Global Mobile Trends and Enablers
Ciklum ist ein “Nearshore”-Anbieter von Outsourcing-Dienstleistungen mit Sitz in Dänemark und Servicecentern in u.a. der Ukraine und Belarus. Da man auch im Bereich App Programmierung engagiert ist, hat Ciklum Statistiken und Prognosen zum Mobile Business zusammengetragen:

- Den Mobile Stats and Facts waren 2011 bereits 4 Mrd. Mobiltelefone im Einsatz, davon waren 1,1 Mrd. Smartphones waren.
- Der Markt für Mobiltelefone hat laut IDC allein in Q1/11 um 19,8 Prozent zugelegt.
- 2011 haben bereits über ein Drittel der damals noch 600 Mio. Facebook User eine Facebook App verwendet (Twitter: 50 Prozent der Nutzer!).
- Apple betrieb 2011 noch den führenden Mobile App Store, der Android Market verzeichnete jedoch mit 50 Prozent ein stärkeres Wchstum. Der Amazon Appstore hatte laut Ciklums Zahlen nach nur drei Monaten Existen bereits erstaunliche 14 Prozent des App-Marktes – nach Stückzahlen.
- Der Wert dieses App-Markt wurde 2011 auf 6,8 Mrd. US-Dollar weltweit geschätzt. Ciklum zitiert die Marktforscher von Markets & Markets mit der Schätzung, dass die Entwicklung und der Handel mit Apps in den nächsten vier Jahren ein Volumen von 25 Mrd. Dollar erreichen wird, von denen der App Store noch 20,5 Prozent auf sich verbuchen kann.
- iSuppli zufolge sind die App Store-Umsätze von Apple, Google, Nokia und RIM (BlackBerry) zusammen von 2009 bis 2011 um 78 Prozent gewachsen und sollen bis 2014 8,3 Mrd. Dollar erreichen.
Aus dieser Ausgangsbasis leitet Ciklum die ff. acht Trends ab, die den “Global Mobile Market” 2011 bestimmt haben:
- 1. Near Field Communications (NFC);
- 2. Das iPhone 4S – “the smartest Smartphone ever”;
- 3. Quick Response (QR) Codes;
- 4. Der Durchbruch bei Mobile Games, auch als Paid und Fremium Apps;
- 5. Mobile Cloud Computing;
- 6. 4G-Mobilfunktechnologien, z. B. HSDPA oder 3GPP LTE;
- 7. Augmented Reality, gerade auch in Verbindung mit Geotagging;
- 8. Mobile Advertising – laut Gartner ist dieser Markt 2011 um über 50 Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar weltweit gewachsen.
Ausblick auf 2012 und weiter
Ciklum hat daraufhin tief in eine Kristallkugel geschaut. Und folgendes gesehen:
- Verbesserte NFC-Technologien.
- Verbesserte Sicherheit bei M-Payment.
- Mehr und komfortablere Location Based Solutions (LBS).
- LTE wird Mainstream in Nordamerika und Westeuropa.
- iPads und andere Tablets verdrängen weiter PCs auch im Unternehmenseinsatz.
- Verbesserte Integration von Mobiler Suche mit anderer App-Funktionalität (Anzeigen, Vergleichen, Kaufen).
- Mehr und bessere Object Recognition Apps (OR).
- Mehr und bessere Unified Communication Apps (UC).
Bewegung im MDM-Markt
Je mehr das Mobile Business Alltagsrealität wird, je mehr die Unternehmen von Smartphones, Tablets, Business Apps erreicht werden (ob nun via eigener Mobil-Strategie oder via Consumerization und BYOD bzw. CYOD, um so dringlicher werden die Anforderungen nach einem Mobile Device Management (MDM), das imstande ist, die gerufenen mobilen “Geister” auch zu bändigen. Von Fiberlink zitierte Analysten erwarten, dass die Umsätze mit Mobile Device Management-Systemen in diesem Jahr um 40 Prozent wachsen.
