Deutsche Smartphone User: Always On(line)

www.bvdw.org49 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer älter als 14 Jahre nutzen ihr mobiles Endgerät stets und überall. 58 Prozent der iPhone-Besitzer sind immer und allerorten online. 60 Prozent der Social Networker legen ihr Endgerät höchstens zum Schlafen aus der Hand. Für 67 Prozent der 20- bis 29-jährigen gilt ebenfalls die Devise “always on”. Dies sind zentrale Ergebnisse einer von TNS Infratest Infratest gemeinsam mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. durchgeführten Studie, für die 557 Smartphone-Besitzer zu ihren mobilen Aktivitäten befragt wurden.

Kontext für App-Gebrauch
Danach gefragt in welchen Situationen bzw. an welchen Orten das Smartphone als Internetzugang oder zur Nutzung von Apps genutzt wird, geben 92 Prozent das eigene Zuhause an. Als Beifahrer im Auto nutzen es 74 Prozent. Auch an Bahnhöfen oder Haltestellen kommen die smarten Wegbegleiter zu 70 Prozent zum Einsatz. Fehlen darf das Smartphone auch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln (65 Prozent) oder im Restaurant (65 Prozent). Beim Einkaufen kommen die digitalen Wegbegleiter zu 60 Prozent zum Einsatz und am Arbeitsplatz wird zu 61 Prozent gesurft oder eine App aufgerufen. In der Natur oder beim Spazierengehen wird zu 51 Prozent nicht auf den digitalen Zugang verzichtet. Bars oder Nachtclubs sind zu 32 Prozent die mobile Verbindung zur virtuellen Welt. Auch beim Sport wird das mobile Endgerät sogar noch von 27 Prozent genutzt. 16 Prozent geben sogar an, (für alle anderen: lästigerweise) selbst im Kino mobile Services zu nutzen.

“Mobile Endgeräte in Kommunikation und Vertrieb einzubeziehen, wird immer wichtiger. Multi-Kanal ist nicht mehr länger das Thema, sondern es geht um Multi-Digital. Wenn Unternehmen heute sicherstellen wollen, ihre Zielgruppen zuverlässig zu erreichen, geht kein Weg mehr an mobiler Ansprache vorbei, denn insbesondere die jüngere Generation ist im Prinzip always on”, betont Katja Rick, Associate Director bei TNS Infratest.

Mobile Game theory: was wirklich rockt

Millennial Media Mobile Mix 0113 Mobile GamesUnlängst erschien wieder eine Ausgabe des vierteljährlichen “Mobile Mix”-Reports der Spezialisten für mobile Werbung und Kampagnen bei Millennial Media (MM). Der aktuelle Bericht widmete sich ganz den Mobile Games bzw. Spiele-Apps. Aus den Ergebnissen:

  • Es handelt sich um eine besonders erfolgreiche App-Kategorie, sowohl nach Downloads (App Store-Hitlisten) wie nach Ad Impressions betrachtet: Spiele liegen auch hier unangefochten auf Platz 1, vor Musik/Unterhaltung und Kommunikation.
  • Millennial Media Mobile Mix 0113 App-Kategorien

