10 Tipps für das Mobile Business

M-Commerce wird von der Marktforscher-Prognose zum Fakt: In Deutschland verdoppelte sich 2012 der Umsatz im M-Commerce gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Veranstalter der Internet World Messe (19.-20.03.2013, München) steuern eine Checkliste bei, mit der sich Unternehmen auf “die große Mobile-Trendwende” vorbereiten können.

  • 1. Der mobile Nutzer ist König: Verbraucher nutzen das Smartphone vor allem unterwegs für schnelle, kurze und zielgerichtete Informationsbeschaffungen. Tablets kommen vermehrt bei längeren Sessions zum Einsatz, in der Regel sitzt man dazu und nimmt eine entspannte Haltung ein, der “Couch Commerce” erobert die Wohnzimmer. Das mit den einzelnen Geräten korrespondierende Nutzerverhalten muss nicht nur bei strategischen Überlegungen berücksichtigt sondern auch in der Umsetzung konsequent adaptiert werden.
  • 2. Mehrwerte schaffen: Mobile Endgeräte und deren Anwendungen haben nur Erfolg, wenn darüber ein effektiver mobiler Mehrwert geboten wird und zwar so, wie er in dieser Form oder Situation auf anderen Kanälen bislang nicht verfügbar ist. Die Informationen müssen jeweils adäquat gefiltert und aufbereitet werden. Rein nur die den veränderten Bildschirmgrößen adaptierte Darstellung reicht nicht.
  • 3. Mobile muss integrieren: Der mobile Kanal muss mit den anderen Kanäle synchronisiert werden. Dies gilt insbesondere für die Kommunikation (siehe 10.), wo Mobile noch zeitnaher und situativer in die Gesamtstrategie eingebunden werden kann.
  • 4. Die Brücke zum Point of Sale: Um Kunden zu erreichen, muss der mobile Kanal direkt mit dem POS oder Touchpoints verknüpft werden. Denn beispielsweise alleine die Zeit zwischen einem Besuch im Ladengeschäft und dem nächsten Zugriff über den Webbrowser kann mobil ausgeschöpft werden. Der potenzielle Kunde ist dann nur mobil erreichbar, hat aber noch Fragen oder benötigt noch mehr Überzeugung. Hier kann Mobile die Kaufentscheidung fördern.
  • 5. Technischer Hürdenlauf: Intuitive Abwicklung steht im Vordergrund, vor allem bei der Gewinnung von Neukunden. Dies gilt insbesondere für die Registrierungs- und Zahlungsoptionen. Gerade auf kleinen mobilen Geräten wie Smartphones hat der Kunde nicht nur weniger Geduld, es ist schlichtweg zu wenig Platz für viel Erklärungsarbeit.
  • 6. Tablet als Einkaufserlebnis: Die entspannte Nutzungssituation von Tablets muss für lustvolleres Shopping genutzt werden. Dies wird oft unterschätzt bzw. mißachtet.
  • 7. Mit technischen Features besser verkaufen: Bei kaum einem anderen Gerät wie bei einem Smartphone können von der Technologie so viele Funktionen genutzt werden – GPS zur Lokalisierung des Anwenders oder des nächsten Ladengeschäfts, Kamera zur Identifikation von Produkten, Neigungssensor zur optimalen Visualisierung von Produkten im Quer- oder Hochformat – von NFC ganz zu schweigen. Diese gerätespezifischen Funktionen gilt es, in Services oder Kaufanreize umzuwandeln.
  • 8. Weniger ist manchmal mehr: Die Gefahr ist groß, eine Mobile Shopping App zu überladen. Wichtig ist, Funktionen gezielt und effizient einzusetzen, statt zu viele Spielereien einzubauen.
  • 9. Es muss nicht immer eine native App sein.
  • 10. Der richtige App-Marketing-Mix: Eine Mobile Shopping-Anwendung zu entwickeln ist eines, sie zum Erfolg zu führen, etwas anderes. Marketing und Kommunikation sind gefordert und sollen auch nachhaltiges Marketing im und um den jeweiligen App-Store inkludieren. Es gibt nichts Langweiligeres als „Bug Fixes“ in den Release Notes für neue Versionen. Die eigentliche Herausforderung ist, dass die App installiert, aktualisiert und vor allem auch wirklich genutzt wird: App-Promotion muss her um das Mobile-Projekt rund zu machen (PDF)

