Lesetipp: Alle meine Android Apps
Der Berliner Fachverlag Schiele & Schön beweist Mut und legt mit “Alle Meine Android Apps” ein Printmagazin in Konkurrenz zu beispielsweise dem vorzüglichen Android Magazin oder dem später gefolgten Android User vor. Allerdings mochte sich Verlagsleiter Harald Rauh noch nicht felsenfest auf den Fortbestand festlegen: “Bei Erfolg unserer Erstausgabe machen wir natürlich weiter. Neue Ausgaben des Magazins erscheinen dann alle zwei Monate.”
Die seit vergangener Woche erhältliche, 84-seitige und praktisch anzeigenfreie Erstausgabe (Ein Anzeigenmotiv wird sogar wiederholt) “1/2012″ hat allerdings eine etwas andere Positionierung als der erwähnte Wettbewerb. Sie richtet sich erkennbar an blutige Android-Novizen. So wird einiger Raum auf die Rubrik “Basiswissen” gewendet, die beispielsweise erläutert, dass man mit Android Smartphones oder Tablets beispielsweise Fotos oder Filme aufnehmen, Games zocken, Musik abspielen oder E-Books lesen kann. Eine Checkliste will dann bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes assistieren. Ohne die getroffenen, teils sehr allgemeinen Aussagen (“Wichtiger als die Größe des Bildschirms ist seine Auflösung”; “Die modernen Akkus sind inzwischen alle sehr leistungsstark”; “Jedes Android-Gerät ist anders, eine einheitliche Verwendung gibt es nicht”) allerdings mit Gerätetests oder zumindest tabellarischen Geräteübersichten zu konkretisieren. Doch schließlich will das Mag – wie Name und Untertitel (“Großer Android-App Ratgeber”) schon sagen – kein Hardware-Berater sein, sondern primär bei App-Kurzporträts punkten. Die aus
Naturgemäß liegen die Schwerpunkte dabei auf den Fun-Kategorien (Spiele, Freizeit, Kochen, Social Networking oder Multimedia. Doch auch für mobile Professionals könnte in den Abteilungen “Reise, Navigation, Stadtplan”, “Tools” (DropBox & Co., S. 74 ff.) oder “Auto” (S. 78 ff.) ein noch nicht längst bekannter Tipp dabei sein. Enttäuschung hinterlässt jedoch die Kategorie “Business & Shopping” (S. 60), da sie sich tatsächlich auf Rabatt- und Preisvergleich-Apps beschränkt. Und einen Taschenrechner. File-Konvertierer, Textverarbeitung, Mobiles Präsentieren – alles Fehlanzeige.
Pluspunkte:
+ Fokus auf schnelle Orientierung mit dem Anspruch, Zeit gegenüber eigenem Trial-and-Error im Android Market zu sparen.
+ Auswahl – Mit der genannten Ausnahme im Bereich der Market-Kategorie “Geschäftlich” stellen die jeweils präsentierten Apps jeweils ein geeignetes allererstes Startpaket dar.
+ Mit dem Link zu einer Windows-Vollversion erhalten Leser Zugang zu einem Programm, das vor allem Filme in gewünschte Formate für Android-Phones umwandeln können soll.
+ Sinnvolles Zubehör wie Bluetooth-Tastaturen, Skins, Taschen etc. wird ebenfalls angerissen.
+ Für Vertiefung und Aktualität schlägt das Blatt einige Android-Blogs vor (s. 82).
Kritikpunkte/Anlaufschwierigkeiten:
- Die Darstellung der Situation bei den Betriebssystemversionen (S.
ist allzu kursorisch geraten, ganz besonders für eine Einsteiger-Publikation.
- Die Typographie im Inhaltsverzeichnis oben wurde so winzig gewählt, dass sie auf Android-grünem Grund nahezu unlesbar ist.
- Das verwendete Layout-Programm produziert schaurige Trennungen, die teils in die Ausgabe gerutscht sind.
Die in Summe empfehlenswerte Bereicherung der Szene kostet nur 5,90 Euro.
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Online wird b. 2015 dominierende Werbeplattform
Die Werbebranche wird in den nächsten Jahren fundamentale Veränderungen erfahren. Diese resultieren zum einen aus der weiteren Entwicklung werbespezifischer Technologien und den damit verbundenen Effizienzsteigerungen sowie zum anderen aus dem sich rasch wandelnden Verhalten der zunehmend vernetzten Konsumenten. Dies geht aus der aktuellen Studie “The Future of Advertising 2015″ hervor. Die Studie entstammt einer Kooperation folgender Partner: der Beratungsgesellschaft Arthur D. Little, der Interaktivagentur denkwerk, des eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft, des Werbevermarkters IP Deutschland, des Medien Management Institut an der Hochschule Fresenius und des Medienclusters NRW, der Standortentwicklungsagentur für die Medienbranchen in Nordrhein-Westfalen. Grundlage für die Studie bildet eine Online-Umfrage unter beinahe 250 Experten aus der gesamten Werbewertschöpfungskette.