  • 74% der Games im MM-Netzwerk laufen auf Smartphones, 23% auf Non Phone-Connected Devices und lediglich 3% auf Feature Phones.
  • Stolze 64% der Game Apps liefen unter Android, 30% unter iOS, 5% unter BlackBerry OS und 1% unter Windows (Windows Phone, Windows Mobile) ab.
  • Die Rangliste nach Spielearten liest sich so: “Arcade” (Geschicklichkeits- bzw. Video- oder Spielhallen-Spiele) 30%, Wortspiele 26%, Puzzle 19%, Brettspiele 9%, Kartenspiele 4% sowie 12% für “andere”.
  • Mobile Gamers sind eine attraktive und gewaltig wachsende Zielgruppe: eMarketer geht von 60 Mio. Mobilzockern allein in den USA im Jahr 2010 aus – eine Zahl, die sich 2013 auf 120 Mio. verdoppeln soll. Dies erklärt einen Megatrend wie Gamefication und die Attraktivität von gamified Apps wie z. B. The ? Book.
  • Der Erfolg von Mobilspielen beim Verbraucher zieht natürlich auch Werbekunden an. Die Rangliste der in Mobile Games Kampagnen schaltenden Branchen: 1. Reise/Tourismus, 2. Unterhaltung, 3. Bildung, 4. Handel und Restaurants, 5. Finanzen, 6. Telekommunikation, 7. Consumer Packaged Goods (CPG)/Fast Moving Consumer Goods (FMCG, 8. Infoportale, 9. Automotive, 10. Dating/Verabredungen

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Apps sind wettbewerbsentscheidend

forrester_logoDie PCWorld aus dem IDG-Medienkonzern (vgl. a. z. B. ComputerWoche) zitiert die Analysten von Forrester wie folgt: “Forrester has warned companies that if they don’t properly invest in a mobile application strategy, other companies with convenient and useful applications will attract customers to their services.” Der Forrester Report namens “The Business Impact of Mobile Engagement” (499 $) verweist auf die zentrale Bedeutung der Güte von mobile Apps für verbesserte Kundenbindung versus Kundenabwanderung. Die Analysten verweisen u.a. auf die via App bereitgestellte Funktionalitäten Mobile Payment, Telekommunikation (Skype) oder “Identity” (Facebook) als entscheidend in diesem “Krieg” um Konsumenten. Als besonders umkämpfte Branchen werden Medien, Reisen sowie Finanzdienstleistungen genannt.

Optimal konzipierte und aufgesetzte Business Apps können laut Forrester Zwischenhändler überflüssig und Prozesse schneller sowie gewinnbringender machen. In Summe werde dies “Mobile” zu einem der wichtigsten Marketingkanäle überhaupt gestalten. Als Kriterium für optimalen mobilen Mehrwert einer App nennt der Report die Frage: “is it home-screen worth?” – also: ist die App so nützlich für Verbraucher, dass diese sie auf dem Startbildschirm ihres mobilen Endgeräts platzieren?

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Detecon LogoEine aktuelle Unternehmensbefragung von Detecon sieht ebenfalls noch viel Raum nach oben bei Business Apps – auch und gerade bei uns. Denn “die Mehrheit der deutschen Unternehmen verspricht sich Vorteile von mobilen Lösungen zur Geschäftsprozessunterstützung, Kommunikation und Zusammenarbeit”. Die Befragten “sehen Potenzial für weitere mobile Services, um betriebliche Genehmigungsverfahren zu automatisieren und die Zusammenarbeit zu verbessern. Rund 90 Prozent der Befragten glauben an den Erfolg von Lösungen zur gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten und zum Desktop Sharing. Zu gleichen Teilen stehen dabei die Erhöhung von Effizienz und Flexibilität im Vordergrund.”

MM: Mobile Werbung nach Branchen betrachtet

millennial media_smart report 1212Millennial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Gerade wurde der aktuelle S.M.A.R.T.-Report (Scorecard for Mobile Advertising Reach and Targeting) mit Q312-Daten veröffentlicht, der u.a. mobile Kampagnen nach Branchen betrachtet. Aus den Ergebnissen:

