Mobile Web Access Knackpunkt beim Autokauf?
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat teils interessante Vorhersagen über vertikale Märkte im Jahr 2012 “und darüber hinaus” getroffen:
- Viele in vertikalen Märkten anzutreffende Geschäftsmodelle werden durch die weitere Adaption des digitalen Lifestyle (“always-connected”) und die fortschreitende Vernetzung der Kunden auf den Prüfstand gestellt.
- Cloud Computing und Social Media stellen vielversprechende Wege zu effektiver Kundenkommunikation bereit. Dabei werden die ständigen Fortschritte beim Mobile Computing generell und insbesondere Tablets auch störende Einflüsse auf manche Branchen haben und die Anpassung zahlreicher Prozesse erforderlich machen.
- Bis 2013 wird die iPad-Sättigung bei Pharmareferenten 85 Prozent erreichen.
- Bis 2014 wird mindestens ein soziales Netzwerk zum dezidierten Vertriebskanal für Versicherungen.
- Bis 2015 werden neue Social Web- und Cloud-basierende Dienstleistungen 25 Prozent des Konsumenten-getriebenen Umsatz von Banken und Finanzdienstleistern ausmachen.
- Bis 2016 werden über fünf Prozent sämtlicher Internet-Suchen Video-, Audio- oder andere Sensoren mobiler Endgeräte anstatt eingetippter oder gesprochener Suchwörter verwenden.
- Bis 2016 wird in entwickelten Märkten Internet-Zugang im Automobil ein Schlüsselkriterium beim Fahrzeugkauf sein.
34% aller Android-Malware stiehlt persönliche Daten
In der zweiten Jahreshälfte 2011 haben Cyberkriminelle verstärkt Smartphone-Nutzer mit neuen Betrugsmethoden ins Visier genommen. Laut Kaspersky Lab ist Android mittlerweile das Top-Ziel bei den mobilen Schadprogrammen, noch vor den plattformübergreifenden Java-Editionen (Java 2 Micro Edition, J2ME). Allein im September sei die Anzahl an neuer Android-Malware um 30 Prozent angestiegen. Mittlerweile vereint Android mehr als 46 Prozent – also knapp die Hälfte – der mobilen Schadprogramme auf sich, bei steigender Tendenz, so die Security-Spezialisten. Im September 2011 hatte laut den Security-Spezialisten noch “nur” jeder vierte Mobilschädling auf Android gezielt.
Weiterer Trend: Kaspersky Lab identifizierte in jüngster Zeit immer mehr schädliche mobile Apps, die es auf den Diebstahl persönlicher Daten abgesehen haben. Mittlerweile haben 34 Prozent der Android-Schadprogramme das Ziel, Daten des Nutzers zu stehlen. Derartig verseuchte Apps sind bereits im offiziellen Android Market aufgetaucht. Android Apps werden seitens Google derzeit bei der Verteilung noch relativ wenig kontrolliert, verglichen mit den iTunes Review Teams.
Update 17.11.:
Im Malware-Report für Oktober meldet Kaspersky Lab erneut einen nennenswerten Anstieg neuer Android-Malware. Zum ersten Mal richtet sich sogar die Mehrzahl aller mobilen Schädlinge gegen das Google-Betriebssystem. Es ergibt sich: 1. Android (46%), 2. J2ME (41%), 3. Symbian (9%).
