1/3 d. deutsch. Unternehmen haben Mobil-Strategie
Mobilität spielt in deutschen Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle. So sind fast ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer innerhalb der letzten fünf Jahre in ihrem Berufsalltag mobiler geworden. 64,5 Prozent der Arbeitnehmer sind der Meinung, dass das Arbeiten von unterwegs oder von Zuhause aus ihre Produktivität positiv beeinflusst. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Anbieters von Web Collaboration Tools Citrix Online. (Online) Befragt wurden 1.080 deutsche Arbeitnehmer.
Auf Unternehmensseite lässt sich ein verhaltener Trend in Richtung Mitarbeitermobilität erkennen: 32,4 Prozent der befragten Arbeitnehmer gibt an, dass ihr Arbeitgeber mobiles oder Remote-basiertes Arbeiten (beispielsweise vom Home Office) unterstützt – sei es unternehmensweit oder in Abteilungen, in denen es für die berufliche Tätigkeit notwendig ist, wie bei Außendienst oder Vertrieb. In vielen Unternehmen gibt es hinsichtlich der Möglichkeiten zur mobilen Arbeitsgestaltung aber offenbar eine Informationslücke: Fast ein Drittel der Befragten wissen gar nicht, ob ihr Arbeitgeber mobiles oder Remote-basiertes Arbeiten überhaupt erlaubt. Deutsche Unternehmen, die ihren Mitarbeitern einen mobilen Arbeitsplatz ermöglichen, stellen als mobile Endgeräte in erster Linie Laptops und Notebooks (52%) bereit, gefolgt von Smartphones (25,7%) und Web Konferenz-Software für Online-Meetings (über 20%).
Online-Konferenzen favorisiert
Auch bei Geschäftstreffen wünschen sich deutsche Arbeitnehmer mehr Flexibilität. So ist die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass ein Viertel der beruflichen Termine, an denen sie persönlich teilnehmen, eigentlich auch über das Internet abgehalten werden könnten. 22,2 Prozent würden sogar die Hälfte ihrer persönlichen Meetings durch virtuelle Konferenzen ersetzen.
3 Mio. potenzielle Tablet-Käufer
Rund 500.000 Tablet-Computer werden nach BITKOM-Berechnungen im laufenden Jahr noch über deutsche Ladentische gehen. Träfen die Hochrechnungen des Hightech-Branchenverbands zu, so hätte Apple hier ein Wachstum um den Faktor 25 losgetreten, denn im vergangenen Jahr waren gerad mal 20.000 Stück abgesetzt worden. Laut aktuellem BITKOM-Webmonitor, einer repräsentativen Umfrage in Zusammenarbeit mit Forsa, erwägen sogar drei Millionen Deutsche, sich in nächster Zeit einen Tablet-PC zu kaufen. Jugendliche zeigen das größte Interesse. Unter Schülern und Studenten plant jeder zwölfte, sich ein solches Gerät zu kaufen. Bei den unter 20-Jährigen ist es sogar jeder neunte. Aber auch drei Prozent der Senioren über 65 Jahre haben Interesse an einem Tablet-PC, hochgerechnet 630.000 Personen.
Auch der Absatz von mobilen Computern insgesamt wird im Jahr 2010 in Deutschland voraussichtlich einen neuen Höchstwert erreichen. Der BITKOM glaubt, dass der Verkauf von Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs auf 9,7 Millionen Stück steigen wird. Das entspricht einem Absatzplus von mehr als einer Million Geräten im Vergleich zu 2009. Fazit: Mobiles Internet und Apps sind 2010 wichtiger als je zuvor.
Jeder 3. Deutsche bald digitaler Zeitungsleser?