Matrix42 mit iOS 5-Unterstützung
Ab sofort bieten beispielsweise die MDM-Produkte von Matrix42 auch “Managementfunktionen für iPhone, iPod Touch und iPad mit dem neuen iOS 5.1 an”. Die Funktionalität laut Hersteller:
- E-Mail-Konfiguration – z. B. S/MIME-Verschlüsselung, ohne E-Mails über Dritte bzw. verschiedene E-Mail-Konten versenden zu müssen;
- Wi-Fi-Konfiguration – einfache Konfiguration der Proxy-Einstellungen und automatische Einwahl in Wi-Fi-Netzwerke;
- Roaming-Konfiguration – sofortige Aktivierung oder Deaktivierung von Sprach- und Daten-Roaming;
- iCloud-Konfiguration – Aktivierung und Deaktivierung von iCloud-Backup, Dokumenten-Sync und Fotostream;
- Software Verteilung/Roll-out – drahtlose Aktivierung der Geräte auch ohne iTunes;
- Apps/Corporate App Store – Installation von öffentlichen und unternehmenseigenen Applikationen oder Daten zur selbständigen Verwaltung; einfaches Entfernen von Daten, wenn MDM-Profile gelöscht werden;
- Remote-Prüfung der Batterie-Lebensdauer;
- Daten-Backups – Unterbinden von Daten-Backups mit iTunes und iCloud für Anwendungen.
Matrix42 Mobile Device Management für iOS 5 ist ab sofort verfügbar und kann direkt bei Matrix42 oder über ausgewählte Vertriebspartner bezogen werden.
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Fiberlink: Kooperation für die DACH-Region
Fiberlink sieht sich als “führenden Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) für ein sicheres mobiles Device Management [...] sowie mobiles Applikations-Management”. Auf dem “Mobile World Congress” (MWC) in Barcelona gab man bekannt, dass die MaaS360-Lösung ab sofort Kunden, Wiederverkäufern und Systemintegratoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz von von Star Tech Data angeboten werden sollen. Star Tech Data ist ein Joint Venture zwischen Brightstar Corp. und der Tech Data Corporation.
MaaS360 soll als Cloud-Lösung bewerkstellen, “dass Unternehmen ihre mobilen Endgeräte, wie z.B. Smartphones oder Tablets sofort integrieren und durch umfassende Sicherheitsrichtlinien absichern können, ohne zuvor in die eigene Infrastruktur investieren zu müssen.” Dabei werden nicht nur iOS- und Android-Geräte unterstützt sondern auch Windows Mobile (WP7), Symbian, BlackBerry OS u.a.
Zur Funktionalität gehören neben Standard-MDM Funktionen laut Anbieter auch: “die vollständige und automatische Erkennung aller Geräte, die Zugriff auf Unternehmens-E-Mail haben (!), “Over-the-Air” (OTA) Gerätregistrierung und Konfiguration, die Umsetzung von Unternehmensrichtlinien/Policies wie z. B. Passwörter-Konventionen, Jailbreak-Erkennung, Remote-Sperren,- und -Löschen (Remote Removal sowie das Lokalisieren von Geräten.
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ManageEngine: Mobile Device Management Services
ManageEngine hat auf dem MWC Echtzeit-IT-Tools mit Funktionen aus den Bereichen Mobile, Desktop und Service Desk vorgestellt. Unter anderem soll das Angebot “Desktop Central” ebenfalls künftig “integrierten Support für Geräte mit Apple iOS bieten”. Die Unterstützung weiterer Betriebssysteme ist bereits angekündigt. Unternehmen sollen so “Funktionen aus den Bereichen Security, Configuration und Asset Management erhalten”. Voraussetzung sei die Integration mit der HelpDesk-Lösung ServiceDesk Plus aus dem gleiche Hause. Folgende Funktionen können laut Anbieter dann bereitgestellt werden:
- das Sperren von Geräten und das sichere Löschen von Inhalten, Dateien, Passwörtern und Einstellungen sowie die Ausführung weiterer Sicherheitskommandos;
- Asset Management zeigt installierte Zertifikate und Profile, Details zu etwaigen Restriktionen, Sicherheitsinformationen, App-Übersichten sowie allgemeine Geräteinformationen;
- Configuration Management gestattet das Setzen von PINs oder diverser Restriktionen, E-Mail-Konfiguration, ActiveSync mit Exchange sowie das Einrichten von VPNs und WiFi-Verbindungen;
- Die neue Version von Desktop Central soll MS SQL unterstützen und das Aufzeichnen von Remote Support Sessions ermöglichen.
