Led Zeppelin iBook: Sound, Fury And Multimedia

Neal PrestonEin wenig außer der Reihe hier der Hinweis auf den E-Book gewordenen Prachtband “Led Zeppelin: Sound And Fury”, der ausschließlich als Apple iBook vertrieben wird. Denn erstens ist er ein schönes Beispiel dafür, was mit Apples Authoring-Lösung iBooks Author alles möglich ist, wenn halt der Input stimmt. Zweitens sind Led Zep ja nun mal nicht von ungefähr eine der berühmtesten Bands des Planeten. Und drittens … naht schließlich gerade das Wochenende, der Sommer, die Festivalsaison… ;-)

Der gefeierte Rock-Fotograf Neal Preston hat die britische Rock-Legende Led Zeppelin immer wieder begleitet und sich einen Status als “Hoffotograf” erarbeitet, dem die teils doch leicht kapriziösen Stars rundum vertrauten. Leser dieses digitalen Buches profitieren von diesem Umstand noch heute durch die phantastischen Bilder die vor, neben und hinter der Bühne aufgenommen wurden und auch andere Stationen des Rock’n Roll-Zirkus wie den Band-eigenen Flugzeugen, leidgeprüften Hotelzimmern u.v.m. zeigen.Galerie vergrößerbarer Thumbs

Die über 250 Bilder – 100 davon erstmals veröffentlicht – ergeben ein wahres Augenfest, das durch die zahlreichen Hintergrundinformationen sowie den sinnfällig hinzugefügten multimedialen Content noch intensiver wird: Da gibt es ein Vorwort von Stevie Nicks (Fleetwood Mac); Interviews mit handelnden Personen wie z. B. leitenden Mitarbeitern von Atlantic bzw. Led Zeps eigenem Label Swan Song; Testimonials von Musikern, die sich als von der Band beeinflusst outen, z. B. von John Petrucci, Dream Theater, es gibt Setlists u.v.m.

Das nur für das iPad erhältliche iBook setzt iBook 2.0 oder neuer sowie iOS 5 oder höher voraus. Auf einem iPad 1 lief es akzeptabel, aber mit teils spürbarem Ruckeln bzw. Wartezeiten. “Sound And Fury” kostet für dieses Angebot fair erscheinende 6,99 Euro.
Fazit: ****

Ausführliche Rezension von “Sound And Fury”

“Sound And Fury” auf iTunes

PS 12.05.: Wieder mal Wochenende, wieder mal Zeit für eine exzellente Musik-App (iPad) aus dem Hause Rhino/Warner Music, die diesmal den Doors gewidmet ist. Fazit: ****
Ausführliche Rezension von The Doors hier

Notifications about XING Contacts “around me” – XING Radar

Als Add-on zu (u.a.) XING hat das Berliner Start-up twofloats die iPhone App “XING Radar” entwickelt. Diese ergänzt das deutschstämmige Business Network sozusagen um eine around me-Funktion: Einwilligung in die Push-Benachrichtigung vorausgesetzt, informiert die App Nutzer automatisch, wenn Kontakte aus dem beruflichen Netzwerk, sich in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern aufhalten bzw. in diesen eintreten.

www.twofloats.comDas klappt allerdings nur, wenn diese ebenfalls die twofloats-App installiert haben – nur ein XING-Kontakt zu sein, reicht leider nicht aus. Markus Otte, Gründer und Geschäftsführer von twofloats erläutert: “Die XING AG verfügt nicht über unsere LBS Technologie – und so können wir bzw. unsere App nicht wissen, wo sich XING-Nutzer ohne XING Radar befinden. Das Ergebnis ist, dass man nicht über alle XING-Benutzer informiert werden kann, nur über weitere Nutzer von XING Radar. Am besten Sie laden Ihre Kontakte über die App zum XING Radar ein”. Das bemüht sich die App übrigens auch selbst zu tun: Vergleichbar zum Verfahren der XING AG, wenn man eine Anwendung aus deren Beta Labs ausprobiert, schreibt sie den Nutzern eine Empfehlung für sich selbst in ihre Statusmeldung – allerdings nur einmalig und insofern recht dezent gehandhabt. Wer mehr tun möchte, um den Ruf des XING Radar in die Welt zu tragen, kann dies direkt aus der App via SMS, E-Mail, Twitter oder Facebook tun, Google+ ist noch nicht integriert.

So kann es aussehen, wenn wirklich mal ein XING-Kontakt auf dem Radar auftauchtNach einer erfolgten Benachrichtigung über die eingetretene räumliche Nähe eines Kontaktes bietet die App dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten den jeweiligen Kontakt direkt anzusprechen – entweder per Anruf, SMS oder E-Mail (soweit jeweils freigegeben). Zudem verfügt XING Radar über ein eigenes Chat-System, um kostenfreie Direktnachrichten austauschen zu können – das Instant Messaging-Modul kostet allerdings einmalig -,89 € als In-App-Purchase.

Der Name der besonders übersichtlich gestalteten App scheint klug gewählt: Man kann natürlich ohne Radar navigieren, doch wer riskiert das schon ohne Not? XING Radar übersetzt den altbekannten Gedanken hinter Google Latitude oder Apples Find My Friends und will den Nutzer darin unterstützen, bestehende Kontakte im nicht-virtuellen Leben zu vertiefen. Die App eröffnet die Chance, insbesondere Besuche von Messen, Kongressen sowie anderer Branchentreffs effektiver oder zumindest netzwerkiger zu gestalten, indem man über weitere Kontakte vor Ort informiert wird und diese kurzfristig treffen kann. Es besteht allerdings rein theoretisch natürlich auch die Gefahr, wegen ständiger Radar-Ansinnen von den längst gemachten Terminen abgelenkt zu werden. Dabei ist XING Radar bewusst als Business App konzipiert und daher “in der Basis-Version unter der Woche” nur “zwischen sieben Uhr morgens und sieben Uhr abends aktiv”.

