Statistiken und Prognosen zum Mobile Business

Beim Mobile Business scheint es derzeit nur die Richtung Aufwärts zu geben, so lesen sich jedenfalls die aktuellen Zahlen und Vorhersagen. Beispielsweise ZenithOptimedia prophezeit im jährlichen “New Media Forecast” die Verdoppelung der Smartphone-Penetration in den 19 Top-Digital-Märkten bis 2015 auf dann fast 72 Prozent. In den gleichen Zielgebieten sollen es Tablet-Computer bis 2015 auf 13 Prozent Marktdurchdringung bringen (2012: 5%).

ABI Research Communications sieht einen ähnlichen Trend: bis Ende dieses Jahres soll hiernach die installierte Basis an Smartphones um 44 Prozent auf erstaunliche 1,4 Mrd. Geräte steigen. Davon sollen 57 Prozent eine Android-Version fahren und nur noch 21 Prozent iOS als Betriebssystem haben. Für Tablets lautet die Prognose bis Jahresende: 268 Mio. Geräte, davon 62% mit iOS und 28 Prozent mit Android unter der flachen Haube.

App-Publisher und -Auftraggeber erschlagen mit Android und iOS gemeinsam über 90 Prozent des Gesamtmarktes für native App-Programmierung, wie auch Statistikenvon u.a. IDC belegen: Allein im 4Q12 haben Apple und sämtliche Hersteller von Android-Phones gemeinsam rund 207,6 Mio. Einheiten neu in den Markt gebracht (+70,2% im Vergl. zu 4Q11). Es ergeben sich ff. Marktanteile: Android 70,1%, iOS 21%, BlackBerry OS 3,2%, WindowsPhone 2,6% (+150 Prozentpunkte), Linux 1,7% und andere (darunter auch der ehemalige Marktführer: Nokias Symbian) 1,3%.

Unterstützung für diese Marktsicht kommt auch von Gartners Zahlenwerk: Hiernach entfallen derzeit 52 Prozent der weltweiten Smartphone-Verkäufe auf Samsung und Apple. 2012 wurden insgesamt 1,75 Mrd. Mobiltelefone verkauft. Auf Platz 3 unter den Smartphone-Herstellern hat sich Huawei emporgearbeitet.
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Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Über 25% mobil im Web

Der Mobile-Boom und Trend zum Mobile Business sind ungebrochen: Alleine im letzten halben Jahr ist die Anzahl der Unique Mobile Users (UMUs) in Deutschland von 16,9 auf 19,2 Millionen angewachsen. Damit sind mehr als 27 Prozent der Deutschen über 14 Jahren im mobilen Internet unterwegs – mit stark steigender Tendenz. Von diesen nutzt bereits beinahe jeder Dritte das mobile Netz ebenso oft oder sogar häufiger als das klassisch-stationäre Internet.

Mit 42 Prozent hat auch die Zahl der Angebote deutlich zugenommen, deren Nutzung von der ArbeitsGemeinschaft Online-Forschung (AGOF) erfasst wird: Die aktuelle “mobile facts 2012-I” weist Reichweiten- und Strukturdaten für 68 mobile-enabled Websites und 102 Applikationen von 14 Vermarktern aus.

Mobile Users are…

Männlich, jung, gebildet und einkommensstark – mit diesen Attributen lässt sich die mobile Nutzerschaft in Deutschland umschreiben. Doch auch Frauen entdecken das Medium Mobile vermehrt für sich: Seit der Studienausgabe vom März 2012 ist der weibliche Anteil bereits um 1,3 Prozent auf 7,88 Millionen gestiegen. Über 64 Prozent der Mobiler sind zwischen 14 und 39 Jahre alt, fast 49 Prozent zählen zur Altersgruppe 20-39 Jahre. Kombiniert mit einem überdurchschnittlich hohen Bildungsniveau (rund 70 Prozent besitzen die mittlere Reife oder einen höheren Abschluss) und bei 7,77 Millionen Usern mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 3.000 Euro im Monat erreichen Werbetreibende aller Branchen über den Werbekanal Mobile (Mobile Web, Web-App und native Apps besonders attraktive Zielgruppen.

