Lese-Tipp: Windows Phone User
Mit “Windows Phone User” hat die Münchner Medialinx AG pünktlich zum Verkaufsstart der ersten Smartphones mit Windows Phone 8 ein Magazin speziell zu diesen Angeboten an den Kiosk gebracht. Die Zeitschrift startet mit einer Auflage von 50.000 und sechs Ausgaben pro Jahr. Die Erstausgabe 06/2012 beschäftigt sich auf 100 Seiten Seiten naturgemäß stark mit Windows Phone 8 und den ersten Endgeräten mit diesem Softwarestand. Als Zielgruppe sieht der Verlag sowohl Ein- bzw. Umsteiger wie auch “Power User”, da von den Grundlagen bis hin zu weiterführenden Tipps und Tricks geboten werde: “Einsteiger adressiert das Magazin mit aktuellen Nachrichten, der Vorstellung von Apps, Spielen und Software-Tools sowie Workshops zu den Grundlagen von Windows Phone. Ambitionierte User profitieren von weiterführenden Tipps & Tricks und erhalten fundierte Hardware- und Software-Tests zu Windows-Phones und -Tablets.” Außerdem schlage die Fachzeitschrift eine Brücke zwischen Windows Phone und dem restlichen Microsoft-Kosmos, also Windows, Office, Internet Explorer und der Xbox sowie Cloud Computing. Ausgesprochene Business-Themen wie Datenbanken (SQL-Server) oder SharePoint bleiben aber außen vor. Das Kernel-seits “eng verbundene Windows 8″ bzw. RT wird ebenfalls thematisiert und die wesentlichen Änderungen im Vergleich zu Windows 7 sowie die Spezialitäten von Windows RT (für Geräte mit ARM-Prozessoren) herausgearbeitet. Systemanforderungen und eine Liste von Tastenkürzeln/Short Keys runden diese Einführung ab.
Nach der Vorstellung der WP8-Vorreiter Samsung Ativ S, Nokia Lumia 920 und 820 und HTC Windows Phone 8S und 8S mit den Infos, deren man bis zum Redaktionsschluss halt habhaft werden konnte, werden dann mit die Features des neuen Betriebssystems vorgestellt, also Weiterentwicklungen von Windows Phone 7.8 zu 8 wie dem Startscreen mit jetzt drei Kachelgrößen, Belegungsmöglichkeiten für den Lock Screen, NFC (!), Sprachsteuerung, Karten und Support für Mehrkern-CPUs und Speicherkarten sowie die hoffentlich demnächst bereitgestellten Peripheriegeräte – bislang kein sonderlich erfreuliches Thema bei Windows Phone.
Auf vier Seiten geht es nun um “Tablets mit Windows 8″ – Dell Latitude 10, HP Envy x2, Lenovo Yoga 13, Asus Vivo und Taichi, Samsung Ativ Smart PC Pro und Ativ Tab, Toshiba Vaio Duo 11 und Satellite U920t und natürlich Microsofts eigenes Surface in Bild und wenigen Textzeilen und Daten vorgestellt.
Was App-Tests angeht, so beschränkt sich die Augabe u.a. auf “Apps für den Start”, darunter z. B. Adobe Reader, Facebook, Skype, What’s App. Auch im folgenden Teil zu Apps-”Neuheiten” sind diese manchmal nach Genres unterteilt (z. B. “Apps für Sportler”) und manchmal nach gänzlich anderen Kriterien wie z. B. “26 Apps für 24 Stunden”, was die Heftnavigation unnötig komplex macht.
Die Tipps & Tricks-Rubrik bietet Hinweise zu u.a. Klingeltönen, Hintergrundbildern oder Foto-Uploads. Absoluten WP-Novizen soll eine achtseitige Strecke die “Ersten Schritte” vom PIN-Code der SIM-Karte bis zur Einrichtung von E-Mail-Accounts & Co. ebnen. In der Rubrik “Kosmos” (sonstige MS-Welt) dreht es sich u.a. um Office 2013 (sowie Office RT, Office 365) und Outlook.com (Hotmail-Nachfolge).
Das Einzelheft kostet 5,90 Euro, ein Abo 29,90 Euro.
