Event: OOP, 23.-27.01.12
“Mobile” gehört zu den Kernthemen der diesjährigen OOP, die vom 23.-27.01.2012 im International Congress Center München (ICM) stattfindet. Opitz Consulting besetzt beispielsweise mit einem Vortrag das Thema “Mobile Lösungen & BPM“.Weitere Schwerpunktthemen der vom Fachverlag Sigs Datacom (BIspektrum, JAVAspektrum, OBJEKTspektrum) veranstalteten Konferenz: Embedded Development, Domain Specific Language (DSL), Model-driven Design / Architectures (MDD), Open Source, People & Soft Skills, Requirements Engineering, “Hardcore Software Architecture”, “Modern Web & Cloud Architecture”, aber auch Methodiken der agilen Softwareentwicklung wie Scrum.
Zu den 70 Ausstellern der begleitenden Fachmesse gehören u. a. Adobe Systems, IBM, Intel, Microsoft oder Oracle. Zielgruppe des Events sind primär Software-Architekten oder IT-Projektleiter auf Systemhaus- oder auch auf Seite des auftraggebenden Unternehmens.
Adobe schließt Lücke mit PhoneGap
Adobe Systems hat im Rahmen der Adobe-Konferenz MAX 2011 eine Vereinbarung zur Übernahme von Nitobi Software bekanntgegeben, dem Erfinder von PhoneGap und PhoneGap Build. PhoneGap ist eine vielversprechende Open Source-Technologie zur einfachen Entwicklung mobiler “Cross-Plattform Apps” auf Basis von HTML5 und JavaScript. Die Akquisition wird voraussichtlich bis Ende Oktober 2011 abgeschlossen sein, Details der Übernahme wurden nicht bekanntgegeben.
Künftig können Entwickler also zwischen zwei Adobe-Lösungen zur Entwicklung von nativen Cross-Plattform Apps wählen: der Umsetzung auf Basis von HTML5 und JavaScript mit PhoneGap oder dem Einsatz von Adobe Flash über Adobe AIR. Das PhoneGap Open Source Framework wurde bis dato schon über 600.000 Mal heruntergeladen und laut Adobe zur Erstellung “vieler Tausend Applikationen” genutzt, die in mobilen App Stores für Geräte auf Basis von iOS, BlackBerry und anderen Betriebssystemen erhältlich sind.
“Wir sind außerdem begeistert, bekanntgeben zu können, dass der PhoneGap-Code an die Apache Software Foundation übergeben wurde”, sagte auf der MAX Dave Johnson, Chief Technology Officer bei Nitobi. “Die Apache Software Foundation ermöglicht es den Teilnehmern an ihrem Modell, gemeinsam an der Entwicklung von Open Source-Produkten zu arbeiten.”
Lesetipp: smart developer
Schon erstaunlich, was sich im Markt der auf das Mobile und mithin Digitale fokussierten Printblätter derzeit tut. Man könnte ja meinen, dass sich gerade die Klientel der Entwickler über diesen vielleicht schnellsten aller Märkte primär online – und dies zunehmend auch mobil – informiert. Dennoch gibt es ab sofort für die Nische “Entwickler für Mobile” sogar eine Alternative zum Mobile Developer. Diese steht unter dem Namen “Smart Developer” im gut sortierten Zeitschriftenhandel und kommt aus dem Hause Linux New Media AG (vgl. u.a. Print: Linux_Magazin, Admin, Linux User UbuntuUser; Online: linux-community.de). Wir haben uns Ausgabe 02/11 zu Gemüte geführt.
Das 100 Seiten starke Magazin irritiert ein wenig mit seiner im Bereich News von anderen Heftteilen deutlich abweichenden Typo und 3spaltigem Layout. Die sonstige Gestaltung ist unauffällig und nur selten mißglückt (ein Info-”Kasten” füllt S. 51 fast kpl.). Druck und Papier sind gut. Die testgelesene Ausgabe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Trendthema plattformübergreifende Programmierung. “Programmieren Sie plattformunabhängig mit HTML5 & Co.” lockt denn auch die Titelzeile auf dem Cover. Im Schwerpunkt werden die GUI-Library Jo und die wirklich sehr interessante JavaScript-Library Phonegap im Detail und mit vielen Code-Beispielen vorgestellt (S. 12-18).