Apple rennt mit seinem iPad in Deutschland offene Zeitungsportaltüren ein. So kann jedenfalls eine aktuelle Studie interpretiert werden, die das Hamburger Meinungsforschungsinstitut EARSandEYES im März 2010 im Auftrag von ING Investment Management Germany durchgeführt hat. Die Werberbibel horizont.net liest die Ergebnisse so, dass die Bereitschaft der Verbraucher, Medien digital zu nutzen, hierzulande bereits stark ausgeprägt sei. Denn obwohl Apples Tablet-PC erst frühestens Ende Mai in den hiesigen Apple-Stores bestaunt und erworben werden kann, können sich bereits heute 37 Prozent der Deutschen vorstellen, Zeitungen und Bücher künftig nur noch am Bildschirm – zum Beispiel am iPad – zu lesen.
Begründet wird die Lust an der elektronischen Lektüre mit der “einfachen Handhabung und der Flexibilität”: Für 61 Prozent der 1.000 befragten Privatpersonen ist die Funktionalität der wichtigste Grund, ihre Zeitung künftig nur noch auf dem Bildschirm ihres PCs, Tablet-PCs, Laptops/Notebooks oder iPhones zu lesen. Vor allem die 16- bis 19-Jährigen schätzen die bequeme Handhabung. Immerhin sechs Prozent der Befürworter gehen davon aus, dass es irgendwann überhaupt keine Printmedien mehr geben wird.
via horizont.net
CeBIT 2010 an fünf Tagen mit mehr Besuchern
Die CeBIT 2010 ist mit einem leichten Zuwachs bei den Besucherzahlen zu Ende gegangen. Insgesamt wurden an den fünf Veranstaltungstagen 334.000 Besucher auf dem Messegelände in Hannover begrüßt. Damit stieg die Zahl der Besucher im Fünftagesvergleich um 3,7 Prozent. 4.157 Unternehmen aus 68 Ländern hatten sich als (Unter-)Aussteller an der CeBIT 2010 beteiligt.
Die deutsche Hightech-Wirtschaft hat unterdes Bestnoten für die jetzt mit einer leichten Erholung bei der Besucherstatistik zu Ende gegangenen CeBIT 2010 verteilt. Eine Umfrage unter BITKOM-Mitgliedern hat ergeben, dass die Mehrheit der Aussteller den Messeverlauf sehr positiv bewertet. “Die CeBIT hat die Aufbruchstimmung in der Branche weiter verstärkt”, fasste BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer zusammen.
Viele Fachbesucher seien mit konkreten Kauf- oder Investitionsabsichten nach Hannover gekommen. “Gerade weil Reise- und Marketingbudgets bei vielen knapp sind, wurde der Messebesuch genau vorbereitet”, so Scheer. Mehr als hundert Unternehmen waren nach 2010 nach einer Pause zurückgekehrt, darunter Mobilitätsspezialisten wie AMD, Ericsson, Motorola und Telefónica. Fast 300 Unternehmen stellten heuer aber auch erstmals in Hannover aus, wie Google, Amazon oder LinkedIn.
Nicht nur der BITKOM befürwortet, dass die CeBIT ab 2011 die einzelnen Besuchergruppen noch individueller ansprechen will: professionelle Nutzer, die öffentliche Hand, private Anwender sowie Entwickler und Wissenschaftler. Diese vier Zielgruppen werden künftig über spezielle Ausstellungsangebote adressiert: CeBIT pro, CeBIT gov, CeBIT life und CeBIT lab.
Die Stimmung in der Hightech-Branche hellt sich derweil deutlich auf: 59 Prozent der IT- und Telekommunikations-Unternehmen in Deutschland erwarten im ersten Quartal 2010 ein Umsatzplus. Das hat eine vierteljährliche Umfrage des BITKOM in der Branche ergeben. Besonders stark gefragt sind derzeit vor allem Smartphones und mobile Computer (sowie Flachbildfernseher).
Die CeBIT Global Conferences (CGC) verzeichneten einen Zuwachs von 21 Prozent bei den Zuhörern, daher ist die CeBIT laut Ernst Raue, Vorstand der ausrichtenden Deutsche Messe AG, “nicht nur die wichtigste Messe der digitalen Industrie, sondern auch der wichtigste ITK-Kongress der Welt.”
