Mit Handy-Coupons Kunden gewinnen
Mobile Business verändert auch den Handel – Konsumenten können mit Smartphones und Tablets auf allen Stufen des Kaufentscheidungsprozesses das mobile Internet und/oder Apps nutzen – und sie tun dies auch. Um so wichtiger sind mobile Kaufanreize auf einem oder beiden dieser Kanäle. Die Studie “Mobile Couponing 2011 – Studie zum Einsatz und Potenzial mobiler Coupons und Coupon-Apps” wurde vom E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit GS1 Germany durchgeführt. Sie belegt, dass gerade der Einfluss von Handy-Gutscheinen auf das Kaufverhalten extrem vielversprechend ist: Für den Handel lohnt sich ein Einsatz von Coupons bislang vor allem im Bereich der Neukundengewinnung. Die Veröffentlichng zeigt, dass über zwei Drittel der Befragten schon einmal einen Coupon eingelöst haben und dass fast 90 Prozent der Coupon-Verwender ein Geschäft oder Restaurant erneut besucht haben.

Platz eins unter den Gutscheinen belegt heute mit knapp 87 Prozent aber ganz eindeutig der Print-Coupon, dicht gefolgt vom elektronischen Coupon. Von dort aus sei allerdings der Weg zum mobilen Coupon (den aktuell jedoch erst zehn Prozent der Befragten nutzen) nicht mehr weit – so zumindest die Pressemitteilung zur Studie. Von den Verwendern mobiler Coupons geben zwei Drittel an, hierdurch auf neue Geschäfte und Produkte aufmerksam geworden zu sein. Über 75 Prozent der Befragten sind wieder in das Geschäft zurückgekehrt, nachdem ein mobiler Coupon genutzt wurde. Darüber hinaus belegt die Studie, dass Handy-Gutscheine Impuls- und Zusatzkäufe auslösen können. Drei von vier Teilnehmern haben sich schon mindestens einmal aufgrund eines mobilen Coupons zu einem Spontankauf verleiten lassen. “Die Ergebnisse der Studie belegen das enorme Potenzial mobiler Coupons. Allein 30 Prozent derer, die bisher noch keine mobilen Coupons verwendet haben, gaben bei unserer Befragung an, zukünftig sicherlich eine Coupon-App auf ihrem Smartphone zu nutzen”, erläutert Aline Eckstein, stellvertretende Bereichsleiterin des ECC Handel.

Neben der Nutzung wurde in der Studie auch die Bekanntheit von mobile Couponing-Angeboten abgefragt. Das Ergebnis: Aktuell am bekanntesten sind mit 70 Prozent mobile Coupons über QR-Codes und Strich- oder Zahlencodes in Coupon-Apps (66 Prozent). Andere Empfangsarten wie SMS/MMS oder Bluetooths sind weniger bekannt. Bezogen auf Produktkategorien zeigt die Studie, dass mobile Coupons bislang am häufigsten in der Gastronomie oder bei Waren mit eher geringem Wert wie Kosmetik, Kino, Lebensmittel oder Bücher eingelöst wurden.
Für die Studie wurden 1.091 Konsumenten befragt. Der 91seitige Report kostet 199 Euro und kann hier bestellt werden.
[Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH gegründet. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG)eingebunden.]
Mobile Ads: Handel u. Restaurants dominieren
Millenial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Gerade wurde der aktuelle S.M.A.R.T.-Report (Scorecard for Mobile Advertising Reach and Targeting) veröffentlicht. Aus den Ergebnissen:
- Der weltweit durch Mobile Advertising adressierbare Markt wächst rasant: Noch in 2009 ging eMarketer von 312 Mio. Smartphone-Nutzern weltweit aus. Bis Ende dieses Jahres sollen dies schon 571 Mio., bis 2015 1,2 Mrd. Nutzer sein.
- Die meisten Mobile Ads-Kampagnen in den USA entstammten dem thematischen Bereich “Retail & Restaurant”, der im Vergleich zum Vorjahr um 1.342 Prozent wuchs. Häufigstes Kampagnenziel war es, Laufkundschaft in Filialen zu locken.
- Auf Rang 2 bei den beworbenen Themen landet Telekommunikation (242% Wachstum). Die Kampagnen transportierten primär Markenbewusstsein und Produkteinführungen.