Ein aktuelles Whitepaper von Wettbewerber Symantec (“Norton”) ergänzt die Kaspersky-Angaben: Hiernach können Cyberschurken mit Schadcodes für das Android-Betriebssystem bislang zwar noch wenig Ertrag “erwirtschaften”. Mit einem signifikanten Anstieg von Schadcode sei aber dennochzu rechnen, schon aufgrund der Zuwachsraten bei Smartphones mit dem mobilen Google-Betriebssystem. Zudem wickelten immer mehr Anwender Geldgeschäfte direkt über ihr mobiles Gerät ab. Das Whitepaper porträtiert insgesamt sieben verschiedene Methoden mit Fallbeispielen, mit denen Kriminelle Malware für mobile Geräte Geld zu erschwindeln versuchen:
- Betrug mit Rechnungsnummern,
- “Spyware”: Schadcodes zum Ausspionieren von Daten,
- “Search Engine Poisoning”: Infiltrieren von Suchmaschinen,
- Pay-per-click-Betrug,
- Pay-per-install-Betrug,
- Adware: Betrug mit Mobile Ads,
- Diebstahl von TAN-Nummern.
Das Whitepaper ist englischsprachig und ergibt einen lesenswerten Überblick. “Motivations of Recent Android Malware” kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Tablets, App-Programmierung u. Stores sind Top 10-Themen
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat erneut “die zehn wichtigsten strategischen Technologien und Trends für einen Großteil der Unternehmen” im kommenden Jahr aus seiner Sicht definiert. Als strategisch definiert Gartner dabei eine Technologie, die das Potenzial hat, in den kommenden drei Jahren signifikanten Einfluss auf die Unternehmen auszuüben. Signifikanterweise haben die Consulter Tablets, Apps und App Stores in den Top-10-Strategiekanon für 2012 aufgenommen.
- Media Tablets: Anwender können beim Mobile Computing unter einem wachsenden Angebot wählen – auch was den Formfaktor betrifft. Die Analysten glauben, dass auf absehbare Zeit keine Betriebssystemplattform, keine Größe und kein Hersteller allein dominant sein wird, so dass sich Unternehmen darauf einstellen sollten, bis 2015 ihre kritischen Anwendungen auf “two to four intelligent clients” zu unterstützen – prächtige Zeiten für die App-Programmierung! Allerdings wird auch HTML5 eine große Zukunft vorhergesagt. Die Hälfte der Lösungen, die 2011 als Native Apps realisiert werden, sollen bis 2015 als Web-Apps programmiert werden.
Organisationen benötigen laut Gartner zwei Mobil-Strategien: a) eine für Business-to-Employee (Mitarbeiter, b2e), b) eine für Business-to-Consumer (b2c). - Gartner prophezeit überdies, dass sich das Nutzerinterface-Paradigma fundamental ändern wird: Von Fenstern, Icons und tabellarischen Menüs hin zu Gestensteuerung, Touch, Sprachsteuerung (vgl. “Siri”), verbesserter Suche und Video.
- Mobile App Stores: Bis 2014 werden laut diesem Forecast pro Jahr über 70 Millarden mobile Anwendungen aus Mobile App Stores heruntergeladen. Dabei soll sich der Fokus zunehmend von einem reinen Endverbraucher- zu einem auch-Unternemens-Einsatz-Phänomen verschieben, woraus auch Unternehmens-App Stores resultieren.
Weitere Top 10 Technogies and Trends: “Internet of Things” (IoT; inklusive u.a. Near Field Communication [NFC] und Bilderkennung/-verarbeitung); Green IT; Cloud Computing.
Eine weitere interessante Gartner-Prognose besagt, dass Unternehmen bis zum Jahr 2015 50 Prozent ihrer Internetverkäufe über ihre Social Media-Auftritte und ihre mobile Apps generieren werden.
9 Argumente pro Mobile Marketing
Jamie Turner ist vielgefragter Referent und Gründer von 60 Second Marketer. In einem lesenswerten Post auf dem HubSpot Blog liefert er “facts und figures”, die belegen sollen, warum Mobile Marketing – neben Cloud Computing und Social Media – das nächste ganz heiße Thema ist. Dies erweist gleichzeitig, warum die Potenziale von App-Programmierung derzeit noch kaum auslotbar sind. Seine neun Begründungen:
- 1. Das Wachstum des Produktes iPhone war zehnfach schneller als das Wachstum des Dienstes AOL/America Online (laut Nielsen).
