Q311: Smartphone-Absatz +42%
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wurden im dritten Quartal 2011 (Q311) weltweit 440,5 Millionen mobile Endgeräte verkauft. Das entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Nachfrage bei Feature oder Dumb Phones (Handys, die keine Smartphones sind), ist vor allem in Schwellenländern weiterhin hoch. In Q311 wurden allerdings mit 115 Millionen Geräten 42 Prozent mehr Smartphones verkauft als im selben Zeitraum des Vorjahres.
Betrachtet man den Absatz über alle Mobiltelefone, so ergibt sich folgende Hitliste: 1. Nokia (23,9% Marktanteil in Q311, in Q310 waren das noch 28,2% gewesen); 2. Samsung (Q311 17,8%, Q310 17,2%); 3. LG Electronics (Q311 4,8%, Q310 6,6%); Apple (Q311 3,9%, Q310: 3,2%), 5. ZTE (Q311 3,2%, Q310 1,9%); 6. RIM (Q311 2,9%, Q310 3,0%); 7. HTC (Q311 2,7%, Q310 1,6%); 8. Motorola (Q311 2,5%, Q310 2,1%); 9. Huawei (Q311 2,4%, Q310 1,3%); 10. Sony Ericsson (Q311 1,9%, Q310 2,5%).
Werden nur Smartphones betrachtet, so hat Samsung mit einer Umsatzverdreifachung der weltweit abgesetzten Stückzahlen erstmals Nokia als Nummer 1 verdrängt.
Android OS läuft laut Gartner auf 52,5 Prozent aller in Q311 neu verkauften Smartphones. Die Verfolger: 2. Symbian (16,9%); 3. iOS (15,0%); 4. BlackBerry OS (11%); 5. Bada (Samsung: 2,2%); 6.Microsoft (Windows Mobile und WP7 zusammen mit nur 1,5%!); 7. Rest (0,9%). Erstaunlich ist das abrupte Verschwinden des ehedem sehr beliebten, inzwischen aber abgekündigten WebOS (Palm, Hewlett-Packard) aus den aktuellen Absatzzahlen.
Mehr Infos im Report “Market Share: Mobile Communication Devices by Region and Country, 3Q11″, der hier geordert werden kann.
Ergänzende SSI-Ergebnisse
Auch Survey Sampling International (SSI hat eine entsprechende Studie durchgeführt und die Ergebnisse aus neun Ländern hochgerechnet. Hiernach würden 95% der Weltbevölkerung Handys besitzen – wenn man vernachlässigen würde, dass etliche Menschen mehrere haben – und enorm viele natürlich gar keinen Zugang zu Elektronik-Geräten..! Hong Kong (99%), China (98%) und Schweden (98%) haben SSI zufolge den höchsten Anteil an Handybesitzern, während ausgerechnet die USA (89%) den niedrigsten Anteil aufweisen sollen.
Weitere Ergebnisse: 42% aller Handybesitzer haben bereits ein Smartphone. 58% der Handybesitzer ohne Smartphone planen, sich als nächstes Handy ein Smartphone anzuschaffen. Bei den Personen, die den Kauf eines Smartphones planen, sind Apples iPhones die beliebteste Gerätesorte. Wenn das Geld keine Rolle spielen würde, würden fast ein Drittel der Befragten weltweit ein Apple iPhone vorziehen. Samsung (12%), Nokia (10%), Sony Ericsson (8%) und BlackBerry (7%) zählen ebenfalls zu den Top 5 der beliebtesten Marken.
Zwischen Faszinosum und Frustquelle: Smartphones
Auch wenn Smartphones beliebt und begehrt sind, können sie frustrierend sein. Siebenunddreissig Prozent der Befragten geben beispielsweise an, dass die Akkulaufzeit sehr oder sogar extrem frustrierend ist. Fast ein Viertel der Befragten sagt, dass Websites, die nicht für Smartphones optimiert wurden, sehr oder extrem frustrierend sind. Zudem sind 19 % der Befragten durch unerwartete Änderungen in der Displayausrichtung (Rotation) und die Bildschirmtastaturen, die sie als zu klein für ihre Finger empfinden, sehr oder extrem frustriert.