Neben Desktop Central erhält auch das Angebot “IT360″ MDM-Funktionalitäten. Die Monitoring-Lösung kann künftig auf iPads installiert werden und so auch auf diesem mobilen Endgerät eine Rundumsicht zur IT-Infrastruktur eines Unternehmens geben. Interessenten können sich ab sofort beim deutschen Vertriebspartner MicroNova für die Betaversion von DeskCentral registrieren.
Auch bei Sybase/SAP und Symantec hat sich MDM-technisch einiges getan, wie heise.de zusammenfassend berichtete: “Die SAP-Tochter Sybase konzentriert sich mit der Version 7.0 ihres Mobile-Device-Management-Produkts Afaria auf die effizientere Verwaltung von Applikationen und mobilen Endgeräten mit einer neuen Benutzerschnittstelle, einem verbesserten Workflow und Integration in das Geschäftsumfeld. IT-Administratoren sollen mit Afaria BYOD-Geräte einfach und schnell konfigurieren und absichern können. Dafür bietet es neben einem Portal, mit dem der Anwender sein Gerät selbst verwalten kann, auch das Verwalten von Applikationen, das Verschlüsseln von Unternehmensdaten sowie eine integrierte Kontrolle der Telekommunikationskosten.
Konkurrent Symantec hat sein Angebot für die Administration von Mobilgeräten ebenfalls erweitert. Neu ist unter anderem die Integration in Microsofts System Center Configuration Manager, der nun alternativ zur hauseigenen Management Platform eingesetzt werden kann. Zusätzlich zu iOS-Geräten lassen sich nun die Sicherheitsrichtlinien sowie Applikationen auf den Plattformen Android und WP7 verwalten.
Als “Mobile Security for Android” will Symantec im Spätsommer auch seine Anti-Malware-Technik und das Global Intelligence Network für Googles Mobilsystem bereitstellen. Außerdem sollen die Produkte Data Loss Prevention for Tablets und Managed PKI Service in das Gerätemanagement integriert werden. Hiermit soll sich zum einen die Übertragung sensibler Daten auf dem iPad kontrollieren lassen und zum anderen eine sicherere Geräteauthentifizierung gegenüber Firmennetzwerken und Applikationen gewährleistet werden. In Kombination mit O3 will Symantec außerdem eine sichere Nutzung von Cloud-Anwendungen auf mobilen Endgeräten gewährleisten.”
MDM-Events
Apropos heise – der Workshop iPhone, iPad und Android im Enterprise-Umfeld gibt u.A. Gelegenheit, das MDM-Tool Tarmac aus dem Hause Equinux näher kennenzulernen.
MobiLens: 41% d. Über 100 Mio. US-Smartphone-Nutzer
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von November bis Dezember 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen wie schon länger gewohnt Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 25,4 Prozent an der Spitze, gefolgt von LG (19,7%), Motorola (weiter schrumpfend, 13,2%), Apple (12,8%) und schließlich RIM (6,6%).
Android fehlt nicht mehr viel zu 50% Marktanteil
Beim jetzt über 101 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones (+13 Prozent seit Oktober!) liegt weiterhin Android mit bis Oktober nochmals kräftig auf jetzt 48,6 Prozent (+1,2 Prozentpunkte) geklettertem Marktanteil vor iOS (29,5%), BlackBerry OS (RIM; 15,2; -2 Prozentpunkte!). Für Microsoft und Windows Phone 7 bleiben nur um einen weiteren Prozentpunkt geschrumpfte 4,4% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,5%; -0,1 Prozentpunkte).
Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Oktober 74,6% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 48,5%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 48,6% (+4,8 Prozentpunkte!). Mocial: Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 35,7 Prozent über ihr Smartphone (+3,4 Prozentpunkte). Games gezockt haben 31,8% der US-Smartphone-Nutzer.
Mobiles Internet = Kernfunktionalität
Die mobile Internetnutzung erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Aktuell greifen bereits 26,5 Prozent der Bevölkerung von unterwegs auf das Internet zu. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären als es aktuell der Fall ist. Hier besteht noch großes Potenzial, denn 43,4 Prozent der Befragten können sich bereits heute vorstellen, das Internet ausschließlich über einen mobilen Zugang zu nutzen. Rein wirtschaftlich wäre dies sogar heute schon darstellbar, denn derzeit sind die Befragten bereit, durchschnittlich 22,30 Euro im Monat für ihren mobilen Internetanschluss zu bezahlen. Dies sind zentrale Ergebnisse der veröffentlichten Studie “Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?” der Initiative D21, für die TNS Infratest1.005 Telefoninterviews durchführte.
Smartphones und Tablet-Computer als Treiber der Entwicklung
Die Entwicklung hin zur mobilen Internetnutzung wird hauptsächlich durch die immer größere Verbreitung der neuesten mobilen Gerätegeneration begünstigt. Mittlerweile besitzen knapp 24 Prozent der Bevölkerung bereits ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer, obwohl diese erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt sind (Hallo?!? Und unser immer noch im Hause Glanzkinder befindliches 2007er iPhone 2G war ein Prototyp aus Cupertino oder stammte vom Raumschiff Enterprise?
). Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn in den nächsten zwölf Monaten wird sich die Zahl der Tablet-Besitzer voraussichtlich verdoppeln (4,4 Prozent planen eine Anschaffung).![]()
Wer bereits ein entsprechendes mobiles Gerät besitzt, der setzt es auch häufiger zur Internetnutzung ein. Über 57 Prozent der Befragten verbringen dadurch mehr Zeit online als zuvor. Gleichzeitig nutzen Besitzer mobiler Endgeräte bereits alle gängigen Anwendungen mobil, greifen dabei aber auf weniger datenintensive Apps zurück. Dazu gehören insbesondere E-Mails bearbeiten, Internetrecherche oder Nachrichten lesen.
Deutliche Unterschiede zwischen “digital wenig Erreichten” und “digital Souveränen”
Dies belegen auch die Ergebnisse der Studie, wenn auf die Unterschiede zwischen den “digital wenig Erreichten” und denjenigen eingegangen wird, die bereits souverän und sicher mit den digitalen Medien umgehen. Als solche “digital Souveräne” können laut der Studie Digitale Gesellschaft 2011 der Initiative D21 erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland aktuell stagniert, knüpft die vorliegende Studie an diese Ergebnisse an und zeigt auf, wie sich mobile Internetnutzung hier auswirkt. Wenig überraschend ist, dass die Souveränen das mobile Internet deutlich häufiger nutzen als die wenig Erreichten (47 Prozent zu 14 Prozent). Doch auch bei den weniger Erreichten hat der Besitz eines mobilen Endgerätes Effekte auf die mobile Internetnutzung: Jeder Zweite in dieser Gruppe, der ein Notebook, Smartphone oder einen Tablet-Computer sein Eigen nennt, ist häufiger online als zuvor. Überraschend ist der Betrag, den die Digital wenig Erreichten für einen solchen mobilen Internetzugang bereit sind, durchschnittlich zu bezahlen: 23,70 Euro wäre den aktiven und potenziellen Nutzern dieser Gruppe dies monatlich wert. Das legt den Schluss nahe, dass bei entsprechenden Angeboten diese Gruppe sehr wohl näher an die souveränen Nutzer herangeführt werden kann. Die Souveränen möchten hingegen 21,40 Euro monatlich für ihren mobilen Internetanschluss bezahlen.
