Mobile BI via OSS
“Laut einer Untersuchung des Open-Source-Anbieters Jaspersoft arbeitet derzeit fast die Hälfte der befragten Unternehmen an der Entwicklung bzw. Zupassung und Implementierung mobiler Business Intelligence-Applikationen (BI). Gemäß einer Gartner-Prognose sollen im kommenden Jahr mehr als 33 Prozent der BI-Funktionalitäten von Handhelds genutzt werden”, schreibt Prof. Dr. Uwe Haneke im is report.
Und wer Unternehmensdaten von unterwegs aus bearbeiten und analysieren will, der ist mit Open Source-Lösungen gut beraten. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine aktuelle Studie des SAP- und Open Source Software (OSS)-Spezialisten it-novum. Getestet wurden die mobilen Angebote der Anbieter Jaspersoft, Jedox und Pentaho.
Die Fragestellung des Produktvergleichs lautete, ob sich die mobilen Versionen von quelloffener Business Intelligence-Software auch für den Unternehmenseinsatz eignen. Alle drei untersuchten Produkte wurden in dieser Hinsicht als “gut” bewertet. Es gibt jedoch nennenswerte Unterschiede bei den Analytik- und Darstellungsfunktionen und der Art der mobilen Anwendung.
Die Lösungen wurden in den folgenden Bereichen getestet: Umfang der BI-Funktionalitäten, Interaktivität und Flexibilität der Datenbearbeitung, Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten, Sicherheits- und Rechtekonzept, Verfügbarkeit als native mobile Anwendung und Benutzerfreundlichkeit. Alle drei Produkte sind sowohl für Android- als auch für iOS-Betriebssysteme erhältlich und decken dadurch weit über 75 Prozent der derzeit genutzten mobilen Plattformen ab.
Die Studie (58 Seiten, 2,6 MB) steht nach Registrierung hier zum kostenlosen Download bereit.
Die Beschränkung auf nur drei Plattformen ist allerdings einen nennenswerte. Die Marktforscher und Analysten von BARC und Pierre Audoin Consultants kannten schon 2011 zahlreiche weitere Anbieter in der Schnittmenge Mobile BI und OSS wie z. B. Actuate, Apatar, Ketl (Extract Transform Load bzw. ETL), Talend oder Rapid-I.
Fennec spitzt seine Ohren auf Android u. Maemo
heise.de berichtet: “Mozilla hat die erste fertige Android-Version seines Mobil-Browsers mit dem Codenamen Fennec für die Zielplattformen Android und Maemo veröffentlicht.”
MS+Nokia=Anti-Apple-Allianz?
Strategieanpassung: Die Veröffentlichung der eigenen mobilen Betriebssystemplattform Symbian als quelloffene Software hatte es bei Nokia nicht richten können. Statt – wie vielfach spekuliert – auf Android zu setzen, wählte sich Nokia nun Microsoft zum strategischen Partner, wie auf der MWC verkündet wurde. Nokia Handsets würden hiernach künftig mit Windows Phone 7 erhältlich sein und hätten Zugriff auf u.a. Bing, Office, AdCenter für mobile Werbung und Xbox Live. Microsoft gewinnt neben Nokia Maps (Navteq) die gelegten Strukturen und Marktmacht des immer noch amtierenden, jedoch angezählten Smartphone-Weltmarktführers. Vermutlich wird Nokias Ovi-Store für die bestehende Basis an Symbian Apps in Microsofts Marketplace integriert.
1. Update der Windows Phone Developer Tools
Mit einem seit Anfang Februar verfügbaren Update können sich Entwickler auf die geplante Aktualisierung des Windows Phone Betriebssystems vorbereiten. Das Entwickler-Update umfasst Reference Assemblies, eine neue Version des Windows Phone-Emulators und noch einmal alle seit Oktober 2010 erforderlich gewordenen Software-Korrekturen.
Komfortabel: Bereits im Windows Phone Marketplace erhältliche Applikationen müssen von Entwicklern nicht erneut eingereicht werden, da sie laut Pressemitteilung “automatisch von den Neuerungen im Windows Phone 7 Update profitieren”. Die Ausnahme seien “Anwendungen, die es Kunden erlauben, mit auf Silverlight basierenden Textbox-Steuerelementen innerhalb von Panorama- oder Pivot-Steuerelementen zu interagieren”. Dies könne nach dem Update zu einer eingeschränkten Bedienbarkeit führen. Microsoft rät Entwicklern, diese Applikationen mit dem Update zu überarbeiten und erneut einzureichen.
WP7-Updates
Für die zweite Märzwoche wurde überdies ein WP7-Update angekündigt, dass endlich Multitasking wie auch Copy/Paste beherrschen soll. Weitere Änderungen werden den Browser betreffen: die Mobilversion von IE 9 soll HTML5 (beispielsweise für Web-Apps) und Graphikbeschleunigung unterstützen. Folge-Updates in der zweiten Jahreshälfte solen dann u.a. standardmäßig Twitter im “People-Hub” anbieten.