Die Ergebnisse beruhen auf einer Umfrage, die über 4.500 Erwachsenen auf SSI-Online-Panels durchgeführt wurde.
Android = Nr. 2 Smartphone-OS in EU5
Die Mobil-Spezialisten von comScore heute eine Analyse des comScore MobiLens-Service veröffentlicht, die sich mit dem steigenden Trend von Smartphonesin in der EU5-Region (“den fünf führenden europäischen Märkten: Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien”) befasst. Im Juli 2011 nutzte rund einer von vier Smartphone-Besitzern (22,3%) Smartphones mit dem Google-Betriebssystem. Auf Rang 1 liegt noch Symbian mit 37,8% (-16,1 Prozentpunkte). Android hat Apple in EU5 schon überholt: iOS kommt auf 20,3% (+1,2 Prozentpunkte). Den 4. Platz besetzt RIM mit 9,4% (+1,5 Prozentpunkte). Trotz WP7 bröckelt Microsofts Platz 5 (6,7 Prozent) kräftig weiter: Minus 4,8 Prozentpunkte.
HTC verfügte mit 34,6 Prozent aller jenerzeit in der EU5-Region genutzten Android-Geräte über den höchsten Marktanteil aller Gerätehersteller, dicht gefolgt von Samsung mit einem Anteil von 31,7 Prozent. Dahinter Sony Ericsson (15,1%), LG (5,8%) und Motorola (3,6%).
Lesetipp: Android Magazin
Der Strom der Print-Titel aus der “Mobile”-Abteilung reißt vorläufig nicht ab. Mit dem “Android Magazin” zielt der in Perg/Österreich ansäßige CDA Verlag durchaus hoch: Es gibt ein Redaktionsbüro in Berlin und das Mag wird in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg vertrieben (ließ sich allerdings bei mehreren grundsätzlich prächtig sortierten Köln/Bonner Reisepressebuchhandlungen nicht ausmachen). Das aus Sicht von Herausgeber Harald Gutzelnig “erste deutschsprachige, regelmäßig erscheinende Android-Magazin” ging bereits am 10. Juni mit der Juli-/August-Nummer an den Start. Diese lag uns auch zur Lektüre vor, bei der zunächst das frische, bildfreudige und lesefreundliche Layout auffiel.
Laut Chefredakteur Raphael Schön und Redaktionsleiter Andreas Gutzelnig hält sich die Redaktion besonders viel auf die über 100 App-Tests zugute, “da das volle Potenzial eines Android-Gerätes nur mit den richtigen Apps voll ausgereizt werden kann”. Zuvor aber gibt es lifestylige News, die Rubriken Report (Android 3; nichts, was nicht vor 3 Monaten schon auf heise.de gestanden hätte) sowie Technik: Zum einen mit Hardware-Tests zu Samsung Galaxy S2, LG Optimus Speed, Sony Ericsson Xperia Arc, Google Nexus S (Samsung), HTC Incredible S, die u.a. durch die Farbcodes auch Schnell-Lesern auf einen Blick zugänglich sind. Zum anderen mit dem Überblick “Die besten Android Smartphones”, der zusätzlich das Xperia Play, das Desire Z, das Wildfire S sowie von Motorola Defy und Milestone 2 würdigt. Der Versuchung, den Testpark mit den verschiedenen iPhone-Generationen ganz oder in einzelnen Referenzpunkten zu vergleichen, wird dabei komplett widerstanden. Nützlich, besonders für alle, die jetzt noch unentschlossen sind, ist der folgende Beitrag “Ausblick auf kommende Smartphones”, der auflistet, was die Hersteller für 2011 noch angekündigt haben – und mit welchen Spezifikationen.
Die nächste Strecke huldigt dem Breiten, Flachen und titelt “2011 – Das Jahr der Android Tablets” (hier gibt es allerdings Experten, die das noch ganz anders berurteilen. Aus Glanzkinder-Sicht lässt sich immerhin dazu sagen, dass auf die mobileTicker-App for Android bereits zu knapp 9 Prozent allein vom Samsung Galaxy Tab zugegriffen wird): Hier kommen neben besagtem Samsung-Flachmann das Motorola Xoom, Acer Iconia A500 und LG Optimus Pad zu Ihrem Recht. Wieder wird auch ein Ausblick auf kommende Tablets gegeben, darunter das Nexus-Tablet (LG).