Prächtig besucht war besonders der OS X und iPhone Business Park in Halle 2, veranstaltet von der Münchner SBG|28 GmbH. Das Angebot, OS X- und iPhone-Relevantes in einer Sonderschau zu bündeln, kam sichtlich gut an und soll 2011 wiederholt werden. Die CeBIT 2011 beginnt am Dienstag, 1. März, und schließt am Samstag, 5. März, in Hannover.
Studie: Mobiles Internet wird zur Regel
In Deutschland boomt das mobile Internet wie nie zuvor: Durch zunehmend günstige Tarife und Endgeräte surfen immer mehr Deutsche immer länger von unterwegs im Netz. Dies zeigt die von der European Interactive Advertising Association (EIAA), dem Branchenverband pan-europäischer Online-Vermarkter und Technologiedienstleister, in Auftrag gegebene Studie “Mediascope Europe 2009″. Über 5 Mio. Menschen in Deutschland (Europa: 71 Mio.) nutzen das mobile Internet demnach durchschnittlich eine Stunde am Tag. Mit sieben Stunden die Woche (Europa: 6,4 Stunden) verbringen die deutschen Mobile-User inzwischen sogar deutlich mehr Zeit im mobilen Netz als mit dem Lesen von Zeitungen (Deutschland: 4,6 Stunden; Europa: 4,8 Stunden) oder Magazinen (Deutschland: 3,6 Stunden; Europa: 4,1 Stunden). Europaweit liegt Deutschland bei der mobilen Internetnutzung damit auf einem Spitzenplatz unter den ersten fünf Ländern.
Die Generation der über 55-jährigen deutschen Mobile-User liegt mit einer Verweildauer im mobilen Internet von 7,2 Stunden weit über dem EU-Durchschnitt dieser Altersklasse (4,7 Stunden). Die 25- bis 34-jährigen Deutschen, die unterwegs im Internet surfen, kommen mit einer mobilen Nutzungsdauer von neuen Stunden sogar sehr dicht an die allgemeine deutsche Internetnutzung von 10,7 Stunden heran. Auf europäischer Ebene sind es vor allem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Mobil-Trend vorantreiben. 23 Prozent der 16- bis 24-jährigen und 21 Prozent der 25- bis 34-jährigen Europäer nutzen das mobile Internet jede Woche für 7,2 bzw. 6,6 Stunden.
Wie wichtig den deutschen Nutzern das Thema Mobilität ist, zeigen auch die Zahlen zur Verbreitung schnurloser Breitbandanschlüsse. Etwa 16 Millionen Deutsche (Europa: 121 Millionen) surfen bereits über eine kabellose Breitbandverbindung im Internet. Die Verbreitung schnurloser Breitbandanschlüsse ist damit in Deutschland im Vergleich zur letzten Mediascope-Studie um 15 Prozentpunkte gestiegen. 57 Prozent aller deutschen Breitbandanschlüsse übertragen die Daten kabellos (Europa: 52 Prozent). Welche Bedeutung der Mobilitätsgedanke für die Deutschen hat, zeigen auch die 49 Prozent der Befragten deutschen User, die einen tragbaren Computer wie Notebook, Netbook oder Tablet PC besitzen (2008: 42 Prozent).
Im europäischen Vergleich belegt Deutschland mit durchschnittlich sieben Stunden bei der wöchentlichen mobilen Internetnutzung den fünften Rang. Polen liegt mit 10,3 Stunden an der Spitze aller untersuchten Länder. Dahinter folgen Italien mit 7,9 Stunden und Portugal und Belgien mit jeweils 7,7 Stunden. Russland belegt mit einer wöchentlichen mobilen Internetnutzung von 7,1 Stunden den vierten Platz. In der Türkei greifen interessanterweise bereits heute mehr Menschen mobil auf das Internet zu als über den PC (21 Prozent vs. 20 Prozent).