Insgesamt wird das Werbeklima in den nächsten Jahren freundlich bleiben, hat die Umfrage ergeben. Die befragten Experten erwarten mehrheitlich (58 Prozent) leicht steigende Werbeinvestitionen in die Medien insgesamt. Dabei wird es jedoch zu deutlichen Verschiebungen kommen. Eine Schlüsselrolle für die anstehenden Veränderungen spielen die immer weiter zunehmende Digitalisierung und Mobilisierung der Medienwelt. Bereits 2015 – also in nur vier Jahren – werden laut Studie voraussichtlich 30 Prozent der gesamten Mediennutzungsdauer in Deutschland auf das Internet entfallen. Analysen von Arthur D. Little u.a. deuten darauf hin, dass der Anteil der Smartphones an allen genutzten Mobilfunkgeräten bis 2015 auf etwa 70 Prozent steigen wird. Der Erfolg der Mobile App Stores zeigt zudem, dass offenbar ein starkes Interesse an mobil verfügbaren Inhalten besteht. Aus diesen Gründen erwarten nahezu alle Befragten bis 2015 stark (72 Prozent) bzw. leicht (25 Prozent) steigende Werbeinvestitionen in den digitalen Medien. Entsprechend werden ganz überwiegend die Segmente Internet und Mobile von der freundlichen Werbestimmung profitieren. Für den gesamten Printbereich hingegen gehen die Fachleute von einem Rückgang aus.
Bestand die Online-Werbung vor nicht all zu langer Zeit noch aus einfachen Bannern und Werbetexteinblendungen, die in Tausender-Stückzahlen vergütet wurde, sind dem künftigen Werbetreibenden hinsichtlich Werbeform, Vergütungsmodell und Targeting fast keine Grenzen mehr gesetzt, heißt es in der Studie. Dabei laufen alle Prozesse in der Wertschöpfungskette zunehmend in Echtzeit ab. Diese Dynamisierung führt dazu, dass sowohl Technologiefirmen wie beispielsweise Smartphonehersteller als auch Plattformbetreiber wie zum Beispiel die Mobilfunkgesellschaften an Einfluss in der Wertschöpfungskette gewinnen werden.
Weiter an Bedeutung zulegen werden innovative Modelle wie etwa “Branded Content” (beispielsweise von Marken gesponserte News-Apps; laut Umfrage leicht steigend: 47 Prozent; stark steigend: 26 Prozent) oder “In-Game-Advertising” (leicht steigend: 47 Prozent, stark steigend: 18 Prozent). Daneben werden sich zusehends Recommendation-Modelle ausbreiten (Empfehlungs-Marketing).
Im mobilen Umfeld sehen die für die Studie befragten Experten mittelfristig eine deutliche Zunahme von Bewegtbildwerbung (leicht steigend: 37 Prozent; stark steigend: 48 Prozent), In-App-Advertising (leicht steigend: 33 Prozent; stark steigend: 53 Prozent) und Location-based-Advertising (LBA; leicht steigend: 35 Prozent; stark steigend: 47 Prozent). Soziale Netzwerke haben sich in der Studie als das am stärksten wachsende Werbesegment entpuppt. Schon in den letzten sechs Jahren hat die Werbeindustrie ihre Ausgaben im Social Web versechsfacht. Die Mehrheit (57 Prozent) der im Rahmen dieser Studie befragten Fachleute erwartet, dass Social Media-Werbung auch in den nächsten Jahren stark ansteigen wird, 32 Prozent rechnen mit einer immerhin noch leichten Zunahme.
Aus den Umfrageergebnissen leiten die Studienautoren Szenarien für den deutschen Werbemarkt im Jahr 2015 ab. Das in der Studie als “sehr wahrscheinlich” bezeichnete Basisszenario unterstellt, dass der Gesamtwerbemarkt bis 2015 jährlich um 2,7 Prozent wächst. Wenn Online-Werbung im gleichen Zeitraum seinen Wachstumskurs um jährlich 17 Prozent fortsetzen kann (gegenüber 22 Prozent p.a. im Durchschnitt in den Jahren 2006-2010), dann avanciert das Web bis 2015 zum stärksten Werbeträger in Deutschland. Die Verteilung des Werbekuchens im Jahr 2015 stellt sich laut Studie wie folgt dar: Online 37 Prozent (2010: 19 Prozent), TV 36 Prozent (2010: 39 Prozent), Zeitung 13 Prozent (2010: 19 Prozent) Zeitschriften/Print 11 Prozent (2010: 16 Prozent), Radio 4 Prozent (2010: 5 Prozent) und Fachpresse 0,8 Prozent (2010: 1,4 Prozent).