Gadgets und Zubehör ist eine weitere Rubrik, die so spaßige Dinge wie eine Skibrille mit Head mounted display, eine Smartphone-Fernbedienung (Sony Ericsson LiveView) oder so erzpraktische wie externe Tastaturen (NoName/Amazon) aufführt.
Endlich ist nun auch die Rubrik Apps erreicht, mit ihrem Glanzstück “Die 100 besten Apps”. Weitgehend Market-analog gegliedert nach dem Saisonthema Urlaub, Navigation und Reisen, Büro & Finanzen (die üblichen Verdächtigen wie Documents To Go), Nachrichten & Wetter (schmerzlicherweise ohne mobileTicker
), Bildung & Wissen, Soziale Netze & Kommunikation, Sport, Gesundheit & Fitness, Shopping & Lifestyle, Musik & Unterhaltung, Grafik & Fotografie, Tools & Gadgets und natürlich Spiele. Vorgeschaltet ist ein kleines How-to (Apps installieren, löschen, QR Codes) für Newbies. Die Rezensionen sind auf den Punkt und inhaltlich sowie sprachlich deutlich über dem Niveau von Apps&Co. etc. Beispielsweise wird die schreckliche XING-App zurecht gegeisselt. Eine Note von bis zu fünf Androiden-Männlein gibt schnellen Überblick. Wer es noch schneller braucht, blättert gleich bis zu den Überblicksseiten 68-71.
Die fortgeschrittenen, freiheitsliebenden unter den Leser adressiert die Anleitung “Android Handy rooten” (vgl. Jailbreak) unter Tipps. Hier finden sich auch Hinweise auf App Stores für Endgeräte mit Root-Rechten sowie der Verweis auf die XDA-Community für Custom-ROMs. Allerwelts-Tipps zur Verlängerung der Akku-Standzeit oder zum Smartphone-Schutz runden eine gelungene Erstausgabe (84 Seiten) ab. Detailkritik: Eine Inhaltsangabe und Erläuterungen zur Heft-CD (die Tools für Smartphones und Tablets sowie Video-Reviews enthält) werden vermisst. Das Einzelheft kostet 5,90 Euro (kein Abo-Preis und keine Erscheinungsfrequenz angebeben, es sieht aber nach zunächst zweimonatiger Erscheinungsweise aus). Fazit: eine mehr als willkommene Bereicherung der Szene, ****.
Leseprobe Ausgabe 2 (ab morgen im Handel) u. Bestellmöglichkeit>
Tablet(ten)-Sucht: Vom iPad 2 über Galaxy, Touchpad bis zum Xoom
Plattrechner sind in wie nie: Die Marktforscher von IDC
sagen vorher, dass 2011 4,08 Tablets in Deutschland verkauft werden – also fast vier Mal
so viele wie 2010 (1,15 Mio.). Nennenswerte Marktanteile erzielen dabei bislang nur Apple und Samsung. Doch neue Anbieter und Geräte sind schon in den Startlöchern, auch wenn sich der von Markteintritt der Tablets von Dell, Acer und Sony verzögert.
Gartner: Apple iOS wird den Markt der Media Tablets bis 2015 dominieren und mehr als 50 Prozent Marktanteil in den nächsten drei Jahren haben
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird Apples iOS trotz erstarkender Konkurrenz von anderen Betriebssystemen den Tablet-Markt bis 2015 dominieren. Durch den Erfolg des iPad hat iOS im Markt für Media Tablet Betriebssysteme einen Marktanteil von 69 Prozent im Jahr 2011. 2015 soll der Marktanteil noch bei immerhin 47 Prozent liegen. Android OS kommt nach diesen Zahlen derzeit auf 20%, die der Prognose zufolge bis 2015 auf 39% ausgebaut würden. Die Zahl der nativen Apps für Android-3.0 (Honeycomb) Tablets soll übrigens aktuell erst bei etwas über 50 liegen, wie MacNews berichten. Apples iPad hatte bereits zum Start 1.000 native Apps – von den Universal Apps für alle iOS-Plattformen ganz zu schweigen. Noch wenig relevant als Tablet-Betriebssysteme bleiben vorerst MeeGo und WebOS (Palm/HP) oder QNX, das auch vom BlackBerry PlayBook genutzt wird. Laut Gartner werden Smartphone-Nutzer bemüht sein, sich – wenn überhaupt – ein Tablet mit dem gleichen Betriebssystem wie ihr Telefon zu sichern.