Fast 1 Mrd. App-Downloads in Deutschland
Allein die deutschen Smartphone-Nutzer haben vergangenes Jahr rund 962 Millionen Apps auf ihre Mobiltelefone geladen. Der Zuwachs entspricht 249 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 386 Millionen Apps herunter geladen wurden. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance-com. Der Umsatz mit mobilen Apps hat im vergangenen Jahr in Deutschland 210 Millionen Euro erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 123 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (94 Millionen Euro Umsatz). Darin enthalten sind Umsätze mit App-Verkäufen und Werbeeinnahmen, die innerhalb der Apps erzielt werden (Freemium-Konzepte, In-App-Purchase).

Mit 88 Prozent ist der überwiegende Teil der Apps kostenlos verfügbar, zwölf Prozent sind kostenpflichtig. Aktuell sind nach BITKOM-Berechnungen weltweit rund 1 Million Apps für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme verfügbar. Treiber der Entwicklung ist die stark zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet Computern. Nach den Prognosen des BITKOM steigen die Smartphone-Verkäufe in Deutschland im Jahr 2012 um 35 Prozent auf 16 Millionen Stück. Der Absatz von Tablet Computern legt um 29 Prozent auf 2,7 Millionen Stück zu.
Neuer Rekord bei Mobilfunkanschlüssen in Deutschland
Dem Wachstum bei App-Programmierung und Endgeräteabsatz korrespondierend wächst auch die Zahl der Mobilfunkverträge kontinuierlich. Gegen Ende 2011 waren in Deutschland laut BITKOM erstmals mehr als 112 Millionen Mobilfunkanschlüsse geschaltet – ein neuer Rekord. Im statistischen Mittel liegt die Verbreitung von Mobilfunkanschlüssen damit bei 137 Prozent. D.h., Mehr als jeder dritte Bundesbürger verfügt über zwei oder mehr Verträge bzw. SIM-Karten.
Der Verband glaubt, dass der Bedarf an Smartphones, Tablet-PCs und anderen mobilen Endgeräten mit Internet-Zugang (Connected Devices) “auch in Zukunft rasant wachsen” wird. 2011 wurden in Deutschland 2,1 Millionen Tablet-Computer verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Absatzplus von 162 Prozent. Die Geräte kosteten im Schnitt 534 Euro, was einem Preisrückgang um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Umsatz mit der Tablet-Harware stieg um 141 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.
Ebenfalls positiv bemerkbar mache sich, dass mobiles Breitband insbesondere in ländlichen Regionen den Internet-Anschluss per Festnetz ersetzt. Durch die neue Mobiltechnologie LTE werden Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde erzielt. Mehr als sieben Millionen Haushalte verfügen laut BITKOM bereits über Zugang zu LTE-Knoten.
Männer shoppen gern mobil
Die Deloitte-Befragung “M-Commerce in Deutschland – Freundliche Aussichten für mobiles Einkaufen” sagt starkes Wachstum beim Mobile Commerce in Deutschland voraus. Nach mauen Anfangsjahren sehe die Zukunft hier nun rosiger aus. Gründe dafür seien u.a. die hohe Smartphone-Verbreitung, die Verfügbarkeit leistungsfähiger mobiler Datennetze der dritten und vierten Generation und neue Applikationen wie Barcode-Scanning, standortbezogene Alerts (LBS) oder Mobile Couponing. In den letzten zwölf Monaten hat sich laut Deloitte die Zahl der Mobile Shopper in Deutschland bei den Befragten mehr als verdoppelt – von 6 Prozent auf 13 Prozent, wobei besonders Männer diese Anwendungen nutzen.