- 2. Menschen benötigen im Schnitt 26 Stunden, eine verloren gegangene Geldbörse zu melden. Der entsprechende Wert für ein Mobiltelefon beträgt nur 68 Minuten (laut Unisys).
- 3. Der Planet beherbergt derzeit 6,8 Mrd. Menschen. 5,1 Mrd. davon besitzen ein Mobiltelefon, aber nur 4,2 Mrd. eine Zahnbürste (laut Mobile Marketing Ass. Asia).
- 4. In einigen Ländern und Gesellschaften gibt es mehr Mobilfunkverträge als Menschen (laut Mobile Marketing Ass.)
- 5. Menschen benötigen im Schnitt 90 Minuten um auf eine E-Mail, aber nur durchschnittlich 90 Sekunden, um auf eine SMS zu reagieren (laut CTIA.org).
- 6. 70 Prozent aller von Mobilgeräten aus angestoßenen Suchen (Mobile Searches) führen binnen einer Stunde zu irgendeiner Form von Handlung (z. B. Produktkauf; laut Mobile Marketer).
- 7. Mobile Coupons werden zehnmal häufiger eingelöst als “normale Coupons (laut Borrell Ass.).
- 8. Es gibt mehr Mobiltelefone als TV-Geräte auf dem Planeten (laut Jupiter).
- 9. 91 Prozent aller US-Bürger haben ihr Mobiltelefon rund um die Uhr in Reichweite (sprich 24/7; laut Morgan Stanley).
UK: 3 von 5 Top Apps gehören Google
Die GSMA (GSM Association) und comScore haben gemeinsam mit den UK-Carrier-Unternehmen einen Report zur App-Nutzung in Großbritannien veröffentlicht. Diese GSMA Mobile Media Metrics (MMM) enthüllen u.a., dass im April 2011 mit knapp 8,8 Mio. rund 40 Prozent der 21,8 Mio. britischen Mobilfunk-Kunden Apps im Einsatz hatten, die sich mit dem Internet verbinden. Mit 6,4 Mio. Unique Mobile Users (UMU) lag dabei Google Maps weit an der Spitze und erreichte 73,3 Prozent aller Anwender von Mobile Apps. Mit 3,6 Mio. Nutzern kam die Yahoo-Wetter-App auf Rang 2 und Facebook (3,5 Mio:) auf Platz 3 – gefolgt von zwei weiteren Apps aus dem Google-Stall: Google Mobile (Search; 2,6 Mio.) und YouTube (2,4 Mio), was die starke Position der Android-Company Google im Mobile Business belegt. Google Earth lag übrigens auf Platz 18 der Top Charts.
Der Rest der Top 10 liest sich wie folgt: 6. eBay, 7. Sky Sports (Live Football), 8. Yahoo Stocks, 9. WhatsApp Messegner, 10. Sky News. Der vollständige Report beeinhaltet das detaillierte Ranking von Hunderten von Apps und kann als Bestandteil des GSMA MMM Produktportfolios erworben werden, das u.a. monatliche Reports zur Mobilen Internet-Nutzung beeinhaltet.
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GSMA-Partner comScore hat unlängt übrigens mit Device Essentials ein weiteres interessantes Dienstleistungs-Produkt vorgestellt: Dieser Service ermöglicht es laut Anbieter, den Traffic für alle Gerätetypen wie PCs und andere Endgeräte zu messen – einschließlich Mobiltelefonen, Tablet-Computern, MP3-Playern, E-Book-Readern, Spielekonsolen, und anderen Gerätetypen, die eine Internetverbindung haben (Connected Devices). Device Essentials basiert auf comScores weltweiten Unified Digital Measurement (UDM)-Daten, die durch eine Kombination von Panel-/Umfrage-basierten und Server-basierten Methoden ermittelt werden. Für Deutchland wurde beispielsweise folgende aktuelle, aggregierte Aufschlüsselung angegeben: “Handy” (inkl. Smartphone) 58,8%; Tablet 30,3%; “Andere” 10,9 (Handheld-Geräte 8,5% und Gaming Konsolen 2,3%).