Bei den Vermarktern  für mobile liegt G+J vorneAuf Platz eins bei den Apps führt nach Reichweite übrigens die TV Spielfilm iPhone App mit 1.2 Mio. UMUs pro Monat bzw. 6,4%, gefolgt von der wetter.com App (Android; 1,0 Mio. bzw. 5,3%). Auf den Plätzen drei bis fünf finden sich erneut TV Spielfilm (Android; 897.000 bzw. 4,7%), danach radio.de (iPone; 739.00 bzw. 3,9%) und die Barcoo App (iPhone; 683.000 bzw. 3,6%). Erstmals mit der mobile facts 2012-I steht auch ein Ranking für die anteiligen Reichweiten sämtlicher Bestandteile eines Angebots – also mobile-enabled Website und aller App-Plattformvarianten – zur Verfügung.

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Ergänzende, von NetMarketShare stammende Zahlen veröffentlichte Statista: Nach dieser Hochrechnung werden im September 2012 Smartphones und Tablets erstmals für rund zehn Prozent der Internetnutzung verantwortlich sein. Bis Ende 2013 soll sich der Anteil der mobilen Endgeräte am Traffic auf ca. 17 Prozent erhöhen.

Und noch eine weitere Sicht: E-Plus und TNS Infratest schreiben in ihrer jährlichen Marktstudie “Mobilfunkmonitor” sogar, dass heute bereits 60 Prozent der deutschen Mobilfunkkunden zwischen 14 und 29 Jahren das Mobile Web nutzen. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 21 Prozent.Mobilfunkmonitor 2012 von E-Plus und TNS Infratest
mehr Infos zum Mobilfunkmonitor 2012

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iPad schafft in D. neuen Millionen-Markt

Statista LogoDie aktuelle Studie des Statistikportals Statista zur Markteinführung des Apple iPad prognostiziert für Deutschland einen iPad-Absatz von 500.000 Geräten in 2010. Im Vergleich dazu nannte der BITKOM aktuell BITKOM-Umfragen, die aufe eine halben Mio. Tablet-PCs in Deutschland überhaupt hindeuten, also nicht nur iPads.

EARSandEYES LogoUnstrittig ist: Das iPad wird der Tablet-Marktführer und wenige Monate nach Verkaufsstart wohl auch der meistverkaufte “E-Reader” in Deutschland sein. Den Umsatz mit E-Books, E-Mags, E-Paper und Apps für das iPad prognostiziert die Studie auf 16 Millionen Euro in 2010. Den größten Umsatz werden Software und Spiele gefolgt von E-Books erzielen.

Laut Statista wird der Verkaufsstart für das iPad in Deutschland moderaterer verlaufen als in den USA. Dennoch prognostizieren die Statistik-Experten in Summe zwei Millionen verkaufte iPads im deutschen Markt bis Ende 2012. Unter den E-Readern wird das iPad mit einem Marktanteil von deutlich über 50 Prozent eine dominierende Stellung hierzulande einnehmen. Die Hochrechnungen der iPad-Studie basieren auf Erhebungsdaten des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES vom April 2010, für die 1.000 Personen befragt wurden.

Die monatlichen Ausgaben für Textmedien wie elektronische Zeitungen oder Bücher sollen hiernach bei iPad-Besitzern in den kommenden drei Jahren durchschnittlich bei rund 6 Euro im Monat liegen. Damit würde das iPad bereits im kommenden Jahr einen neuen Markt für (Printerzeugnissen entsprechenden) Paid Digital Content mit rund 40 Millionen Euro Umsatz generieren. In den nachfolgenden Jahren ist laut Studie ein deutlich weiter wachsendes Marktvolumen zu erwarten. E-Books sollen dabei interessanterweise umsatzstärker sein als E-Paper und E-Mags, die elektronischen Pendants zu Zeitschriften und Zeitungen. Grund ist laut den Autoren der Studie das breite kostenlose Angebot an journalistischen Inhalten im Internet. Im Jahr 2012 sollen 0,7 Prozent der Umsätze des deutschen Buchmarkts auf E-Books für das iPad entfallen.

Auch spannend: Der Markt der Anbieter von E-Books und E-Papern scheint derzeit noch nicht durch einen Platzhirschen dominiert. Fast 67 Prozent der Onliner können bei offener Fragestellung keinen Shop für E-Books und schon gar keine App-Spezialisten in diesem Bereich nennen (während sich beispielsweise textunes in Pressemitteilungen als “Marktführer für deutschsprachige mobile Literatur” positioniert). Auch innerhalb der zukünftigen iPad-Nutzerschaft besteht bei der Hälfte der Befragten noch keine Präferenz für einen bestimmten E-Book-Shop. Zu den bekanntesten Shops im Segment von E-Books und E-Paper zählen Amazon und iTunes.