  • Erneut stellte der Mobilfunk die stärkste Branche auf der MM-Werbeplattform. Deutlich gewachsen ist die jetzt auf Platz 5 liegende Reisebranche – Mobile Kampagnen von Reiseanbietern haben um 430 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt.
  • Noch schneller wuchs nur Automotive (+570%). Auch die mobile Werbung für behördliche Angebote (E-Government) kletterte um 300 Prozent, schaffte es damit aber noch nicht in die US-Top 10.
  • Kampagnenziele waren im dritten Quartal: Erhöhte Marktpräsenz (26%), Traffic-Generierung (und hier besonders zu den Social Media Sites der Werbetreibenden; 23%), Registrierungen (17%), erhöhtes Markenbewusstein (16%), Unterstützung einer Produkteinführung (11%) und verstärkter Filialbesuch (7%).
  • Device Mix nach Ad Impressions: Smartphones 75%, Connected Devices ohne Telefonie 20% und nur noch 5% für “dumme” feature phones
  • OS Mix nach Ad Impressions: Android 52%, iOS 34%, BlackBerry OS 8%, Windows 5%, Symbian 1%.
  • Die Top 5 der Tablets nach Impressions: 1. Apple iPad, 2. Samsung Galaxy Tab, 3. Amazon Kindle Fire, 4. Acer Iconia, 5. Motorola Xoom.

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Notifications about XING Contacts “around me” – XING Radar

Als Add-on zu (u.a.) XING hat das Berliner Start-up twofloats die iPhone App “XING Radar” entwickelt. Diese ergänzt das deutschstämmige Business Network sozusagen um eine around me-Funktion: Einwilligung in die Push-Benachrichtigung vorausgesetzt, informiert die App Nutzer automatisch, wenn Kontakte aus dem beruflichen Netzwerk, sich in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern aufhalten bzw. in diesen eintreten.

www.twofloats.comDas klappt allerdings nur, wenn diese ebenfalls die twofloats-App installiert haben – nur ein XING-Kontakt zu sein, reicht leider nicht aus. Markus Otte, Gründer und Geschäftsführer von twofloats erläutert: “Die XING AG verfügt nicht über unsere LBS Technologie – und so können wir bzw. unsere App nicht wissen, wo sich XING-Nutzer ohne XING Radar befinden. Das Ergebnis ist, dass man nicht über alle XING-Benutzer informiert werden kann, nur über weitere Nutzer von XING Radar. Am besten Sie laden Ihre Kontakte über die App zum XING Radar ein”. Das bemüht sich die App übrigens auch selbst zu tun: Vergleichbar zum Verfahren der XING AG, wenn man eine Anwendung aus deren Beta Labs ausprobiert, schreibt sie den Nutzern eine Empfehlung für sich selbst in ihre Statusmeldung – allerdings nur einmalig und insofern recht dezent gehandhabt. Wer mehr tun möchte, um den Ruf des XING Radar in die Welt zu tragen, kann dies direkt aus der App via SMS, E-Mail, Twitter oder Facebook tun, Google+ ist noch nicht integriert.

So kann es aussehen, wenn wirklich mal ein XING-Kontakt auf dem Radar auftauchtNach einer erfolgten Benachrichtigung über die eingetretene räumliche Nähe eines Kontaktes bietet die App dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten den jeweiligen Kontakt direkt anzusprechen – entweder per Anruf, SMS oder E-Mail (soweit jeweils freigegeben). Zudem verfügt XING Radar über ein eigenes Chat-System, um kostenfreie Direktnachrichten austauschen zu können – das Instant Messaging-Modul kostet allerdings einmalig -,89 € als In-App-Purchase.

Der Name der besonders übersichtlich gestalteten App scheint klug gewählt: Man kann natürlich ohne Radar navigieren, doch wer riskiert das schon ohne Not? XING Radar übersetzt den altbekannten Gedanken hinter Google Latitude oder Apples Find My Friends und will den Nutzer darin unterstützen, bestehende Kontakte im nicht-virtuellen Leben zu vertiefen. Die App eröffnet die Chance, insbesondere Besuche von Messen, Kongressen sowie anderer Branchentreffs effektiver oder zumindest netzwerkiger zu gestalten, indem man über weitere Kontakte vor Ort informiert wird und diese kurzfristig treffen kann. Es besteht allerdings rein theoretisch natürlich auch die Gefahr, wegen ständiger Radar-Ansinnen von den längst gemachten Terminen abgelenkt zu werden. Dabei ist XING Radar bewusst als Business App konzipiert und daher “in der Basis-Version unter der Woche” nur “zwischen sieben Uhr morgens und sieben Uhr abends aktiv”.