Entsprechende eigene Einstellungsmöglichkeiten (aktive Zeiten wählen bzw. An-/Aus-Schalter, gerne auch eine spezifische Radar-Statusbotschaft wie “busy”, vgl. Skype stehen hoch auf der persönlichen Wunschliste an die Entwickler. Ebenso wie eine Erweiterung auf Kontakte von Kontakten, soweit dies datenschutztechnisch zu machen wäre. Und natürlich das Ganze noch auf Android sowie für LinkedIn :-) .

Selbst hat sich twofloats für Folgeversionen bereits ins Pflichtenheft geschrieben:

  • Noch nicht verbundene XING-Nutzer aufgrund ihrer angegebenen Geschäftsinteressen bei örtlicher Nähe aufeinander aufmerksam machen;
  • Pause- Funktion (s.o.);
  • Eine sogenannte Wochenend- und Nachtschicht-Option, die besonders für die Abendgestaltung (vgl. z.B. CeBIT-Partys…) interessant sein kann.

Die Akku-Belastung durch diesen Location Based Service (LBS) soll “geringfügig” sein, da neue Standortinformationen “nur bei relevanten Ortswechseln” übertragen werden. Otte: “Wenn das Handy tagsüber, unter der Woche, nur auf dem Schreibtisch liegt dann wird nichts von der App gesendet (= kein Batterieverbrauch). Erst wenn man sich bewegt, wird der eigene Standort ins Verhältnis zu den anderen Nutzern gesetzt”. Für die Registrierung nutzt die App die Standard-XING-API, dadurch entfalle “weiterer Registrierungsaufwand für den Benutzer”, so twofloats. Die App ist “in der Einführungsphase kostenlos”. Das wird also möglicherweise nicht dauerhaft so bleiben, insofern nichts wie ran!

Download der iPhone App

Ein echter PRAXISTEXT steht in Ermangelung von Radar-bewaffneten Kontakten in der näheren Umgebung und ohne besagte IM-Funktionalität noch aus. Vorläufiges Fazit aber: ****.

PS: Die Proximity Detection-Lösung von twofloats ist ausdrücklich auch für andere Projekte gedacht und einsetzbar. Die Übereinstimmungskriterien zwischen den einzelnen Nutzern oder zwischen Unternehmen und Nutzer sind laut twofloats vielfältig konfigurierbar.

Lesetipp: Wired (Heft u. App)

wired deutschland iPad App IconWikipedia, help me out please: “Wired ist ein durch eine Gruppe um Louis Rossetto und Jane Metcalfe im März 1993 gegründetes US-amerikanisches Technologie-Magazin. Das Magazin greift auch aktuelle Entwicklungen rund um Netzkultur, Architektur, Design und Politik auf. Es versteht sich als Medium der Geeks und Technik-Freaks. Wired gehört seit 1998 zum Condé-Nast-Verlag.”

Zu Testzwecken wurde uns freundlicherweise die Zweitausgabe (01-2012) zur Verfügung gestellt, die mit folgenden Titelzeilen auf dem Cover auch besonders mobileTicker-affin erscheint: “Wettrüsten – Smartphones mit Monster-Displays”, “Tumblr – Ein Mann stolpert über 800 Millionen”, “Der seltsame Fall des Kim DotCom” (Tolle, exklusive Illustrationen/Comics dazu von Rick Veitch, S. 59, 72 ff.). Die Coverstory titelt “Das Web steht vor dem Blackout – Wie es trotzdem weitergeht”. Für Spannung ist also schon mal üppig gesorgt, noch bevor man das 140 Seiten starke und aufgrund seines guten Papiers schwere Magazin erstmals aufblättert. Das Layout wirkt frisch, stark bildlastig und gefällig (eine Mischung aus alten “Datamation”-Heften und dem “IT-Director”-Stil), wenn auch teilweise nicht besonders lesefreundlich (graue Schrift im Inhaltsverzeichnis; teils sehr kleine, graue Schrift in Kästen und Bildunterschriften).

Inhaltlich gelingt vor allem durch originelle Ansätze das Kunststück, sowohl technisch interessierten Otto Normal-Lifestylern wie auch Fachleuten noch etwas zu bieten. Das wird Computerwoche & Co. nicht die (ohnehin spärlicher werdenden) Käuferfluten abgraben, stellt aber mal sicher eine mutige Bereicherung im sonst oft so piefigen deutschen Blätterwald dar. Dabei gehen die Beiträge schon aufgrund ihrer Kürze nie besonders tief. Beispielsweise die knappe Vorstellung von luluvise.com, einem Social Network nur für Frauen (“wir müssen draußen bleiben” ;-) ) hat unsereiner eben nicht auf Facebook (oder in der Brigitte), sondern hier gefunden. Oder die brillante Idee, Gebote und Verbote der Weltreligionen mal in einer Infografik zusammenzufassen (S. 24-25): alle Religionen verdammen den Ehebruch, Masturbation wird mal geduldet (Anglikaner), verdammt (Katholizismus, schiitischer Islam) oder “fast im positiven Sinne abgesegnet (im Tantra-Hinduismus)”! Das ist spannendstes Infotainment, das nebenbei noch dazu angetan ist, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen.