Die Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Lesetipp: Android Magazin
Der Strom der Print-Titel aus der “Mobile”-Abteilung reißt vorläufig nicht ab. Mit dem “Android Magazin” zielt der in Perg/Österreich ansäßige CDA Verlag durchaus hoch: Es gibt ein Redaktionsbüro in Berlin und das Mag wird in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg vertrieben (ließ sich allerdings bei mehreren grundsätzlich prächtig sortierten Köln/Bonner Reisepressebuchhandlungen nicht ausmachen). Das aus Sicht von Herausgeber Harald Gutzelnig “erste deutschsprachige, regelmäßig erscheinende Android-Magazin” ging bereits am 10. Juni mit der Juli-/August-Nummer an den Start. Diese lag uns auch zur Lektüre vor, bei der zunächst das frische, bildfreudige und lesefreundliche Layout auffiel.
Laut Chefredakteur Raphael Schön und Redaktionsleiter Andreas Gutzelnig hält sich die Redaktion besonders viel auf die über 100 App-Tests zugute, “da das volle Potenzial eines Android-Gerätes nur mit den richtigen Apps voll ausgereizt werden kann”. Zuvor aber gibt es lifestylige News, die Rubriken Report (Android 3; nichts, was nicht vor 3 Monaten schon auf heise.de gestanden hätte) sowie Technik: Zum einen mit Hardware-Tests zu Samsung Galaxy S2, LG Optimus Speed, Sony Ericsson Xperia Arc, Google Nexus S (Samsung), HTC Incredible S, die u.a. durch die Farbcodes auch Schnell-Lesern auf einen Blick zugänglich sind. Zum anderen mit dem Überblick “Die besten Android Smartphones”, der zusätzlich das Xperia Play, das Desire Z, das Wildfire S sowie von Motorola Defy und Milestone 2 würdigt. Der Versuchung, den Testpark mit den verschiedenen iPhone-Generationen ganz oder in einzelnen Referenzpunkten zu vergleichen, wird dabei komplett widerstanden. Nützlich, besonders für alle, die jetzt noch unentschlossen sind, ist der folgende Beitrag “Ausblick auf kommende Smartphones”, der auflistet, was die Hersteller für 2011 noch angekündigt haben – und mit welchen Spezifikationen.
Die nächste Strecke huldigt dem Breiten, Flachen und titelt “2011 – Das Jahr der Android Tablets” (hier gibt es allerdings Experten, die das noch ganz anders berurteilen. Aus Glanzkinder-Sicht lässt sich immerhin dazu sagen, dass auf die mobileTicker-App for Android bereits zu knapp 9 Prozent allein vom Samsung Galaxy Tab zugegriffen wird): Hier kommen neben besagtem Samsung-Flachmann das Motorola Xoom, Acer Iconia A500 und LG Optimus Pad zu Ihrem Recht. Wieder wird auch ein Ausblick auf kommende Tablets gegeben, darunter das Nexus-Tablet (LG).
Gadgets und Zubehör ist eine weitere Rubrik, die so spaßige Dinge wie eine Skibrille mit Head mounted display, eine Smartphone-Fernbedienung (Sony Ericsson LiveView) oder so erzpraktische wie externe Tastaturen (NoName/Amazon) aufführt.
Endlich ist nun auch die Rubrik Apps erreicht, mit ihrem Glanzstück “Die 100 besten Apps”. Weitgehend Market-analog gegliedert nach dem Saisonthema Urlaub, Navigation und Reisen, Büro & Finanzen (die üblichen Verdächtigen wie Documents To Go), Nachrichten & Wetter (schmerzlicherweise ohne mobileTicker
), Bildung & Wissen, Soziale Netze & Kommunikation, Sport, Gesundheit & Fitness, Shopping & Lifestyle, Musik & Unterhaltung, Grafik & Fotografie, Tools & Gadgets und natürlich Spiele. Vorgeschaltet ist ein kleines How-to (Apps installieren, löschen, QR Codes) für Newbies. Die Rezensionen sind auf den Punkt und inhaltlich sowie sprachlich deutlich über dem Niveau von Apps&Co. etc. Beispielsweise wird die schreckliche XING-App zurecht gegeisselt. Eine Note von bis zu fünf Androiden-Männlein gibt schnellen Überblick. Wer es noch schneller braucht, blättert gleich bis zu den Überblicksseiten 68-71.
Die fortgeschrittenen, freiheitsliebenden unter den Leser adressiert die Anleitung “Android Handy rooten” (vgl. Jailbreak) unter Tipps. Hier finden sich auch Hinweise auf App Stores für Endgeräte mit Root-Rechten sowie der Verweis auf die XDA-Community für Custom-ROMs. Allerwelts-Tipps zur Verlängerung der Akku-Standzeit oder zum Smartphone-Schutz runden eine gelungene Erstausgabe (84 Seiten) ab. Detailkritik: Eine Inhaltsangabe und Erläuterungen zur Heft-CD (die Tools für Smartphones und Tablets sowie Video-Reviews enthält) werden vermisst. Das Einzelheft kostet 5,90 Euro (kein Abo-Preis und keine Erscheinungsfrequenz angebeben, es sieht aber nach zunächst zweimonatiger Erscheinungsweise aus). Fazit: eine mehr als willkommene Bereicherung der Szene, ****.