Neben der mobilen Nutzung liegt vor allem Online-Shopping bei deutschen Nutzern voll im Trend. Die Ausgaben für im Internet erstandene Artikel liegen in Deutschland durchschnittlichen bei 662 Euro. Dabei werden in einem Zeitraum von sechs Monaten neun Produkte online gekauft. Im Vergleich zur letzten Mediascope-Studie 2008 tätigen sie zwar durchschnittlich einen Einkauf weniger, dafür zahlen sie knapp 20 Prozent mehr für die gekauften Produkte (Mediascope 2008: 556 Euro). Nach einer Online-Recherche werden vor allem die folgenden Produkte direkt im Internet eingekauft: Bücher (85 Prozent), Spielsachen (82 Prozent), Konzertkarten (80 Prozent) und Kleidung (79 Prozent).
Mit nahezu 44 Millionen Onlinern verfügt Deutschland zahlenmäßig nach wie vor über die größte Nutzerschaft in Europa. Die regelmäßige Internetnutzung unter den befragten Studienteilnehmern ist bei ihnen leicht auf 62 Prozent gestiegen (2008: 61 Prozent). Der TV-Konsum dagegen ist hierzulande mit 12,8 Stunden weiterhin rückläufig (2008: 14,5 Stunden). Im Vergleich zur Mediascope 2008 schauen mittlerweile aber doppelt so viele User Fernsehen im Internet (16 Prozent; 2008: 7 Prozent).
Zu den EIAA-Mitgliedern zählen derzeit Adconion Media Group, AD Europe, AOL Advertising Europe, BBC.com, CondéNast International Digital, Disney, eBay International Advertising, EyeWonder, Gruner+Jahr, Hi-media Group, LinkedIn, Microsoft Advertising, MTV Networks International, Orange Advertising Network, Premium Publishers Online, smartclip, Specific Media, Vodafone, wunderloop und Yahoo Europe.
Perfekt ergänzt wird die Mediascope-Studie von den besonders unter demographischen Aspekten interessanten Ergebnissen einer Umfrage der Professur für Kommunikationswirtschaft der Fakultät Verkehrswissenschaften “Friedrich List” an der TU Dresden: Hiernach hat die Nutzung des Internets per “Handy” in den letzten sechs Monaten deutlich zugelegt. Schon 17,9 Prozent aller befragten Handybesitzer haben bereits mit ihrem Handy im Internet gesurft. Weitere 7,8 Prozent gaben an, dies schon auf Geräten Dritter probiert zu haben. “Es ist damit eine deutliche Steigerung gegenüber unserer Erhebung im Sommer 2009 festzustellen,” so René Pessier, Leiter der Studie und Mitarbeiter an der Professur für Kommunikationswirtschaft. Die letzte Erhebung im Juni/Juli 2009 ergab einen Anteil von nur 9,3 Prozent mobiler Internetnutzer. Zu der Steigerung hat auch das Weihnachtsgeschäft beigetragen, welches traditionell die Hochzeit für Vertragswechsel und -verlängerungen, verbunden mit neuen Endgeräten, ist, so die Forscher.
Im Segment der 15- bis 24-Jährigen liegt der Anteil von Nutzern des mobilen Internets mit fast 30 Prozent am höchsten. Mit zunehmendem Alter sinkt dabei der Anteil bis auf ein Prozent in der Altersgruppe der über 64-Jährigen. Ein deutlicher Geschlechterunterschied ist über alle Altersgruppen festzustellen. Etwa 27 Prozent aller Männer haben im Gegensatz zu acht Prozent der Frauen mit ihrem Mobilfunkgerät bereits mobil das Internet genutzt. Der größte Unterschied findet sich in der Altersgruppe von 45 bis 54 Jahren, in dem der Anteil der Männer 24,6 Prozent und der der Frauen 2,2 Prozent beträgt.
“Die Nutzungsintensität steigt zunehmend an”, so Pessier. Mittlerweile nutzt fast jeder Zweite täglich und fast 70 Prozent mindestens einmal in der Woche das mobile Internet. Bezogen auf die Gesamtzahl aller Handybesitzer nutzte jedoch trotzdem nicht mal jeder Zehnte täglich das Internet per Handy. Daraus ergibt sich ein enormes Potenzial im Vergleich zum stationären Internet von zu Hause, so die Forscher.