S. 20-23 gehören der Programmiersprache Monkeycoder, ein weiterer Beitrag von einem bei United Planet tätigen Autoren beschäftigt sich mit “Mobile Business Apps” nur aus dem Intrexx-Blickwinkel. Weitere vier Seiten verwendet die Ausgabe auf Smartphone Apps mit IBM EGL. Da hätten wir bei diesem Fokus-Thema Infos zu verbreiteten und vielversprechenden Ansätzen wie den von Sencha,
Appcelerator, Rhomobile,
MoSync oder natürlich Adobe vorgezogen.
In der Rubrik Hardware treten das Dell Venue Pro mit Windows Phone 7, Motorola Defy, HTC Desire HD, Huawei Ideos X5 sowie das Samsung Wave II ins Rampenlicht.
Sehr zielgruppenorientiert wirkt “Diese fünf iPad Apps sind Pflicht für Entwickler” aus der Rubrik Praxis, das beispielsweise iMockups empfiehlt. Dem Blick über den iOS- und-/oder Android-Tellerrand heben soll “Apps für MeeGo entwickeln” von einer Intel-Mitarbeiterin (S. 47-49). Warum dieser Artikel nicht in der Folgerubrik Entwicklung untergekommen ist, wird nicht ganz deutlich, zumal er auch Listings enthält. “Gesichtserkennung mit Bada” ist das Thema von S. 66-70, das deutlich über ein “Hello World” hinausgeht. Beiträge zur Programmierung mit ActionScript für das BlackBerry PlayBook, zur WebOS-Entwicklung mit Ares und 3D-Grafik mit OpenGL für Android runden die so inhalts- wie abwechslungsreiche Rubrik ab. Die Heft-DVD enthält SDKs zu Android, Bada (1.2.1), MeeGo (1.2) WebOS (2.1) sowie Qt-Nokia.
Die Einzelausgabe kostet 7,90 Euro, das Jahresabo 26,90 Euro in der Print-Version (4 Ausgaben + 4 DVDs) oder 23,90 Euro als Digital Subscrition (PDFs). Fazit: Beobachtenswerte Bereicherung des Spektrums.
mehr Infos und Bestell-Möglichkeit
Web Apps für zahlreiche Endgeräte
Apps gehören die Zukunft. Was seit gestern die Smartphone-Szene und heute die Tablets dominiert, wird morgen auch auf Desktop-PCs, Autos, Media-Player, Fernseher sowie das eine oder andere Haushaltsgerät übergreifen… Weiterlesen auf web-app.de.
Lesetipp: Mobile Developer Android
Mitte September ging die Erstausgabe von “Mobile Developer Android” (heute “Mobile Developer”, vereinigt mit Mac Developer) in den Vertrieb und auf Abonnentensuche. Das Fachmagazin für Developers, Projektmanager und Berater in und für Softwareentwicklungs-Projekten for Mobiles erscheint im Verlag Neue Mediengesellschaft Ulm mbH (NMG), der damit sein einschlägiges Portfolio aus u.a. MacDeveloper, dotnetpro, PHP-Journal, Toolbox sowie databasepro vervollständigt.
Mobile Developer Android hat den Anspruch, vier mal im Jahr praxisnahes Wissen rund um Android zu vermitteln. Doch – nicht zuletzt im Sinne der Content-Mehrfachverwertung – auch die konkurrierenden mobilen Betriebssystem-Plattformen wie Apple (iOS), Microsoft (Windows Phone 7), RIM (BlackBerry OS) oder Samsung (bada) werden hier thematisiert, s.u.
Jedes Heft wird von einer CD mit Quellcode, Bibliotheken und Werkzeugen begleitet. Im Falle der in Augenschein genommenen Erstausgabe ist hier beispielsweise enthalten: Das grundlegende Fachbuch zum Thema Android-Programmierung als E-Book (zwar nur die erste Auflage von 2009, aber immerhin! Eine Rezension der aktuellen findet sich hier); das Android SDK als Plug-in für die Open Source-Entwicklungsumgebung Eclipse; die Zupassung des Kommunikationsprotokoll WebSockets für Android jWebSocket in Version 0.10 sowie die Quellcodes zu sämtlichen Artikeln, die Listings enthalten. Der Redaktion um Chefred. Markus Stäuble ist es mit der ersten Nummer gelungen, einen Einstieg in die Materie zusammenzustellen, der für alte Hasen wie blutige Android-Novizen (mit zumindest Java-Vorkenntnissen) von Interesse sein dürfte. Obwohl es möglich ist, mDeveloper häppchenweise als (Fach-)Zeitschrift zu lesen, wird doch auch von Beitrag zu Beitrag eine erhebliche Menge Fachwissen aufgebaut – wie in einem guten Fachbuch.
