E-Books hui, eReader Pfui

tns_emnid_logoErgebnissen einer Umfrage von TNS Emnid zufolge kennen zwar 62 Prozent der Deutschen Lesegeräte für E-Books bereits. Kennen also “eReader” wie beispielsweise Amazon Kindle, BeBook, Cool-er Reader, Cybook, Etaco Jetbook, Hanvon Wisereader, iRex iLiad, iRiver Story, Plastic Logic Reader, Samsung Papyrus, Sony PRS, txtr Reader u.v.m. Doch 84 Prozent der Befragten besitzen ein solches Gerät weder, noch haben sie vor, sich je eins zu kaufen. 12 Prozent haben hingegen konkrete Kaufabsichten.

Sogar über die Hälfte der Kaufwilligen empfindet jedoch die Funktion “Darstellung von E-Books” als nicht allein ausreichend und wünschen sich ein “multimedial einsetzbares Kommunikationsgerät”, das u.a. auch E-Mail, Telefonie und Kamera vorweisen können sollte. Wenn man diesen Ergebnissen ebenso Glauben schenkt, wie denen einer anderen aktuellen Studie, wonach knapp 3 Mio. Deutsche sich noch in diesem Jahr ein E-Book kaufen wollen, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass für die Anbieter von Smartphones mit E-Book-Reader Apps wie u.a. Apple, aber auch alle Android-basierenden Geräte jetzt endgültig goldene Zeiten anbrechen (Ebenso wie für die Anbieter von Anwendungen für diese Smartphones wie das App-Systemhaus Glanzkinder). Aber vielleicht verzichten ja all diese Kaufinteressenten auch auf Telefonfunktion und (vorerst) auf die Kamera und kaufen die 2,9 Mio. E-Books in Apples iBook Store für das iPad – sobald dieser seine Pforten öffnet? Oder warten auf HPs Slate? Für die Erhebung hatten die Emnid-Marktforscher 2.749 Konsumenten in Deutschland befragt.

Studie: iPad vs. andere Tablets u. eReader

comScoreDie Spezialisten für Marktforschung im Bereich digital/mobile comScore haben 2.176 Internetnutzer nach ihrem Wissensstand und Meinung zu Apples iPad sowie konkurrierenden Endgeräten befragt. Die Studie ist kostenpflichtig, im Folgenden Auszüge aus den wichtigsten Ergebnissen:

comScore hatte Konsumenten nach Ihrer Kenntnis mehrerer mobiler “eReader” und Tablet-Endgeräte sowie nach ihren diesbezüglichen Kaufabsichten gefragt. Die gestützte Bekanntheit liegt beim iPad mit 65% auf exakt gleich hohem Niveau wie bei Amazons Kindle, gefolgt vom Sony Reader (39%), dem Barnes & Noble Book (28%) und Samsungs Papyrus (11%). Die angekündigten Geräte von HP und Microsoft wurden noch offensichtlich nicht berücksichtigt. Beim tatsächlichen Erwerb liegt der Kindle mit 6% noch deutlich vor Sony (4%) und Apple (1%). Die Kaufabsicht (in den nächsten drei Monaten) stellt sich wie folgt dar: Apple (15%), Amazon (14%), B&N (10%), Sony (9%) und Samsung (8%).

Auf die Frage nach der Hauptnutzungsabsicht eines iPads (Mehrfachnennungen möglich), so sie denn eines besäßen, antworteten 50% mit Browser-/Internet-Nutzung, 48% E-Mail-Nutzung, erstaunlich hohe 38% nannten Musik hören, 37% E-Books lesen, aber auch 37% Adressbuch-Funktion, 36% Videos betrachten, 34% eNewspaper/eMags lesen. Diese Top-Aktivitäten werden gefolgt von Fotos Betrachten, Kalender-Nutzung, Spielen(30%), Apps aus dem App Store herunterladen (26%).

Die Erhebung fragte auch den Besitz von entweder iPhone oder iPad touch ab – ein Kriterium, das Befragte zu “iOwners” macht. Diese zeigen laut comScore ein signifikant anderes Kaufverhalten bei digitalen Inhalten. 52% der iOwners sind bereit, für digitale Zeitungsabonnements zu bezahlen, im Gegensatz zu nur 22% der nicht-iOwners. 3% der iOwners haben bereits ein iPad bestellt, im Gegensatz zu 1% der Vergleichsgruppe.

Weitere interessante Ergebnisse: Am meisten wünschen sich iPad-Interessenten Multitasking (43%), ein größeres Display (37%) sowie eine eingebaute Kamera (34%). Nur 22% der Befragten sagten, ein iPad werde bei ihnen voraussichtlich ein Netbook ablösen, bei 37% aber einen iPod touch! Die Untersuchung zeigt keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Die komplette Studie kann erworben werden – dazu Infos anfordern unter learnmore@comscore.com.