Entsprechende eigene Einstellungsmöglichkeiten (aktive Zeiten wählen bzw. An-/Aus-Schalter, gerne auch eine spezifische Radar-Statusbotschaft wie “busy”, vgl. Skype stehen hoch auf der persönlichen Wunschliste an die Entwickler. Ebenso wie eine Erweiterung auf Kontakte von Kontakten, soweit dies datenschutztechnisch zu machen wäre. Und natürlich das Ganze noch auf Android sowie für LinkedIn :-) .

Selbst hat sich twofloats für Folgeversionen bereits ins Pflichtenheft geschrieben:

  • Noch nicht verbundene XING-Nutzer aufgrund ihrer angegebenen Geschäftsinteressen bei örtlicher Nähe aufeinander aufmerksam machen;
  • Pause- Funktion (s.o.);
  • Eine sogenannte Wochenend- und Nachtschicht-Option, die besonders für die Abendgestaltung (vgl. z.B. CeBIT-Partys…) interessant sein kann.

Die Akku-Belastung durch diesen Location Based Service (LBS) soll “geringfügig” sein, da neue Standortinformationen “nur bei relevanten Ortswechseln” übertragen werden. Otte: “Wenn das Handy tagsüber, unter der Woche, nur auf dem Schreibtisch liegt dann wird nichts von der App gesendet (= kein Batterieverbrauch). Erst wenn man sich bewegt, wird der eigene Standort ins Verhältnis zu den anderen Nutzern gesetzt”. Für die Registrierung nutzt die App die Standard-XING-API, dadurch entfalle “weiterer Registrierungsaufwand für den Benutzer”, so twofloats. Die App ist “in der Einführungsphase kostenlos”. Das wird also möglicherweise nicht dauerhaft so bleiben, insofern nichts wie ran!

Download der iPhone App

Ein echter PRAXISTEXT steht in Ermangelung von Radar-bewaffneten Kontakten in der näheren Umgebung und ohne besagte IM-Funktionalität noch aus. Vorläufiges Fazit aber: ****.

PS: Die Proximity Detection-Lösung von twofloats ist ausdrücklich auch für andere Projekte gedacht und einsetzbar. Die Übereinstimmungskriterien zwischen den einzelnen Nutzern oder zwischen Unternehmen und Nutzer sind laut twofloats vielfältig konfigurierbar.

2 von 5 nutzen Reise-Infos vom Smartphone

comScore LogoDie Mobil-Spezialisten von comScore haben in einer aktuellen Ausgabe ihrer Mobile Metrix-Reports mit dem Thema Reise-Informationen auf dem Smartphone beschäftigt. Aus den Ergebnissen:

  • Im Juli 2012 haben annähernd 40 Mio. Konsumenten ihr Smartphone dazu benutzt, Reise-Infos über mobile Webseiten oder Apps aufzurufen. Dies entspricht laut comScore 37 Prozent der “Smartphone population” oder zwei von fünf Besitzern eines unter Android, BlackBerry OS oder iOS betriebenen Smartphones.
  • Mit 6,7 Visits liegt dabei TripAdvisor (u.a. Offline City Guides vorn, gefolgt von Expedia Inc. (u.a. Expedia Hotels mit 6 Mio. Besuchen und Southwest Airlines mit 4,1 Mio.
  • Ein wenig Demographie: Frauen tendieren mehr als Männer zum Besuch eines Online-Reisebüros (Online Travel Agency, OTA).
  • Im Juli ließen sich laut Report 53 Prozent des generierten Web-Traffics zu “Travel” auf Apps und 47 Prozent auf Mobiles Internet/Browser zurückführen.

mehr über Mobile Metrix

Lesetipp: Alle meine Android Apps

Der Berliner Fachverlag Schiele & Schön beweist Mut und legt mit “Alle Meine Android Apps” ein Printmagazin in Konkurrenz zu beispielsweise dem vorzüglichen Android Magazin oder dem später gefolgten Android User vor. Allerdings mochte sich Verlagsleiter Harald Rauh noch nicht felsenfest auf den Fortbestand festlegen: “Bei Erfolg unserer Erstausgabe machen wir natürlich weiter. Neue Ausgaben des Magazins erscheinen dann alle zwei Monate.”

