Nicht ohne meine H-Milch-Rücktrittsversicherung
Hand aufs Herz – Wollen Sie wirklich weiterhin ein so riskantes Leben führen, also ohne vertiefte Erkenntnisse über die Fährnisse des H-Milch-Erwerbs und über ihre – durchaus mögliche! – Absicherung via -Rücktrittsversicherung (vgl. unsere – heute der VG-Wort gewidmete – Leseprobe)?
Sie wollen nicht? Nur zu verständlich! Abhilfe kann spätestens die soeben erschienene Ausgabe 95 der »Nichtleser 9er-Serie« alias Lektüre für Nichtleser schaffen. Die Serie kommt parallel zum gedruckten Band 9 »Irgendwie verlegt auf ne Art« (für Oldschool-Print-Fanatiker hier erhältlich) seit März 2010 in sechs Folgen mit beträchtlichem Erfolg als E-Book Apps für iPhone, iPod touch und alsbald auch fürs iPad heraus.
Und dies stets frei nach des Autoren Michael Bukowskis Credo “Sie haben kaum Zeit, große Romane zu lesen. Ich habe keine Zeit, welche zu schreiben. Daher hier die Lektüre für Nichtleser – für zwischendurch, unterwegs und nebenbei.” Die Anwendungsgebiete gerade für mobile Professionals sind beträchtlich: “zum Lesen in Meetings, in Bahnen, Bussen, Flugzeugen, auf dem Klo, im Bett, in der Warteschlange, bei langweiligem Sex, auf der Tanzfläche, anstelle von Smalltalks” (Zitat aus dem Beipackzettel). Zumal man hier ja auch erfährt, “wie man zeitgemäß to-do-listet”.
Und das schrob stern.de nach erfolgter Nichtlektüre: “(…) extrem kurz, extrem witzig und extrem Berlin.” “(…) Die kleinen Geschichten machen süchtig und so gibt es bereits neun Bände voller abstruser und irrer Minigeschichten. Oft sind die Nichtleser-Texte nur eine halbe Seite lang und bestehen allein aus einer Handvoll Dialogzeilen. Schräg, abgefahren, nachdenklich und minutiös beobachtend.”
Auch mobileTicker zählt seit Anno Tubak zu den Nichtleser-Fans und darf daher mit des Autoren freundlicher Unterstützung zehn Nichtleser-Apps als Give-away unter die Leute bringen. Aufgrund der schnuckeligen neuen iTunes-Funktionalität fürs App-Verschenken brauchen wir dazu nicht einmal mehr den krampfigen Umweg über Promocodes für US-iTunes-Accounts. E-Mail-Adresse genügt! Die ersten zehn Einsender von E-Mails an klaus at glanzkinder dot com mit “Nicht” im Betreff werden umgehend zu Nichtlesern gemacht, auch wenn der Rechtsweg wie stets ausgeschlossen ist. Einsendeschluss ist Samstag, der 01. Mai!
(Paid) News: Springer, Stern, T-Mobile..
Wie angekündigt zielt die “Mobil-Offensive” von Springer in erster Linie auf die Geldbörse der Leser bzw. soll deren Schmerzgrenzen ausloten. Die Apps für “Bild” und “Welt” sind kostenpflichtig und werden über ein Abo-Modell vertrieben. Beide wurden mit Einführungspreisen versüßt. Die “Bild”-App kostet in den ersten 30 Tagen 79 Cent, die “Welt” auf dem iPhone zunächst 1,59 Euro. Danach können Bild-Leser zwischen zwei verschiedenen Abo-Modellen wählen: mit der Printausgabe des Folgetags ab 22 Uhr ist der Service für 3,99 Euro pro Monat erhältlich, ohne PDF kostet sie 1,59 Euro monatlich (Welt: PDF-Version für 4,99 Euro beziehungsweise 2,99 Euro pro Monat ohne PDF.
Vor einiger Zeit hat auch Der Spiegel angekündigt, die jeweilige vollständige Wochenausgabe ab Dezember als App anbieten zu wollen, wobei ein Preis von rund 3,70 Euro erwartet wird. Der App Launch scheint sich allerdings zu verzögern, genau wie bei der bereits geraume Zeit erwarteten Financial Times Deutschland.
Dass es auch kostenlos geht, zeigt u.a. die just als Version 3.1 überarbeitete Stern-App: Für diese konnte der Verlag jetzt 380.000 Downloads seit dem Start im Februar 2009 verkünden. Damit darf sich die stern.de iPhone-App immer noch “erfolgreichste Applikationen eines deutschen Nachrichtenmagazins” nennen. Gemeinsam mit den anderen mobilen stern.de-Plattformen (Android und mobiles WAP-Portal) erzielt die Nachrichten-Site eine mobile Reichweite von rund 20 Mio. PIs/Month.
UPDATE 08.05.2010:
Inzwischen verkündete der Stern 506.000 Downloads bzw. Unique Installs seiner kostenlosen iPhone-App. Davon entfielen 468.000 auf Deutschland, 38.000 aufs Ausland.
Die neue Version wurde besonders bei Darstellung und Verwendung des Livetickers zur Fußball-Bundesliga überarbeitet. Zudem gibt es mit den “Text-Fotostrecken” ein neues Artikelformat mit üppig bebilderten Beiträgen, bei denen die stern-typische Optik konsequent in das mobile Format eingebunden wurde. Generell konnte der Seitenaufbau innerhalb der App beschleunigt werden.
Seit dem 18.12. können News-Junkies auch zur kostenlosen App “News” der DTAG greifen. Wie beim T-Online.de-Portal gibt es hier Aktuelles aus den Bereichen Nachrichten, Sport, “Boulevard” , Wirtschaft oder “Ausland”. Irritierend ist der lange Zeitraum, den die App für den Programmstart und den Aufbau mancher Seiten benötigt.
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Selbstdarstellung (von Carsten Scheibe): “Ich hasse Handys und liebe mein iPhone. Für mich ist das der perfekte Computer und die optimale Spiele-Konsole für die Hosentasche. Als IT-Journalist mit über 20 Jahren Berufserfahrung ist es mir natürlich ein Bedürfnis, all die iPhone-Apps zu rezensieren, die ich auf meinem Gerät ausprobiert habe.”

Scheibe schrieb in seiner “heißen Phase” für alle großen PC-Magazine von CHIP bis PC Praxis, brachte über 250 PC-Sonderhefte an den Kiosk und verfasste mehrere Bücher. Heute verfasst er neben stark nachgefragten PR-Texten im IT-Bereich u.a. auch die vielbeachtetete “iPhone-Junkie”-Kolumne für den Stern (http://www.stern.de/blog/95_iphone-junkie/authors/62_carsten_scheibe.html). Auf AlleMeineApps bündelt er seine App-Rezensionen und Texte zum Kultgerät, die so anwenderorientiert wie erfrischend zu lesen sind. Eine stetig wachsende Link-Sammlung zum Thema rundet unseren LINK OF THE MONTH ab.
Völlig iPhone-spezifisch; deutschsprachig, etw. kleine Darstellung auf dem iPhone; sehr empfehlenswert.
Fazit: *****
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