Derzeit sind Microsoft zufolge rund 7.500 Apps im Windows Phone Marketplace verfügbar. Die Windows Phone Developer Tools sollen weltweit bereits eine Million Mal heruntergeladen – eine erstaunliche Zahl. Die Anzahl der registrierten Entwickler wird mit 27.000 angegeben.
Lesetipp: “Android 2″
“Android – Grundlagen und Programmierung” ist ein erfolgreiches und daher auch bereits geraume Zeit vergriffenes Fachbuch, das übrigens auch den für Android programmierenden Glanzkindern die ersten Schritte in diese stets beliebter werdende Betriebssystem-und Anwendungs-Umgebung geebnet hat. Kein Wunder, dass der herausgebende dpunkt-Verlag nun eine erweiterte und überarbeitete zweite Auflage vorstellt.

Es ist den Autoren Arno Becker und Marcus Pant (beide: Visionera GmbH) gelungen, ihr Lehrbuch so zu aktualisieren, dass man von einer allerersten Einführung bis zu ersten eigenen Anwendungen geführt wird, die weit über “Hello World!” hinausgehen. Dabei werden allerdings Grundkenntnisse in der Java-Programmierung vorausgesetzt.
Die Neuauflage wurde so überarbeitet, dass Neuerungen der Android-Versionen 2.x berücksichtigt werden. Neu sind die Themen Hierarchy Viewer (für die Layout-Optimierung; Seiten 108-110) SMS-Integration (mit griffigem Anwendungsbeispiel; 210-220), sowie Trace View (Test-Tool; 347-350).
Besondere Aufmerksamkeit wird sinnvollerweise dem Umgang mit den bei der App-Programmierung notorisch knappen Ressourcen CPU-Leistung und Storage gewidmet. Von einer ersten Definition von “Activities” unter Android ausgehend lernen wir den Systemaufbau des auf einem Linux-Kernel basierenden Systems kennen, soweit er für unseren Weg von der App-Idee und -Konzeption bis zur .apk-Datei (Android Package File – der fertigen App) erforderlich ist.
Auch relevante Unterschiede zwischen der Programmierung für die Zielsysteme iOS und Android werden herausgearbeitet, beispielsweise was die bei Android leicht ansprechbaren systemnahen Anwendungen Telefonie oder Kontakte angeht.
Services vs. Threads und die Priorisierung von Services sind ein weiteres Thema. Die in Android enthaltene relationale Datenbank SQLite wird ebenso eingeführt wie die Kommunikation zwischen Prozessen einer Anwendung versus der Kommunikation zwischen Anwendungen (Multitasking). Weitere aktuell wichtige Themen sind etwa die Integration von Location Based Services sowie Security – u.a. durch ein eigenes Kapitel nur zur Verschlüsselung. Auch das so wichtige wie häufig vernachlässigte Testen kommt hier nicht zu kurz (eine JUnit Testumgebung ist Teil der Android SDK), bevor es dann an den wichtigen Punkt Zertifikate und Signaturen geht.
Dass sämtliche gegebenen Codebeispiele zusätzlich auf der Webseite zum Buch androidbuch.de zum Download angeboten werden, ist ein wertvoller zusätzlicher Service. In diesem wirklich umfassenden Werk haben wir einzig im Kapitel “Anwendungen marktreif machen” einige einführende Hinweise zu den Themenkreisen Android Market (Optimization), Pricing sowie Support vermisst, die aber zugegeben das engere Feld der Programmierung fast verlassen.
Fazit: ****
[427 Seiten, Broschur ISBN 978-3-89864-677-2 39,90 Euro]
Mobiles ECM – live zu sehen in Stuttgart
Der Berliner ECM-Spezialist Optimal Systems ist mit seinen Softwarelösungen auf beiden vom 26. bis 28. Oktober parallel in Stuttgart veranstalteten Messen vertreten (IT & Business: Halle 3, Stand D75 / DMS Expo: Halle 7, Stand D42). Schwerpunkt des Messeauftritts ist das neue Release 6.20 des Enterprise Content Management-Systems OS|ECM. Es enthält u.a. Anwendungen für mobile Endgeräte, die den Zugriff auf das ECM über verschiedene Smartphones sowie Tablet-PCs ermöglichen. Mit den neuen Anwendungen OS|mobileDMS für iPhone und Android-Smartphones erleichtert OPTIMAL SYSTEMS den Zugriff auf das Enterprise Content Management-System von unterwegs. Die Free Apps sind bereits im App Store sowie im Android Market erhältlich.