Relevante Themen und Autoren werden zuhauf gefunden: Etwa Amir Kassaei (DDB) zur “Markenwerbung im nächsten Zeitalter”. Oder Miriam Meckel zum personalisierten Internet (S. 44-45). Ich bin ausdrücklich nicht Meckels hier vertretener Meinung: Durch lernende Algorithmen wird uns vom “Netz” (Suchmaschinen, Soziale Netzwerke) nur noch angeboten, was uns interessiert und was wir daher ohnehin schon kennen. So würde “die Welt zu einem Hohlspiegel unserer individuellen Wünsche und Präferenzen und wir leiden irgendwann an Weltkurzsichtigkeit”. Aber lesenswert und diskussionswürdig ist das allemal.

"Das iPhone-Defizit" laut Wired DeutschlandAuch Gadgets dürfen natürlich in diesem Format nicht fehlen, doch Originalität auch hier: Auf den Schild gehoben werden etwa Technik(spiel)zeuge aus Holz (S. 54-55). Mobile Professionals dürfen sich auch auf “Das allsehende i” stürzen, Zubehör, welches das iPhone zu einem Camcorder ergänzt (S. 56-57). Der Beitrag zu “Phablets” (Zwitter zwischen Smartphones und Tablets) namens “Die Größe zählt doch” ist allerdings erwartungsgemäß nur eine bilderreiche, hübsche Doppelseite (S. 120-21) mit einem Infogehalt deutlich unterhalb entsprechender Computerbild-Aufbereitungen.

Die Erstausgabe erschien am am 8. September 2011 und wurde im Bündel mit der deutschen GQ verkauft – ein bizarres Bundling, doch das Edeltittenblatt kommt halt aus dem gleichen Verlag. Fürs laufende Jahr sind zwei Ausgaben geplant, die es auch wieder gebündelt mit der GQ geben soll. Wie es danach weitergeht, wird von den Verkaufszahlen abhängen… Die Wired-Printausgabe kostet 3,80 Euro pro Heft. Es gibt sie vorerst nur am Kiosk – zu Wired im Abonnement heißt es “im Moment gibt es diese Möglichkeit noch nicht”!

Video startet nach iPad-Rotation
Doch stattdessen gibt es sämtliche Inhalte ja auch in einer iPad-App. Wir haben uns die kostenlos verfügbare Kennenlern- und Erstausgabe zu Gemüte geführt – und sind begeistert: Eine derartig spannende, interaktive Umsetzung von Lesestoff als App haben wir (jenseits von Flipboard) in Deutschland noch nicht gesehen. Das sieht schlicht cool aus, das macht Spaß (Vogelgezwitscher ertönt beim Aufblättern einer entsprechenden Seite), das funktioniert intuitiv und doch pfiffig (Eingebettetes Video läuft ab, wenn das iPad gedreht wird). Und da sogar einige Anzeigen interaktiv gestaltet wurden, fügt es diesen sonst hastig überblätterten Werbeträgern eine völlig neue Dimension hinzu: Gut für die Konsumenten, die Werbetreibenden und das Medium. Vermisst haben wir allerdings (im Gegensatz etwa zu in diesem Punkt beispielhaften Flipboard-Aufbereitungen) die Möglichkeit, Inhalte komfortabel zu teilen bzw. zu exportieren, auch Merk- und Anmerkungs-Funktionen scheinen zu fehlen. Trotz der ja offensichtlichen Kopierschutzproblematik vielleicht eine Anregung für Version 1.3? Version 1.2 der App unterstützt Retina-Displays. Die Erstausgabe ist wie gesagt kostenlos verfügbar, Folgeausgaben kosten (gut angelegte) 2,99 Euro.

Chefredakteur Print wie Online ist übrigens der ehemalige Ressortleiter Digital von Focus Online, Alexander von Streit. Gründungsredakteur Thomas Knüwer (u.a. indiskretionehrensache.de) unterstützt ihn als “Editor-at-Large”. Die Herren können auf Ihr Baby stolz sein – denn die deutsche Wired gehört zum Spannendsten, was man heute in Deutschland lesen kann. Fazit: **** (Print)
***** (iPad App)

Wired Deutschland, die iPad App.

Redaktionsblog: mehr Infos zu Wired Deutschland in Print/Online.

Wired Deutschland auf Facebook.

iPhone wird zum Alkoholtester

Einen Toast auf diese iPhone-Peripherie! Denn betrunken Fahren geht ja gar nicht. Die Grenze zum nicht mehr Erlaubten konkret auszumachen, ist allerdings leider nicht immer leicht. Besonders nicht, wenn beim mobile Professional aus einem (außer bei Strohrum oder Single Malt in Fass-Stärke meist noch erlaubten) Glas vielleicht auch einmal zwei geworden sind.

VOR dem alles entscheidenden Drink können die diversen im App Store erhältlichen “Promillerechner” noch bei der Abschätzung dessen nützlich sein, was in Deutschland noch legal ist. “Post festum” aber wird das mit dem Schätzen einfach zu heikel, da der tatsächliche Blutalkoholspiegel neben Geschlecht, Größe und Gewicht auch von Aspekten wie sonstigem Mageninhalt, Erschöpfungsgrad, Erkrankung etc. beeinflusst werden kann.