Alle meine Android-Apps Cover Ausgabe 01_2012Die seit vergangener Woche erhältliche, 84-seitige und praktisch anzeigenfreie Erstausgabe (Ein Anzeigenmotiv wird sogar wiederholt) “1/2012″ hat allerdings eine etwas andere Positionierung als der erwähnte Wettbewerb. Sie richtet sich erkennbar an blutige Android-Novizen. So wird einiger Raum auf die Rubrik “Basiswissen” gewendet, die beispielsweise erläutert, dass man mit Android Smartphones oder Tablets beispielsweise Fotos oder Filme aufnehmen, Games zocken, Musik abspielen oder E-Books lesen kann. Eine Checkliste will dann bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes assistieren. Ohne die getroffenen, teils sehr allgemeinen Aussagen (“Wichtiger als die Größe des Bildschirms ist seine Auflösung”; “Die modernen Akkus sind inzwischen alle sehr leistungsstark”; “Jedes Android-Gerät ist anders, eine einheitliche Verwendung gibt es nicht”) allerdings mit Gerätetests oder zumindest tabellarischen Geräteübersichten zu konkretisieren. Doch schließlich will das Mag – wie Name und Untertitel (“Großer Android-App Ratgeber”) schon sagen – kein Hardware-Berater sein, sondern primär bei App-Kurzporträts punkten. Die aus Carsten Scheibe bestehende Redaktion stellt im ersten Wurf 190 Apps vor, darunter 130 kostenlose. Ziel ist es laut Pressemitteilung, “den Android-Nutzern einen großen Fundus an handverlesenen Apps vorzustellen, die zu den qualitativ besten Apps zählen und die sich bedenkenlos laden lassen. [...] Passend zu allen Rezensionen stehen QR-Codes bereit, sodass sich die App-Download-Seite gleich per Foto aufrufen lässt.”

Naturgemäß liegen die Schwerpunkte dabei auf den Fun-Kategorien (Spiele, Freizeit, Kochen, Social Networking oder Multimedia. Doch auch für mobile Professionals könnte in den Abteilungen “Reise, Navigation, Stadtplan”, “Tools” (DropBox & Co., S. 74 ff.) oder “Auto” (S. 78 ff.) ein noch nicht längst bekannter Tipp dabei sein. Enttäuschung hinterlässt jedoch die Kategorie “Business & Shopping” (S. 60), da sie sich tatsächlich auf Rabatt- und Preisvergleich-Apps beschränkt. Und einen Taschenrechner. File-Konvertierer, Textverarbeitung, Mobiles Präsentieren – alles Fehlanzeige.

Pluspunkte:
+ Fokus auf schnelle Orientierung mit dem Anspruch, Zeit gegenüber eigenem Trial-and-Error im Android Market zu sparen.
+ Auswahl – Mit der genannten Ausnahme im Bereich der Market-Kategorie “Geschäftlich” stellen die jeweils präsentierten Apps jeweils ein geeignetes allererstes Startpaket dar.
+ Mit dem Link zu einer Windows-Vollversion erhalten Leser Zugang zu einem Programm, das vor allem Filme in gewünschte Formate für Android-Phones umwandeln können soll.
+ Sinnvolles Zubehör wie Bluetooth-Tastaturen, Skins, Taschen etc. wird ebenfalls angerissen.
+ Für Vertiefung und Aktualität schlägt das Blatt einige Android-Blogs vor (s. 82).