Einen besonders großen Anteil macht die Altersgruppe der 14- bis 28-Jährigen mit 21 Prozent aus. In der
Unterscheidung zwischen den Geschlechtern sind die Männer vorne: 15 Prozent nutzen Mobile Commerce gegenüber 10 Prozent der Frauen. Befragt wurden über 2.000 Verbraucher in Deutschland zu ihrem Nutzungsverhalten und Interesse
an innovativen Anwendungen.
M-Commerce – begünstigende Faktoren
Kunden verwenden ihr Mobiltelefon häufig zum Preisvergleich und um vor Ort detailliertere Produktinformationen oder Vergleichstests etc. abzurufen: Im Durchschnitt nutzen 13 Prozent der Befragten einen Preisvergleich, ebenso hoch ist die Zahl derer, die Produktbewertungen lesen. Hierfür hat die App-Programmierung mittlerweile zahlreiche Smartphone-Anwendungen bereitgestellt: Der QR- oder Barcode-Scanner ist ein beliebtes Tool, um die Abfrage von Produktinformationen wie Preisvergleich, Bewertungen, Kalorienangaben oder Angaben zu Inhaltsstoffen zu erleichtern – 41 Prozent der Befragten “interessiert” diese Applikation.
Standortbezogene Alerts benachrichtigt basierend auf Standortdaten den Nutzer – was 32 Prozent der Befragten in Anspruch nehmen. Vorteil ist, dass die Benachrichtigunguen auf die Nutzerpräferenzen ausgerichtet werden (Targeting). Sie werden zielgruppenorientiert vor allem bei Angeboten oder Sonderaktionen
eingesetzt.
Ein weiterer Trend ist das Mobile Couponing, hier erhält der Kunde gewissermaßen eine elektronische Rabattmarke auf sein Mobiltelefon, die Einlösung erfolgt im Geschäft (vgl. zum Beispiel die GlanzApp aporabatt). Händler und Dienstleister setzen den Coupon vermehrt zur Kundengewinnung im stationären Handel ein. Der Funktionsumfang der Smartphones begünstigt die Entwicklung, denn deren GPS-Sensor erkennt den genauen Standort des Nutzers, sodass Händler zielgerichtet Coupons versenden bzw. bereitstellen können. 48 Prozent der 14- bis 28-Jährigen haben schon ein- oder mehrmals Mobile Couponing genutzt.
Noch wenig Interesse an Mobile Payment
Im Gegensatz zu den Shopping-Applikationen war das Kundeninteresse an mobilen Bezahldiensten bei dieser Erhebungnoch gering – insbesondere ältere Kunden sind skeptisch. Insgesamt sind nur 18 Prozent der Mobilfunknutzer an den Diensten interessiert, denn der Mehrwert von Mobile Payment ist vielen Nutzern noch unklar.
2016: 1 Mrd. Smartphones?
Mobile Zeitgeist nimmt sich in einem Post einer aktuellen Studie von Forrester Research an:
“In nur vier Jahren werden eine Milliarde Menschen Smartphones besitzen, so eine aktuelle Studie von Forrester. Hiervon sollen in 2016 350 Millionen Berufstätige sein und 200 Millionen hiervon werden ihre eigenen Smartphones mit an den Arbeitsplatz bringen (BYOD). Forrester befragte weltweit 3.534 IT-Entscheider und hat die Ergebnisse in einem 28-seitigen Bericht zusammen gefasst. So werden in 2016 Konsumenten rund 56 Milliarden US-Dollar in den App Stores ausgeben und die Ausgaben von Unternehmen für mobile Projekte werden sich verdoppelt haben. [...] Forrester zeigt mit seiner Studie, dass mehr als eine coole App mit ein paar schönen Features dazu gehört, eine wirklich gute Mobile Experience zu erzeugen. Unternehmen sollten in ihrer Strategie ihre Investitionen in das Back End, die Server und die Fachleute, die für den Betrieb notwendig sind, genau berücksichtigen, insbesondere wenn die Zahl der Nutzer der App steigt. Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Sicherheit. IT-Abteilungen müssen ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärken und über den Schutz der eigenen IT-Infrastruktur hinaus auch die Daten der Kunden, die durch die Nutzung der Apps entstehen, entsprechend schützen. Die Privatspähre der Nutzer muss respektiert werden und nur solche Daten dürften verwendet werden, die die Nutzer bewusst und freiwillig frei geben.”