- Viel Bewegung findet auch im Themenkreis Reisen/Tourismus statt. Hotels legten hier um 52%, Fluglinien um 13% zu.
- Die mobile Bewerbung von App-Downloads wuchs um 31% und macht jetzt 21% des Kampagnen-Kuchens aus.
- “Mocial” (Mobile Social Media) wuchsen um 29% als Kampagnenthema.
zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen S.M.A.R.T.-Reports
EDNA – die “komm wir BACKEN es”-App!
Passend zur Fachmesse INTERNORGA, die vom 18.-23.03.2011 in Hamburg stattfindet, präsentiert der Spezialist für Tiefkühlbackwaren und Dienstleistungen EDNA (natürlich auch selbst in Halle A1 Stand 416 vor Ort) die EDNA App. Die kostenlose iOS Universal App (auf iPhone u. iPad verfügbar) stellt einen knusperfrischen, neuen Kommunikationskanal für die rund 7.000 Backwaren-Produkte bereit.
App-Nutzer informieren sich mit der B2B-App über diese Artikel, wählen sie aus und können sie über eine Merkliste entweder direkt per E-Mail an das EDNA-Service-Center zur Bestellung senden oder genau so komfortabel die gewünschten Artikel aus der App in den Warenkorb im Online-Shop von EDNA legen und überdies damit noch von den gewährten 2,5% Online-Rabatt profitieren.
Die App stellt sämtliche Produktinformationen wie Backanleitungen, Nährwerttabellen, Zutatenlisten und Zubereitungstipps jederzeit und überall zur Verfügung. Weitere Highlights:
- Die Produktsuche bietet neben einer Volltextsuche im Gesamtprogramm nach Produktnamen, Artikelnummer oder Besonderheiten (wie z. B. “glutenfrei”) zusätzlich die Möglichkeit, per QR-Code oder Barcode zu suchen. Zunächst aktiviert der Nutzer das entsprechende Suchprogramm und fotografiert das Zeichen ab. Im Hintergrund wird daraufhin eine Anfrage an die EDNA-Produktdatenbank abgesetzt und die aktuellen Produktinfos werden angezeigt.
- Ein praktischer Bedarfsrechner unterstützt bei der Planung von Frühstücksbuffets, Stehempfängen und Kaffeepausen. Hierfür wählt man per Fingertipp die entsprechende Veranstaltung aus und gibt die zu erwartende Teilnehmerzahl an. Binnen weniger Sekunden liefert die App Produktvorschläge, verbunden mit einer präzisen Einkaufsliste und detaillierten Mengenangaben.
- Zusätzlich bietet die EDNA-App Neuheiten im Produktsortiment sowie Benachrichtigungen zu aktuellen Angeboten (“EDNA aktuell”, inklusive EDNA Service-Welt).
Die EDNA International GmbH produziert und vertreibt Tiefkühlbackwaren, Fine-Food (z. B. artelettes, Schoko-Cups) sowie Non-Food (z. B. Geräte wie Öfen, Tiefkühlgeräte, Geschirr etc.) für alle Branchen aus den Bereichen Hotel/Restaurant/Catering HoReCa und Bake-Off. EDNA unterhält hier nach eigenen Aussagen eines der größten Vollsortimente. Auch bei der iOS-App, die im App Store in der Kategorie Lifestyle zu finden ist, sind schon Erweiterungen in Sicht: “Parallel planen wir bereits die Positionierung der EDNA App für die Plattformen anderer Hersteller,” verrät EDNA-Verkaufsleiter Josef Stöckle. Unterstützt wird EDNA dabei vom Mobile-Systemhaus Glanzkinder.
newsLOKAL: (fast) alle Tageszeitungen in einer App
“1.200 deutsche Zeitungen in einer App!” Das klingt schon mal nicht uninteressant. Ebenso wie der Aktionspreis von 0,79 Euro – statt regulär 1,59 für die iPhone bzw. 2,99 für die iPad App. Für den Preis gibt es sonst höchstens mehr oder weniger geschickt voreingestellte RSS-Reader Apps für einige wenige Titel. Im Praxistest der iPhone App schlägt sich newsLOKALvon Christian Menschel hervorragend: Die Anwendung kann nicht nur auf Wunsch zumindest teilweise von der regionalen Tageszeitung des Heimatortes emanzipieren (beispielsweise im Urlaub), sondern verschafft vor allem in Sekundenschnelle auch einen Überblick über das, was in aktuell gerade bereisten Regionen das Tagesgespräch ist – unverzichtbar für mobile Professionals.