Event: MCTA, 28.-29.01.13

Mobile Communications - Technologien und AnwendungenDie Forschungsgruppe wi-mobile in Augsburg befasst sich langjährig mit Themen rund um die Weiterentwicklung von Mobilmärkten. Bereits seit 2001 veranstaltet sie in diesem Kontext in Berlin die Konferenz “Mobile Communications – Technologien und Anwendungen” (MCTA). Sie steht unter dem Motto “Shaping the future of mobile markets”. Auch 2013 wird wieder ein Workshop Day (28.01.13) mit drei parallel gehaltenen Tracks wie beispielsweise “Die Legende vom sicheren mobilen Endgerät” (Compass Security) oder “Apple, Google, Facebook, eBay und Amazon — wohin werden die Kunden des stationären Handels gelenkt?” angeboten. Darauf folgt am 29.01. der Conference Day. Themen sind hier beispielsweise Compass SecurityMobile Social Media, M-Payment, mPOS, LBS und “Mobile Loyalty” sowie die alljährliche Verleihung des Mobile Innovation Award. Die Teilnahmekosten beginnen bei 540 Euro für beide Tage (Frühbucherrabatt bis 23.12.12), bei mehr als einem Teilnehmer pro Unternehmen wird 20 Prozent Rabatt gewährt.
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Multi Channel Payment Days

Die Roadshow “Multi Channel Payment Days” wird vom Veranstalter Deutsche Kongress als “eine branchenübergreifende Plattform für Mobile Business und Everywhere Commerce” positioniert. Nach Hamburg gastiert sie am 04.12. noch in Köln und am 06. Dezember in München. Themen sind unter anderem: Multi-Channel zu Cross-Channel – Payment im Wandel” und “Mobile Payment am Point of Sale” (POS). Vorträge kommen u.a. von CONTNET, Euro Kartensysteme, Giesecke&Devrient, Nordwest Handel, payleven, Metro Systems, Telefónica und Yapital.

Die Veranstaltung wird moderiert von Achim Himmelreich, Partner, Mücke, Sturm & Company und Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW. Die Teilnahme kostet jeweils 595 Euro zzgl. MwSt.

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Event: Mobile Commerce Summit 2012

31.08.2012 | In einem Tag zum M-Commerce-Profi?An nur einem Tag zum Mobile Commerce-Profi will der Mobile Commerce Summit ausbilden, der am 28.08.2012 in Wiesbaden stattfindet. Der Veanstalter Conference Group (u.a. “Apps Summit”, “Mobile Summit”) nennt ff. Schwerpunkte:

  • Wie Mobile Commerce den E-Commerce stimuliert
  • Wie lassen sich erste Umsätze erzielen?
  • Die erfolgreichsten Mobile-Händler in Europa und weltweit
  • Was sind die Strategien der Key Player?
  • Mobile als Umsatztreiber für den stationären Handel – Was ist am POS alles möglich?
  • Mobile Couponing and Mobile Payment.

Entsprechenden Profi-Input sollen Referenten von u.a. Baur, Burda, Demandware, eBay, nurago, Payback, SapientNitro (Saturn), Uniwire oder YOC vermitteln. Die Teilnahme kostet 1.190 Euro (zzgl. 19 % MwSt.) .

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M-Payment: NFC und die Alternativen

In einem Whitepaper hat die Managementberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C) verschiedene heute schon am Markt vertretene Lösungen für Mobile Payment neben Near Field Communication (NFC, oder auch Mobile Wallet genannt) untersucht und die Vor-und Nachteile evaluiert. Weiter beschäftigt sich das Dokument mit dem aktuellen Entwicklungsstand bei Anbietern von NFC-Lösungen, die ebenfalls miteinander verglichen werden.

Aus den Ergebnissen:

  • Die Großen der Branche (Google, PayPal, MPass, Mobilfunkbetreiber, Payment Service Provider, Visa, Mastercard, aber auch die Sparkassen) haben mehrere M-Payment-Piloten erfolgreich abgeschlossen und stehen nach eigener Einschätzung kurz vor der Einführung am Markt.
  • MPayment durch NFC, Smartphones und Apps “endlich” den lang erwarteten Durchbruch erzielen.
  • NFC – gilt dabei als aussichtsreichste zukünftige Zahlungsmethode am Point of Sale.
  • NFC-Alternativen sind: Bezahlung über Mobilfunkrechnung oder PrePaid-Guthaben, über Premium SMS o.Ä.; klassischer E-Commerce über mobil optimierte Seiten; E-Commerce
    Transaktionen über InApp Payment.
  • Das “potenzielle Marktvolumen” von M-Wallet für das Jahr 2012 schätzt MS&C auf rund 7,4 Milliarden Euro.

