Android Markets compared
Der jüngste Report der Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo beschäftigt sich mit den verschiedenen Marktplätzen für Android Apps, die es inzwischen gibt – gibt aber nur für Googles Android Market und Amazons Appstore Zahlen. Die Daten entstammen dem US-Markt und dem Januar 2012. Aus den Ergebnissen:
- Rund die Hälfte aller Apps sind in beiden Stores verfügbar.
- Das Angebot des Android Market liegt rund 14-fach höher als das im Appstore. Allerdings holt Amazons Marktplatz schnell auf.
- Kostenpflichtige Apps sind im Android Market in der Unterzahl. In den letzten sieben Monaten hat sich die Ratio Paid Apps/Free Apps von 38 zu 32 Prozent reduziert.
- In Amazons App-Kaufhaus bilden die Paid Apps mit stabilen 65 Prozent die Mehrheit.
- Von allen Apps, die in beiden Stores angeboten werden, haben es nur 200 geschafft, im Beobachtungszeitraum mindestens 200 US-Dollar Umsatz zu generieren. Von diesen 200 warfen 42 mehr Umsatz im Appstore als im Android Market ab.
- Die Gesamtzahl der Downloads der 100 bestplazierten Apps im Appstore lag im Januar 2012 vierzehn mal höher als im Dezember 2011. Dies führt Distimo u.a. auf den Launch des Kindle Fire zurück.
- Der Durchschnittspreis der bestplatzierten 100 Paid Apps im Appstore liegt um 40 Prozent niedriger als im Android Market – aufgrund der zahlreichen Rabattaktionen des Store-Betreibers, wie Distimo vermutet (Amazon legt hier die Preise fest, nicht die Publisher/Developer).
- Es gibt natürlich inzwischen noch zahlreiche weitere Mobile App Stores, in denen Android Apps feilgeboten werden, beispielsweise GetJar, Pdassi, Handango, Handmark, PocketGear, Handster/Opera oder SlideMe. Diese haben laut Distimo aber noch nicht genug Volumen, um zu relevanten Vergleichswerten zu gelangen.

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Opera integriert App Store in Mobile Browser
heise.de berichtet:
“Der norwegische Browser-Hersteller Opera öffnet eine Vermarktungsplattform für Smartphone-Anwendungen unter eigener Flagge. Der Opera Mobile Store wird als Direktlink in die Oberflächen der Mobil-Browser Opera Mini und Opera Mobile eingebunden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Oslo mit. Damit haben Opera-Nutzer Zugriff auf Apps für Symbian, Blackberry, Android sowie Java. Der Umfang des Angebots variiert je nach Betriebssystem. Dabei setzt Opera auf die White Label-Plattform von Appia. Der unter dem Namen PocketGear gegründete Shop-Dienstleister steckt hinter den App-Stores verschiedener Vertriebspartner, darunter Samsung sowie die US-Netzbetreiber AT&T, T-Mobile und Verizon Wireless. Das Angebot des Stores umfasst nach Unternehmensangaben insgesamt 140.000 Apps für verschiedene Plattformen.”
PocketGear übernimmt Handango: Konzentration im App-Großhandel
PocketGear, Inc. gibt soeben die Übernahme von Handango bekannt. Handango ist laut PocketGear der “weltweit führende Anbieter von Smartphone-Applikationen”. Durch die Fusion entsteht laut Pressemitteilung der “weltweit größte plattformübergreifende und unabhängige Marktplatz mit einem Katalog von mehr als 140.000 kommerziellen und kostenlosen Applikationen für die weltweit mehr als 4 Milliarden Anwender von Mobiletelefonen, die auf entweder Android, Symbian, BlackBerry, Windows Mobile, WebOS (Palm), Linux oder Java basieren.”
PocketGear und Handango bieten den nach eigener Einschätzung weltgrößten unabhängigen App Store, denn sie haben bis dato gemeinsam einen Umsatz von mehr als 400 Millionen US-Dollar mit Kunden aus mehr als 175 Ländern erzielt. Verkauft wurden dabei Apps für über 2.000 verschiedene Mobiltelefon-Modelle.
Mit der Übernahme soll der PocketGear-Marktplatz nun mehr als 32.000 Entwickler aus dem PocketGear-Entwicklerprogramm mit mehr als 40 von PocketGear unterstützten Webshops und Distributionspartnern vernetzen, darunter “4 der 5 weltgrößten Mobiletelefonhersteller, 4 der 5 größten Mobilfunkbetreiber der USA und 3 der 10 größten Mobilfunkbetreiber weltweit”.
Handango.com erweitert PocketGear eigenes “App Store-Netzwerk”, zu dem unter anderem die Sites PocketGear.com, Mobile2Day.de, SymbianGear.com, AndroidGear.com, RIMGear.com, Smartphone.net, und PalmGear.com gehören. Darüber hinaus nutzen nun weltweit über 1.000 Entwickler PocketGears Shop-System um Ihre Applikationen direkt auf ihren eigenen Webseiten zu vermarkten. Jud Bowman bleibt auch nach der Übernahme Präsident und CEO von PocketGear, während Alex Bloom, bislang CEO von Handango, die Aufgabe des COO von PocketGear übernimmt.
Kürzlich hatte sich mit der Wholesale Applications Community (WAC) bereits eine interessante Mobile App Store-Allianz gegen Apple aus Providern und Geräteherstellern formiert.