Über 1/4 d. Deutschen nutzt Smartphones
Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz (BMELV) nutzen 26 Prozent der deutschen Verbraucher ein internetfähiges Smartphone. Bei den unter 30-Jährigen sind es mit 58 Prozent sogar bereits mehr als die Hälfte aller Verbraucher.
Gleichfalls 26 Prozent der Nutzer sorgen sich allerdings um die Sicherheit im mobilen Internet bei der Nutzung von Apps. 36 Prozent stört es, dass Smartphones über die Ortungsfunktion jederzeit den Aufenthaltsort feststellen können – nach willentlicher Aktivierung dieser Location Based Services seitens des Nutzers (LBS).
Laut Forsa-Umfrage besitzt ein Drittel der 30- bis 44-Jährigen und gut jeder Fünfte der 45- bis 54-Jährigen ein internetfähiges Smartphone. Unterschiede gibt es auch zwischen Ost und West: In Ostdeutschland nutzen 19, in Westdeutschland 27 Prozent ein Smartphone. Nur jede fünfte Frau ist Smartphone-Nutzerin, wogegen fast ein Drittel der Männer ein Smartphone nutzt. Die beliebtesten Funktionen bei Smartphones sind E-Mails lesen und Nachrichten über soziale Netzwerke austauschen. Zudem ergab die Umfrage, dass 79 Prozent der Nutzer schon einmal Apps auf ihr Smartphone heruntergeladen haben!
zur Pressemitteilung des Verbraucherschutzministeriums
UPDATE:
Nach u.a. vom Handelsblatt referierten GfK-Zahlen war sogar fast jedes zweite 2011 neu gekaufte Handy in Deutschland ein Smartphone. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz dieser Geräte um 88 Prozent auf 14,6 Millionen Stück. Gleichzeitig sank die Zahl der nicht App-fähigen Feature Phones um 26 Prozent auf 15,2 Millionen. Deutschland ist damit laut GfK weiterhin der europaweit zweitgrößte Absatzmarkt für Smartphones, hinter Großbritannien. In Europa stieg die Nachfrage nach Mobiltelefonen um 3,2 Prozent, davon bei Smartphones um 67 Prozent. Ihr Anteil an allen verkauften Handys nahm von 22 auf 36 Prozent zu.
Fast 100% der Technikversierten haben Smartphones
Sicherheits-Spezialist Kaspersky hat Nutzer befragt, die ein Smartphone oder Tablet und gleichzeitig PC oder Notebook besitzen. Laut der nicht-repräsentativen Erhebung greift diese technisch gut ausgestattete Personengruppe mittlerweile “mit Vorliebe zum Smartphone”: 92 Prozent davon besitzen ein intelligentes Handy – nur knapp ein Drittel (30 Prozent) nennt ein Tablet sein Eigen. Spitzenreiter bei der Smartphone-Verbreitung sind die deutschen Nutzer. In der Befragung gaben 96 Prozent der Teilnehmer an, ein Smartphone zu besitzen, 79 Prozent der befragten Deutschen nutzen einen Desktop-Rechner.
Mobiles Internet wird Normalzustand
Weiteres Ergebnis: Wer ein Smartphone besitzt, geht damit auch regelmäßig online. Bei 65 Prozent der europäischen Befragten gehört regelmäßige Internet-Nutzung ganz selbstverständlich zum Smartphone dazu. Mit 64 Prozent liegt nach diesen Ergebnissen der Internet-Zugriff via Desktop bereits knapp dahinter! In der Praxis zeigt sich also eine Dreiteilung für den Internet-Zugriff: Notebook, Smartphone und PC. Internet-Zugriff via Spielekonsole (Connected Devices; 25 Prozent) oder Smart-TV (11 Prozent) liegen derzeit deutlich dahinter.
