer und Business IT). CIOs müssten sich daher auf eine Reihe flexiblere Ansätze für ihre Mobil-Strategie einstellen. Dabei werden sich nach Überzeugung der Consulter mindestens vier neue Formen des Mobile Managements herausbilden und durchsetzen

Gartner prognostiziert, dass der Absatz von Smartphones 2011 nach Stückzahlen erstmals den von PCs (Desktops und Laptops/Notebooks: 364 Mio. Einheiten) überflügeln wird. Denn der weltweite Absatz von Smartphones an Endverbraucher im laufenden Jahr soll 461 Millionen Einheiten überschreiten und 2012 645 Millionen Geräte erreichen. 2012 würden hiernach die kombinierten Verkaufszahlen von Smartphones und Tablets dann schon 44 Prozent über denen von PCs und Notebooks liegen. Dies werde zu einer noch größeren Akzeptanz von Smartphones und Tablets in den Unternehmen führen – auch wenn es sich um von den Mitarbeitern selbst beschaffte und mitgebrachte Geräte handelt (BYOD: Bring Your Own Device). Gleichzeitig werden diese Angestellte sich als Nutzer zunehmend wie Endverbraucher verhalten und auch entsprechende Ansprüche an Corporate Apps sowie Business Apps allgemein stellen.

Gartner schätzt, dass 18 Mrd. Apps im Jahr 2011 heruntergeladen werden, was sich für 2012 bereits auf 31 Mrd. erhöhen soll.

Aufgrund dieser Entwicklungen erwartet das Unternehmen neue Ansätze für Mobile Management, darunter:

  • “Control-oriented”: Der Kontroll-orientierte Ansatz fokussiert Quality of Service (QoS), Security/Sicherheit, Support und Kosten. Um Service Levels garantieren zu können, bemühen sich CIOs, sämtliche Aspekte der mobilen Endgeräte einschließlich der Apps zu kontrollieren.
  • “Choice-oriented”: Das Auswahl-orientierte Modell setzt in erster Linie auf die Zufriedenheit der Anwender. Um dennoch ein Minimum an Sicherheitsstandards zu erhalten, könnten Unternehmen laut Gartner beispielsweise auf einen Thin Client setzen.
  • “Innovation-oriented”: Der Innovations-orientierte Ansatz bemüht sich, Anwender weitgehend autonom zu machen. Diese können überwiegend frei mit Apps, Services und Prozessen experimentieren. Minimalanforderungen an Datenschutz und Datensicherheit würden nach diesem Modell eher via Policy verlangt als via Technologie sichergestellt.
  • “Hands-off”: Beim Finger-weg-Ansatz übernimmt das Unternehmen praktisch keine Verantwortung für die BYOD-Mobiles der Mitarbeiter. “Any controls that are necessary will be applied in the cloud, in applications or by policies”, erläutert Gartner dies etwas rätselhaft.

Gartner geht davon aus, dass Unternehmen bis 2014 versucht sein könnten, mindestens drei Smartphone-Plattformen zu unterstützen – und dass Android für mehrere Jahre die Nummer eins unter diesen sein wird. Erstaunlicherweise halten die Berater es für möglich, dass die Nokia/Microsoft-Allianz Windows Phone 7 (WP7) bis 2015 iOS von Platz 2 auf 3 verdrängen könnte. RIM/BlackBerry sieht Gartner ab 2013 auf Rang 4.

G Data präsentiert neue Security-Generation

gdataG Data nutzt die CEBIT in diesem Jahr für die Markteinführung seiner neuen Secruity-Generation für Unternehmen und Heimanwender. Als diesjährige Messehighlights präsentiert G Data (Halle 11, Stand D35) die Generation 11 seiner Netzwerklösungen, die in der Enterprise-Version mit einem leistungsstarken Backup-Modul ausgestattet sind.

Ausserdem stellt das deutsche Unternehmen weitere Anwendungen wie CloudSecurity vor. MobileSecurity ist eine Sicherheitslösung für Android-Smartphones und möchte den Besitzer in die Lage versetzen, sich wirksam gegen Schadcodes abzusichern. CloudSecurity hingegen ist ein kostenloses Browser Plug-in das infizierte Websites blocken soll.