Hier verspricht ein neues Peripheriegerät Abhilfe, das grad von “arktis.de” ins programm genommen wurde: Der “Alkoholtester” wird einfach auf den iPhone Dock Connector gesteckt. Im selbst- und furchtlos durchgeführten Praxistest erwies sich das Gerätchen als praktikable, gut bedienbare Entscheidungsunterstützung. Es prüft den Alkoholwert in der Atemluft, wenn man hineinpustet (das werden viele noch von der iVuzela, powered by Glanzkinder, kennen!). Dazu gibt es eine leicht fassliche Benutzerführung: Der iAlkTester fährt erst hoch (“Wait”), fordert dann optisch (“Blow”) und akustisch (“Piep”) zum Pusten auf – mindestens vier von zehn heruntergezählten Sekunden sollte man nun auch durchhalten. In einem kleinen Display wird sodann der ungefähre Promillewert angezeigt – zwar zweistellig hinter dem Komma, aber ohne letzte Gewähr. Praktisch ist der zusätzliche Traffic-Lighting-Effekt: Unter 0,2 Promille sind wir im grünen Bereich, oberhalb von 0,2 sieht der Tester gelb und ab 0,5 Promille zeigt er dem Fahrvergnügen die rote Karte.
Arktis.de macht das iPhone zum Blasebalg u. Alkoholtester
Pluspunkte:

  • In Sekundenschnelle zum Ergebnis
  • “Traffic Lighting” erleichtert die Analyse auch “bei Nebel”
  • Keine App erforderlich
  • Gottlob keine Möglichkeit/Versuchung, den persönlichen “Highscore” auf Facebook oder auf ein arktis.de “Leaderboard” zu posten ;-)
  • Der recht robust wirkende Alktester kann am (Auto-/Motorrad-)Schlüsselbund befestigt werden und ist dann auf allen relevanten Wegen immer mit dabei

NB: Rainer Wolf, Geschäftsführer der Arktis Software Gmbh betont: “Der Alkoholtester ist kein geeichtes Gerät, dessen Messungen vor Gericht Bestand haben. Er ist eine mobile Orientierungshilfe, die dem Anwender eine erste Einschätzung über den eigenen Alkoholstatus gibt. Im Grenzfall sollte es da immer sofort heißen: Finger weg vom Steuer. Über das iPhone kann schließlich auch immer leicht ein Taxi gerufen werden!” Wahr gesprochen. Heißt auch: Arktis übernimmt natürlich nicht die Kosten für’s Taxi, wenn der Lappen trotz bestandenem iTest doch verlustig gehen sollte.

Der iPhone Alkoholtester steht ab sofort versandkostenfrei im arktis.de-Store bereit. Er kann für 39,90 Euro geordert werden.

Fazit: Weit mehr als ein Stammtischgag, vielmehr mal ein “geist”reiches iPhone-Zubehör! Nicht ganz billig, doch der vernünftige Einsatz kann schließlich Tausende von Euro und viel Ärger sparen! ****

mehr Infos u. Ordermöglichkeit

Peri-Tipp: Flexible Bluetooth-Tastatur

Jede Woche eine neue Welt – und ganz aktuell ist beim Kaffeeröster Tchibo Smartphone- und Tablet-Zeit. Neben vielen Gimmicks wie Zusatzlautsprechern, Ständern etc. wird auch eine flexible Bluetooth-Tastatur angeboten. Da die Aufgaben “längere Texte bearbeiten” oder das “Schreiben epischer E-Mails” (etwa PR-Texte oder Angebote…) via z. B. iPhone oder iPad trotz generell durchaus gegebener Fingerfertigkeit einfach nur nerven, haben wir beim aufgerufenen Preis von knapp 23 Euro nicht lange gezaudert.
Pairing-Dialog der Bluetooth-Tastatur mit dem iPad 1
Soviel vorab: In den wesentlichen Prüfpunkten überzeugt die Tastatur vollkommen! Wie versprochen ist das schlabbrige, abwischbare Peripheriegerät so flexibel und flach, dass es platzsparend eingerollt werden kann. Geladen wird es via USB/Mini-USB-Kabel am PC/Mac (kein Netzteil). Tchibo spricht von “extralanger Akkulaufzeit – ca. 100 Stunden”. Das konnten wir noch nicht nachstellen, in zwei Tagen ging der Akku jedenfalls bislang nicht in die Knie. Das Wichtigste: Das Keyboard-Layout im Format 30x1x11 cm gestattet Menschen, die im Zehn-Finger-System schreiben können, nach kurzer Eingewöhnung ein Tippen annähernd wie am Notebook.
Sekunden später: Notizen schreiben wie noch nie auf dem iPad
Doch zunächst muss natürlich die Bluetooth-Hürde genommen werden. Mit einem musealen iPad1 und einem gleichfalls noch recht rüstigen iPhone 3GS (beide unter iOS 4) war diese Prozedur aber jeweils in wenigen Sekunden erledigt: Die Tastatur unterstützt den Vorgang durch eine Sende-Taste auf der Geräteunterseite. Wird diese betätigt, erkennen iPad und iPhone mit aktiviertem Bluetooth das “bluetooth 3.0 keyboard” sofort. Ein Tap auf den iOS-Dialog “Nicht verbunden” führt dazu, dass ein vierstelliger Code generiert wird. Nach dessen Eingabe kann der (Tipp-)Spass beginnen.