Die Umfrage wurde im Auftrag von Kaspersky Lab vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGovdurchgeführt. Insgesamt wurden 2.478 Nutzer aus Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und Großbritannien befragt, davon 401 Deutsche. Alle Befragten sind über 18 Jahre alt und per Vorauswahl Besitzer eines mobilen Geräts (Smartphone oder Tablet) und eines konventionellen Rechners (PC, Laptop oder Mac).
Kaspersky bietet mit Kaspersky Mobile Security Lite eine Free Security App und mit Kaspersky Mobile Security (6,95 Euro) eine Paid App im Android Market an. Funktionalität der Vollversion: “Echtzeitschutz vor Viren, Spam, Schadprogrammen, unerwünschten Anrufen und SMS-Nachrichten sowie direkte, cloudbasierte Überprüfung heruntergeladener Apps. Mit unserem neuen Datenschutzmodus kontrollieren Sie den Zugriff auf Ihre Kontakte und Kommunikation. Der erweiterte Diebstahlschutz deaktiviert und bereinigt Ihr abhanden gekommenes Smartphone und sucht es über Google Maps, selbst wenn die SIM-Karte ausgetauscht wurde.”
Workplace On Command
IT-Dienstleister Steria hat mit “Workplace On Command” (WOC) “zentral verwaltete aggregierte Services” vorgestellt, die “Nutzern einen einfachen und sicheren Zugang zu Unternehmensanwendungen, Daten- und Cloud-Diensten – unabhängig vom Standort und Endgerät” – bieten soll.
François Enaud, CEO der Steria Gruppe, erläutert: “Smartphones und Tablet-PCs haben einen wachsenden Anteil im Endverbrauchersegment. Entsprechend setzen Angestellte ihre privaten mobilen Endgeräte zunehmend bei der Arbeit ein (BYOD). Damit wird die Balance von Sicherheit und Mobilität ein immer wichtigeres Thema in den Unternehmen. Als integriertes Serviceangebot bietet WOC eine einzigartige Lösung in Zeiten rasanter Technologieentwicklungen, knapper Budgets und zunehmender Nutzung der IT durch Endverbraucher.”
Die gemeinsam mit Microsoft präsentierte Lösung ist laut Steria mit allen Endgeräten kompatibel, die unter Windows, Linux, MacOS, iOS, Android und BlackBerry OS laufen. Dank Citrix-Technologie lassen sich Desktops und Anwendungen für die Nutzer virtualisieren, wo immer sie sich gerade aufhalten, und die Unternehmen können Anfragen über das technisch hochwertige Portal Steria Workstore verwalten, das auf Ciscos Cloud-Portal-Plattform basiert. Dieser Coroporate App Store soll Anwendern Zugang zu ihrem Profil und dort für sie bereitgestellten Services verschaffen. Darüber hinaus können die Anwender neue Services abonnieren und erhalten – um die Kosten zu überwachen – einen monatlichen Nutzungsüberblick. Das Angebot beinhaltet derzeit folgende Microsoft-Office-Produkte: Word, Excel, PowerPoint, Access, Project, Visio, Publisher und Office 365. Jedes Profil wird durch das Anwenderunternehmen eingerichtet und zentral verwaltet. Die zentrale Speicherung und Verwaltung von Daten via Cloud soll dazu führen, dass ein verlorengegangenes oder gestohlenes Gerät sofort per Remote-Befehl gesperrt oder auf eine “schwarze Liste” gesetzt werden kann, so dass die Verbindung mit dem Desktop nicht mehr möglich ist – und zwar ohne dass Informationen beschädigt werden. Auf diese Weise könnten Unternehmen auch strengere Datenschutzrichtlinien einhalten. Die “Pay-per-Use”-Struktur soll überdies dazu führen, dass das Unternehmen nur für die Services bezahlt, welche seine Mitarbeiter auch tatsächlich nutzen.