Apple wertvollste Marke der Welt
Goldene Äpfel: Laut just veröffentlichtem Top 100-Ranking von BrandZ ist Apple heute die wertvollste Marke. Mit einem Markenwert von 153,3 Milliarden US-Dollar konnte die iOS-Company erstmals Google (Google-Suchmaschine, Google Apps, Android) von der Spitze des vielbeachteten Markenwert-Rankings verdrängen.
Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft
Laut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.
Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:
- Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
- Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
- Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
- M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
- Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
- Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
- Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
- Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
- Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
- Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.
Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.
MobiLens a): Europäer sind Textmeister
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben für eine Sonderausgabe ihrer MobiLens-Reports das Thema Mobile Usage in den Teilmärkten Japan, USA und Europa untersucht. Betrachtet wurden insbesondere der Konsum von mobilem Content, die Rolle von Sozialen Netzwerken sowie demographische Unterschiede. Die Ergebnisse zeigen, dass das “Mobile Behaviour” in den drei Zielmärkten teils stark variiert.
- Beispielsweise sind japanische Mobilnutzer am meisten “connected”: Über 75 Prozent von ihnen nutzen Medien, indem sie mobil browsen, Apps oder anderen Content herunterladen – im Vergleich zu 43,7 Prozent in den USA und 38,5 Prozent in Europa.
- In Japan nutzen 42,3 Prozent der Mobilanwender Apps (Keine Unterscheidung zwischen Web-Applikationen und nativen Apps) – im Vergleich zu 31,1 Prozent in den USA und 24,9 Prozent in Europa.
- Die Europäer lieben Messaging: 81,7 Prozent verfassen und versenden Textnachrichten mobil – im Vergleich zu 66,8 Prozent in den USA und nur 40,1 Prozent in Japan. Die Japaner setzen hingegen mit 54 Prozent mehr auf mobile E-Mail (einschließlich Job-Mail) und die US-Amerikaner auf Instant Messaging (17,2 Prozent).
- Blogs und Soziale Netzwerke werden von 21,3 Prozent der US-Mobilnutzer auch mobil verwendet – im Vergleich zu 17 Prozent in Japan und 14,7 Prozent in Europa.
- In Japan werden mehr Fotos (63%) mit Mobiltelefonen aufgenommen oder damit TV/Video betrachtet (22%), während Europäer lieber Musik hören (24,2%) oder spielen (24,1%).
- Auf vergleichbarem Niveau in den drei Märkten liegt das Abrufen des eigenen Kontostands. Mit 16,1 Prozent werden in Japan fast doppelt so häufig wie in Europa Börsenkurse mobil abgerufen.
- Weitere mobile Highlights sind die Nutzung von Karten/Navigation sowie von Verkehrs- und Wetterberichten.
- Die demographische Analyse erweist den japanischen Markt als ausgeglichener: In den USA greifen 25-34 Jahre alte Mobilnutzer mit 44 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit mobil auf Medien zu als der Durchschnitt. In Europa stellen die 18-24 Jahre alten Nutzer das “always online”-Segment.
- Europa und Vereinigste Staaten zeigen auch größere Geschlechtsabweichungen im Mobilverhalten: In den USA liegen Frauen 9 Prozent unter der männlichen mobilen Mediennutzung, in Europa sogar 16 Prozent .
- Die erfolgreichsten Social Networks in Japan sind Mixi, Gree, Twitter und Mobage Town. In den USA kommen Facebook, MySpace, YouTube und Twitter, in Europa Facebook, YouTube, “MSN” (+ Windows Live + Bing) und Twitter in die Top Four – Twitter schafft es also als einziges in allen drei Märkten in die Spitzengruppe.