Hinsichtlich konkreter Dienste ist die höchste Nutzungsintensität bei E-Mail-Diensten zu verzeichnen. Hohe Anteile sind auch bei Nachrichten und Lexika festzustellen. Soziale Netzwerke liegen mit 29,3 Prozent vor Instant Messaging mit 20 Prozent. In der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre liegt der Anteil der sozialen Netzwerke mit 44,6 Prozent am höchsten. Über alle Altersgruppen nutzen Frauen soziale Netzwerke mobil deutlich intensiver (51,9 Prozent, Männer: 23,2 Prozent).
Auch bei anderen Diensten ergeben sich deutliche geschlechterspezifische Unterschiede. “Das unterschiedliche Nutzungsverhalten verschiedener Zielgruppen muss bei der Vermarktung berücksichtigt werden, um zum Beispiel den momentan geringen Nutzungsanteil bei Frauen zu erhöhen” so Pessier. Demnach müssen die nutzbaren Inhalte deutlicher gegenüber dem reinen technischen Zugang kommuniziert werden. Generell kann die einfache Nutzung durch native Programme – Apps - dabei ein Vermarktungsargument sein. Diese wurden schon von 44,7 Prozent der Befragten mobilen Internetnutzer mindestens einmal herunter geladen. Im Rahmen einer empirischen Erhebung mit persönlichen Interviews wurden im Januar 2010 mehr als 2.000 Personen ab 15 Jahren befragt.
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Event: Zweite Runde für die droidcon-Konferenz

Vom 26. bis 27. Mai findet in Berlin die zweite Auflage der Android-Konferenz droidcon statt. “Angesichts der rasanten Entwicklung bei Smartphones und den Apps wollen wir diesem Wirtschaftszweig eine adäquate Plattform zum Austausch bieten”, erläutert Mitinitiator Boris Jebsen. Im November 2009 konnte das droidcon-Team mit der ersten Auflage bereits einen Überraschungserfolg verbuchen: Die kombinierte Veranstaltung aus Barcamp und Konferenz vereinte die Fachszene und war mit über 500 Teilnehmern ausgebucht. “In diesem Jahr werden wir die thematische Bandbreite noch erhöhen”, berichtet Jebsen. Anwender-Unternehmen und Werbeagenturen sollen hier auf professionelle Entwickler treffen, die geeignete Apps für mobiles Marketing zur Verfügung stellen können.
Neben den Smartphones kommt Android bekanntlich auch zunehmend auf weiteren Geräten zum Einsatz: Tablet-Rechnern, Notebooks, Netbooks, Infotainment-Systeme fürs Auto sowie Industrieanwendungen wie solche für Roboter und Fertigungsstraßen sollen auf der Konferenz ebenfalls eine Rolle spielen – in einem umfassenden Gerätepark wird man sie anfassen und erleben können.
Der erste Tag der droidcon richtet sich im Rahmen des kostenlosen Barcamp und Hackathon primär an Entwickler. Keynotes und Vorträge für Unternehmen und Dienstleister zum technischen Stand der Android-Plattform sollen den Kern der Konferenz bilden, aber von Workshops und Live-Demonstrationen ergänzt werden. Die Teilnahme an der Business-Konferenz kostet bis zum 26. März (“Early Bird”-Kontingent) lediglich 99 Euro (inkl. MwSt.), danach 129 Euro. Neben der Berliner Konferenz ist die droidcon auch in anderen europäischen Städten wie London, Brüssel und Barcelona geplant.
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Studie: Smartphones erobern Massenmarkt
Das mobile Internet erobert dank neuer Geräte, günstiger Datentarife und attraktiver Anwendungen den Massenmarkt. Der Absatz von Smartphones wird in Deutschland im Jahr 2010 um 47 Prozent auf 8,2 Millionen Stück zulegen. Damit wird 2010 jedes dritte neue Mobiltelefon hierorts ein Smartphone sein, 2009 war es erst jedes fünfte.