Ob die App wirklich Lokalnachrichten “aus 1.200 Zeitungen” bündelt, wie die Pressemitteilung jubelt, konnte mangels Auflistung und sollte auch gar nicht verifiziert werden. Denn erstens können in der App einzelne Medien nicht selektiert werden. Und zweitens ist ja bekannt, dass auch regionale Medienhäuser sparen müssen, ihre Lokalredaktionen leider kontinuierlich zusammenstreichen und daher auch im Lokalen immer häufiger auf die immer gleichen Agentur-Meldungen oder Pressemitteilungen zurückgreifen. Wird jedenfalls unter “Meine Städte” die Bundesstadt Bonn ausgewählt, finden sich ausschließlich Bonn-spezifische Meldungen aus der Kölnischen Rundschau – das Leitmedium Bonner General-Anzeiger scheint seine News nicht für diese Kooperation zur Verfügung zu stellen. Schade, aber untragisch, denn auch so kann newsLOKAL seinen Anspruch erfüllen. Gefundene und für interessant befundene Artikel können per Mail zur Weiterverwendung exportiert oder per Facebook auch Freunden und Bekannten verfügbar gemacht werden. Regelmäßig bereiste Städte lassen sich als Favoriten unter “Meine Städte” abspeichern.
Der Hit für alle Reisenden bzw. Ortsunkundigen: Mit der Funktion “Karte” steht überdies vollständige “Around-Me”-Funktionalität zur Verfügung: Points of Interest in der aktuellen Umgebung wie Hotels, Bars, Kinos, Restaurants etc. können visualisiert und mit Kontaktdaten angezeigt werden.
Die App funktioniert nur mit Internet-Zugang. Zu den News wird eine Vorschau (mit Quelle) angezeigt, ein Tap darauf öffnet einen WebView, in dem der Text online gelesen werden kann. Eine Volltextsuchfunktion innerhalb der Nachrichten rundet eine gelungene App mit hohem Nutzwert und derzeit konkurrenzlosem Preis-/Leistungsverhältniss ab. Fazit : ****.
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Aura: Navigation mit 3-4 Dimensionen
Wie hier bereits kurz vorgestellt ist die von Navi-Spezialist Sygic zur CeBIT 2010 angekündigte 3D-Navigation Sygic Aura inzwischen verfügbar. Erstmals nutze diese “die 3D-Beschleunigung des iPhone-Chips, um ein rasant schnelles 3D-Rendering der eingeblendeten Landschaften zu erzielen”, hieß es dazu. Überdies sei eine “location aware social networking app” integriert. Anlaß genug für einen mobileTicker-Praxistest. Dieser fiel erfreulich aus.
Tatsächlich bietet diese Navigations-Software mit einem speziellen Fußgänger-Modus, den Reiseführer-Infos sowie geobasiert dargebotenen, aus Wikipedia stammenden Infos ein so bislang nicht in einer App kombiniertes Funktionalitätsbündel. Aus einer App heraus kann man also navigieren, ortsbezogene Informationen recherchieren, die eigene Position mitteilen, mit Freunden chatten und den Wetterbericht abrufen. Wie bei allen Social Networks macht deren spezielle Funktionalität naturgemäß auch bei Aura noch relativ wenig Spaß, wenn man neu im Netzwerk ist. Dennoch ist dies sicher das erste Navi, das man auch schon mal aufruft, wenn man sich gar nicht lotsen lassen will. Durch einen für Hilfestellung und das Entgegennehmen von Verbesserungsvorschlägen abgestellten Sygic-Mitarbeiter bzw. Avatar, der einen freundlich begrüßt, fühlt man sich ganz zu Beginn gleich nicht mehr so einsam. Außerdem besteht ja die Möglichkeit, sämtliche iPhone-Kontakte zu integrieren, d.h. diesen beispielsweise von Aura die eigenen Koordinaten zumailen zu lassen oder sie zum Chat auffordern. Falls man das wirklich möchte… Wie sich das für ein derartiges Netzwerk gehört, gibt es natürlich “Freunde”, einen Status, Nachrichten und Ereignisse. Restaurants, Hotels, Kneipen o. Ä. lassen sich innerhalb der App bewerten. Die Idee, derartig Navigation und Netzwerk zusammenzubringen, ist einleuchtend und fügt der App gewissermaßen eine weitere “Dimension” hinzu. Doch ob man damit Diensten wie Quype wirklich Konkurrenz machen kann, muss die Zukunft erweisen.