Ein dritter Versuch mit einem unter Cyanogen Mod 7, also Android 2.3 betriebenen HTC Hero scheiterte allerdings: Auch der Hero erkannte die Tastatur zwar mühelos, aber zeigte danach nur die Aufforderung an “0 0 0 0″ einzugeben, was nicht zur Verbindung führte. Diese Nichtunterstützung mag am veralteten Betriebssystem oder Bluetooth-Stack liegen.
HTC Hero und die Tastatur konnten nicht miteinander
Pluspunkte.

  • Groß genug, um im Zehn-Finger-Style zu tippen!
  • Noch akzeptable Rückmeldung, sehr leises Tippen (Material: Silikon).
  • Klein und flexibel genug, um als Minirolle mitgeführt zu werden.
  • Akkuschonend durch automatische Abschaltung bei Nichtgebrauch.
  • LED-Anzeige warnt vor niedrigem Akkustand.
  • Beim getesteten iPhone gelingt die Ansteuerung einiger Features wie Suchen, Song vor/zurück oder Esc/Home über die Funktionstasten der Tastatur.
  • Diese Peripherie ist in grauschwarz oder stylischem Blau erhältlich.

Detailkritik:

  • Der Lock-Schalter ist direkt über der häufigst gebrauchten Backspace-Taste etwas unglücklich platziert – er wurde jedenfalls häufig unabsichtlich betätigt.
  • Auch Stunden nach dem Auspacken stinkt die Tastortur noch wie eine Mischung aus Schlauchboot und Lagavulin-Whisky. Vom Film Plastic Planet hatten wir ja gelernt, dass jeder Kunststoff, der müffelt, giftig ist. Und dieser stinkt wirklich ganz furchtbar!
  • Natürlich bietet diese preiswerte Tastatur kein Touchpad, Trackball oder ein anderes Hilfsmittel, um den Cursor zu bewegen (immerhin aber Rauf/Runter/Links/Rechts-Tasten). Die Kombi “Cursor per Touch platzieren und dann Tippen bzw. Löschen” klappt aber recht gut.
  • Woran es lag, dass zum HTC Hero keine Verbindung möglich war, wissen wir ehrlich gesagt nicht.

Systemvoraussetzungen: Endgerät mit Bluetooth-Schnittstelle (Bluetooth 3.0, 2.1 oder 2.0), iPhone/iPad mit mindestens iOS 4, Tablets mit integriertem Bluetooth-HID-Profil (Human Interface Device) und deutscher Tastaturlayout-Unterstützung oder PCs

Fazit: ****
Zu diesem Preis kann das Gerät jedem nur empfohlen werden, der viel mit Texten arbeitet und bei dem die Systemvoraussetzungen passen!

Die Tastatur anschauen oder bestellen

Elektrogeräte nachladen u. Autobatterie überwachen

Auch wenn aktuelle Smartphones sich über entsprechende Apps und Peripherie mit stets mehr Funktionalität in eine Art digitales Schweizer Offiziersmesser verwandeln (vom Beamer über den Alkoholtester bis hin zu Scheckkartenleser und Geigerzähler – Fakt ist, dass Mobile Pros doch meist mehr als nur ein mobiles Elektrogerät dabei haben. Und sie alle da sind, sind sie alle fast immer “hungrig”. Je häufiger man sie einsetzt, um so schneller sind die Akkus entladen – besonders gern, wenn man das Teil gerade besonders dringend brauchen würde. Im eigenen Auto bietet sich natürlich an, das Mobilgerät über den mobilen Zigarettenanzünder nachzuladen. Das APM-3 von Novitec (www.novitec.de) bietet genau diese Möglichkeit, kombiniert sie aber zusätzlich mit einer Batterieüberwachung.

Was beim Praxistest als erstes positiv auffällt: Das Gerät wird mit mit drei verschiedenen Ladekabeln ausgeliefert: USB, Mini-USB, wie für manche Navis, Apple iPhone, iPad, iPod touch). Insofern kann man das APM-3 sozusagen “fest” installieren (z. B. mit dem vorbereiten Klebestreifen an der Geräterückseite) und an seinem USB-Port einfach je nach gerade zu stillendem Stromhunger den entsprechenden Adapter einstecken.

Zusätzlich warnt der APM-3 laut Hersteller vor Batteriepannen und zeigt permanent die aktuelle Batteriespannung an. Nicht nur laut ADAC-Pannenstatistik ist Batterieversagen eine der häufigsten Pannen bei Autos. Laut Novitec kann sie jedoch leicht durch kontinuierliche Überwachung vermieden werden. Dazu warnt das APM-3, neben der permanenten Spannungsanzeige, vor allem vor zu niedrigem Ladezustand und überwacht zudem auch die Lichtmaschinenfunktion. Über den Zigarettenanzünder angeschlossen zeigt es sofort die aktuelle Batteriespannung an und warnt bei eventuellen Über- oder Unterspannungen über die beiden LEDs die etwaige Fehlfunktionen an. So warnt die linke LED, wenn die Stromspeisung (Lichtmaschine) nicht korrekt lädt. Sie leuchtet, wenn 14,6 V überschritten (Überladung, Regler defekt) oder wenn 11,6 V unterschritten werden und auch wenn mehr als 15 Sekunden lang 12,6 V unterschritten werden. Die rechte LED warnt, wenn 11,6 V 45 Sekunden lang unterschritten werden und sofort bei Unterschreitung von 10,6 V.