Die aufmachenden News sind naturgemäß nicht die Stärke eines Printmediums mit Dreimonats-Frequenz. Doch bereits in der Rubrik “Android” werden Wissensfundamente gelegt – die beteiligten Player und ihre jeweiligen Eigenheiten/Interessen sind hier ebenso vorgestellt wie die Vor- (OSS; weitestgehende Freiheit bei Entwicklungswerkzeugen und App-Upload) und Nachteile (Betriebssystem-Stände, Gefahr der Marktfragmentierung). Hernach wird ein Überblick über die derzeit verfügbaren Entwicklungswerkzeuge und -plattformen gegeben und die Systemarchitektur von Android vorgestellt. Wer sich parallel die eigene Entwicklungsumgebung eingerichtet hat, wird hier bis zu einer allerersten eigenen App geführt – zwar “nur” eine Gedächtnisstütze für verliehene Gegenstände, aber immerhin weit mehr als “Hello World”.
Noch mehr ans Eingemachte geht die Rubrik “Android Expert”, diesmal in Richtung WebSockets (inkl. Beispielanwendungen für Foto-Übertragung) sowie Optimierungstipps im Bereich Speichermanagementgeht.
Über den Android-Tellerrand schaut die Rubrik “Mobile OS”. Kenntnisreich wird ein erster Eindruck von Möglichkeiten und Beschränkungen der Samsung-eigenen bada-Plattform gewährt. Die angesprochene Mehrfachverwertung einer auf Entwickler-Fachmedien spezialisierten Verlagsgruppe wird noch am ehesten bei einem Text zur Speicherbereinigung in Objective C-Anwendungen sowie bei einem – allerdings besonders starken und daher willkommenen – Beitrag zu Apples iAD-Werbeplattform spürbar. Schließlich ordnet ein Spezialist sogar noch das wie Android Java nutzende BlackBerry OS ein, erläutert wichtige Unterschiede (beispielsweise bei der Gestatltung von User Interfaces, bei Entwicklerzertifikaten und bei den möglichen Verbindungsarten inklusive dem Mobile Data System des BlackBerry Enterprise Server). Eine lesenswerte Zusammenfassung der wichtigsten Daten zu Symbian, immerhin noch Weltmarktführer bei mobilen Betriebssystenem, rundet diesen Teil ab.
Die erste Ausgabe hat 132 Seiten, der Einzelheftpreis beträgt 14,95 Euro. Wenn das Einstandsniveau gehalten werden kann, dürfte sich das Jahres-Abonnement für knapp 59 Euro wirklich lohnen.
2010 Platz 2 f. Android, 2014 Platz 1?
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird der weltweite Markt für mobile Betriebssysteme von Symbian und Android dominiert werden – der gemeinsame Marktanteil dieser beiden Betriebssysteme soll im Jahr 2014 59,8 Prozent ausmachen.
Symbian wird sich laut der aktuellen Studie “Forecast: Mobile Communications Devices by Open Operating System, 2007-2014″ aufgrund der Größe von Nokia und dem Trend hin zu Massenmarktpreisen an der Spitze des weltweiten Gartner-Rankings halten. Allerdings wird es gegen Ende des Prognosezeitraums einen Kampf um den ersten Platz geben, da (das erst seit Ende 2008 verfügbare!) Android bis 2014 weltweit einen ähnlichen Marktanteil wie Symbian erreichen könnte und dabei Apples iOS weit hinter sich lassen würde. Schon 2010 könnte die unter Open Source-Lizenzen veröffentlichte Software Android das Top-Betriebssystem im US-Markt werden. Die Voraussetzung für diesen bemerkenswerten Erfolg soll u.a. die massive Unterstützung zahlreicher Geräteanbieter wie Samsung, HTC, Motorola, LG, Sony Ericsson u.a. für die Mobilsystem-Plattform der Open Handset Alliance bilden.