Leseprobe Ausgabe 2 (ab morgen im Handel) u. Bestellmöglichkeit>
Lesetipp: Mac & i
Die erste Ausgabe von “Mac & i”, dem neuen Magazin rund um Apple vom Heise-Verlag (u.a. heise.de, c’t, iX, Technology Review, Telepolis) ist im Zeitschriftenhandel offensichtlich häufig vergriffen (also erfolgreich). Zuvor aber erreichte uns ein Exemplar, das auch einiges Lektürevergnügen hervorrief. Die 180 Seiten starke Nr. 1 setzt vor allem auf einen umfangreichen “Praxisteil”, besonders lesenswert hier beispielsweise die Beiträge zur Kalendernutzung im Team (S. 120), zu (kostenlosen) MobileMe-Alternativen (S. 114 ff.) oder zum Troubleshooting unter OS X.
Es dürfte allerdings nicht ganz trivial für heise sein, mit dieser thematischen Bündelung, aber auch diesem Content-Recycling eine Selbst-Kannibalisierung zu vermeiden. Das Konzept des neuen Magazins erläutert Chefred. Stephan Ehrmann im Editorial: Testberichte zu neuer Hard- und Software möge die geneigte Leserschaft doch weiterhin in der 14tägig erscheinenden c’t “vorab” lesen. News bleiben (sinnvollerweise) http://www.mac-and-i.de vorbehalten. Hingegen will sich das neue Magazin “Platz für Hintergründe, Interviews und Reports” nehmen. So geschehen etwa mit der bildlastigen Aufmacher-Story “Konsumtempel – Die Erfolgsgeschichte der Apple-Stores” (S. 6-13).
Die gute alte Pro- und Contra-Rubrik wird auch gepflegt: Hier mit dem wahrlich kontroversen Thema Jailbreak (fürs iPhone; S. 20). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kaufberatung für Produkte mit dem Apfel-Logo (S. 22-31). Teils Altbekanntes, aber hier eben überwiegend auf heise-Niveau, bieten die Tests zu Peripheriegeräten (S. 36 ff.). Auch gut: Sicherheitsfragen ist eine eigene Rubrik gewidmet. Recht technisch wird es überdies bei “Hintergrund: iPhone Sensoren”. Weniger sinnvoll – jedenfalls in Print – scheint uns die FAQ-Sektion.
Die Heft-DVD enthält 27 Voll- und Spezialversionen von Programmen, darunter SongGenie, iSale Express, RealStudio Personal sowie knapp vier Stunden Videotrainings zu Mac OS X Snow Leopard, “auch für Windows-Umsteiger”.
Das vierteljährlich erscheinende Einzelheft kostet 8,90 Euro, ein Abo 32 Euro. Die Druckauflage soll 100.000 Exemplaren sein, die 1/1-Anzeigenseite 4c kostet 6.300 Euro.
Lesetipp: m – Das Magazin
Eigentlich ein Widerspruch in sich – Printmagazine rund um das per se digitale Mobile Business wachsen derzeit nicht mehr wie Apfelbäumchen, sondern schießen eher wie Pilze aus dem Boden. Besonders der App(le)-affine Markt boomt wie nie zuvor. Nun hat auch der Apple Premium Reseller mStore mit “m – Das Magazin” ein ebensolches am Start. Inhaltlich dreht sich dabei laut eigener Aussage “alles um die iProdukte, die in Text und Bild vorgestellt werden, sowie Tipps und Anwendungsbeispiele für die Praxis”.
Nr. 1 war erstmals am 3. Dezember erhältlich. Für diese Besprechung lag uns Ausgabe 0211 vor, in deren Editorial Chefredakteurin Charlotte Erdmann (im Hauptamt Kommunikationsschefin mStore und parallel Marketing Consultant bei madvertise, ehem. Chefred. MacLife/Falkemedia) auf den heutigen 35. Geburtstag von Apple Inc. hinweist. Und den Charakter einer Festschrift für den Jubilar legt das Medium mit Steve Jobs auf klavierlackschwarzem Cover auch auf den ff. 100 Seiten selten ab – die redaktionellen Hände bleiben gewissermaßen an der Hosennaht, wenn sie nicht zum Jubeln gehoben werden. Doch das ist dem Kunden-Magazin einer Apple-Reseller-Kette kaum vorzuwerfen, um so weniger als die wenigsten seiner Leser die 4,90 € Copypreis gezahlt haben werden. Denn “m” wird mit 40.000 Exemplaren seiner Startauflage in mStores als kostenloses Goodie an die Kunden verteilt oder diesen zugeschickt.