Studie: iPad vs. andere Tablets u. eReader

comScoreDie Spezialisten für Marktforschung im Bereich digital/mobile comScore haben 2.176 Internetnutzer nach ihrem Wissensstand und Meinung zu Apples iPad sowie konkurrierenden Endgeräten befragt. Die Studie ist kostenpflichtig, im Folgenden Auszüge aus den wichtigsten Ergebnissen:

comScore hatte Konsumenten nach Ihrer Kenntnis mehrerer mobiler “eReader” und Tablet-Endgeräte sowie nach ihren diesbezüglichen Kaufabsichten gefragt. Die gestützte Bekanntheit liegt beim iPad mit 65% auf exakt gleich hohem Niveau wie bei Amazons Kindle, gefolgt vom Sony Reader (39%), dem Barnes & Noble Book (28%) und Samsungs Papyrus (11%). Die angekündigten Geräte von HP und Microsoft wurden noch offensichtlich nicht berücksichtigt. Beim tatsächlichen Erwerb liegt der Kindle mit 6% noch deutlich vor Sony (4%) und Apple (1%). Die Kaufabsicht (in den nächsten drei Monaten) stellt sich wie folgt dar: Apple (15%), Amazon (14%), B&N (10%), Sony (9%) und Samsung (8%).

Auf die Frage nach der Hauptnutzungsabsicht eines iPads (Mehrfachnennungen möglich), so sie denn eines besäßen, antworteten 50% mit Browser-/Internet-Nutzung, 48% E-Mail-Nutzung, erstaunlich hohe 38% nannten Musik hören, 37% E-Books lesen, aber auch 37% Adressbuch-Funktion, 36% Videos betrachten, 34% eNewspaper/eMags lesen. Diese Top-Aktivitäten werden gefolgt von Fotos Betrachten, Kalender-Nutzung, Spielen(30%), Apps aus dem App Store herunterladen (26%).

Die Erhebung fragte auch den Besitz von entweder iPhone oder iPad touch ab – ein Kriterium, das Befragte zu “iOwners” macht. Diese zeigen laut comScore ein signifikant anderes Kaufverhalten bei digitalen Inhalten. 52% der iOwners sind bereit, für digitale Zeitungsabonnements zu bezahlen, im Gegensatz zu nur 22% der nicht-iOwners. 3% der iOwners haben bereits ein iPad bestellt, im Gegensatz zu 1% der Vergleichsgruppe.

Weitere interessante Ergebnisse: Am meisten wünschen sich iPad-Interessenten Multitasking (43%), ein größeres Display (37%) sowie eine eingebaute Kamera (34%). Nur 22% der Befragten sagten, ein iPad werde bei ihnen voraussichtlich ein Netbook ablösen, bei 37% aber einen iPod touch! Die Untersuchung zeigt keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Die komplette Studie kann erworben werden – dazu Infos anfordern unter learnmore@comscore.com.

HORIZONTstats: In Marketing-Statistiken baden

HORIZONTstatsDas neue kostenpflichtige Portal HORIZONTstats des Marketing-Fachblatts Horizont und der Hamburger Spezialisten Statista bietet ab sofort laut Anbieter über eine Million Statistiken aus 500 verschiedenen Quellen zu den Bereichen Marketing, Werbung, Medien und Internet an. Alles Material kann zur Weiterverarbeitung herunter geladen werden – als Excel-, Grafik- oder PowerPoint-Dateien.

HORIZONTstats_chartBeispielsweise die Rubrik “Der Apple-Mythos in Zahlen” listet 195 Statistiken. Zur Nutzung muss man sich registrieren. Kostenlos ist die Web-Ansicht der sogenannten “Basis-Statistiken”, ohne Download. Die Nutzung der “Premium-Statistiken” (70% des Angebots) kostet knapp 30 Euro/Monat (knapp 20 Euro für Abonnenten). Für kurzfristiges Erkenntnisinteresse, etwa im Rahmen eines einmaligen Markteinführungsprojekts, wird ein einmonatiger Premium-Account für knapp 90 Euro angeboten.