Gartner glaubt nicht an einen Durchbruch von Microsoft mit Windows Phone 7, sondern vielmehr daran, dass die Marktanteile bei den mobilen Betriebssystemen sich um wenige Schlüsselanbieter herum wie folgt konsolidieren werden -
Symbian: 2010 40,1%; 2011 34,2%; 2014 30,2%
Android: 2010 17,7%; 2011 22,2%; 2014 29,6%
BlackBerry: 2010 17,5%; 2011 15,0%; 2014 11,7%
iOS: 2010 15,4%; 2011 17,1%; 2014 14,9%
Windows Phone: 2010 4,7% 2011 5,2%; 2014 3,9%
Aura: Navigation mit 3-4 Dimensionen
Wie hier bereits kurz vorgestellt ist die von Navi-Spezialist Sygic zur CeBIT 2010 angekündigte 3D-Navigation Sygic Aura inzwischen verfügbar. Erstmals nutze diese “die 3D-Beschleunigung des iPhone-Chips, um ein rasant schnelles 3D-Rendering der eingeblendeten Landschaften zu erzielen”, hieß es dazu. Überdies sei eine “location aware social networking app” integriert. Anlaß genug für einen mobileTicker-Praxistest. Dieser fiel erfreulich aus.
Tatsächlich bietet diese Navigations-Software mit einem speziellen Fußgänger-Modus, den Reiseführer-Infos sowie geobasiert dargebotenen, aus Wikipedia stammenden Infos ein so bislang nicht in einer App kombiniertes Funktionalitätsbündel. Aus einer App heraus kann man also navigieren, ortsbezogene Informationen recherchieren, die eigene Position mitteilen, mit Freunden chatten und den Wetterbericht abrufen. Wie bei allen Social Networks macht deren spezielle Funktionalität naturgemäß auch bei Aura noch relativ wenig Spaß, wenn man neu im Netzwerk ist. Dennoch ist dies sicher das erste Navi, das man auch schon mal aufruft, wenn man sich gar nicht lotsen lassen will. Durch einen für Hilfestellung und das Entgegennehmen von Verbesserungsvorschlägen abgestellten Sygic-Mitarbeiter bzw. Avatar, der einen freundlich begrüßt, fühlt man sich ganz zu Beginn gleich nicht mehr so einsam. Außerdem besteht ja die Möglichkeit, sämtliche iPhone-Kontakte zu integrieren, d.h. diesen beispielsweise von Aura die eigenen Koordinaten zumailen zu lassen oder sie zum Chat auffordern. Falls man das wirklich möchte… Wie sich das für ein derartiges Netzwerk gehört, gibt es natürlich “Freunde”, einen Status, Nachrichten und Ereignisse. Restaurants, Hotels, Kneipen o. Ä. lassen sich innerhalb der App bewerten. Die Idee, derartig Navigation und Netzwerk zusammenzubringen, ist einleuchtend und fügt der App gewissermaßen eine weitere “Dimension” hinzu. Doch ob man damit Diensten wie Quype wirklich Konkurrenz machen kann, muss die Zukunft erweisen.
Jetzt schon beurteilbar ist hingegen die integrierte, nützliche Suche nach Restaurants, Hotels, Kneipen etc., welche mit Fotos sowie nützlichen Kontaktinformationen wie Öffnungszeiten, Web-Seiten etc. hinterlegt ist.
Ebenfalls recht ansprechend die durch 3D-Anmutung etwas realistischere Darstellung von Gebäuden, Straßen und Landschaft – das wohl größte Plus von Aura. Ach ja, und Navigieren kann man mit dieser Vielzweck-App natürlich auch: An der sprachgeführten Turn-by-Turn-Navigation (in 20 unterstützten Sprachen) gefällt bereits die beispielsweise im direkten Vergleich zu einem altehrwürdigen Medion GoPal besonders angenehme Klangfarbe von “Doris’” hilfreichen Anweisungen. Auch die Sounds für die Blitzerhinweise und (optionale) Warnung bei Überschreitungen von geltenden Tempolimits klingen erfreulich wenig nach Spielautomat. Der Fahrspur-Assistent überzeugte überwiegend. Im direkten Vergleich zu einem NDrive Navi-App der ersten Generation gewinnt Aura haushoch. Obwohl doch beide Apps den gleichen GPS-Sensor nutzen, hängt sich die Sygic-Lösung fast nie auf (außer bei den durchschlagenden “Netzwerkverbindung verloren”-Fehlerhinweisen, die ja leider jede App einfrieren lassen) und verlor im Test auch nie die Orientierung – ganz im Gegensatz zur häufig aus der Routenführung aussteigenden Vergleichs-App. Ein weiteres Plus ist der eigene Fußgänger-Modus für die City.