Nur auf den Abdruck von Leserbriefen vom Kaliber “ich habe gerade Ihr Magazin gelesen und mir platzt die Brust vor Stolz, ebenfalls ein Apple-Fanatiker zu sein” hätte man ganz gut verzichten können. In diesem Umfeld heisst ein – lesenswerter – Rückblick auf 35 Jahre Unternehmensgeschichte dann eben auch “Alles Gute!” und den typischen Glastreppen in großen Apple Stores wie denen von New York, L.A., Paris oder München wird eine Doppelseite gewidmet.
Mut zum Todessprung über den Tellerrand verrät allerdings der Beitrag “Der iPhone Killer” über Michael Tompert und seine Verwandlung von iPhone, iPad oder Mac in Kunst, u.a., in dem er mit einer 9 Millimeter-Handfeuerwaffe darauf schießt. Die unvermeidliche Anwendungsgeschichte kommt aus dem akademischen Bereich (AWI), ansonsten geht es viel um mehr oder weniger offensichtlich mit der Apfelwelt verbundene Themen aus Kunst, Design, Fotografie. Apropos – das Layout ist großzügig, besonders bildlastig aber dabei recht konventionell, Druck und Papier deutlich überdurchschnittlich.
Lebenshilfe für Fans verspricht und liefert die Rubrik Mac-Praxis u.a. mit der Vorstellung der “Apple-Tastatur im Detail” oder “Tipps und Tricks zu Mac OS X”. Die Abteilung “Trendy Accessoires” stellt einen bunten Reigen von Gadgets und Peripheriegeräten rund um Apple-Produkte vor – bietet allerdings nur nett anzuschauende Katalogeinträge und keine Tests. Sonderthemen wie “App Dich Fit” (15 Sport u. Health Apps) oder “iGeneration” (Interessantes zu Kinder und Mobile Technik), Buchtipps und eine Terminübersicht runden eine interessante Bereicherung des Apple-nahen Printspektrums ab.
Das Heft wird von der Hamburger moremedia GmbH für die Apple-Händler produziert. mStore ist nach eigenen Angaben mit derzeit 17 Filialen hierzulande der größte Apple-Premium-Reseller. “m” erscheint vierteljährlich, das Jahresabo kostet 15 Euro.
Werbemarkt: Online vor Zeitschriften, hinter TV
Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist 2010 um insgesamt 26 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gewachsen. Dies geht aus der Erhebung der Bruttowerbeinvestitionen durch den Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor. Der Online-Anteil am Mediamix steigt weiter an und beträgt mit 19,2 Prozent fast ein Fünftel des Gesamtwerbemarkts. Die Auslieferung der Werbung via stationärer vs. mobilem Internetzugang wurde nicht aufgeschlüsselt.

Web zweitstärkstes Werbemedium
Damit hat das Internet 2010 zum ersten Mal die Gattung Zeitungen (19,0 Prozent) knapp überrundet und sich als zweitstärkstes Werbemedium im Mediamix positioniert. Für 2011 prognostiziert der OVK ein weiteres Wachstum der Online-Werbung von 16 Prozent auf über 6 Milliarden Euro Bruttowerbevolumen.
Klassische Online-Werbung als Wachstumstreiber
Der Vorjahresvergleich zeigt, dass klassische (Display-)Online-Werbung erneut am stärksten von der positiven Entwicklung des Online-Werbemarktes profitiert hat. Mit einer Zuwachsrate von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat sie 2010 zum ersten Mal die 3-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Mit insgesamt 3.151 Millionen Euro verzeichnet sie damit den höchsten Wert der drei betrachteten Segmente. Auf Platz zwei liegt die Suchwortvermarktung (z. B. Google AdWords) mit Werbeinvestitionen von 1.867 Millionen Euro und einer Wachstumsrate von 15 Prozent gegenüber 2009. Es folgen die Affiliate-Netzwerke mit 339 Millionen Euro und einem Zuwachs von 10 Prozent.
Alle Zahlen zum Online-Werbemarkt 2010 in Deutschland sowie die Prognose für 2011 finden sich im neuen OVK Online-Report 2011/01, der als PDF ab sofort unter www.bvdw.org erhältlich ist.
Lesetipp: t3n
“Mobile Hype!” – an diesem Kriegsruf auf dem witzig gemachten Cover bleibt man leicht hängen, selbst wenn man wie unsereins das Magazin dazu noch gar nicht kennen sollte. Willkommener Anlass also, dies umgehend nachzuholen.
In der aktuellen Ausgabe des Magazins widmet sich die Redaktion unter dem Motto “Mobile Hype! – Apps, Shopping, Check-In: Wir zeigen was wirklich geht” laut eigener Ausssage umfassend den weitreichenden neuen Möglichkeiten, die sich durch die Kombination aus immer leistungsfähigeren Smartphones mit GPS an Bord und günstigen Preisen für mobiles Surfen für Websitebetreiber, Shopbesitzer und Entwickler eröffnen. Insofern wird hier auch weniger ein Hype entlarvt, außer vielleicht in Jan Tißlers köstlicher Glosse zu “Location Based Zeitverschwendung”. Stattdessen werden wir bei bestmöglicher Lesbarkeit mit jeder Menge sofort umsetzbarem Hintergrundwissen versorgt.