Fazit: **** Willkommene Belebung eines bislang noch nicht besetzten Segments. Für den Heftpreis sehr solides Angebot von der Aktualität und Güte der redaktionellen Angebote bis hin zu Layout, Druck und Papier. Die nächste Ausgabe 01/2013 erscheint bereits am 13.12.12.
Zum Verlag: Die Medialinx AG mit Sitz in München ist 2012 aus der Linux New Media AG hervorgegangen und positioniert sich als “weltweit größter Content-Provider rund um Linux und Open Source”. Die Verlagsgruppe ist aktuell mit mehr als 30 Print- und Online-Publikationen in fünf Sprachen am Markt, in Deutschland etwa u.a. “EasyLinux”, “Linux-Magazin”, “LinuxUser”, “Admin”, “UbuntuUser” sowie “Android User” – dazu diese Woche noch mehr. Zu den “Events & Learning” (Online- oder Präsenz-Schulungen)
MS stellt WP8 vor
Kurz nach dem Marktstart von Windows 8 (Metrobasiertes MS-Angebot für Desktop-Rechner und Intel-basierte Tablets) hat Microsoft im Rahmen einer Pressekonferenz in San Francisco nun auch Windows Phone 8 vorgestellt. In Deutschland sind die neuen Windows Phone-Endgeräte der Hardware-Partner HTC, Nokia und Samsung noch im November unter anderem über die Carrier Deutsche Telekom, O2, Vodafone und E-Plus sowie im Handel verfügbar.
Käufer beispielsweise eines Nokia Lumia 900 mit Windows Phone 7.5 (Mango) erhalten kein Update auf WP8, höchstens ein derzeit noch nicht verfügbares “Feature-Update” 7.8, das einige Funktionen von WP8 auf aktuellsten Modellen nachrüsten soll. Beim Launch in Kalifornien wurden laut heise.de auch nur genau die fünf Smartphones gezeigt, die von HTC, Nokia und Samsung bereits angekündigt worden waren.
WP8 basiert auf den Technologien und Kernkomponenten von Windows 8. Die Smartphones sollen sich daher besonders einfach mit PC, Notebook und Tablet synchronisieren lassen. Auch Daten und Services sollen komfortabel gemeinsam genutzt werden können.
Zu den wichtigsten Verbesserungen von WP8 gehören laut Microsoft die weitergehenden individuellen Einstellungsmöglichkeiten für Endanwender (vgl. Android), die Integration mit neuen und bestehenden Angeboten, wie Xbox Music, SkyDrive, Office Mobile oder Outlook sowie die Entwicklung neuer Funktionen, wie z. B. “Brieftasche” (ein mit separater PIN geschützer Speicherort für Bankdaten, Gutscheine, Finanz-Angebote etc.).
Neue Features von Windows Phone 8 im Überblick:
- Personalisierung
Verbesserte Live App-Kacheln (“Live Tiles”) und Startseite: Alle wichtigen Apps und Informationen lassen sich mit einem Blick erfassen. Der Nutzer kann die Größe und Anordnung der einzelnen Kacheln individuell bestimmen, es passen jetzt bis zu vier Kacheln nebeneinander. Auch wenn das Telefon gesperrt ist, sind individuell wählbare Informationen auf den ersten Blick auf dem Lock Screen sichtbar. - Windows Phone Store
120.000 Apps finden sich aktuell im Store, hunderte kommen täglich neu hinzu. Um die Suche nach neuen Apps zu erleichtern, erhält der Nutzer individuelle Vorschläge, basierend auf den bereits installierten Apps und den Vorlieben anderer Nutzer (vgl. Genius). - NFC
Visitenkarten, Bilder, Songs, Dokumente und andere Inhalte sollen sich zwischen zwei NFC-fähigen, unter WP8 betriebenen Geräten einfach drahtlos austauschen lassen. - Back-up und Wiederherstellung
Die wichtigsten Einstellungen und Nachrichten lassen sich automatisch in der Cloud sichern und wiederherstellen (vgl. iTunes, iCloud). - Integration in die Microsoft Welt
WP8 enthält eine Mobilversion des Browsers Internet Explorer 10 mit HTML5-Unterstützung und Hardwarebeschleunigung.
Die Integration des SkyDrive-Services unterstützt die Echtzeitsynchronisation von Musik, Videos und Dokumenten in der Cloud.
Integriert ist auch der Service Xbox Music mit 30 Millionen Titeln, die durchsucht, gestreamt und heruntergeladen werden können.