Praktisch: Man kann sich zu seiner aktuellen Position sämtliche POIs (Points of interest/Sehenswürdigkeiten) anzeigen lassen. Natürlich weist Aura auf Wunsch den Weg zu allen Kontakten – den zur hinterlegten Stamm-Adresse oder zu einem etwaig aktuell via Aura geposteten.
Nettes Detail: Ein Demo-Modus führt uns auf Wunsch vor Fahrtbeginn in einstellbarem Tempo durch die berechnete Route, die daraufhin noch einmal revidiert werden kann. Auch gut durchdacht: Falls man die letzte Routenansage überhört oder nicht verstanden hat, wiederholt “Doris” sie gerne auf einen Tap auf den großen Pfeil links unten hin. Alle Aktivitäten wie Auto-/Fußgänger-Navigation, POIs anzeigen, POI hinzufügen, Standort mitteilen etc. lassen sich übrigens direkt aus der Karte und ohne Umweg über das Hauptmenu aus aufrufen.
Nicht 100% optimal ist die Platzierung der “Nächste Aktion”-Anzeige gelöst, da diese nicht wie üblich und bewährt ganz oben links sondern hier ganz unten im GUI zu finden ist. Ein deutlicher Kritikpunkt: Der permanente Full Screen-Modus von Aura läßt keinen Raum für die Ladezustandsanzeige des iPhone – fatal bei einer App, die in etwas über einer Stunde den Akku komplett lenzen kann.
Unser Fazit dennoch in Summe: ****
Als iPhone App sind derzeit u.a. ff. Kartenpakete erhältlich: Benelux, “Central Europe” (Österreich, Kroatien, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Polen, Slovakei, Slovenien, Schweiz und Liechtenstein), D-A-CH, “Eastern Europe” (Albanien, Weißrussland/Belarus, Bosnien-Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slovakei, Slovenien, Türkei und der Ukraine), Frankreich, “Iberia” (Andorra, Gibraltar, Portugal, Spanien), “Italy” (Italien, Malta, San Marino, Vatikan), “Nordics” (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden), UK & Ireland.
Einführungspreis:
Noch bis Ende des Monats, bis zum 31. Mai 2010, werden die Pakete zum Einführungspreis von 34,99 Euro angeboten – danach kosten die Apps jeweils 59,99 Euro. Das getestete und empfehlenswerte D-A-CH-Navi findet sich erstaunlicherweise derzeit nicht in den Top 100 der iTunes-Charts (Navigation/Meistgekauft).
Give-away-Aktion:
Mit freundlicher Unterstützung von Sygic verschenkt mobileTicker einen Promo-Code für Sygic Aura Drive D-A-CH an die/den ersten Leser(in), die/der sich dazu unter klaus at glanzkinder.com meldet und die Frage richtig beantwortet: “Welches unabhängige non-profit-Referenzwerk ist als Wissensquelle in Aura integriert?” Voraussetzung für die Installation der App ist ein US-Account für iTunes. Eine leicht nachvollziehbare Anleitung zu dessen Einrichtung kann auf Wunsch mitgeliefert werden. Einsendeschluss für unser “Preisausschreiben” ist Freitag, der 28. Mai, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Rundruf: iPhone-Navigation
Zur diesjährigen CeBIT hatten T-Mobile und Navigon die Szene mit der Nachricht aufgemischt, dass alle iPhone-Kunden der Deutschen Telekom bald eine Navigationssoftware von Navigon zum Nulltarif erhalten werden.
Dazu hatten wir Nachfragen an Navigon sowie die Wettbewerber TomTom, NDrive und Sygic. Im Folgenden die Fragen und gegebenen Antworten.
1. Navigon wird in Kooperation mit T-Mobile, dem deutschen Exklusiv-Distributor des iPhone eine kostenlose Navigationslösung bereitstellen. Sehen Sie hier nicht eine gewisse Wettbewerbsverzerrung?
2. Frage an Navigon: Wie wird der Premium-Part des Angebotes aussehen?
Frage an alle anderen: Wie wird Ihr Unternehmen reagieren?