Kritikpunkte/Anlaufschwierigkeiten:
- Die Darstellung der Situation bei den Betriebssystemversionen (S. 8) ist allzu kursorisch geraten, ganz besonders für eine Einsteiger-Publikation.
- Die Typographie im Inhaltsverzeichnis oben wurde so winzig gewählt, dass sie auf Android-grünem Grund nahezu unlesbar ist.
- Das verwendete Layout-Programm produziert schaurige Trennungen, die teils in die Ausgabe gerutscht sind.

Die in Summe empfehlenswerte Bereicherung der Szene kostet nur 5,90 Euro.
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Blog im Web

1 Jahr WP7 Marketplace

Die jüngste Veröffentlichung der Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo blickt nach einem Jahr Windows Phone 7 (WP7) Marketplace zurück und vergleicht – dieser war im November 2010 in zunächst 17 und später, mit dem Mango-Update (7.5) in 18 weiteren Nationen eröffnet worden. Aus den Ergebnissen:

  • Das relativ höchste Download-Volumen der nationalen Marketplaces erzielt WP7 in den USA – mit >101.000 free Downloads und 20.000 paid Downloads pro Tag allein in den Top 300 der beliebtesten Apps. Dennoch ist der Marketplace bezogen auf diesen Vergleichswert 39 mal kleiner als der Apple App Store/iPhone.
  • Das Angebot an Paid Apps hat kontinuierlich um ca. 1.300 neue kostenpflichtige Applikationen zugenommen. Free Apps legten um rund 1.650 Anwendungen pro Monat zu.
  • Die Zahl der veröffentlichenden Entwickler (“Publishers”) stieg um 700 pro Monat.
  • Nahezu die Hälfte sämtlicher Apps wird in allen 17 “Start”-Nationen des WP7 Marketplace angeboten. Immer noch ein Drittel ist sogar in allen 35 Ländern verfügbar.
  • Die Inhalte von Free Apps sind tendenziell mehr auf lokale Märkte zugeschnitten als die von Paid Apps – erstaunlich!
  • Die populärsten Kategorien im Marketplace sind Games (Spiele), Tools & Productivity (Produktivität), Entertainment (Unterhaltung) sowie Travel & Navigation (Reisen, Navigation).
  • Laut Distimo ist der WP7 Marketplace heute der fünftgrößte Mobile App Store nach 1. Apple App Store, 2. Google Android Market, 3. Nokia Ovi Store und 4. BlackBerry App World.
  • Bei der Markteröffnung 1110 waren 70 Prozent der Angebote Paid Apps, seit 0611 überwiegen die Free Apps zahlenmäßig.

zur Registrierung zwecks Download von Distimo-Veröffentlichungen

zum (US) Windows Phone 7 Marketplace

Windows Phone 7 Marketplace, deutsches Fenster

wp7applist.com

Frauen u. mobiles Internet – langsam, aber gewaltig?

Frauen ziehen bei der Nutzung des Mobile Internet nach: Im Vergleich zum Januar dieses Jahres hat sich der Frauenanteil bei den Mobilsurfern auf 34,6 Prozent verdoppelt. Unter anderem dies erweist die Studie “Mobile Effects Mai 2011″, die der Onlinevermarkter Tomorrow Focus Media (TFM)
durchgeführt hat.

TFM legte aktuelle Zahlen zur Nutzung und Akzeptanz von mobilen Angeboten vor, nach denen vor allem Mobile Commerce an Bedeutung gewinnt: Knapp ein Drittel der mobilen Internetnutzer hat schon einmal mobil etwas gekauft. Um die mobile Medienlandschaft abzubilden, wurden im Mai 2011 5.726 Personen im eigenen Werbenetzwerk befragt. Parallel führen die Marktforscher seit Mai 2010 Erhebungen via iPhone und iPad durch, um die Ergebnisse durch mobile Primärdaten anreichern zu können. Die neue Mobile Effects bietet eine genaue Analyse der Zielgruppe und deren Nutzungsverhalten.