Jetzt schon beurteilbar ist hingegen die integrierte, nützliche Suche nach Restaurants, Hotels, Kneipen etc., welche mit Fotos sowie nützlichen Kontaktinformationen wie Öffnungszeiten, Web-Seiten etc. hinterlegt ist.
Ebenfalls recht ansprechend die durch 3D-Anmutung etwas realistischere Darstellung von Gebäuden, Straßen und Landschaft – das wohl größte Plus von Aura. Ach ja, und Navigieren kann man mit dieser Vielzweck-App natürlich auch: An der sprachgeführten Turn-by-Turn-Navigation (in 20 unterstützten Sprachen) gefällt bereits die beispielsweise im direkten Vergleich zu einem altehrwürdigen Medion GoPal besonders angenehme Klangfarbe von “Doris’” hilfreichen Anweisungen. Auch die Sounds für die Blitzerhinweise und (optionale) Warnung bei Überschreitungen von geltenden Tempolimits klingen erfreulich wenig nach Spielautomat. Der Fahrspur-Assistent überzeugte überwiegend. Im direkten Vergleich zu einem NDrive Navi-App der ersten Generation gewinnt Aura haushoch. Obwohl doch beide Apps den gleichen GPS-Sensor nutzen, hängt sich die Sygic-Lösung fast nie auf (außer bei den durchschlagenden “Netzwerkverbindung verloren”-Fehlerhinweisen, die ja leider jede App einfrieren lassen) und verlor im Test auch nie die Orientierung – ganz im Gegensatz zur häufig aus der Routenführung aussteigenden Vergleichs-App. Ein weiteres Plus ist der eigene Fußgänger-Modus für die City.
Praktisch: Man kann sich zu seiner aktuellen Position sämtliche POIs (Points of interest/Sehenswürdigkeiten) anzeigen lassen. Natürlich weist Aura auf Wunsch den Weg zu allen Kontakten – den zur hinterlegten Stamm-Adresse oder zu einem etwaig aktuell via Aura geposteten.
Nettes Detail: Ein Demo-Modus führt uns auf Wunsch vor Fahrtbeginn in einstellbarem Tempo durch die berechnete Route, die daraufhin noch einmal revidiert werden kann. Auch gut durchdacht: Falls man die letzte Routenansage überhört oder nicht verstanden hat, wiederholt “Doris” sie gerne auf einen Tap auf den großen Pfeil links unten hin. Alle Aktivitäten wie Auto-/Fußgänger-Navigation, POIs anzeigen, POI hinzufügen, Standort mitteilen etc. lassen sich übrigens direkt aus der Karte und ohne Umweg über das Hauptmenu aus aufrufen.
Nicht 100% optimal ist die Platzierung der “Nächste Aktion”-Anzeige gelöst, da diese nicht wie üblich und bewährt ganz oben links sondern hier ganz unten im GUI zu finden ist. Ein deutlicher Kritikpunkt: Der permanente Full Screen-Modus von Aura läßt keinen Raum für die Ladezustandsanzeige des iPhone – fatal bei einer App, die in etwas über einer Stunde den Akku komplett lenzen kann.
Unser Fazit dennoch in Summe: ****
Als iPhone App sind derzeit u.a. ff. Kartenpakete erhältlich: Benelux, “Central Europe” (Österreich, Kroatien, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Polen, Slovakei, Slovenien, Schweiz und Liechtenstein), D-A-CH, “Eastern Europe” (Albanien, Weißrussland/Belarus, Bosnien-Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slovakei, Slovenien, Türkei und der Ukraine), Frankreich, “Iberia” (Andorra, Gibraltar, Portugal, Spanien), “Italy” (Italien, Malta, San Marino, Vatikan), “Nordics” (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden), UK & Ireland.