Die News-Sektion (“Intro) ist typischerweise nicht eben die Stärke eines vierteljährlich erscheinenden Print-Produkts. Hier aber sind die Themen so sinnfällig ausgewählt (blekko, Google Boost, Scrumers, mikogo, ogone), dass dennoch etwas zur späteren Vertiefung hängenbleibt. Dies wird von “Links und Literatur” noch begünstigt, einer Link-Liste, welche jede News-Doppelseite abschließt.
Die Empfehlungen der “Blog-Highlights” werden ebenso gern genommen wie die “Hardware”-Rubrik, die in dieser Ausgabe neben Android-getriebenen iPad-Alternativen vor allem mit einem Interview mit den Verantwortlichen für Entwicklungs und Forschung bei Intel Deutschland glänzt. “Gadgets” dürfen bei diesem Titelthema natürlich auch nicht fehlen.
Die folgende Abteilung “Kommunikation” bietet ganz besonderen Mehrwert. Allein schon der Artikel über DOs and DON’Ts bei Facebook-Fanseiten kann lange Internet-Recherchen oder Buch-Lektüre ersparen. Weiter findet sich hier lesens- und lernenswertes über so verschiedene Themen wie Geotagging (inklusive eines Interviews mit Friendticker-Mitgründer Florian Resatsch), “Neuromarketing im Webdesign” oder “Social Media Monitoring”. Weitere Rubriken heben “Digitales Leben” auf den Schild oder “Technologie” (Web-Apps, viel Typo3- und Web-Programmierungsthemen). Der “Business”-Block hat naturgemäß vor allem Online Shops, Web Analytics aber auch wichtige Themen wie Recruitment im Fokus.
Ein umfänglicher Kleinanzeigenteil rundet das 164 Seiten starke Heft ab. Es unterstützt auch durch angenehme Typographie und gekonntes Layout Lesefreude, gar ein Genuss ist das prägeedruckte Zeitschriftencover. Zielgruppe des Magazins mit (nicht IVW-geprüfter) Auflage von 20.000 Expl. sind “Entscheider”, Marketing-Experten und Webworker. Die Einzelausgabe kostet 9,80 Euro, das Jahresabonnement (vier Ausgaben) 35 Euro. Falls – wie zu vermuten steht – sich das heutige redaktionelle Profil aus so etwas wie “Typo 3 News” entwickelt hat, kann man dem herausgebenden Verlag yeebase Media nur gratulieren. t3n ist eine erfreuliche Ausnahme im üblichen Fachpressemief (eine Anzeigenseite Anzeige korrespondiert stets mit einer Seite gekaufter Redaktion bzw. “Promotion” für das gleiche Unternehmen). Das Blatt wird erkennbar mit soviel Sachkenntnis wie Engagement gemacht. Fazit: *****
t3n – Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 22 u. Subskriptionsmöglichkeit
DUH: 1. Umweltorganisation mit News App auf dem iPad
Mit der App “DUH” der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) ist ab sofort ein umfangreiches Umwelt-Informationsangebot der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation kostenlos für das iPad verfügbar. Damit ist die DUH laut eigenen Angaben als weltweit erster Umweltverband auf der neuen Plattform mit einem breiten Informationsangebot präsent. Die App stellt aktuelle Umweltinformationen kostenlos bereit, wie beispielsweise die Verbandszeitschrift DUHwelt, aber auch das Umwelt-Magazin zeo2, das die Deutsche Umwelthilfe seit 2008 herausgibt.
“Eine iPad App ist eine spannende neue Möglichkeit, Informationen zu verbreiten und bietet eine ideale Symbiose aus Print und digitalen Medien”, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch, “deshalb wollten wir so schnell wie möglich auf der neuen Plattform vertreten sein”. Dabei verbinde Apples Tablet-Rechner die Vorteile der Print- und der digitalen Welt. So auch die DUH-App, die neben den Magazinen der Deutschen Umwelthilfe aktuelle Umweltinfos, Videos und einen Zugriff auf das Internetangebot der DUH bietet. Das Beispiel einer Videodokumentation über die Gesundheitsgefahren des neuen chemischen Kältemittels 1234yf für Pkw-Klimaanlagen verdeutlicht die Potenziale der multimedialen Darstellung gerade komplexer Themen.
Technisch umgesetzt wurde die App vom App-Systemhaus Glanzkinder (Köln/München) – einem der Pioniere der App-Programmierung in Deutschland.
Nicht ohne meine H-Milch-Rücktrittsversicherung
Hand aufs Herz – Wollen Sie wirklich weiterhin ein so riskantes Leben führen, also ohne vertiefte Erkenntnisse über die Fährnisse des H-Milch-Erwerbs und über ihre – durchaus mögliche! – Absicherung via -Rücktrittsversicherung (vgl. unsere – heute der VG-Wort gewidmete – Leseprobe)?