Online Marketing Forum 2010
Das Online Marketing Forum, die Konferenz für Trends im Online Marketing, geht ins achte Veranstaltungsjahr, in dem es Halt in vier deutschen Städten macht: Frankfurt (08. Juni), Düsseldorf (10. Juni), Hamburg (15. Juni) und München (22. Juni). Themenschwerpunkt der Konferenzreihe sind aktuelle Trends im Online Marketing: Social Media, Bewegtbildwerbung, Suchmaschinenoptimierung, Mobile Marketing und Markenführung im Netz. Als Keynote-Referentin wird Stefanie Waehlert, CEO und Geschäftsführerin der Lokalisten Media GmbH einen Vortrag zum Thema Engagement Marketing in Communities halten. Sie geht der Frage nach, wie man Nutzer für Unternehmenszwecke aktivieren kann. Als weiteres Highlight ist der Vortrag von Ulrich Lutz von Google Ireland, der zum Thema Universal Search sprechen wird.
Den Teilnehmer soll die Möglichkeit geboten werden, sich an nur einem Tag kompakt und strukturiert über die neuesten Trends & Herausforderungen im Online Marketing zu informieren. Neben der Konferenz wird es wieder ein parallel laufendes, vertiefendes Workshop-Programm geben. In jeder Stadt erwartet die Teilnehmer laut Veranstalter ein etwas abweichendes Programm. Die Teilnahmegebühr beträgt ab 199€ (zzgl. MwSt.).
Mobiles Web m. Kinderkrankheiten
Stets mehr Anwender von Tablet-PCs wie dem iPad, von Netbooks u. vor allem Smartphones nutzen das Mobile Internet. Sie schätzen die Möglichkeit, auch unterwegs Preise zu vergleichen, Informationen zur Wetter- oder Verkehrslage einzuholen und mit ihren sozialen Netzwerken in Kontakt zu bleiben.
Doch gerade Smartphone ist eben nicht gleich Smartphone – man denke beispielsweise an die unterschiedlichen Display-Formate von unter Android betriebenen Geräten. Unterschiedliche Browsersoftware, Betriebssysteme, Flash-Unterstützung ja/nein, Auflösungen und Eingabemethoden per (Multi-)Touch oder Tastatur stellen Unternehmen vor die Herausforderung, die Nutzerfreundlichkeit ihrer mobilen Websites geräteübergreifend zu gewährleisten. Im Rahmen einer sog. ‘Expertenevaluation’ hat sich daher die Internetagentur Syzygy mit dem Status Quo des mobilen Internet auseinandergesetzt und die Ergebnisse als “Usability Monitor 2010″ veröffentlicht. Mit Hilfe fünf unterschiedlicher Smartphone-Typen wurden die prominentesten Vertreter aus den Bereichen Informationssuche, soziale Netzwerke, Reise & Verkehr sowie Preisvergleich und Shoppen “abgesurft”. Anhand der Beispiele von u.a. Google, Facebook, Amazon und Lufthansa erläutert der Usability Monitor laut Agentur, was Anbieter mobiler Websites zu beachten haben, wo die Schwierigkeiten liegen und wo Verbesserungspotenzial besteht.
Die szenarienbasierten Tests zeigten: Schon bei der Auffindbarkeit mobiler Websites gibt es erste Hürden, denn nicht jeder Browser zeigt das für mobile Endgeräte optimierte Angebot an. Ohne eine automatische Weiterleitung bzw. Browser-Weiche ist der Nutzer sich selbst überlassen oder muss darauf hoffen, auf der “normalen” Website einen entsprechenden Link zu finden. Auffällig ist laut Report weiter, dass seit Langem anerkannte Usability-Richtlinien schlichtweg missachtet werden – zum Beispiel die einheitliche Gestaltung klickbarer Elemente oder die Berücksichtigung gelernter Konventionen. Die vollständige Studie kann hier kostenlos angefordert werden.