Über 70% “bring their own device”
Fast drei Viertel (71 Prozent) aller Berufstätigen in Deutschland nutzen privat angeschaffte Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks für ihre tägliche Arbeit (Bring Your Own Device – BYOD). Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die das Marktforschungsunternehmen Aris im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM durchgeführt hat. Danach nutzen 35 Prozent der Erwerbstätigen einen privat gekauften, tragbaren Computer für den Job. 31 Prozent setzen ihr privates Handy ein und 19 Prozent ihr Smartphone. Bereits 8 Prozent gebrauchen einen privaten Tablet-Computer für ihre tägliche Arbeit.
Als Vorteil wird der einheitliche Zugriff über nur ein oder zumindest über nur wenige Geräte erlebt. Doch genau durch diese multiplen Zugriffsmöglichkeiten werden die privat beschafften mobilen Geräte auch zum besonderen Risiko für Datensicherheit und Datenschutz. Denn nach den Ergebnissen einer weiteren BITKOM-Umfrage geben 27 Prozent aller deutschen Unternehmen an, dass Mitarbeiter mit ihren privaten Geräten Zugriff auf das interne Netzwerk der Organisation haben.
Der Verband hat daher zu dieser Thematik einen Leitfaden herausgegeben. Die Publikation gibt einen Überblick über rechtliche, technische und organisatorische Anforderungen, die jede Organisation erfüllen sollte. Dazu gehören:
- Datenschutz-Anforderungen: Bei der Nutzung privater Geräte sollten private und geschäftliche Daten strikt getrennt werden. Zudem sollte u.a. vereinbart werden, wie mit Daten des Arbeitgebers auf den Geräten verfahren wird, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.
- Anforderungen an die IT-Sicherheit: Die sichere Einbindung privater Geräte in das interne Unternehmensnetzwerk erfordert eine Reihe von Maßnahmen, darunter Vorgaben für die Auswahl der Geräte, die Organisation des Supports oder die Einrichtung eines sicheren Zugangs zum Netzwerk zum Beispiel mit Hilfe digitaler Zertifikate. Andernfalls könnten sich Cyberkriminelle Zugriff auf sensible Unternehmensdaten verschaffen.
- Lizenzrechtliche Anforderungen: Zu klären ist, ob Software des Unternehmens auf den privaten Geräten laufen darf und umgekehrt. Ist das nicht der Fall, könnte es zu Nachvergütungsansprüchen gegenüber dem Arbeitgeber oder dem Arbeitnehmer kommen.
- Arbeitsrechtliche Fragen: Bei BOYD wird vom Grundsatz abgewichen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung stellt. Zu klären ist daher, ob dem Mitarbeiter ein Nutzungsentgelt zu zahlen ist oder wie verauslagte Kosten für Providergebühren, Software-Updates oder Reparaturen erstattet werden.
Der Leitfaden kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
2,4 Mrd. App-fähige Devices werden ’13 verkauft (Tablets, Handys, PCs)
Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden im Jahr 2013 weltweit 2,4 Milliarden “Devices” (hier gemeint: PCs, Tablets und Mobiltelefone, also ohne “Connected Devices wie Spielkonsolen, Smart TV etc.) verkauft werden. Das entspricht einem Wachstum von neun Prozent im Vergleich zu 2012.
Gartner prognostiziert weiterhin steigende Verkaufszahlen dieser App-fähigen Endgerätegruppen: Im Jahr 2017 soll die Zahl auf mehr als 2,9 Milliarden steigen. Allerdings wird sich das Verhältnis der Endgeräte innherhalb dieser Gruppe in dem genannten Zeitraum noch signifikant ändern. Speziell die Tablets legen aufgrund der günstiger werdenden Preise noch deutlich zu. Im Resultat wird der traditionelle PC-Markt (Desktops und Notebooks) nach dieser Prognose im laufenden Jahr um 7,6 Prozent schrumpfen. Der weltweite Tablet-Absatz profitiert direkt davon und soll um knapp 70 Prozent klettern. Android bleibt hiernach das dominierende Betriebssystem.
Auch Smartphones erleben einen Preisverfall und entsprechende Absatzsteigerungen. Gartner erwartet, dass von den knapp 1,9 Mrd. im Jahr 2013 verkauften Mobiltelefonen eine Millarde Smartphones sein werden. Mehr zur Thematik bietet der Report “Forecast: Devices by Operating System and User Type, Worldwide, 2010-2017, 1Q13 Update” der hier erworben werden kann.