3. Nutzer von unter Android betriebenen mobilen Endgeräten haben teilweise die Möglichkeit, Google-basierende Navigation kostenlos zu nutzen. Nokia hat damit begonnen, Navigationslösungen zu verschenken. Wie wird sich angesichts solcher Erscheinungen der Markt für Smartphone-Navigation entwickeln? Welche Teile werden Ihrer Meinung nach weiter kostenpflichtig bleiben können?
A) Antworten von Gerhard Mayr, Vice President World-Wide Mobile Phones Navigon AG:
1. Nein, ganz im Gegenteil. Auch bisher gab es für iPhone-Nutzer mehrere Möglichkeiten mit dem Smartphone zu navigieren. Schon jetzt bestehen diverse Navigationslösungen für verschiedene Ansprüche mit ganz unterschiedlichem Preisniveau nebeneinander. Wir bieten jetzt noch mehr Auswahl. Mit mobilen Navigationslösungen bewegen wir uns in einem dynamischen Markt. Das heißt, Produkte werden weiterentwickelt und die Preisstruktur verändert sich. Wir orientieren uns mit unseren Innovationen an der Entwicklung des Marktes und den veränderten Bedürfnissen mobiler Menschen und erfüllen mit dem Modell “Navigon select Telekom Edition“ die steigende Nachfrage nach hoher Flexibilität und Qualität.
2. iPhone-Nutzer bekommen mit “Navigon select Telekom Edition“ eine Navigationslösung, die sie sofort nutzen können – verbunden mit dem Qualitätsversprechen von Navigon, verlässlich und sicher anzukommen. Jeder Nutzer kann sich auf Basis der kostenfreien Grundversion die für ihn passende Lösung zusammenstellen und ist somit sehr flexibel. Diese hohe Kundenorientierung ist ein wichtiger Teil unseres Qualitätsverständnisses. Nach wie vor als Premium-Lösung wird der Navigon MobileNavigator als Vollversion bestehen bleiben. Dieser ist jetzt zum Preis von 89,99 Euro im Apple App Store erhältlich.
3. In unseren Augen werden auch weiterhin Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Erfolg eines Produktes entscheidend sein. Dementsprechend werden Innovationen, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren und für sie einen Mehrwert bieten, immer nachgefragt sein. Mit “Navigon select Telekom Edition“ kann bald jeder iPhone-Nutzer selbst entscheiden, mit welchen Features er seine Navigation optimieren möchte. Unabhängig davon lassen sich die Anwendungen von Google und Nokia nicht mit unserem Angebot vergleichen. Google setzt für die vollständige Nutzung der Dienste eine stets verfügbare Internetverbindung voraus. Das verhindert eine zuverlässige Routenplanung und produziert je nach Internetverbindung Folgekosten, die schwer kalkulierbar sind. Nokia verknüpft seinen Navigationsdienst mit den Nokia Endgeräten. Wir garantieren durch unsere Onboard-Navigation eine zuverlässige Routenplanung für verschiedene Smartphone-Plattformen. In diesem Angebot steckt unsere bewährte Navigationssoftware MobileNavigator und damit unser ganzes Know-how.
B) Antworten von Sarah Schweiger, PR Manager DACH TomTom:
1. Letztlich entscheiden Qualität und Funktionsumfang eines Produktes darüber, ob der Kunde dieses nutzt oder nicht. Es gibt auch andere kostenlose Navigationslösungen – wir bieten unseren Kunden eine App mit vollem Leistungsumfang, die beispielsweise TomTom-Technologien wie IQ Routes oder den Echtzeitverkehrsinformationsdienst HD Traffic auf das iPhone bringt. Wir sind überzeugt, dass iPhone-Nutzer, die regelmäßig mit dem Telefon navigieren, eine hochwertige und ausgereifte Navigationslösung bevorzugen werden.
2. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns betreffend unsere künftige Product Roadmap nicht äußern können. Derzeit fokussieren wir uns darauf, Navigationslösungen anzubieten, die unseren Kunden die beste Nutzererfahrung im Bereich der Fahrzeugnavigation bieten. Dazu zählt die regelmäßige Erweiterung unserer Lösung um neue Funktionen wie beispielsweise aktuell HD Traffic.
3. Leider können wir nicht in die Zukunft sehen, aber die Entwicklungen die wir derzeit beobachten sind keine, die unerwartet kommen. TomTom bietet eine Premium-Navigationslösung als Zubehör für das iPhone und für Windows Mobile Handys – wir sehen hier auch in Zukunft einen Markt.