Allgemein sollte man gängige 12 Volt-Auto-Batterien nie länger bei unter 12,4 V ruhen lassen oder weiter betreiben – spätestens aber wenn die Warn-LEDs des APM-3 Signal geben, sollte nachgeladen bzw. ein Austausch der Batterie bzw. Kontrolle des Lichtmaschinenreglers erwogen werden, wenn dies häufiger der Fall sein sollte. Startversuche bei zu niedriger Spannung führen zu Tiefentladung, mit zu niedriger Spannung ruhende Batterien werden durch Sulfatierung geschädigt. Beim Testfahrzeug einem Daihatsu “Curare” und seiner Batterie scheint aber derzeit alles in Ordnung zu sein, jedenfalls blieben die LEDs beruhigend dunkel.

Soweit, so gut. Einziger Kritikpunkt/Verbesserungsvorschlag: Idealerweise hätte ein gerade für Mobile Pros so praktisches Gerätchen ZWEI USB-Ports, was es ermöglichen würde, beispielsweise das mobile Navi UND das iPhone ladend zu benutzen.
Fazit: ****
Das APM-3 kostet 29,95 Euro und ist im Elektronik-Fachhandel oder direkt bei Novitec erhältlich.

Novitec APM-3 im mobileTicker-Praxistest

Mehr Infos und Kaufmöglichkeit im WebShop

Autor: klaus, veröffentlicht am: 27. 06. 2012

Kategorien: iAccessories, iPhone Programmierung

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Facebook Page Manager

Facebook Page Manager ist jetzt auch in Deutschland erhältlich. Die für iPhone und iPad verfügbare iOS App ist definitiv nützlich für jeden, der (mehr als) eine Facebook “Fan” bzw. Unternehmensseite betreibt u. regelmäßig pflegt. Auf den ersten Blick bietet die App allerdings bis auf für mobile optimierten Zugriff auf die Statistiken (unser Bild; nur Likes, Talking about u. die hochgerechnete wöchentliche Reichweite – leider nichts zu den Zugriffen auf Einzelbeiträge) kaum etwas, was man mit z. B. HootSuite (auch hierfür ist eine iOS App verfügbar) nicht mindestens genau so gut hinbekommen würde – und dortdann noch mit Integration von beispielsweise Twitter sowie LinkedIn-Profilen! Auch die Möglichkeit, Fan-Beiträge moderieren zu können – absolute “Social”-Kernfunktionalität – wird vermisst. Darüber tröstet die Option, sich via Push-Nachrichten zu z. B. Kommentaren informieren lassen zu können, ein wenig hinweg.

Facebook "Seiten" in Deutschland verfügbar. Hier: Statistiken/Reichweite einer FB PageSchade, die iOS-Entwickler von FB können hier leider wieder weniger überzeugen – wenn man etwa an die erheblich bessere und vor allem ungleich elegantere Facebook App f. die aktuelle Windows Phone-Version (WP7) denkt!
Im Page Manager (deutscher App-Name “Seiten”) muss man zunächst eine Page auswählen, jedwede Funktionialität – wie z. B. Zugriff auf Einstellungen, Statistiken oder Verwaltung der Administratoren – steht sodann nur für die gewählte Seite bereit. Vermisst wird aber beispielsweise die Funktion, einen Post auf mehreren Seiten gleichzeitig zu platzieren – was HootSuite schon lange kann – einschließlich des Postens auf mehrere Facebookseiten! Dennoch lohnt sich die Beschäftigung mit der App für die obengenannte Zielgruppe.
Fazit: **
Facebook Page Manager kostenlos auf iTunes laden

APProcken – und dazulernen

History Of Rock App Icon“History Of Rock” ist eine interessant gemachte iPad App für Musikfreunde, die ideal zur (Selbst-)Beschenkung taugt. Das ist via iTunes und E-Mail bekanntlich noch buchstäblich Last-Minute-mäßig möglich. Und wird durch den aktuell von regulär 5,99 Euro auf 2,99 Euro reduzierten Preis noch erleichtert.

Die Inhalte der App entstammen dem gleichnamigen Buch von Mark Paytress, das unter dem unbescheidenen Untertitel “The Definitive Guide To Rock, Punk , Metal , And Beyond” bei Parragon erschienen ist (Paytress ist bereits als Autor von Monografien zu u.a. den Rolling Stones, Bruce Springsteen, David Bowie, Patti Smith, Sid Vicious oder Mark Bolan in Erscheinung getreten). Dieser Content wurde nun (auszugsweise) von Alexander Blach für die ditter.projektagentur, die bislang überwiegend Apps mit Lebensmittel-Themen in den Store gebracht hat, als App veröffentlicht. History Of Rock App View Lesen
Sinnvollerweise – bei diesem Thema! – wurde die App nicht als traditionelles E-Book oder reines Hörbuch umgesetzt, sondern als multimediale Kombipackung. Ähnlich wie Steins legendärer Kulturfahrplan (dén müsste mal einer als App umsetzen..!) wurden die Inhalte entlang eines Zeitstrahls strukturiert, der separat vom oberen “Lese”-Bereich bewegt werden kann. Nach einem – aus Elvis, Robert Plant (Led Zeppelin) und Kurt Cobain komponierten Startbildschirm landen wir mit der nur im Landscape-Modus nutzbaren, englischsprachigen App im Jahr 1950 und hören die Geburtsschreie des Rock’n Roll – hören, denn es sind Links auf repräsentative YouTube-Videos eingebunden. Weiterhin gibt es reichlich iTunes-Links zum legalen Erwerb diverser Songbeispiele, zu denen der Nutzer durch ein Notensymbol geführt wird. Von diesem Apple wohlgefälligen Tun hat auch der App-Käufer etwas, denn die so angebotenen Songs lassen sich sämtlich zumindest anspielen.