Weitere Infos im Report “Forecast: Media Tablets by Open Operating System, Worldwide, 2008-2015″, der hier erworben werden kann.
Media Tablets steigern die weltweiten IT-Ausgaben in 2011 um 5,6 Prozent
Laut einer weiteren Gartner-Vorhersage werden die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2011 3,6 Billionen (sic, Trillions) US-Dollar erreichen. Dies entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber 2010 mit 3,4 Billionen US Dollar. Gartner hat damit seine vorherige Prognose, in der mit einem Wachstum von 5,1 Prozent im Jahr 2011 gerechnet wurde, leicht angehoben. Tablets wie das iPad führen bereits im Jahr 2011 zu einer Erhöhung der IT-Ausgaben um 5,6 Prozent. Die IT-Ausgaben für Tablets im Unternehmenseinsatz steigen laut Gartner um 52 Prozent jährlich.
Weitere Infos im Report “Forecast Alert: IT Spending, Worldwide, 1Q11 Update”, der hier erworben werden kann. Gartner fordert CIOs hier ausdrücklich auf, Media Tablets im Unternehmen einzusetzen und eine entsprechende Strategie zu forcieren. Tips für die Einführung gibt der Gartner Special Report “iPad and Beyond: The Media Tablet in Business”, zu dem hier ein achtminütiger Podcast geboten wird.
“CIOs brauchen jetzt eine Tablet-Strategie” titelt denn auch silicon.de und zitiert eine entsprechende Studie von Forrester Research. Denn von den 15 Millionen iPads, die Apple schon 2010 verkauft hat, würden viele ins Büro mitgenommen.
Android m. fast 1.600% Wachstum in Westeuropa
2010 war bekanntlich ein gutes Jahr für Android. Wie gut, bestätigen aktuelle IDC-Zahlen: Von ca. 470.000 in Westeuropa abgesetzten Android-Smartphones im Jahr 2009 (4% Marktanteil) explodierte dieser Markt geradezu auf 7,9 Millionen Einheiten in 2010 (31% Marktanteil). Die Prognose bis 2015 liegt bei 37 Prozent Marktanteil für Googles mobiles Erfolgs-Betriebssystem für diesen Teilmarkt.
Doch auch für andere brummt es im Mobile Business: Der Gesamtmarkt für Mobiltelefone wuchs laut IDC in Westeuropa um 3,2 Prozent von Q409 auf Q410. Die Smartphone-Absätze kletterten im gleichen Zeitraum sogar um 99,4 Prozent auf 25,6 Millionen Einheiten.
Zu den derzeit verlierenden Herstellern gehören nach diesen Zahlen Nokia und LG, zu den Gewinnern Samsung, HTC, Apple und RIM. Sony Ericsson konnte nur sein Android-Geschäft ausbauen.
Event: droidcon, 23.-24.03.11, Berlin
Die dritte Auflage der Android-Entwickler-Konferenz droidcon steht vor der Tür. Diesmal in der Urania Berlin wird ein aus drei Keynotes und rund 35 Vorträgen gegliedertes Programm geboten, das in die Themenbereiche Development, Augmented Reality, No-Java Development, Games, Android Framework, Markets and Monetization, Mobile Business (u.a. Bezahlmethoden) und Hardware gegliedert ist.
Am 23. März – dem Vortag der Konferenz – findet wie auf den bisherigen droidcons auch ein kostenloses Barcamp statt. Die Vorträge des Barcamps werden wie üblich nicht vorgegeben, sondern vor Ort abgestimmt. Ein Hackathon mit gemeinsamem Android-Programmieren wärmt bereits am 20. März für die droidcon auf.