BYOD “die größte Wende im Enterprise Computing seit dem PC”?
Laut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner bringen Bring Your Own Device
(BYOD)-Programme die größten Veränderungen für die Unternehmens-IT seit Einführung des PC mit sich. Daher benötige jede Organisation eine klare und eindeutig kommunizierte Position zu diesem Thema, selbst wenn diese “bei uns NICHT erlaubt” lauten sollte. Im Erlaubensfalle regelt eine BYOD-Richtlinie, dass und wie Mitarbeiter, Geschäftspartner und ggfs. vielleicht sogar Kunden ihre eigenen, selbst ausgesuchten und gekauften mobilen Endgeräte benutzen können, um Anwendungen des Unternehmens auszuführen und auf dessen Netzwerke und Daten zuzugreifen.
Die Marktforscher weisen überdies darauf hin, dass BYOD heute zwar meist nur im Kontext von Smartphones und Tablets diskutiert wird, dass eine entsprechende Policy aber für portable Rechner wie Notebooks ebenfalls sinnvoll ist. Ebenso könne die Erhebung von Gebühren für seitens der Unternehmens-IT etwaig zu leistenden Support erwogen werden. Ebenso ratsam könne ein “Warenkorb” von unterstützten/erlaubten Endgeräten sein, um die Komplexität zu begrenzen.
Die Mobile Innovation wird heute laut Gartner mehr vom Endverbraucher- als vom Unternehmens-Markt getrieben (“Consumerization”), genau wie dies bei Breitband-Internet oder bei den jeweils aktuellen Windows-Versionen bzw. Office-Versionen zuvor oft der Fall war. Insofern könne es klug sein, sich näher am Consumer-Markt zu orientieren – allerdings mit aller gebotenen Vorsicht.
Weitere Informationen, Texte und ein Webinar zum Thema gibt es auf dieser Gartner-Themenseite zu BYOD.
BYOD ante portas: 30% noch ohne MDM-Lösung
Die Auswirkungen von “Bring Your Own Device” (BYOD) und ähnlicher Erscheinungen wie der IT-Consumerization zwingen Unternehmen dazu, über ihre Strategien beim Mobile Workplace Management nachzudenken. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Matrix 42 als Anbieter von Workplace-Management-Lösungen jetzt veröffentlicht hat.
Die Untersuchung ergab, dass sich knapp 80 Prozent der Unternehmen bewusst sind, dass Mobile Device Management (MDM)-Lösungen innerhalb der nächsten zwei Jahre zu einer Schlüsselkomponente ihrer IT werden, wenngleich es gleichzeitig derzeit noch keine bevorzugte Technologie zur Unterstützung von BYOD gibt! Außerdem geben mehr als 30 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen bislang noch keine Lösung für das Management von BYOD im Einsatz hat.
Weitere zentrale Ergebnisse:
- BYOD wird zur Norm: 24 Prozent der Befragten geben an, dass die IT-Abteilung BYOD offiziell unterstützt; 40 Prozent sagen, dass BYOD in ihrem Unternehmen toleriert wird.
- 7 Prozent unterstützen BYOD derzeit nicht, planen es aber für die Zukunft. In 29 Prozent der Unternehmen ist BYOD ausdrücklich untersagt.
- MDM-Lösungen verzweifelt gesucht: Eine deutliche Mehrheit (78 Prozent) der Probanden sagt, dass MDM in den nächsten zwei Jahren extrem bzw. sehr wichtig wird. Lediglich 2 Prozent bezeichnet MDM Lösungen als unwichtig.
- Mangel an Implementierungen: 31 Prozent der Unternehmen setzen aktuell keine Technologie oder Lösung zur Unterstützung von BYOD ein. 16 Prozent verweisen auf die Verwendung von Lösungen zur Desktop Virtualisierung. 15 Prozent sagen, dass sie MDM Lösungen nutzen. Die übrigen Befragten geben an, dass ihr Unternehmen Web-Apps, Self-Service Portale, Client Management oder IT Service Management Lösungen nutzt, um BYOD zu ermöglichen (gestützte Frage).
- Geschäftsführung und IT-Abteilungen sind treibender Faktor: 31 Prozent bezeichnen die IT als treibenden Faktor der BYOD-Initiativen ihres Unternehmens. 23 Prozent geben den Vorstand oder die Geschäftsführung als Promotor an.