Der Umsatz mit den vielseitigen Multimedia-Handys steigt 2010 voraussichtlich um 33 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO). “Die universell einsetzbaren Smartphones beflügeln den gesamten Handy-Markt”, erläutert BITKOM-Hauptvorstand Herbert Merz. Insgesamt wird der Verkauf von Handys in Deutschland im laufenden Jahr voraussichtlich um 4 Prozent auf 28 Millionen Stück steigen. Im Krisenjahr 2009 waren die Verkaufszahlen noch um 3 Prozent gesunken. Wegen des starken Preiswettbewerbs wird sich der Umsatz mit Mobiltelefonen bei rund 3,7 Milliarden Euro stabilisieren.
Mit den Verkaufserfolgen von Smartphones und tragbaren Computern nimmt auch die mobile Internetnutzung enorm zu: Die drahtlos übertragene Datenmenge hat sich im vergangenen Jahr auf 40 Millionen Gigabyte nahezu vervierfacht. Von diesem Anstieg profitieren die Netzbetreiber: Der Umsatz mit mobilen Datendiensten wächst in Deutschland im Jahr 2010 nach der BITKOM-Prognose um 8 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.
Den Erfolg des mobilen Internets beflügeln die Datentarife der Netzbetreiber. Tagesflatrates für den mobilen Internetzugang gibt es inzwischen für unter drei Euro und Monatsflatrates für weniger als 20 Euro. Im internationalen Vergleich zieht das Geschäft in anderen Ländern sogar noch schneller an als in Deutschland. In Frankreich wächst der Umsatz mit mobilen Datendiensten 2010 laut BITKOM um 17 Prozent auf 5 Milliarden Euro, in China um 23 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro und in den USA um 25 Prozent auf 36 Milliarden Euro. Einen starken Schub wird in Deutschland die Versteigerung zusätzlicher Mobilfunkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur im zweiten Quartal 2010 bringen. „Mit der Frequenzauktion legen wir die Basis für die Mobilfunknetze der nächsten Generation“, sagte Merz. Die neuen LTE werden mobile Internetgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s zulassen. Merz: “Mit LTE werden die Mobilfunknetze eine echte Alternative zu DSL und Kabel.” Hinweis zur Datenquelle: Das EITO ist eine Tochter der Bitkom Research GmbH und arbeitet u.a. mit den Marktforschungsinstituten PAC, IDATE und GfK zusammen.
CeBIT-PreView: 3 Smartphone-Plattformen überleben
Die weltgrößte IT-Messe CeBIT wird seitens des Ausrichters Deutsche Messe AG für Journalisten und Analysten mit den alljährlichen CeBIT-PreView-Veranstaltungen vorbereitet. Der diesjährige CeBIT Trend-Talk stand unter dem Motto “Werden Smartphones die besseren PCs?”
Smartphones wie Apples iPhone oder das Nexus One von Google/HTC werden immer leistungsfähiger. Rechenleistungen, die vor wenigen Jahren von den meisten PCs nicht erreicht wurden, und eine enorme Vielfalt von so genannten Apps lassen es nur noch als eine Frage der Zeit erscheinen, wann diese Endgeräte die PCs ersetzen – doch wird es wirklich so kommen?
Diese Frage beschäftigte den in Kooperation mit dem Computermagazin Chip veranstalteten CeBIT Trend-Talk auf der CeBIT-PreView in München. Moderator Thomas Pyczak, CHIP-Chefredakteur und Geschäftsführer von CHIP Communications, bat vier prominente, wiewohl in dieser Frage nicht völlig unbefangene Vertreter der ITK-Branche um Antworten.
Schnell verdeutlichte beispielsweise Volker Fassbender, Brand Manager und Business Development Manager beim Premium-Notebook-Hersteller Lenovo, dass die Zeit der klassischen PCs noch nicht abgelaufen ist: “In der heutigen Bandbreite von Groß bis Klein hat jedes Device seine Daseinsberechtigung.”