“Honeycomb” – die u.a. für Tablets optimierte Android 3.0-Version – und die dazu gehörende Hardware bilden einen Schwerpunkt auf der droidcon. Blogger Sascha Pallenberg eröffnet folglich die Konferenz mit einem Vortrag über “Tablets, Superphones: the Coming Hardware Platforms”. Sparky Rhode – Android Advocat von Google wird die technischen Änderungen erläutern, die sich mit der Erweiterung von Android auf Tablets ergeben. Weitere Schwerpunkte sind wie gesagt Augmented Reality und das noch neue Feld der 3D-Benutzeroberfläche unter Android mit einer dazu passenden Keynote von Erik Hellmann, Research Manager bei Sony Ericsson.
Die Teilnahme an der Konferenz kostet 129 Euro inkl. Mehrwertsteuer.
Programm und Registrierung
Smartphone Sales 2010: +72%
Laut dem IT Marktforschungs- und Gartner wurden im Jahr 2010 weltweit 1,6 Milliarden Handys verkauft, was einem Wachstum um 31,8 Prozent im Vergleich zu 2009 entspricht. Die Smartphone-Verkäufe an Endverbraucher stiegen um 72,1 Prozent im Vergleich zu 2009 und haben jetzt einen Anteil 19 Prozent an den gesamten Handyverkäufen in 2010 – nach diesen Zahlen wäre also jedes fünfte 2010 verkaufte Handy ein Smartphone gewesen. Andere Quellen sprechen davon, jedes vierte oder sogar jedes dritte mobile Endgerät (in Deutschland) sei bereits ein Smartphone.
Smartphone-Absatz lässt PCs hinter sich
Knapp 101 Mio. weltweit in Q410 verkauften Smartphones stehen nach IDC-Zahlen nur 92,1 Mio. PCs gegenüber (Q409: 53,9 Mio. Smartphones=. Somit hätten Smartphones erstmals den PC-Absatz überrundet!
Laut Gartner hätte der Markt ohne Nachschubprobleme bei Kamera-Modulen, Touchscreen Controllers sowie AMOLED Displays (active-matrix organic light-emitting diode) in Q4/10 sogar noch stärker zulegen können. Aufgrund des Booms bei “Media Tablets” erwartet Gartner ein Anhalten der Bauelemente-Knappheit.
Der Handy-Markt hat sich laut Gartner von 2009 bis 2010 wie folgt entwickelt: Der Marktanteil von Primus Nokia ist von 36,4 auf 28,9 Prozent eingeschrumpelt. Samsung hält sich mit von 19,5 auf 17,6 Prozent auf Rang 2 der Hersteller. LG Electronics bleibt Platz 3 trotz von 10,1 auf 7,1 Prozent gesacktem Anteil. RIM verbesserte sich marginal von 2,8 auf 3 Prozent, gefolgt von Apple mit 2,9 Prozent (entsprechend 46,6 Mio. iPhones), Sony Ericsson mit 2,6 und Motorola mit 2,4 Prozent Marktanteil.
Android schon auf Position 2 im US-Smartphone-Markt
Werden nur Smartphones betrachtet, ergibt sich folgendes Ranking: Symbian (37,6%), Android (22,7%), BlackBerry OS (16,0%), iOS (15,7%), Microsoft (4,2%), Andere (3,8%). Der vollständige Report “Competitive Landscape: Mobile Devices, Worldwide, 4Q10 and 2010″ kann hier erworben werden.
Verwirrende Vielfalt bei App Stores
Apple App Store, Android Market, BlackBerry App World, Samsung Apps, Nokia Ovi Store, Windows Market Place, Intel App Up, Ericsson EStore und Qualcomm Plaza.
Der App Store von Apple hat trotz des oftmals intransparenten Prüfprozesses bisher am meisten Erfolg mit über 250.000 Apps die bislang über 6,5 Millarden mal heruntergeladen wurden und laut Apple den Entwicklern mehr als eine Mrd. Dollar einbrachten.