C) Anworten von Eduardo Carqueja, Gründer und CEO NDrive
1. Das empfinden wir nicht als Verzerrung. NDrive glaubt, dass die Deutsche Telekom sich so von ihrem Wettbewerb differenzieren möchte. Selbstverständlich müssen die anderen Player im Markt der Navigations-Apps auf diese Kooperation reagieren und u.a. durch eigenes Bundling ihren Kunden möglichst noch besseren Mehrwert bieten. So funktioniert der Markt nun einmal – und die Endkunden profitieren stets davon.
2. Wir werden mit überaus attraktiven, agressiv bepreisten Angeboten reagieren: Damit zielen wir einerseits auf Anwender, die mit der Navigon-Lösung unglücklich sind und andererseits auf andere Mobilfunk-Provider, die echten Mehrwert mit innovativen Lösungen in den Markt bringen wollen.
3. Google ist ein Reklame-Unternehmen, das Navigation für seine Wertschöpfung nutzt. Da überdies der Google-Ansatz teils zu einem starken Ressourcenverbrauch führt und die Nutzung für Anwender in vielen Situationen extrem teuer werden kann, sehen wir dies nicht als kostenlose Lösung: Google verdient dadurch Werbegeld, Anwender finanzieren es durch teure Datenverbindungen sowie ggfs. zusätzliche Roaming-Gebühren und die Telcos verzeichnen dadurch hohen Datenverkehr im Netzwerk.
Nokia hingegen ist eines der Unternehmen, die selbst stark investiert haben, um Navigation auf ihren Endgeräten kostenlos anbieten zu können. Insofern muss Nokia Navigation doch für ein extrem wichtiges Feature halten. Nokia hat auch bestimmte Fotografie- und Musik-Services gratis gemacht. Aus der Sicht des Endgeräteherstellers ist all dies auch sinnvoll, um die eigenen Handys und Smartphones so attraktiv wie möglich zu machen.
NDrive ist als Software-Hersteller ein Enabler derartiger Technologie- und Marktentwicklungen. Wir sind überzeugt, dass der aktuelle Trend, Location Based Services auf die Mobilplattformen zu holen, uns gute Geschäfte bescheren wird – um so mehr, als dies immer einer der zentralen Streitpunkte zwischen Geräteherstellern (gewünschte Features) und Telcos (unerwünschter Bandbreitenverbrauch) war.
D)
Anna Hurbanic, Public Relations Manager Sygicließ uns zur Strategie Ihres Unternehmens nur wissen: “We just will be better than Navigon”
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Endlich: Android Merch
Open Source-Freunde haben es mit Tux ja schon vorgemacht, wie sich ein Betriebssystem-Wappentier vermarkten lässt. Spielzeughersteller Dyzplastic versucht diesen Erfolg jetzt mit Android-Figürchen in zwölf verschiedenen Geschmacksrichtungen zu wiederholen.
Um ein Überraschungsmoment zu wahren und um die Sammelleidenschaft zu kitzeln, werden die Droiden in Pappkartons (Blind Boxes) verkauft, die keinen Rückschluss auf das jeweils enthaltene Modell erlauben. Einen schlumpfblauen konnten wir leider noch nicht entdecken.
via recombu
Google kauft Remail u. stoppt App – zunächst
Remail-Gründer Gabor Cselle kehrt zurück zu Google, wo er einst als Praktikant arbeitete. Später war er Entwicklungsleiter bei Xobni, das Such- und Social-Funktionen für Microsofts E-Mail-Client Outlook anbietet, und gründete schließlich Remail, um einen neuen mobilen E-Mail-Client zu entwickeln.
Seine Software war seit geraumer Zeit für Apples iPhone und iPod touch verfügbar. Sie lädt sämtliche E-Mails in einem Postfach auf das mobile Endgerät herunter und macht die E-Mails so lokal durchsuchbar. Mit der Übernahme durch Google verschwand Remail allerdings vom Markt und ist in Apples App Store bereits nicht mehr erhältlich. Bestandskunden können Remail weiter nutzen, Support gibt es nur noch bis Ende März 2010. Als Entschädigung werden allen Nutzern der Software sämtliche kostenpflichtige Funktionen freigeschaltet. Cselle wird künftig als Produktmanager an Googlemail arbeiten.
via golem.de
UPDATE via heise.de: Remail darf nun doch als Open Source Software weiterleben.