Zu den gebotenen Funktionen gehören das Anzeigen von Inhalten und Indexdaten, die Volltextsuche, das Ausführen von Anfragen, die Navigation in Ordnern oder Registern u.v.m. Es ist auch möglich eine Rechnung aus dem ECM-System anzuzeigen und einen Freigabe- bzw. Rechnungsprüfungsprozess anzustoßen, eine Kundenakte anzuschauen oder eine Benachrichtigung zu erhalten, sobald ein Dokument geändert wurde. OS|ECM wurde um eine Vielzahl von neuen Funktionen und Komponenten erweitert: von der Gruppierung von Trefferlisten über die Volltextsuche aus MS Outlook heraus, bis hin zur Anbindung an Open Office.
iOS wächst in Europa stärker als Windows
AT Internet ist ein Analyse-Spezialist für Homepages, Intranet sowie mobile Sites/optimierte Landingpages und stellt bereits für über 350.000 Websites detailliertes Tracking zur Verfügung. AT Internet Surveys ist der Marktforschungsbereich von AT Internet. Dieser hat jetzt ein aktuelles Betriebssystem-Barometer für Europa veröffentlicht. Den Ergebnissen zufolge dominiert Microsoft zwar immer noch deutlich den europäischen Markt für Betriebssysteme. Doch die Zahl der Windows-Anwender ist laut dieser Veröffentlichung im vergangenen Jahr um 2,4 Prozentpunkte zurückgegangen.

Der Anteil der MacOS-Nutzer stieg hingegen um 2,2 Prozentpunkte. Der Anteil der iOS-Nutzer (iPad, iPhone und iPod touch) wuchs von 0,8 Prozent im März 2010 auf 1,4 Prozent ein halbes Jahr später an. Linux hält mit stabilen 0,9 Prozent Marktanteil Platz 3 im Ranking der beliebtesten Operating Systems (OS) in Europa.
Besonders beliebt ist das Open-Source-Betriebssystem in Deutschland, wo es einen Marktanteil von 1,4 Prozent erreicht. MacOS hingegen scheint es besonders den Schweizern angetan zu haben, fast 20 Prozent nutzen das Betriebssystem von Apple.
Laut den Hochrechnungen konnte MS Windows im August 2010 in Europa einen Marktanteil von 90,9 Prozent verbuchen. Im August 2009 waren es noch 93,3 Prozent gewesen. Apples MacOS hingegen legte von 5,4 Prozent im August vergangenen Jahres auf 7,6 Prozent Marktanteil im August 2010 zu. Linux hält sich mit 0,9 Prozent Marktanteil stabil. Alle anderen Betriebssysteme, darunter auch Android, haben im Jahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte zugelegt und wiesen im August 2010 zusammen einen Marktanteil von 0,6 Prozent auf – wenn nur mobile Endgeräte betrachtet werden, fallen die Marktanteile natürlich völlig anders aus. AT Internet Surveys untersuchte für diese Studie die Verteilung von Betriebssystemen bei Besuchern von 14.926 Webseiten in 23 europäischen Ländern.
2010 Platz 2 f. Android, 2014 Platz 1?
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird der weltweite Markt für mobile Betriebssysteme von Symbian und Android dominiert werden – der gemeinsame Marktanteil dieser beiden Betriebssysteme soll im Jahr 2014 59,8 Prozent ausmachen.
Symbian wird sich laut der aktuellen Studie “Forecast: Mobile Communications Devices by Open Operating System, 2007-2014″ aufgrund der Größe von Nokia und dem Trend hin zu Massenmarktpreisen an der Spitze des weltweiten Gartner-Rankings halten. Allerdings wird es gegen Ende des Prognosezeitraums einen Kampf um den ersten Platz geben, da (das erst seit Ende 2008 verfügbare!) Android bis 2014 weltweit einen ähnlichen Marktanteil wie Symbian erreichen könnte und dabei Apples iOS weit hinter sich lassen würde. Schon 2010 könnte die unter Open Source-Lizenzen veröffentlichte Software Android das Top-Betriebssystem im US-Markt werden. Die Voraussetzung für diesen bemerkenswerten Erfolg soll u.a. die massive Unterstützung zahlreicher Geräteanbieter wie Samsung, HTC, Motorola, LG, Sony Ericsson u.a. für die Mobilsystem-Plattform der Open Handset Alliance bilden.
Gartner glaubt nicht an einen Durchbruch von Microsoft mit Windows Phone 7, sondern vielmehr daran, dass die Marktanteile bei den mobilen Betriebssystemen sich um wenige Schlüsselanbieter herum wie folgt konsolidieren werden -
Symbian: 2010 40,1%; 2011 34,2%; 2014 30,2%
Android: 2010 17,7%; 2011 22,2%; 2014 29,6%
BlackBerry: 2010 17,5%; 2011 15,0%; 2014 11,7%
iOS: 2010 15,4%; 2011 17,1%; 2014 14,9%
Windows Phone: 2010 4,7% 2011 5,2%; 2014 3,9%