Sie wollen nicht? Nur zu verständlich! Abhilfe kann spätestens die soeben erschienene Ausgabe 95 der »Nichtleser 9er-Serie« alias Lektüre für Nichtleser schaffen. Die Serie kommt parallel zum gedruckten Band 9 »Irgendwie verlegt auf ne Art« (für Oldschool-Print-Fanatiker hier erhältlich) seit März 2010 in sechs Folgen mit beträchtlichem Erfolg als E-Book Apps für iPhone, iPod touch und alsbald auch fürs iPad heraus.
Und dies stets frei nach des Autoren Michael Bukowskis Credo “Sie haben kaum Zeit, große Romane zu lesen. Ich habe keine Zeit, welche zu schreiben. Daher hier die Lektüre für Nichtleser – für zwischendurch, unterwegs und nebenbei.” Die Anwendungsgebiete gerade für mobile Professionals sind beträchtlich: “zum Lesen in Meetings, in Bahnen, Bussen, Flugzeugen, auf dem Klo, im Bett, in der Warteschlange, bei langweiligem Sex, auf der Tanzfläche, anstelle von Smalltalks” (Zitat aus dem Beipackzettel). Zumal man hier ja auch erfährt, “wie man zeitgemäß to-do-listet”.
Und das schrob stern.de nach erfolgter Nichtlektüre: “(…) extrem kurz, extrem witzig und extrem Berlin.” “(…) Die kleinen Geschichten machen süchtig und so gibt es bereits neun Bände voller abstruser und irrer Minigeschichten. Oft sind die Nichtleser-Texte nur eine halbe Seite lang und bestehen allein aus einer Handvoll Dialogzeilen. Schräg, abgefahren, nachdenklich und minutiös beobachtend.”
Auch mobileTicker zählt seit Anno Tubak zu den Nichtleser-Fans und darf daher mit des Autoren freundlicher Unterstützung zehn Nichtleser-Apps als Give-away unter die Leute bringen. Aufgrund der schnuckeligen neuen iTunes-Funktionalität fürs App-Verschenken brauchen wir dazu nicht einmal mehr den krampfigen Umweg über Promocodes für US-iTunes-Accounts. E-Mail-Adresse genügt! Die ersten zehn Einsender von E-Mails an klaus at glanzkinder dot com mit “Nicht” im Betreff werden umgehend zu Nichtlesern gemacht, auch wenn der Rechtsweg wie stets ausgeschlossen ist. Einsendeschluss ist Samstag, der 01. Mai!
Paid Content kommt – auch bei Apps

Paid Content bekommt auch unter den Mediennutzern immer mehr Zuspruch. Laut einer Nielsen-Studie unter 27.000 Internetnutzern ist ein Drittel bereit, für hochwertigen, professionell erstellten Inhalt zu zahlen. Jedoch scheuen sich manche Verlage noch, Bezahlinhalte umzusetzen – während andere wie etwa Springer bei den Themen Paid Apps sowie frische Nutzergruppen durch iPad & Co. nachgerade zu sabbern beginnen. Sicher wird Paid Content zukünftig nicht die einzige Erlösquelle sein, und viele Inhalte wie Nachrichten bleiben frei zugänglich. Doch bei maßgeschneiderten Bezahlangeboten dominiert noch viel leerer Raum – Verlage sollten nach Ansicht der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners diesen weiter füllen, um Qualitätsjournalismus zu erhalten. “Die Zeitungsverlage müssen alles daransetzen, für ihre Online-Portale ein mindestens duales Erlösmodell aus Werbeeinnahmen und Content-Vermarktung durchzusetzen. Optimal wären weitere E-Commerce-Standbeine“, so Rainer Meckes, Partner bei Simon Kucher. Gelingt dies nicht, drohe ein Zeitungssterben und somit ein rapider Qualitätsverfall der Berichterstattung im Internet. Denn ‘subjektive’ Berichterstattung durch Twitter und unabhängige Blogs kann (und will, d. Red.) keinen vollumfänglichen, ‘objektiven’ Qualitätsjournalismus garantieren. Laut Medienexperte Meckes geht es jetzt darum, zu ermitteln, für welche Zielgruppe welcher Content echten Mehrwert liefert und wie diese Inhalte zu Paketen geschnürt werden können. “Je bequemer die verwendeten
Bezahlmodelle für die Nutzer sind, desto leichter wird die Umsetzung fallen.“
Fakt ist, dass im Mobilen Internet schon diverse Paid Content-Ansätze existieren und teils florieren. Die Zahl der kostenpflichtigen iPhone-Apps wächst stetig, auch im Medienbereich. Aber auch abseits der gehypten Apps zeigen Apple und Amazon mit iTunes und den zahlreichen E-Books und E-Papers, dass Paid Content möglich ist. Was im mobilen Internet zu funktionieren scheint, müssen Verlage auch auf das stationäre Internet übertragen.