Einführungspreis:
Noch bis Ende des Monats, bis zum 31. Mai 2010, werden die Pakete zum Einführungspreis von 34,99 Euro angeboten – danach kosten die Apps jeweils 59,99 Euro. Das getestete und empfehlenswerte D-A-CH-Navi findet sich erstaunlicherweise derzeit nicht in den Top 100 der iTunes-Charts (Navigation/Meistgekauft).
Give-away-Aktion:
Mit freundlicher Unterstützung von Sygic verschenkt mobileTicker einen Promo-Code für Sygic Aura Drive D-A-CH an die/den ersten Leser(in), die/der sich dazu unter klaus at glanzkinder.com meldet und die Frage richtig beantwortet: “Welches unabhängige non-profit-Referenzwerk ist als Wissensquelle in Aura integriert?” Voraussetzung für die Installation der App ist ein US-Account für iTunes. Eine leicht nachvollziehbare Anleitung zu dessen Einrichtung kann auf Wunsch mitgeliefert werden. Einsendeschluss für unser “Preisausschreiben” ist Freitag, der 28. Mai, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Apple übernimmt App-Systemhaus Siri
Die Jobs-Company auf Einkaufstour. Gleich nach der Übernahme von Chip-Hersteller Intrinsity wurde die von App-Entwickler Siri bekannt. Die Siri-App ist bislang nur im US-App Store erhältlich und dient der sprachgesteuerten Reservierung und Buchung von Restaurant-Tischen, Kinokarten, Taxis etc. Das System funktioniert nur mit der letzten Gerätegeneration (3GS) und momentan auch nur mit den Angeboten von Kooperationspartnern in den USA – derzeit 40 Unternehmen. Das ist also noch sehr ausbaufähig, hat aber immerhin Apple dazu bewogen, das Unternehmen mit derzeit 26 Mitarbeitern zu übernehmen, das bislang bereits Kapitalspritzen über insgesamt 23,5 Mio. US-Dollar erhalten hat.
Praxistest: SplashTravel
Als “Schweizer Taschenmesser für Road Warriors bzw. für Mobile Professionals” beschreibt SplashData seine Reisenecessaire-App SplashTravel. Das ist nachvollziehbar, denn die App-Kombi verbindet Lösungen für die Reiseorganisation wie Flight Tracking, Reisekosten (als sehr schlichte Liste für den E-Mail-Export) und Währungsrechner, die andernorts einzeln besorgt und bezahlt werden müssen. Spontan überzeugend ist der Trip Organizer, über den eine Reise angelegt und mit weiteren Infos angereichert werden kann. Die App unterstützt die Recherche nach und Buchung von Hotels, Restaurants, Flügen, Zug- und Busfahrten sowie Mietwagen, ist allerdings nur eingeschränkt lokalisiert. So kennt die App zwar sowohl den Köln/Bonner wie den Düsseldorfer Flughafen, erkennt aber beispielsweise den Standort Bonn nicht. Die Fluginformationen umfassen – soweit verfügbar – Flugnummer, Gate und Flugstatus, vgl. das ganz erheblich teurere WorldMate.
Die Sektion “Calculators” umfaßt neben dem Währungsrechner auch eine Konvertierung von Meter in Inch/Feet und umgekehrt, den notorischen Trinkgeld-Kalkulator sowie eine nützliche Tabelle für Bekleidungsgrößen (USA, Europa, UK, Japan: Jackets, Hemden, Schuhe, Anzüge, Hosen). Endgültig zur virtuellen Mama wird das iPhone durch die enthaltenen Einpacklisten (“Nicht vergessen!” Fürs iPhone gibt es hier übrigens keinen vorbereiteten Listenpunkt). Eine Tabelle mit internationalen Vorwahlen sowie Kontaktinfos zu Airlines (leider nur US-based, beispielsweise keine Lufthansa), Autovermietern, Hotelketten und Dienstleistern wie beispielsweise Travelocity runden die im Praxistest überzeugende App sinnvoll ab. Da die Bündelung auch Platz auf dem Home Screen spart, scheint der Preis von knapp 4 Euro gerechtfertigt.
Konstruktive Kritik lässt sich auch in den iTunes-Rezensionen finden: Ein Nutzer verlangt nachvollziehbarerweise, dass Bestandteile einer angelegten Reise in der Reihenfolge, in der sie sich zeitlich ereignen werden, angezeigt werden und nicht – wie bislang – in der Reihenfolge, in der sie eingegeben wurden. Einem anderen ist aufgefallen, dass man in der Packliste zwar Elemente hinzufügen, aber keine löschen kann. Stimmt – aber es lässt sich ja für jeden Listenpunkt festlegen, ob er auf der Reise benötigt wird, oder nicht. SplashTravel gibt es auch in einer Version für Palms WebOS.