Mehr zum G Data Messeauftritt

iPhone weg? Passwörter weg!

fraunhofersitMitarbeitern des Fraunhofer-Institut SIT in Darmstadt ist es gelungen, die Geräteverschlüsselung des iPhone auszuhebeln und viele der auf dem Gerät gespeicherten Passwörter in sechs Minuten zu entschlüsseln. Die Schwachstelle im Sicherheitsdesign von iPhone und iPad betrifft alle Geräte mit der neuesten Firmware (iOS 4.2.1).

Wird das Gerät im Unternehmen eingesetzt, ist unter Umständen auch die Sicherheit des Firmennetzwerks bedroht: Sobald ein Angreifer im Besitz eines iPhones oder iPads gelangt und die SIM-Karte des Geräts entfernt hat, kann er sowohl an E-Mail-Passwörter als auch an Zugangscodes für VPN- und WLAN-Zugänge zum Firmennetzwerk gelangen. Durch die Kontrolle des E-Mail-Accounts lassen sich auch zahlreiche weitere Passwörter erbeuten: Bei vielen Webdiensten z. B. sozialen Netzwerken, muss der Angreifer ja einzig das Passwort zurücksetzen lassen. Sobald der jeweilige Dienst das geheime Passwort dann an den E-Mail-Account des Nutzers schickt, erfährt es auch der Angreifer.

Unternehmen, die sich vor den Folgen solcher Angriffe schützen möchten, sollten ihre Mitarbeiter entsprechend sensibilisieren und Notfall-Abläufe einführen. Wenn ein Mitarbeiter sein iPhone verliert, sollte nicht nur er alle seine Passwörter ändern, auch die Firma sollte die betreffenden Netzkennungen so schnell wie möglich erneuern.

Extreme Networks via iPad

extremenetworksExtreme Networks, Hersteller von Netzwerkinfrastrukturlösungen auf Basis von Ethernet, stellt für Anwender ihrer Werkzeuge für das Netzwerkmanagement jetzt nach eigenen Angaben hochwertige Ausbildungsmaterialien einschließlich Produktdokumentationen und Trainingskursen sowie direkten Zugriff auf das Online-Support-System vor. Mobilen Administratoren sollen somit schneller und einfacher Zugang zu wichtigen Ressourcen ermöglicht werden. Ebenso soll weltweiter Zugriff auf Networks Service- und Support-Organsisation gewährleistet sein, neben der Möglichkeit der Nachverfolgung von Service und Gewährleistungsinformationen.

Details zu den vorstellten fünf Anwendungen:

  • extremeMonitor ermöglicht Administratoren die Überwachung des Zustands und der Betriebsbereitschaft von Extreme Networks Ethernet-Switches via App. Administratoren können damit beispielsweise den aktuellen Status und die Betriebstemperatur eines Switches einsehen, sich alle aktiven Ports sowie Port-Statistiken anzeigen lassen und die Daten in grafischer Form darstellen.
  • PSP AlertWorks Das Extreme Networks Premier Services Program (PSP) gewährt seinen Abonnenten den Fernzugriff auf ihre Konten. Über die neue iPad-Schnittstelle können sich die Benutzer nun unter anderem Top-Talker in ihrem Netzwerk anzeigen lassen, Bandbreitenauslastung überwachen und auf eine Auswahl der beliebtesten Berichte der webbasierten Version von PSP AlertWorks zugreifen.
  • eToggle Diese iPhone App erlaubt es Nutzern, Ports auf ihren Extreme Networks Ethernet-Switches ein- und auszuschalten.
  • extremeSupport bietet Administratoren die Möglichkeit, Serviceanfragen über das Extreme Networks Online-Support-System aufzugeben und zu verfolgen.
  • extremeEDU stellt schließlich Lehr- und Ausbildungsmaterialien von Extreme Networks zur Verfügung. Über diese App können Benutzer unter anderem auf technische Produktdokumentationen und multimediale Trainingskurse zugreifen.