Eine Paid Content-Offensive bedeutet nicht, alle Informationen kostenpflichtig zu machen. Nur eine Mischung aus frei zugänglichem und kostenpflichtigem Inhalt im Sinne des “Freemium”-Gedankens ist heute umsetzbar und sinnvoll, schon allein, um in Hinblick auf Werbeeinnahmen Reichweitenverluste zu begrenzen.
“Ein Massenmarkt wird Paid Content nur, wenn die Qualität des kostenlosen Contents auf breiter Front deutlich absinkt – das ist kurzfristig eher unwahrscheinlich”, sagt Annette Ehrhardt, weitere Medienexpertin von Simon-Kucher. Bleibt der kostenfreie Content hochwertig, werden nur diejenigen Verlage erfolgreich vermarkten können, die noch höherwertige Bezahlinhalte anbieten wie exklusive Artikel, Hintergrundberichte oder Sonderthemen – natürlich Web 2.0-gerecht aufbereitet. Neben Exklusivität und Einzigartigkeit sind Einfachheit, Bequemlichkeit und Individualität erfolgsentscheidend. Für Dinge, die an anderer Stelle kostenlos gefunden werden können, ist oft Zahlungsbereitschaft vorhanden, wenn die ‘Suchkosten’ – also die Zeit und Mühe, Informationen zu finden – wegfallen und die Informationen ansprechend gestaltet und individuell zugeschnitten sind. “Mit einem durchschnittlichen Nachrichten-Einheitsbrei ist sicherlich kein Geld zu verdienen“, so Ehrhardt.
Heutzutage sind Verlage gezwungen, sich intensiv mit den Lesegewohnheiten ihrer Kunden zu beschäftigen. Es stellen sich Fragen wie: An welche Zielgruppe richtet sich ein Paid Content-Angebot? Sind es die Abonnenten der gedruckten Tageszeitung, die langsam in die Online-Welt überführt werden sollen, oder sind es internetaffine Nutzer, die die Zeitung nur online lesen? Für traditionelle Print-Leser sollte das Print-Abo Schritt für Schritt um exklusive kostenpflichtige Online-Inhalte erweitert werden. Für reine Online-Nutzer bieten sich Online-Pakete an, die mobile Applikationen und stationäres Internet verbinden. “Solche Bündelangebote sind vorteilhaft: Werden Komponenten, für die ohnehin eine Zahlungsbereitschaft besteht, mit bisher kostenlosen Elementen “verheiratet”, wird die Kostenlos-Mentalität eher überwunden”, erläutertEhrhardt. Die gleiche Taktik wenden übrigens auch die sehr pricing-versierten Mobilfunkanbieter an: Während Preise für Gesprächsminuten beständig sinken, wird für mobile Datenübertragung mehr bezahlt. Die Mobilfunker bieten Bündel aus Daten und Gesprächsminuten an, um die Kosten für die einzelnen Posten zu verschleiern. Der Ansatz vieler Verlage, kostenpflichtige Angebote zunächst als iPhone App zu entwickeln, sei daher ein erster Schritt in die richtige Richtung…
Laut einer von horizont zitierten Studie von Simon-Schuster zum Thema sind rund 80 Prozent der herunter geladenen iPhone-Apps kostenlos. Pro Quartal kauft hiernach ein Nutzer des App-Stores von Apple gerade mal zwei Bezahl-Apps. Für eine App zahlen diese Kunden im Durchschnitt 3,50 Euro. Bei BlackBerry wird nur eine kostenpflichtige App gekauft, die aber durchschnittlich 5 Euro kostet. Grundlage ist eine Online-Umfrage unter lediglich 200 Smartphone-Nutzern (deutlich abweichende Ergebnisse hat u.a. Distimo). Laut Umfrage schafft Apples App Store von allen Mobile App Stores derzeit noch die beste “Conversion” von Interessenten zu Nutzern. Über 90 Prozent der Besitzer eines iPhones oder iPod Touchs kennen den App Store, und fast 80 Prozent haben ihn schon besucht. Von der BlackBerry-Nutzern kennen nur knapp 30 Prozent der befragten Blackberry-Verwender dessen Store (App World bzw. BlackBerry Application Storefront), weniger als ein Viertel haben ihn schon einmal besucht, und noch weniger etwas heruntergeladen.
Zehn Apps haben die Teilnehmer der Studie in den vergangenen drei Monaten im Durchschnitt aus dem Apple App Store heruntergeladen, also rund drei Apps pro Monat. BlackBerry und der dazu gehörige App Store kommen mit rund fünf Apps nur auf die Hälfte der Downloads. Nokia-Smartphones sind in der vorliegenden Studie zwar unterrepräsentiert, doch Nokias Ovi-Store ist bei allen Nokia-Smartphone-Besitzern bekannt. Fast zwei Drittel haben ihn schon einmal besucht.