- Sicherheit ist die wichtigste Herausforderung von BYOD: 78 Prozent der Befragten nennen die Sicherheit der Unternehmensdaten als große bzw. größte Herausforderung. 63 Prozent bezeichnen den Zugriff auf Unternehmensdaten als extrem bzw. sehr anspruchsvoll. 56 Prozent sehen es als große oder sehr große Herausforderung, dass die Corporate IT nicht die Kontrolle über sensible Daten verliert.
- Top BYOD Devices: 46 Prozent geben an, dass in erster Linie eigene Smartphones im Unternehmen genutzt werden. 21 Prozent nennen Laptops/Notebooks als primäre BYOD Devices. 15 Prozent bringen eigene Tablets zum Arbeiten mit.

Kostenloser Download eines Whitepapers zur Erhebung, die auf der CeBIT 2012 durchgeführt wurde – insgesamt 590 Führungskräfte, IT-Administratoren und IT-Spezialisten haben sich beteiligt.
DVPT: Nachholbedarf bei der Integration von Tablets in die Unternehmensstruktur
Die aktuelle Ankündigung des neuen Microsoft-Tablets (“Surface”) kann Hoffnung auf eine bessere und einfachere Integrationsfähigkeit von mobilen Geräten in die vorhandenen IT-Infrastrukturen der Unternehmen machen. Zukünftig könnten Arbeitnehmer sogar aufgefordert oder werden, ihre privaten Geräte nicht nur zu Hause zu nutzen sondern auch am Arbeitsplatz. Natürlich immer nur mit der passenden Integration in das Unternehmensnetz.
Denn ganz unabhängig von der Herkunft der Geräte – der große Wunsch nach Tablets und Smartphones aus allen Schichten, vom normalen Angestellten bis hin zum Vorstandsvorsitzenden, stellt die IT-Abteilungen schon heute vor gewaltige Herausforderungen. Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT e.V.) hat daher aus den Erfahrungswerten der letzten Monate eine Checkliste an Anforderungen für “optimale BYOD-Gerät für den Unternehmenseinsatz” erstellt. Kriterien aus der Checkliste sind: Kompatibilität zu vorhandenen Office-Dokumenten; Dateiaustausch; transparente (und steuerbare) Updatepolitik (Folgekosten!); Möglichkeit, geschäftliche und private Daten zu trennen; zentrales Management (MDM); Laufzeit/Batteriestandzeit; Geschäftskundensupport; Business-Applikationen.
Apps fürs Office u. für Admins
Die Computerwoche stellt hier “Productivity Apps für das iPad vor: Alternativen zum noch nicht (aber bald?) für iOS verfügbaren MS-Office von Apple (Pages, Numbers, Keynote) und QuickOffice sowie als preiswerte Word Processor-App iA Writer. Danach werden Listen und Notizen sowie Browser ins Rampenlicht gesetzt und schließlich Cloud-Helferlein wie Cortado oder Dropbox oder Texterfassungs-/Übersetzungs-Apps wie Dragon Dictation.
Apps für Netzwerk-Admins und SysOps stehen hingegen hier im Fokus. Das IDG-Netzwerk bietet bei diesem Thema folgende Apps auf: Fing (zeigt mit dem Netzwerk verbundene Geräte sowie geöffnete Ports an), iNet Netzwerkscanner und Net Status (monitoren definierte IP-Bereiche), Nice Trace (zeigt den Stationenverlauf einer IP-Anfrage) u.v.m.
Workplace On Command
IT-Dienstleister Steria hat mit “Workplace On Command” (WOC) “zentral verwaltete aggregierte Services” vorgestellt, die “Nutzern einen einfachen und sicheren Zugang zu Unternehmensanwendungen, Daten- und Cloud-Diensten – unabhängig vom Standort und Endgerät” – bieten soll.
François Enaud, CEO der Steria Gruppe, erläutert: “Smartphones und Tablet-PCs haben einen wachsenden Anteil im Endverbrauchersegment. Entsprechend setzen Angestellte ihre privaten mobilen Endgeräte zunehmend bei der Arbeit ein (BYOD). Damit wird die Balance von Sicherheit und Mobilität ein immer wichtigeres Thema in den Unternehmen. Als integriertes Serviceangebot bietet WOC eine einzigartige Lösung in Zeiten rasanter Technologieentwicklungen, knapper Budgets und zunehmender Nutzung der IT durch Endverbraucher.”
