Ads: 27% i.d. USA “Mobile Only”

Millennial Media SMART LogoMillennial Media (MM) ist ein – derzeit vom BlackBerry-Hersteller RIM umworbener (vgl. Apple u. Quattro Wireless bzw. heute iAD) – Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Gerade wurde der aktuelle S.M.A.R.T.-Report (Scorecard for Mobile Advertising Reach and Targeting) veröffentlicht. Er enthält u.a. die Erkenntnis, dass es heutzutage in den USA bereits eine nennenswerte Anzahl von Einzelhandels-Konsumenten gibt, die werbetechnisch nicht anders als über ihr Mobile erreicht werden können: Knapp 30 Prozent der Mobilfunkkunden, die auf Einzelhandels-Informationen über ihr Mobiltelefon zugriffen, konnten nicht über andere Werbekanäle erreicht werden – also über Online-Werbung oder solche im Laden selbst (“Mobile Only”).

Weitere Ergebnisse und Statistiken:

  • MM erreicht in den USA ein Unique Audience von 72 Mio. Nutzern (acht von zehn Internet-Nutzer)
  • Über 13 Prozent der via MM geschalteten Kampagnen beinhaltete Rich-Media-Elemente
  • Zu fast 80 Prozent zielten die Kampagnen auf für Mobile optimierte Landing Pages
  • Apps und Bewegtbilder wachsen signifikant im Mobile Advertising

zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen S.M.A.R.T.-Reports

YOC setzt Ad Plus gegen iAd

YOC LogoDie YOC-Gruppe platziert mit Ad Plus ein eigenes Rich-Media-Format speziell für die Werbung innerhalb von Apps gegen das entsprechende Apple-Angebot (iAD). Das Werbeformat integriert unter anderem Videos, Bildergalerien sowie 360-Grad-Ansichten und ist “für sämtliche Betriebssysteme konfiguriert”. Konkret bedeutet dies die anfängliche Verfügbarkeit auf iOS (iPhone, iTouch, iPad). Als nächste Plattform wurde Android für den Herbst 2010 angekündigt.

Wenn ein Anwender innerhalb einer App auf einen Ad Plus-Banner klickt bzw. toucht, breitet sich das Werbemittel über den kompletten Bildschirm aus und stellt den Werbungtreibenden interaktive Kommunikationselemente zur Verfügung. Das Spektrum reicht von Bildergalerien, Videos bis hin zur Integration von Couponing-Angeboten und Wallpapern, die direkt aus dem Werbemittel heraus heruntergeladen werden. Dies geschieht komplett inline, also ohne dass der Nutzer seine App verlässt.

Wilkinson LogoFür Advertiser soll dies eine “neue Dimension der interaktiven Kommunikation” eröffnen. Hinzu kommen jedenfalls Targeting-Optionen mit sechs ,kombinierbaren Targeting-Kriterien, um Streuverluste zu minimieren. Zur Auswahl stehen Operatoren-, Geo-, Age- & Gender- und Time-Targeting sowie Frequency Capping. Zudem bietet das YOC Ad Plus ein Content-Targeting, d.h. der Advertiser kann genau bestimmen, auf welcher mobilen Applikation das Werbemittel eingeblendet wird. Diese Option ist laut YOC-Gruppe weltweit einzigartig. Zugangsbedingung für Ad ist ein Mindest-Buchungsvolumen. Pilotkunde ist MEC Frankfurt für Wilkinson.

Online-Werbung Teil 1: “Dwell Time”

Online-Nutzer setzen sich ausgiebig mit Online-Werbung auseinander – und das in der Regel deutlich länger als 30 Sekunden, der Länge eines klassischen TV-Spots. Diese und weitere interessante Erkenntnisse finden sich in der Studie “Trends of Time and Attention in Online Advertising”. Der Online-Marketingdienstleister Eyeblaster untersuchte hierfür die Nutzungsdauer von Online-Werbung. Mit führenden Werbetreibenden und Agenturen weltweit entwickelte Eyeblaster dazu das Messverfahren “Dwell Time” und analysierte damit über ein halbes Jahr lang 42 Mrd. Rich Media Impressions.

Die zentralen Erkenntnisse sind: 1. Es ist 25mal wahrscheinlicher, dass sich ein Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigt, als darauf zu klicken. 2. Wenn sich Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigen, dann tun sie das intensiv: im Durchschnitt eine Minute lang. 3. Die Nutzungsdauer steigt um 100 Prozent (global), wenn Video eingesetzt wird. 4. Die Länge der Nutzung hängt auch von der Tageszeit ab.

Zum Verfahren: “Dwell Time” soll aussagekräftigere Informationen über den Erfolg eines Werbemittels liefern als “Click Trough Rate” (CTR). Denn globalen Eyeblaster-Daten zufolge beträgt die CTR für Rich Media Ads nur 0,35 Prozent – eine zu niedrige Zahl, um generelle Schlussfolgerungen über den Werbeerfolg zu treffen. Die “Dwell Time” wird mit zwei Metriken gemessen: mit der “Dwell Rate” und der “Dwell Duration”. Die Dwell Rate zeigt, wie häufig ein präsentiertes Werbemittel von Online-Usern genutzt wurde. Der Prozentwert fasst alle Interaktionen mit einer Werbung zusammen, geteilt durch die ausgelieferten Ad Impressions. Die Dwell Duration misst, wie lange sich Online-Nutzer mit einem Werbemittel auseinandersetzen. Sie ist ein Durchschnittswert, der in Sekunden angegeben wird. Im Gegensatz zur CTR (0,35 Prozent) betrug die durchschnittliche Dwell Rate 8,71 Prozent. Das bedeutet: Bei 8,71 Prozent der angezeigten Werbemittel fand eine intensive Beschäftigung durch die Online-Nutzer statt. Dieser Wert ist 25mal höher als die CTR: Es ist also 25mal wahrscheinlicher, dass ein Online-Nutzer sich einige Zeit mit einer Werbung beschäftigt als darauf zu klicken.

Mediale Basis der Untersuchung waren Ad Impressions, die an die Top 300 der US-Publisher ausgeliefert wurden.
Besonders lange genutzt wird die Online-Werbung der Technik- und Internetbranche: Die Dwell Rate beträgt knapp zehn Prozent und die Nutzungsdauer im Durchschnitt stattliche 91,9 Sekunden. Die Studie steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.