Lars-Christian Weiswange vom taiwanesischen Smartphone-Hersteller HTC gab jedoch zu bedenken, dass der Kontakt mit dem Internet zunehmend in den mobilen Bereich verlagert würde und deshalb Smartphones klare Vorteile hätten. Michael Stenberg, Partner Director Mobile bei Yahoo, pflichtete ihm bei: “Smartphones sind ideal, um mal schnell ein Informationsbedürfnis zu befriedigen, für aufwändigere Aufgaben werden aber auch weiterhin Notebooks und Desktops herangezogen werden.” Stenberg kritisierte die störende Inkompatibilität der verschiedenen Handy-Plattformen und prophezeite: “Es werden sicher nur drei Betriebssysteme für Smartphones übrigbleiben.” Welche, wollte er allerdings nicht sagen. Für Frank Prengel, Technical Evangelist für Windows Mobile bei Microsoft Deutschland, ist das Smartphone wie ein PC, nur noch weiter personalisiert. Entscheidend ist für ihn, dass man das Smartphone durch zusätzliche Software erweitern kann.
Als weitere Trend-Themen der CeBIT 2010 zeichnen sich laut Preview High Definition TV (HDTV, die Auswirkungen des als UMTS-Nachfolger geplanten Mobilfunkstandards LTE auf das Breitbandgeschäft sowie Verkehrstelematik ab.
Megatrend Mobiles Internet
Laut dem Hightech-Branchenverband BITKOM wird der Verkauf von Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs im laufenden Jahr um 11 Prozent auf 9,7 Millionen Stück steigen. Das würde einem Absatzplus von einer Million Geräten im Vergleich zum Vorjahr entsprechen – und hier sind die Auswirkungen der “iPad-Craze” sowie der neuen Android-basierenden Tablets vermutlich noch nicht ansatzweise berücksichtigt…
“Die 10-Millionen-Grenze ist bei den Notebook-Verkäufen in greifbarer Nähe”, erläuterte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer: “Das mobile Internet ist einer der Trends des Jahres.” Gut ein Drittel – also ca. 3,5 Mio. Einheiten – der mobilen Computer sind Netbooks.
“Der Trend geht zu einer größeren Auswahl mobiler Endgeräte”, weiß Scheer. Neben Notebooks, Netbooks und Smartphones etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (E-Book-Reader) sowie Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Zu NETbooks werden die Geräte durch ihre Internetanbindung per WLAN und/oder UMTS. BITKOM erwartet, dass der Umsatz mit tragbaren Computern in Deutschland im Jahr 2010 um 2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro ansteigt.
Gartner: PC-Bauer liebäugeln mit Smartphone-Markt
PC-Hersteller nehmen verstärkt den boomenden Markt für Smartphones ins Visier, um dem Einbruch bei PC-Verkäufen entgegenzuwirken, so das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner. Die Verkaufszahlen von Smartphones weltweit werden sich im Jahr 2009 auf 180 Millionen Stück belaufen, das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Markt für Smartphones überholt damit den Notebook-Verkauf nach Stückzahlen, wenn auch noch nicht nach Umsatz.
Laut Gartner beläuft sich der Anteil der PC-Hersteller (ohne Apple!) am Smartphone-Markt seit Jahren konstant auf insgesamt weniger als 1 Prozent. Die Analysten erwarten, dass bis Ende 2009 alle großen PC-Hersteller das Ziel zumindest ankündigen werden, auch im Smartphone-Markt präsent zu sein. Gartner prognostiziert allerdings, dass kein einzelner PC-Hersteller in den kommenden drei Jahren einen Marktanteil von mehr als 2 Prozent erreichen wird. Derzeit haben Smartphones laut Studie einen Anteil von 14 Prozent am Weltmarkt für Mobiltelefone, der bis 2010 allerdings auf 37 Prozent ansteigen soll.
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