History of Rock App Musik anspielen u. via iTunes kaufenDieses erste Kapitel 1950-59 erstreckt sich von Hank Williams und Elvis Presley über Muddy Waters bis Buddy Holly. Von der oberen Leiste (nicht aber vom unteren Zeitstrahl) springt man bei Interesse in vertiefende Kapitel zu Einzelthemen wie z. B. “Rockabilly”. Gute Idee: Zum Ende vieler Essays finden sich zentrale Punkte zusammengefasst, hier beispielsweise “5 Top Rockabilly Artists”. Strunzsubjektive Auswahl – aber doch ein nettes Zusatzangebot. Anregung: Sinnvollerweise hätte man die Auswirkungen bis heute zumindest anteasern oder verlinken können (in diesem Falle also Straycats, Brian Setzer, Boppin’ B etc.).

Gut: Farbige “Reiter” für die einzelnen Dekaden erlauben dem eine schnelle Navigation, der die App nicht chronologisch durchblättern will. Schlecht: Eine Such-Funktion und ein Index werden schmerzlich vermisst. Prima: Die integrierten Fotos sind überwiegend von guter Qualität. Anmerkung: Die Chronik endet im Januar 2011.
Alles Weitere ist Geschmackssache bzw. diskussionsfähig. Wie so viel in der Wunderwelt der Musik. Ob man z. B. damit leben kann, dass in der Dekade ’60-’69 die vermutlich spannendste Entwicklung, das Entstehen des Progressive Rock Genres, praktisch unerwähnt bleibt bzw. mit Bands wie den Grateful Dead gemeinsam zu “Acid Rock” verschwurbelt wird. Oder damit, dass der noch heute mit der Hamburg Blues Band tourende Arthur Brown (u.a. The Crazy World Of Arthur Brown, Kingdom Come) zum “One Hit Wonder” verklappt wird. Oder dass in dieser History of Rock Heavy Metal vergleichsweise unterrepräsentiert ist, aber Gelichter wie Eminem oder M.I.A. an prominenter Stelle vorkommt.

Die App wurde in den USA von Apple zur iPad App Of The Week gekürt. Unser Fazit: ***, wäre aber auf ***** zu bringen.

mehr Infos zur App

App Store-Link zur History Of Rock

Und es hat Zomm gemacht!

Klein aber oho: Der Zomm vereint gleich mehrere sinnvolle Funktionen in einem Gehäuschen, das nicht größer als viele funktionsarme oder -lose Schlüsselanhänger ist.

  • 1. und wichtigstens: Entfernungswarner – Zomm schlägt Alarm, wenn man das mit ihm via Bluetooth verbundene Handy vergisst (oder es einem entführt wird). Dazu kennt er drei Eskalationsstufen: a) Vibrationsalarm, b) zusätzlich hektisches Blinken, c) zusätzlich ein zunehmender, in der Endausbaustufe (sinnvollerweise) schier unerträglicher Alarmton.
  • 2. Zomm kann als Fernbedienung für das entfernt liegende Smartphone verwendet werden: Einmal den “Z”-Knopf drücken um den Anruf – mit Freisprechen – anzunehmen, zweimal drücken, um ihn abzuweisen.
  • 3. Insofern fungiert Zomm natürlich auch als Freisprecheinrichtung im Auto – besonders nützlich für mobile Professionals – legal aber wohl nur, wenn das Handy sicher fixiert und das optionale Safe Driving Kit vorhanden ist.
  • 4. Der schon erwähnte Alarmton kann auch als “Panikalarm” verwendet werden, sozusagen als akustische Selbstverteidigung.
  • 5. Es soll möglich sein, mit Zomm mit nur einer Tastenbetätigung über das Auslösen des Panikalarms hinaus auch einen Notruf an eine zuvor gespeicherte Notdienstnummer abzusetzen – diese Funktion haben wir allerdings nicht getestet. Laut der für Zomm in Deutschland zuständigen Presseagentur wird diese Notrufnummer “bei der Erstinstallation via Mac oder PC bestimmt”. Sie soll später auch via iPhone App (s.u.) festgelegt bzw. verändert werden können.

Schon das Auspacken macht aufgrund der recht wertig gemachten Sichtverpackung Freude. Mehr jedenfalls als die ersten Versuche, buchstabengetreu der enthaltenen Bedienungsanleitung zu folgen. Denn das scheitert zunächst an dem Punkt: “Laden Sie die Aktivierungssoftware herunter:
zomm.com/aktivierung”, Seite 4. Denn diese URL leitet zwar weiter auf http://www.zomm.de/?aktivierung, wo allerdings kein Download angeboten wird.