Für Kunden von Extreme Networks sowie Channel-Partner ist die Nutzung der Anwendungen kostenfrei, die auf für das iPad geeigneten (Universal) Apps sind im App Store verfügbar.

Mehr Informationen vom Hersteller

Mobile Couponing via VZ und Facebook

facebookFast zeitgleich mit Facebook starten auch die VZ-Netzwerke ein Angebot mit Rabatten und Coupons aus der aktuellen Umgebung des Nutzers in Deutschland. Hat der Facebook-Nutzer Places aktiviert, so kann er seinen Aufenthaltsort in seinem Profil auf dem Smartphone anzeigen lassen und sieht sofort in der Umgebung vorhandene Geschäfte mit Rabattaktionen. Im Gegensatz zu den VZ-Netzwerken, die exklusiv mit der derzeit grössten Plattform für Mobile Couponing in Deutschland, Coupies, zusammenarbeiten, hat Facebook sieben Unternehmen (u.a. Esprit, Douglas, Benetton, Gravis, Cinemaxx) direkt als Partner gewonnen.

Für höhere Umsätze soll mobile Werbung sorgen, die sich Facebook als Wachstumstreiber der Zukunft erhofft. Bereits 2010 konnte das Unternehmen seine Umsätze mit Onlinewerbung im Vorjahresvergleich fast verdoppeln: Allein in den ersten neun Monaten nahmen die Amerikaner 1,2 Milliarden Euro ein und verbuchten einen Nettogewinn von 355 Millionen US-Dollar, wie aus Unterlagen der Investmentbank Goldman Sachs hervorgeht. Facebook selbst bewirbt den neuen Angebotedienst als Marketinginstrument. “Geben Sie den Nutzern einen Grund, bei Ihrem Geschäft einen Stopp einzulegen und etwas zu kaufen”, heißt es in einem Papier für die Werbebranche, das der Blog Facebookmarketing veröffentlicht hat. Das Potenzial für die Firmen ist riesig: Etwa ein Drittel der 600 Millionen Facebook-Mitglieder nutzt das Netzwerk auch unterwegs. Die VZ-Netzwerke samt Coupies erhoffen sich ein ähnlichen Schub.

PRTG Network in der Hosentasche

Paessler1Grundlage für ein reibungslosen Geschäftsbetrieb ist ein funktionierendes Netzwerk, da Ausfälle von Mailservern, Webshops, ERP-Systemen etc. bzw. Leistungseinbrüche oft enorme Schäden verursachen. Die Verantwortung liegt in der Regel beim IT-Administrator, und zwar rund um die Uhr, unabhängig von seinem Aufenthaltsort. Gerne aber schlägt der Fehlerteufel im Unternehmensnetzwerk ausgerechnet dann zu, wenn der Admin unterwegs ist. Aus diesem Grund sollte er permanent über den Zustand des Netzwerks informiert sein.

paesslerGenau für diese Situation hat die Paessler AG, laut Pressemitteilung, eine Lösung für ein mobiles Netzwerk-Monitoring via einem zweiten “Mini-HTML-Interface” entwickelt, die speziell auf unter BlackBerry OS, Windows Mobile oder Android betriebene Geräte zugeschnitten sind. Für Apple-Geräte wie iPhone, iPad und iPod steht schon länger die (9,99 € kostende) iPRTG-App zur Verfügung, welche mit der aktuellen Version 2.1 nun auch die höhere Auflösung und die Multitaskingfähigkeit des iPad und des iPhone 4 ausnutzt. Mit diesem mobilen Angeboten soll es Admins möglich sein, sich jederzeit über den aktuellen Status des Netzwerks zu informiert und jederzeit Ausfällen und Engpässen entgegenwirken können.

