MeeGo: Maemo und Moblin verschmelzen

Nokia und Intel planen, ihre jeweiligen Linux-basierenden Mobilplattformen Maemo und Moblin zusammenzuführen. Die entstehende Betriebssystem-Basis MeeGo soll die Kräfte in einem vorläufig zersplitterten Markt bündeln, in dem gerade das ebenfalls auf Linux beruhende Android derzeit gewaltige Zuwachszahlen verzeichnet. Die Open Source-Plattform MeeGo soll für Handys, Smartphones, PDAs, Netbooks, Tablets bis hin zu Kfz-Systemen beflügeln und von der Linux Foundation gehostet werden. Eine erste Betriebssystemversion wird bereits für Q210, erste Geräte mit dem OS im Laufe des Jahres erwartet. Entwickler sollen Nokias Entwicklungsumgebung QT für die Erstellung von MeeGo-Anwendungen benutzen. Die Nokia-eigenen MeGoo-Apps werden über den Ovi Store vertrieben. Nokia verkauft bislang weit mehr auf dem ebenfalls als Open Source Software veröffentlichten Symbian beruhende als mit Maemo betriebene Handys und Smartphones.

neofonie: Social Media-Software fürs iPhone wird OSS

WeShare_logoDer IT-Fullservice-Dienstleister neofonie gibt im Rahmen seiner OSS-Initiative (Open Source Software) den Quellcode einer erweiterbaren und in eigene Entwicklungen zu integrierenden Softwarekomponente für das iPhone frei. Die ab sofort hier auf Google Code gehostete, frei verfügbare Bibliothek mit dem Namen WeShare Mobile for iPhone soll das Veröffentlichen von Inhalten wie Bildern, Kommentaren, Links oder Textausschnitten bei verschiedenen Social-Media-Diensten vereinfachen.

WeShare Mobile for iPhone übernimmt mit iPhone-typischer Bedienoberfläche die Anmeldung bei diesen Diensten und sorgt für die Veröffentlichung bzw. Verbreitung der gewünschten Inhalte. Als leicht konfigurierbares Softwaremodul lässt sich die Komponente laut Anbieter in jede beliebige iPhone App integrieren. Über eigene Plug-ins können weitere Social-Media-Dienste angebunden werden. Im aktuellen Umfang bereits enthalten sind Plug-ins für Twitter, Facebook und Delicious sowie E-Mail. In der Entwicklung sind zurzeit ein Plug-in für StudiVZ sowie die Möglichkeit der Geolokalisierung und Bildunterstützung für das Twitter-Plug-in. Auch eine Version für Android ist geplant.

Event: WebTech 2009

WebTechDie Software & Support Media veranstaltet vom 16.–18. November 2009 die WebTech 2009 im Kongresszentrum in Karlsruhe. Die Konferenz präsentiert sich als Treffpunkt für Webentwickler, Webconsultants und IT-Projektmanager aus verschiedenen Branchen, die nach neuem und fundiertem Wissen über Webtechnologien suchen. Interessant für mobileTicker-Leser könnte noch am ehesten der integrierte iPhone Developer Day am Montag sein. Weitere “Special Day”-Formate sind Web-Standards, Security, Flex, JavaScript sowie MS-Silverlight gewidmet. Der WebTech vorangestellt ist die zweitägige Open Source Expo.
WebTech: Infos, Preise, Buchung

App: SourceForge Network News

SourceForge
iPhone-Nutzer, die beruflich oder qua Hobby mit Open Source-Aspekten der Softwareentwicklung zu tun haben, kommen kaum um diese App herum. Der kostenlose Feed-Reader bringt die jeweils jüngsten News ff. Seiten aufs iPhone: SourceForge.net, Linux.com, Slashdot.org, ThinkGeek.com, Freshmeat.net. Englischsprachig; simpel, aber gut gemacht; empfehlenswert.
iTunes-Link

Texterkennung für iPhone & Co.

Vom OCR (Optical Character Recognition)-Spezialist Abbyy Europe gibt es jetzt auch eine iPhone-Variante des “Mobile OCR Engine 3.0 Software Development Kit”. Bislang wurden bereits Windows (Mobile), Symbian, Linux und zuletzt Android unterstützt. Die SDK soll die Entwicklung von Anwendungen ermöglichen, die Text in Bildern erkennt, welche mit der jeweiligen Handy-Kamera aufgenommen wurden. Ein naheliegender Anwendungsfall ist etwa das automatisierte Übernehmen von Visitenkarten in die jeweilige Kontaktverwaltung (Business Card Recognition, BCR). Hierbei werden laut Hersteller 58 Sprachen unterstützt, 20 davon mit Wörterbuch-/Thesaurus-Funktion.

Programmierer können für ihre Entwicklungen auf Basis der Mobile OCR Engine die Programmiersprachen C/C++ und C# und .NET einschl. Microsoft Visual Studio 2005 nutzen. Der Anbieter stellt eine eingeschränkte Version für kostenlose Tests bereit. Vertrieb in Deutschland u. a. durch die Bechtle direkt GmbH.

Autor: klaus, veröffentlicht am: 24. 05. 2009

Kategorien: iPhone Programmierung

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Programming Library unter Apache-Lizenz

Der Entwickler Joe Hewitt aus Palo Alto (Ca.) hat Vorarbeiten aus seiner Tätigkeit für Mozillas Firefox-Projekt sowie die Facebook Connect App fürs iPhone für den Aufbau einer Software-Bibliothek für die App-Entwicklung genutzt. Der Clou: Diese Xcode static library hat Hewitt unter der Apache-Lizenz veröffentlicht, die freien Zugang zum Code selbst für kommerzielle Projekte gestattet.

Der Entwickler nennt sein Projekt “Three20″, nach der Bildauflösung des iPhone mit 320 Pixels. Das Projekt enthält eine Beispiel-App namens “TTCatalog”, welche die zahlreichen Möglichkeiten der GUI-Komponenten demonstriert. Hewitt bezeichnet den Reifegrad selbst als “alpha” und warnt vor möglichen, kleineren Bugs. Zu den vorbereiteten Komponenten gehört ein PhotoView-Controller zur Ansprache und deutlichen funktionalen Erweiterung der Apple-Photo App; Message composer emuliert und erweitert die Mail-Systemanwendung, beispielsweise durch Import von beliebigen Adressbüchern; TTImageView erlaubt die Darstellung von web-basierten Image-Dateien. Weitere Komponenten umfassen beispielsweise deutlich verbesserte Textfeld-Editoren. Eine Version für iPhone OS 3.0 wird für Mai erwartet.

UPDATE 12.11.09:
Inzwischen hat sich Hewitt vom iPhone u. vom App Store abgewandt. Der Entwickler will aus Protest nicht mehr mit dem iPhone arbeiten, Apples Reglementierungen stören ihn zu sehr, sagte er TechCrunch. Er bemängelt unter anderem die Kontrolle, die Apple über die Entwickler hat, und die Vorbildfunktion Apples restriktiver App Store-Politik für andere Softwareplattformen. An Hewitts Stelle arbeitet ein anderer Entwickler an der Facebook-App weiter.
via heise.de
Joe Hewitt’s site
Hier geht’s zum Code
Facebook Connect for iPhone

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