Das lesenswerte Whitepaper kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

“Everywhere Commerce” statt nur M-Commerce

Everywhere Commerce ist laut der Managementeratung Mücke, Sturm & Company das neue Paradigma des Multichannel-Handels: Kunden seien heute nicht mehr nur über die klassischen Vertriebswege zu erreichen. Der Kaufprozess sei vielmehr kanalübergreifend und finde heute online wie offline statt.

Die Integration des stationären Handels in die digitale Ökonomie bietet daher große Chancen für den Einzelhandel, da auch er alle Instrumente des Internets nutzen kann. Die dabei zu bewältigenden Anforderungen sind jedoch beträchtlich: Technisch isoliert gewachsene Systeme müssen zusammenwachsen und Anreizsysteme umgestaltet werden.

Eine Analyse der Managementberatung zeigt anhand von Anwendungsfällen wie Unternehmen den Paradigmenwechsel im Sinne ihrer Kunden umsetzen können: Mit den Smartphones und der damit einhergehenden Appconomy (App-Economy) ist laut den Autoren der Analyse die Lücke zwischen E-Commerce und dem stationären Einzelhandel geschlossen worden. Multichannel-Marketing, das die Unterschiedlichkeit der Kanäle betont, wird durch das neue Konzept des Everywhere Commerce abgelöst.

Mobile-POS-Integration
Denn Smartphones bieten aufgrund ihrer technischen Funktionen vielfältige Möglichkeiten, den stationären Handel bzw. Point Of Sale (POS) zu stärken. Sie sind der Navigator zur Filiale (Mobile to POS, z.B. Store- und Product Finder über Location Based Services) oder die Brücke von der realen in die Online-Welt (POS to Mobile, z.B. Barcodes).

Mobile-Online-Integration
Mit Augmented-Reality-Produktpräsentationen können Produkte aus dem Online-Shop virtuell anprobiert oder in eine reale Umgebung integriert werden. Diese Integration gewinnt im Mobile Shopping stark an Bedeutung.

Eine Zusammenfassung der Analyse kann unter dialog at muecke-sturm dot de kostenlos angefordert werden.

Mobile Payment: NFC dauert noch

Die nächste iPhone-Generation wird nach Informationen des Independent weiterhin auf die Funktechnik NFC (Near Field Communication) verzichten, wie u.a. heise.de berichtet: “Großen britischen Carriern habe Apple zu verstehen gegeben, keinen NFC-Chip im neuen iPhone (“iPhone 5″) zu integrieren, da es keinen eindeutigen branchenweiten Standard gebe.”

Fehlen eindeutiger Standards bremst die Entwicklung
Sybase365Dies deckt sich mit Ergebnissen einer weltweiten Umfrage zum Thema Mobile Payment, die Sybase 365 beauftragt hat. Aus den Ergebnissen:

  • 40 % der befragten Personen gaben an, dass die größten Hemmfaktoren für eine Einführung mobiler Zahlungen auf einen Koordinationsmangel zwischen Providern, Händlern, Banken und App-Entwicklern zurückzuführen sind.
  • Während NFC in Zukunft dabei helfen wird, mobile Zahlungsvorgänge zu ermöglichen, halten laut Sybase erfolgreiche und etablierte mobile Technologien einschließlich SMS und USSD bereits heute die Entwicklung dieses Ökosystems am Laufen – dies wird allerdings nicht durch irgendwelche Umfrageergebnisse erhärtet.
  • Mobile Kanäle wie SMS, Browser und Applikationen werden bereits von Händlern weltweit angewendet. NFC steht laut Sybase 365 immer noch vor der Herausforderung, die Kundenerfahrung mit mobilen Zahlungen bedeutend schneller und einfacher gestalten zu müssen, als es sowieso schon der Fall ist.
  • Von den über 250 befragten Mobile Insiders, die auf dem Mobile World Congress (MWC)an der Umfrage teilnahmen, glauben 76 Prozent, dass NFC-basiertes Mobile Payment noch mindestens zwei Jahre brauchen wird, um sich auf dem Markt durchsetzten zu können. Der Mangel an NFC-Nutzern am Point of Sale (26 %) und die teilweise unzureichende Ausstattung der Endgeräte (25 %) wurden als weiterer Hinderungsgrund für eine schnelle Weiterentwicklung des Mobile Payments genannt.

Bei Android geht es allerdings schneller voran: Mit Nexus S und dem Samsung Galaxy S2 sind bereits Geräte mit integriertem NFC-Chip verfügbar oder zumindest angekündigt.