Android von Google ist das derzeit am schnellsten wachsende Handybetriebstsystem. Laut der US-Marktforschungsfirma Gartner wird es 2014 mit dem hauptsächlich von Nokia genutzten globalen Spitzenreiter Symbia gleichziehen. Amazon will sich diesen trend nun offenbar stärker zu nutze machen. Der renommierte IT-Blog Techcrunch rechnet mit einer entsprechenden Ankündigung von Amazon in den nächsten Tagen. Die Branche erwartet seit langem einen eigenen Online-Marktplatz von Amazon als Gegenangebot zu Apples App Store. Schließlich verkauft der Internethändler sowohl physische als auch digitale Waren und könnte dieses Geschäft in einem App Store besser bündeln. Zudem haben, ähnlich wie bei iTunes, Millionen Nutzer ihre Kreditkartennummer bei Amazon hinterlegt. Amazon orientiert sich offenbar an branchenüblichen Standards. So sollen Entwickler eine Umsatzbeteiligung von 70 Prozent für das herunterladen kostenpflichtiger Anwendungen erhalten.
Google ist mit dem Android Market einer von vielen Konzernen, die Apples Beispiel folgten. Android wurde von Beginn an als offene herstellerübergreifende Plattform und als Gegenentwurf zu Apples iOS entwickelt. Der Marktanteil legte laut Gartner im zweiten Quartel auf 17,2 von 1,8 Prozent im Vorjahreszeitraum zu. Derzeit sind im Android Market mehr als 80.000 Apps verfügbar, wobei der Anteil kostenloser Apps deutlich höher als bei den Konkurrenzangeboten ist.
BlackBerrys App World zeichnet sich hingegen nicht als Massenanbieter aus mit derzeit etwa 7000 Software-Anwendungen die nur auf Geräten von Research IN Motion laufen.
Nokias Ovi Store mit rund 13.000 Apps hingegen hat einen Wettberwerb für Entwickler ausgelobt, die Apps für den Ovi Store entwickeln. Mit einer änlichen Aktion versucht auch Samsung die Zahl seiner Bada-Apps im Samsung App Store zu erhöhen.
Düster sieht es für Microsoft (Microsoft Market Place) aus. Das im Vergleich zu Android und iOS hoffnungslose unterlegene Windows Mobile 6.5 hat den größten Softwarekonzern weit zurückgeworfen. Hoffnung bestehen aber bei dem in kürze erscheinende Windows Phone 7 .
Auch Chipkonzerne wie Intel (Intel App Up), Qualcomm (Qualcomm Plaza) und Ericsson (Ericsson EStore) haben eigene App Stores aufgelegt, mit denen sie ihre Produkte versuchen aufzuwerten.
Ad Requests: Android + 996% in 8 Monaten
Millennial Media (MM) ist ein – aktuell anscheinend sowohl von RIM wie Microsoft umworbener – Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Gerade wurde der aktuelle Report “Mobile Mix” veröffentlicht, der auf nach Geräteherstellern und Betriebssystemen aufgeschlüsselten August-Daten aus dem MM-Werbenetzwerk beruht. Aus den Ergebnissen:
- Android, weiterhin zweitgrößtes mobiles Betriebssystem bei MM hat sich mit sieben Prozent Wachstum im Vergleich zum Vormonat insgesamt bereits 26 Prozent Anteil an den Smartphone-basierenden Ad Impressions im MM-Netzwerk erobert.
- Von Android ausgehende Ad Requests sind von Juli bis August um 39 Prozent gestiegen, seit Januar sogar um 996 Prozent.
- Motorola wurde drittgrößter Endgerätehersteller im Netzwerk – das Android-basierte Motorola Droid steht auf Rang 2 der Top 20-Geräteliste (alle Handys, nicht nur Smartphones) von MM, vgl. Graphik.
- Auf Platz 1 hält sich Apple - seit September 2009. Auf unter iOS betriebene Geräte lassen sich im August allerdings nur noch 29 Prozent der Ad Impressions im MM-Netzwerk zurückführen (Juli: 35 Prozent).
- Auf Smartphones generell zurückzuführende Ad Impressions stiegen von Juli bis August um drei Prozent.
- Von BlackBerry-Endgeräten ausgehende Ad Requests verzeichneten in diesem Zeitraum ein Wachstum von 16 Prozent, vom iPad ausgehende ARs stiegen um 76%
zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen Mobile Mix
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Bis auf die obengenannte Rubrik dem Konzept entsprechend nicht iPhone-spezifisch; deutschsprachig, ordentliche Darstellung auf dem iPhone – allerdings naturgemäßer Ausfall der zahlreichen Flash-Elemente auf den Apple-Plattformen; für das genannte Berichtsspektrum empfehlenswert.
Fazit: ***