Mobile Fashion-Käufe schwer in Mode
Der Report “2013 Consumer Retail Survey” der Spezialisten für “Multidomain Master Data Management” von Stibo Systems bietet einige interessante aus dem UK-Markt stammende Zahlen zum Mobile Business und M-Commerce. Aus den Ergebnissen:
- Käufe von mobilen Endgeräten aus haben im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung um 19 Prozent auf jetzt 59 Prozent zugelegt.
- Dabei hat sich die Kauf-Plattform Notebooks/Laptops um sechs Prozent verringert. 20 Prozent der M-Konsumenten nutzen jetzt ein Tablet zum Shoppen – dabei dominieren Apple iPad, Google Nexus 7s und Amazon Kindle Fire. 2012 hatten nur fünf und 2011 sogar nur zwei Prozent vom Tablet aus Einkäufe getätigt.
- Mit 46 Prozent bestätigten doppelt soviele Befragte wie im Vorjahr, dass sie regelmäßig vor einem Kauf Produktinfos mobil abrufen.
- Die im Segment der Mobile-Käufe am schnellsten wachsende Branche ist Mode – fast die Hälfte aller mobilen Käufer erwarben auch mindestens ein Modeprodukt.
- Dennoch gibt es noch nennenswerte Widerstände beim Mobile Business: Fast die Hälfte aller Antwortenden bemängeln, dass der Bildschirm ihres mobilen Geräts zu klein sei, um Produktinformationen angemessen lesen zu können und 17 Prozent stellen einen Mangel an Informatione auf für mobile optimierten Produktseiten fest.
- 46 Prozent zögern, Kreditkarteninformationen o.Ä. über den mobilen Kanal zu schicken.
Die Erhebung wurde online von RedShift Research für Stibo Systems durchgeführt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es (nach Registrierung) hier.
1,7 Mrd. App-Downloads ’12 in Deutschland
Der Trend zu immer stärkerer App-Nutzung für Smartphones und Tablet Computer hat sich im vergangenen Jahrweiter nochmals ausgeweitet. 2012 wurden in Deutschland mehr als 1,7 Milliarden Apps heruntergeladen. Das entspricht einer Steigerung von rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2011 wurden knapp eine Milliarde Apps installiert. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Grundlage von Erhebungen des Marktforschungsinstituts research2guidance. Fast jeder Zweite (45 Prozent) lädt und nutzt nur Free bzw. Freemium Apps. Doch bereits jeder dritte Smartphone-Nutzer (33 Prozent) installiert zumindest hin und wieder Paid Apps.
Jedes zweite Mobiltelefon in der EU ist smart
Und der Markt für Apps wächst weiter: heise.de zitiert aktuelle Erhebungen von comScore, wonach der Dezember 2012 der erste Monat war, im dem Smartphones in allen EU-Ländern mehr als die Hälfte der genutzten Mobiltelefone ausmachten – in Deutschland 51 Prozent, in UK sind sogar 64 Prozent smart. Sogar mehr als drei Viertel aller derzeit neu gekauften Geräte sind Smartphones.
Vom PC zur App-driven personal Cloud
Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner entsteht derzeit eine neuartige Form der Interaktion zwischen Verbrauchern und den von ihnen verwendeten Diensten. Konsumenten greifen hiernach vermehrt auf cloud-basierte Dienste und nicht mehr nur auf den PC zurück und werden dafür künftig eine Vielzahl von mit Sensorik ausgestatteten Geräten nutzen – darunter neben Smartphones auch Uhren, Schuhe und andere Kleidungsstücke oder Thermostate.
Der Nutzen dieser meist tragbaren Devices wird durch Apps und Dienste erhöht, die nicht mehr an eine bestimmte Plattform oder ein bestimmtes Betriebssystem gebunden sind. Dadurch sollen sich die Geräte im Gegensatz zu früher leichter zu einem funktionierenden Dienste-Ökosystem verbinden lassen, das über den Bereich von “connected screens” wie Smartphones, Tablets, PCs oder Smart TV hinausgeht. Zentral im Konzept des “Cognizant Computing” stehen die Apps, die in diesem Szenario unterbrechungsfrei und plattformunabhängig im Einsatz sind.
Mehr zur Thematik bietet der Report “Market Insight: Consumer Apps and Services Will Become More Aware and Less Visible” der hier erworben werden kann.