Fazit: ****
Lufthansa fliegt aufs iPhone
Pünktlich zur ITB Berlin kann die Lufthansa zwei neue von Clanmo realisierte iPhone Apps vorstellen. Die Hauptnavigation der überarbeiteten App Lufthansa Launcher vom “künstlichen Horizont” der Flugzeug-Cockpits beeinflusst. Die Aktualisierung wird durch Schütteln (oder in der Luft: durch Turbulenzen
) ausgelöst. Die App verschafft Zugriff auf Flugbuchung und Check-in bis hin zum aktuellen Miles-&-More-Kontostand. Sie ist kostenlos und soll u.a. auf BlackBerry OS und Android portiert werden.
Apropos Meilensammeln: Der etwas ungeschmeidig benannte Lufthansa Miles & More Member Scout stellt Community-Funktionen für das Kundenbindungsprogramm zur Verfügung – so können beispielsweise Übernachtungstipps oder Restaurant-Empfehlungen mit anderen Mobile Professionals ausgetauscht werden. Es soll möglich sein, sich in der Nähe aufhaltende M&M-Teilnehmer anzeigen zu lassen, soweit diese den Service freigeschaltet haben. Ganz wichtig: Für Frequent Traveller, Senatoren und HON Circle Member soll die App im Branding Ihres jeweiligen Vielfliegerstatus’ erhätlich sein. Auch diese App ist gratis und wird ebenfalls auf RIM BlackBerry gebracht.
Mahlzeit! Nr. 3: OpenTable
Restaurants recherchieren und Reservierungen vornehmen: Das soll die App von OpenTable leisten, in eigener Darstellung der führende Hersteller von Gast- und Tischverwaltungssystemen für Restaurants und Betreiber der Onlinereservierungswebseite www.opentable.de.
Konkret ermöglicht die App Restaurantgästen: 1. die Verfügbarkeit von Restaurants in der Umgebung zu prüfen; 2. die Lage der Restaurants auf einer interaktiven Karte zu sehen; 3. kostenlose und bestätigte Reservierungen vorzunehmen; 4. Wegbeschreibungen zum Restaurant zu erhalten.
Benutzer der App bestimmen lediglich den Tag, Uhrzeit und die Anzahl der Gäste und bekommen dann in Echtzeit eine Liste von verfügbaren Restaurants in der Umgebung angezeigt. Sie können die Lage der Restaurants auf der interaktiven Karte vergleichen, Wegbeschreibungen erhalten und sogar E-Mails mit den Reservierungsdetails an Freunde/Geladene verschicken. Bei der Reservierung können darüber hinaus besondere Wünsche an das Restaurant geäußert werden. Registrierte OpenTable-Benutzer haben zusätzlich die Möglichkeit, bevorstehende Reservierungen einzusehen und zu verwalten. OpenTable will so Service für beide Seiten bieten: Restaurantgäste haben die Möglichkeit, kostenfrei, online/mobil und in Echtzeit Tische zu reservieren, während die Restaurants die operativen Vorteile der Reservierungsverwaltungssoftware nutzen können. OpenTable wurde 1998 in San Francisco gegründet. Inzwischen gehören dem globalen Netzwerk mehr als 11.000 Restaurants an und es wurden mehr als 110 Millionen Restaurantgäste vermittelt.
iTunes-Link
GelbeSeiten jetzt auch fürs iPhone
Ob Restaurant, Hotel oder Technikspezialist – die umfassende GelbeSeiten-Datenbank ermöglicht eine Suche von Dienstleistern nun auch für iPhone-Nutzer. Naheliegenderweise wurden Location Based Services (LBS) integriert, in denen die Datensätze von Deutschlands nach Anbieteraussage reichweitenstärkstem Branchenverzeichnis mit Hilfe von automatischer Ortung (GPS) für jeden beliebigen Standort in Deutschland individuell und direkt abrufbar sind. Auch die bekannte Freitextsuche im “Was-Feld” und die Merkzettelfunktion werden von der App unterstützt. Die App ist kostenlos.