Die gemeinsam mit Microsoft präsentierte Lösung ist laut Steria mit allen Endgeräten kompatibel, die unter Windows, Linux, MacOS, iOS, Android und BlackBerry OS laufen. Dank Citrix-Technologie lassen sich Desktops und Anwendungen für die Nutzer virtualisieren, wo immer sie sich gerade aufhalten, und die Unternehmen können Anfragen über das technisch hochwertige Portal Steria Workstore verwalten, das auf Ciscos Cloud-Portal-Plattform basiert. Dieser Coroporate App Store soll Anwendern Zugang zu ihrem Profil und dort für sie bereitgestellten Services verschaffen. Darüber hinaus können die Anwender neue Services abonnieren und erhalten – um die Kosten zu überwachen – einen monatlichen Nutzungsüberblick. Das Angebot beinhaltet derzeit folgende Microsoft-Office-Produkte: Word, Excel, PowerPoint, Access, Project, Visio, Publisher und Office 365. Jedes Profil wird durch das Anwenderunternehmen eingerichtet und zentral verwaltet. Die zentrale Speicherung und Verwaltung von Daten via Cloud soll dazu führen, dass ein verlorengegangenes oder gestohlenes Gerät sofort per Remote-Befehl gesperrt oder auf eine “schwarze Liste” gesetzt werden kann, so dass die Verbindung mit dem Desktop nicht mehr möglich ist – und zwar ohne dass Informationen beschädigt werden. Auf diese Weise könnten Unternehmen auch strengere Datenschutzrichtlinien einhalten. Die “Pay-per-Use”-Struktur soll überdies dazu führen, dass das Unternehmen nur für die Services bezahlt, welche seine Mitarbeiter auch tatsächlich nutzen.
Mobiles Arbeiten aus Mitarbeitersicht
Im November 2011 waren Oliver Häfeli, Lukas Honold, Adrian Schärer von der Universität Sankt Gallen, mit einer Umfrage in ihren persönlichen XING-Kreisen der Frage nachgegangen, welche Faktoren den Nutzern mobiler Apps besonders wichtig sind. Die durch Antworten auf einen Online-Fragebogen gewonnenen Daten wurden erstens mittels einer Häufigkeitsanalyse deskriptiv analysiert. Zweitens wurden die Ergebnisse anhand einer Faktorenanalyse hinsichtlich der Existenz latenter Konstrukte untersucht. Aus den Ergebnissen:
Die Häufigkeitsanalyse der genannten Begriffe zeigt auf, dass insbesondere “Informationsbeschaffung” und “Kommunikation” für die Nutzer von Mobile Apps im Vordergrund stehen. Unterteilt man die Anwendung solcher Apps in private und berufliche Sphären, so zeigt sich, dass bezüglich der privaten Nutzung speziell die Informationsbeschaffung im Vordergrund steht, während “Kommunikation” und “Selbstorganisation” eher bei der beruflichen Anwendung wichtig sind. Neben den bereits angebotenen Funktionen wünschen sich die befragten Personen im Arbeitsumfeld vor allem besseren mobilen Datenzugriff, Synchronisation der Datenbestände (Replikation), “All-in-One”-Apps, also Apps, die mehrere Funktionen bündeln, Plattformunabhängigkeit und Datensicherheit. Im privaten Anwendungsfeld kommen weitere Wünsche wie die Steuerung für Haus und Geräte (SmartHome), Erleichterung des Lebensalltags und Freizeitgestaltung hinzu.
Anhand der Faktoranalyse konnten drei unabhängige Konstrukte extrahiert werden. Der erste Faktor belegt, dass die Umfrageteilnehmer dazu tendieren, sämtliche “Office-Anwendungen” (Textverarbeitungs-, Präsentations-, Tabellenkalkulations- und Datenbankprogramme) am gleichen Ort (mobil oder im Büro) zu verwenden.