Mobile Business geht weiter app
Das Wall Street Journal (WSJ) zitiert Gartner mit der Aussage, dass der weltweite Markt für App-Programmierung noch im laufenden Jahr ein Volumen von 25 Mrd. US-Dollar erreichen wird. Dies entspreche einem Wachstum von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund fünf Jahre nach der Eröffnung von Apples App Store boomt der Markt immer noch gewaltig, hat sich von Smartphones auf Tablets, Connected Devices – darunter zunehmend auch Smart TV – ausgeweitet. Laut WSJ beschäftigen sich Nutzer bis zu zwei Stunden täglich mit Apps – dieser Wert hat sich laut Flurry in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Doch auch der Kampf um diese User wird erbitterter – und teurer: Auch die Aufwendungen für Werbung für Apps und App-Promotion wachsen pro Jahr zweistellig.
Marktfragmentierung begünstigt Softwarehäuser
Die Unterstützung von 156 Mobile Devices müssen App-Programmierer sicherstellen, die ihren Auftraggebern 80 Prozent Abdeckung des Smartphone- und Tablet-Marktes versprechen, wie die Werbungs- und Mobile-Spezialisten von Flurry auf Basis eigener Daten berechnet haben. Wenn 90 Prozent mit einer nativen App erreicht werden sollen, gilt es sogar, diese für 331 Endgeräte zu optimieren und ggfs. auf ihnen zu testen. Selbst vergleichsweise bescheidene – und unter Mobile-Marketing-Aspekten kaum akzeptable – 50 Prozent bedeuten noch die Berücksichtigung von 18 Modellen verschiedener Hersteller.
Und hier reden wir nur von den allerwichtigsten, der Gesamtmarkt ist natürlich bedeutend größer und fragmentierter: Flurry spricht von 2.130 unterschiedlichen Endgeräten mit aktiven App-Sessions in ihrem Netzwerk im Januar 2013, darunter 500 Geräte mit mindestens 175.000 Anwendern. Hinzu kommen noch die zahlreichen Betriebssystem-Versionen mit nennenswerten Nutzermengen. Die erforderliche Auf- bzw. Abwärtskompatibilität, um diese sicher zu erreichen, kann Entwicklungsprojekte um Faktoren aufwändiger machen.
Flurry leitet aus diesen Fakten die Prognose ab, dass der Trend in der App-Programmierung weg vom spezialisierten Einzelkämpfer und hin zu größeren Softwärehäusern geht, die mehrere erforderliche Plattformen synergetisch und aus einer Hand abdecken können, etwa Android, iOS, Windows 8/RT, wie Glanzkinder dies tut. Und natürlich begünstigt es den Einsatz von Frameworks in der Entwicklung oder die Nutzung massiv indivdidualisierbarer App-Produkte, bei denen es sich aufgrund von Vielfachverwertung gelohnt hat, auf zahlreiche Plattformen hin zu optimieren.
Statistiken und Prognosen zum Mobile Business
Beim Mobile Business scheint es derzeit nur die Richtung Aufwärts zu geben, so lesen sich jedenfalls die aktuellen Zahlen und Vorhersagen. Beispielsweise ZenithOptimedia prophezeit im jährlichen “New Media Forecast” die Verdoppelung der Smartphone-Penetration in den 19 Top-Digital-Märkten bis 2015 auf dann fast 72 Prozent. In den gleichen Zielgebieten sollen es Tablet-Computer bis 2015 auf 13 Prozent Marktdurchdringung bringen (2012: 5%).
ABI Research Communications sieht einen ähnlichen Trend: bis Ende dieses Jahres soll hiernach die installierte Basis an Smartphones um 44 Prozent auf erstaunliche 1,4 Mrd. Geräte steigen. Davon sollen 57 Prozent eine Android-Version fahren und nur noch 21 Prozent iOS als Betriebssystem haben. Für Tablets lautet die Prognose bis Jahresende: 268 Mio. Geräte, davon 62% mit iOS und 28 Prozent mit Android unter der flachen Haube.