Schließlich aber ist die richtige Seite (http://my.zomm.com/users/login) gefunden, der Software-Download gestartet und kurze Zeit später auch absolviert. Nach erfolgreicher Registrierung und Initialisierung des in unserem Fall bereits vollgeladen gelieferten Zomm (zu seiner Akkulaufzeit können wir noch keine Aussage treffen) kann dieser nun Kontakt mit dem Smartphone aufnehmen – natürlich nur, wenn bei diesem Bluetooth aktiviert ist (Obacht: die Akkustandzeit beispielsweise vom iPhone sinkt dadurch beträchtlich). Sogleich neugieriger Test der Hauptfunktion 1: Klappt genau wie versprochen! Für eine echte Diebstahlsicherung sind die zwischen 10 und 40 Meter Auslösedistanz natürlich zu viel, denn das bedeutet meist, dass das Teuerphone samt Langfinger schon um die Ecke ist, bevor der Alarm richtig laut wird. Aber zum einen hat Zomm diesen Anspruch nicht wirklich. Und zum anderen ist so sichergestellt, dass es nicht jedesmal häuslichen Alarm gibt, wenn der Zomm-Nutzer ohne sein bestes Stück von der Wohnzimmercouch zum Küchenkühlschrank schlendert…

Es gibt optional sogar bereits eine myZOMM App für Android. Diese bietet einerseits die Möglichkeit, die Einstellungen des Zomm via App, also ohne PC, zu ändern. Andererseits lässt sich mit ihr laut Beschreibung auf GPS-fähigen Smartphones das Zomm-Prinzip auch umkehren: Mit der App lassen sich zommisierte, also am Gadget angebrachte Gegenstände via Smartphone wiederfinden, z. B. der Schlüsselbund. Überdies kann die App den Ladezustand des Zomm-Akkus monitoren. Eine iOS App für Apple-Plattformen soll in wenigen Wochen folgen.

Der kleine Zomm hat im vergangenen Jahr auf der CES – der größten Show für Consumer Electronics – den Preis für die “Best Innovation” erhalten. Das empfehlenswerte, da funktionsstarke Gerät ist in neutralem Weiß, edlem Schwarz und kessem Pink erhältlich, kostet 79,99 Euro und kann hier bestellt werden.
PRAXISTEST-FAZIT: ****

Update 28.11.: Inzwischen ist auch die iOS App myZOMM kostenlos erhältlich, ein Test steht noch aus.

Angriff der Zomm(bie)s – der Film

Selbstmanagement – der Kompakt Coach

Die App “Selbstmanagement – der Kompakt Coach” von sueddeutsche.de und Haufe will Anwender auf spielerische Art entdecken lassen, wie man mit Aufgabenplanung & Co. weiterkommt.

Mobile Professionals kennen ihn vielleicht sogar noch mehr als andere Beschäftigte: ein komplett mit Arbeit zugeschütteter Schreibtisch. Auch nach ‘zig E-Mails, Telefonaten und Besprechungen kann sich dann das Gefühl einstellen, nichts “wirklich” oder nicht genug erledigt zu haben.

Die vorliegende App hat den Anspruch, als “Kompakt Coach” zu vermitteln, wie man sich besser organisiert. Dazu werden folgende fünf Themen aufgeboten: “Ordnung schaffen”, “Aufgaben planen”, “Zeitfresser besiegen”, “Nein sagen” und “Ziele setzen”. Vor allem letzteres soll zu mehr Balance und Zufriedenheit im Leben führen.

Entgegen so vieler anderer weniger gelungener Beispiele im App Store handelt es sich bei dieser App um keine Schmalspur-Umsetzung eines Fachbuchs (oder meist auch nur einer Checkliste). “Selbstmanagement” macht hingegen Ernst mit dem Ansatz, Inhalte durch interaktive spielerische Elemente erfahr- und lernbar zu machen. Man kämpft sich durch das konkrete Lösen von Aufgaben durch den Zeitfresser-Dschungel, erhält dabei sofort Feedback und Tipps und hat (lernbegünstigende) Erfolgserlebnisse.

Drei wichtige Formen der Wissensaneignung sind in der App verdrahtet: selbst ausprobieren (“Parcours”), lesen (“Wissen”) und überprüfen (“Test”).

Im Parcours findet sich der Nutzer in genau den Alltagssituationen wieder, die ihm auch tagtäglich zu schaffen machen können. Er sitzt zum Beispiel an einer wichtigen Aufgabe und wird dauernd unterbrochen. Etwa von Kollegen, die mit dem Klassiker “Hast du mal ‘ne Minute?” im Zimmer stehen. Soll er den Abgabetermin verschieben? Die Störer abwimmeln? Am Ende ist die “stille Stunde” das empfohlene Mittel der Wahl. An diese Situationen – insgesamt 15 – schließen sich in zehn Fällen Spielereien zum Üben der Technik an. So wird der Parcours zu einem zwar durchaus vergnüglichen, aber nicht zu unterschätzenden Hürdenlauf.

Im Bereich “Wissen” gibt es die elf wichtigsten Dinge zu einem Thema zu entdecken. Hier werden die Inhalte des Parcours vertieft und Methoden, Kniffe und häufige Fehler kurz und bündig erläutert – ein überschaubarer Lesestoff, mit dem sich Wartezeiten sinnvoll verkürzen lassen und der auch auf dem iPhone Display genossen noch Sinn macht.

Zuletzt hat der User Gelegenheit, sein Wissen in einem “Test” mit 30 Multiple-Choice-Fragen zu überprüfen. Dank einer detaillierten Auswertung kann er Lernfortschritte, aber auch Lücken identifizieren.

Wer im Test in einzelnen Bereichen nicht so gut abschneidet, kann im Parcours noch einmal gezielt die entsprechenden Techniken einüben oder das Wichtigste im Wissen nachlesen.

Gelungene Kooperation zwischen sueddeutsche.de und Haufe! “Selbstmanagement” für das iPhone kostet 2,99 Euro und ist diesen Preis auch wert. PRAXISTEST-Fazit: ****.
In der gleichen Reihe gibt es übrigens auch noch den Titel “Sich durchsetzen”.

iTunes-Link

Autor: klaus, veröffentlicht am: 27. 09. 2011

Kategorien: iPhone Programmierung

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