Kontakt zu den Autoren: oliver dot haefeli at @student dot unisg dot ch
Das eigene Mobile Business stets im Blick
Mit Distimo Monitor haben die App Store-Analysten von Distimo ein spannendes Analyse-Tool entwickelt. Dessen Nutzung soll es App-Programmierern ersparen, sich täglich in bis zu sieben teilweise doch recht benutzerfeindlich aufgebauten Mobile App Stores einwählen zu müssen, um teils strategisch wichtige Informationen wie die folgenden zusammen zu klauben: Downloads (plus Trends; pro App und im Überblick; pro App Store und im Überblick), Revenues (Umsätze von Paid Apps), Rankings (Charts-Positionen) und Ratings/Reviews (Bewertungen/Kommentare).
Anlässlich der Meldung, dass die Lösung fortan auch die Mobile App Stores Mac (Apple Mac Store), Windows Phone 7 Marketplace unterstützt (zusätzlich zu den Apple App Stores fürs iPhone und fürs iPad sowie die BlackBerry App World, Googles Android Market und Nokias Ovi Store) kündigten wir an, uns den Distimo Monitor genauer anzuschauen. Dies ist inzwischen geschehen und soviel vorneweg: Das Werkzeug kann rundum empfohlen werden. Tatsächlich mag man es nach dem ersten Gebrauch und der erstmaligen Einrichtung sogar nicht mehr missen.
Zu den vielen Stärken gehört – natürlich – das Single Sign-in für sämtliche Stores, in denen man Apps für sich selbst oder für App-Auftraggeber veröffentlicht hat. Darüber hinaus sind aber gerade die aggregierten Sichten, beispielsweise das Start-Dashboard schnell unverzichtbare, da Zeit sparende Hilfsmittel. Alle Sichten können individuell auf bestimmte Informationsbedarfe angepasst werden. Der Clou dabei: Über ein ausgefeiltes Benutzermanagement kann anderen Nutzern relativ fein abgestimmt Zugriff auf bestimmte Zahlen und Sichten gewährt werden, während andere Daten verborgen bleiben.
Aus dem Dashboard sind komfortable Drill-downs auf Kontinente oder Territories (Länder) möglich. Auch wichtig gerade für größere Organisationen wie das App-Systemhaus Glanzkinder: Eine automatische “Event Detection” weist ungefragt auf neue Ereignisse wie beispielsweise ein neues Update oder eine neue App im Store hin, auch wenn die Kollegen es vielleicht einmal unterlassen haben, darüber zu informieren
.
Zur Weiterverarbeitung und ein noch detaillierteres Reporting können die Daten exportiert werden, entweder als .png-Bilddatei oder als .csv für MS-Office oder Open Office. Fast alle Daten können auch visualisiert werden, wobei bei den aussagekräftigen Info-Graphiken beispielsweise zwischen Linien- und Säulen-Graphiken gewählt werden können. Einzelne Funktionen wie Glättung sind vermutlich eher etwas für fortgeschrittene Statistiker und Excel-Füchse, in Summe aber ist die Bedienung kinderleicht und ein ausgesprochenes Vergnügen.
Spezialitäten: App Reviews kann man sich (maschinell) übersetzen lassen und am Ergebnis oder am Original die Fangemeinde per Twitter teilhaben lassen.
Die Übersichtskarte nach Art einer “Command & Conquer”- (bei uns heißt das Spiel: “Risiko”) Karte zeigt, wo auf der Welt die eigene App stark ist bzw. ein oder mehrere (selbst einzugebende) Konkurrenten eine günstigere Wettbewerbsposition einnehmen.
Fazit: *****
Wer keine Probleme damit hat, Distimo seine App-Store-Kronjuwelen anzuvertrauen, der sollte dieses Tool ausprobieren, das als Browser-Anwendung auch von unterwegs bedienbar ist.
2 GB kostenloser Onlinespeicher via 1&1 App
Die 1&1 Internet AG hält ihre neue App 1&1 “Online Speicher” besonders für den Unternehmenseinsatz für geeignet: Damit könne man ab sofort auch ohne Computer von unterwegs aus auf wichtige Dokumente zugreifen – also wie bei Cortado, iCloud, (Evernote) MobileMe, TecArt und Co.