App-Publisher und -Auftraggeber erschlagen mit Android und iOS gemeinsam über 90 Prozent des Gesamtmarktes für native App-Programmierung, wie auch Statistikenvon u.a. IDC belegen: Allein im 4Q12 haben Apple und sämtliche Hersteller von Android-Phones gemeinsam rund 207,6 Mio. Einheiten neu in den Markt gebracht (+70,2% im Vergl. zu 4Q11). Es ergeben sich ff. Marktanteile: Android 70,1%, iOS 21%, BlackBerry OS 3,2%, WindowsPhone 2,6% (+150 Prozentpunkte), Linux 1,7% und andere (darunter auch der ehemalige Marktführer: Nokias Symbian) 1,3%.
Unterstützung für diese Marktsicht kommt auch von Gartners Zahlenwerk: Hiernach entfallen derzeit 52 Prozent der weltweiten Smartphone-Verkäufe auf Samsung und Apple. 2012 wurden insgesamt 1,75 Mrd. Mobiltelefone verkauft. Auf Platz 3 unter den Smartphone-Herstellern hat sich Huawei emporgearbeitet.

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
Mobile Device Trends 2012
Unlängst erschien der zusammenfassende Report “Year in Review Mobile Mix” der Spezialisten für mobile Werbung und Kampagnen bei Millennial Media (MM) mit Fokus auf Top-Endgeräte, -Hersteller und -Betriebssysteme im Mobile Business. Aus den Ergebnissen:
- Apple und Samsung waren auch im MM-Netzwerk die führenden Hersteller. Stolze 31,2 Prozent aller Ad Impressions ließen sich auf Apple-Geräte, 22,3 Prozent auf Samsung Devices zurückführen. Der Rest der Top 15 (Smartphones, Tablets, Connected Devices): BlackBerry, HTC, Motorola, LG, Huawei, ZTE, SonyEricsson, Nokia, Amazon, Kyocera (!), Pantech, Sony und schließlich Acer.
- Bei den Geräte-Charts liegen erwartungsgemäß iPhone und Samsung Galaxy vorn, vgl. Grafik. Samsung hat acht Smartphone-Modelle in den Top 15.
- 48% der Impressions gehen bei den Smartphones auf unter Android betriebene Geräte zurück, 32% auf iOS, 16% BlackBerry OS, 3% Windows Phone/Mobile, 1% Symbian.
- Für Tablets hingegen ergibt sich folgender Mix: 58% iOs, 41% Android, 1% BlackBerry OS

zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen Mobile Mix
81% der deutschen Phones smart?
Zum Auftakt der CeBIT hat der Hightech-Verbands BITKOM eine aktualisierte Prognose für das Wachstum des deutschen ITK-Marktes bekanntgegeben. Der Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll demnach 2013 um 1,4 Prozent auf 153 Milliarden Euro steigen – also deutlich stärker als für die Gesamtwirtschaft erwartet.
Die Informationstechnik wird um 2,2 Prozent auf 75 Milliarden Euro wachsen. Und dies, obwohl der Hardware-Markt um 0,3 Prozent auf 21 Milliarden Euro schrumpft. Das ist vor allem auf einen deutlichen Umsatzrückgang beim Geschäft mit Desktop-PCs und Notebooks zurückzuführen. Dagegen boomt der Verkauf von Tablet Computern. Hier erwartet einen Umsatzanstieg um rund 11 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro – also das Niveau von Desktop-PCs. Das Geschäft mit IT-Services wie Beratung, und Outsourcing wächst um 2,5 Prozent auf rund 36 Milliarden Euro. Am stärksten gewinnt erneut der Softwarebereich, der um fast 5 Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro zulegen kann.
Für die Telekommunikation geht BITKOM von einem Plus um 1,3 Prozent auf 66 Milliarden Euro aus. Die Umsätze mit Infrastruktursystemen wachsen dabei um 2,2 Prozent auf rund 6 Milliarden Euro. Gegenläufige Entwicklungen gibt es bei Endgeräten und Telekommunikationsdiensten. Auf der einen Seite gibt es ein kräftiges Umsatzwachstum um 18 Prozent auf fast 10 Milliarden Euro bei den Endgeräten, auf der anderen Seite einen deutlichen Rückgang um 1,6 Prozent auf rund 50 Milliarden Euro bei den Telekommunikationsdiensten. Das Plus bei den Endgeräten rührt von der ungebrochenen Nachfrage nach hochwertigen Smartphones her – waren 2009 nur 17 Prozent der verkauften Handys Smartphones, so werden es 2013 bereits 81 Prozent sein – der Markt für App-Programmierung und Mobile Marketing wächst entsprechend.