Smartphones in die Telefonanlage einbinden

nfonDer FMC Client der Münchner nfon Ag soll ab sofort die vollständige Einbindung von Mobiletelefonen mit den Betriebssystemen Symbian, iOS, Android und BlackBerry OS in deren Telefonanlagen ermöglichen. Der FMC Client von nfon kann netzunabhängig genutzt werden – die Kunden sind bei der Wahl des Mobilfunkanbieters also nicht gebunden..

“Mit dem FMC Client können Unternehmen Kosten reduzieren, da immer nach der günstigsten Verbindung gesucht wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Nutzer mobil unter ihrer geschäftlichen Identität telefonieren können – es gibt nur noch eine Rufnummer für die Erreichbarkeit unterwegs, im Büro oder im Home-Office”, so der CEO der nfon AG Marcus Otto.

Least-Cost-Routing und die Nutzung der Anlagenfunktionen wie beispielsweise “Halten”, “Weiterleiten mit und ohne Rückfrage”, “Konferenzen” und “Makeln” und das One-Number-Concept sollen die Lösung besonders auszeichnen.

Least-Cost-Routing bedeutet dabei, dass die Nutzer immer die Möglichkeit haben, zu den relativ günstigsten Konditionen zu telefonieren. Wenn WLAN zur Verfügung steht, wird für jedes ausgehende Telefonat automatisch eine VoIP-Verbindung zur nfon Telefonanlage hergestellt. Im Falle eines internen Anrufes (innerhalb des Unternehmens) entstehen dadurch keine Telefonkosten. Bei externen Anrufen wird zu den günstigen Konditionen der nfon-Telefonanlage telefoniert. Wenn kein WLAN zur Verfügung steht, wird eine Verbindung zur nfon-Telefonanlage über den jeweiligen Mobilfunk-Provider via GSM hergestellt. Dabei fallen lediglich Kosten für Telefonate zum Festnetz an, die aber durch eine entsprechende Flatrate abgedeckt werden können. Ist keine Flatrate vorhanden, kann über die Call-Back Funktion des FMC Client ein Gespräch aufgebaut werden, wobei die Telefonanlage den FMC Client sofort zurückruft und dadurch keine Telefonkosten am Mobiltelefon für die Verbindung entstehen sollen.

Bricht während eines laufenden WLAN-Gesprächs die Verbindung ab, soll automatisch eine GSM-Verbindung aufgebaut werden und das Gespräch geht nicht verloren.

Nützlich scheint auch die Funktion “SIM-Wechseln”, welche vor allem wichtig ist, wenn Nutzer häufig zwischen verschiedenen Ländern pendeln. Wohnt ein Mitarbeiter beispielsweise in Österreich und arbeitet in Deutschland, so kann er SIM-Karten für beide Länder mit dem FMC Client nutzen und dadurch teure Roaming-Gebühren sparen, die beim Pendeln normalerweise anfallen.

Weitere Informationen zu Telefonanalge und Client

Ampeg: iPhone App zur Monitoring Suite

ampegGerade in großen Unternehmen oder Behörden mit tausenden PC-Arbeitsplätzen und vielen Standorten kann die manuelle Prüfung lange dauern, ob jedes System auch wirklich mit beispielsweise einem wichtigen Patch ausgestattet ist (“Netz- und Systemmanagement by Turnschuh”). Mit entsprechender Monitoring-Software, die diese Prüfung automatisiert durchführt, kann die Antwort bekanntlich bedeutend schneller vorliegen.

Die Sicherheitsexperten von Ampeg gehen noch einen Schritt weiter und haben kürzlich eine iPhone App zu ihrer Monitoring-Software Ampeg Security Lighthouse vorgestellt der es dem IT-Security Verantwortlichen erlaubt, sich jederzeit nahezu in Echtzeit und unabhängig von seinem Aufenthaltsort über das aktuelle Security Level im Unternehmensnetzwerk zu informieren. Sicherheitsverantwortliche können so laut Ampeg auf einem Blick sofort Schwachstellen erkennen und ggfs. Massnahmen zu deren Behebung einleiten.

Die App wird nur gemeinsam mit Security Lighthouse abgegeben und ist daher nicht im App Store verfügbar.

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