Gerade die mobile Salesforce oder Service-Mitarbeiter im Außendienst sollen mit der App künftig beispielsweise die Fahrtzeit von einem Termin zum nächsten wesentlich effizienter gestalten können. Auch per Smartphone aufgenommene Fotos können direkt online gespeichert und später vielleicht einer Kundenakte hinzugefügt werden. Benötigt wird lediglich ein 1&1 Online Office-Account, der in den meisten 1&1 Hosting-Tarifen enthalten ist. Die App selbst steht zum Gratis-Download für iOS- (iPhone-, iPad- oder iPod touch) sowie für Smartphones mit Android-Betriebssystem zur Verfügung.
Nach Download und Angabe von E-Mail-Adresse benebst Passwort sollen “alle mit 1&1 Online Office erstellten Texte, Tabellen und Präsentationen zur Verfügung stehen. Vor Kundengesprächen oder einem Meeting mit Geschäftspartnern kann auf diese Weise etwa eine bestimmte Statistik spontan aufgerufen werden.”
Laut Anbieter werden Smartphone-Nutzern darüber hinaus neue Möglichkeiten beim Dokumenten-Management eröffnet: “So lassen sich über einen intuitiven Komfort-Uploader diverse lokal gespeicherte Formate (.doc, .xls, .pdf, .ppt, .jpg usw.) bequem und schnell per Handy in den 1&1 Online Speicher kopieren”. Standardmäßig ist jeder Account dafür mit zwei Gigabyte freiem Speicherplatz ausgestattet. Sollte dies nicht ausreichen, können auf Wunsch flexibel, aber kostenpflichtig weitere Storage-Kapazitäten hinzugebucht werden. Sämtliche Daten liegen auf Servern in den deutschen Hochleistungs-Rechenzentren von 1&1.
MS+Nokia=Anti-Apple-Allianz?
Strategieanpassung: Die Veröffentlichung der eigenen mobilen Betriebssystemplattform Symbian als quelloffene Software hatte es bei Nokia nicht richten können. Statt – wie vielfach spekuliert – auf Android zu setzen, wählte sich Nokia nun Microsoft zum strategischen Partner, wie auf der MWC verkündet wurde. Nokia Handsets würden hiernach künftig mit Windows Phone 7 erhältlich sein und hätten Zugriff auf u.a. Bing, Office, AdCenter für mobile Werbung und Xbox Live. Microsoft gewinnt neben Nokia Maps (Navteq) die gelegten Strukturen und Marktmacht des immer noch amtierenden, jedoch angezählten Smartphone-Weltmarktführers. Vermutlich wird Nokias Ovi-Store für die bestehende Basis an Symbian Apps in Microsofts Marketplace integriert.
1. Update der Windows Phone Developer Tools
Mit einem seit Anfang Februar verfügbaren Update können sich Entwickler auf die geplante Aktualisierung des Windows Phone Betriebssystems vorbereiten. Das Entwickler-Update umfasst Reference Assemblies, eine neue Version des Windows Phone-Emulators und noch einmal alle seit Oktober 2010 erforderlich gewordenen Software-Korrekturen.
Komfortabel: Bereits im Windows Phone Marketplace erhältliche Applikationen müssen von Entwicklern nicht erneut eingereicht werden, da sie laut Pressemitteilung “automatisch von den Neuerungen im Windows Phone 7 Update profitieren”. Die Ausnahme seien “Anwendungen, die es Kunden erlauben, mit auf Silverlight basierenden Textbox-Steuerelementen innerhalb von Panorama- oder Pivot-Steuerelementen zu interagieren”. Dies könne nach dem Update zu einer eingeschränkten Bedienbarkeit führen. Microsoft rät Entwicklern, diese Applikationen mit dem Update zu überarbeiten und erneut einzureichen.
WP7-Updates
Für die zweite Märzwoche wurde überdies ein WP7-Update angekündigt, dass endlich Multitasking wie auch Copy/Paste beherrschen soll. Weitere Änderungen werden den Browser betreffen: die Mobilversion von IE 9 soll HTML5 (beispielsweise für Web-Apps) und Graphikbeschleunigung unterstützen. Folge-Updates in der zweiten Jahreshälfte solen dann u.a. standardmäßig Twitter im “People-Hub” anbieten.
Derzeit sind Microsoft zufolge rund 7.500 Apps im Windows Phone Marketplace verfügbar. Die Windows Phone Developer Tools sollen weltweit bereits eine Million Mal heruntergeladen – eine erstaunliche Zahl. Die Anzahl der registrierten Entwickler wird mit 27.000 angegeben.