Weitere Highlights:

  • Innerhalb eines Jahres stieg die mobile Internetnutzung um 17,3 Prozentpunkte auf 32,6 Prozent an. Ein Drittel der im TFM-Netzwerk befragten Personen ist heute also bereits mobil im Internet. Bereits 20 Prozent geben an, das stationäre Internet aufgrund der mobilen Nutzung seltener zu nutzen. Gleichzeitig stieg die Zahl derer, die eine mobile Internetnutzung planen, um knapp zehn Prozent gegenüber der letzten Befragung im Januar. Knapp 80 Prozent der Befragten nutzen das mobile Internet täglich bis zu einer Stunde, der Anteil der Heavy-User mit einer Nutzungsdauer von über zwei Stunden täglich ist mit 13 Prozent im Vergleich zur Vorwelle leicht gestiegen.
  • M-Commerce, also Mobile Business via Mobiltelefon, spielt derzeit noch eine untergeordnete Rolle. Allerdings ist hier zu erwarten, dass der Anteil der Mobile Shopper in den nächsten Jahren deutlich ansteigen wird. Knapp 30 Prozent der Befragten geben bereits heute an schon einmal über ihr Mobiltelefon etwas gekauft zu haben. Dabei werden vor allem Bücher, CDs, DVDs und Flug- bzw. Bahntickets mobil erworben – mit steigender Tendenz.
  • Das Lesen von Tageszeitungen und Zeitschriften spielt auf dem Tablet PC nach wie vor eine große Rolle: über 70 Prozent der Befragten nutzen Tageszeitungs- und allgemein Nachrichten-Seiten, knapp 40 Prozent Zeitschriften und Magazine.
  • Mobile Werbung wirkt: Branding-Effekte in mobilen Kampagnen sind laut TFM “sehr gut messbar”. Dabei sollen sich im Schnitt über knapp zehn Kampagnen eindeutige Steigerungsraten bei den Faktoren Werbeerinnerung (+6,9 Prozent), Recognition (+157,5 Prozent) und Aktivierung (+14,8 Prozent) nachweisen lassen. Außerdem werde mobile Werbung als sehr innovativ und glaubwürdig eingeschätzt.

Die wichtigsten Ergebnisse via Slideshare

Mobile Ads: Handel u. Restaurants dominieren

millenial media logoMillenial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Gerade wurde der aktuelle S.M.A.R.T.-Report (Scorecard for Mobile Advertising Reach and Targeting) veröffentlicht. Aus den Ergebnissen:

  • Der weltweit durch Mobile Advertising adressierbare Markt wächst rasant: Noch in 2009 ging eMarketer von 312 Mio. Smartphone-Nutzern weltweit aus. Bis Ende dieses Jahres sollen dies schon 571 Mio., bis 2015 1,2 Mrd. Nutzer sein.
  • Die meisten Mobile Ads-Kampagnen in den USA entstammten dem thematischen Bereich “Retail & Restaurant”, der im Vergleich zum Vorjahr um 1.342 Prozent wuchs. Häufigstes Kampagnenziel war es, Laufkundschaft in Filialen zu locken.
  • Auf Rang 2 bei den beworbenen Themen landet Telekommunikation (242% Wachstum). Die Kampagnen transportierten primär Markenbewusstsein und Produkteinführungen.
  • Viel Bewegung findet auch im Themenkreis Reisen/Tourismus statt. Hotels legten hier um 52%, Fluglinien um 13% zu.
  • Die mobile Bewerbung von App-Downloads wuchs um 31% und macht jetzt 21% des Kampagnen-Kuchens aus.
  • Mocial” (Mobile Social Media) wuchsen um 29% als Kampagnenthema.

zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen S.M.A.R.T.-Reports

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